Afrika
Schwerhörig?
Im August wurde ein italienischer Missionsbischof in Kenia meuchlings erschossen. Jetzt begann der Prozeß gegen die mutmaßlichen Mörder. Er dauerte nicht lange.
(kreuz.net, Nairobi) Am 6. Dezember wurde der Prozeß gegen die mutmaßlichen Mörder des italienischen Missionsbischofs Luigi Locati eröffnet und gleich wieder verschoben. Das berichtete die kenianische Tageszeitung ‘The Nation’ in Nairobi.

Der Bischof wurde am 14. Juli in der Stadt Isiolo im Zentrum von Kenia ermordet.

Bei Prozeßbeginn erklärte einer der sechs Angeklagten, Mohammed Diqa Wario, daß er teilweise taub sei. Er sei auf einen Übersetzer angewiesen, um dem Prozeß folgen zu können.

Wario erklärte, daß sein Hörschaden eine Folge von Folterungen sei, die er während der Untersuchungshaft von der Polizei erlitten habe.

Über seinen Rechtsanwalt forderte Wario die Verschiebung der Verhandlung, bis ein Übersetzer gefunden sei.

Der Staatsanwalt widersprach den Foltervorwürfen des Angeklagten. Dieser habe dem Gericht keine medizinischen Beweise vorgelegt, daß er nicht mehr richtig hören könne.

Foltervorwürfe der Angeklagten hatte es schon im Vorfeld des Prozesses gegeben. Deren Rechtsanwälte hatten erklärt, daß ihre Mandaten mit Schlägen, Nahrungsentzug, Verbrennen mit Zigaretten und mit Aufhängen an den Füßen gefoltert worden seien.

Einer sei sogar in einem Leichenschauhaus eingesperrt worden.

Ein Richter ordnete im Gefolge dieser Vorwürfe an, die Angeklagten zu einer medizinischen Untersuchung in das Kenyatta National Hospital in Nairobi zu bringen.

Die Ergebnisse dieser Untersuchung wurden noch nicht veröffentlicht.

Unter den sechs Angeklagten befindet sich auch der Priester Guyo Wako Malley.

Der Prozeß soll heute, am 13. Dezember, wieder aufgenommen werden.

Bischof Luigi Locati (76) wirkte den größten Teil seines Priesterlebens in Kenya. Tausende von Personen – unter ihnen der kenianische Staatspräsident – nahmen an seiner Beerdigung teil.

Der Bischof scheint ermordet worden zu sein, weil er in seiner Diözese finanzielle Unregelmäßigkeiten aufgedeckt und bereinigt hatte.
      
1 Lesermeinung
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#1   steymard †   09:07:42 | Sonntag, 18. Dezember 2005
Gescheiterter Sozialdienst
Sobald man diese Novus Ordo Pseudokleriker in die „Missionen“ schickt,flippen diese voellig aus,und verstricken sich in allerlei undurchsichtige angelegenheiten.
Das ist nicht das erste mal,und wird auch nicht das letzte mal sein.
Das kommt davon,wenn man nicht mehr an das Missionieren glaubt,da ja nach Novus Ordo Theorie,sowieso alle „gerettet“werden,und besagte
„Kleriker“ ja nur noch als sozialarbeiter in diese laender fahren.
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