Benedikt XVI.
Bajuwarisches Urgestein
Der bayerische Volksschauspieler Georg Lohmeier – Regisseur und Drehbuchschreiber der beliebten Sendereihe „Königlich-Bayerisches Amtsgericht“, ist ein alter Studienfreund des Papstes. In der letzten Mittwochsaudienz wurde er von ihm besonders begrüßt.
(kreuz.net) Für seinen jüngsten Rombesuch erhielt der Schauspieler Georg Lohmeier (79) von Bischof Josef Clemens, dem langjährigen Sekretär des Papstes, besondere Karten in der Nähe des päpstlichen Thrones.

Als der Heilige Vater seinen alten Studienfreund erblickte, breitete er die Arme aus und rief Lohmeier zu: „Schön, das Du da bist. Schorschl, schreibst Du noch Stücke?“

Vor lauter Rührung brachte der mit dem Papst fast gleichaltrige Künstler kein Wort hervor. Mit Tränen in den Augen schlug er das Kreuzzeichen.

Der Heilige Vater war über den unerwarteten Besuch seines alten Freundes und Landsmannes sichtlich gerüht: „Dann geb ich Dir meinen besonderen Segen.“

Der Schauspieler, der mit seinen Sendungen auch über die bayerischen Grenzen, ein Millionenpublikum erreichte, ist ein Studienkollege des Papstes aus den Tagen des Priesterseminars, aus dem er aber kurz vor den niederen Weihen austrat.

Zwischen 1960 und 1980 war Lohmeier der meistgespielte deutsche Fernsehautor

Sein Buch „Vom Zorn eines Christenmenschen“ – eine ernsthaft-humoristische Kritik an den Konzilsreformen – erhielt das Lob des damaligen Präfekten der Glaubenskongregation.

Der bayerische Patriot ist ein bekennender Königstreuer: „Die Monarchie brauchen wir nicht – aber schöner wär’s schon. Es ist ja das Wesen der Monarchie, daß sie die Allmacht Gottes auch in den Staat hinein ausströmen läßt.“

Einmal hielt Lohmeier bei der Verleihung des karnevalistischen Valentins-Ordens an Kardinal Ratzinger die Laudatio.

Er bekam von der „Narrhalla“ den Auftrag, im Werk Ratzingers eine Stelle zu finden, weswegen er den Valentin-Orden bekommen sollte:

„Das war eine schwierige Geschichte“, erinnerte sich Lohmeier im Januar 2000 vor dem ‘Bayrischen Fernsehn’:

„Ich habe mir dafür von der Staatsbibliothek sämtliche Werke Ratzingers geholt und sie innerhalb von acht Tagen, an denen ich Tag und Nacht gelesen habe, durchgearbeitet. Ich habe aber nichts gefunden: Alles ist darin hoch dogmatisch und theologisch.“

Da sei ihm zufällig eine Ausgabe der italienischen Tageszeitung ‘La Stampa’ in die Hand gefallen. Als Kardinal Ratzinger nach Italien kam, sei er gleich von einem Journalisten gefragt worden, wann es denn in der katholischen Kirche endlich weibliche Priesterinnen geben würde.

Der Kardinal habe darauf echt bayerisch schlagfertig geantwortet: „Ich bin nicht befugt, aus dem ‘Padre nostro’ – Vaterunser: Padre ist im italienischen auch die Bezeichnung für einen Priester – ein ‘Mutter unser’ zu machen.“

Das habe ihm gefallen: „So ist das in der Presse auch erwähnt worden: als der offizielle Satz, als der Grund dafür, warum Kardinal Ratzinger den Valentin-Orden erhalten hat“.
      
2 Lesermeinungen
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#2   dickerlbaer   15:16:07 | Samstag, 17. Dezember 2005
Also stimmt es?
Hab in diesem Forum schon mal geschrieben was ich mir
bei diesem Papst denke,Jetzt hab ich recht bekommen er
ist der „Ur-Deutsche“ und was da zu uns nach Össi reinsickert ist nicht besonders gut.Was will dieser Papst
kirchliche Chör kann er nicht loben nicht mal begrüßen
aber seine Landsleute die sehr Rechts stehn.
O liebe Kirche, wo geht mit diesem Papst hin man muß jetzt sehr „Achten“ es heist ha „Hüte dich vor den Anfängen“.
Also Achten wir jetzt auf das was dieser Papst mit dieser
Christenkirche vor hat.
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#1   Brandenburgis   23:34:19 | Donnerstag, 15. Dezember 2005
Lohmeier
Das Buch von Lohmeyer ist wirklich empfehlenswert, auch als freundlich-humorvolles Weihnachtsgeschenk.
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