Heiliges Land
Der israelische Ministerpräsident ernennt einen neuen Kardinal
Die israelische Regierung unter Ariel Scharon nahm die Weihnachtsglückwünsche zum Anlaß, um sich im Fettnäpfchenhüpfen zu üben. Peinlichkeiten aus dem Heiligen Land.
(kreuz.net, Jerusalem) Es ist eine gute Tradition, daß der israelische Regierungschef zum Anlaß der Geburt Christi bei den Vertretern der christlichen Kirchen im Heiligen Land anruft und ihnen ein fröhliches Weihnachtsfest wünscht.

Diese Glückwünsche werden auch in Medienaussendungen der israelischen Regierung verbreitet. Dabei kam es nach Angaben des Korrespondenten des deutschen Nachrichtensenders ‘N-TV’ zu einigen Peinlichkeiten.

Offensichtlich war der Pressesprecher des Ministerpräsidenten in diesem Jahr etwas durcheinander.

So wird Erzbischof Michel Sabbah (72) – der Lateinische Patriarch von Jerusalem – im Text der Weihnachtswünsche als Kardinal bezeichnet. Ausnahmsweise erhielt auch der Generalvikar des Lateinischen Patriarchates Ariels Weihnachtsgrüße.

Man hatte ihn nämlich fälschlicherweise auf der Liste als Bischof geführt.

Auch die Protestanten und Orthodoxen blieben nicht verschont. Sie verwirrte der israelische Ministerpräsident, indem er im Text der Glückwünsche von „katholischen Weihnachten“ spricht.

Auf Anfrage, warum im Heiligen Land ein katholisches Weihnachtsfest gewünscht worden sei, erklärte der Regierungssprecher, daß die Weihnachtsmesse ein katholischer Festtag sei: „Zudem müssen die Protestanten separat behandelt werden, weil zwischen den Kirchen Streit herrscht.“

Weiters sagte der Sprecher, daß sich der Regierungschef an übliche Bräuche halte. „Rantziger wünscht dort in Rom fröhliche Weihnachten und Scharon tut es hier.“ Den falsch ausgesprochenen Familiennamen des Papstes wiederholte er mehrmals.

Nicht nur der Premierminister und seine Berater kennen sich bei christlichen Sitten und Gebräuchen offenbar kaum aus.

Der ehemalige Oberrabbiner Israel Meir Lau – der aus Polen stammt und angeblich schon als Kind dem späteren Papst Johannes Paul II. begegnete – fand ein schlagendes Argument, warum es verboten sein sollte, in der Eingangshalle israelischer Hotels Weihnachtsbäume aufzustellen:

„Weil Christen sich vor dem Weihnachtsbaum niederwerfen und ihn anbeten.“
      
4 Lesermeinungen
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#4   GerdEric   14:29:05 | Samstag, 31. Dezember 2005
aber hallo
hier im Forum wissen auch einige wenige, was es heisst, Christzu seien, doch 1.000.000.000 (plus) leben halt nicht danach…
PS.: und für was soll ich manche Beiträge hier halten?
PS2.: der Weihnachtsbaum ist nun wirklich kein christliches Symbol, und doch erhellt es die Haushalte der Christen, aber auch deren Kirchen usw, nicht aber die Lehre der Christen.
Warum „strömen“ denn die „Christen“ zu Weihnachten in die Kirchen?
Weil es dazu gehört, nicht aber, weil es im Innersten der „Gläubigen“ Wahrheit ist.
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#3   Elendester Sünder   15:22:12 | Freitag, 30. Dezember 2005
Dumme Gojim
Das ist kein Fettnäpfchenhüpfen aus Unkenntnis, sondern provokanter Spott. Anstatt besser auf solche Art von Weihnachtsglückwünschen ganz zu verzichten, werden sie dazu mißbraucht das Christentum zu verhöhnen.
Die meisten „Gojim“ sind so blöd, daß sie nicht merken, wenn sie verar…spottet werden. Mein Textverarbeitungsprogramm meinte, „verar…“ wäre zu vulgär.
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#2   Dr. Otterbeck   11:11:20 | Freitag, 30. Dezember 2005
Nous sommes venus l’adorer
Wenn sogar Kardinäle nicht beten, sondern reden, nicht arbeiten, sondern sich füllen („Ich laboriere noch an der Weihnachtsgans“), dann ist es doch wohl das katholische Milieu selbst, das Andersdenkenden diese und andere Fettnäpfchen bereitet. „Lieber zwei Mal warm essen als einmal kalt duschen.“ Soll zur Hausordnung mancher Theologenkonvikte gehören. Lieber zwei Mal sich wasgönnen als ein bisschen büßen?
Kreuzweise heiter –-- und netten Rutsch!
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#1   Sozialkatholisch   10:41:39 | Freitag, 30. Dezember 2005
Das kommt davon –--
–-- wenn Juden zuviel kiffen
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