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Donnerstag, 29. Dezember 2005 13:05
Am Weihnachtstag erschienen zwei Soldaten an der Türe von Frau Amber Cardinal (20) und teilten ihr mit, daß ihr Mann gleichentags im Irak von Freischärlern erschossen wurde.
Zurück zum Artikel 7 Lesermeinungen:
Freitag, 30. Dezember 2005 15:21
Josefus: Ruhe in Frieden
Ich finde den Tod des Soldaten und jungen Familienvaters einfach nur traurig. Sicher wollte er Gutes mit seinem Einsatz bewirken und ging dafür ein hohes Risiko ein. Tony Cardinal – Requiem in pace!
Donnerstag, 29. Dezember 2005 18:03
Elendester Sünder: Soldat namens Tony
Zitat Benedikt78: „Die [amerikanischen] Soldaten versuchen durch ihren Einsatz Leben zu retten. Auch das der Zivilbevölkerung. Die Islamisten wollen nur töten!“
So plakativ wird die Sache nicht einmal in Hollywoodfilmen dargestellt. Du wärst ein schlechter Propagandist.

Ich danke Sirilo für den Hinweis auf die nunmehr bedrückende Lage unserer katholischen Brüder im Irak und in anderen vorwiegend moslemischen Ländern. Ich finde es durchaus verständlich, daß die Moslems ihren Haß an unseren Brüdern auslassen, da die Dauerbekriegung des Iraks von der US-Propaganda als Kreuzzug dargestellt wird. Absicht? Der durchschnittliche Iraker betrachtet den Westen als e i n e n christlichen Block. Dabei durchschaut er nicht, daß in der westlichen Politik längst nicht mehr Christen das Heft in der Hand halten.
Donnerstag, 29. Dezember 2005 17:35
richard: Der Tod des Soldaten
ist gewiß traurig. Wie jedes Opfer auf allen Seiten der „einfachen Befehlsempfänger“ immer traurig ist. Ich weiß nicht, ob sich dieser US-Soldat einmal nur für sich ganz still die Frage stellte: „was suche ich eigentlich in diesem Land, warum bin ich hier?“ Er wäre sehr schnell auf die richtige Antwort gekommen und er hätte die Konsequenzen ziehen müssen. Er tat es nicht und zehntausende tun es ebenfalls nicht. Sie gehorchen einem eindeutigen, mehrfachen Kriegsverbrecher. Wann werden die Menschen beginnen nachzudenken und nicht mehr blind zu gehorchen? Es wäre der erste Schritt zum Frieden.
richard
Donnerstag, 29. Dezember 2005 16:44
Sirilo: Wie geht es den Christen im Irak?
Ich möchte auf einen anderen Aspekt hinweisen: Die Lage der Christen hat sich im Irak enorm verschlechtert.

Unter dem laizistischen Regime der Baath-Partei von Saddam Hussein genossen die Christen im Irak große Freiheit in ihrer Religionsausübung. Jetzt wurde der Islam zur Staatsreligion erklärt und es geben im Irak islamistisch orientierte Kreise (vor allem der Schiiten) den Ton an und versuchen, die Christen zu schikanieren, bis diese auswandern. Außerdem gibt es häufige Anschläge auf christliche Kirchen, Schulen, Kindergärten.

Und mit Unterstützung der amerikanischen Besatzer sind Missionare amerikanischer evangelikaler Sekten ins Land eingefallen und bemühen sich mit z.T. fragwürdigen Mitteln (Lebensmittellieferungen, Geldversprechen etc.), die orthodoxen und unierten Christen für ihre Denominationen zu gewinnen.
Donnerstag, 29. Dezember 2005 16:43
Yersinia: @Benedikt: Terroristen haben es so an sich
dass sie für ihre Untaten immer ein „heres Ziel“ anzugeben wissen – und: nicht jeder Isalmist ist Terrorist – aber Fundamentalisten gibt es in beinahe jeder Religion (eine Ausnahme sind wahrscheinlich die B’ahei)
@Elendster: was meinst du mit „One World“? ich kenne diesen Begriff nur im Kontext der Entwicklungspolitik und dort ist damit eine gerechte Welt und die Teilhabe aller Menschen an den Schätzen und Errungenschaften gemeint; das Ziel, „dass alle eins werden“ kennt übrigens auch das Christentum;
Donnerstag, 29. Dezember 2005 15:07
Benedikt78: Andere Frage
Wir können natürlich auch die Frage stellen, ob es den Irakern unter Saddam Hussein besser gegangen ist. Dieser Diktator und ein UNO-Embargo, das den Tod von einer Million Menschen herbeiführte – vor allem von Alten und Kindern. Dies weil auf der Embargoliste auch Teile standen, die für die Bewässerung der landwirtschaftlich nutzbaren Flächen nötig gewesen wäre. Lebensmittel gab es natürlich auch. Aber vor allem für die Regimetreuen.

Ich empfinde es nicht als dienlich, wenn man die von islamischen Fundamentalisten ermordeten Soldaten mit Opfern der Zivilbevölkerung vergleicht und deren Tod somit zu erklären oder gar schön zu reden versucht. Die Soldaten versuchen durch ihren Einsatz Leben zu retten. Auch das der Zivilbevölkerung. Die Islamisten wollen nur töten!

Die Ermordung des Soldaten ist schlimm. Vor allem, weil seine Frau und seine zwei Kindern nun zu Witwen und Waisen wurden. Und das zu Weihnachten…
Donnerstag, 29. Dezember 2005 13:42
Elendester Sünder: American X-mas
Man sollte auch der unschuldigen Iraker gedenken, die der antichristlichen One-World-Bestrebungen zum Opfer gefallen sind.
Außerdem frage ich: Sind die militärischen Operationen der Nordamerikaner an sich nicht schon schlimm genug? Können diese nicht wenigstens an Weihnachten ruhen?
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