Modernismus
Eine Erfolgsgeschichte?
Der Vorsitzende des Münchner Diözesanrates erinnerte sich kürzlich an die Würzburger Synode. Deren Beschlüsse seien unvermindert aktuell – behauptete er.
Die 70er Jahre Texte der 'Würzburger Synode' auf der Webseite der 'Deutschen Bischofskonferenz'.
Die 70er Jahre Texte der ‘Würzburger Synode’ auf der Webseite der ‘Deutschen Bischofskonferenz’.
(kreuz.net, München) Von 1971 bis 1975 versammelten sich in Würzburg Priester und Laien aus allen Westdeutschen Bistümern in mehreren Sitzungsperioden, um die Beschlüsse des Zweiten Vatikanums in Deutschland umzusetzen.

Die Versammlung stand unter der Leitung des damaligen Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz, Julius Kardinal Döpfner von München und Freising.

Nach Ansicht des Vorsitzenden des Diözesanrates der Erzdiözese München-Freising, Professor Alois Baumgartner, gingen von der Würzburger Synode wichtige Impulse für die Kirche in Deutschland aus.

Das berichtete kürzlich die Homepage der Erzdiözese München-Freising.

Der Grundsatz, daß „aus einer Gemeinde, die sich pastoral versorgen läßt“, eine Gemeinde werden muß, „die ihr Leben im gemeinsamen Dienst aller und in unübertragbarer Eigenverantwortung jedes einzelnen gestaltet“, habe die gesamte Arbeit der Synode geprägt, meinte Baumgartner.

Dies sei besonders in den Beschlüssen über die Beteiligung der Laien an der Verkündigung und über die pastoralen Dienste in den Pfarreien zum Ausdruck gekommen.

Wesentliche Anstöße hätten auch die Jugendarbeit, der schulische Religionsunterricht, die Sakramentenpastoral und die kirchlichen Hilfswerke durch die Synode erhalten.

Die Abschlußdokumente, die nicht umsonst den Titel „Unsere Hoffnung“ trügen, seien auch heute noch unvermindert aktuell, so Baumgartner.

Die klare Problemsicht, die theologische Fundierung und die Fülle der Erfahrungen, die ihren Niederschlag in den Texten gefunden hätten, seien immer wieder beeindruckend.

Am Freitag, dem 16. Dezember, organisierte der Diözesanrat zur Würzburger Synoden eine Veranstaltung mit dem Ziel, nicht nur einen Rückblick „auf eine Erfolgsgeschichte“ zu halten, sondern sich mit den synodalen Impulsen den gegenwärtigen Herausforderungen zu stellen.
      
3 Lesermeinungen
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#3   Agiafortuni   13:15:34 | Freitag, 23. Dezember 2005
Verurteilung Karl Rahners
Wann kommt endlich die Verurteilung Karl Rahner, dessen unkatholische Gesinnung von sachverständiger Seite nachgewiesen wurde (David Berger (Hrsg. Karl Rahner, Kritische Annäherungen)
Redaktion benachrichtigen
#2   jolie   13:09:23 | Freitag, 23. Dezember 2005
wen interessiert diese
„erfolgsgeschichte“ eigentlich noch angesichts des deutschlandweiten kirchlichen desasters.
also mich eher nicht.
frohes fest!
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#1   Rudolphus   12:17:08 | Freitag, 23. Dezember 2005
Eine Erfolgsgeschichte – für die Kirchenfeinde
Eine beispielhaft geführte Organisation, die damals erfolgreichste Religion der Welt, auf allen Erdteilen, beschließt die eigene Totreformierung, die eigene Selbstzerstörung.
Noch heute, 30, 40 Jahre danach, singen die Kirchenführer und -funktionäre ihre Hymnen auf „das Konzil“ und jene Synoden.
Eine eindrucksvolle Erfolgsgeschichte für die Antikatholiken.
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