Vatikan
Neu aufgekocht
Heute ist in Italien der Name eines möglichen Nachfolgers von Angelo Kardinal Sodano (78) aufgetaucht. Der Staatssekretär gilt als der zweitmächtigste Mann im Vatikan.
(kreuz.net, Vatikan) Aus dem vatikanischen Hintertreppengeflüster soll hervorgehen, daß Attilio Kardinal Nicora (68) der kommende Staatssekretär der Römischen Kirche sein wird.

Das berichtete heute der italienische Nachrichtendienst ‘Adn Kronos’.

Die Streuung von Gerüchten aus dem Kandidatenkarussel für vatikanische Ernennungen wird in Rom auch gerne dafür benützt, um potentiellen Kandidaten den Zugang zu einem Amt zu versperren.

Kardinal Nicora ist gegenwärtig der Präsident der ‘Apsa’ – der Verwaltung der Besitztümer des Apostolischen Stuhles. Er stammt aus Varese. Die Stadt befindet sich in der norditalienischen Region Lombardei in unmittelbarer Nähe zur Schweizer Grenze.

Der Kardinal ist ein ausgebildeter Jurist und besitzt gute Verwalter- und Managerqualitäten.

Im April 1977 wurde er von Papst Paul VI. zum Weihbischof der Erzdiözese Mailand ernannt. Dort war er für soziale Aktivitäten und für das Laienapostolat zuständig.

Von 1992 bis 1997 wirkte Mons. Nicora als Diözesanbischof von Verona. Die Stadt befindet sich 140 Kilometer östlich von Mailand. Anschließend war er in Spezialaufgaben für die Italienische Bischofskonferenz in Rom tätig.

Im Oktober 2002 berief ihn Papst Johannes Paul II. als Präsident der ‘Verwaltung der Besitztümer des Apostolischen Stuhles’ an die Römische Kurie. Im Oktober 2003 wurde Erzbischof Nicora zum Kardinal ernannt.

Bereits Anfang November hatte die deutsche Tageszeitung ‘Welt’ von Stimmen aus dem liberalen vatikanischen Lager berichtet, die den Namen von Kardinal Nicora als neuen Staatssekretär gesetzt hätten.

Womit die Verschwörungstheorie perfekt wäre:

Der Name von Kardinal Nicora wurde vorzeitig an die Öffentlichkeit gebracht, um einem konservativen Kandidaten den Weg ins Staatssekretariat zu bahnen.
      
4 Lesermeinungen
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#4   Aurelius   20:34:42 | Freitag, 30. Dezember 2005
@ Gotthard
Diese Qualifikationen sprechen doch nicht dagegen, dass er ein guter Priester ist…
Vor allem sprechen Sie dafür, daß er ein guter Staatssekrtär wäre.
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#3   Gotthard   19:53:16 | Freitag, 30. Dezember 2005
Qualifikation
Diese Qualifikationen sprechen doch nicht dagegen, dass er ein guter Priester ist…
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#2   Benedikt   19:49:54 | Freitag, 30. Dezember 2005
Jurist
Tja, aber das ist die Realität in der Kirche über viele hundert Jahre gewesen.
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#1   Sulpicius   14:41:17 | Freitag, 30. Dezember 2005
Aha! Hmm…
Der Kardinal ist ein ausgebildeter Jurist und besitzt gute Verwalter- und Managerqualitäten.
Also die richtigen Voraussetzungen, um ein Priester zu sein…
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