Muttergottes
Bischöfliche Stellungnahme zu einer Marienerscheinung in Deutschland erwartet
Im saarländischen Marpingen soll die Gottesmutter im Jahr 1999 drei Frauen erschienen sein. Nun will sich auch die Diözese Trier zu den Ereignissen vor sechs Jahren äußern.
(kreuz.net, Marpingen) Die drei Saarländerinnen Marion Guttmann, Judith Hiber, und Christine Ney sind sich sicher, daß ihnen in Marpingen die Muttergottes erschienen ist.

Judith Hiber ist alleinstehend und führt einen Pfarrhaushalt. Die beiden anderen Damen sind verheiratet und haben Kinder.

Marpingen befindet sich im Bundesland Saarland im Westen Deutschlands rund 35 km nördlich der Landeshauptstadt Saarbrücken.

Der zuständige Diözesanbischof Mons. Reinhard Marx von Trier will am Mittwoch eine Stellungnahme zu den angeblichen Marienerscheinungen von Marpingen publizieren. Dies berichtet die ‘Süddeutsche Zeitung’ in ihrer heutigen Dienstagsausgabe.

Die Gottesmutter soll den drei Frauen von Mai bis Oktober 1999 in Marpingen insgesamt 13 Mal erschienen sein. Seither pilgern jährlich fast 60.000 Menschen in das 5.400-Seelendorf.

Die Botschaften der Muttergottes aus dem Härtelwald lauteten: „Betet den Rosenkranz!“, „Hört auf den Papst!“, „Betet viel, daß euer Land aufhört, die vielen Kinder zu töten!“

Volle sechs Jahre lang hat eine Kommission des Bistums Trier über den angeblichen Erscheinungen gebrütet. Es gab Ortsbegehungen. Die Seherinnen wurden befragt, Heilsberichte geprüft und Archive durchforstet.

Die ‘Süddeutsche Zeitung’ bezeichnet es als „wenig wahrscheinlich“, daß Marpingen von einer Marienverehrungsstätte zum ersten kirchlich anerkannten deutschen Erscheinungsort aufsteigt und daß der Bischof die „Geschichten aus dem Härtelwald“ als übernatürlich anerkennen wird.

Der Pallottinerpater und Freisinger Psychotherapeut Jörg Müller schätzt die Lage ebenso ein. Der Pater ist Berater der Seherinnen.

Er befürchtet folgende Botschaft aus Trier: „Constat de non supernaturalitate“ – zu Deutsch: Es steht fest, daß keine übernatürlichen Phänomene vorliegen.

Er sei sich jedoch sicher, daß die Muttergottes in Marpingen wirklich erschienen ist, erklärte Pater Müller vor der ‘Süddeutschen Zeitung’.

Der Psychotherapeut hat die Seherinnen ausführlich befragt. Er kam zum Urteil, daß keine Neurosen, keine Manipulation und kein Bluff vorliegen. Sein Gutachten hat er an den Bischof von Trier geschickt. Doch es fand dort offenbar kein Gehör, bedauert der Pallottiner.

Die morgige Stellungnahme des Bistums wird auch auf Ereignisse in Marpingen Bezug nehmen, die bereits im Jahr 1876 stattfanden.

Vor 129 Jahren soll die Muttergottes schon einmal in Marpingen erschienen sein. Damals berichteten drei achtjährige Mädchen von einer Frau im Härtelwald, die ihnen Botschaften einsprach.

Die letzte Botschaft war: „Ich komme wieder in einer sehr bedrängten Zeit.“

1999 schien die bedrängte Zeit gekommen. Als sich die Jungfrau Maria am 17. Oktober 1999 nach der letzten Erscheinung verabschiedete, sagten 35.000 Menschen „Auf Wiedersehen“.

Sie waren mit 170 Bussen und 6000 Privatfahrzeugen gekommen.
      
15 Lesermeinungen
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#15   Uwe Schmidt   07:11:57 | Donnerstag, 15. Dezember 2005
@Marcel
Von Medjugorje haben die 3 Seherinnen aber nichts gewusst. Die Damen hatten bereits ab 1997, jede einzeln für sich, Erscheinungen und Auditionen, allerdings ohne sie zu wollen; dann sind sie 1998 von der Gottesmutter zusammengeführt worden, und zwar unter der geistlichen Leitung des MPB-Mannes HELMUT MARIA GRESSUNG.
(JÖRG MÜLLER:„Von Maria zu reden ist gefährlich“,S.13)
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#14   clemens   14:32:01 | Mittwoch, 14. Dezember 2005
DEO GRATIAS
Wie zu erwarten war
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#13   Le Trot   13:00:10 | Mittwoch, 14. Dezember 2005
@ – nicht anerkannt !
Bischof Marx: «Es bestehen schwerwiegende Gründe, die es nicht erlauben, sie als übernatürliches Geschehen anzuerkennen.» de.news.yahoo.com/051214/12/4suru.html
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#12   clemens   19:46:16 | Dienstag, 13. Dezember 2005
@Daquino
Dann empfehle ich Dir dämonische Aussagen (bei Anneliese Michel) oder offensichtlich unechte Erscheinungen wie Bayside…:
Auch eine Erscheinung, die über diese Mißstände etwas sagt, muß nicht echt sein. Aber eine, die darüber nichts sagt, kann nicht echt sein.
Bayside kenne ich zu wenig.
Den Fall Annelise Michel und die Familie kennt unser Pater sehr genau.
Die Besessenheit war sicher echt. Er sagt, dass der Exorzismus aus folgenden Gründen nicht gelungen ist:
1. Es wurde die Neugier befriedigt durch die Anwesenheit zu vieler Laien.
2. Dem Teufel wurde nicht nur vorschriftsmäßig geboten, z. B. seinen Namen zu sagen usw., sondern er wurde befragt zur Kirchenkrise, zukünftigen Ereignissen u.a.
Er antwortete dann Wahres und Falsches: „Handkommunion ist von uns!“ und „Man muß dem Papst gehorchen!“
Und dann gehorcht man, weil es der Teufel gesagt hat?
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#11   Daquino   14:33:00 | Dienstag, 13. Dezember 2005
@clemens
Glaube keiner Erscheinung, die nichts über die Mißstände in der Kirche sagt, über die Handkommunion und über die schrecklichen Sakrilegien, sondern auch noch fordert, dem Papst zu gehorchen.
Dann empfehle ich Dir dämonische Aussagen (bei Anneliese Michel) oder offensichtlich unechte Erscheinungen wie Bayside…
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#10   Stimme aus dem Tradiland   14:22:06 | Dienstag, 13. Dezember 2005
@ Daquino
Gut. Wobei das Argument, wonach es keine Marienerscheinungen mehr geben werde, solange die Forderungen der Gottesmutter von Fatima nicht erfüllt worden sind, für mich etwas bestechend Logisches hat. Da erscheint die Gottesmutter – anerkanntermaßen – und ihre Forderungen werden auch von den Päpsten nicht befolgt?
Wozu sollte sie dann nochmals kommen – abgesehen von den wirklich „privaten“ Offenbarungen wie z.B. an den Pfarrer von Ars oder Pater Pio? Bei Fatima handelt es sich eigentlich um eine außerordentliche Offenbarung, denn von „privat“ kann man angesichts von 70.000 Zeugen des Sonnenwunders vom 13. Oktober 1917 eigentlich nicht sprechen.
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#9   Daquino   14:15:50 | Dienstag, 13. Dezember 2005
@Stimme aus dem Tradiland:
Das meinte ich nicht. Natürlich muss der Bischof – oder im Falle von Medjugorje – die Bischofskonferenz entscheiden. Mir ging es eher darum, dass hier in der Diskussion geäußert wurde, dass „wir“ keine Erscheinungen der Gottesmutter brauchen (also echte Erscheinungen). DAS sollte man lieber dem Himmel überlassen.
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#8   Stimme aus dem Tradiland   14:02:29 | Dienstag, 13. Dezember 2005
@ Daquino – nein!
Sollte man nicht besser dem Himmel überlassen, ob eine Erscheinung notwendig ist?
Nein, denn die Hirten der Kirche sind eingesetzt, um den Glauben und die Lehre zum Heil der Seelen zu bewahren. Sie haben also auch die Verpflichtung, falsche „Erscheinungen“ offen zu legen.
Der Rat des Gamaliel – kein Christ – „wenn es von Gott ist, könnt ihr es nicht verhindern, wenn es nicht von Gott ist, wird es sich nicht durchsetzen“, ist falsch. Das liegt nahe der prot. Irrlehre von „sola fide“. Der Glauben genügt, sonst muß man nichts mehr tun…
Wieviel Schlechtes gibt es, was Bestand hat (z.B. die Gnosis, der Hinduismus, der Islam) und wieviel Gutes ist verloren gegangen?
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#7   Daquino   13:37:08 | Dienstag, 13. Dezember 2005
Merkwürdige Diskussion
Sollte man nicht besser dem Himmel überlassen, ob eine Erscheinung notwendig ist?
Nochmal abgesehen von Marpingen, das ich auch nicht für echt halte: Gerade weil die Botschaften der Muttergottes von Fatima noch nicht umgesetzt sind, wäre es doch typisch für eine Mutter, wenn sie sich nochmal wiederholen würde, oder nicht? Wenn die Botschaften on Fatima umgesetzt würden, DANN bräuchte die Muttergottes nicht mehr zu erscheinen…
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#6   clemens   11:48:30 | Dienstag, 13. Dezember 2005
Marpingen
Le Trot:@ „Wat hama jelacht!“ …
Und erst bei einer Videoaufzeichnung, als eine Seherin in „Extase“ die schöne „Gottesmutter“ beschrieb und die andere, auch in „Extase“ immmer mit dem Kopf nickte und „Ja, ja…“ sagte.
Marcel:
Wurmfortsatz von Marpingen, aber schwer entzündet!
Wir brauchen wahrlich keine neuen Erscheinungen, solange wir die einfachen Forderungen von Fatima (tägl. Rosenkranz und Sühnekommunion an den ersten Monatssamstagen)nicht erfüllen. Für diese einfachen Übungen ist uns das Heil versprochen und sogar echt!!
Glaube keiner Erscheinung, die nichts über die Mißstände in der Kirche sagt, über die Handkommunion und über die schrecklichen Sakrilegien, sondern auch noch fordert, dem Papst zu gehorchen.
Ja, gern, in den Dingen, in denen er mit der Lehre der Kirche und allen seinen Vorgängern übereinstimmt!
@Athanasius:
Nur wer das Wunder, das in jeder Hl. Messe(im überlieferten Ritus sicher) erkennt, braucht die „Erscheinungen“ nicht.
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#5   steymard †   10:49:02 | Dienstag, 13. Dezember 2005
Richtig erkannt
Bravo Athanasius,in Fatima wurde die endzeitliche Apostasie,die schon vom Propheten Daniel,und vom Herrn bestaetigt wurde,uns hoechstpersoenlich noch einmal von der Muttergottes in Erinnerung gerufen.
Die antichristlichen Subjekte,die heute vorgeben ,die „ katholische Kirche „ zu sein,aber in wirklichkeit die Novus Ordo sekte alias Synagoge des Teufels
bilden,setzten weiterhin mit ihrer ganzen zerstoereischen Energie in einer unheilvollen Oekumene um den GADU herum, die Vernichtung des noch in Mikrogrammen uebriggebliebenen katholischen Glaubensschatzes ,fort.
Wie lange,lieber Athanasius,werden Sie noch zoegern,dieses apokalyptische Ungeheuer biem Namen zu nennen.Je mehr sie sich daran klammern,diese Maenner als „Paepste“ und „katholische Hierarchie“ zu bezeichnen,desto tiefer werden sie im Sumpf versinken.Es waere sehr schade um Sie.
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#4   Le Trot   10:41:10 | Dienstag, 13. Dezember 2005
@ „Wat hama jelacht!“ …
… über die Botschaft Marpingen vom 06. September 1999!
Was siehst du denn ?
Nichts…die Mutter Gottes, die ist ganz lieb. Die ist heut so ganz so bisschen lustig und der Pater Pio ist so ganz lustig. Die sind richtig gut drauf – richtig lustig“.
Ein heiteres Lachen und Schmunzeln geht durch die Reihen der Pilger. www.marienerscheinung.de/text026.htm
Selbst die Anwesenden mussten ob dieses gestammelten Schmarns wohl schmunzeln. An diese Qualität kommt selbst Medjugorje nicht ran :-))) !
Naja, die Schilderung einer übernatürlichen, feucht fröhlichen Party bekommt man auch nicht jeden Tag geliefert.
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#3   Athanasius   10:22:43 | Dienstag, 13. Dezember 2005
Wundert mich
wo sind all diese Leute wo das wirkliche Wunder stattfindet? Beim uberlieferten Hl. Meßopfer?
Zeichen suchen ist ja nicht gerade eine Tugend.
Ich will nicht urteilen, aber es kommt mir vor, als will man in Marpingen „Wunder“ suchen.
Brauchen wir diese Erscheinungen? Nein.
Und was wenn der Bischof ein ‘constat de non supernaturalitate’ ausgibt? Wird man dann wie in Medjugorje altkatholische Bischöfe und andersgläubige einladen zur Spendung der hl. Sakramente? Eben eine Erscheinungskirche aufbauen?
In Fatimá warnte Unsere Liebe Frau vor dem Selbstmord der Kirche durch die Änderung der Liturgie (Papst Pius XII., 1937) und durch den Glaubenszweifel der ganzen Hierarchie. Das erleben wir gerade. Nichts anderes.
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#2   Marcel   10:07:46 | Dienstag, 13. Dezember 2005
Toronto-Segen
Marpingen ist nur ein weiterer Medjugorje-Wurmfortsatz für die Privatoffenbarungssüchtigen.
Die neuen „Erscheinungen“ meine ich.
Ob die alten, damals zu Kirchenfeind Bismarcks Zeiten, echt sind, kann sein oder auch nicht sein – ich weiß es nicht und es ist mir auch nebensächlich. Es genügen die wenige von der Mutter Kirche anerkannten Fatima, Lourdes, Guadalupe, und wenige mehr, bis ans Lebensende.
Was gieren wir nach neuen Erscheinungen, wenn wir nicht einmal in der Lage sind, der Muttergottes in dem Folge zu leisten, zu was sie uns in Fatima aufforderte?
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#1   steymard †   09:55:23 | Dienstag, 13. Dezember 2005
Feststellung
Schon Unser Herr Jesus Christus hat gesagt,dass nur ein ehebrecherisches Geschlecht nach einem Zeichen verlangt.
O,Herr,wie wahr sind doch deine WORTE.
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