Am 30. September 2000 erschienen die von Papst Johannes Paul II. approbierten Rubriken des Missale 2000. Wo liegen die Unterschiede zu den bisherigen Normen? Von Hw. Dr. theol. Adolf Fugel.
(kreuz.net) Was die Rubriken im Umfeld der Wandlungsworte anbelangt ist kein Unterschied zwischen dem
Missale 2000 und dem Novus Ordo Missae, der im Jahr 1968 von Papst Pauls VI. promulgiert wurde, erkennbar.
Als Rubriken bezeichnet man die kirchlichen Handlungsanweisungen, die den Ablauf der heiligen Messe regeln.
Unterschiede werden aber deutlich, wenn wir einen Blick auf das Missale von 1962 werfen, das von Papst
Johannes XXIII. herausgegeben wurde. Dieses Missale zeigt, wie weit das Zweite Vatikanum und der das Konzil
einberufende Papst in der Reform des heiligen Messopfers gehen wollten.
In Punkt VIII.5 des „Ritus servandus
in celebratione Missae“ – Reihenfolge der Meß-Zelebration – schreibt das 1962-Meßbuch zur Wandlung des
Brotes vor: „distincte, reverenter et secreto – deutlich, ehrfurchtsvoll und still spricht der Priester
die Konsekrationsworte über der Hostie“.
Bei der Wandlung des Weines: „attente, continuate et secreto –
aufmerksam, ohne Unterbrechung und still – verba consecrationis Sanguinis“.
Beide Male wird deutlich
von „Konsekration“ gesprochen.
Das Letzte Abendmahl Jesu wird nicht erwähnt. Durch das Wort des Priesters
werden die Gaben in Leib und Blut Jesu Christi verwandelt.
Christus selber vollzieht Sein Opfer unter
den Gestalten. Dieses Geheimnis kleidet sich in die Form des Einsetzungsberichtes. Der Priester schildert,
was der Herr beim Letzten Abendmahl tat, indem er es gleichzeitig selber tut.
Dieser Bericht ist keine
Erzählung vor Zuhörern, wie das Evangelium, sondern ein Wieder-Darstellen vor dem göttlichen Vater.
Der Vater wird dabei angeredet.
Auch benutzt der Priester nicht die Worte der Evangelisten, sondern einen
eigenen liturgischen Text.
Der Einsetzungsbericht schließt mit dem Auftrag des Herrn an seine Apostel,
daß sie Seiner gedächten, wann immer sie tun, was Er getan hat.
Sowohl vor als auch nach der Erhebung
der heiligen Hostie und des Kelches verehrt der Priester die heiligen Gestalten durch eine Kniebeuge.
Im Meßordo des seligen Papstes Johannes XXIII. lauten die Konsekrationsworte beim Brot: „Hoc est enim
Corpus meum“ – Das ist mein Leib.
Beim Kelch: „Hic est enim Calix Sanguinis mei, novi et aeterni testamenti:
mysterium fidei: qui pro vobis et pro multis effundetur in remissionem peccatorum“ – Das ist der Kelch
meines Blutes, des Neuen und ewigen Bundes, Geheimnis des Glaubens, das für euch und für alle vergossen
wird zur Vergebung der Sünden.
Nachdem der Priester den Kelch auf den Altar gestellt hat spricht er
in lateinischer Sprache: „Haec quotiescumque feceritis, in mei memoriam facietis“ – Tut dies, sooft ihr
es tut, zu Meinem Gedächtnis“.
Blicken wir jetzt in das Meßbuch für die Bistümer des deutschen Sprachgebietes.
Es ist die authentische Ausgabe für den deutschen liturgischen Gebrauch.
Das Meßbuch wurde von den
deutschen Bischofskonferenzen genehmigt und vom damaligen Präfekten der Gottesdienstkongregation, James
Kardinal Knox, und seinem Sekretär, Erzbischof Annibale Bugnini, bestätigt.
Es widerspiegelt die unter
Papst Paul VI. eingeführten Neuerungen im heiligen Meßopfer und wurde 1974 für den deutschen Sprachraum
approbiert.
Dort heißt es bei den ‘Allgemeinen Einführungen’ unter Nr. 55d über den Einsetzungsbericht:
„Durch Christi Wort und Tun wird das Opfer vollzogen, das der Herr beim Letzten Abendmahl eingesetzt
hat, da er seinen Leib und sein Blut unter den Gestalten von Brot und Wein darbrachte, sie den Aposteln
zum Essen und Trinken reichte und zugleich den Auftrag gab, dieses Mysterium weiterhin zu begehen.“
Wir
berücksichtigen hier nur das Erste Hochgebet des Novus Ordo Missae. Er ist stark an den Meßkanon des
tridentinischen Ritus angelehnt.
Dort wird die Konsekration mit dem folgenden Hinweis eingeleitet:
„In
den folgenden Texten werden die Herrenworte klar und deutlich vorgetragen, wie es ihr Charakter verlangt?
Er [der Priester] verneigt sich ein wenig (außer wenn er dem Volk zugewandt steht): „Nehmet und esset
alle davon: Das ist mein Leib, der für euch hingegeben wird.“
Und zum Kelch: „Er verneigt sich ein wenig
(außer wenn er dem Volk zugewandt steht): „Nehmet und trinket alle daraus: Das ist der Kelch des neuen
und ewigen Bundes, mein Blut, das für euch und für alle vergossen wird zur Vergebung der Sünden. Tut
dies zu meinem Gedächtnis.“
Vier Unterschiede fallen besonders auf.
Die Wandlungsworte beginnen nicht
mit der Aussage „Das ist“, sondern mit der in der geschichtlichen Perspektive verharrenden Einleitung:
„Nehmet und?“.
Ebenso enden die Wandlungsworte nicht mit den Konsekrationsworten, sondern mit einem Zusatz,
der dem Römischen Meßkanon von Papst Johannes XXIII. nicht entspricht.
Dies muß gesagt sein, weil
im Meßbuch Papst Pauls VI. dieses Hochgebet – ohne auf die Unterschiede hinzuweisen – als „Römischer
Meßkanon“ bezeichnet wird.
Im deutschsprachigen Meßbuch ist bei der Konsekration des Weines, abweichend
vom lateinischen Original des Novus Ordo Missae, vom Blut, das „für alle“ vergossen wird, die Rede.
Natürlich schließt Gott niemand aus der Teilhabe an der Heilsgnade aus. Jedoch scheint zwischen „alle“
und „viele“ mehr als nur eine stilistische Differenz zu sein.
Es ist interessant, daß gerade der Novus
Ordo Missae, der sich an die biblische Form bei den Konsekrationsworten anlehnt, hier ein Wort benützt,
das so in der Heiligen Schrift nicht zu finden ist.
Während die Konsekrationsformel im Meßbuch von
Papst Johannes XXIII. ein aus der Tradition hervorgegangener liturgischer Text der Kirche ist, lehnt sich
die Konsekrationsformel im Meßbuch von Papst Paul VI. eher an biblische Formeln an.
Einen Bezug zur
Bibel beanspruchten auch die Reformatoren des 16. Jahrhunderts. Darum trat bei ihnen, um den Unterschied
im Verständnis des Konsekrationsgeschehens im Vergleich zur Mutterkirche hervorzuheben, ein Bibelzitat
an die Stelle des überlieferten liturgischen Textes.
Im Novus Ordo Missae macht der Priester nur nach
der Erhebung der konsekrierten Gestalten eine Kniebeuge.
Während im Missale von Papst Johannes XXIII.
die Kniebeugen der Anbetung dienen – „genuflexus adorat“ – niederkniend betet er an –, sagt das Deutsche
Meßbuch nur: „und macht eine Kniebeuge“.
Natürlich ist jede Kniebeuge eine Anbetung und muß auch so
interpretiert werden.
Der Text des deutschen Meßbuches kommt trotzdem eher einer Verflachung des Inhalts
der Kniebeuge gleich.
Um eine bessere Kontinuität zwischen dem Missale von Johannes XXIII. und jenem
von Paul VI. zu gewährleisten, könnte man zwei Konsequenzen für die Zelebration des Novus Ordo Missae
im Bereich der Wandlungsworte ziehen.
Man setzt eine kleine Pause zwischen den Worten „Nehmet und esset
alle davon“ und „Das ist mein Leib, der für euch hingegeben wird“ ein.
Ebenso sollte auch bei der Konsekration
des Weines verfahren werden.
Nach den Wandlungsworten über den Kelch sollte durch eine kleine Pause
auf den liturgischen Vollzug der heiligen Wandlung durch den Priester „in persona Christi“ hingewiesen
werden, indem die Worte „Tut dies zu meinem Gedächtnis“ zwar vor der Kniebeuge, aber getrennt von den
Wandlungsworten gesprochen werden.
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25 Lesermeinungen
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virOblationis: Vergegenwärtigung Kurz und bündig: D7u hast KEINE Ahnung von der Zeitlosigkeit – Ewigkeit
Gottes! Ich hätte die grösste Lust, die dieses Thema in „Realzeit“ zu klären, bevor du nochmal so’ne
Dummheit produzierst!
#24 virOblationis 08:42:53 | Montag, 19. Dezember 2005
Vergegenwärtigung Wenn man so argumentiert, müßte auch z.B. die Geburt des Heilands im Meßopfer vergegenwärtigt
werden, weil es ohne die Menschwerdung und Geburt keine spätere Kreuzigung hätte geben können. Das
Handeln des Priesters am Altar – zumindest in der überlieferten Messe – ist doch (im Anschluß an den
Lehrgottesdienst) die Darbringung eines Opfers.
#23 Gotthard 21:37:22 | Sonntag, 18. Dezember 2005
nicht einschränkbar Die Eucharistie ist die sakramentale Vergegenwärtigung des Todes UND der Auferstehung
Jesu Christi. Sein Tod ohne seine Auferweckung würde dieses Forum und das Christentum ungeschehen machen.
Die ausschließliche Betonung des Opfers verkürzt und verdunkelt die Eucharistie. Sie ist ebenso sehr
Vorwegnahme des himmlischen Mahles … Teilnahme am himmlischen Hochzeitsmahl… bei dem Christus sowohl
Gastgeber wie Gabe („Brot des Lebens“) ist. Die Eucharistie ist nicht auslotbar … und bestimmt nicht
eingrenzbar auf ein „Opfer“.
@Athanasius Die Hl. Eucharistie ist die unblutige Erneuerung des Kreuzesopfers Jesu Christ und somit ein
Sühnopfer. Genauer ist es m.E., von der sakramentalen Vergegenwärtigung des Opfers Jesu Christi zu sprechen.
Die Messe fügt diesem Opfer nichts hinzu und vervielfältigt es auch nicht. „Denn die Opfergabe ist ein
und dieselbe; derselbe, der sich damals am Kreuze opferte, opfert sich jetzt durch den Dienst des Priesters;
allein die Weise des Opferns ist verschieden“ (Konzil von Trient, Sess.XXII, Doctrina de ss.Missae sacrificio,
cap. 2: DH 1743). Die W. ist im Novus Ordo, wenn das I. Euch. Hg. benutzt wird, aber trotzdem gültig
auf Latein. Die Gültigkeit hängt – die richtige Intention vorausgesetzt – doch weder davon ab, ob die
Wandlungsworte auf Latein oder in einer anderen Sprache gesprochen werden, noch davon, ob die Wandlungsworte
als Teil des Ersten oder eines anderen Hochgebetes benutzt werden! Die Worte sind doch immer dieselben.
#21 Athanasius 19:51:53 | Sonntag, 18. Dezember 2005
„Eucharistiefeier“, „Vergegenwärtigung“, „Paschamysterium“ Diakonos, Sie sind von der Neuen Theologie
zur Eucharistie infiziert. Die Hl. Eucharistie ist die unblutige Erneuerung des Kreuzesopfers Jesu Christ
und somit ein Sühnopfer. In Ihr, wird NICHT das letzte Abendmahl vergegenwärtigt, NICHT die Auferstehung,
sondern der auferstandene Herr der sich unblutig hingibt. Verstehen Sie denn wirklich nicht, dass das
„Paschamysterium“ lediglich dazu dient die traditionelle Lehre zu verschleiern? Was steymard sagt, ist
nur theor.Theologie. Mindestens die Worte „mysterium fidei“ in der Wandlung sind nicht erforderlich für
Gültigkeit, obwohl P. Omlor, ein sedisv. Autor dies schon 1967 beh… Schwieriger wird es aber, wenn
man zu den bewussten Falschübersetzungen von „pro multis“ zu „für alle“ anstatt „für viele“ schaut.
Denn das Konzil von Trient spricht eindeutig, davon, dass beim „pro multis“ von der FRUCHT der Erlösung
und nicht von der Absicht der Erlös. gesprochen wird. Da „für alle“ einzufügen bedeutet zu sagen jedermann
wird gerettet: eine Häresie. Also sowieso Irrt. oder fast här… Der Katechismus vom Hl. Pius X. sagt
aber, dass zur Gültigkeit nur die Worte „Das ist Mein Leib“ und „Das ist Mein Blut [Kelch meines Blutes]“
erforderlich. Irrte sich Papst Pius X. da? Ich glaube nicht, finde aber das „für alle“ so origenistisch,
dass schon deswegen alleine man den Novus Ordo Missae scheuen sollte. Die W. ist im Novus Ordo, wenn das
I. Euch. Hg. benutzt wird, aber trotzdem gültig auf Latein. Das sollte auch ein Sedisv. zugeben.
#19 diakonos 23:42:04 | Samstag, 17. Dezember 2005
Paschamysterium Ich habe es vielleicht zu wenig deutlich formuliert: die Eucharistiefeier ist erinnernde
Vergegenwärtigung des EINEN Paschamysteriums (Letztes Abendmahl, Leiden, Tod und Auferstehung). Dieses
EINE Paschamysterium Christi aufteilen zu wollen und zu sagen, die Eucharistie sei Wiederholung nur EINES
TEILES dieses Mysteriums, nämlich des Kreuzes – ohne Vorausdeutung im Abendmahl und ohne Vollendung in
der Auferstehung – ist nicht das häretisch (häretisch kommt vom griech. haireo, was soviel bedeutet
wie: einen Teil herausnehmen…)? Das Tridentinum hat diesen Aspekt deshalb so betont, weil er von den
Protestanten geleugnet wurde, es hat ihn aber nie verabsolutiert. Der hl. Pius V. sagt, dass die hl. Messe
ungültig wär, wenn die From sogeän dert würde, dass die neuen Worte nicht die gleiche Bedeutung bewirken
würden (vgl. steymard). Wenn die neuen Worte dieselbe Bedeutung wirken (und das ist im Ordo Missae Pauls
VI. eindeutig gegeben), ist die Messe also nicht ungültig. Ergo: Nicht einmal der (diesbezüglich überstrapazierte)
hl. Pius V. schließt einen Wandel der Wandlungsworte aus. Sancte Pie V. & Omnes Sancti & Sanctae, Omnes
Beati & Beatae Dei, orate pro nobis & et pro Sanctae Ecclesiae!
#18 Gotthard 22:36:14 | Samstag, 17. Dezember 2005
Einsetzungsbericht Die Worte des Einsetzungsberichtes in der Euchauristiefeier waren schon immer kirchliche
Komposition. Sie waren nie direkte biblische Zitate, was ja nahe gelegen hätte. Kompositionen dieser
Art gehören nicht zur inspirierten Tradition und sind somit immer wieder von der kirchlichen Autorität
zu ändern. Also gibt es keine Probleme mit den heutigen Hochgebeten.
#17 steymard † 22:14:34 | Samstag, 17. Dezember 2005
Ungueltigkeit der Novus Ordo „Messe“ Papst St.Pius V „De Defectibus“kap.5,teil1 „Die Worte der Konsakration,die
die FORM dieses Sakramentes sind sind diese: Denn dies ist mein Leib und Denn dies ist der Kelch meines
Blutes,des neuen und ewigen Bundes;Das Geheimnis des Glaubens,was fuer euch und fuer VIELE vergossen wird
zur vergebung der Suenden… Wenn jemand etwas in der FORM der Konsakration des Fleisches und des Blutes
weglassen ,oder so aendern wuerde,das die neuen worte nicht die gleiche Bedeutung bewirken wuerden,so
wuerde er das Sakrament nicht konsakrieren.“ Papst Leo XIII lehrt in Apostolicae Curae,dass die Sakramente
DIE Gnade bedeuten muessen,die sie bewirken,und die Gnade bewirken,die sie bedeuten,ansonsten ist es kein
Sakrament. Das Konzil von Florenz,Trent,St.Thomas Aquin und viele andere Theologen lehren uns,dass die
Gnade,die durch die Eucharistie bewirkt wird,die Union der Glaeubigen mit Christus ist;mit anderen Worten
der Mystische Leib Christi. Die form muss den MYSTISCHEN LEIB(Union der Glaeubigen mit Christus )ausdruecken,um
gueltig zu sein. Ist die Union des Mystischen Leibes Jesu Christi gemeint mit den Worten „Fuer euch und
fuer ALLE,…?“ NEIN Sind alle menschen Teil des mystischen Leibes? NEIN Sind alle menschen teil der mit
Christus vereinten Glaeubigen? NEIN Hiermit ist dies der Beweis,das die NO „Messe“ nicht die Union des
Mystischen Leibes bedeutet,(Die Gnade,die dem Sakrament der Eucharistie eigen ist),und daher UNGUELTIG
ist.
#16 virOblationis 17:37:15 | Samstag, 17. Dezember 2005
„Gemeinschaftsmahl“ Die Behauptung, die Kommunion sei kein Mahl, vermag ich nicht nachzuvollziehen. Was
Pius XII. m.E. als falsch gekennzeichnet hat, ist nicht das Verständnis der Kommunion als (Opfer-)Mahl
(zumindest des Priesters, nicht aber unbedingt auch anderer), sondern die Deutung der Eucharistie als
„Gemeinschaftsmahl“(*) und nicht als Opfer, welches ein Mahl einschließt. Jede Opferung muß ja das Dargebrachte
irgendwie vergehen lassen, sei es durch Feuer wie beim Brandopfer oder durch Verzehren wie beim hl. Meßopfer.
(*) vgl. Mahltisch statt Opferaltar
#15 catharina 17:14:19 | Samstag, 17. Dezember 2005
Mahl und Opfer Liebe Leser, vor Euren Kenntnissen habe ich großen Respekt. Doch komme ich nicht ganz
mit. Könnt Ihr mir auf die Sprünge helfen? Jesus hat doch die Eucharistie eindeutig im Rahmen eines
Mahles eingesetzt. Soll das denn ganz ohne Bedeutung für das sein, was sie ist? Er schenkt sich uns hin:
zuerst als Speise beim Abendmahl, dann am Kreuz. Ich sehe das beides zusammen und kann so Abendmahl und
Kreuzesopfer gar nicht voneinander trennen. Das Mahl ist sicherlich die Frucht Seiner Hingabe. Aber es
ist dann doch auch der Rahmen, in dem sie weiterhin vollzogen wird, oder? Die Worte von Papst Pius XII.
verstehe ich nicht so, daß die Heilige Messe nicht auch ein Mahl ist. Er verurteilt doch bloß die Meinung,
„es handle sich hier nicht nur um ein Opfer, sondern zugleich um ein Opfer und ein Mahl der brüderlichen
Gemeinschaft, und es sei die gemeinschaftlich empfangene Kommunion sozusagen der Höhepunkt der ganzen
Opferfeier.“ Das ist doch etwas anderes als zu sagen, die Heilige Messe sei überhaupt kein Mahl, oder?
In einem schönen Gebet vom hl. Thomas lese ich: „O sacrum convivium, in quo Christus sumitur…“
#14 Athanasius 17:04:43 | Samstag, 17. Dezember 2005
Die Messe… …als „Mahl“ zu definieren schliesst ja direkt das Opfer aus, denn ein Mahl kann kein Opfer
sein. Die Hl. Kommunion ist auch kein Mahl, da es nicht sättigt, sie ist „Opfermahl“ also „Verbrauch
der [allerheiligsten!] Opfergaben“. Die Definition der Messe im Messbuch von 1969 ist eindeutig häretisch,
und Ottaviani und Bacci haben das so auch ausgedrückt, in dem sie sagten so etwas zu sagen sei unvereinigbar
mit dem Konzil von Trient (1546-1563) und somit mit dem katholischen Dogma.
Absatz aus „Mediator Dei“ Benedikt schrieb: OK, aber ein Mahl ist dennoch da oder? Ja, als Frucht gehört
die Kommunion des Priesters zur Vollständigkeit der hl. Messe, wie Pius XII. schrieb www.stjosef.at/…ediator_dei_text.htm
Kontext: 301. Das hochheilige Opfer des Altares wird mit der Teilnahme am göttlichen Mahl beschlossen.
Wie alle wissen, gehört aber nur die Kommunion des Priesters zur Vollständigkeit des Meßopfers; es
ist hingegen nicht erfordert, daß auch das Volk zum Tische des Herrn gehe, wiewohl das höchst wünschenswert
ist. Diesbezüglich möchten Wir die Bemerkungen wiederholen, die Unser Vorgänger Benedikt XIV. zu den
Bestimmungen des Trienter Konzils macht: „Zunächst müssen Wir sagen, daß niemand unter den Gläubigen
auf den Gedanken kommen darf, die privaten Messen, in denen der Priester allein die heilige Eucharistie
empfängt, würden dadurch die Eigenschaft des wahren, vollkommenen und vollständigen, von Christus dem
Herrn eingesetzten unblutigen Opfers verlieren und seien deshalb als unerlaubt anzusehen. Die Gläubigen
wissen nämlich oder können wenigstens leicht darüber belehrt werden, daß das Trienter Konzil auf Grund
der von der kirchlichen Überlieferung aller Zeiten bewahrten Lehre die ihr entgegengesetzte, neue und
falsche Meinung Luthers verurteilt hat“[103]. „Wer sagt, die Messen, in denen der Priester allein sakramental
kommuniziert, seien unerlaubt und deshalb abzuschaffen, der sei ausgeschlossen“[104].
„Mediator Dei“, die im V.II-Land unbekannte Enzyklika Athanasius:Die Hl. Messe ist kein Mahl Benedikt:
Naja, SO kann man das nicht sagen. Doch. Papst Pius XII. sagte es genau so in seiner Enzykila „Mediator
Dei“. Benedikt: Dem Hl. Opfer schließt sich ja ein Opfermahl an. {…} Paradigmenwechsel Die hl. Messe
ist ihrem ganzen Wesen nach eine Opferfeier. Eine Frucht davon ist dann das Mahl: die hl. Kommunion. Folge
und Ursache nicht verwechseln! So wie ein Apfel die Frucht eines Baumes ist, ist niemals der Baum der
Apfel und umgekehrt. Wohl kann man sagen, daß der Apfel den (Apfel-) Baum vollständig macht. Aber der
Baum ist kein Apfel. Punkt. Papst Pius XII. hat das deutlich gesagt in seiner Enzyklika Mediator Dei www.stjosef.at/…ediator_dei_text.htm ,
in der er die Umwandlung der hl. Messe in ein Mahl scharf verurteilt: „{…} Es weicht also vom Weg der
Wahrheit ab, wer das heilige Opfer nur feiern will, wenn das christliche Volk zum Tische des Herrn hinzutritt;
noch mehr ist im Irrtum, wer – um es als unbedingte Notwendigkeit hinzustellen, daß die Gläubigen zusammen
mit dem Priester das eucharistische Mahl empfangen – arglistig behauptet, es handle sich hier nicht nur
um ein Opfer, sondern zugleich um ein Opfer und ein Mahl der brüderlichen Gemeinschaft, und es sei die
gemeinschaftlich empfangene Kommunion sozusagen der Höhepunkt der ganzen Opferfeier. {…}“
#10 Benedikt 13:53:06 | Samstag, 17. Dezember 2005
@ Athanasius Die Hl. Messe ist kein Mahl Naja, SO kann man das nicht sagen. Dem Hl. Opfer schließt sich
ja ein Opfermahl an. Das mit dem Mahl wird auch von Ottaviani und Bacci nicht bestritten, sondern lediglich
der Paradigmenwechsel von der Betonung des Opfercharakters zur Betonung des Mahlcharakters wird kritisiert.
#9 Athanasius 13:37:56 | Samstag, 17. Dezember 2005
Höh?! kann das Letzte Abendmahl auch für uns heute Gegenwartwerden. Nein, die Hl. Messe ist nicht die
Vergegenwärtigung des letzten Abendmahles, sondern des Kreuzopfers. Sie haben als Diakon leider einen
falschen Eindruck von der Hl. Messe bekommen. Die Hl. Messe ist kein Mahl. Ganz und Gar nicht. Das wird
zwar von der Neuen Messe impliziert, ist aber grundsätzlich falsch. Die Worte der römischen Messe (-mysterium
fidei-qui pro vobis et pro multis) sind mindestens 1600 Jahre alt. Die Wandlungsworte der Neuen Messe
in der Volkssprache bewusst gefälschte Übersetzungen die auch den biblischen Quellen nicht entsprechen
(denn die sprechen von „für viele“). Die Tridentinische Hl. Messe benutzt die Wandlungsworte aber als
Gegenwart, als Handlung, und nicht als Erzählung wie in der Novus Ordo Messe seit 1969 als „Erinnerungsbericht“.
Es ist Einsetzungsbericht. Etwas was eingesetzt wird, wird WIEDERHOLT.
„HOC EST HODIE“ – „DAS IST HEUTE“. Diese Worte spielen in der Tat „an den Tag“ – den Gründonenrstag an –
und keinesfalls an das HIC ET NUNC-Gescehen! Es geht in diesem Artiklel lediglich um die verschiedenheit
der Rubriken in beiden Messbüchern: Dem vom sel. Papst Johannes XIII. und den von Paul VI. Vielleicht
könnten einige, die imemr alles nur zu gerne in bausch und bogen vedammen, den Artikel aufmerksamer lesen!
nicht nur Erinnerung Die Worte der Heiligen Wandlung sollen nicht nur an das letzte Abendmahl erinnern,
sondern wie der Begriff Wandlung schon sagt, das Brot und den Wein wahrhaft in Leib und Blut Christi zu
wandeln. Leider wird dies von vielen V2-Priestern übersehen, wenn sie wieder mal sich selbst feiern und
ihre Hochgebete selbst dichten. Was bringen die besten Texte und Rubriken, wenn V2-Priester und Bischöfe
sich nicht daran halten.
Erinnernde Vergegenwärtigung Es geht bei der Messe – und speziell bei der Wandlung – um erinnernde Vergegenwärtigung.
Nur in Erinnerung an das, was Jesus getan hat, können wir Eucharistie feiern, kann das Letzte Abendmahl
auch für uns heute Gegenwartwerden. Deswegen ist ein biblischer Bezug der Wandlungsworte nicht nur sinnvoll,
sondern notwendig (was ist höher einzustufen, die vom Hl. Geist inspirierte Schrift oder die Tradition? –
Antwort: Man kann nicht Schrift und Tradition gegeneinander ausspielen, sie bedingen sich gegenseitig).
Diese erinnernde Vergegenwärtigung kommt besonders gut bei der Abenmahlsmesse am Gründonnerstag zum
Ausdruck: mit dem Einschub in den Wandlungsworten „HOC EST HODIE“ – „DAS IST HEUTE“.
#5 Athanasius 23:30:53 | Freitag, 16. Dezember 2005
Ist mir egal… …ob die Neue Messe gen Osten oder zum Volke hin zelebriert wird, in beiden Fällen ist
sie ein protestantisierter Gottesdienst; Martin Luther feierte das Abenmahl – wie die Highchurch Anglikaner
und die konservativen Lutheraner – immer gekehrt zum Osten. Es geht um die Gebete; die Sühnopferlehre
wurde absichtlich gestrichen, somit könne nach Apostolicae Curae (1893) sogar die Gültigkeit im Endeffekt
in Frage gestellt werden. Abschaffung ist die Lösung; eine Reform der Reform nur ein weiterer Schritt
nach dem Geiste von „Redemptionis Sacramentum“.
Rubriken Benedikt hat recht, wenn er sagt, dass es gut sei, dass nicht alle Zelebranten, die zum Volk
hin zelebrieren (müssen) -leider die meisten- sich an die Rubrik des Deutschen Messbuches halten und
die Verneigung während des Sprechens der Wandlungsworte auslassen. Interessant ist, dass die Ausnahme
„ausser wenn er zum Volk zelebriert“ sich nur im Deutschen Messbuch und nicht im lateinischen Messbuch
(weder in der Ausgabe von Paul VI. noch in der Neuausgabe von Johannes Paul II.!) findet. Man wird hoffen
dürfen, dass diese Regelung ohne Grundlage im Original im neuen Deutschen Messbuch, dass sich exakter
an die Vorgaben des Originals wird halten müssen, gestrichen wird. Zur Sache: Sicher muss man bei der
Messe zum Volk hin sich nicht so tief während der Wandlungsworte verneigen, wie dies in der „Alten Messe“
üblich war, sich ein wenig zu verneigen ist aber in jedem Fall sinnvoll und hindert auch den Zelebranten
daran, auch noch während der Wandlung ins Volk zu schauen.
Rubriken Er [der Priester] verneigt sich ein wenig (außer wenn er dem Volk zugewandt steht): Schön,
dass sich an diese Rubrik nicht jeder hält. Wenn man sie sich genau überlegt ist sie ja auch kompletter
Blödsinn. Warum sollte man sich nicht ein wenig verneigen, wenn man dem Volk zugewandt steht. Dass diese
Verbeugung nicht dem Volk gilt muss man voraussetzen können.
biblischer Bezug Man kann wirklich nur beten, dass die Gegenwart wieder klarer zum Ausdruck kommt, und
nicht der Anschein eines Bibelzitats im Sinne einer Erinnerung erweckt wird. hic est … warum wurde das
verschleiert?
biblischer Bezug Während die Konsekrationsformel im Meßbuch von Papst Johannes XXIII. ein aus der Tradition
hervorgegangener liturgischer Text der Kirche ist, lehnt sich die Konsekrationsformel im Meßbuch von
Papst Paul VI. eher an biblische Formeln an. Gut das dieser biblische Bezug wieder klarer zum Ausdruck
kommt!!!!!