Am Tag des Heiligen Stephanus mußte ich eine kurze Strecke mit dem Zug zurücklegen. Im Abteil fand ich ein Exemplar der Gratiszeitung ‘20Minuten week’ vom 22. Dezember. Bericht einer Schweizer Ordensschwester.
(kreuz.net, Zürich) Schon im unteren Bereich der ersten Seite sah ich den Hinweis auf einen Artikel mit
dem Titel „Jesus and the Gurus“. Er bezog sich auf eine Veranstaltung im Jugendhaus „Dynamo“ in der nordostschweizer
Stadt Zürich.
Das Haus wird mit öffentlichen Geldern finanziert. Es bezeichnet sich selber als „Jugendkulturhaus“
und als „erste Anlaufstelle für Jugendliche in der Stadt Zürich“.
Im Zeitungsinneren fand ich folgenden
Text:
Jesus lebt!
Laute Nacht, unheilige Nacht. Mit dabei: Dominas, bibelverbrennende Päpste, ein Heiland
am Kreuz und ein paar sexy Krankenschwestern.
Alle Jahre wieder fahren „Jesus and the Gurus“ ins ‘Dynamo’
ein und legen eine infernale Industrial-Rockshow auf die Bühne, bei der dem unvorbereiteten Zuschauer
die Weihnachtsgans im Hals stecken bleibt.
Als Support dienen die ähnlich unredlichen Catholic Boys
in Heavy Leather. Eine Anti-Weihnachtsshow, gegen die Rammstein wie ein Knabenchor der Pfadfinder wirken.
Garantiert.
Samstag, 24.12., 21Uhr, Dynamo, Zürich“
Oben prangte dazu ein Bild von drei Nationalsozialisten
an einem Tisch mit blutverschmierter Tischdecke.
Darf öffentlich für so eine Veranstaltung geworben
werden? Dürfen solche zutiefst christenfeindliche Veranstaltungen auf öffentlichem Grund stattfinden?
Aber mit dem, was Christen heilig ist, darf man alles tun?
Wer den Islam, das Judentum
oder sonst eine Glaubensgemeinschaft durch den Dreck zieht, wird entweder in die Luft gesprengt oder hat
eine Klage am Hals.
Ich bin zutiefst erschüttert, verletzt, wütend und hilflos, kann solchem Treiben
nur mit Gebet, Opfer und Sühne begegnen.
Aber rechtlich habe ich keine Ahnung, was man tun könnte.
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19 Lesermeinungen
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#30 tsinata † 17:08:03 | Donnerstag, 29. Dezember 2005
@@Prof. Dr. Dr. jur. Thomas A. Höck Art. 261 verbietet Religionsparodie,Art. 261bis verbietet Herabwürdigung
relig. Personen(gruppen)Fassen wir nochmals zusammen: es gibt sehr wohl eine juristische Handhabe gegen
das Treiben von Musikbands, die sich auf das Parodieren und die Verächtlichmachung von Religion und religiös
gebundenen Menschen spezialisiert haben! Während Art. 261 StGB den Mißbrauch religiöser Symbole, kultischer
Gegenstände etc. verbietet, hat Art. 261bis die Menschenwürde im Auge, die durch Herabsetzung von Personen
eines beliebigen religiösen Bekenntnisses gefährdet ist. Wenn eine Band sich ganz und gar darauf spezialisiert
hat, Angehörige einer bestimmten Konfession zu verhöhnen, ihren Kult zu parodieren, ihre Amtsträger
herabzuwürdigen, dann sind – zumindest nach Art. 261bis – staatliche Stellen verpflichtet, von Amts wegen
einzuschreiten, falls sie von solchen Delikten erfahren! Hier die FaxNr. des Oberstaatsanwaltes in Zürich:
(+41)044 252 40 95 Die Kantonspolizei kann angeschrieben werden unter: infa@kapo.zh.ch schön das dies
endlich EINMAL geschrieben wird ! auch frau carla del ponte www.kreuz.net/article.2351.html (wurde schon
hier über sie diskutiert) sollte informiert werden.
#28 tsinata † 16:57:42 | Donnerstag, 29. Dezember 2005
@Prof. Dr. Dr. jur. Thomas A. Höck Vereinsgründung: Ziel des Vereins wäre die juristische Verfolgung
von Delikten gegen den Art. 261 und Art. 261bis StGB in der Schweiz. nicht so bescheiden! warum nur in
der schweiz. wie ich es schon (leider nur einmal ohne nachdruck) aind die Catholic Boys seit 16 jahren
www.roger-rotor.ch/live/live.htm auch in deutschland, frankreich, italien, uk, slowakei, holland und ungarn
tätig. einen Verbot der TV-Sender Viva und MTV -die immer wieder fragwürdige clips ausstrahlen- könnte
der verein sicher auch als ziel haben. Der Verein würde dafür Juristen beauftragen oder – im besten
Falle – hätte er eigene kompetente Juristen unter seinen Mitgliedern. tomy for president!
#26 tsinata † 16:06:51 | Donnerstag, 29. Dezember 2005
@Prof. Dr. Dr. jur. Thomas A. Höck Hier die FaxNr. des Oberstaatsanwaltes in Zürich: (+41)044 252 40
95 Die Kantonspolizei kann angeschrieben werden unter: infa@kapo.zh.ch Gut zu wiederholen, man bekommt
nie genug davon. Noch sicherer wäre, wenn jeder Anzeige erstatten würde! Sie könnten auch die Koordination
einer Sammelklage übernehmen. Fax an Dr.iur. Andreas Brunner (Leitender Oberstaatsanwalt) und Kopie an
Dr. iur. Markus Notter (zuständigen Regierungsrat) /Fax (+41)043 259 42 98 können die Bearbeitung des
Falls beschleunigen.
#24 tsinata † 21:18:03 | Mittwoch, 28. Dezember 2005
@Prof. Dr. Dr. jur. Thomas A. Höck Vielen Dank nochmals an den Leser tsinata … Der kleine Chat hat
sich wirklich gelohnt. Aber gerne geschehen. Geteilte Freude ist doppelte Freude. Es ist immer so ein
Vergnügen Dialoge auf einer solchen hohen intellektuellen und fachlichen (und gegen Schluss sogar literarischen)
Ebene zu führen. Und welch eine Effizienz: die Catholic Boys werden sicher bald verhaftet.
#22 Yersinia 18:58:54 | Mittwoch, 28. Dezember 2005
„zur getretenen Minderheit geworden“ wer, wie, wo? die eigenen, verdrängten Erfahrungen von Schmerz und
Unterdrückung auf das Christentum projiziert? – dann ist diese Aussage verständlich; btw: derartige
Aussagen, „wie arm man doch sei“, nehmen manche als Rechtfertigung für eigene Unterdrückungs(un-)taten;
da wird dann fleißig auf andere – die vermeintlich „das Böse“ repräsentieren – draufgetreten; ein sozialpsychologischer
Mechanismus, der auch bei fundamentalistischen Christen gut zu beobachten ist;
#21 tsinata † 18:49:32 | Mittwoch, 28. Dezember 2005
@Prof. Dr. jur. Thomas A. Höck … Hier nochmals die Kontaktdaten zur Anzeige dieser strafbaren Handlungen:
Staatsanwaltschaft Zürich: (+41) 044 252 40 95, Kantonspolizei: infa@kapo.zh.ch man kann es nie genug
wiederholen und nicht vergessen: sich auf kreutznet beziehen, es gibt dem ganzen einen noch ernsthafteren
eindruck
#19 tsinata † 18:33:20 | Mittwoch, 28. Dezember 2005
@Dr. jur. Thomas A. Höck den ganzen Artikel: Art. 261bis 1 Rassendiskriminierung Wer öffentlich gegen
eine Person oder eine Gruppe von Personen wegen ihrer Rasse, Ethnie oder Religion zu Hass oder Diskriminierung
aufruft, wer öffentlich Ideologien verbreitet, die auf die systematische Herabsetzung oder Verleumdung
der Angehörigen einer Rasse, Ethnie oder Religion gerichtet sind, wer mit dem gleichen Ziel Propagandaaktionen
organisiert, fördert oder daran teilnimmt, wer öffentlich durch Wort, Schrift, Bild, Gebärden, Tätlichkeiten
oder in anderer Weise eine Person oder eine Gruppe von Personen wegen ihrer Rasse, Ethnie oder Religion
in einer gegen die Menschenwürde verstossenden Weise herabsetzt oder diskriminiert oder aus einem dieser
Gründe Völkermord oder andere Verbrechen gegen die Menschlichkeit leugnet, gröblich verharmlost oder
zu rechtfertigen sucht www.kreuz.net/…ticle.2417-page.html, wer eine von ihm angebotene Leistung, die
für die Allgemeinheit bestimmt ist, einer Person oder einer Gruppe von Personen wegen ihrer Rasse, Ethnie
oder Religion verweigert, wird mit Gefängnis oder mit Busse bestraft.
#17 tsinata † 18:14:33 | Mittwoch, 28. Dezember 2005
tsinata: @Thomas A. Höck – und vergiss auch nicht die staatsanwaltschaft auf kreutznetz aufmerksam zu
machen, es sind durchaus diskussionen und kommentare, die für sie von grosser interesse sein könnten
(zB unter dem aspekt vom Art. 261bis StGB)
#15 tsinata † 17:15:45 | Mittwoch, 28. Dezember 2005
@Thomas A. Höck – da es sich nicht um ein Offizialdelikt handelt, musst du aber schon anzeige erstatten,
ein info-fax an die staatsanwalschaft reicht nicht
#13 tsinata † 17:01:52 | Mittwoch, 28. Dezember 2005
Catholic Boys – Oberstaatsanwaltschaft … Aus diesem Grunde habe ich die Zürcher Kantonspolizei , die
Oberstaatsanwaltschaft des Kantons und das Generalvikariat … ich würde empfehlen auch die Staatsanwaltschaft
in Deutschland, Frankreich, Italien, UK, Slowakei, Holland und Ungarn, wo die Gruppe seit bald 17 Jahren
immer wieder auftritt. Oder doch Interpol ?
#11 Benedikt78 14:58:34 | Mittwoch, 28. Dezember 2005
Lassen Sie es uns wissen, wenn Ihre Bemühungen Früchte tragen sollte. Ich hoffe es, auch wenn ich es
nicht erwarte! Wir sind im „christlichen Europa“ in Wahrheit schon zur getretenen Minderheit geworden.
Man stelle sich vor, derartiges würde „moslemischen Mitbürgern“…! Unvorstellbar, nicht wahr? Erschrickt
hier noch jemand?? Das ist nun wirklich so. Geschützt werden im christlichen Abendland nur exotische
Religionen. Zum Thema Islam hat die Junge SVP Luzern eine sehr gute Broschüre herausgegeben. „Der Islam
in der Schweiz und Europa. er Weg von Gott zu Allah?„Ich habe ein paar Exemplare bestellt. Wenn jemand
Interesse daran hat, kann er mir seine Adresse zusenden. Ich kann dann die Broschüre weiterschicken!
#9 private-notes 11:30:13 | Mittwoch, 28. Dezember 2005
Merkwürdige Veranstaltungen Ich bin ein Gegner solcher Veranstaltungen. Und mir wäre es egal, welche
Weltreligion dafür herhalten muss, um dem Amusement einiger Leute zu dienen. Die Veranstalter mögen
sich auf künstlerische Freiheit, auf Aktionismus herausreden – aus meiner Sicht geht es dabei um den
(als spielerisch getarnten) Raubzug an kulturellen und spirituellen Werten. Die seltsame Gier sich zu
amüsieren, und zwar um jeden Preis, mag unaufhaltsam sein, und wenn sie es mögen, sollen sie sich in
dunklen Kellern treffen und peitschen und die Stiefel lecken – dies in einen religiösen Kontext zu stellen,
ist zumindest äußerst merkwürdig. Nun, wenn solche Veranstaltungen gegen das Gesetz verstoßen und
wenn es hier Leute gibt, die sich rechtsgelehrt geben, warum klagt dann niemand? Warum bleibt es bei diesen
zaghaften Äußerungen auf in sich geschlossenen Medien?
Vieles ist „unter Strafe gestellt“, in Österreich, Deutschland und der Schweiz. Es gibt zehntausende
§, die verbieten. Angewendet werden sie von Menschen: weisungsgebundenen Staatsanwälten und um die Karriere
besorgten Richtern. „Die Justiz ist zur Hure der Politik geworden“, las ich kürzlich. Ich habe dem nichts
hinzuzufügen. Wir sind im „christlichen Europa“ in Wahrheit schon zur getretenen Minderheit geworden.
Man stelle sich vor, derartiges würde „moslemischen Mitbürgern“…! Unvorstellbar, nicht wahr? Erschrickt
hier noch jemand??? richard
#6 tsinata † 18:45:35 | Dienstag, 27. Dezember 2005
Catholic Boys Als Support dienen die ähnlich unredlichen Catholic Boys in Heavy Leather. Eine Anti-Weihnachtsshow,
gegen die Rammstein wie ein Knabenchor der Pfadfinder wirken. Garantiert. danke für die werbung www.roger-rotor.ch/…res/dynamo/index.htm
#5 Yersinia 18:32:27 | Dienstag, 27. Dezember 2005
gibt es Belege für die Authentizität dieses „Berichtes“? – zumindest in Österreich ist das Religionsbekenntnis
geschützt, seine Schmähung unter Strafe gestellt; andererseits unterscheiden sich rechtsstaatliche Demokratien
eben von religiös-fundamentalistischen Diktaturen – unter anderem auch im Umgang mit Verunglimpfungen
religiöser Bekenntnisse;
#4 Beobachterin 18:07:04 | Dienstag, 27. Dezember 2005
Pressezensur Daß in der allgemeinen Presse zu bestimmten Themen nur zustimmende Briefe abgedruckt werden,
ist weder neu noch ein Geheimnis noch unverständlich. Wenn es nicht so wäre, wären ja gewisse Dinge
nicht durchzusetzen. So aber denkt jeder Normaldenkende, daß nur er so denkt – vielleicht unnormal –
und alle anderen normal. So funktioniert Mediendemokratur und (Um)-erziehung.
#3 Benedikt78 14:24:57 | Dienstag, 27. Dezember 2005
Guter Leserbrief Aber der Inhalt wird an den Schreibfritzen abträufeln. Die NLZ betätigt sich als Monopolzeitung
seit langem an der Demontierung des Katholizismus in Luzern. So werden Leserbriefe von Katholiken selten
abgedruckt. Auch bei der Abstimmung zur registrierten Partnerschaft (Homo-Ehen) wurden nur(!) befürwortende
Leserbriefe abgedruckt. Skeptische Leserbriefe fielen der Zensur zum Opfer. Man sollte den Mut haben,
dass man sich endlich gegen die schleichende Unterwanderung und dem gezielten lächerlich-machen unseres
Glaubens zur Wehr setzt!
Verunglimpfung des Christentums Kurt Koch, Bischof von Basel schrieb mal zu diesem Thema in der „Neuen
Luzerner Zeitung“, nach dem diese eine provokative Darstellung des letzten Abendmahls am Hohen Donnerstag
2005 abdruckte, einen deutlichen Leserbrief. Unter dem folgenden Link kann man ihn nachlesen: www.bistum-basel.ch/seite.php?na=1,1,0,39542…
Es wird im Artikel gefragt, was man rechtlich tun kann. Meiner Meinung nach gibt es zwei Möglichkeiten:
Entweder klärt man mal ab, ob irgendwelche Urteile über die Verunglimpfung anderer Religionen (Judentum
oder Islam) gefällt worden sind und versucht dann irgendwie, diese auch für das Christentum geltend
zu machen oder dann hat man einfach den Mut, und erstattet Anzeige. Vielleicht bräuchte es auch mehrere
Leute, die dies tun!
#1 Benedikt78 14:03:09 | Dienstag, 27. Dezember 2005
Der Respekt fehlt Das ist nun leider so. Wenn man den Koran rezitiert und damit auf das wahre Wesen dieses
Kultes hinweist, wird man gleich angezeigt. Wenn man die christliche Religion durch den Dreck zieht, ist
man hip und kommt in die Zeitung. Es ist wirklich eine Schande! Kommt dazu, dass sich in solchen „Parties“
auch in Massen Halbnackte rumtreiben. Freud – an sich kein Freund von mir! – hat es treffend formuliert:
Der Verlust der Scham ist das erste Anzeichen von Schwachsinn! Das kann man in dem Fall nur unterstreichen!