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Habit gefragt + Beerdigung von Leo Kardinal Scheffczyk + Zwischen wollen und müssen + Rechtsfreie Zone + Oberste Christenpflicht
Habit gefragt

Vatikan. „Die Kirche braucht Ordensleute!“ Das rief Papst Benedikt XVI. gestern Mittag den Ordensleuten der Diözese Rom bei einer Audienz für sie zu. Ausdrücklich bedankte sich der Papst für ihre vielfältigen Dienste: „Die Kirche braucht euer Zeugnis. Sie braucht ein gottgeweihtes Leben, das mutig und kreativ die Herausforderungen unserer Zeit angeht.“ Der Heilige Vater verwies auf die Notwendigkeit und Zeitgemäßheit der evangelischen Räte Armut, Gehorsam und Keuschheit: „Habt keine Angst, euch auch sichtbar als Gott geweihte Personen zu zeigen und versucht auf jede Art und Weise zu zeigen, daß ihr zu Christus gehört, den Schatz, für den ihr alles verlassen habt.“

Beerdigung von Leo Kardinal Scheffczyk

Deutschland. Am Dienstagmorgen, dem 13. Dezember, wird der Sarg des verstorbenen Kardinals Leo Scheffczyk in den Münchner Liebfrauendom gebracht und aufgebahrt. Die Gläubigen sind zum stillen Gebet für den Verstorbenen eingeladen. Mitglieder der geistlichen Familie ‘Das Werk’, zu dem der verstorbene Kardinal gehörte, werden den ganzen Tag über eine Gebetswache im Dom halten. Sie wird um 18.30 Uhr mit dem Sterberosenkranz enden. Der Erzbischof von München, Friedrich Kardinal Wetter, wird am Mittwoch, dem 14. Dezember, um 10.30 Uhr im Münchner Liebfrauendom ein Pontifikalrequiem zelebrieren. Die Beerdigung findet in Österreich statt. Am Donnerstag, dem 15. Dezember zelebriert der wie Kardinal Scheffczyk aus Schlesien stammende Erzbischof von Köln, Joachim Kardinal Meisner, um 11.00 Uhr in der Pfarrkirche St. Gallus in Bregenz, Vorarlberg, ein Pontifikalrequiem. Anschließend findet die Beerdigung auf dem Friedhof der geistlichen Familie ‘Das Werk’ im Kloster Thalbach, Bregenz, statt.

Zwischen wollen und müssen

USA. Der Apostolische Nuntius in den Vereinigten Staaten, Erzbischof Gabriel Montalvo Higuera, hat die erzdiözesane Adoptionsstelle in Boston aufgefordert, künftig keine Kinder mehr an Homos auszuliefern. Solange Homo-Verbindungen nicht aus der Kartei gestrichen würden, sollten überhaupt keine Vermittlungen mehr stattfinden, heißt es in einem Brief an den Erzbischof von Boston. Boston ist die Hauptstadt des US-Bundesstaates Massachusetts im Nordosten der USA. Zuvor war bekannt geworden, daß die Adoptionsstelle in den letzten zwanzig Jahren 13 Adoptivkinder an homosexuell Konkubinierende vermittelt hatte. Man müsse sich einem „Antidiskriminierungsgesetz“ beugen, rechtfertigten sich die Verantwortlichen nach Bekanntwerden des Skandals. Gleichzeitig wurde jedoch erklärt, daß die Kindervermittlung an Homos auch gewollt sei. Die Erzdiözese entscheidet im Januar, ob sie der Aufforderung des Nuntius Folge leisten wird.

Rechtsfreie Zone

Deutschland. Hans Joachim Meyer, der Präsident des ‘Zentralkomitees der Katholiken’ – des Obersten Laiengremiums Deutschlands – kritisierte das Lob der Kleruskongregation für die Rätereform im Bistum Regensburg. Meyer äußerte sich am Samstag auf einer Versammlung des aufgelösten Diözesanrates. Der Zentralrat der Katholiken fühle sich von der Stellungsnahme in Rom nicht betroffen, so Meyer. Die Diözesanräte gebe es in dieser Form nur in Deutschland und das allgemeine Kirchengesetzbuch sei nicht relevant. Meyer bot Bischof Müller bei gleicher Gelegenheit Gespräche an: „Wir führen keinen Krieg gegen Bischöfe.“

Oberste Christenpflicht

„Ruhe als oberste Christenpflicht. Diesen Kurs versucht Kardinal Christoph Schönborn mit dem lecken österreichischen Kirchenschiff zu fahren. Oberflächlich gesehen mit gar nicht so geringem Erfolg.“

Aus einem Kommentar der österreichischen Tageszeitung ‘Presse’ zur Ansprache des Papstes beim Ad-Limina-Besuch der österreichischen Bischöfe.
      
10 Lesermeinungen
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#10   Christin   17:14:07 | Donnerstag, 15. Dezember 2005
Schatz,für den ich alles verlassen hab…
Armut,Gehorsam,Keuschheit!Das sind Eigenschaften die gut zu meinen Mann passen und ich pass gut zu ihm damit ich noch viel von ihm lernen kann.
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#9   Laurentius2   09:50:47 | Donnerstag, 15. Dezember 2005
@Gotthard / von wegen „Mehrheit“
Lieber Liberalo,
Sie stehen auch ziemlich alleine da mit Ihrer Meinung.
Bischof Müller jedenfalls nicht. Immerhin hat u.a. auch Prälat Georg Ratzinger seine Zustimmung zu diesem Befreiungsschlag signalisiert. Was meinen Sie wohl, wie sein Bruder und Freund von Kardinal Hoyos da denkt ?
Ihre Rahner/Lehmann – Kirche hat vielleicht die Macht, unser Geld und die Mehrheit der Lauen und Gottlosen (Medien) hinter sich
– das ist aber nicht die wahre Mehrheit (im Himmel).
Traurig, wie die Liberalos nur an ihre neuen Dogmen glauben (hier „die Mehrheit“, dabei ist schon der Begriff, geschweige denn die meist medienmanipulierte Art ihres Zustandekommens völlig unbestimmt).
Gotthard, lesen Sie auch mal andere Konzilstexte (alle voll gültig und nicht aufgehoben !) und die Väter (zB Athanasius, den Großen) – werden Sie wieder katholisch !
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#8   Gotthard   22:23:28 | Dienstag, 13. Dezember 2005
Regensburg
Dieser Bischof steht in Deutschland sehr alleine da mit seinen autoritären Methoden.
Ein Kard. Hoyos wird die Mitverantwortung der Laien durch gewählte Räte in der deutschen Kirche wohl kaum kennen. Er hätte sich vielleicht einmal bei einem ehemaligen Münchner Erzbischof in Rom erkundigen sollen, der gut gefahren ist mit den Räten …
Herrn Meyer ist zuzustimmen!
Und warum Bischof Müller sich nach jeder seiner Entscheidungen in Rom rückzuversichern sucht, ist mir sehr schleierhaft!
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#7   Doritta   21:40:15 | Dienstag, 13. Dezember 2005
@ An Bonifatius –--> Päpstin
Wenn ich über Ihren Beitrag nachdenke, der hat schon
was. Eine Frau an der Spitze der katholischen Kirche…
Demokratie…neue Organisationsstrukturen…etc. etc.
Statt Kaffeekränzchen sage ich lieber Meetings.
Spaß beiseite: Wird nieeintreten. Da geht im biblischen Sinn vorher ein Kamel durch ein Nadelöhr.
Dennoch: Ein wenig mehr Modernisierung kann nicht schaden. Und man sollte auch einmal das Positive sehen, nicht nur tadeln und kritisieren.
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#6   Dr. Otterbeck   07:06:17 | Dienstag, 13. Dezember 2005
Die Meyer’sche Begnadigung
„Wir führen keinen Krieg gegen Bischöfe.“ Soll das heißen, das ZdK hat es nicht einmal mehr nötig seine Positionen „kriegführend“ durchzusetzen? Wer führt denn die Kirche? Die Zyniker des Krieges? Oder der Friedensfürst?
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#5   Laurentius2   09:19:19 | Montag, 12. Dezember 2005
@Kardinal Schönborn
Wer möchte in der Haut dieses Kardinals stecken ?
Die teuflischen Medien klopfen ihm unentwegt auf die Schulter, damit er nur ja nicht auf den Tadel des Papstes eingeht. Ob den Katholiken (…) Schönborn das nicht irgendwann einmal stutzig machen muß ?
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#4   Don Carlos   23:28:19 | Sonntag, 11. Dezember 2005
„Rechtsfreie Zone“
Was darf sich ein Herr Meyer eigentlich noch alles erlauben??? Er sollte allmählich wissen, dass er nur für einen geringen Personenkreis in Deutschland spricht. Wenn er nun noch behauptet, das Kirchenrecht sei für den „Fall Regensburg“ nicht relevant, so ist dies doch ein deutliches Zeichen, wo er letzlich hingehört / hingehören will.
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#3   bonifatius   21:02:18 | Sonntag, 11. Dezember 2005
@Doritta
Liebe Doritta, wäre ihnen eine Päpstin mit Kaffeekränzchen lieber, zwar schön demokratisch mit Ausschüßchen etc.? Mal nachdenken.
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#2   Doritta   20:48:38 | Sonntag, 11. Dezember 2005
Ruhe als Christenpflicht? Leckes Schiff?
Wenn das so in der Presse stand, kann das nicht als
wahr gelten! Was heißt Ruhe und warum kommt man
zu der Meinung „leckes Schiff“? Die Kirche in Österreich
steht zwar nicht brillant da, aber viel besser als noch
vor einigen Jahren. Nicht immer gerne gesehene, meiner Meinung aber sehr positive Tendenzen können wahrgenommen werden: Für die Jugendlichen wird viel getan, es werden Versuche unternommen, den Menschen die Kirche nahezubringen, insgesamt gibt es ein kluges „Marketing“ und viele engagierte Laien.
Leider ist Mitgliederzahl in der katholische Kirche in Europa insgesamt rückläufig, dagegen wird auch die gut gemeinte Papstrede nichts ausrichten. Wir wäre es übrigens, auch einmal über die Leitung in Rom nachzudenken? Kann denn ein einzelner Bischof im eigenen Land bei diesem Zentralismus viel ausrichten?
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#1   ottaviani   10:27:53 | Sonntag, 11. Dezember 2005
der Beschwichtigungshofrat
ist die liebste freundin des wiener kardinals ich erwähnte es schon mal hier in seiner erzdiözese hat sie sich in die grabesruhe verwandelt
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