08:23:59 | Dienstag, 27. Dezember 2005
Schatten an der Krippenwand + Alles erlogen + Ein neuer Platz + Explodierende Scheidungsraten + Von Kelchen und Schlangen
Schatten an der KrippenwandVatikan. Benedikt XVI. erinnerte am zweiten Weihnachtstag – dem Fest des
ersten Martyrers Stephanus – beim Angelusgebet an die verfolgten Gläubigen. Bis in unsere Zeit bezeugten
Christen ihren Glauben mit dem Blut. Auch wo es keine Verfolgung gebe, habe das Leben im Einklang mit
dem Evangelium einen hohen Preis: „In der Krippe von Bethlehem zeichnet sich der Schatten des Kreuzes
ab. Die Armut des Stalles kündigt das Kreuz ebenso an wie die Weissagung Simeons.“ Simeon prophezeite
Christus als Zeichen des Widerspruchs und sprach vom Schwert, das durch die Seele der Gottesmutter dringen
werde.
Alles erlogenSüdkorea. Der koreanische Professor Hwang Woo-suk (53), der für
die angebliche
Produktion von Stammzellen weltweit bekannt wurde hat in Wahrheit offenbar keine einzige Stammzellenkultur
aus geclonten Menschen hergestellt. Dies berichtete die koreanische Nachrichtenagentur ‘Yonhap’. Hwangs
engste Mitarbeiter gab an, die Daten auf Anweisung seines Chefs gefälscht zu haben. Dieser weist die
Vorwürfe zurück. Menschencloner Hwang ist katholisch getauft. Bereits als Jugendlicher entfernte er
sich von der Kirche und konvertierte im Alter von 36 Jahren zum Buddhismus.
Ein neuer PlatzSpanien.
In Madrid wird bis zum Ende des Jahres 2007 ein 31.5 Hektar großer Park eingerichtet, der nach Papst
Johannes Paul II. benannt werden soll. Das berichtete die spanische Tageszeitung ‘El Mundo’ am Dienstag.
Der Park befindet sich im Stadtteil Hortaleza. Der verstorbene Papst besuchte die Stadt dreimal: 1982,
1993 und 2003. In Park wird es 1.500 Bäume und 20.000 Büsche geben. Für seine Herrichtung werden 23
Millionen Euro aufgewendet. Im Park wird es unter anderem auch ein Ruggby-Feld geben.
Explodierende Scheidungsraten
Schweiz. Die Zahl der staatlichen Ehescheidungen steigt weiter. Dies zeigt eine Untersuchung des ‘Schweizerischen
Bundesamtes für Statistik’. Im Jahr 2004 wurden in der Eidgenossenschaft knapp 18.000 Ehen staatlich
aufgelöst: 6,8 % mehr als im Jahr davor. Seit 1970 hat sich die statistische Wahrscheinlichkeit einer
Ehescheidung in der Schweiz verdreifacht. Damals wurden 15 Prozent der Ehen staatlich geschieden. 2004
waren es 44 Prozent. Der Anteil von Scheidungen nach 30 Ehejahren hat sich seit 1970 von 3,2 Prozent auf
6 Prozent erhöht. Die meisten geschiedenen Eheleute versuchen sich danach in einem staatlich anerkannten
Konkubinat.
Von Kelchen und SchlangenGriechenland. Der Oberpriester des Artemis-Tempel in Ephesus wollte
den Heiligen Apostel Johannes – der Bischof von Ephesus war – nach Unruhen in der Stadt zwingen, den Götzen
zu opfern. Grund für die Unruhen waren die örtlichen Goldschmiede. Sie befürchteten aufgrund der christlichen
Predigt des Johannes Verluste beim Verkauf ihrer Diana-Amulette. Da sich Johannes weigerte, den Götzen
zu opfern, wurde er gezwungen, das gleiche Gift zu trinken, mit dem man zuvor zwei Verbrecher vor seinen
Augen hingerichtet hatte. Johannes nahm den Giftbecher und schlug das Kreuz darüber. Das Gift entwich
in Form einer Schlange, und der Apostel trank, ohne zu sterben. Danach warf der Apostel seinen Mantel
auf die toten Verbrecher und diese erwachten zum Leben. Beim Anblick solcher Wundertaten bekehrte sich
der Oberpriester des Götzentempels.
Zum Gedenken an den Apostel Johannes, der Gift trank, ohne Schaden
zu nehmen, segnen die Priester an seinem Fest, dem 27. Dezember nach der Heiligen Messe den von den Gläubigen
mitgebrachten Wein.
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Christin 09:48:25 | Mittwoch, 28. Dezember 2005