10:44:04 | Donnerstag, 2. Dezember 2004
Papst: politisch inkorrekt + „Rassentrennung“ zwischen Mann und Frau behoben + Gottloses China droht – nicht der Islam + Österreich und die Fortpflanzung + Überraschung
Papst: politisch inkorrektVatikan. Die Verletzung der Rechte der Armen sei mehr als „politisch inkorrekt“,
meinte der Heilige Vater, Papst Johannes Paul II., bei der gestrigen Generalaudienz. Eine solche Handlung
sei ein „religiöses Delikt“ und gegen Gott gerichtet. Gott sei der Beschützer aller, denen die menschlichen
Helfer fehlen. Das Königtum Gottes, ein Reich von Gerechtigkeit und Frieden, erstrecke sich auch auf
das Gebiet von Euphrat und Tigris (heute: Irak) und der arabischen Welt.
„Rassentrennung“ zwischen Mann
und Frau behobenSüdafrika. Das oberste Berufungsgericht in Südafrika hat den Weg in Richtung Homosexuellen-Konkubinat
gewalzt. Seit Jahren kämpfen in Südafrika zwei militante Homo- Frauen aus Pretoria vor Gericht um eine
staatliche Anerkennung ihrer Beziehung. Die Richter haben das Problem durch eine Umdefinierung der Ehe
gelöst. Die Ehe ist nach Ansicht der Richter „eine lebenslange Verbindung zwischen zwei Personen“. Die
Formulierung „zwischen Mann und Frau“ wäre ein Relikt aus der Apartheid-Ära gewesen, meinten die Richter
allen Ernstes.
Gottloses China droht – nicht der IslamItalien. Der Präsident der italienischen Bischofskonferenz,
Camillo Kardinal Ruini (73), meinte, daß die wahre Bedrohung der Kirche nicht im Säkularismus oder im
Islam liege. Noch gefährlicher sei eine Supermacht wie China. In der chinesischen Zivilisationen spiele
die Religion eine untergeordnete Rolle. Der Glaube an einen persönlichen Gott, wie ihn die monotheistischen
Weltreligionen verträten, fehle. Die asiatischen Kulturen trügen – im Gegensatz zum Islam – nicht zur
Identitätsfindung der Christen bei. Der Kardinalvikar von Rom sprach am 23. November anläßlich seines
50. Priesterjubiläums. Zu diesem Anlaß war er in seine Heimatdiözese Reggio Emilia in Mittelitalien
zurückgekehrt.
Österreich und die FortpflanzungÖsterreich. Die österreichische Regierung ist im
Begriff, eine Gesetzesänderung durchzuführen, die
weitgehende Folgen für die kommenden Generationen
haben wird. Nach dem neuen Gesetz sollen Kinder, die industriell im Reagenzglas produziert wurden und
sich als ‘überzählig’ erweisen – erst – nach 10 Jahren durch Auftauen getötet werden. Nationalrat Dr.
Vinzenz Lichtenstein äußert gegenüber der österreichischen Lebensschutzorganisation ‘Jugend für das
Leben’ Kritik: „Dieses praktische Tötungsgebot muß gestrichen werden. Es kann nicht sein, daß in Österreich
ein Mensch ‘überzählig’ ist. Als christlicher Politiker ist für mich klar, daß ich ein Gesetz, das
die Tötung von Menschenleben vorschreibt, nicht gut heißen kann.“
ÜberraschungFrankreich. Vom 23.
bis zum 25. Oktober hat die von Erzbischof Marcel Lefèbvre gegründete Priesterbruderschaft des hl. Papstes
Pius X. ihre alljährliche Christkönigswallfahrt nach Lourdes unternommen und am Marienwallfahrtsort
in Südfrankreich ungefähr 6000 Katholiken versammelt. Die Atmosphäre habe die Erhebung der Seele zu
kindlichem Gebet geatmet. Und dann die Überraschung: „Die religiösen Autoritäten des Heiligtums empfangen
uns mit Liebenswürdigkeit.“
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#2
Elisabeth 23:06:06 | Donnerstag, 2. Dezember 2004
#1
Dolfus 16:55:53 | Donnerstag, 2. Dezember 2004