Beethoven und Mozart
Anfang Dezember sprach einer der vier Bischöfe der mit Rom im Streite liegenden Piusbruderschaft in einem Interview mit der traditionalistischen US- Webseite ‘Angelqueen’.

Mons. Williamson beantwortete zuerst eine Frage zum November-Treffen seines Generaloberen mit dem für Traditionalisten zuständigen Kurienkardinal Dário Castrillón Hoyos.
Bei diesem Treffen sei man übereingekommen, daß die vier Bischöfe der Piusbruderschaft den Papst in einem Brief darum bitten sollten, die über sie im Jahr 1988 verhängten „Exkommunikationen“ – Bischof Williamson benützt Anführungszeichen – aufzuheben.
Doch bereits der Generalobere, Mons. Bernard Fellay, habe erklärt, daß es schwierig sei, eine Formulierung zu finden, hinter der sowohl Rom als auch die Piusbruderschaft stehen könne.
Er halte es nicht für wahrscheinlich, daß sich das Verhältnis zwischen der Bruderschaft und Rom in naher Zukunft ändern werde.
„Selbst wenn Rom sich halb bekehren und die Piusbruderschaft einen halben Verrat begehen würde, damit beide sich in der Mitte treffen könnten, würde der tödliche Kampf zwischen Konziliarismus und Katholizismus weiterbestehen.“
Die Frage sei nicht, ob Rom oder die Piusbruderschaft freundlich oder feindlich seien: „Es geht hier um zwei verschiedene, einander notwendigerweise entgegengesetzte Religionen.“
Entscheidend sei nicht, daß die übrigen Katholiken positive Gefühle für die Piusbruderschaft entwickelten, sondern daß sie im Glauben annehmen, was die Katholische Kirche immer geglaubt hat.
Ein solcher Glaube schließe die neue humanistische Religion aus, die im Neuen Meßritus von Paul VI. und in den 16 Dekreten des Zweiten Vatikanums verpackt sei.
Zu seiner Tätigkeit als Rektor des Priesterseminars erklärt Mons. Williamson, daß dort ungefähr zwanzig Seminaristen studieren. Acht Kandidaten befänden sich im Einführungskurs.
Unter den Bischöfen der Priesterbruderschaft werde er oft als das schwarze Schaf hingestellt. Warum das so sei, wird der Bischof gefragt:
Engländer seien dafür bekannt, exzentrisch zu sein. Er sei Engländer und deshalb wohl exzentrisch: „Obwohl ich zufälligerweise zutiefst davon überzeugt bin, das Zentrum der Welt zu sein.“
Er sei 1971 durch die Gnade Gottes katholisch geworden. 1972 sei er in das von Erzbischof Lefebvre gegründete Priesterseminar von Ecône, in der Walliser Gemeinde Riddes im Südwesten der Schweiz eingetreten.
Er habe damals eingesehen, daß die neue Religion des Konzils ein Teil des Problems und nicht ein Teil der Lösung sei.
Ob er sich weltlichen Freizeitbeschäftigungen zuwende?
Die Arbeit eines Bischofs lasse ihm gewöhnlich nicht viel Freizeit. Aber er liebe es Beethoven und Mozart zu hören.
Es sei – so der Einwurf des Interviewpartners – mehr über ihn publiziert worden, als er über sich selber geschrieben oder gesagt habe: Ob er an dieser Stelle Falschinformationen korrigieren oder etwas zu seinen Verleumdern sagen wolle?
„All meinen Verleumdern möchte ich nur sagen: »Weiter so! Tut mir den Gefallen!« Aber ich möchte sie auch bitten, mich in ihre täglichen Gebete einzuschließen.“
Sämtliche Artikel weiterlesenWeiterlesen:
Samstag, 7. Januar 2006 16:21
Rituale Romanum: @sozialkatholisch
Ich gebe aber zu bedenken das in der Amtskirche auch noch Christus verkündigt wird, das dort auch noch
Leute gibt die ehrfurchtsvoll eine Kniebeuge vorm Allerheiligsten machen. Das dort noch Leute gibt die
Christus ihr Leid aufopfern, sich bemühen im Einklang mit Gott zu leben, von Herzen beten und sogar erhört
werden.
Das will ich in keiner Weise in Abrede stellen und jetzt anfangen, mich über den Rest der Katholiken zu erheben, so nach dem Motto „Herr, ich danke dir, daß nicht bin wie jener“. Was mich zu den Hl. Messen der FSSPX gehen läßt, liegt teilweise noch unterhalb der Artikulationsschwelle. Da ist etwas, so meldet mir mein Empfinden, was ich in der Amtskirche nicht gefunden habe. Sicher verkündet die Christus und nicht Buddha oder Krishna. Mein Empfinden jedoch, also das, was ich in mir finde, gibt mir die Rückmeldung, daß das, was bei der FSSPX geschieht, stimmig ist. Dieses „Stimmigkeitsempfinden“ wurde bei den Jesuiten im Laufe der Zeit immer schwächer. Deren Gründer, der Hl. Ignatius, sprach von der Wichtigkeit der Unterscheidung der Geister. Diese Unterscheidung wird im Unterschied zwischen der alten und der neuen Messe für mich jetzt offenkundig.
Das will ich in keiner Weise in Abrede stellen und jetzt anfangen, mich über den Rest der Katholiken zu erheben, so nach dem Motto „Herr, ich danke dir, daß nicht bin wie jener“. Was mich zu den Hl. Messen der FSSPX gehen läßt, liegt teilweise noch unterhalb der Artikulationsschwelle. Da ist etwas, so meldet mir mein Empfinden, was ich in der Amtskirche nicht gefunden habe. Sicher verkündet die Christus und nicht Buddha oder Krishna. Mein Empfinden jedoch, also das, was ich in mir finde, gibt mir die Rückmeldung, daß das, was bei der FSSPX geschieht, stimmig ist. Dieses „Stimmigkeitsempfinden“ wurde bei den Jesuiten im Laufe der Zeit immer schwächer. Deren Gründer, der Hl. Ignatius, sprach von der Wichtigkeit der Unterscheidung der Geister. Diese Unterscheidung wird im Unterschied zwischen der alten und der neuen Messe für mich jetzt offenkundig.
Samstag, 7. Januar 2006 15:30
Sozialkatholisch: @ Rituale Romanum
Ich stimme ihnen zu das viele Predigten in der Amtskirche im gegensatz zur Piusbruderschaft zu oberflächlich,
lau und manchmal sogar unbiblisch sind.
Ich gebe aber zu bedenken das in der Amtskirche auch noch Christus verkündigt wird, das dort auch noch Leute gibt die ehrfurchtsvoll eine Kniebeuge vorm Allerheiligsten machen. Das dort noch Leute gibt die Christus ihr Leid aufopfern, sich bemühen im Einklang mit Gott zu leben, von Herzen beten und sogar erhört werden.
Ich gebe aber zu bedenken das in der Amtskirche auch noch Christus verkündigt wird, das dort auch noch Leute gibt die ehrfurchtsvoll eine Kniebeuge vorm Allerheiligsten machen. Das dort noch Leute gibt die Christus ihr Leid aufopfern, sich bemühen im Einklang mit Gott zu leben, von Herzen beten und sogar erhört werden.
Samstag, 7. Januar 2006 14:41
Rituale Romanum: @Marcel: Geheimnis der gepredigten Konzilstheologie: Unwissenheit ist Stärke?
zu den Predigten bei der FSSPX:
Was mich an den Predigten bei den Jesuiten erst irritierte und dann an meinem Verstand zweifeln ließ, war der Umstand, daß der Inhalt der vorausgegangenen Lesung entweder völlig aufgeweicht und bisweilen sogar in ihr genaues Gegenteil umgedeutet wurden. So etwas kann man auf Dauer nur mittels Orwell’schem „Zwiedenken“ aushalten, also „Krieg ist Frieden, Freiheit ist Sklaverei, Unwissenheit ist Stärke“.
So hatten die ersten Predigten, die ich bei der FSSPX vernahm, geradezu Offenbarungswert. Von Himmel, Hölle, Fegefeuer hatte ich noch in keiner „Konzilspredigt“ etwas erfahren. Dort scheint es nur die sichtbare und nicht aber auch die unsichtbare Welt zu geben. Aber genau von der werden wir ernährt. Auf die sollte unsere sichtbare Welt ausgerichtet sein. Wenn Priester darüber schweigen und keine Orientierung mehr geben, was erwarten sie dann von den gläubigen Laien, die zu ihnen kommen?
Was mich an den Predigten bei den Jesuiten erst irritierte und dann an meinem Verstand zweifeln ließ, war der Umstand, daß der Inhalt der vorausgegangenen Lesung entweder völlig aufgeweicht und bisweilen sogar in ihr genaues Gegenteil umgedeutet wurden. So etwas kann man auf Dauer nur mittels Orwell’schem „Zwiedenken“ aushalten, also „Krieg ist Frieden, Freiheit ist Sklaverei, Unwissenheit ist Stärke“.
So hatten die ersten Predigten, die ich bei der FSSPX vernahm, geradezu Offenbarungswert. Von Himmel, Hölle, Fegefeuer hatte ich noch in keiner „Konzilspredigt“ etwas erfahren. Dort scheint es nur die sichtbare und nicht aber auch die unsichtbare Welt zu geben. Aber genau von der werden wir ernährt. Auf die sollte unsere sichtbare Welt ausgerichtet sein. Wenn Priester darüber schweigen und keine Orientierung mehr geben, was erwarten sie dann von den gläubigen Laien, die zu ihnen kommen?
Samstag, 7. Januar 2006 12:30
Marcel: Mehr Gnaden, mehr Verantwortung
Rit. Romanum schrieb: Es ging mir exakt genauso, aber es reichten dann nur wenige Messen im alten Ritus
bei der FSSPX, um den Unterschied zu erleben.
Erfreulich. Ja, es dauert in der Regel nur wenige hl. tridentinische Messen und Predigten bei der FSSPX, um den Unterschied zwischen den Religionen klar zu erkennen.
Mit „es dauerte einige Jahre“ meinte ich die Zeit, in der ich in den V.II-Kirchen herumirrte und erfolglos den katholischen Glauben und die ihn ausdrückende hl. Messe suchte. Viele irrten so herum und viele irren noch.
Mit Schismakeulen bin ich ohnehin nicht zu beindrucken
Erfreulich. Doch leider halten diese viele davon ab, die FSSPX praktisch kennenzulernen. Hier liegt Potential, sobald die nichtige Exkommunikation offiziell von Rom zurückgenommen wird.
Ob ich jetzt ein besserer Katholik bin, nur weil ich die alte Messe besuche?
Jetzt beginnt der schwierige Teil. Durch die deutlich größeren Gnaden, die man durch die hl. tridentinische Messe und die katholische Lehre der FSSPX erhält (*), „rutscht“ man auch in eine größere geistliche Verantwortung: Gebet, Glaubensleben, Mission, usw.
Es ist nicht mehr so billig wie in der Konzilskirche, wo man Gott einen lieben Mann sein läßt und ansonsten der Welt fröhnt, die des Teufels ist.
(*) incl. den großen Hilfen der „alten Kirche“, die es in der Konzilskirche so nicht mehr gibt. Z.B. die umfassenden Exorzismen und Weihen von Wasser, Salz, usw., gestern am Epiphaniefest.
Erfreulich. Ja, es dauert in der Regel nur wenige hl. tridentinische Messen und Predigten bei der FSSPX, um den Unterschied zwischen den Religionen klar zu erkennen.
Mit „es dauerte einige Jahre“ meinte ich die Zeit, in der ich in den V.II-Kirchen herumirrte und erfolglos den katholischen Glauben und die ihn ausdrückende hl. Messe suchte. Viele irrten so herum und viele irren noch.
Mit Schismakeulen bin ich ohnehin nicht zu beindrucken
Erfreulich. Doch leider halten diese viele davon ab, die FSSPX praktisch kennenzulernen. Hier liegt Potential, sobald die nichtige Exkommunikation offiziell von Rom zurückgenommen wird.
Ob ich jetzt ein besserer Katholik bin, nur weil ich die alte Messe besuche?
Jetzt beginnt der schwierige Teil. Durch die deutlich größeren Gnaden, die man durch die hl. tridentinische Messe und die katholische Lehre der FSSPX erhält (*), „rutscht“ man auch in eine größere geistliche Verantwortung: Gebet, Glaubensleben, Mission, usw.
Es ist nicht mehr so billig wie in der Konzilskirche, wo man Gott einen lieben Mann sein läßt und ansonsten der Welt fröhnt, die des Teufels ist.
(*) incl. den großen Hilfen der „alten Kirche“, die es in der Konzilskirche so nicht mehr gibt. Z.B. die umfassenden Exorzismen und Weihen von Wasser, Salz, usw., gestern am Epiphaniefest.
Samstag, 7. Januar 2006 11:28
Agiafortuni: Gotthard und sozialkatholisch
Euch beiden bin ich für den Hinweis auf ein mögliches Schisma äusserst dankbar, denn sie sehen das Problem in der richtigen Perspektive. Als Geschichtsphilosoph sieht man allerdings das Schisma in einem anderen Licht als der Dogmatiker und Kanoniker. Das Schisma bildet den Abschluss eines über längere Zeit sich vollziehenden Entfremdungsprozesses. Wird die Entfremdung wahrgenommen und werden daraus die Konsequenzen gezogen, so liegt das Schisma vor. Eine solche Entfremdung lag beim Tode Pius XII vor und damit war auch die Gefahr eines Schismas gegeben. Betroffen waren nicht die Dogmen, sondern die Glaubensregeln. Niemand – auch die Rechtläubigen nicht – waren bereit, um der Glaubensregeln Willen ein Schisma in Kauf zu nehmen. Dies dürfte der Grund sein, weshalb ein Leute von zweifelhafter Rechtgläubigkeit wie Roncalli, Montini schliesslich mit den Stimmen der Rechtgläubigen gewählt wurden. Von da her erhält die Kardinal Siri zugeschriebene Erklärung eine gewisse Gläubwürdigkeit. Obgleich mit dem Hinweis aufgefordert, dass die Wahl Montinis in eine Katastrophe enden würde, weigerte er sich gegen ihn anzutreten. Für diese Unterlassung hat er Gott am Ende seines Lebens um Verzeihung gebeten (Vgl.Benny Lai. Il Papa non eletto)
Samstag, 7. Januar 2006 08:53
Sozialkatholisch: Kaiser Konstantin
Als Kaiser Konstantin die offizielle Christenverfolgung beendete entwickelten sich mindestens drei Gruppen von Christen, zum einen die, die Verfolgung erlitten, Christus in der Verfolgung treu geblieben sind und es in der neuen Freiheit auch bleiben wollten. Dann noch die, die irgendwo noch Christen geblieben waren und sich in der Verfolgung nicht getraut hatten den falschen Göttern die Opfergabe zu verweigern… Dann waren da noch Leute die dem Christentum etwas abgewinnen konnten und weil es auf einmal Vorteilhaft war Christ zu werden es auch wurden. Ich kann da genau entgegengesetzte Gemeinsamkeiten zu der V2 Diskussion hier erkennen. Ich sehe die katholische Kirche heute auch in einer Krise, und durch das V2 sind viele Probleme aufgetaucht. Wenn wir einen Papst der Piusbruderschaft hätten wären wir noch lange nicht alle Probleme los, für die Gruppe die sich bedingungslos hinter dem Stellvertreter Christie stellen würden wäre vielleicht einiges besser. Wenn der Piuspapst aber keine Kompromisse eingehen würde, wäre ein Schisma aber sehr wahrscheinlich. Desshalb sollte man sich dem Christusgebet :“ Vater ich bitte dich das sie eins sind –--“ anschließen und das Pauluswort :„prüfet alles und das Gute behaltet“ dabei beherzigen.
Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für den Inhalt der Beiträge. Sie behält sich das Recht vor, Beiträge zu löschen sowie Leser aus der Debatte auszuschließen.





