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Entscheidung gefallen + Kandidaten stehen fest + Papst in Tschechien + Alte und Kranke, ade! + Standesgemäß

Deutschland. Das Geburtshaus von Benedikt XVI. im oberbayerischen Marktl am Inn wird ein Museum. Eine Stiftung soll dafür verantwortlich sein, erklärte der Erzbischof von München und Freising, Friedrich Kardinal Wetter gestern. Die Federführung übernimmt das Bistum Passau, zu dem die Gemeinde Marktl gehört: „Das Stiftungskapital wird aus verschiedenen Quellen gespeist.“ Nach Informationen der ‘Passauer Neuen Presse’ will die Familie des aus einer Industriellen-Dynastie stammenden Kardinal Josef Frings von Köln († 1978) den Großteil des Stiftungskapitals einbringen. Alleine der Kaufpreis des Hauses beträgt stolze 3,5 Millionen Euro. Benedikt XVI. war als junger Priester theologischer Berater von Kardinal Frings.
Kandidaten stehen fest
Schweiz. Im nordostschweizerischen Bistum St. Gallen ist die Konsultation zur Bischofswahl abgeschlossen. Das gab die Informationsstelle des Bistums bekannt. Der Nachfolger des im Oktober zurückgetretenen Bischofs wird nicht von Rom, sondern vom Domkapitel in Zusammenarbeit mit politischen Gremien gewählt. Man setzte dabei auch auf eine „Befragung der Bevölkerung“: 630 Fragebögen wurden von einer Arbeitsgruppe gesichtet und dem Domkapitel übergeben. Die Kanoniker erstellten eine Liste mit sechs Bischofskandidaten. Diese liegt jetzt beim Nuntius. Die Namen der Kandidaten sind offiziell geheim.
Papst in Tschechien
Tschechien. Papst Benedikt XVI. wird im kommenden Jahr möglicherweise Tschechien besuchen. Es werde sich vermutlich um einen eintägigen Besuch handeln, erklärte der Sprecher der tschechischen Bischofskonferenz. Entsprechende Spekulationen darüber, daß Benedikt XVI. bei seinem Besuch in Bayern im September 2006 einen Abstecher ins Nachbarland machen könnte, kursieren in Prag bereits seit einigen Wochen.
Alte und Kranke, ade!
Deutschland. Der Hessische Landtag will im Frühjahr den Hilflosenmord in einer von den ‘Grünen’ beantragten Debatte zur Sprache bringen. Hessen ist ein Bundesland in Westdeutschland. Die Debatte solle ausloten, inwieweit die bestehende Rechtslage den assistierten Suizid bereits erlaube beziehungsweise nicht bestrafe. Nach Ansicht der FDP-Abgeordneten Ruth Wagner ist das deutsche Recht dehnbar. So bleibe offenbar bereits jetzt derjenige straffrei, der einem Lebensmüden ein schmerzloses und schnell wirkendes Gift besorgt. Auch ein Arzt, der einer Patientenverfügung folgt, werde nicht bestraft.
StandesgemäßVatikan. Im traditionellen Forum ‘Angelqueen’ löste die gestrige Verwendung der Camaura durch Benedikt XVI. verschiedene Reaktionen aus. Manche freuten sich und verwiesen auf den Unterschied zur gelegentlichen unstandesgemäßen Kostümierung während des Pontifikates von Johannes Paul II. Andere erachteten die Samtmütze wegen ihres breiten Pelzabsatzes und der fehlenden Ohrwärmerteile als untraditionell. Das Modell gleiche zusehr dem Hut eines Weihnachtsmannes. Ein Leser kommentierte zufrieden: „Erstaunlich, Papst Benedikt XVI. tut etwas Richtiges und wird dafür geprügelt.“
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Freitag, 23. Dezember 2005 06:47
kreuzbrav: Von der Redaktion entfernt
Donnerstag, 22. Dezember 2005 17:45
Rudolphus: Sedisvakantismus-Theorie
Eine Papstmütze ohne Ohrwärmer könnte auch als ein Abweichen von der Tradition, als häretisch angesehen werden – ein weiterer Grund für die Sedisvacantisten, weshalb wir ohne Papst sind (dafür mit 50 Gegenpäpsten) …
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