Kinderschlachtung
Die Schweizer wollen den Totalen Krieg gegen die Behinderten
Das eidgenössische Parlament wünscht sich, daß die Fahndung nach behinderten Menschen und deren effektive Vernichtung noch verfeinert wird.
(kreuz.net, Bern) Gestern hat der Ständerat – die zweite Kammer des eidgenössischen Parlamentes – einer Motion des Nationalrates – der ersten Kammer – zugunsten einer besseren Ausmerzung von Behinderten zugestimmt.

Jetzt muß der Bundesrat – die Regierung der Eidgenossenschaft – Vorschläge zur Verwässerung des bestehenden Gesetzes ausarbeiten.

Der Bundesrat kündigte seine Freude über die Motion an und versprach, die Arbeiten ab Mitte 2006 zu beginnen. Zahlreiche politische Vorstöße und Volksentscheide wie das Ja zur Fristenlösung im Jahr 2002 rechtfertigten diesen Schritt, das heißt: eine weitere Vernichtung von menschlichem Leben.

Der Ständerat folgte mit 24 zu 18 Stimmen dem Vorschlag einer Kommissionsminderheit. Die Mehrheit hatte noch erklärt, daß man in einem ethisch so sensiblen Bereich Grenzen ziehen müsse.

Selbst wenn die sogenannte Präimplantationsdiagnostik nur begrenzt zugelassen werde, öffne sie dennoch einer neuen Selektionsmethode – die bis zur Geschlechterauswahl reichen könne – Tür und Tor.

Es fiel auch das Argument, daß Eltern behinderter Kinder mit der Zulassung der Frühvernichtung von Behinderten zunehmend unter Druck geraten werden.

Wer die Präimplantationsdiagnostik wolle, müsse die Frage beantworten, ob er das Recht, behindert zu sein, nicht antastet.

Die Befürworter der Behindertenjagd erklärten dagegen, daß es Aufgabe der Politik sei, sich mit „immer neuen wissenschaftlichen Methoden“ zu befassen.

Das Hauptargument der behindertenfeindlichen Politiker rechtfertigt den Teufel mit Beelzebul: Wenn es erlaubt sei, ein Kind wegen einer Behinderung abzutreiben, dann müsse es auch legitim sein, das behinderte Kind bereits vor seiner Einpflanzung in den Mutterleib umzubringen.

Bereits früher hat die sogenannte ‘Nationale Ethikkommission’ die Präimplantationsdiagnostik gefordert. Die Kommission erklärte beschwichtigend, daß nur jene Kinder untersucht und vernichtet werden sollen, deren Eltern genetische Risiken für eine schwere Krankheit mitbringen.

Die Bioethikkommission der Schweizer Bischofskonferenz wies die Behindertenjagd als „ausdrückliche Politik der Eugenik“ und „Affront für behinderte Menschen“ zurück. Die Unterscheidung von „akzeptablen“ und „inakzeptablen“ Embryonen sei willkürlich.

Bekanntlich sind kirchliche Schreibtischproteste dieser Art wirkungslos.
      
5 Lesermeinungen
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#5   moralheute   19:24:17 | Samstag, 18. September 2010
Erst die Kinder
dann die Behinderten, schließlich die alten Menschen… fast schon wie bei Nazi-Adolf…
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#4   BossCo139   10:16:42 | Freitag, 16. Dezember 2005
Euthanasie/Behindertenjad
Weshalb sollten die Gut(un)menschen nicht das noch viel perfekter bewerkstelligen können, was man dem Regime des III.Reiches anlastet(e)? Hauptsache – alles schön political correct. Na bitte!
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#3   peterpan   17:38:29 | Donnerstag, 15. Dezember 2005
unglaublich
Das eidgenössische Parlament wünscht sich, daß die Fahndung nach behinderten Menschen und deren effektive Vernichtung noch verfeinert wird.
wieviele menschen hat eigentlich die katholische kirche vernichtet?
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#2   griffo   12:12:57 | Mittwoch, 14. Dezember 2005
Die Vernichtung
von „lebensunwertem Leben“ wurde von P. Bouhler zentral gesteuert. Rund 70.000 Behinderte wurden laut Literatur – wahrscheinlich mittels Todesspritze – ermordet.
griffo
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#1   Athanasius   11:41:18 | Mittwoch, 14. Dezember 2005
Von solcher…
…Eugenetika hätte Dr. Mengele nicht einmal traumen können.
„1984“.
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