Die nachkonziliaren Krisenerscheinungen wurden durch die nach dem Konzil entstandene Atmosphäre und die unrealistischen Attitüden des Fortschrittsdenkens, der überzogenen Liberalität und der Verachtung der Tradition gefördert. Von Leo Kardinal Scheffczyk (†).
Mittwoch, 14. Dezember 2005 12:46
miles immaculatae: Traditionell Gläubig?
Was soll das nun bedeuten? Ist ein „traditionell Gläubiger“ nun einer, für den Tradition „Demokratie
für die Toten“ (Chesterton) ist, oder ein schlicht Stehengebliebener, oder ein, wie man im amerikanischen
leicht abschätzig sagt „cradle catholic“? Glaubt da wer an die Tradition (katholisch hundertprozenig
korrekt), oder glaubt da einer nur traditionell (nicht unkorrekt, aber doof). Der katholische Glaube ist
stets rückbezogen auf die uns geschenkte Offenbarung und auf das nahezu 2000jährige Erbe der Kirche.
Was also soll dieser Begriff bedeuten?
Ist das II. Vaticanum antitraditionell? In vielem ist das II. Vaticanum traditioneller als die mittelalterliche Tradition. Und die mißratene Liturgiereform, die teilweise in der Tat mit dem Erbe (nicht nur dem katholischen, sondern auch dem christlichen) aufräumt, läßt sich nicht auf das II. Vaticanum zurückführen.
Ist das II. Vaticanum antitraditionell? In vielem ist das II. Vaticanum traditioneller als die mittelalterliche Tradition. Und die mißratene Liturgiereform, die teilweise in der Tat mit dem Erbe (nicht nur dem katholischen, sondern auch dem christlichen) aufräumt, läßt sich nicht auf das II. Vaticanum zurückführen.
Dienstag, 13. Dezember 2005 06:57
Dr. Otterbeck: Lumen gentium
Ja, ich wurde rückfällig, habe „kreuz.nett“ noch ein bisschen getestet, vor Jahresende, komme aber wiederum zu dem Schluss, dass uns hier ein virtueller Katholizismus ohne Liebe präsentiert wird, eine Weltanschauung, die das Glaubensleben ablehnt. „Ich will nicht dienen“, das ist der Katechismus derer, die das Kreuz für „nett“ erklären.
Dienstag, 13. Dezember 2005 05:07
Morus: Heilloses Durcheinander
Kardinal Scheffcsyk war einer, der aus dem Trümmerfeld durch Interpretation das Beste daraus machen wollte. An den Grundübeln des II Vatikanums hat auch er nichts ändern können. Das Grundübel bestand in der Abkehr oder zumindestens Verstümmelung der Tradition, sodass man heute nicht mehr weiss, was gilt. Gilt die Konstitution, gilt diese Enzyklyka, gilt jene? Re-ligo kommt von „Zurückbinden“. Das Konzil hat diese Bindungen geschwächt oder gar zerrissen. Die meisten Menschen sind damit verwirrt worden und wissen nicht mehr, wo Jesus Christus steht, was wahr ist, und woran sie sich halten können. Sie sind gleichzeitig friedlos geworden. Ich betrachte das ganze als eine Katastrophe grössten Ausmasses, die von Menschenhand gar nicht mehr repariert werden kann.
Montag, 12. Dezember 2005 16:51
Athanasius: Naiv, leider
Wieder sehr naiv, dieser Beitrag. Gutgläubig, aber nicht realistisch. Die Anzünder der nachkonziliaren
emotionalen Progressivität liegen in den doppeltsinnigen únd den falschen Konzilsaussagen, etwa in Dignitatis
Humanae.
Aber Leo Kardinal Scheffczyk: ut requiescat in pace.
Aber Leo Kardinal Scheffczyk: ut requiescat in pace.
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