Protestantismus
Widersprüche zwischen weichen Worten und würzigem Werk
In einer Pressemeldung bedauern die Verantwortlichen der evangelischen Gemeinde Katzwang ihren inzwischen berühmten Bibelpornkalender. Man versprach Besserung – und macht weiter wie bisher.
(kreuz.net, Nürnberg) Nach heftigen Kritiken an den leicht bist gar nicht bekleideten Darstellern auf ihrem jüngst publizierten Bibelpornkalender ging die Kirchengemeinde Nürnberg-Katzwang in Sack und Asche.

Dies berichtete die protestantische Nachrichtenagentur ‘idea’ unter Berufung auf eine Pressemeldung.

Nürnberg ist die zweitgrößte Stadt im Norden von Bayern.

Die für den Kalender fotografierten Gemeindejugendlichen – teilweise jünger als 18 Jahre – posieren zwecks Umsatzsteigerung mit wenig oder ohne Kleidung.

Die Rechnung ging auf.

Die erste Auflage des Kalenders wurde in kürzester Zeit verkauft und die Webseite des Kalenders ‘bibelkalender.de’ sahen in kaum zwei Wochen angeblich über 200.000 Besucher.

Doch jetzt scheint offizielle Reue über den Erfolg aufzukommen.

In einer Stellungnahme äußerten sich eine Pastorin, ein Pastor und der Vorsitzende des Jugendausschusses.

Der Pastor hatte noch vor einer Woche erklärt, die ganze Aufregung nicht verstehen zu können. Der Rummel zeige nur, wie weit viele Erwachsene von der Lebenswirklichkeit der Jugendlichen entfernt seien.

Doch jetzt wird unisono bedauert, daß Menschen durch den Kalender in ihren religiösen Gefühlen verletzt worden seien:

„Daß ein solcher Kalender unterschiedliche Reaktionen hervorruft, war auch uns bewußt. Daß sie derart heftig werden und diese große Öffentlichkeit erreichen, konnten wir nicht absehen.“

Deshalb werde es keine Nachdrucke des würzigen Werkes geben. Ferner gelobte die Kirchengemeinde, die mit dem Bibelkalender verbundene Internetpräsenz zurückzuziehen.

Doch die frommen Vorsätze wurden von den protestantischen Büßern noch nicht in die Tat umgesetzt.

Die Homepage des Bibelkalenders ist nach wie vor erreichbar. In deren Impressum findet sich wie eh und je die protestantische Kirchengemeinde Nürnberg-Katzwang.

Auch das jüngste Dementi sucht man auf der Homepage vergeblich.

Stolz wird dagegen auf der Eröffnungsseite erklärt, daß angesichts der boomenden Nachfrage vier Personen mit dem Versand des Kalenders beschäftigt seien.

Die erste Auflage von 2.000 Exemplaren sei bereits ausverkauft, erklärt der Text begeistert und mit zwei Ausrufezeichen. Gegenwärtig arbeite man an einer zweiten Auflage.

Wer die Kalenderbilder noch genauer anschauen will, kann sie auch auf Leinwand und im Großformat für eine Ausstellung buchen.

Doch letztlich dient auch der Sex dem Geld. Das versteht man spätestens, wenn die Homepage trotz der Verkaufserfolge auch noch um Spenden für das Projekt bittet.
      
5 Lesermeinungen
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#5   Pater Lingen   19:39:34 | Montag, 19. Dezember 2005
Die V2-[v.d.Red.zens.] ist perverser als die Luther-Sekte
Das ist bereits offenkundig aufgrund der Domain, die die V2-[v.d.Red.zens.] mir geraubt hat, so dass an die Stelle von Konzilstexten, päpstlichen Schreiben etc. ein gigantischer Pornokatalog getreten ist mit Themen wie „BDSM Slave, Sick Insertions, Fully Clothed Pissing, Premium Pee“. So etwas hat den „Segen“ der V2-ler, wenn es um die Bezeichnung „katholisch“ geht.
Anderes Beispiel: V2-Meldung, 16.11.2000:
„Lingen (bü) – Überhaupt nicht einverstanden ist die Katholische Frauengemeinschaft (kfd) des Bistums Osnabrück mit der Werbekampagne der Deutschen Bischofskonferenz zur kirchlichen Schwangerenberatung. ‘Wir sind entsetzt und schockiert’, heißt es in einer Stellungnahme an Bischof Dr- Franz-Josef Bode, die die Delegierten der kfd-Diözesanversammlung am Wochenende im Lingener Ludwig-Windthorst-Haus einstimmig verabschiedeten. Das vorgesehene Bildmaterial der Kampagne zeige ‘eine winzige nackte Frau in embryonaler Haltung vor einem überdimensionalen schwarzen Hintergrund’, stellen die kfd-Frauen fest und bezeichnen es als ‘unbegreiflich, dass eine kirchliche Institution wie die Bischofskonferenz eine nackte Frau in den Mittelpunkt einer Werbekam-pagne stellt’.“
Ferner V2-Verlag „Weltbild“: „Dr. Miriam Stoppard, Love & Sex. Der illustrierte Ratgeber! Eine glückliche und erfüllte Sexualität […] Durchgehend einfühlsam illustriert.“ Von WB weiters empfohlen: „Fit for Fun“.
In der Galerie von traditioninaction.com wird Wojtylas Unmoral anhand vieler Bilder dokumentiert.
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#4   Brandenburgis   15:25:05 | Montag, 19. Dezember 2005
Nürnberg
Nürnberg liegt lediglich nominell im Pseudo-Freistaat Bayern. Tatsächlich ist Nürnberg ein eigener Reichsstand mit beträchtlichem Territorium drum herum. Die Regierung des „Frei“staates Bayern ist dort illegal, nach räuberischer Art tätig.
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#3   wiener   12:45:09 | Montag, 19. Dezember 2005
es gibt auch gelungene beispiele
sehr viel besser als der erwähnte fotokalender ist ein projekt, das im kontext der katholischen jugendkirche „tabgha“ (oberhausen) vor ein paar jahren realisiert wurde:
Jesus an der Ruhr …ugendkirche-oberhausen.de/Jesus_an_d.83.0.html
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#2   Initiative "Nie wieder!"   10:27:50 | Montag, 19. Dezember 2005
„Den Gewinn spenden“
Folgende kurze Emails gingen an den verantwortlichen Kirchengemeinde, Herrn Stefan Wiest:
Frage: „Geht am Hl. Abend mit Eurem Kalender zur Krippe. Meint Ihr, Jesus würde sich über Euren Kalender freuen?“
Antwort: „Ja, sonst hätten wir es nicht
gemacht.“
Frage: Achja, Ihr zieht den Nackten und spärlich Bekleideten etwas übaer…das wäre schon etwas anständiger, aber sonst…“?
Antwort: „Das ist der zweite Schritt. Indem wir von dem Gewinn ziemlich viel an gemeinnützige Organisationen spenden.“
Das braucht man sicher nicht mehr zu kommentieren.
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#1   Krzyszek   10:12:38 | Montag, 19. Dezember 2005
Gleich?
„Doch letztlich dient auch der Sex dem Geld. Das versteht man spätestens, wenn die Homepage trotz der Verkaufserfolge auch noch um Spenden für das Projekt bittet.“
Verstehe ich das richtig, dass kreuz.net hier Nacktheit mit Sex gleichsetzt? Das sind doch nun wirklich zwei verschiedene Paar Schuhe.
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