Am Festtag der Unschuldigen Kinder scheute sich der Bischof von Fulda nicht, gegen das Blutbad an den ungeborenen Kindern auf die Straße zu gehen.
(kreuz.net, Fulda) Bischof Heinz Josef Algermissen nahm in Fulda mit rund 50 Lebensrechtlern sowie Vertretern
von marianischen Verbänden an einer Mahnwache gegen die Kinderabtreibung teil.
Die Kundgebung fand heuer
bereits zum 14. Mal statt. Sie wurde von der örtlichen Lebensschutzbewegung ‘Vaterhaus’ organisiert.
Während einer Stunde beteten die Demonstranten am Fuß der Pestsäule am Fuldaer Frauenberg den Rosenkranz.
Der Frauenberg ist ein Hügel in Fulda, auf dem sich ein Franziskanerkloster und eine barocke Kirche befinden.
Eigentlich ist die Säule ein Muttergottesdenkmal, das an die große Pest erinnert, die in Fulda vor 300
Jahren wütete.
Bischof Algermissen erklärte bei der Kundgebung, daß er sich bezüglich der Kinderabtreibung
häufig als Rufer in der Wüste fühle, den keiner hören wolle: „Ich kämpfe einen Kampf wie gegen Windmühlenflügel.“
„Was wir hier tun ist sehr wichtig“, erklärte der Bischof mit Bezug auf die „unsägliche Schwangerschaftsgesetzgebung“
von 1995.
Er appellierte an die Teilnehmer, daß es „unsere Aufgabe“ sei, die Stimme gegen die Kinderabtreibung
zu erheben. Dabei sei es nötig zu schreien: „Unsere Gesellschaft hört mitunter keine leisen Töne mehr.“
Vorher hatte der Bischof auch seine Weihnachtspredigt dem Anliegen des Lebensschutzes gewidmet: „Unsere
Kirche ist verpflichtet, sich für das Recht jedes Menschen auf Leben – von der Empfängnis bis zum natürlichen
Tode – stark zu machen“, erklärte er im vollen Fuldaer Dom.
Im Gespräch mit der Donnerstagsausgabe
der deutschen Tageszeitung ‘Welt’ forderte Bischof Algermissen erneut eine Neuregelung der Abtreibungsgesetze.
Fatalerweise habe sich durch die in der deutschen Legislation verwendeten Formel „rechtswidrig, aber
straffrei“ der Irrglaube durchgesetzt, daß die Kinderabtreibung ein legales Mittel der Kinderverhütung
sei.
Auch wenn der neue Bundestag kaum die Kraft haben werde, etwas zu ändern, möchte er die Politiker
daran erinnern, daß vor zehn Jahren mitbeschlossen wurde, nach geraumer Zeit die Abtreibungsregelung
zu überprüfen und notfalls zu korrigieren: „Diesen Notfall haben wir.“
Mons. Algermissen betont weiter,
daß das Kinderabtreibungsgesetz auch zur Legalisierung des Hilflosenmordes mißbraucht werde.
So habe
der Hamburger Justizsenator Roger Kusch erklärt, daß bei Abtreibungen das Lebensrecht des Kindes der
Autonomie der Mutter untergeordnet werde: „Nichts anderes will [Kusch] bei der Tötung auf Verlangen einführen:
Autonomie vor Leben also“, erklärt der Bischof vor der ‘Welt’.
Solche Gedankenspiele seien höchst gefährlich.
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2 Lesermeinungen
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#1 methusalix † 01:57:50 | Samstag, 31. Dezember 2005
Ganz ganz grosses Lob den Vaterhäusern! Die Kundgebung fand heuer bereits zum 14. Mal statt. Sie wurde
von der örtlichen Lebensschutzbewegung ‘Vaterhaus’ organisiert. von denen gibt es in Deutschland viel
zu wenige, aber DASS ES SIE GIBT, ist schon ein riesiger Fortschritt. Diese Leute müssen sich nicht vor
Kliniken rumtreiben und auf den letzten Drücker versuchen eine werdende Mutter beinahe mit körperlicher
Gewalt vom Schwangerschaftsabbruch abzuhalten. Frauen in Not gehen zu ihnen und es wird geholfen. Wenn
jetzt noch die Energie, die sie für ihre Propaganda verwenden zum grössten Teil in ihr Wohn- und Schutzprojekt
stecken, kommen die alle in den Himmel! PS: Warum heisst es eigentlich Vaterhaus? Sind schon wieder nicht
die Mütter die wichtigsten Personen?