11:05:46 | Freitag, 30. Dezember 2005
27 Neupriester bei Papst Benedikt XVI.
An der letzten Mittwochsaudienz des Jahres 2005 nahmen auch über 800 Legionäre Christi teil. Zwei Neupriester werden jetzt ihr Apostolat in Deutschland beginnen.
(kreuz.net, Vatikan) Am Mittwoch, dem 28. Dezember, hielt Papst Benedikt die letzte Generalaudienz des
Jahres 2005. Neben vielen Pilgern aus der ganzen Welt nahmen daran auch über 800 Legionäre Christi teil,
die in Rom studieren und arbeiten oder über Weihnachten in der Ewigen Stadt zu Gast waren.
Unter ihnen
befanden sich 27 Neupriester.
Die Legionäre Christi sind eine stark wachsende Ordensgemeinschaft, die
1941 in Mexiko gegründet wurde.
Die Neupriester waren am Vormittag des 24. Dezembers durch den Erzbischof
von Mexiko Stadt und Primas von Mexiko, Norberto Kardinal Rivera, geweiht worden. Die heiligen Handlungen
fanden in Rom in der Seminarkapelle des Studienzentrums der Kongregation statt.
Die Neugeweihten stammen
aus Deutschland, Irland, Spanien, Italien, Kanada, den Vereinigten Staaten, Mexiko, Brasilien, Chile und
Australien.
Für die Weihehandlungen war eine Kopie des Muttergottesbildes aus dem Wallfahrtsort von
Guadalupe im Altarraum angebracht worden. Guadalupe ist der meistbesuchteste Wallfahrtsort der Welt. Er
befindet sich in der Erzdiözese Mexiko.
Der mexikanische Kardinal erinnerte daran, daß der Gründer
der Legionäre Christi, Pater Marcial Maciel, im Jahre 1941 zu Füßen der Gottesmutter die Priesterweihe
empfing.
In seiner Predigt ermutigte Kardinal Rivera die Weihekandidaten mit den Worten aus Psalm 23
„Der Herr ist mein Hirte, nichts wird mir fehlen“:
„Wenn der Priester an dieser unerschütterbaren Sicherheit
festhält, wird er erfahren, wie die im täglichen Kampf für das Reich Christi verbrauchten Kräfte immer
wieder erneuert werden.“
Danach führte der Kardinal aus, wie sich die innige Verbindung mit Christus
in der Weihehandlung ausdrückt:
Die Salbung der Hände mit Öl bezeichnet die Übertragung des Heiligen
Geistes. Die Handauflegung und das Gebet drücken die Umwandlung in Christus aus. Die Übergabe des Meßkelches
bezeichnet die Teilnahme am Kreuz Christi.
27 Legionäre Christi zu Priestern geweiht

Foto: Osservatore
Romano

Foto: Osservatore Romano
In naher Zukunft werden die Neugeweihten ihren priesterlichen Dienst in
den verschiedenen Apostolaten der Ordensgemeinschaft beginnen.
Dazu gehören das Missionsgebiet Quintana
Roo in Südmexiko, zahlreiche Werke der Nächstenliebe, die Kinder- Jugend- und Familienpastoral sowie
die etwa 200 ordenseigenen Schulen und Universitäten.
Mit den Neugeweihten zählen die Legionäre Christi
inzwischen über 650 Priester. Weitere 2500 Seminaristen befinden sich in der Ausbildung.
Von den Neugeweihten
werden zwei eine Tätigkeit in Deutschland beginnen.
Pater Hubert Reiner (33) stammt aus dem Kreis Aichach,
Diözese Augsburg, und begann seine Priesterausbildung im Jahr 1994 im deutschen Noviziat der Legionäre
Christi in Roetgen bei Aachen, mit dem er ein Jahr später nach Bad Münstereifel umzog. Studien und Praktika
führten ihn nach Spanien, Italien und immer wieder auch nach Deutschland. Seinen priesterlichen Dienst
wird er in Deutschland beginnen.
Pater Martin Ribas (32) ist über seine aus München stammende Mutter
mit dem Philosophen Dietrich von Hildebrandt verwandt. Sein Vater stammt aus Mallorca. Aufgewachsen ist
der Neupriester in Madrid, wo er auch die Legionäre Christi kennenlernte. Pater Martin Ribas spricht
sehr gut Deutsch. Daher wird er als Priester die Kinder- und Jugendarbeit in Süddeutschland unterstützen.
Sie haben eine Meinung zu diesem Artikel? Dann verfassen Sie einen Beitrag. Bleiben Sie in Ihrem Kommentar sachlich und bemühen Sie sich um eine erträgliche Diskussionsatmosphäre. Bedenken Sie, daß Ihr Beitrag noch über Jahre hinweg abrufbar und durch Suchmaschinen im Internet auffindbar ist.
Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für den Inhalt der Leserbeiträge. Sie behält sich das Recht vor, Beiträge zu löschen oder Leser aus der Debatte auszuschließen.