13:55:06 | Montag, 26. Dezember 2005
In Sao Paolo war das Weihnachtsfest nicht nur ein heißer Sommertag, sondern auch Anlaß für heiße Enthüllungen über das letzte Konklave.
(kreuz.net, Sao Paulo) Am Weihnachtstag berichtete die brasilianische Tageszeitung ‘O Globo’ brühwarm
von neuen Erkenntnissen zur Wahl des Papstes im April 2005.
Der Aufstieg des Präfekten der Glaubenskongregation
zum Oberhaupt der Römischen Kirche – so liest man – sei vor allem zwei lateinamerikanischen Kurienkardinälen
zu verdanken.
Das soll ein brasilianischer Kardinal, der leider ungenannt blieb, der Zeitung offenbart
haben.
Die beiden angeblichen pontifikalen Wahlhelfer waren, will man der Zeitung Glauben schenken, der
chilenische Kardinal Protodiakon Jorge Medina Estévez, der bis 2002 Präfekt der Gottesdienstkongregation
war, und der gegenwärtige Präsident des Päpstlichen Rates für die Familie, Kardinal Alfonso López
Trujillo, der aus Kolumbien stammt.
Nach Angaben der ungenannten Quelle soll auch Kardinal Christoph
Schönborn von Wien bei der Propagandaaktion mitgeholfen haben.
Die Hauptarbeit sei aber von den beiden
Südamerikanern geleistet worden. Sie hätten sich vor und während des Konklaves angestrengt, die Kandidatur
des damaligen Kardinals Ratzinger voranzubringen.
„Als wir in Rom ankamen, organisierten López Trujillo
und Medina verschiedene Zusammenkünfte und Abendessen. Aus den dortigen Gesprächen ging deutlich hervor,
daß sie Ratzinger konsultiert hatten und dieser die Annahme einer Wahl garantiert und grünes Licht für
die Kampagne gegeben hätte“, soll der ungenannte brasilianische Kardinal vor ‘O Globo’ bekannt haben.
An der Wahl des Papstes im April nahmen vier brasilianische Kardinäle teil: Kardinal Geraldo Majella
Agnelo von Salvador de Bahia, Kardinal Claudio Hummes von Sao Paulo, Kardinal Eusebio Oscar Scheid von
Río de Janeiro und der emeritierte Kardinal José Freire Falcao von Brasilia.
„López Trujillo und Medina
erklärten deutlich, daß [Ratzinger] tatsächlich kandidierte. Als wir ins Konklave eintraten, waren
wir uns darüber sicher. Das wurde auch schon ab dem ersten Skrutinium klar“, erklärt der angebliche
Kardinal.
„Bei den Mahlzeiten während des Konklaves sah man die zwei Kardinäle – den Kolumbianer und
den Chilenen – wie sie die Stimmen der anderen diskret bearbeiteten. Diese Kampagne verstärkte sich noch
während der folgenden Abstimmungen.“
Der angebliche brasilianische Kardinal bestätigte ferner, was
angeblich bereits
von anderen Teilnehmern des Konklaves gesagt wurde, daß nämlich Kardinal Ratzinger
in der vierten und letzten Abstimmung die Hürde von 77 Stimmen überschritt und daß der zweite in der
Wahl Kardinal Jorge Mario Bergoglio von Buenos Aires war.
„Ratzinger war sichtlich ergriffen“, erklärt
die im Dunkel gebliebene Informationsquelle über die angebliche Reaktion des Kardinals nach seiner Wahl
zum Papst.
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Rudolphus 12:17:04 | Donnerstag, 29. Dezember 2005
#7
Agiafortuni 22:20:47 | Mittwoch, 28. Dezember 2005
#6
Gotthard 21:02:15 | Mittwoch, 28. Dezember 2005
#5
Agiafortuni 20:35:58 | Mittwoch, 28. Dezember 2005
#4
Gotthard 17:06:17 | Mittwoch, 28. Dezember 2005
#3
Rudolphus 16:46:39 | Mittwoch, 28. Dezember 2005
#2
Agiafortuni 11:47:44 | Mittwoch, 28. Dezember 2005
#1
Doritta 20:39:33 | Dienstag, 27. Dezember 2005