09:01:26 | Montag, 19. Dezember 2005
In einer Pressemeldung bedauern die Verantwortlichen der evangelischen Gemeinde Katzwang ihren inzwischen berühmten Bibelpornkalender. Man versprach Besserung – und macht weiter wie bisher.
(kreuz.net, Nürnberg) Nach
heftigen Kritiken an den leicht bist gar nicht bekleideten Darstellern auf
ihrem jüngst publizierten Bibelpornkalender ging die Kirchengemeinde Nürnberg-Katzwang in Sack und Asche.
Dies berichtete die protestantische Nachrichtenagentur ‘idea’ unter Berufung auf eine Pressemeldung.
Nürnberg ist die zweitgrößte Stadt im Norden von Bayern.
Die für den Kalender fotografierten Gemeindejugendlichen –
teilweise jünger als 18 Jahre – posieren zwecks Umsatzsteigerung mit wenig oder ohne Kleidung.
Die Rechnung
ging auf.
Die erste Auflage des Kalenders wurde in kürzester Zeit verkauft und die Webseite des Kalenders
‘bibelkalender.de’ sahen in kaum zwei Wochen angeblich über 200.000 Besucher.
Doch jetzt scheint offizielle
Reue über den Erfolg aufzukommen.
In einer Stellungnahme äußerten sich eine Pastorin, ein Pastor und
der Vorsitzende des Jugendausschusses.
Der Pastor hatte noch vor einer Woche erklärt, die ganze Aufregung
nicht verstehen zu können. Der Rummel zeige nur, wie weit viele Erwachsene von der Lebenswirklichkeit
der Jugendlichen entfernt seien.
Doch jetzt wird unisono bedauert, daß Menschen durch den Kalender in
ihren religiösen Gefühlen verletzt worden seien:
„Daß ein solcher Kalender unterschiedliche Reaktionen
hervorruft, war auch uns bewußt. Daß sie derart heftig werden und diese große Öffentlichkeit erreichen,
konnten wir nicht absehen.“
Deshalb werde es keine Nachdrucke des würzigen Werkes geben. Ferner gelobte
die Kirchengemeinde, die mit dem Bibelkalender verbundene Internetpräsenz zurückzuziehen.
Doch die
frommen Vorsätze wurden von den protestantischen Büßern noch nicht in die Tat umgesetzt.
Die Homepage
des Bibelkalenders ist nach wie vor erreichbar. In deren Impressum findet sich wie eh und je die protestantische
Kirchengemeinde Nürnberg-Katzwang.
Auch das jüngste Dementi sucht man auf der Homepage vergeblich.
Stolz wird dagegen auf der Eröffnungsseite erklärt, daß angesichts der boomenden Nachfrage vier Personen
mit dem Versand des Kalenders beschäftigt seien.
Die erste Auflage von 2.000 Exemplaren sei bereits
ausverkauft, erklärt der Text begeistert und mit zwei Ausrufezeichen. Gegenwärtig arbeite man an einer
zweiten Auflage.
Wer die Kalenderbilder noch genauer anschauen will, kann sie auch auf Leinwand und im
Großformat für eine Ausstellung buchen.
Doch letztlich dient auch der Sex dem Geld. Das versteht man
spätestens, wenn die Homepage trotz der Verkaufserfolge auch noch um Spenden für das Projekt bittet.
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#5
Pater Lingen 19:39:34 | Montag, 19. Dezember 2005
#4
Brandenburgis 15:25:05 | Montag, 19. Dezember 2005
#3
wiener 12:45:09 | Montag, 19. Dezember 2005
#2
Initiative "Nie wieder!" 10:27:50 | Montag, 19. Dezember 2005
#1
Krzyszek 10:12:38 | Montag, 19. Dezember 2005