08:14:08 | Freitag, 9. Dezember 2005
Bis zum Oktoberfest + Selbstmordeinladung an Alzheimer- und Demenzkranke + Geisteskranker beim Selbstmord geholfen + Witziges Konzil: Illuminiert oder eliminiert + Behindertenjagd in der Schweiz
Bis zum OktoberfestDeutschland. Papst Benedikt XVI. besucht vom 10. bis 15. September nächsten Jahres
seine bayerische Heimat. Das gab Friedrich Kardinal Wetter von München am Hochfest der Unbefleckten Empfängnis
bekannt.
Spekulationen über einen Papstbesuch waren bereits seit Wochen in der Presse. Stationen der
Reise werden München, Regensburg, Altötting und wohl auch der Geburtsort des Papstes, Marktl am Inn,
sein: „Wir freuen uns auf den Besuch des Heiligen Vaters und werden ihm einen würdigen Besuch bereiten“,
erklärte Kardinal Wetter. Am Tag nach der Abreise des Papstes beginnt in München das Oktoberfest.
Selbstmordeinladung
an Alzheimer- und DemenzkrankeBelgien. Wim Distelmans, der Vorsitzende der staatlichen Kommission für
die sogenannte Euthanasie, wünscht eine Ausweitung des belgischen Gesetzes zum Hilflosenmord. Alzheimer-
oder Demenzkranke soll der Hilflosenmord ermöglicht – oder nahegelegt – werden. Auch in diesen Fällen
müsse der Todgeweihte ausdrücklich um die Sterbehilfe bitten, beschwichtigte Distelmans. In Belgien
können unheilbar Kranke bereits seit Herbst 2002 legal eingeschläfert werden. Bislang ist der Vollbesitz
der geistigen Kräfte und der „freiwillige, überlegte und wiederholt geäußerte Wunsch zu sterben“ Voraussetzung
für den Hilflosenmord.
Geisteskranker beim Selbstmord geholfenNiederlande. Ein niederländisches Gericht
verurteile einen 73jährigen Hilflosenmörder zu einem Jahr Gefängnis. Das berichtete der ‘Britische
Rundfunk’ am Hochfest der Unbefleckten Empfängnis. Der Verurteilte Jan Hilarius beförderte eine geisteskranke
25jährige Frau im Jahr 2003 in den Tod. Hilarius ist der Gründer der niederländischen Tötungsvereinigung
‘De Einder’.
Witziges Konzil: Illuminiert oder eliminiertDeutschland. Die deutsche Tageszeitung ‘Die
Welt’ erwähnte anläßlich des
40jährigen Jubiläums des Konzilsabschlusses auch das Los der Traditionalisten.
Mancher, der in „überbordender Volksfrömmigkeit“ aufgewachsen sei, habe durch das Konzil eine Protestantisierung
der Kirche gewittert. Schon während des Konzils habe der Präfekt des Heiligen Offiziums, Alfredo Kardinal
Ottaviani, gemurmelt: „Ich bete zu Gott, daß ich vor dem Ende dieses Konzils sterbe – so kann ich wenigstens
als Katholik sterben.“ ‘Die Welt’ erinnert daran, daß Kardinal Ottaviani zum Gegenstand bissiger Konzilswitze
wurde. Ein Konzilsgebet lautete: „Guter Gott, öffne die Augen des Kardinals Ottaviani. Und wenn es deiner
Barmherzigkeit nicht gelingt, so schließe sie in deiner Allmacht für ewig.“
Behindertenjagd in der
SchweizSchweiz. Die ‘Nationale Ethikkommission’ der Schweiz möchte das Verbot der Präimplantationsdiagnostik –
die Jagd auf behinderte Kleinstkinder im Reagenzglas – aufweichen, allerdings unter „genau definierten
Bedingungen“. Nur jene Kleinstkinder, die an elterlichen Erbkrankheiten leiden könnten, sollen ausgeforscht
und wenn nötig getötet werden können. Auch bei künstlichen Befruchtungen soll vor der Einpflanzung
des Kleinkindes in die Mutter auf Behinderungen untersucht werden dürfen.
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#3
Benedikt 13:42:35 | Freitag, 9. Dezember 2005
#2
griffo 11:06:43 | Freitag, 9. Dezember 2005
#1
Athanasius 09:35:21 | Freitag, 9. Dezember 2005