Befreiungstheologie
Befreiungsaktion
Der deutsche Ex-Priester Eugen Drewermann trat im vergangenen Juni aus der Kirche aus. Vom christlichen Glauben ist er schon lange abgefallen.
(kreuz.net, Paderborn) In der ARD-Sendung „Menschen bei Maischberger“ verkündigte der Ex-Priester, Schriftsteller und Psychotherapeut Eugen Drewermann am Dienstagabend, daß er am 20. Juni – seinem 65. Geburtstag – aus der Kirche ausgetreten sei.

Er habe damit „ein Geschenk der Freiheit“ an sich selber gemacht. Kritikern gemäß hat Drewermann damit endlich die längst fälligen Konsequenzen aus seinem offensichtlichen Glaubensabfall gezogen.

Drewermann, der als Psychotherapeut arbeitet, lebt in Paderborn. Paderborn befindet sich im Bundesland Nordrhein-Westfalen rund 100 Kilometer östlich von Dortmund.

Wegen seiner völlig entchristlichten Ansichten war ihm 1991 die Lehrerlaubnis als Professor entzogen worden.

Im Januar 1992 untersagte ihm sein damaliger kirchlicher Vorgesetzter, Erzbischof Johannes Joachim Degenhardt von Paderborn, das Predigen und erklärte Drewermanns Aushilfstätigkeit in einer Paderborner Pfarrei für beendet.

Zwei Monate später verzichtete Drewermann selber auf die Ausübung des Priesteramts. Seither waren die Fronten in diesem jahrzehntealten Konflikt ganz verhärtet.

Der in Bergkamen bei Dortmund geborene Bergmannssohn ist schriftstellerisch sehr begabt.

Neben seiner Tätigkeit als Autor wurde er als Gast in TV-Talkshows auch bei einem breiten Publikum bekannt.

Er habe versucht, in der Kirche „Interpretationsbrücken“ von der christlichen Botschaft zur Not der Menschen zu schaffen. Noch immer leide er daran, daß die katholische Kirche dies verweigert habe.

In Wahrheit ging Drewermann meilenweit über dieses Anliegen hinaus. Er benützte die christliche Lehre nur als Sprungbrett für die Entwicklung einer eigenen Religion, die den Unterschied zwischen Gott und Menschen, Gut und Böse, Wahr und Falsch nicht mehr kennt.

Bereits im Jahre 1971 veröffentlichte Drewermann in der Zeitschrift ‘Theologie und Glaube’ einen Artikel mit dem Titel: „Gott der Natur – Gott der Offenbarung – Gegensätze?“ Untertitel: „Zwischen Shiva und Christus“.

Darin präsentiert er den hinduistischen Gott Shiva Nataraja als notwendige Ergänzung zum christlichen Gott.

Shiva Nataraja ist nach Drewermann ein Zeichen der Begegnung mit der Macht des Alls, die sich in Widersprüchen erhält, scheinbar gleichgültig zerstört und in einem unendlichen Kreislauf wieder neu beginnt.

Auf die Frage nach dem Sinn antworte dieser Kreislauf – so Drewermann – durch sein alles Fragen abweisendes Dasein:

Unter dem Anschein des Glaubensverfalles sei die Menschheit auf dem Weg zu einer gleichgültig-gelassenen, tanzenden Bejahung des Lebens in all seinen Erscheinungen, die das Bild des Shiva Nataraja widerspiegle.

Diese tiefe Frömmigkeit habe im Christentum bislang keine Aufnahme gefunden. Sie sei aber dennoch wahr. Was diese „tiefe Frömmigkeit“ ist, erklärt Drewermann sogleich:

„Der Shiva Nataraja tanzt. Kein Grund zur Klage liegt darin, wenn unter seinen Füßen tausende von Menschen sterben und sich das Leben durch Jahrmillionen der Armut, der Verelendung, der rohesten Gewalt, der hilflosen Unwissenheit, der Angst und Unfreiheit hindurchringt, hindurchringen muß, um wieder auf ein Ende zuzusinken in dem es abermals zugrunde geht.“.

Letztlich führt Drewermann alles auf die „absolute Absurdität“ zurück.

1992 veröffentlichte der Ex-Priester seinen Roman „Giordano Bruno oder der Spiegel des Unendlichen.“

Hinter der Maske des Giordano Bruno spricht Drewermann seine eigenen Überzeugungen aus. Er leugnet den Sündenfall, verewigt die Materie und zeigt ganz offen seine Ablehnung Christi.

So erklärt Giordano Bruno: „Ich habe formal die Existenz Gottes niemals geleugnet; wofür, wenn ich ehrlich bin, braucht es noch »Gott« um die Welt zu verstehen? Und die Welt zu verstehen war ich weitaus bemühter, als Gott zu begreifen.“

In seinem Buch „Jesus von Nazareth, Glauben in Freiheit“ (Band 2 1996, Seite 563) meint Drewermann, daß der Begriff des Gottessohnes nichts weiter mehr ist, als „ein Museumsstück der Religions- und Kulturgeschichte“.

Drewermanns Theologie löst sich in Anthropologie auf: „Höre, oh Bruder Mensch“, sagt er in „Glauben in Freiheit“ (Band 1, 1993, Seite 266), „die Wahrheit des Menschen ist die höchste Wahrheit“. „Es gibt keine andere Wahrheit darüber hinaus.“

Im „Vater unser Gebet“, das Drewermann samt Interpretation vor dem Dalai Lama und weiteren tibetanischen Mönchen gebetet hat, fielen ihm bei der Bitte „Dein Reich komme“ folgende Gedanken zu Gott ein:

„Du bist die Kraft, mit der die Löwin ihre Beute reißt. Dein Reich ist Liebe, Ordnung, Weisheit und oft schier unbegreifbare Gleichgültigkeit und Grausamkeit.“

Gottvater wird am Anfang des Vaterunsers unter anderem so angerufen:

„Du rätselvolle, schreckliche Wirklichkeit hinter der widersprüchlichen Fülle der Erscheinungen.“

Seine Untreue zur kirchlichen Lehre kompensiert Drewermann mit seiner unkritischen Rezeption der psycho-philosophischen Theorien des Zürcher Psychologen Carl Gustav Jung († 1961). Besonders dessen Lehre von den Archetypen sind ein zentraler, nie in Frage gestellter Bestandteil von Drewermanns Theorien.

In einem Interview, das der Journalist Wolfgang Korruhn 1994 führte, erfährt man näheres über die persönlichen Lebensumstände Drewermanns. Auf die Frage, ob er Depressionen auch an sich selber kenne, antwortet der Psychotherapeut: „Für mich ist die Welt von Hause aus ein Jammertal.“

Zur Zeit seines Studiums habe er den Absturz in dieses Tal oft erlebt:

„Ich zog die Gardinen zu, legte mich hin und hatte eine mittlere Weltuntergangsstimmung, Weltschmerz, ozeanische Gefühle. Ich wußte nicht weiter.“

Diese Phasen vermisse er heute. Sie hätten bei ihm Fragen ausgelöst, die sehr produktiv gewesen seien.

Er habe diese Depressionen zunächst als Weltanschauungsprobleme erlebt: „Wenn ich anfing, mir selbst zu beweisen, daß die Welt absolut sinnlos ist, daß es weder einen Gott gibt, noch ein Jenseits, jede Art von Streben umsonst ist, Kreaturen völlig sinnlos gequält werden und dies der einzige Aspekt der Welt ist, der dann für mich noch übrig bleibt, dann weiß ich, daß ich in einer Depression stecke.“

Früher habe er dann Musik gehört, Rilke gelesen oder gar nichts mehr getan und im Bett gewartet, bis die Schwermut vorübergewesen sei. Später hätte ihm das Schreiben geholfen, seine Fragen durchzustehen.

Nichts erfährt man von Ex-Priester Drewermann auf ‘www.drewermann.de’: „Auf Wunsch von Dr. Eugen Drewermann wurde die Website geschlossen“, heißt es dort.
      
36 Lesermeinungen
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#37   Yersinia   17:58:21 | Dienstag, 20. Dezember 2005
@gunther: wie entstanden die Evangelien?
ich weiß, ich weiß, die Bibelwissenschaften – wenn deren Erkenntnisse einem fundamentalistischen Christen gegen den Strich gehen, werden halt flux die Wissenschaftler als Personen abgewertet;
deine Argumente bewegen sich nach wie vor auf der Ebene von „Behauptungen aus dem Glauben“ – ich habe nach „hard facts“ gefragt; kannst du diese nicht bringen?
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#36   gunther maria michel   01:14:46 | Dienstag, 20. Dezember 2005
@yersinia:
Die Evangelien sind Verkündigung, sie sind aber auch Geschichtsquellen. Lies dazu etwa die Einleitung zum Lukasevangelium, Kapitel 1, Verse 1 bis 4.
Die Apostel und Evangelisten waren, außer daß sie große Heilige der Kirche waren, Männer mit gesundem Menschenverstand, die mit beiden Beinen auf dem Boden standen. Sie wußten ganz genau, was das Wort Jungfrau bedeutet, auch in physiologischer Hinsicht.
Gegen das klare Zeugnis der Evangelisten für die jungfräuliche (aktive) Empfängnis Mariens spricht kein ernsthaftes geschichtswissenschaftliches Argument, sondern einzig das unwissenschaftlicherationalistische Vorurteil, daß Gott keine Wunder wirken könne.
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#34   Yersinia   19:12:54 | Sonntag, 18. Dezember 2005
@gunther: bei den Evangelien kann man doch nicht von
„historischen Fakten“ sprechen – weder stellen die Evangelien diesen Anspruch, noch könnten sie ihn – schon allein wegen der Textgeschichte – erfüllen; ganz abgesehen davon dürftest auch du wissen, dass in keinem der Evangelien ein gynäkologisches Gutachten über die Heilige Maria aufscheint;
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#33   gunther maria michel   23:05:11 | Samstag, 17. Dezember 2005
@yersinia:
Das historische Faktum besteht in der Bezeugung durch die Evangelisten Matthäus und Lukas.
Die Quelle in dieser Sache war die hl. Jungfrau selbst und waren Personen, denen sie dieses Geheimnis anvertraut hat.
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#32   Yersinia   19:57:29 | Samstag, 17. Dezember 2005
ich habe nach „außerkirchlichen“, historisch haltbaren Fakten gefragt
diese gibt es natürlich nicht – aber gerade dadurch, dass es diese nicht gibt, wird es umso deutlicher, dass es sich bei der Jungfräulichkeit Mariens um Glaubensgut – durchaus im besten Sinn – handelt; die geglaubte Jungfräulichkeit Mariens als „historisches Faktum“ darstellen zu wollen, ist zum ersten schlicht „unglaublich“, zum zweiten wird dadurch einer Aussage des Glaubens eben nicht vertraut, sondern krampfhaft versucht, sie mehr oder minder im medizinischen Sinn beweisen zu wollen – das ist wiederum jener Versuch einer unheilvollen Vermischung von Glaubensinhalten und naturwissenschaftlicher Erkenntnis;
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#31   gunther maria michel   14:23:52 | Samstag, 17. Dezember 2005
@yersinia:
Es ist eine große Ungerechtigkeit, Lieblosigkeit und Lästerung, die immerwährende Jungfräulichkeit der heiligen Gottesmutter zu leugnen.
Wer das tut, glaubt im Grunde auch nicht an die Liebe und Allmacht Gottes.
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#30   Catholicus   10:42:37 | Samstag, 17. Dezember 2005
@Yersinia
Der christliche Glaube umfaßt immer auch ein geschichtliches Element: Gott ist in der Geschichte Mensch geworden aus der Jungfrau Maria. So betet und glaubt es die Kirche, und wer katholisch sein will, schließt sich diesem Bekenntnis an!
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#29   Yersinia   09:26:16 | Samstag, 17. Dezember 2005
@catholicus: als Glaubensgut kann man die „Jungfräulichkeit“ Mariens
annehmen; dass es derartiges biologisch geben kann, auch – aber eine „historische Faktizität“ zu behaupten, ohne diese mit historischen Mitteln nachweisen zu können, ist schlicht schräg! ist schräg und verstellt den Blick auf diesen Satz als Glaubensgut!
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#28   Catholicus   07:18:40 | Freitag, 16. Dezember 2005
@Gotthard
Die Geburt des Sohnes Gottes aus der Jungfrau Maria gehört nun einmal definitiv zum Glaubensgut der Kirche! Die Berufung auf den frühen Ratziinger hilft hier nichts; wir müssen der Kirche mehr folgen als einem ihrer Theologen. Im übrigen hat Ratzinger an jener Stelle das Dogma gar nicht geleugnet, er hat vielmehr in einer Art des „was wäre wenn“ darüber spekuliert, ob die wahre Gottessohnschaft Jesu auch dann gegeben gewesen wäre, wenn Gott einen anderen Weg gewählt hätte, als Mensch zu uns zu kommen als durch die Jungfrau Maria. Seine Antwort: Natürlich. Zugleich hat er aber die historische Faktizität und die im Plan Gottes liegende Angemessenheit der Geburt Jesu aus der Jungfrau Maria anerkannt!
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#27   clemens   23:54:19 | Donnerstag, 15. Dezember 2005
Korrektur
Schreibfehler: gemeint war Y.
Ebenso kein Problem für Gott!
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#26   GerdEric   23:50:48 | Donnerstag, 15. Dezember 2005
Lieber Gotthard
du irrst,
auch ein Mann hat ein X,
allerdings nur eines…
MfG
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#25   Gotthard   23:26:24 | Donnerstag, 15. Dezember 2005
Firma
gut, dass Du nicht entscheidest, wer zur Firma gehört!
Also wie war das nun mit dem „X“?
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#24   clemens   23:05:50 | Donnerstag, 15. Dezember 2005
DNA und andere Spitzfindigkeiten
Aber wer nicht daran glauben mag, daß Jesus Gottes eingeborener Sohn ist „aus dem Vater geboren vor aller Zeit, Gott von Gott, Licht vom Licht, wahrer Gott vom wahren Gott, gezeugt nicht geschaffen, eines Wesens mit dem Vater“ ist, der gehört halt nicht zur Firma.
Genau!!!
Wenn Gotthard das nicht glaubt, gehört er nicht zur Firma!
Jesus hatte von Maria die Leiblichkeit und daher war er ihr so ähnlich, wie ein Mann einer Frau nur ähnlich sein kann. Er hatte Ihre DNA und das männliche „X“ war für Gott kein Problem!!
Was meint Ihr nur: Wenn Ihr es begreifen könnt, ist es nicht Gott!!!, denn „…für Gott ist nichts unmöglich!“
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#23   Gotthard   22:38:36 | Donnerstag, 15. Dezember 2005
Moderne Methoden
Aber wer nicht daran glauben mag, daß Jesus Gottes eingeborener Sohn ist
dieses Glaubensbekenntnis steht nun nicht zwingend in Zusammenhang mit der Jungfrauengeburt.
Wie sah der Chromosomensatz des Jesus von Nazareth aus? Was hätte ein Vaterschaftstest bei Josef ergeben? Was eine DNA-Analyse? …
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#22   GerdEric   21:59:42 | Donnerstag, 15. Dezember 2005
Depressionen?
Hatte nicht auch Jesus Depressionen?
als er im Garten Getsemane betete?
Viele Propheten hatten persönliche Probleme, auch ein gewisser Moses hatte seine Probleme, oder selbst der liebe Paulus, der hatte massive Probleme
Also, nun macht mal den lieben Drewermann nicht zu einem Apostel…
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#21   miles immaculatae   19:35:17 | Donnerstag, 15. Dezember 2005
Zentral-dezentral
Zentrales Dogma ist ja vielleicht ein bißchen blöd. Aber wer nicht daran glauben mag, daß Jesus Gottes eingeborener Sohn ist „aus dem Vater geboren vor aller Zeit, Gott von Gott, Licht vom Licht, wahrer Gott vom wahren Gott, gezeugt nicht geschaffen, eines Wesens mit dem Vater“ ist, der gehört halt nicht zur Firma.
Drewermann dreht das Rad der Zeit zurück – zurück zu einem psychologisch aufgehübschten Neu-Arianismus. Der macht keinen satt. Und der macht auch keinen gesund. Nur der Glaube macht uns frei. Der „Therapeut“ Drewermann ist doch, was jeder sehen kann, der es will, ein haßkranker alter Mann.
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#20   clemens   19:33:27 | Donnerstag, 15. Dezember 2005
Depression
Stimmt, er sieht sehr depressiv aus.
Allerdings ist eben der Weg der Umkehr der schmale Weg.
Er geht bisher gern den breiten Weg. Jedenfalls hat er immer viele Zuhörer bei seinen Vorträgen. Begeisterung herrscht dann, wenn er eben diesen steinigen Weg des Glaubens, den die Kirche lehren sollte, anprangert und den softigen seiner Lehre oder Leere mit sehr sanften Worten ins Publikum haucht.
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#19   Benedikt   19:24:57 | Donnerstag, 15. Dezember 2005
Depressionen
Tja, wenn man das so liest mit den Depressionen… vielleicht hätte er sich besser behandeln lassen sollen. Etliche der zitierten Aussagen können sich jedenfalls auf die Erkrankung zurückführen lassen. Hoffe man, dass er noch den Weg zur Umkehr finden wird.
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#18   Gotthard   18:35:39 | Donnerstag, 15. Dezember 2005
Zentrales Dogma
Drewermann leugnet das zentrale Dogma des Christentums
die Jungfrauengeburt ist NICHT das zentrale Dogma des Christentums… AUFERSTANDEN VON DEN TOTEN … DAS ist das Zentrale Dogma.
Zur Jungfrauengeburt bitte mal bei Joseph Ratzinger: „Einführung ins Christentum“ nachlesen.
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#17   Luther   18:15:25 | Donnerstag, 15. Dezember 2005
@Hans Mohrmann:
Ich weiß ja nicht!
Aber Ihre Meinung ist ja auch etwas komisch!
Der zentrale Punkt des Christentums findet sich doch nicht im Dogma der Jungfrauengeburt.
Es gibt viele ernstzunehmende Theologen, die auch hier angreifen und „nachfragen“, in welchem Sinne eigentlich Jungfrauengeburt gemeint ist. Eher symbolisch, angepasst an damalige Legendenbildung?
Ich finde, Drewermann hat in diesem Punkte schon recht. Es geht doch nicht darum. Auch die Erwählung Jesu Christi zum Sohn Gottes (also der genaue Zeitpunkt) ist doch nicht entscheidend.
Ich würde die Aufregung verstehen, wenn Drewermann hier von der Auferstehung sprechen würde.
Aber doch nicht bei der angeblichen Jungfrauengeburt. Das ist sicher kein entscheidendes Dogma.
Im übrigen gibt es auch viele kath. Kardinäle die hier nicht mehr die Worte eins-zu-eins nehmen.
Ich finde das gut, denn das ist wirklich nicht das entscheidende Kriterium am Christentum, ehrlich!
Ich bin kein Drewermann-Freund. Dass er sich losgesagt ist eine Konsequenz, die ich auch schade finde. Es ist immer gut, wenn es auch Kritiker gibt, die muss es geben und auch eine Institution wie die kath. Kirche muss sich Kritikern so stellen, dass es dem Glauben angemessen ist und nicht mit Gewalt und Lehrverbot beginnen. Das bringt nichts!
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#16   methusalix †   18:03:46 | Donnerstag, 15. Dezember 2005
Nochmal zu Herrn Drewermann,
meines Wissens nach kann man aus der Kirche nicht austreten. Man kann sich zwar von der Kirchensteuer abmelden und den Gottesdiensten fernbleiben (das sind nach vielfacher Ansicht hier sowieso nicht die eigentlich gültigen Messen) und mit den ganzen Verlautbarungen der Wahrheitsverkünder einfach nix mehr am Hut haben.
Das Siegel der Taufe und gleich gar das Siegel der Priesterweihe wird man dagegen NIE MEHR los! Also ist Drewermann vor Gott sicher Christ und höchstwahrscheinlich auch Priester.
Gott wird das höchstpersönlich entscheiden, da bin ich mir absolut sicher. Ich glaube ganz fest an das Gericht!
Im übrigen: „Richtet nicht, damit ihr nicht gerichtet werdet!“
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#15   clemens   16:41:12 | Donnerstag, 15. Dezember 2005
Ein kranker Kopf
ein armer Tropf.
Er hat der Kirche ein Geschenk gemacht: er hat sie von sich befreit!
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#14   ultimo   16:03:41 | Donnerstag, 15. Dezember 2005
Beste Frucht von Vaticanum II
Das ist nur die Spitze des Eisbergs eines furchtbaren Verlustes an Glaubenswissen und einer Verfälschung der übrig gebliebenen Reste an Glaubensinhalt… Hält er Vorträge in der Provinz laufen ihm immer noch die katholischen Religionslehrer in Scharen zu und verwechseln den Glauben mit ihrem Gefühl und ihrer kritischen Gestimmtheit, ihrer diffusen Ablehnung. An den Fakultäten lernt man, der Glaube sei kein Inhalt, sondern eine Haltung. Welche, wird nicht so genau gesagt…
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#13   miles immaculatae   14:16:37 | Donnerstag, 15. Dezember 2005
Warum kompliziert, wenn es auch einfach geht?
Grund und Anlaß für den Hinauswurf Drewermann war doch wohl folgender Satz: In einem Interview mit dem Spiegel erklärt Drewermann 1991, daß Jesus einen menschlichen Vater gehabt habe, und daß die Jungfrauengeburt ein Mythos sei. Wörtlich: „Er wurde gezeugt und geboren wie jeder andere Mensch. Ungewöhnlich war nicht seine Geburt, sondern sein Leben.“
Also ganz einfach: Drewermann leugnet das zentrale Dogma des Christentums- und die anderen Teile des Glaubensbekenntnisses von 2 Milliarden Christen (was die Jungfrauengeburt angeht, auch von 1,2 Milliarden Muslimen).Daß nichts anderes als der Hinauswurf aus dem Amt des Priesters – das Spiegel-Interview war der konkrete Anlaß – folgen konnte, war doch eigentlich sonnenklar (was Drewermann gar nicht fand). Da muß man sich eigentlich nicht mit dem verschwurbelt-esoterischen Gesamtwerk Drewermanns abgeben.
Wes Geistes Kind der Mann ist, zeigt doch wohl, daß er seinen Austritt erst jetzt offenbart hat und nicht schon im Juni 2005. Wo er noch im August 2005 als „prominenter Katholik“ am Weltjugendtag 2005 herumnörgelt. Hat er bewußt seinen Austritt verschwiegen, wohl wissend, daß ein Ex-Katholik für die Medien deutlich uninteressanter ist, als der „Dissident“ Drewermann? Ziemlich charakterlos. Aber so sind sie halt, unsere Gutmenschen.
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#12   Asteriskus   10:39:37 | Donnerstag, 15. Dezember 2005
Kirchenaustritt?
Ein Kirchenaustritt ist etwas anderes, als bei einer weltlichen Organisation (Amtsgericht) zu erklären, dass man keine Kirchensteuer mehr zahlt.
Drewermann und viele andere sind schon lange aus der Kirche ausgetreten, weil sie Dogmen leugnen und sich eine eigene Religion zurechtzimmern. Auch wenn es ein Jammer ist, dass diese Menschen ihren Glauben verraten und ihre Taufgnade wegwerfen, ich heule so jemanden nicht nach. Richtig ist und bleibt, dass ich ihn wie alle Priester, die ihre Priesterweihe mit Füßen treten, in mein Beten einschließe.
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#11   Beobachterin   10:18:59 | Donnerstag, 15. Dezember 2005
von mir aus
Dann tschüß, Drewermann. Reisende soll man nicht aufhalten.
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#10   Le Trot   10:18:11 | Donnerstag, 15. Dezember 2005
@Andreas_Berlin
Das liebe Kreuz.net hat mal wieder Freude daran gequirlte Kacke zu verbreiten oder einen Verstand der an Demenz grenzt.
Obwohl, das ist doch eher einer Ihrer bevorzugten Aufenthaltsorte.
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#9   Andreas Erz-Bistum Berlin   09:41:04 | Donnerstag, 15. Dezember 2005
das liebe Kreuz.net
Wegen seiner völlig entchristlichten Ansichten…
Das liebe Kreuz.net hat mal wieder Freude daran gequirlte Kacke zu verbreiten oder einen Verstand der an Demenz grenzt.
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#8   Athanasius   09:21:29 | Donnerstag, 15. Dezember 2005
Man liest doch…
…gerade, dass seine ‘Theologie’ nichts mit Logik zu tun hat, sondern ein ‘System’ der eigenen Emotionen ist.
Ich hoffe Priester Drewermann (sacerdos in aeternum!) wird sich bekehren, obwohl alte Leute oft sehr starrsinnig und „dogmatisch“ sind und nicht leicht ändern. Vor allem Liberalen nicht.
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#7   Josef Gadient   08:48:27 | Donnerstag, 15. Dezember 2005
Die Spreu muss sich vom Weizen trennen
und das ist jetzt durch den Austritt dieses „Geburtstagskindes“ aus der katholischen Kirche geschehen. Es gibt aber noch weitere schlimme Feinde, die in der Kirche geblieben sind. Wann gehen Sie, da sie die wahre Lehre Jesu Christi nicht ertragen können?
Keine Angst, es wird eine neue Saat von guten Priestern kommen, doch wird sie spärlich sein. Die Bischöfe sollen sie gut beschützen, doch da haben wir im Moment auch noch gewisse Probleme. Die guten Bischöfe sind stark in der Minderzahl. Beten wir für gute Priester und Bischöfe!
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#6   Homo quidam   07:27:35 | Donnerstag, 15. Dezember 2005
Ein zweiter Christus
Eugen Drewermann ist ein Priester. Ein Priester in Ewigkeit. Welche Trauer herrscht im Himmel über die Apostasie! Welche Trauer müßte in unseren Herzen sein!
Es sei erlaubt, an Pater Jakob Stern zu erinnern, den Papst Johannes Paul II. 1998 in das Buch der Seligen hat eintragen lassen und dessen Fürsprache wir Eugen Drewermann anvertrauen wollen.
„Jakob Kern entstammt einer einfachen Wiener Arbeiterfamilie. Aus seinem Studium im Knabenseminar in Hollabrunn reißt ihn der erste Weltkrieg heraus. Eine schwere Kriegsverletzung macht sein kurzes Leben im Priesterseminar und im Prämonstratenser-Stift Geras zu einer, wie er selber sagt, „Karwoche“. Um Christi willen hält er sein Leben nicht fest, sondern opfert es bewußt auf für andere. Zunächst wollte er Weltpriester werden. Doch ein Ereignis sollte für ihn andere Weichen stellen: Ein Prämonstratenser verläßt sein Kloster und schließt sich der neu entstandenen, von Rom getrennten tschechischen Nationalkirche an. In diesem traurigen Vorfall entdeckt Jakob Kern seine Berufung: Er will für den Ordensmann Sühne leisten. Gewissermaßen an seiner Stelle tritt Jakob Kern ins Kloster Geras ein.“ (Predigt von Johannes Paul II. am 21. Juli 1998 auf dem Heldenplatz in Wien).
Wer ersetzt den Priester Drewermann? Gehe in Dich, christliche Seele!
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#5   GerdEric   23:19:07 | Mittwoch, 14. Dezember 2005
Ich weiss nicht
ob sich die katholische Kirche das wünschen sollte, dass ähnlich Denkende aus der katholischen Kirche austreten sollten, es wären recht viele.
Ich persönlich würde es auch begrüssen,
macht es doch die katholische Kirche wieder homogen,
aber um welchen Preis?
Ich mache bei allen „progressiven“ und „modernen“ und auch bei den „taufschein“ Katholiken Werbung, konsequent zu sein!
(ihr glaubt gar nicht, wie träge die sind)
MfG
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#4   Konrad   20:16:07 | Mittwoch, 14. Dezember 2005
Sehr treffend, theologisch und journalistisch
dieser Artikel von kreuz.net. Drewermann ist eine postmoderne Ausgabe des Idealisten Schelling, der auch schon gut und böse, wahr und falsch miteinander „versöhnen“ und ineinander sich aufgehen lassen wollte. Es ist der alte deutsche Hochmut, sein zu wollen wie Gott, ein Herrenmensch geistiger Art. Die absolutistische Diktion Drewermanns verrät ihn und seinen „Willen zur Macht“, der sich hinter seiner geheuchelten Sanftmütigkeit verbirgt. Oder ganz kurz: es ist der Geist des Antichristen, der bereits tief in das so genannte katholische Milieu („Christ in der Gegenwart“) eingedrungen ist.
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#3   Carolus   20:12:30 | Mittwoch, 14. Dezember 2005
Hut ab!
Jetzt ziehe ich den Hut ab vor E. Drewermann, denn jetzt zieht er die einzig richtige Konsequenz. Wer nicht mit der Kirche, wie sie Jesus Christus gewollt hat, einverstanden ist, muss eben austreten. Leider hat er diesen Schritt zu spät gesetzt, in der Hoffnung, die Kirche nach seinen Ideen zu verändern. Der Schaden ist unübersehbar; Drewermann hat eine ganze Generation von Priester und sog. Leientheologen geprägt. Die Folgen erleben wir in vielen unserer Pfarrein. Dennoch: lieber zu spät als nie. Nochmals: Hut ab, Herr Drewermann. Ich wünschte mir, daß andere Kirchenkritiker ihm folgten.
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#2   methusalix †   19:59:03 | Mittwoch, 14. Dezember 2005
Das ist eine gute Nachricht!
Für die Kirche UND für Herrn Drewermann!
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#1   Breze   19:57:40 | Mittwoch, 14. Dezember 2005
Drewermann
Na endlich…auf diese gute Nachricht habe ich lange gewartet… Aber irgendwie kann einem diese arme Seele auch leid tun…
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