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Samstag, 17. Dezember 2005 08:13
kreuzmeldungen
Zwei Vorbilder + Wie bei den Kleptomanen + Messias gegen den Messias + „Du bisch min Sunneschiin!“ + Latein und Griechisch im Aufschwung
Papst Johannes Paul II. trifft Frère Roger Schütz im Jahr 1986 in Taizé
Papst Johannes Paul II. trifft Frère Roger Schütz im Jahr 1986 in Taizé
Zwei Vorbilder

Vatikan. Papst Benedikt XVI. hat der ökumenischen Taizé-Bewegung anläßlich des Jahrestreffens in Mailand Ende Dezember eine Grußbotschaft gesandt. Darin erinnerte er daran, daß Frère Roger Schütz († August 2005) diese internationalen Treffen gewollt habe, um bei den jungen Christen den Frieden und die gelebte Brüderlichkeit zu fördern: „Mögen das Beispiel des Gründers von Taizé und das unermüdliche Zeugnis Papst Johannes Pauls II. für Dialog und Frieden unter den Menschen euch ermutigen, selber Friedensstifter zu sein!“

Wie bei den Kleptomanen

„Wenn jemand eine Neigung hat und sich über Jahre bemüht, diese in den Griff zu bekommen, werden wir ihm mit viel Liebe und Geduld begegnen. Wer Homosexualität lebt, kann nicht Priester werden“, erklärte der Diözesanbischof von Linz in Oberösterreich, Mons. Ludwig Schwarz, am 7. Dezember gegenüber der ‘Linzer Rundschau’. Das sei wie bei Kleptomanen. Wenn jemand jahrelang nichts mitgehen lasse, dann könne man ihm vertrauen.

David Bedfords Christushetze
David Bedfords Christushetze
Messias gegen den Messias

Kanada. „Wenn Jesus wiederkommt, bringt ihn noch mal um.“ Mit dieser Hetzbotschaft protestiert der Kanadier David Bedford offenbar legal auf der Straße und auf seiner Webseite gegen den angeblichen Einfluß des Christentum auf das öffentliche Leben. Der Kanadier nennt sich selbst „Darwin“ Bedford und gibt an, ein neuer „atheistischer Messias“ und ein „spiritueller Realitäts-Therapeut“ zu sein.

„Du bisch min Sunneschiin!“

Schweiz. Die Schweizerische ‘Stiftung Hilfe für Mutter und Kind’ schaltet in der Adventszeit und über die Weihnachtstage bei öffentlich-rechtlichen und privaten Fernsehsendern einen Werbespot mit dem Titel „Du bisch min Sunneschiin!“. Im TV-Spot dreht sich eine hübsche junge Mutter mit ihrer Tochter auf einer blühenden Wiese im Kreis. Sie erinnert sich dabei an ihre schwierige Schwangerschaft. Ganz unten sei sie damals gewesen, arbeitslos, ohne zuhause: „Alle waren gegen die Schwangerschaft.“ Dank gezielter Hilfe habe sie diese Schwierigkeiten gemeistert. Ihre Tochter sei ihr zu einer Quelle des Glücks geworden. Diese erste TV-Kampagne der Stiftung wird aus zweckgebundenen Spenden finanziert. Das öffentlich-rechtliche Schweizer Fernsehen muß der steuerbefreiten Stiftung auf Grund ihrer Gemeinnützigkeit einen Sozialrabatt von 50 Prozent gewähren.

Latein und Griechisch im Aufschwung

„Die Zahl der deutschen Schüler, die im Schuljahr 2004/2005 Latein und Griechisch lernen, ist trotz insgesamt zurückgehender Schülerzahlen gestiegen. Die Anzahl der Lateinschüler hat um 8,9 Prozent zugenommen, die der Griechischschüler um 7,2 Prozent. Insgesamt lernen 739.000 Schüler Latein und 14.650 pauken Griechisch. Latein ist damit die drittstärkste Fremdsprache im deutschen Schulsystem. Da schwillt jedem Humanisten stolz die Brust. Ja, ja: »Die alten Sprachen sind die Scheide, in denen das Messer des Geistes steckt.«“

Aus der katholischen Zeitung ‘Die Tagespost’ vom 15. Dezember
3 Lesermeinungen:
Sonntag, 18. Dezember 2005 17:55
steymard †: Von der Redaktion entfernt
Sonntag, 18. Dezember 2005 12:16
Agiafortuni: Zwei Vorbilder
bis dahin habe ich stets geglaubt, Vorbild sei wer für den unverfälschten katholischen Glauben eintrete. Hingegen shaben sich die beiden Vorbilder, vornehmlich JP II, für die Ideale der französischen Revolution, Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit eingesetzt und versucht sie als katholisches Glaubensgut zu verkaufen. Vielleicht wäre es besser gewesen, zuvor Max Schelers: Formen und Wesen der Sympathie zu Rate zu ziehen.
Samstag, 17. Dezember 2005 13:17
richi: Du bisch miin sunneschiin
Die beste Fernsehwerbung seit lange. Letzte Woche versuchte der Tagi direkt selbige in ein schiefes Licht zu rücken, was aber nicht gelang. Die Werbung ist so autentisch, dass selbst den zahlreichen Abtreibungsbefürwortern dazu nichts einfällt.
Der Stiftung kann gar nicht genug gedankt werden, dass sie den Mut hat diese Werbung einer breiten Öffentlichkeit zu zeigen.
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