Wider die hemmende Neurose des Antimodernismus
„Dieser heilige alte Knabe scheint nicht zu merken, in was für ein Hornissennest er da sticht“, soll ein zukünftiger Papst über Johannes XXIII. gesagt haben, als dieser sich anschickte, das Zweite Vatikanische Konzil einzuberufen. Pressestimmen zum gestrigen Konzilsjubiläum.

„Die katholische Welt schien noch in Ordnung. Die Kirchen waren voll, Klerus und Laien selbstbewußt bis stolz, die Männer, die aus den Trümmern des Krieges ein neues Europa formten, fast ausnahmslos Katholiken: Adenauer, Schuman, de Gasperi. Gut »vernetzt«, dieser Katholizismus. Mit triumphalistischer Stimme sang man: »Ein Haus voll Glorie schauet«, nicht ahnend, daß um seine Mauern schon die Vorboten des großen Traditionsabbruchs schlichen.“
Spiegel
„Mit dem Zweiten Vatikanischen Konzil, das vor vierzig Jahren zu Ende ging, hörte die Kirche auf, »Garantin einer katholischen Parallelgesellschaft zu sein«. Der Katholik wurde »ein freier Christenmensch«, schreibt Matthias Dobrinski [in der Süddeutschen Zeitung]. »Man kann sich heute gar nicht mehr vorstellen, wie radikal der Wandel ist. Das Latein ist weg, der Pfarrer schaut das Kirchenvolk an, am Karfreitag betet die Gemeinde nicht mehr für die treulosen Juden, und der Bischof warnt die katholische Jugend nicht mehr davor, sich in Lutherische zu verlieben. «“
Neue Zürcher Zeitung
„Beinahe aber wäre das Konzil zu Ende gewesen, ehe es begonnen hatte. Nach Absicht der kurialen Instanzen sollten die Konzilsväter lediglich die von den Vorbereitungskommissionen erarbeiteten Dokumente verabschieden. Daß sie dies nicht taten, darf man als folgenreichen Akt episkopaler Selbstbehauptung werten. Denn mit der Willensbekundung, die anstehenden Fragen in der Konzilsaula selbst zu erörtern, war der Anstoß zu einem konziliaren Prozeß gegeben, in dessen Verlauf »die immer von neuem spürbare und immer von neuem hemmende Neurose des Antimodernismus« (Joseph Ratzinger) überwunden wurde.“
St. Galler Tagblatt
„Zwar war Angelo Roncalli bereits 77, als er am 28. Oktober 1958 zum Papst [Johannes XXIII.] gewählt wurde. Doch die aufmerksamen Beobachter merkten gleich, was es geschlagen hatte. Am 17. November 1958 notierte das ‘Time Magazine’: »Falls jemand geglaubt hat, Roncalli wäre ein reiner Interimspapst, der den Übergang zur nächsten Regierung verwaltete, so zerstörte er diese Vorstellung innerhalb von Minuten nach seiner Wahl … Er trat festen Schrittes, kühn wie der Eigentümer des Hauses ein, riß die Fenster auf und rückte die Möbel herum.« So muß es auch die nächste Umgebung des neuen Papstes empfunden haben. Allerdings mit weniger Begeisterung als der ‘Time’-Journalist. Kardinal Giovanni Battista Montini, Erzbischof von Mailand und später der Nachfolger von Johannes XXIII. [Papst Paul VI.], war bei der Konzilsankündigung irritiert: »Dieser heilige alte Knabe scheint nicht zu merken, in was für ein Hornissennest er da sticht.«“
Deutsche Welle
„Von Anfang [des Zweiten Vatikanischen Konzils] an kristallisierten sich die erwarteten Auseinandersetzungen zwischen »Erneuerern und Bewahrern« heraus. Am Ende gewannen die Erneuerer die Oberhand.“
Deutsche Katholische Nachrichtenagentur KNA
„Gottesdienst in deutscher Sprache, der Priester der Gemeinde zugewandt, die Lektorin am Ambo, Laien als Kommunionhelfer – für jüngere Katholiken sind dies Selbstverständlichkeiten. Dabei handelt es sich um relativ neue Phänomene in der katholischen Kirche. Denn erst das vor 40 Jahren zu Ende gegangene Zweite Vatikanische Konzil ließ diese Neuerungen zu. Auf keinem anderen Gebiet war die von Papst Johannes XXIII. geforderten Reformen so sichtbar und einschneidend wie in der Liturgie. Kelchkommunion für Laien, Friedensgruß, Beichtgespräch. »Für die Gläubigen hat sich enorm viel geändert – man weiß das heute gar nicht mehr«, bilanziert der Hildesheimer Liturgiewissenschaftler Guido Fuchs.“
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Sonntag, 11. Dezember 2005 12:19
Athanasius: @Otterbeck
Leo XIII. hat sicherlich nicht eine falsche Einheit gemeint von Christen ohne eine Ökumene der Rückkehr,
wie sie auch Pius XI. nochmal forderte in „Mortalium Animos“. Obwohl wir Johannes XXIII.’ Aussage zum
Ökumenismus nicht kennenlernten auf dem Konzil, ist es deutlich, dass die Kreise in denen er sich schon
in den 1920er Jahren bewegte deutlichen dem falschen Ökumenismus zuwandten, eine Ökumene ohne Einheit
in Glaube, Moral, Sitten und Oberhirte. Pius XI. sehnte sich auch nach der Einheit aller Christen. Allerdings
in der römisch-katholischen Kirche und nicht in einer Weltsynode aller Religionen wie seit dem II. Vatikanum
propagiert.
Aber mit Ihnen lässt sich schwierig argumentieren, denn Sie wollen nur den „Triumph“ des II. Vatikanums anerkennen. Kritische Evaluierung gibt es da nicht, wahrscheinlich weil Sie selber zuviel „drin“ waren.
Aber mit Ihnen lässt sich schwierig argumentieren, denn Sie wollen nur den „Triumph“ des II. Vatikanums anerkennen. Kritische Evaluierung gibt es da nicht, wahrscheinlich weil Sie selber zuviel „drin“ waren.
Sonntag, 11. Dezember 2005 10:08
steymard †: Genau Athanasius
Voellig richtig erkannt.Die letzten 5 pseudopaepste erklaeren den mit den juden geschlossenen Alten Bund
immer noch fuer gueltig,was bedeuten wuerde,das die ankunft des Messias noch aussteht,mit anderen worten
Unser Herr Jesus Christus nicht der Messias sein kann.Das ist nicht nur quasi haeretisch,sondern total
apostatisch.
Die letzten 5,sich als nachfolger Petri ausgebenden Pseudopaepste,sind in Wirklichkeit Antichristen.
Der Antichrist wird in der Heiligen Schrift nur zweimal definiert.
1 Joh 2,22-23
wer anders ist der Luegner,als der,der leugnet,dass Jesus der Messias ist?Das ist eben der ANTICHRIST.
Er leugnet den Vater und den Sohn.Wer den Sohn
leugnet,hat auch den Vater nicht;wer den Sohn bekennt,hat auch den Vater.
Ich glaube,dass dies handfeste beweise sind,die endgueltig die wahre natur von jason-roncalli,menelaus-montini,lysimachus-luciani,alcimus-wojtyla und bub-ratzinger aufzeigen.
Die letzten 5,sich als nachfolger Petri ausgebenden Pseudopaepste,sind in Wirklichkeit Antichristen.
Der Antichrist wird in der Heiligen Schrift nur zweimal definiert.
1 Joh 2,22-23
wer anders ist der Luegner,als der,der leugnet,dass Jesus der Messias ist?Das ist eben der ANTICHRIST.
Er leugnet den Vater und den Sohn.Wer den Sohn
leugnet,hat auch den Vater nicht;wer den Sohn bekennt,hat auch den Vater.
Ich glaube,dass dies handfeste beweise sind,die endgueltig die wahre natur von jason-roncalli,menelaus-montini,lysimachus-luciani,alcimus-wojtyla und bub-ratzinger aufzeigen.
Sonntag, 11. Dezember 2005 06:33
Dr. Otterbeck: Das Hornissennest,
in das Roncalli gestochen hat, war die seit 1954 sich selbst überlassene Kurie, die ein alter, kranker, wenngleich meritenreicher Papst im Alleingang –- so gut noch möglich –- regierte (um keinen Nachfolger zu designieren, gab es seit 1944 keinen Kardinalstaatssekretär Pius XII. mehr). Aus Mangel an Glaubensleben hätten auch heute noch manche gern ein Hornissenest in Rom; deren Königin hätte aber bei ihrem Abkeben keine 7 Mio. Menschen nach Rom gezogen (summa summarum). Im übrigen hat Roncalli vorsätzlich zugestochen; der Gedanke an ein Konzil lebte in ihm seit seiner Seminaristenzeit unter Leo XIII., weil dieser, bspw. 1902 in seinem „politischen Testament“, den Blick auf die Einheit der Christen richtete.
Samstag, 10. Dezember 2005 19:33
Athanasius: Perfidis
Mit den Worten „treuelosen“ betete die Kirche seit Anfang an. Das wegzulassen nur aus dem Antiphon, ist
ja kuriös, denn das übrige Gebet fragt ja die Bekehrung „sogar“ der Juden, damit der Herrgott ihnen
den Vorhang der Dunkelheit wegnehme.
Die Modernistische Liturgie von 1969 aber betet für Treue der Juden an ihrem „Bunde“, was nicht nur direkt gegen die alte Liturgie, allerdings Fundplatz der sensus fidelium atque sensus catholicus, aber auch gegen die Lehre von allen vorkonziliaren Päpsten wendet. Lies ‘Mystici Corporis’, par. 29, von S.Hk. Pius XII., geschrieben Ende 1943, gerade als er den Juden half während die Allierten von Süden auf Rom heranrückten. Der Alte Bund ist aufgehoben, ja vernichtet durch den Neuen Bund. Wie die Konziliare Kirche zu beten für die Treue der Juden zum „Bunde Gottes“ ist also irrsinnig und quasi häretisch. Denn dass sie zum grössten Teil NICHT treu dem Neuen Bunde sind, ist deutlich.
Die Modernistische Liturgie von 1969 aber betet für Treue der Juden an ihrem „Bunde“, was nicht nur direkt gegen die alte Liturgie, allerdings Fundplatz der sensus fidelium atque sensus catholicus, aber auch gegen die Lehre von allen vorkonziliaren Päpsten wendet. Lies ‘Mystici Corporis’, par. 29, von S.Hk. Pius XII., geschrieben Ende 1943, gerade als er den Juden half während die Allierten von Süden auf Rom heranrückten. Der Alte Bund ist aufgehoben, ja vernichtet durch den Neuen Bund. Wie die Konziliare Kirche zu beten für die Treue der Juden zum „Bunde Gottes“ ist also irrsinnig und quasi häretisch. Denn dass sie zum grössten Teil NICHT treu dem Neuen Bunde sind, ist deutlich.
Samstag, 10. Dezember 2005 13:58
Dr. Christoph Heger: @Benedikt: Perfidis
Das „perfidis“ ließ Johannes XXIII. schon vor dem Konzil einfach weg und strich es aus dem Messbuch von
1962.
Das führte denn wohl zu dem etwas kuriosen Ergebnis, daß Zelebranten der sog. Indultsmessen, die auf das Meßbuch von 1962 verpflichtet sind, „pro perfidis“ zu beten haben – womit allerdings sie und nicht die „Pogressiven“ in jahrhundertealter Übereinstimmung mit der Kirche wären. Sie scheinen das aber in der Regel nicht so zu beten.
MfG
Christoph Heger
Das führte denn wohl zu dem etwas kuriosen Ergebnis, daß Zelebranten der sog. Indultsmessen, die auf das Meßbuch von 1962 verpflichtet sind, „pro perfidis“ zu beten haben – womit allerdings sie und nicht die „Pogressiven“ in jahrhundertealter Übereinstimmung mit der Kirche wären. Sie scheinen das aber in der Regel nicht so zu beten.
MfG
Christoph Heger
Samstag, 10. Dezember 2005 12:37
Athanasius: @M. Kirschbaum
Wenn sie erstens mal ihren Namen ablegen, da sie sich tarnen wie ein Beiträger der Kirchlichen Umschau.
Das ist erst dumm, und frech. Sie scheinen nur zum Ziel zu haben die Traditionalisten zu beschimpfen in
ihrer Selbsherrlichkeit.
Lefebvre war Vorbereiter der Schemáta, allerdings nur Mitschreiber. Womit widerlegen sie meine Behauptung? Mit nichts. Lefebvre wurde wegen dieser Vorbereitungsarbeit 1962 zum Assistent des Päpstlichen Thrones ernannt.
Lefebvre war Vorbereiter der Schemáta, allerdings nur Mitschreiber. Womit widerlegen sie meine Behauptung? Mit nichts. Lefebvre wurde wegen dieser Vorbereitungsarbeit 1962 zum Assistent des Päpstlichen Thrones ernannt.
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