10:44:37 | Samstag, 17. Dezember 2005
Unter dem Eindruck der Wiener Nitsch-Aktion ging ich einer Pressemeldung vom 29. November nach. Sie trug die Überschrift „Bildertausch: Nitsch als Altarbild“. Von Günter Annen,
Initiative „Nie wieder!“.
(kreuz.net, Wilhemshaven) Im Internet wurde ich schnell fündig. Tatsächlich: Im hohen Norden Deutschlands,
weit weg von Wien, haben sich in Wilhelmshaven drei Kirchen in einem „Ökumenischen Kreis“ verbunden.
Es handelt sich um die evangelische Christus- und Garnisonkirche in Wilhelmshaven, die Sankt Nicolai
Kirche in Wittmund und die katholische Kirche St. Willehad in Wilhelmshaven.
Diese Kirchen haben sich
für eine Altarbilder-Tauschaktion zur Verfügung gestellt. Im Rahmen einer Ausstellung tauschen die drei
Kirchen ihre Altarbilder mit den Werken einer Kunsthalle.
Wilhelmshaven und Wittmund liegen im Bundesland
Niedersachsen rund 50 km nördlich von Oldenburg.
Auf Nachfrage beim katholischen Pfarrer Heinrich Hackmann
von der Kirche St. Willehad, zeigte man Verständnis für meine Besorgnis und verwies mich an den katholischen
Leiter der Kunsthalle Wilhelmshaven, Dr. Daniel Spanke, der diese Aktion vorbereitet hätte und leiten
würde.
Ich erfuhr, daß unter dem Motto „Gott sehen – Risiko und Chancen religiöser Bilder“ in der
Kunsthalle Wilhelmshaven eine Ausstellung stattfindet, die unter anderem mehrere Werke des sogenannten
Aktionskünstlers Hermann Nitsch zeigt.
Die Ausstellung wurde am 2. Dezember eröffnet und dauert noch
bis zum 12. Februar 2006.
In einem Telefongespräch mußte ich erfahren, daß Dr. Daniel Spanke meine
Besorgnis über den Altarbildtausch und die in Wilhelmshaven mit Nitsch-Werken stattfindende Ausstellung
nicht teilt.
Dr. Spanke schien sogar vom umstrittenen Graphiker Nitsch beeindruckt zu sein und meinte,
daß er nicht mit mir darüber diskutieren werde, ob es sich um Kunst handelte, was Nitsch machen würde.
Das stehe „außer Frage“.
Außerdem habe es im Wiener Burgtheater
keinen Widerstand gegeben.
Nitsch
sei in seinen Aktionen heute gemäßigter als noch vor einigen Jahren. Er – Dr. Spanke – habe sich ein
Videoband von einer „Nitsch-Aktion“ angeschaut.
Was wir heute in den Medien erlebten und sähen, übertreffe
solche Nitsch-Aktionen bei weitem. Außerdem würden in Wilhelmshaven nur ältere Werke ausgestellt. Das
ausgesuchte Nitsch-Produkt „Kreuzwegstation“ sei in einer evangelischen Kirche untergebracht worden.
Mein Einwand, daß Nitsch unseren Heiland Jesus Christus in seinen Aktionen verhöhne, blieb ebenso fruchtlos
wie meine Feststellung, daß er dem Publikum unter dem Deckmantel Kunst menschenverachtende und dämonische
Verrücktheiten unterjuble.
Leider habe ich den zuständigen Weihbischof für die Region Oldenburg, Mons.
Heinrich Timmerevers (53), der in Vechta – 50 km südlich von Oldenburg – residiert, nicht erreichen können.
Seine Sekretärin versprach mir, dem Herrn Weihbischof Bericht zu erstatten und sich wieder bei mir zu
melden.
Auch die evangelische Kirche habe ich mit einigen Kostproben von Nitsch als Kostprobe per Email
benachrichtigt.
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#3
kubiska 18:22:27 | Montag, 19. Dezember 2005
#2
Rituale Romanum 00:31:02 | Sonntag, 18. Dezember 2005
#1
Beobachterin 17:20:38 | Samstag, 17. Dezember 2005