Anfang Dezember sprach einer der vier Bischöfe der mit Rom im Streite liegenden Piusbruderschaft in einem Interview mit der traditionalistischen US- Webseite ‘Angelqueen’.
(kreuz.net, Buenos Aires) Interviewpartner war Bischof Richard Williamson (65). Er ist seit August 2003
Rektor des Priesterseminars der Piusbruderschaft in Argentinien. Das Seminar befindet sich in der Nähe
von Buenos Aires.
Bei diesem Treffen
sei man übereingekommen, daß die vier Bischöfe der Piusbruderschaft den Papst in einem Brief darum
bitten sollten, die über sie im Jahr 1988 verhängten „Exkommunikationen“ – Bischof Williamson benützt
Anführungszeichen – aufzuheben.
Doch bereits der Generalobere, Mons. Bernard Fellay, habe erklärt,
daß es schwierig sei, eine Formulierung zu finden, hinter der sowohl Rom als auch die Piusbruderschaft
stehen könne.
Er halte es nicht für wahrscheinlich, daß sich das Verhältnis zwischen der Bruderschaft
und Rom in naher Zukunft ändern werde.
„Selbst wenn Rom sich halb bekehren und die Piusbruderschaft
einen halben Verrat begehen würde, damit beide sich in der Mitte treffen könnten, würde der tödliche
Kampf zwischen Konziliarismus und Katholizismus weiterbestehen.“
Die Frage sei nicht, ob Rom oder die
Piusbruderschaft freundlich oder feindlich seien: „Es geht hier um zwei verschiedene, einander notwendigerweise
entgegengesetzte Religionen.“
Entscheidend sei nicht, daß die übrigen Katholiken positive Gefühle
für die Piusbruderschaft entwickelten, sondern daß sie im Glauben annehmen, was die Katholische Kirche
immer geglaubt hat.
Ein solcher Glaube schließe die neue humanistische Religion aus, die im Neuen Meßritus
von Paul VI. und in den 16 Dekreten des Zweiten Vatikanums verpackt sei.
Zu seiner Tätigkeit als Rektor
des Priesterseminars erklärt Mons. Williamson, daß dort ungefähr zwanzig Seminaristen studieren. Acht
Kandidaten befänden sich im Einführungskurs.
Unter den Bischöfen der Priesterbruderschaft werde er
oft als das schwarze Schaf hingestellt. Warum das so sei, wird der Bischof gefragt:
Engländer seien
dafür bekannt, exzentrisch zu sein. Er sei Engländer und deshalb wohl exzentrisch: „Obwohl ich zufälligerweise
zutiefst davon überzeugt bin, das Zentrum der Welt zu sein.“
Er sei 1971 durch die Gnade Gottes katholisch
geworden. 1972 sei er in das von Erzbischof Lefebvre gegründete Priesterseminar von Ecône, in der Walliser
Gemeinde Riddes im Südwesten der Schweiz eingetreten.
Er habe damals eingesehen, daß die neue Religion
des Konzils ein Teil des Problems und nicht ein Teil der Lösung sei.
Ob er sich weltlichen Freizeitbeschäftigungen
zuwende?
Die Arbeit eines Bischofs lasse ihm gewöhnlich nicht viel Freizeit. Aber er liebe es Beethoven
und Mozart zu hören.
Es sei – so der Einwurf des Interviewpartners – mehr über ihn publiziert worden,
als er über sich selber geschrieben oder gesagt habe: Ob er an dieser Stelle Falschinformationen korrigieren
oder etwas zu seinen Verleumdern sagen wolle?
„All meinen Verleumdern möchte ich nur sagen: »Weiter
so! Tut mir den Gefallen!« Aber ich möchte sie auch bitten, mich in ihre täglichen Gebete einzuschließen.“
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@sozialkatholisch Ich gebe aber zu bedenken das in der Amtskirche auch noch Christus verkündigt wird,
das dort auch noch Leute gibt die ehrfurchtsvoll eine Kniebeuge vorm Allerheiligsten machen. Das dort
noch Leute gibt die Christus ihr Leid aufopfern, sich bemühen im Einklang mit Gott zu leben, von Herzen
beten und sogar erhört werden. Das will ich in keiner Weise in Abrede stellen und jetzt anfangen, mich
über den Rest der Katholiken zu erheben, so nach dem Motto „Herr, ich danke dir, daß nicht bin wie jener“.
Was mich zu den Hl. Messen der FSSPX gehen läßt, liegt teilweise noch unterhalb der Artikulationsschwelle.
Da ist etwas, so meldet mir mein Empfinden, was ich in der Amtskirche nicht gefunden habe. Sicher verkündet
die Christus und nicht Buddha oder Krishna. Mein Empfinden jedoch, also das, was ich in mir finde, gibt
mir die Rückmeldung, daß das, was bei der FSSPX geschieht, stimmig ist. Dieses „Stimmigkeitsempfinden“
wurde bei den Jesuiten im Laufe der Zeit immer schwächer. Deren Gründer, der Hl. Ignatius, sprach von
der Wichtigkeit der Unterscheidung der Geister. Diese Unterscheidung wird im Unterschied zwischen der
alten und der neuen Messe für mich jetzt offenkundig.
@ Rituale Romanum Ich stimme ihnen zu das viele Predigten in der Amtskirche im gegensatz zur Piusbruderschaft
zu oberflächlich, lau und manchmal sogar unbiblisch sind. Ich gebe aber zu bedenken das in der Amtskirche
auch noch Christus verkündigt wird, das dort auch noch Leute gibt die ehrfurchtsvoll eine Kniebeuge vorm
Allerheiligsten machen. Das dort noch Leute gibt die Christus ihr Leid aufopfern, sich bemühen im Einklang
mit Gott zu leben, von Herzen beten und sogar erhört werden.
@Marcel: Geheimnis der gepredigten Konzilstheologie: Unwissenheit ist Stärke? zu den Predigten bei der
FSSPX: Was mich an den Predigten bei den Jesuiten erst irritierte und dann an meinem Verstand zweifeln
ließ, war der Umstand, daß der Inhalt der vorausgegangenen Lesung entweder völlig aufgeweicht und bisweilen
sogar in ihr genaues Gegenteil umgedeutet wurden. So etwas kann man auf Dauer nur mittels Orwell’schem
„Zwiedenken“ aushalten, also „Krieg ist Frieden, Freiheit ist Sklaverei, Unwissenheit ist Stärke“. So
hatten die ersten Predigten, die ich bei der FSSPX vernahm, geradezu Offenbarungswert. Von Himmel, Hölle,
Fegefeuer hatte ich noch in keiner „Konzilspredigt“ etwas erfahren. Dort scheint es nur die sichtbare
und nicht aber auch die unsichtbare Welt zu geben. Aber genau von der werden wir ernährt. Auf die sollte
unsere sichtbare Welt ausgerichtet sein. Wenn Priester darüber schweigen und keine Orientierung mehr
geben, was erwarten sie dann von den gläubigen Laien, die zu ihnen kommen?
Mehr Gnaden, mehr Verantwortung Rit. Romanum schrieb: Es ging mir exakt genauso, aber es reichten dann
nur wenige Messen im alten Ritus bei der FSSPX, um den Unterschied zu erleben. Erfreulich. Ja, es dauert
in der Regel nur wenige hl. tridentinische Messen und Predigten bei der FSSPX, um den Unterschied zwischen
den Religionen klar zu erkennen. Mit „es dauerte einige Jahre“ meinte ich die Zeit, in der ich in den
V.II-Kirchen herumirrte und erfolglos den katholischen Glauben und die ihn ausdrückende hl. Messe suchte.
Viele irrten so herum und viele irren noch. Mit Schismakeulen bin ich ohnehin nicht zu beindrucken Erfreulich.
Doch leider halten diese viele davon ab, die FSSPX praktisch kennenzulernen. Hier liegt Potential, sobald
die nichtige Exkommunikation offiziell von Rom zurückgenommen wird. Ob ich jetzt ein besserer Katholik
bin, nur weil ich die alte Messe besuche? Jetzt beginnt der schwierige Teil. Durch die deutlich größeren
Gnaden, die man durch die hl. tridentinische Messe und die katholische Lehre der FSSPX erhält (*), „rutscht“
man auch in eine größere geistliche Verantwortung: Gebet, Glaubensleben, Mission, usw. Es ist nicht
mehr so billig wie in der Konzilskirche, wo man Gott einen lieben Mann sein läßt und ansonsten der Welt
fröhnt, die des Teufels ist. (*) incl. den großen Hilfen der „alten Kirche“, die es in der Konzilskirche
so nicht mehr gibt. Z.B. die umfassenden Exorzismen und Weihen von Wasser, Salz, usw., gestern am Epiphaniefest.
#133 Agiafortuni 11:28:20 | Samstag, 7. Januar 2006
Gotthard und sozialkatholisch Euch beiden bin ich für den Hinweis auf ein mögliches Schisma äusserst
dankbar, denn sie sehen das Problem in der richtigen Perspektive. Als Geschichtsphilosoph sieht man allerdings
das Schisma in einem anderen Licht als der Dogmatiker und Kanoniker. Das Schisma bildet den Abschluss
eines über längere Zeit sich vollziehenden Entfremdungsprozesses. Wird die Entfremdung wahrgenommen
und werden daraus die Konsequenzen gezogen, so liegt das Schisma vor. Eine solche Entfremdung lag beim
Tode Pius XII vor und damit war auch die Gefahr eines Schismas gegeben. Betroffen waren nicht die Dogmen,
sondern die Glaubensregeln. Niemand – auch die Rechtläubigen nicht – waren bereit, um der Glaubensregeln
Willen ein Schisma in Kauf zu nehmen. Dies dürfte der Grund sein, weshalb ein Leute von zweifelhafter
Rechtgläubigkeit wie Roncalli, Montini schliesslich mit den Stimmen der Rechtgläubigen gewählt wurden.
Von da her erhält die Kardinal Siri zugeschriebene Erklärung eine gewisse Gläubwürdigkeit. Obgleich
mit dem Hinweis aufgefordert, dass die Wahl Montinis in eine Katastrophe enden würde, weigerte er sich
gegen ihn anzutreten. Für diese Unterlassung hat er Gott am Ende seines Lebens um Verzeihung gebeten
(Vgl.Benny Lai. Il Papa non eletto)
Kaiser Konstantin Als Kaiser Konstantin die offizielle Christenverfolgung beendete entwickelten sich mindestens
drei Gruppen von Christen, zum einen die, die Verfolgung erlitten, Christus in der Verfolgung treu geblieben
sind und es in der neuen Freiheit auch bleiben wollten. Dann noch die, die irgendwo noch Christen geblieben
waren und sich in der Verfolgung nicht getraut hatten den falschen Göttern die Opfergabe zu verweigern…
Dann waren da noch Leute die dem Christentum etwas abgewinnen konnten und weil es auf einmal Vorteilhaft
war Christ zu werden es auch wurden. Ich kann da genau entgegengesetzte Gemeinsamkeiten zu der V2 Diskussion
hier erkennen. Ich sehe die katholische Kirche heute auch in einer Krise, und durch das V2 sind viele
Probleme aufgetaucht. Wenn wir einen Papst der Piusbruderschaft hätten wären wir noch lange nicht alle
Probleme los, für die Gruppe die sich bedingungslos hinter dem Stellvertreter Christie stellen würden
wäre vielleicht einiges besser. Wenn der Piuspapst aber keine Kompromisse eingehen würde, wäre ein
Schisma aber sehr wahrscheinlich. Desshalb sollte man sich dem Christusgebet :“ Vater ich bitte dich das
sie eins sind –--“ anschließen und das Pauluswort :„prüfet alles und das Gute behaltet“ dabei beherzigen.
.ein Weg so viel Katholizismus wie nötig und so viel Oekumenismus wie möglich. auch hier die Frage:
was wäre an einer solchen Denkweise falsch? Sie käme dem Anliegen Jesu: ut unum sunt, sehr entgegen.wäre
wirklich ein Weg … Rückkehr ist ein Illusion- und Rückkehr wohin? 1517 gibt es nicht mehr … also
gibt es keinen Rückkehrhafen mehr … die Änderungen in den letzten 500 Jahren sind ohne die potentiellen
„Rückkehrer“ geschehen … also auch ohne ihre Mitwirkungsmöglichkeiten.
#130 Agiafortuni 23:58:35 | Freitag, 6. Januar 2006
Nochmals Pelagius Ihre Ausführungen haben mich nicht überzeugt, denn sie waren zu verschwommen. Ich
will versuchen einmal klarer zu sprechen und möchte mich dabei auf den grössten Hermeneuten des letzten
Jahrhunderts, der weder Philosoph noch Theologe sondern Musiker war. Nämlich Wilhelm Furtwängler, der
unübertroffene Interpret der grossen Meisterwerke der Tonkunst. Er pflegte zu sagen, man er kenne den
grossen Dirigenten daran, dass er nicht die Partitur sondern zwischen den Noten zu lesen verstehe. Gleiches
gilt für das Konzil. Man darf nicht beim Wortlaut stehen bleiben, sondern muss das lesen, was zwischen
den Zeilen steht. Auch Benedikt den XVI kann man nur so verstehen. Ein Text ist nicht nur eine Ansammlung
von Worten, sondern auch eine Willenserklärung und jede Willenserklärung steht in einem Gesammtzusammenhang.
Ihn aufzuzeigen heisst sie systematisch auslegen. Mit jeder Willenserklärung wird auch ein Anliegen zum
Ausdruck gebracht. Dieses Anliegen bildet den Leitgedanken aus welchem sich die übrigen Gedanken herleiten.
Der Leitgedanke des Konzils hiess: so viel Katholizismus wie nötig und so viel Oekumenismus wie möglich.
Natürlich konnte das Katholische nicht völlig weggelassen werden, doch wollte man nicht mehr als erforderlich
darüber hören. Gerne berichte ich Ihnen mehr darüber aber leider steht mir nicht ausreichend Platz
zur Verfügung.
@Marcel Meine genannten Beispiele sind weder extrem, noch Ausnahmen. Es dauerte einige Jahre, bis ich
es merkte. Es ging mir exakt genauso, aber es reichten dann nur wenige Messen im alten Ritus bei der FSSPX,
um den Unterschied zu erleben. Mit Schismakeulen bin ich ohnehin nicht zu beindrucken, ganz im Gegenteil,
das hat mich dann noch besonders gereizt, weils von der Amtskirche verboten ist. Ob ich jetzt ein besserer
Katholik bin, nur weil ich die alte Messe besuche? Vermutlich nicht! Ich fühle mich nur wohler dort,
weil ich’s für stimmig halte, was dort geschieht … so ganz subjektiv und völlig untheologisch gesprochen.
Was die alte Messe in ihrem Wesen ist, kann nur durch den Besuch derselben erfahren werden. Ich kann es
nur jedem Katholiken empfehlen. Besucht doch mal die Messe bei FSSPX und wenn ihr hernach zur Erkenntnis
kommen solltet, das sei nichts für euch, dann wißt ihr wenigstens was ihr ablehnt.
@ Marcel Ich habe auch keine Grundsatzdiskussion (von Adam und Eva an) gewollt. Ich bin ja kein Narr,
der vor den Zuständen innerhalb der Kirche die Augen verschließt. Nur, dass ich einer „neuen Religion“
angehören soll kann ich verständlicherweise nicht akzeptieren. In diesem Punkt täten die FSSPX-Oberen
mE gut daran, auf Kritiken (auch von wohlmeinender Seite) zu hören. Zumal es einfach nicht schlüssig
ist: Nur weil die Gemeinden x,y und z Häretiker im Kommunionunterricht haben, kann der Indio A und der
Asiate B nicht aufeinmal Anhänger einer neuen Religion sein. Dieses Bild ist eine schädlicher Kampfbegriff,
der das Problem und die Zustände nicht zu beschreiben vermag. Der unkatholische Ortspfarrer leitet den
„katholischen“ Kindergarten Tja, ich weiß ja, dass es bei der FSSPX anders ist, aber die kirchlichen
Kindergärten sind in Wirklichkeit keine. Der Anteil der Trägerschaft der Kommunen beträgt in den meisten
Fällen weit über 80%. Die Leitungsgewalt des Pfarrers geht gegen 0. Man kann natürlich darüber streiten,
wie sinnvoll eine solche Konstruktion ist. Ich halte nichts davon.
Rekurs(ion) Benedikt schrieb: aggressiven Unterton Der Oberton war: nicht ständig bei Adam und Eva anfangen
zu müssen. {„Die Ökumenismusfalle“} Der Ökumenismus ist ein Problem der Kirche, aber keine Begründung
für die Annahme, es sei eine neue Religion entstanden. Lesen Sie Mays Buch. Es zeigt: der Ökumenismus
ist das Trojanische Pferd in der Stadt Gottes; er war Dreh- und Angelpunkt für die Irrwege während V.II
und ist es in der Konzilskirche. Es wird klar, wieso die FSSPX als Hauptschrift nach Rom sandte: Vom Ökumenismus
zur schweigenden Apostasie www.fsspx.org/…ehre/Krise/krise.htm. Dominus Jesus Die übliche Vermischung
von Wahrheit mit (neuem V.II-) Irrtum. Auch Papst Johannes Paul II., ja sogar Kardinal Lehmann (!) haben
sich gegen Dinge wie Interkommunion usw. ausgesprochen. … und ihn höchstpersönlich praktiziert. Aber
bei Katechisten und Kindergärtnern ist die Inquisition sicher nicht vorbeigekommen. Der unkatholische
Ortspfarrer leitet den „katholischen“ Kindergarten und besucht ihn regelmäßig. Der unkatholische Diözsenbischof
leitet den Ortspfarrer und den unkatholischen Theologen, der den Katechisten unkatholisch ausbildet. Usw.
Konrad schrieb: trotzdem sind die erwähnten Beispiele ja extrem und nicht etwa repräsentativ. Meine
genannten Beispiele sind weder extrem, noch Ausnahmen. Es dauerte einige Jahre, bis ich es merkte.
@ Marcel Der Grund für Ihren doch sehr aggressiven Unterton verstehe ich nicht. Ich habe völlig normale
Fragen gestellt. Was das Buch „Die Ökumenismusfalle“ mit Ihren Ausführungen weiter unten zu tun hat,
ist nicht nachvollziehbar. Der Ökumenismus ist ein Problem der Kirche, aber keine Begründung für die
Annahme, es sei eine neue Religion entstanden. Im übrigen gibt es in der Kirche nicht nur lauter Ökumeniker,
sondern auch solche, die diesen Prozess kritisch betrachten. Einer von ihnen nennt sich Benedikt XVI.,
auf den „Dominus Jesus“ eindeutig zurückgeht. Auch Papst Johannes Paul II., ja sogar Kardinal Lehmann
(!) haben sich gegen Dinge wie Interkommunion usw. ausgesprochen. Die überwältigende Mehrheit der Häretiker
konnte somit enttarnt, verwarnt/verdammt und ihr schriftliches Gift auf den Index gesetzt werden. Sehr
richtig. Aber bei Katechisten und Kindergärtnern ist die Inquisition sicher nicht vorbeigekommen. Die
Allmacht des Offiziums wird doch ein wenig überschätzt. Was irgendein Prediger im Kongo seinen 50 Schäfchen
erzählt, konnte sie sicher nicht nachprüfen. Wenn Sie ein Buch über Ratzingers Arbeit lesen, werden
Sie feststellen, dass diese Arbeit bis heute andauert: Kampf gegen Befreiungstheologie, rel. Pluralismus
usw. usf. die Liste ist lang. P. May in die Indult-Messe Indultmesse wie man es nimmt. Soweit ich weiß
hat er die Einführung des NOM einfach ignoriert. Er hört sich nicht an wie jemand, der sich für Indultpapiere
interessiert.
Regensburg Sollte die Reform in Regensburg nicht gelingen, Was ist denn dort Reform? In Regensburg erhabt
ein machtlüsterner Bischof sein Haupt …darum steht er auch alleine da…
Keine Quadratur des Kreises Benedikt schrieb: ob es Indiz für eine generelle Apostasie ist, nur weil
es in der Kirche Menschen mit protestantisierten Glaubensvorstellungen gibt. Sie gehen doch zu P. May
in die Indult-Messe. Bevor Sie sein Buch „Die Ökumenismusfalle“ nicht gelesen und verstanden haben, rede
ich mit Ihnen über das Thema Kirchenkrise gar nicht mehr. Dieser Professor für Kirchenrecht und -historie
hat neben anderen die Grundlage geschafffen, auf der diese Diskussion hier erst aufsetzt. Den festen Glaubensblock,
den vermutlich jeder gerne hätte hat es schlicht und einfach nie gegeben. Es gab im Regelfall in der
Kirche einen Glaubensblock, der unter dem Papst von der hl. Inquisition durchgesetzt wurde, die daher
über allen Kongregationen stand. Die überwältigende Mehrheit der Häretiker konnte somit enttarnt,
verwarnt/verdammt und ihr schriftliches Gift auf den Index gesetzt werden. Z.B. standen die führenden
Theologen des V.II noch am Vorabend des V.II auf dem Index – einige von ihnen (wie Ratzinger) auch „nur“
unter Häresieverdacht (damals kein Kavaliersdelikt). Nach dem V.II bekleideten diese Herren hohe Ämter.
Sie verstehen den Ernst der heutigen Situation leider nicht. Leider kennt die Kirchengeschichte einige
Kirchenkrisen; allerdings ist die der „Konzilskirche“ ganz sicher die größte aller bisherigen – und
vermutlich auch letzte. Damit genug vorerst; meine Beispiele waren keine Ausnahmen und ich werde auch
nicht im Kreis „diskutieren“.
@ Evelin Die Schriften und Reden Luthers, Marx’ und Hitlers waren ganz in Ordnung, Das soll wohl ein Witz
sein. Nennen Sie mal eine dieser positiven Schriften und Reden Hitlers. Hitler haben die Leute nicht zugehört,
weil er Wahrheiten verkündet hat, sondern weil er ein entsetzlicher Demagoge war, dessen Intimus Goebbels
das Volk währenddessen mit pausenlosen Lügen und Irrlehren vergiftet hat. @ Marcel Eine wirkliche Replik
ist das aber nicht. Es ist zumindest keine Antwort darauf, ob es Indiz für eine generelle Apostasie ist,
nur weil es in der Kirche Menschen mit protestantisierten Glaubensvorstellungen gibt. Den festen Glaubensblock,
den vermutlich jeder gerne hätte hat es schlicht und einfach nie gegeben.
S.g. Herr Marcel die These von den „zwei Religionen“ ist nicht ganz von der Hand zu weisen, trotzdem sind
die erwähnten Beispiele ja extrem und nicht etwa repräsentativ. Es gibt die Enzyklika „Ecclesia de eucharistia“
und die Instruktion „Redemptionis sacramentum“ – damit hat „Rom“ eine klare Richtung vorgegeben, die nun
in den Diözesen und Pfarreien umzusetzen ist. Die Frage bleibt: hat die Kirche dazu die nötigen Leute,
Bischöfe und Pfarrer, die den Anweisungen des Lehramtes gehorchen und sie auch gegen Widerstände durchsetzen?
Leider wird derzeit der Bischof von Regensburg schmählich im Stich gelassen, nicht von Rom, wohl aber
von Harmoniesüchtigen Bischofskollegen. Episcopus episcopo lupus est! Sollte die Reform in Regensburg
nicht gelingen, wird man an andere Konsequenzen, bis hin zum prophetischen Widerstand der FSSPX, denken
müssen. Aber noch kämpfen wir cum und sub Petro, wie es sich für Katholiken seit 1870 gehört!
Papiertiger in Faltkunst Benedikt schrieb: Ich begreife auch in dieser Hinsicht nicht, warum die FSSPX
dann noch eine Gemeinschaft mit dieser Religion haben möchte. Die FSSPX möchte keine Einheit auf Kosten
der Wahrheit. Siehe gleichnamiges Buch von Dr. Barth. Die FSSPX möchte, daß die Konzilskirchenführung
wieder zum ganzen apostolischen katholischen Glauben zurückkehrt. Nicht weniger. Dann ist Einheit „automatisch“.
Bis dahin möchte die FSSPX, daß die Konzilskirchenführung die hl. Messe aller Zeiten ohne Indult-Bedingung
freigibt, wie vom hl. Pius V. eindeutig deklariert, damit die Gnaden aus dem Meßopfer wieder im großen
Stil fließen können. Die FSSPX möchte zudem, daß die nichtige Exkommunikationsfeststellung von 1988
aufgelöst wird, damit jeder Katholik ohne Schismakeulenangst zur FSSPX gehen kann. Es ist jedenfalls
unhaltbar, wegen einer Halloweenfeier in einem Kindergarten eine zentrale Apostasie von 1 Mrd. Katholiken
zu konstruieren. Sie sind sicherlich der ungekrönte Forumskönig der Beschöniger, Herunterspieler und
Relativierer. Zu einer „Lösung“ kommen Sie durch solches gedankliches Kurzstreckendenken aber leider
nicht, das kann ich Ihnen versichern. Spielen Sie eigentlich Schach? Haben 2,5 oder 5 oder 10% der laut
Taufschein „Katholiken“ genannten Deutschen noch den katholischen Glauben? Rechnen Sie das einmal auf
Europa um, nehmen die USA hinzu, Afrika, usw. Ich verstehe durchaus Ihre ernste Sorge und ihr Anliegen
Nein.
Luther, Marx und Hitler erlitten das gleich Schicksal wie V2 Die Herren Luther, Marx und Hitler haben
nicht nur Irrtümer, sondern auch Wahrheiten verbreitet, sonst hätten sie wohl kein Gehör gefunden.
Ihre Irrtümer sind durch ihre ebenfalls geschriebenen und gesagten Wahrheiten nicht gerechtfertigt. Die
Früchte ihres Wirkens entsprangen hauptsächlich ihren Irrtümern, welche sie für die Geschichte der
Menschheit bedeutend machen. Ich nehme an, diesbezüglich besteht Konsens. Bei V2 gehen die p.t. Post-V2-Theologen
und pro-V2-Sympathisanten die umgekehrte Argumentation. Die Irrtümer von V2 sind durch die dort ebenfalls
gesagten Wahrheiten gerechtfertigt. Negative Früchte von V2 gäbe es nicht, es handle sich nur um Fehlinterpretationen
desselben, hervorgerufen durch falsche Einstellungen („Geist des Konzils“). Wer a sagt, muß auch b sagen:
Nur weil die jeweiligen Zeitgenossen die Schriften und Reden der genannten Herren nicht richtig – nämlich
anhand der ebenfalls erwähnten Wahrheiten – interpretiert haben, haben sie diese mißverstanden und falsch
begriffen. Wegen der dummen Leute mit ihren falschen Einstellungen, die sich als ihre Anhänger verstanden,
konnten die guten Gedanken dieser Persönlichkeiten nicht zur Geltung kommen. Die Schriften und Reden
Luthers, Marx’ und Hitlers waren ganz in Ordnung, schädlich war nur der „Geist des Protestantismus, des
Marxismus und des Nationalsozialismus“. Der Gatte der Evelin
Papiertiger im Konzilskirchendschungel Gunther schrieb: Die von Ihnen aufgereihten Phänomene sind nicht
zu leugnen und nicht wegzudisputieren, aber sie beschreiben nicht die Kirche Die Glaubensnotsituation
der Mehrheit der tatsächlichen Katholiken in der „Konzilskirche“. Es gibt auch in dem, was Sie Konzilskirche
nennen, Ich wiederhole es gerne zum 99. Mal für meine modernen Freunde: den Ausdruck „Konzilskirche“
prägte Paul VI. und andere modernistischen Würdenträger, um sich gegen die „alte Kirche“ abzusetzen.
noch den wahren katholischen Glauben und die wahre katholische Liturgie. In der katholischen Kirche, ja;
z.B. in bei der FSSPX und einigen verstreuten Einzelkämpfern (z.B. bei P. May). Es ist allein schon deshalb
nicht recht, weil Jesus Christus noch immer ihr Haupt ist. Die „Arianismuskirche“ unter dem Bischof von
Rom hatte nicht den katholischen Glauben. Dennoch blieb Christus Haupt der Kirche und rettete sie schließlich.
Nicht anders heute. Benedikt schrieb: Ihre Beispiele sind schlimm, das ist zugegeben. Allein: Es ist eben
keine Begründung für die These von zwei Religionen Für Theoretiker kann eine Hummel nicht fliegen.
Hüpfen Sie von Indult zu Indult. Wer bis zu Ende denkt, evtl. noch Frau und Kind hat, evtl. die nötige
Portion Gnade erhielt (kein Eigenverdienst), und evtl. weiß, daß eine Quanität von Fliegen nichts über
die Qualität des Objektes aussagt, kommt zu anderen Schlüssen.
@ Marcel Ihre Beispiele sind schlimm, das ist zugegeben. Allein: Es ist eben keine Begründung für die
These von zwei Religionen, die im übrigen eindeutig als schismatisch bezeichnet werden kann. Ich begreife
auch in dieser Hinsicht nicht, warum die FSSPX dann noch eine Gemeinschaft mit dieser Religion haben möchte.
Ist das jetzt Religionsfreiheit a la FSSPX oder wie? Sie sollten davon abkommen zu insistieren, die Katholische
Kirche wäre vor dem Konzil ein Monolith gewesen, in dem es nur lauter kleine Lefebvres und Sartos gegeben
hat. Das ist einfach Unsinn, es hat in der Kirche schon immer theologische Streitigkeiten gegeben und
zwar auch um den Syllabus und nicht erst seit 1962. Wenn die FSSPX darauf aus ist, sich selbst als Modell
für die ganze Kirche anzubieten, dann wird sie scheitern, da dies bei einer solchen Menge nicht möglich
ist und auch NOCH NIE der Fall war. Es ist jedenfalls unhaltbar, wegen einer Halloweenfeier in einem Kindergarten
eine zentrale Apostasie von 1 Mrd. Katholiken zu konstruieren. Im übrigen muss man sich fragen wie hilfreich
es ist, sich gegen solche Mißbräuche einzumauern, anstatt dagegen vorzugehen. Ich verstehe durchaus
Ihre ernste Sorge und ihr Anliegen, aber mit so einer Vorgehensweise löst man einfach keines der Probleme.
Wichtig für die Problemlösung ist vor allem der Papst, weswegen es völlig sinnlos ist, ihn hier nach
allen Regeln der Kunst zu diskreditieren.
@Marcel Die von Ihnen aufgereihten Phänomene sind nicht zu leugnen und nicht wegzudisputieren, aber sie
beschreiben nicht die Kirche als ganze. Es gibt auch in dem, was Sie Konzilskirche nennen, noch den wahren
katholischen Glauben und die wahre katholische Liturgie. Möglicherweise in der Minderheit, aber es ist
da. Deshalb befindet sich die Kirche wohl in der tiefsten Krise ihres Bestehens, aber es ist nicht recht,
sie nicht mehr katholisch zu nennen. Es ist allein schon deshalb nicht recht, weil Jesus Christus noch
immer ihr Haupt ist.
Nie wieder NOM, oder: Der nachkonziliare Glaube ist nicht der überlieferte katholische (2 von 2) Wer
in der sich selbstzerstörenden „Konzilskirche“ aufwuchs und lebte, weiß gut, daß die Religion der real
existierenden Konzilskirche nicht die katholische Religion ist. Der Einwand: „einzelne Ausuferungen“ ist
abgeschmettert. 20 Jahre Konzilskirche am eigenen Leib, dann Wiederholung des Greuels beim Nachwuchs,
danach ein Jahr FSSPX: dort erst fanden wir den katholischen Glauben! Ein paar „Höhepunkte“ aus gewöhnlichen
„katholischen“ Kindergärten, Schulen, NOM-„Messen“, Weiterbildungen, usw. : * Halloween- und andere Spektakel-„Messen“
in den Ortsgemeinden (mit Rockmusik während der „Wandlung“), in der nicht mehr das vom Konzil von Trient
definierte Meßopfer dargebracht wird; * Beichten – so überhaupt angeboten –, in der der Ortspfarrer
auf 3/4 der gebeichteten Sünden erklärt, daß das keine Sünden seien und man sie daher auch nicht beichten
soll; * vom Ortspfarrer empfohlene „katholische“ Fortbildungen, in der Diplomtheologen einen mit Häresien
überschüttet (O-Ton: „die heutige Theologie löst sich völlig vom Opfergedanken der Messe“); * „katholische“
Kindergärten und schulischer Religionsunterricht, in welchen die Kleinen mit Häresien, Esoterik und
anderem satanischen Zeug überhäuft werden; * Bastelstunden im „katholischen“ Kindergarten, in den Hexen-
und Halloween-Lampions verbrochen und damit dann „St.-Martins“-Unzüge veranstaltet werden; * Erstkommunionsunterricht
in der „katholischen“ Gemeinde, geleitet von häretischen Laien oder gleich Protestanten; * uvm.
@Marcel – Der nachkonziliare Glaube ist nicht der überlieferte katholische Nur zwei Monate Besuch der
alten Messe bei der FSSPX genügten, um mich in der nachkonzialiaren kaum noch zurechtzufinden. Fürbitten
für die Opfer des Antisemitismus, Predigten, deren Inhalte so schwammig sind, als seien sie Ratgeberseiten
von Illustrierten entnommen, Shake-Hands-Friedensgrüße, Volksaltar und Handkommunion. Ich denke, ich
gehe dort einfach nicht mehr hin.
Der nachkonziliare Glaube ist nicht der überlieferte katholische (1 von 2) Sicherlich liegen zwei Religionen
vor, wie Erzbischof Lefebvre, Bischof Castro de Mayer und die von ihnen geweihten Bischöfe immer wieder
darleg(t)en. Auf der einen Seite steht der überlieferte katholische Glaube, wie er seit über 1900 Jahren
von den Aposteln gelehrt und heute noch von der FSSPX und verteilten Einzelstreitern – den „Lichtern“
im Klerus, um P. Schmidberger zu zitieren – hochgehalten wird. Anhand vorkonziliarer Katechismen, Bücher,
päpstlichen Lehrschreiben, der Erzählung der Altforderen, uam., kann sich auch der Laie ein gutes Bild
von diesem Glauben machen. Auf der anderen Seite steht der nachkonziliare Glaube, der eine nichtkatholische
Mischung aus Wahrheit und Irrtum darstellt, aus dem V.II und allen seinen Reformen hervorgegangen ist
und von der überwältigenden Mehrheit der Bischöfe, Priester und Laien geglaubt und gelehrt wird. Die
paar Traditionskatholiken im Forum haben alles wesentliche gesagt; besonders MK28 hat die Zusammenfassung
geliefert: Die Kirche muß zusehen, daß schnellsmöglichst die V.II-Texte und alle ihre Reformen verschwinden,
bevor die Kirche komplett zerstört ist. Sowie, daß die Praxis wesentlich aussagekräftiger ist als Theorie
und papierne Theologie. Deswegen wiederhole ich in einem zweiten Textchen noch ein paar praktische Beispiele
aus der real existierenden Konzilskirche, wie sie jeder Mensch mit Augen und Verstand tagtäglich erleben
kann – so er will.
Corpus Christi Mysticum Es ist in der Tat die Tendenz einer Richtung innerhalb der neueren Ekklesiologie
(und zwar der gläubigeren, die nicht alles in Soziologie auflöst), das „Mysticum“ gegenüber dem „Corpus“,
also den Geheimnischarakter gegenüber der körperlich-sichtbaren Dimension hervorzuheben. Niemand, der
die Kirche gläubigen Blickes betrachtet, wird einer solchen Sichtweise die Legitimität absprechen, wenn
sie sich nicht gegen die Sichtbarkeit und die rechtliche Verfaßtheit des Leibes Christi wendet. Bei Kardinal
Ratzinger / Benedikt XVI. war das niemals der Fall. Im Gegenteil, seine Stellungnahmen zum Thema waren
stets von dem Bemühen durchdrungen, Logos und Sarx, Ideales und Konkretes, Unveränderliches und Geschichtlichkeit,
Pneuma und Recht etc. zusammenzuschauen. Übrigens haben tatsächlich Theologen aus der „Corpus Christi
Mysticum“-Ekklesiologie übertriebene Folgerungen abgeleitet. Pius XII. nennt selbst solche Gefahren in
seinem Rundschreiben, und in Deutschland kam es sogar zu Indizierungen entsprechender Bücher. Die Theologiegeschichte
im allgemeinen und die Ekklesiologie im besonderen ist nun einmal ein Wechselspiel unterschiedlicher Betrachtungsweisen,
die das letztlich unfaßbare Mysterium von verschiedenen Seiten betrachten und dabei zu oftmals komplementären
Aussagen gelangen. Erst wenn ein eigentlich offenbarungsgemäßer Ansatz sich gegen einen anderen, ebenfalls
der Offenbarung entsprechenden absetzt und verabsolutiert, steht die Häresie in der Tür.
#112 Dr. Otterbeck 05:53:23 | Freitag, 6. Januar 2006
Von Adam an Karl Adam. Wesen des Katholizismus, 13. Aufl. 1957, S. 137 f. „Entscheidend ist…, dass das
Grundwort der Verheißung Jesu, das Wort vom Felsen, schon lange bevor Matthäus sein Evangelium schrieb, …
in der Urchristenheit bekannt und anerkannt war.“
#111 Agiafortuni 22:28:17 | Donnerstag, 5. Januar 2006
Pelagius Gerne gebe ich Ihnen die gewünschte Auskunft. Dazu gibt es verschiedene Stellungnahmen. Als
erstes möchte ich seine Schrift: „Das Konzil auf dem Weg, Rückblick auf die zweite Sitzungsperiode“.
Dort setzt er sich ausgiebig damit auseinander. Auf Seite 21 lobt er den oekumenischen Charakter der Rede
Pauls VI mit dem Hinweis: dass sie nicht aus irgendeiner noch so wertvollen Schultheologie gedacht war,
sondern unmittelbar aus dem christlichen Ursprung, der uns alle eint.“ Auf Seite 26 bemerkt er, die Enzyklika
Mystici Corporis sei gegenüber der Ekklesiologie des hl.Robert Bellarmin ein Schritt nach vorne, um weiterzufahren,
sie könne „angesichts ihres stark zugespitzten Begriffs von der Sichtbarkeit der Kirche den positiven
Charakter der von Rom getrennten Christen kaum noc“ ausdrücken, und ausserdem habe „die zu einseitige
Konstruktion des Kirchenbegriffs von der Idee des mystischen Christusleibes in mancher Hinsicht eine Einseitigkeit
begünstigt, die sich vor allem in Deutschland in dem Gedanken der Kirche als fortlebenden Christus äusserte,
woraus leicht eine falsche Identifikation von Christus und Kirche erwachsen kann.“ Auf dieses Thema kommt
er ebenfalls in seiner Aufsatzsammlung (S.22 ff) „Kirche, Oekumene und Politik“ zu sprechen. Gerne will
ich Ihnen mehr darüber berichten, wenn Sie mir sagen, wie ich Sie per E-mail erreichen kann.
#110 Irenäus 21:18:58 | Donnerstag, 5. Januar 2006
liberale Exegese Leserin „catharina“ scheint über meine Kritik nicht gerade erfreut gewesen zu sein;
aber wenn man sich die Erklärungen der Bibelkommission anschaut, dann bekommt man schon an der Rechtgläubigkeit
der dortigen Leute so seine Zweifel. Da wird zwischen den unbestrittenen echten Paulusbriefen und den
anderen Briefen unterschieden. Da ist von einem Deuterojesaja die Rede. Und wer war seiner Zeit verantwörtlich
für die Bibelkommission verantwortlich? Ratzinger! Insofern sind meine Bedenken durchaus berechtigt.
#109 Pelagius 21:04:06 | Donnerstag, 5. Januar 2006
Fragen an Dr. Regazzoni Werter Herr Dr. Regazzoni, ehrlich gesagt habe ich erhebliche Schwierigkeiten
mit den interreligiösen Friedensgebeten in Assisi und anderswo. Das Wohlgefallen des Papstes Pius XI.
hätten sie wohl kaum gefunden. Auch der jetzige Papst gilt nicht als Freund solcher Unternehmungen. Wo
aber ist der direkte Bezug zu Texten des Vaticanum II? Meinen Sie die Freundlichkeiten, die da über andere
Religionen geäußert werden, enthielten schon einen Auftrag zu derlei Friedensgebeten? Oder welche Stellen
meinen sie genau? Es sollte ja doch um Widersprüche der Konzilstexte zu den drei Enzykliken gehen, nicht
wahr? Weitere Frage: Wo genau distanziert sich Papst Benedikt XVI. von der Ekklesiologie des letzten Piuspapstes?
Als scholastisch geschulter Denker dürften Sie im übrigen wissen, daß es mit der Identifikation von
Jesus und der Kirche so eine Sache ist. Man muß auf jeden Fall saubere Distinktionen vornehmen und die
Ebenen unterscheiden. Aber bitte, belehren Sie mich, wie es einem Herrn Dr. ja wohl zusteht. Welche Stellen
meinen Sie – im Zweiten Vaticanum, in den Büchern Benedikts (und demgegenüber auch in Mytici Corporis)?
#108 Agiafortuni 18:34:00 | Donnerstag, 5. Januar 2006
Pelagius Korrekterweise hätten Sie meinen ganzen Text zitieren sollen und nicht nur Ausschnitte. Das
zweifache Jammerspiel Jopas II von Assisi steht eindeutig im Widerspruch zu Mortalium animos. Jopa tat
es unter Berufung auf das Konzil. Ausserdem vertritt V2 eine entstellte Ekklesiologie und falls Sie Ratzinger
gelesen haben, wissen Sie das Ratzinger Mystici Corporis deswegen zurückweist, weil die Kirche mit Christus
identifiziert wird.
#107 Pelagius 18:19:46 | Donnerstag, 5. Januar 2006
Zweierlei Staat Werter Irenäus, im modernen, laizistischen, religionsindifferenten bis -feindl. Staat
wird die Kirche nicht mehr fordern können als das Recht auf Religionsfreiheit. Interessant: Auf dem Konzil
waren Stimmen aus der Sowjetzone für eine solche Erklärung. Es gilt eben den zeitgeschichtl. Hintergrund
zu berücksichtigen. (Daß dann die vatikan. Politik sich gegenüber Ländern mit kathol. Staatsreligion
ungünstig verhalten hat, ist überaus bedauerlich, steht aber auf einem anderen Blatt.) Die Kirche weiß
weiterhin um die objektive Verpflichtung eines jeden Menschen zur wahren Religion; das bringt DH eigens
zum Ausdruck, und man braucht in dieser Formulierung wirklich keine Verhüllungstaktik erblicken. Gewiß
ist die Verbreitung rel. Irrtums in sich eine Gefährdung der öffentl. Ordnung, wo diese noch besteht
oder staatlich angestrebt wird. Herrscht hingegen Relativismus, so wird die Kirche dafür zu kämpfen
haben, daß dem einzelnen die volle Freiheit seiner Religionsausübung belassen bleibt. Ein oft sehr harter
Kampf! Anspruchsvoll ist die Aufgabe, dem Prinzip treu zu bleiben und es doch flexibel auf die gegebene
Situation anzuwenden. Gerade vor dieser Spannung darf man sich nicht drücken. Kard. Ratzinger hatte recht,
diesen Staat (den modernen, laizistischen) in Glaubensbelangen für inkompetent zu erklären. Ich möchte
Urteile über solche Fragen wirklich nicht von Frau Merkel oder Herrn Schröder entscheiden lassen. Die
sollen mich religiös wenigstens in Ruhe lassen!
#106 Irenäus 17:20:16 | Donnerstag, 5. Januar 2006
nicht überzeugend @Pelagius: es ist zunächst mal erfreulich, daß sich jemand dazu bereit gefunden hat,
mir eine sachliche Antwort auf meinen Einwand zu geben. Doch dieser Harmonisierungsversuch überzeugt
nicht ganz; DH vertritt gerade den Standpunkt, daß aufgrund des Naturrechtes jeder öffentlich irgendeine
Religion zu praktizieren, sofern dies nicht die öffentliche Ordnung gefährdet. Gerade hier liegt der
Knackpunkt: wenn man unter Gefährdung des Seelenheiles der Mitbürger eine Störung der öffentlichen
Ordnung sehen würde, wäre DH mit der Tradition vereinbar. Aber gerade so hat man es eben nicht verstanden.
Aus dem Prinzip, daß man niemanden zum Glauben zwingen darf, folgt nun mal nicht, daß der Staat jeder
Religion eine öffentliche Ausübung gewähren darf. @catharina: ich darf Sie beruhigen, ich habe nicht
die Absicht, über den Papst den Stab zu brechen. Allerdings haben einige Heilige die Päpste öffentlich
kritisiert. Das Einfordern eines Kritikverbotes wird von der Aufklärung, der Benedikt XVI sich ja verpflichtet
weiß, durchaus zu recht als Kennzeichnen irrationalen Denkens angesehen.
#104 Pelagius 16:57:09 | Donnerstag, 5. Januar 2006
Dignitatis humanae und die Tradition Meiner bescheidenen Meinung nach gibt es eine beachtliche Anzahl
von Versuchen, die Erklärung über die Religionsfreiheit in Einklang mit früheren Stellungnahmen über
diese Frage zu bringen. Der Gründer einer dominikanischen Gemeinschaft in Frankreich ist sogar eigens
vom Sedisvakantismus zur Anerkennung der römischen Autoritäten zurückgekehrt, weil ihm aufging, daß
DH nicht häretisch sei… Wichtig scheint mir die jüngst von Papst Benedikt dargelegte Wahrheit zu sein,
daß Stellungnahmen der Kirche zu kontingenten Dingen zwar aus absoluten Prinzipien hervorgehen, doch
in der Anwendung auf die entsprechenden Gegebenheiten selbst nicht absolut sein können. In diesem Sinne
betont ja auch Dignitatis humanae, die bisherige Lehre (also das Prinzip) bleibe bestehen, während es
gelte, einer konkreten Sachlage gerecht zu werden. Daß niemand zum Glauben gezwungen werden kann, ist
eine Binsenweisheit, die von der Kirche immer festgehalten wurde. Daß die Freiheit im Bereich der Religion
ein hohes (wenn auch leider oft mißbrauchtes) Gut ist, dürfte ebenfalls klar sein. Wie nun aber in einer
bestimmten Epoche das Verhältnis zwischen göttlichem Anspruch und menschlicher Verpflichtung zur Gottesverehrung
(auch zur sozialen) auf der einen Seite, Freiheit des Individuums in der durch Totalitarismen bedrohten
Gemeinschaft andererseits dargelegt werde, läßt wohl einigen Ermessensspielraum zu, oder?
#103 Rudolphus 16:56:34 | Donnerstag, 5. Januar 2006
Sachliche Auseinandersetzung über die Auffassung des Papstes ist möglich und sogar notwendig. Oremus
pro pontefice nostro Benedicto, Dominus conservet eum, et vivificet eum …
#102 catharina 16:45:43 | Donnerstag, 5. Januar 2006
Irenäus! „Ob Benedikt XVI selber von der göttlichen Einsetzung des Papsttums überzeugt ist? Schließlich
wird ja heute Matthäus 16,17-19 nicht als echtes Herrenwort angesehen. Und daß er mit der liberalen
Exegese sympathisiert, dürfte ja allgemein bekannt sein.“ Irenäus, sehen Sie sich befugt, über die
„wirklichen Auffassungen“ unseres Papstes zu urteilen? Es wäre ja ein schwerer Schaden für die Kirche,
wenn der Stellvertreter Jesu dessen Worte nicht mehr ernstnehmen könnte, weil ihn eine Modetheologie
davon abhielte. Es mag sein, daß es in der Geschichte Päpste gegeben hat, die nicht mehr das Evangelium
zum Maßstab ihres Dienstes genommen haben. Aber vom jetzigen Oberhirten wird man das wohl nicht sagen
können. Im übrigen verdanken wir gerade ihm kostbare Ausführungen über die Schriftauslegung, in denen
er sich auf hohem Niveau mit der historisch-kritischen Exegese und der liberalen Leben-Jesu-Forschung
auseinandersetzt und sie zurückweist. (Z.B. in dem von ihm herausgegebenen „Quaestiones disputatae“-Heft
„Schriftauslegung im Widerstreit“) Irenäus, es steht einem gläubigen Katholiken wirklich nicht gut an,
den Mund gegenüber dem Stellvertreter Christi zu voll zu nehmen. Wie Jesus selbst ist auch dieser Felsen
von der Art, daß er seine Widersacher zermalmen wird. Die Geschichte hat es doch des öfteren gezeigt.
#101 Irenäus 16:42:07 | Donnerstag, 5. Januar 2006
Pelagius und der Geist des Studiums Nun, diese Vorwürfe kann man Ihnen genausogut machen. Bezeichnenderweise
hat mir bisher noch niemand auf meine Bedenken, wie Dignitatis Humanae mit der Tradition vereinbar ist,
geantwortet: wie ist es möglich, daß die Kirche 1600 Jahre ein naturrechtswidriges Verhalten an den
Tag gelegt hat? Wie ist das mit der Heiligkeit der Kirche zu vereinbaren? Mir scheint das noch viel schwerwiegender
zu sein, als daß es zu Quanta Cura im Widerspruch steht. Gerade dieser Aspekt wird in der Diskussion
hier vernachlässigt: man erinnere sich nur, daß das Verbot des Götzendienstes auf das Betreiben des
heiligen Ambrosius hin geschah.
#100 Pelagius 16:23:28 | Donnerstag, 5. Januar 2006
Dr. Regazzoni und der Geist des Studiums Auf meine Bitte hin, mir doch die konkreten Widersprüche des
Vaticanum II zu den von ihm angeführten päpstlichen Rundschreiben Pascendi, Mortalium animos und Humani
generis am Text nachzuweisen und nicht einen diffusen Konzilsgeist zu beschwören oder die bekannte Litanei
nachkonziliarer Mißstände zu rezitieren, wußte Herr Dr. Regazzoni nicht mehr zu sagen, als: Im Uebrigen
sind nicht nur Text sondern ebensosehr die daraus hervorgehenden Verhalten konkludent. Sie sind aufgezählt
in Erzbischof Lefebvre’s Satan’s Meisterstück doch zweifle ich sehr, dass Ihre Hallbildung dazu ausreicht.
Als Lehrer müßte ich ihm die Note „Durchgefallen, da Thema verfehlt“ erteilen. Aber ich bin nun einmal
kein Lehrer und habe auch keine Dr.-Titel zu vergeben… Nein, es ist wirklich wenig erfreulich, hier
ein ernsthaftes Gespräch über eine wichtige Thematik zu suchen. Hatte nicht Rom der FSSPX damals bezüglich
der Konzilstexte, die ihr Schwierigkeiten bereiteten, einen Geist des Studiums einzuhalten? Offensichtlich
liegt hier ein weiterer Grund, weshalb die Verhandlungen scheitern mußten.
Notlage Ich muß doch hier feststellen, daß die Notlage weiterhin besteht; erschreckend finde ich die
Unredlichkeit, wie hier argumentiert wird. Natürlch besteht eine Notlage: man muß nur einen Blick in
die modernistische Einheitsübersetzung werfen, die von irgendwelchen Bischöfen (sicherlich keinen katholischen)
offiziell gutgeheißen wurde. Peinlich ist hier insbesondere der Versuch, aus dem Gerede um eine neue
Religion Tissier de Mallerais oder Williamson einen Strick zu drehen. Es sollte den werten Diskutanten
doch klar sein, daß das nur materieliter und nicht formaliter gemeint ist: obwohl der Konzilskatholizismus
(wenn man die V2-Texte selber nimmt) sicherlich formal rechtgläubig ist, so trägt er nicht nur den Keim
zur einer Häresie, sondern auch zu einer neuen Religion. In der Praxis, ab der Ebene der Kurienkardinäle
im übrigen, ist der Übergang zur formalen Häresie bzw. formalen Apostasie ja schon allzuhäufig geschehen.
Den Leuten, einschließlich des gegenwärtigen Papstes, muß man entgegenhalten, daß die FSSPX immerhin
an das Papsttum in der Theorie glaubt. Ob Benedikt XVI selber von der göttlichen Einsetzung des Papsttums
überzeugt ist? Schließlich wird ja heute Matthäus 16,17-19 nicht als echtes Herrenwort angesehen. Und
daß er mit der liberalen Exegese sympathisiert, dürfte ja allgemein bekannt sein. Zumindest Zweifel
sollten da aufkommen, was schlimm genug ist.
@Zwobbel Sie entkräften Argumente, die nicht die unseren sind: Natürlich hat Melchisedek nicht im Röm.
Ritus gepfert – aber er hat geopfert, im Gegensatz zum Regelfall des NOM-Priesters. Und das die Kirche
überzeitlich ist und die vorangegangenen Generationen mit einschließt, werden sie doch nicht bezweifeln
wollen. Auch mit diesen müssen wir in Einheit stehen, und Einheit heißt einig im Glauben, nicht in der
Struktur. Und daß sich Rom nicht bekehren muß? Paul VI war schon ein starkes Stück. Und was war mit
JP2 in Assisi, oder beim Koran-Kuß? Wer hat denn einen Lehmann zum Kardinal gemacht? Und von Benedikt
XVI wissen wir derzeit noch nicht allzuviel außer, daß er in der Vergangenheit nicht unbedingt ein lupenreiner
Vertreter des Dogmas war. Im übrigen: die FSSPX ist – im Gegensatz zu den Sedesv. – Teil der Kirche.
Aber sie weist darauf hin, daß es zwischen dem Katholizismus und der Religion, die infolge des V2 in
der vom V2 geprägten Kirche praktiziert wird, einen fundamentalen Unterschied gibt. Und die neue Religion
ist eben in Assisi (und nicht nur da) auch von Rom praktiziert worden.
#97 28.IX-28.X 15:38:35 | Donnerstag, 5. Januar 2006
Einheit Da widersprechen sie sich wieder, liebr Zwobel. Der Punkt ist, daß die Kirche, die mackellose
Braut Christi ist. Nur die Menschen im der Kirche sind Sünder, die sündigen; daher die Fehler! Auch
von Seite der Päpste! Das haben der hl. Athanasius, das hat der Athanasius des XX.-Jahrhunderts immer
angekreidet. Aus den Fehlern der Menschen eben entsteht die Notlage für das Heil unserer Seelen. Aus
dieser Notlage handelt die FSSPX, und aus dieser Notlage wagt sie es, dem Petrus zu widersprechen und
ihn zu ermahnen! Eben unseres Heiles willen!!! Denn mit den heutigen Hirten (siehe zB. die DBK), sind
wir unseres Heiles nicht mehr sicher.
Einheit Die Modernisten/Ökumenisten/Synkretisten (kurz MÖS) sind in die röm.Kath. Kirche eingedrungen
und erzeugen den falschen Anschein die r.k.K sei mös. Weil die Treuen sich in den Untergrund zurückgezogen
haben sieht man sie nicht. (Übrigens gab es zu Zeiten der Katakombenchristen viele Heilige.) Daraufhin
bezeichnen manche dies als V2-Kirche oder „Konzilskirche“ und sagen die „ewige“ Kirche sei auf die FSSPX
übergegangen. Sie überlassen den Gegnern das Feld. Aber die Kirche ist da wo Petrus ist. Im Notfall
sprechen Sie den Erzbischof L. heilig und deswegen ist all ihr Tun und Reden gerechtfertigt. Nur, selbst
wenn Erzb. L. ein Heiliger ist und in allem Recht hatte, so gehen doch heute manche zu weit, denken sie
wären der hl. Athanasius und riskieren ein Schisma. Und was für Ex.Lefebvre auf Grund seiner Stellung-Bildung-Spiritualität
Recht und Pflicht war, trifft auf die heutigen nicht zu. Wir gehören auch jetzt nicht zur triumphierenden
Kirche, sondern zur Streitenden. Was ist die „ewige“ Kirche? Und was soll das Gerede von der Messe „aller
Zeiten“? Der Kern des Ritus ist ca. 1500 Jahre alt. Denkt jemand, schon Melchisedek feierte im römischen
Ritus? Auch muß sich nicht „Rom“ bekehren, sondern etliche Bischöfe, Priester und Funktionäre! Phrasendreschen
bringt nichts. Dazu kommt noch die „Notlage“. Selbst wenn es diese damals gab: heute nicht mehr. Ohne
echte Notlage fehlt der FSSPX aber die Berechtigung zur Eigenheit.
#95 Rudolphus 14:55:04 | Donnerstag, 5. Januar 2006
Pius X als Refugium des lateinischen Ritus Nachdem der Patriarch des Westens, Paul VI., einen neuen Ritus
eingeführt hat und der authentische lateinische in den Abfalleimer sollte, bleibt nur mehr Lefebvres
Werk als Refugium. Deswegen melden sich viele Lateiner auch von der Kirchensteuer ab.
#94 28.IX-28.X 14:41:18 | Donnerstag, 5. Januar 2006
@Zwobel, was meinen sie mit einer „selbsgebastelten Kirche“? Wenn sie damit die „Konzillskirche“ nennen,
dann widersprechen sie sich selbst. Wenn sie die FSSPX meinen, dann müssen sie wissen, daß gerade der
EB Lefebvre un die FSSPX genaustens die Konzilsdokumente kennen und aus dieser Kenntnis herraus die Kritik
üben.
„Konzilskirche“ Es gibt m.E. einen Fremdkörper in der Kirche. Man denke an einen der letzten dt. Katholikentage.
Das „Logo“ war ein Delphin. SEHR SYMBOLISCH! Sieht aus wie ein Fisch-ist aber kein Fisch! Unzählige Katholiken
haben sich längst abgewendet von diesem Spektakeln das die 2000 jaährige Hülle für ihre Zwecke intrumentalisieren
will. Und zwar solche die nichts mit der FSSPX am Hut haben. Der Trick: man macht eine veröffentlichte
Meinung und behauptet dies sei allgemeine Sichtweise. FALSCH! Aber manche Traditionalisten gehen dem auf
den Leim. Der Feind hatte Erfolg. Ein Teil der Treuen ist gespalten. Sie ziehn sich in ihr Schneckenhaus
zurück. Da ist es anheimelnd, so schön glorreich katholisch! Aber die Kirche muß Christus ganz ähnlich
werden. Auch im Leid. Die Kirche ist jetzt mit Christus auf Kalvaria angekommen. Bei der Auferstehung
waren wieder alle Apostel beisammen. Warum zögern die Tradis aber, sich jetzt mit unter das Kreuz zu
stellen, warum stehen sie abseits? Als die „DDR“ zerfiel war die SED froh über jeden Kritiker der floh.
Die wirklich Gefährlichen waren jene, die riefen:„Wir bleiben hier!“ Im Westen gegen den Soz. zu sein,
brachte nichts. Man mußte in seiner Heimat – „DDR“ – gegen den Soz. sein. In eine selbsterdachte „ewige“
Kirche (die erst einige Jahre alt ist) zu fliehn um gegen den Modernismus zu sein bringt nichts. Man kann
den Gegner nur niederringen, wenn man in Kontakt mit ihm steht. Auch wenn man selbst bei blutig wird.
Angst? Wovor?
#92 Agiafortuni 13:30:29 | Donnerstag, 5. Januar 2006
Pelagius Das zweifache Jammerspiel von Assisi sollte genügen, um ihnen die Augen zu öffnen. Empfehle
Ihnen ebenfalls Professor May’s: Die Oekumenismusfalle falls es Ihnen nicht genügen sollte. Im Uebrigen
sind nicht nur Text sondern ebensosehr die daraus hervorgehenden Verhalten konkludent. Sie sind aufgezählt
in Erzbischof Lefebvre’s Satan’s Meisterstück doch zweifle ich sehr, dass Ihre Hallbildung dazu ausreicht.
Nein MK28 Was das V2 ist, erkennen Sie, wenn Sie einen Blick in die Konzilskirche werfen und nicht, wenn
Sie die Texte, die ohnehin keiner gelesen hat …sehen Sie sich das reale Konzil und seine Folgen an anstatt
sich ein Konzil zurechtzuzimmern, daß es… Also wenn die Texte niemand gelesen hat, dann können sie
ja nicht schädlich gewesen sein. Und das Probem von Leuten wie MK28 ist, daß man diese Texte natürlich
im Lichte der Tradition interpretieren kann. Wurde ja schon oft vorgemacht. Und damit sollte man endlich
all jene abürsten und wegputzen, die die Konzilstexte für ihren modernistischen/synkret. Schwachsinn
mißbrauchen. Das reale Konzil ist jenes, welches Texte produziert hat. Manche davon sind unglücklich,
auch mit bla bla gespickt. Aber der sog. „Geist des Konzils“ ist eben nicht das Konzil. Dieser Ungeist
wurde nachher von modernistisch/synkretistischen Typen herbei geredet. Und daher sollten die Tradis „sich
nicht ein Konzil zurechtzimmern, daß es…“ Auch die durch ein Konzil ausgelösten gruppendynamischen
Prozesse sind nicht lehramtlich. Die Zerstörer behaupten zwar sich auf das Konzil berufen zu können,
aber warum lassen sich die Tradis, das Konzil aus der Hand nehmen? Warum jagen sie diese Leute nicht vor
sich her, mit den Texten des Konzils (z.B. Latein). Sie haben doch die Texte sicher gelesen, wenn Sie
so dagegen sind. Und die mißverständlichen Stellen müssen ganz knallhart mit den dazu gehörigen Aussagen
der Tradition verständlich gemacht werden.
Mit Blindheit geschlagen? Pelagius, sind Sie mit Blindheit geschlagen? Ihre Bemühungen, das V2 als in
der Tradition stehend zu erklären, sind etwa genauso geistreich wie die Bemühungen einiger europ. Gelehrter,
den Moslems anhand einer liberalen Koranauslegung zu erklären, wie der Islam wirklich ist und daß der
Fundamentalismus unislamisch sei. Eine Religion ist doch zunächst einmal mehr als der Text, sie ist Praxis.
Was das V2 ist, erkennen Sie, wenn Sie einen Blick in die Konzilskirche werfen und nicht, wenn Sie die
Texte, die ohnehin keiner gelesen hat und liest, „im Lichte der Tradition“ interpretieren. Öffnen Sie
Ihre Augen und sehen Sie sich das reale Konzil und seine Folgen an anstatt sich ein Konzil zurechtzuzimmern,
daß es so nicht gegeben hat. Natürlich handelt es sich bei dem, was in der real existierenden konziliaren
Kirche abgeht, um eine andere Religion als die katholische. Und diese reale Religion ist mit dem Katholizismus
unvereinbar. Wenn Rom nun versucht, mit dem Kunstgriff einer „traditionellen Konzilsinterpretation“ gegen
diese neue Religion Front zu machen – dann viel Erfolg bei dem Versuch. Es ist der Versuch, das reale
Konzil auszuhebeln durch das, was sich Benedikt als Konzil gewünscht hätte. Williamson hat über das
reale Konzil geschimpft, und damit hat er recht. Im übrigen: an den „dritten Weg“ glaube ich nicht; weder
in der Politik noch in der Religion. Ich befürchte daher, daß es auch bei seiner Auslegung unmöglich
ist, die V2-Texte irgendwie fruchtbar zu machen.
#89 Pelagius 11:10:44 | Donnerstag, 5. Januar 2006
Pascendi, Mortalium animos, Humani generis und „das Konzil“ Pascendi, Mortalium animos und Humani Generis
stehen im Widerspruch zu den V 2 Bestimmungen ob es Benedikt XVI passt oder nicht. Können Sie mir bitte
sagen, in welchem Punkt der von Pascendi verurteilte Modernismus durch die Texte des Zweiten Vaticanum
Billigung findet? Wo genau das Konzil die in Mortalium animos gerügten panreligiösen Umtriebe gutheißt?
Und wo die irrigen Lehren, die Humani generis beim Namen nennt, vertreten werden? Mit irgendwelchen vagen
Hinweisen oder Beschwörungen des Konzilsgeistes wollen wir uns allerdings ebenso wenig zufriedengeben
wie mit der bekannten Aufzählung von nachkonziliaren Mißlichkeiten. Jetzt soll bitte einmal der Text
zählen, der Buchstabe also, in dem sich der Geist ausdrückt. Im übrigen habe ich mir nicht angemaßt,
die Persönlichkeit des Bischofs Williamson als unausgegoren zu bezeichnen. Ich nannte seine Äußerungen
so, insbesondere die über die verschiedenen Religionen. Wir sollten uns bei Konzilstexten und anderswo
angewöhnen, sehr genau zu lesen.
#88 Agiafortuni 10:39:04 | Donnerstag, 5. Januar 2006
Pelagius Es gehört eine gute Dosis Einbildungskraft, um V2 zur katholischen Tradition zu rechnen. Dass
Benedikt XVI dem Alberigo Projekt eine Abfuhr erteilt hat, ist mir bekannt. Auch kenne ich die Stellungnahmen
aus Theologisches und das Buch von Monsignor Marchetto steht an oberster Stelle meiner Pflichtlektüre.
Nichtsdestoweniger hat V2 Glaubensregeln umgestossen, indem es die in den Enzykliken der vorkonziliaren
Päpste enthaltenen Bestimmungen nicht beachtet hat. Pascendi, Mortalium animos und Humani Generis stehen
im Widerspruch zu den V 2 Bestimmungen ob es Benedikt XVI passt oder nicht. Im uebriegen empfehle ich
Ihnen die Lektüre von Ratzingers Bericht über den Verlauf der ersten Konzilssession. Vielleicht gewinnen
Sie dann ein anderes Bild und überlegen sich, ob es zutreffend ist, einen Mann wie Bischof Williamson
als unausgegorene Persönlichkeit zu bezeichnen. Viel eher vermute ich sie bei Ihnen. Anders kann man
sich so viel Blindheit gegenüber V2 nicht erklären.
#87 Pelagius 10:14:15 | Donnerstag, 5. Januar 2006
Regazzoni, Williamson, Unterstellungen und britischer Humor Dr. Regazzoni sagt uns, Bischof Williamson
vertrete eigentlich dasselbe wie die Schule von Bologna. Offensichtlich meint er das sog. Alberigo-Projekt.
Dieses hat von hoch- und höchstoffizieller Seite, zuletzt vom Papst selbst am 22.12., eine klare Abfuhr
erfahren. Benedikt XVI. erklärte, daß das letzte Konzil als Teil der Tradition betrachtet werden muß.
Auch in dieser Frage scheinen sich die Extreme wieder einmal zu berühren. Weiter heißt es bei Dr. Regazzoni:
„Kein Konzilspapst hat irgendwelche Dogmen geleugnet. Hätte er es getan so hätte er an Glaubwürdigkeit
eingebüsst und das wollte keiner von ihnen und daher betont jeder, wie sehr ihm die katholische Tradition
am Herzen liege.“ Sollen die Päpste damit zu Heuchlern, Lügnern, Betrügern abgestempelt werden? Ist
das nicht eine ungeheure Unterstellung, ja Verleumdung? Nach dem Beichtunterricht, den ich erhalten habe,
wäre das eine schwere Sünde. Bei denen, die stets die Tradition im Munde führen, offensichtlich nicht
mehr. Übrigens spricht die tradtionelle Moraltheologie in solchen Zusammenhängen von einer „conscientia
pharisaica“… Und nochmals Dr. Regazzoni: „Vielen passt seine vom „british sense of humour“ geprägte
Sprache nicht besonders, doch ändert dies nichts daran, dass er die Wahrheit sagt.“ Habe selbst recht
viel Chesterton, Lewis usw. gelesen. Unter britischem Humor verstehe ich etwas Intelligenteres als diese
unausgegorenen Peinlichkeiten.
Bischof Williamson Bischof Williamson steht bei vielen in dem Ruf der Bischof der Piusbruderschaft zu
sein der Rom gegenüber am distanziertestes ist. Für viele liberale ist Mediurigorje (oder so ähnlich)
eine andere Religion, für welche die den Kult hochhalten sind charismatische Gruppen eine andere Kirche.
Die Gläubigen die der Piuabruderschaft am Anfang folgten waren Gläubige die wirklich fromm leben wollten,
und deshalb haben sich dort nicht so viele extrem liberale Sachen eingeschlichen. Die allgemeine Kirche
musste sehr viele verschiedene Meinungen irgendwie unter einen Hut bringen, wobei sich Fehler einschleichen
können. Ich denke beide Seiten sollten versuchen sich anzunähern, wobei ich bei Rom mehr Kompromissbereitschaft
erkennen kann.
#85 Agiafortuni 08:59:33 | Donnerstag, 5. Januar 2006
Das Getue um Bischof Williamson Das ganze Getue um Bischof Williamson ist mir schleierhaft. Mit umgekehrtem
Vorzeichen sagt er nämlich das selbe wie die Schule von Bologna. Für die einen war V2 der längst fällige
Neuanfang für Bischof Williamson hingegen hat V 2 gegen bewährte katholische Glaubensregeln verstossen.
Kein Konzilspapst hat irgendwelche Dogmen geleugnet. Hätte er es getan so hätte er an Glaubwürdigkeit
eingebüsst und das wollte keiner von ihnen und daher betont jeder, wie sehr ihm die katholische Tradition
am Herzen liege. Leider sprechen die Fakten eine andere Sprache und dies versucht Bischof Williamson zu
verdeutlichen. Vielen passt seine vom „british sense of humour“ geprägte Sprache nicht besonders, doch
ändert dies nichts daran, dass er die Wahrheit sagt.
@ Catharina Kann man denn wirklich sagen, der Papst und die ihn umgebenden Kardinäle und Bischöfe seien
keine Christen mehr? Ich betrachte diesen Vorwurf als eine Ungeheuerlichkeit; eine Sünde, die der des
erwähnten Religionslehrers sogar in gewisser Hinsicht vergleichbar ist, da sie letztlich auf eine Verneinung
Jesu in Seiner Kirche, in Seinem konkreten Stellvertreter (der dann ja nichts anderes mehr als ein Verführer
sein kann) hinausläuft. Oder täusche ich mich da? Nein, liebe Catharina, aus meiner Sicht täuschen
Sie sich nicht. Man mag die Äußerung von Weihbischof Williamson gutwillig als etwas überspitzt ansehen.
Aber in der Sache ist es aus meiner Sicht völlig unhaltbar, von „zwei Religionen“ zu sprechen. Täte
man dies dennoch, dann gebe es eben keine communio zwischen dem Stuhle Petri und den episcopi vagantes
der FSSPX und damit keinen Grund für die Neubewertung der Exkommunikationen. Eben um dies (Missverständnis?)
auszuräumen bedarf es m.E. vor Herstellung der vollen Gemeinschaft eines öffentlichen Aktes der Demut
und des Gehorsams gegenüber Papst Benedikt XVI. Selbst wenn die theologischen Streitfragen zunächst
offenblieben, könnte ein Fortschritt in dieser Angelegenheit indes an genau diesem Punkt scheitern. Aber
meine Gedanken sind natürlich nicht die des Vatikans, und dass unsere kleine Diskussion dort verfolgt
wird, wage ich doch zu bezweifeln…
Mittel des Heils? Sorry, Romano, aber so einfach ist es nicht: Nur weil sich in den anderen Konfessionen
Spurenelemente der Wahrheit erhalten haben, sind die Konfessionen als solche – und davon spricht das V2 –
keine Mittel des Heils. Denn man kann zwar IN den anderen Konfesionen, nicht aber DURCH diese gerettet
werden. Wird man IN ihnen gerettet, dann immer nur DURCH die Kath. Kirche. Die anderen Konfessionen fühen
tatsächlich vom Heil weg, da sie nicht zur Kath. Kirche führen. Auf die unfehlbare Lehraussage des Konzils
von Florenz weise ich hin. Insofern halte ich den Satz tatsächlich für häretisch. Und nur weil das
V2 ein Pastoralkonzil war, ist so etwas hinnehmbar. Hätte es diesen Satz zum Dogma erklärt, hätten
die Sedesvakantisten recht. Doch auch als Pastoralaussagen sollten solche unseligen Formulierungen getilgt
oder zumindest klargestellt werden. Es muß klar sein: mit diesem Konzil, die Texte eingeschlossen, wird
es keine Kath. Renaissance geben. Es geht nur um die Frage, wie man das Konzil – erst die Messe, dann
die Texte – elegant verschwinden lassen kann, ohne eine Kirchenspaltung zu riskieren. Aber daß das Konzil
weg muß, davon bin ich fest überzeugt, weil es eben – wie Williamson richtig rausstellt – zu einer anderen
Religion, der des Menschen, führt.
Merci für die Antwort! Es scheint ja im „Religionsunterricht“ ihrer lieben Tochter Schlimmes vorzufallen.
Unbedingt sollten Sie sie da herausnehmen. In den Kinderseelen den Glauben an den menschgewordenen Gottessohn,
unseren Erlöser und Herrn, zu zerstören, ist eine fürchterliche Sünde gegen den Glauben. Hier müßte
vonseiten der Hirten schnellstens eingeschritten werden. Wenn etwas zur pastoralen Sorge der Apostelnachfolger
gehört, dann doch dieser Schutz der Herde Gottes! Allerdings hatte sich mir die Frage nach der Religionsverschiedenheit
im Zusammenhang mit folgenden Äußerungen des Bischofs gestellt: Die Frage sei nicht, ob Rom oder die
Piusbruderschaft freundlich oder feindlich seien: „Es geht hier um zwei verschiedene, einander notwendigerweise
entgegengesetzte Religionen.“ Es ist hier offensichtlich nicht von den Zuständen an der Basis, sondern
von der Kirchenleitung selbst die Rede. Kann man denn wirklich sagen, der Papst und die ihn umgebenden
Kardinäle und Bischöfe seien keine Christen mehr? Ich betrachte diesen Vorwurf als eine Ungeheuerlichkeit;
eine Sünde, die der des erwähnten Religionslehrers sogar in gewisser Hinsicht vergleichbar ist, da sie
letztlich auf eine Verneinung Jesu in Seiner Kirche, in Seinem konkreten Stellvertreter (der dann ja nichts
anderes mehr als ein Verführer sein kann) hinausläuft. Oder täusche ich mich da?
@ Marcel man hat zwei verschiedene, sich gegenüberstehenden Religionen vor sich. Werter Marcel, soll
ich aus dieser Äußerung schließen, dass Sie die etwas merkwürdige These der zwei „Religionen“ aufrecht
erhalten? Dann aber bleibt doch die Frage, warum die FSSPX so großen Wert darauf legt, dass die Exkommunikationen
aufgehoben und dass Papst und Ortsbischof im Kanon erwähnt werden. Wenn es um unterschiedliche Religionen
geht, besteht dazu doch kein Anlass. Das gebetsmühlenartige Wiederholen der immer gleichen Texte gibt
darauf leider keine Antwort. Wäre es nicht zumindest einen Versuch wert, auf „Zwobbels“ Anregungen einzugehen?
Jedenfalls interessieren mich eigene Gedanken mehr als das, was ich ohnehin auf den diversen FSSPX-Seiten
finden könnte. Auf Pelagius’ Anregung hin habe ich gestern Abend noch das aktuelle Heft von „Theologisches“
studiert. Dabei ist mir erneut klar geworden, dass man die (durchaus kritische!) Diskussion über das
II. Vatikanum auf einem anderen Niveau führen muss als das die FSSPX ausweislich ihrer allgemein zugänglichen
Texte tut.
#80 28.IX-28.X 11:50:14 | Mittwoch, 4. Januar 2006
Catharina… wo wird’s gegen die kath. Lehre verstossen? Ja, zB. in dem „katholischen“ Religionsunterricht
in den Schulen. Meine kleine Tochter (sie ist ers 9), will sich von solchen Unterricht abmelden. Und warum?
Sogar sie hat es erkannt. Ihre Lehrerin sagt, daß Jesus Christus kein Gott ist. das im „katholischen“
Unterricht!!! Im Unterricht, approbiert von DBK!!! Frage- ist es vielleicht doch möglich, daß das eine
andere Religion ist? Und das ist nur EIN Beispiel!
@ Pelagius @ Zwobbel @ MK28 (1) Danke, Pelagius, für Ihre vorzüglichen Ausführungen, insbesondere dafür,
dass sie die Äußerungen Kardinal Ratzingers in ihren Zusammenhang einordnen und sich gegen eine falsche
Verengung des Traditionsbegriffs wenden. (2) Danke auch, Zwobbel. Sie haben meinen Punkt, auf den Marcel
leider nicht eingegangen ist, völlig richtig verstanden. Die einzige Nuance, die uns womöglich trennt,
ist, dass es m.E. weder nötig noch wahrscheinlich ist, dass Rom die Exkommunikationen auch für die Vergangenheit
als „nicht-existent“ betrachtet. Man sollte diese Frage vielleicht einfach offenlassen und „ex nunc“ die
Wiederherstellung der Einheit (unter den von Ihnen und mir geschilderten Voraussetzungen) feststellen.
(3) Zur Erklärung ihres Zitats, MK28: Ich nehme an, Sie rekurrieren auf UR 3. Dort ist allerdings nicht
von den anderen Religionen, sondern von den „getrennten Kirchen und Gemeinschaften“ die Rede. Diese Stelle
ist keine Häresie: auf „nulla salus“ wird einen Absatz später eingegangen; wichtiger: die Wirksamkeit
dieser „Mittel des Heils“ leitet sich „von der der katholischen Kirche anvertrauten Fülle der Gnade und
Wahrheit her“. Diese Mittel des Heils (Taufe, bei den Orthodoxen z.B. Bußsakrament, Eucharistie) befinden
sich also nicht „extra ecclesiam“.
Der NOM drückt eine deutliche Abkehr vom Konzil von Trient aus (Card. Ottaviani, sinngemäß) Die aus
V.II entsprungenden Reformen, vor allem NOM, bewirkten, daß die Mehrheit der Konzilskirche – Laien, Kleriker –
nicht mehr den apostolischen Glauben hat. Man sieht es beim NOM am deutlichsten, weil die Messe der Ausdruck
des Glaubens ist. Jene, die den Vergleich überlieferte Messe zur neuen Messe haben, sehen es. Ich bin
mit V.II/NOM aufgewachsen und erkenne bestens, was Bischof Williamson sagt: man hat zwei verschiedene,
sich gegenüberstehenden Religionen vor sich. Jenseits aller theologischen Diskussion kann dies jeder
Mensch guten Willens in der Praxis begreifen – so er will. Aus dem Interview www.cfnews.org/IntWilliamson.htm:
>> {…} CFN: For traditional Catholics, the New Mass itself is an abuse, as (in the words of Cardinal
Ottaviani), it „represents a striking departure from the Catholic theology of the Mass as it was formulated
in Session XXII of the Council of Trent“. Williamson: {…} Rome presently still sees no grave problem
intrinsic to the new rite of Mass (from Paul VI in 1969). Archbishop Lefebvre and the SSPX, on the other
hand, have always held that that new rite is so intrinsically de-Catholicised (down-playing of Real Presence,
true sacrifice, sacrificing priesthood) that it gravely endangers the faith both of priest celebrating
it and of laity attending it. << Theologischer: Bischöfliches Manifest Lefebvre, de Castro Mayer (21.11.1983)
www.fsspx.info/…zbischof/artikel.php?show=186.
#77 Catholicus 10:12:48 | Mittwoch, 4. Januar 2006
@MK 28 Mittel des Heils sind die von der Kirche Christi getrennten Kirchen und kirchlichen Gemeinschaften
nach der Lehre des Konzils nicht aus sich heraus,sondern nur insoweit, als sie trotz ihrer Trennung von
der Kirche Christi noch so manche Gnadenmittel bewahrt haben, die die katholische Kirche in ihrer Fülle
verwalten darf und die die einzelnen sowie die nichtkatholischen Gemeinschaften auf die Wíederherstellung
der vollen Einheit mit der wahren Kirche Christi hindrängen. Diese Aussage des Konzils ist daher keineswegs
eine Häresie, sondern eine nähere Entfaltung und Auslegung des Dogmas der Heilsnotwendigkeit Christi
und seiner Kirche!
Gott schreibt auch auf krummen Zeilen gerade MK28: „Der Geist Gottes hat sich gewürdigt … … die anderen
Religionen als Mittel des Heils zu gebrauchen“. Kann mir bitte einer der Konzils-Apologeten erklären,
wie das zu „Nulla Salus extra Ecclesiam“ paßt? Das ist doch ganz einfach. Ich dachte die Tradis sind
alles gute Thomisten: „Würde das Böse aus einigen Bereichen des Alls hinweggenommen, so würde viel
von der Vollkommenheit des Alls dahinschwinden. Erwächst doch dessen Schönheit aus dem geordneten Beieinander
von Gutem und Bösem, indem das Böse aus verarmendem Guten entspringt und dennoch, kraft der Vorhersicht
des All-Lenkenden, aus dem Bösen Gutes folgt – wie auch der Liedgesang seine Süße empfängt aus den
Zwischenzeiten des Schweigens.“ So können die Nichtkatholiken z.B. gerettet werden durch die Aufopferung
der Leiden und Fürsprachen derjenigen Katholiken, die sie verfolgen. Gebete und Opfer die sonst nicht
verrichtet würden. Auch sind ja in den anderen Religionen Teile der Wahrheit vorhanden. Wenn nun Anhänger
dieser Religion über die Wahrheit nachdenken (z.B. bei der Betrachtung der Schöpfung), können sie diese
Bruchstücke der Wahrheit als Hinweise zur Fülle der Wahrheit eben schon in ihren bisherigen Umgebung
finden und als Stützpunkt nutzen um sich weiter auf dem Weg des Heiles vorwärts zu tasten.
Vatikanum II als Superdogma Zunächst einmal großes Lob an die Teilnehmer hier wegen des insgesamt doch
hohen Diskussionsniveaus, insbesondere an Romano, Marcel, Benedikt, Athanasius … MK28 schrieb:Umgekehrt
ist aber das V2 auch nicht dogmatisch, so daß man es ebensogut ablehnen kann Das habe ich auch nie verstanden:
Das Zweite Vatikanische Konzil hat sich ausdrücklich als reines Pastoralkonzil verstanden, das ganz bewusst
auf dogmatische Lehrdefinitionen verzichtet hat. Da fragt man sich doch, warum es dann nach offitzieller
Lesart so wichtig ist, „auf dem Boden des Zweiten Vatikanischen Konzils“ zu stehen, als ob das Heil der
Welt einzig und allein davon abhinge. Es war ein Pastoralkonzil der 60er Jahre des vorigen Jahrhunderts,
dessen Aussagen teilweise durchaus auch zeitbedingt waren und mittlerweile – nach vierzig Jahren – teilweise
auch als überholt zu betrachten sind, beispielsweise was den Fortschrittsoptimismus á a „Gaudium et
spes“ betrifft. Kardinal Ratzinger hatte sich bereits früher dagegen verwahrt, das Zweite Vatikanische
Konzil zu eienr Art „Superdogma“ hochzustilisieren.
„Der Geist Gottes hat sich gewürdigt … … die anderen Religionen als Mittel des Heils zu gebrauchen“.
Kann mir bitte einer der Konzils-Apologeten erklären, wie das zu „Nulla Salus extra Ecclesiam“ paßt?
Eines muß ich allerdings zugeben: die pastoralen Enzykliken des späten 19. Jhds waren nicht unfehlbar,
so daß Gotthart eine andere Auffassung vertreten kann, ohne deshalb außerhalb des Glaubens zu stehen.
Umgekehrt ist aber das V2 auch nicht dogmatisch, so daß man es ebensogut ablehnen kann und da, wo es,
wie in meiner ersten Frage, dem Glauben entgegensteht, sogar muß. Was man aber sicher ablehnen muß ist
der „Geist des Konzils“, also das, was uns das Konzil gebracht hat: den Zusammenbruch.
Und hier der Rest der eben fehlte …Wenn man aber feststellen könnte, das die Weihen zwar den Keim des
Schismas in sich trugen, dieses Schisma aber nicht vollzogen wurde, also nicht besteht, so wäre dies
nicht nötig. Denn einem Schisma, welches nicht besteht kann niemand zustimmen. Ist wohl eher eine Gradwanderung.
Zum Glück bin ich kein Kirchenrechtler, daher weiß ich nicht ob es denn nun wirklich ein Schisma ist/war.
Es gibt für mich als Laien Argumente die dafür sprechen und welche dagegen. Im Zweifel für den Angeklagten.
Klar müßte werden, das Unterwerfung nicht gleichbedeutend mit Aufgabe inhaltlicher Positionen ist. Aber
umgekehrt ohne Unterwerfung wird es nicht gehen. Sonst wird doch noch ein Schisma draus. Manche reden
es ja schon herbei, das es sich um zwei verschiedene Kirche handele. So wie der Papst damals in seiner
Hirtensorge um die kirchliche Einheit hart autoritär handeln mußte, so könnte der heutige Papst in
ebendieser Hirtensorge die väterliche Güte überwiegen lassen.
Kontexte Der Theologe Ratzinger äußert sich für gewöhnlich nicht in Aphorismen oder in kurzen, geschliffenen
Sentenzen. Man muß also durchaus den unmittelbaren und auch den weiteren Zusammenhang seiner Überlegungen
beachten. Dann wird vieles klarer. Daran, daß Gaudium et spes gegenüber früheren Dokumenten in eine
deutliche Spannung tritt, wird wohl niemand zweifeln. Es ist eben der – meiner bescheidenen Ansicht nach
nicht in jeder Hinsicht gelungene – Versuch, den Gegebenheiten des Heute gerecht zu werden. Und tatsächlich,
dieses Heute lag nach 1789, nach dem Verlust des Kirchenstaates und vielen anderen für die Kirche bedeutsamen
Ereignissen. Inzwischen wirken die Ausführungen von Gaudium et spes ähnlich antiquiert wie das meiste,
was in dieser Zeit verfaßt wurde. Schade, daß der Dialog zwischen Kardinal Ratzinger und Erzbischof
Lefebvre nicht in wörtlicher Wiedergabe vorliegt. Gedächtnisprotokolle haben leider nicht immer als
völlig authentisch zu gelten. Und nochmals David Berger in seinem beachtenswerten Artikel über das Zweite
Vaticanum (aktuelle Theologisches-Nummer): „Tradition ist hier nicht zu verwechseln mit bestimmten partikularen
Traditionen, die der Traditionalismus zum einzig gültigen Maßstab erhebt.“ (Anm. 12)
Trolle nicht füttern Da ich ja nun sowieso zwischen allen Stühlen sitze, möchte ich feststellen, daß
die Dikussion hier in diesem Strang sehr gut war z.B. diese Beiträge: 03. Januar 2006 15:35, Romano: @
Marcel 03. Januar 2006 16:52, Romano: Athanasius 03. Januar 2006 17:57, Marcel: Kirchenkrise 03. Januar
2006 18:58, Benedikt: @Marcel bis wiedermal ein Troll auftauchte. Bitte liebe Leute: Füttert nicht den
Troll. Meine Hoffnung ist, daß Leute wie Romano und Benedikt wirklich verstehen was Marcel und Athanasius
schreiben. Und das Marcel und Athanasius wirklich verstehen was Romano und Benedikt schreiben. Meines
Erachtens gehört beides zentral zur Lösung. Sichtbar demütige Unterwerfung (Vorbild des Gehorsams im
Gegensatz zu den Modernisten, die alles durch Ungehorsam zerstört haben) ohne Aufgabe inhaltlicher, also
theologischer, Positionen. Die Rückkehr einerseits durch Bitte um Versöhnung von Seiten der FSSPX aus,
andererseits durch die Bestätigung des Nichtverbotes des trid. Ritus und die Nichtigkeitserklärung der
Exkommunikation, muß als Zwischenschritt verstanden werden, hin zur Veröffentlichung eines definitiv-klärenden
Dokumentes, wie die fehlinterpretierbaren Texte des Vat.II. im Lichte des depositum fidei verstanden werden
müssen. Was die Exkommunikation anbetrifft: Wenn ein wirkliches Schisma besteht, so muß von allen die
dieses formell (nicht nur materiell) unterstützt haben (insbesondere alle FSSPX-Mitglieder) auch die
Exkommunikation aufgehoben werden. Wenn man aber feststellen…
#70 Agiafortuni 23:46:20 | Dienstag, 3. Januar 2006
Gotthard ich glaube ich verstehe etwas mehr vom konziliaren Schwachsinn als Du von der Grösse des Katholizismus
des neunzehnten Jahrhunderts. Vielleicht ist Dir bekannt, dass verstehen mitvollziehen und nicht gutheissen
bedeutet. Auf alle Fälle fahre fort Dich in Deiner Selbstgefälligkeit zu baden. Das oekumenische Glaubensbekenntnis
eines Halbgebildeten wird Dir dabei bestimmt behilflich sein.
ach carlo Weshalb müssen wir uns dann den konziliaren Schwachsinn vorschreiben lassen, Dir und Deinen
Kumpanen will doch niemand etwas vorschreiben. Bleib ruhig im 19. Jahrhundert verhaftet… doch wundere
dich nicht, wenn du nichts mehr verstehst…
#68 Agiafortuni 23:29:52 | Dienstag, 3. Januar 2006
Gotthards Selbstherrlichkeit Gotthard sagt er lasse sich keinen im neunzehnten Jahrhundert verwurzelten
Katholizismus. Zu diesem Katholizismus gehören Namen wie Scheeben, Pater Perrone die eine solide philosophische
Grundlage besassen. Weshalb müssen wir uns dann den konziliaren Schwachsinn vorschreiben lassen, der
aus einem katholischen Geist verfasste Rundschreiben wie Pascendi, Mortalium animos und Humani Generis
nicht berücksichtigen will. Auch der junge Ratzinger glaubte, die Ekklesiologie des heiligen Robert Bellarmins
sei überholt aber seine Volk Gottes Ideologie ist wenig überzeugend.
Alles klar! zwischen Lesen und Verstehen besteht noch ein Unterschied … wie du „zeitbedingt“ lesend
als „beständig“ verstehen kannst, zeigt mir die Richtigkeit der PISA-Studien Tja, unser Mitdiskutant
„Gotthard“ scheint sich da offenbar selber getroffen zu haben; wenn er erklärt, ein lehramtliches Schreiben
sei eben nur zeitbedingt, dann muß es ja so sein. Häresie bedeutet eben „Auswahl“. Und genau die nimmt
er vor; ich hingegen nehme das gesamte Lehramt der Kirche an.
@Irenäus zwischen Lesen und Verstehen besteht noch ein Unterschied … wie du „zeitbedingt“ lesend als
„beständig“ verstehen kannst, zeigt mir die Richtigkeit der PISA-Studien.
kein Katholik Leser „Gotthard“ hat die Katze aus dem Sack gelassen: er ist nicht katholisch, schließlich
ist die beständige Lehre der Kirche ja nur zeitbedingt.
@Irenäus Dein gotthard wird sich von dir nicht vorschreiben lassen, wem er sich anzuschließen hat…
kaum den zeitbedingten Äußerungen der Päpste des 19. Jahrhunderts.
Teufel Demokratie, Meinungsfreiheit, Pressefreiheit, freie Wahlen, Menschenrechte konnten da nur vom Teufel
sein, weil sie den Kirchenstaat kosteten. Wenn unser Gotthard noch katholisch sein will, muß er sich
dem lebendigen Lehramt der Päpste des 19. Jahrhunderts anschließen.
@marcel Die Inkarnation geschah in Raum und Zeit hinein. Deswegen wird bei Lk soviel Wert auf politische
und gesellschaftliche Rahmenbedingungen gelegt. Nach Deiner Meinung hat die Kirche zeitlos – und damit
bodenlos – zu sein. Die sozialen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen der Menschen scheinen für dich
keine Rolle bei der Verkündigung des Evangeliums zu spielen … oder doch? Dein Bezugsrahmen sind die
restriktiven Ordnungen des 19. Jahrhunderts, in denen die Päpste um ihre weltliche Machtbasis – den Kirchenstaat –
kämpften. Demokratie, Meinungsfreiheit, Pressefreiheit, freie Wahlen, Menschenrechte konnten da nur vom
Teufel sein, weil sie den Kirchenstaat kosteten. Moderne PC-Betriebssysteme haben Wiederherstellungspunkte …
gut das es diese nicht in kirche und Gesellschaft gibt.
Gegen-Syllabus Steht in „Theologische Prinzipienlehre“ ab S. 399 wörtlich über die Pastoralkonstitution
„Gaudium et spes“ des V.II, daß sie „die Rolle eines Gegensyllabus spielt und insofern den Versuch einer
offiziellen Versöhnung der Kirche mit der seit 1789 gewordenen neuen Zeit darstellt.“ ? Dieser Satz Ratzingers
wurde lange vor der Papstwahl zitiert. Er deckt sich mit Dialogen, die er mit Erzbischof Lefebvre führte:
>> Bei einem Treffen im Jahre 1987 zwischen {Mgr. Lefebvre} und Kardinal Ratzinger beharrt {Mgr. Lefebvre}
auf dem sozialen Königtum unseres Herrn Jesus Christus. Er besteht darauf und weist auf diesen Kampf
um die seit dem II. Vatikanum sogenannte Religionsfreiheit hin. Mgr. Lefebvre: „Das steht im Gegensatz
zu Quanta Cura von Pius IX.“ Kard. Ratzinger: „Aber Exzellenz, wir befinden uns nicht mehr im Zeitalter
von Quanta Cura.“ Mgr. Lefebvre: „Also, so warte ich auf morgen, weil wir uns morgen nicht mehr im Zeitalter
des II. Vatikanums befinden.“ (zitiert aus: Bischof Fellay, MB Oktober 2005 www.fsspx.info/…e/pdf/mb-2005-10.pdf,
S. 18) 1985 sagte Kard. Ratzinger es Mgr. Lefebvre just so deutlich ins Gesicht: „Monseigneur, die Zeit
der Enzyklika Quanta cura ist abgelaufen.“ (zitiert aus: Vortrag von Mgr. Lefebvre, 27.10.1985 in Ecône.
www.fsspx.info/…zbischof/artikel.php?page=5&show=78) Yves Congar über V.II: „Die Kirche hat friedlich
ihre Oktoberrevolution gemacht.“ (Le concile au jour le jour. 1964)
Religionsverschiedenheit Der Vorwurf, die Kirchenleitung habe eine andere Religion als die christlich-katholische,
ist sehr schwerwiegend. Er bedarf einer soliden Untermauerung: Glaubt man nicht mehr an die göttliche
Dreifaltigkeit, an die Menschwerdung des ewigen Logos, an die Erlösung durch Kreuz und Auferstehung?
Lehnt man die Kirche als Braut und Geheimnisvollen Leib Jesu Christi ab? Leugnet man die 7 Sakramente,
die Gegenwart des Herrn im Altarsakrament? Wird die Vergebung der Sünden, die Rechtfertigung des Sünders,
die Heiligmachende Gnade abgestritten? Hat sich die Kirchenleitung vom Glauben an die Wiederkunft Christi,
an das Endgericht, an die endgültige Vergeltung abgewendet? Hier müßte ein Bischof, der solche Vorwürfe
macht, Tatsachen nennen. Ansonsten riskiert er seinen Ruf als Mann des Glaubens und der theologischen
Wissenschaft. Übrigens hätten einige seiner Verteidiger hier vermutlich einem Johannes Paul II. die
Äußerung, er sehe sich als Mittelpunkt der Welt, nicht durchgehen gelassen, oder?
Gegensyllabus u.ä. Marcel schrieb: „… war es auf der Seite der Freunde des Modernismus immerhin Kardinal
Ratzinger, der sagte, daß das V.II der Anti-Syllabus und die Versöhnung der Kirche mit 1789 ist, uam.“
In Wirklichkeit lehnt Ratzinger genau dies ab: eine Konzilsinterpretation, die sich bestimmte Partien
aus Gaudium et spes, Nostrae aetate und Dignitatis humanae zusammenschneidet und dann als „eine Revision
des Syllabus Pius’ IX., eine Art Gegensyllabus“ präsentiert (vgl. Theologische Prinzipienlehre, München
1982, 396). Dazu David Berger in der aktuellen Theologisches-Nummer: „Bestimmte Veröffentlichungen haben
hier – um Ratzinger nach seiner Wahl zum Papst zu diskreditieren – diesen Passus zitiert und dabei so
getan, als ob dies (also genau das, was R. hier ablehnt) die Position Ratzingers sei.“ (Sp. 768, Anm.
12) Aber das ist ja keine Neuigkeit. So verfährt man schon seit geraumer Zeit. Vorsicht, daß aus der
ignorantia invincibilis nicht eine ignorantia vincibilis, crassa et affectata werde…
#57 Agiafortuni 19:47:26 | Dienstag, 3. Januar 2006
Gotthards „als ob“ Gotthard benimmt sich so, als ob seine Aussagen echt katholisch seien. Auch Impostoren
sind Meister des als ob. Natürlich konnte das V2 keine Häresien behaupten ohne Gefahr zu laufen, sein
wahres Gesicht zu entlarven. Daher musste ei geeignetes Wort dazu gefunden werden und eigemächtig entschied
Johannes XXIII man müsse zwischen der Glaubenssubstanz und ihrer Ausdrucksform unterscheiden. Daher verfuhr
man nach dem Grundsatz: „so viel katholisch wie nötig so viel oekumenisch wie möglich“ und verletzte
dabei die von Pius XI – der immerhin auch ein Papst war, selbst wenn Gotthard sich dessen nicht bewusst
ist – in Mortalium animos festgehaltenen Regeln. Der Nom ist schlecht, das heisst völlig unzulänglich,
denn das Sühneopfer unseres Herrn wird nicht festgehalten trotzdem mass sich Paul VI sein Machwerk an
Stelle des ehrwürdigen Ritus des heiligen Pius V zu stellen. Fazit: Jedem der sich zu V2 bekennt, sprechen
ich mit vielen anderen Rechtläubigen das Recht ab, mich als Nichtkatholiken zu bezeichnen
hi Marcel der Ungläubigen – Protestanten, Moslems, Heiden, Juden, uvm. –, die man de facto nicht mehr
missioniert: ihnen gegenüber wird der ausdrückliche Missions- und Tauf-Befehl Christi verschwiegen,
Protestanten gegenüber muss kein Tauf-Befehl Jesu erwähnt werden …sie sind bereits getauft!
@ Marcel Benedikt schrieb: Das Gerede von der „neuen Religion“ finde ich nicht gut >>Weil Sie noch zu
unscharf denken. Allerdings: Sie sind noch jung. So einfach kann man das mE nicht wegwischen. 1. fördern
solche Termini natürlich den Schismavorwurf, gegen den sich die FSSPX selbst aber beständig wehrt 2.
fördert es nicht die Einheit, die auch von der FSSPX angstrebt werden muss, wenn man den einen als „Anhänger
einer neuen Kirche“ ansieht. Man kann dies sicher einigen Theologen/Priestern/Bischöfen nachsagen, aber
sicher nicht der Gesamtheit aller Gläubigen. Auch wenn die FSSPX den NOM als defizitär ansieht so ändert
sich nichts an der Tatsache, dass es ein Gottesdienst ist. Die Kritik, das ganze sei ein Menschendienst
ergibt sich eher aus den liturgischen Mißbräuchen. Ein Rückschluss auf eine neue Kirche lässt sich
hieraus auch nicht machen. Lesen Sie doch auf der deutschsprachigen Seite der FSSPX unter „Katechismus“,
was jeder glauben muss und sagen sie mir, wo die Kirche in ihrer Gesamtheit davon abgefallen ist.
@MK28 Im übrigen: Der Konzils-Satz „Der Geist Gottes hat sich gewürdigt, die anderen Religionen als
Mittel des Heils zu gebrauchen“ ist selbst bei weitgehender Annahme der natürlichen Gotteserkenntnis
eine glatte Häresie; das Dogma lautet: Nulla salus extra Ecclesiam. Da die Tradis einer anderen Religion
angehören, wie einer ihrer „Bischöfe“ trefflich und glasklar gesagt hat, dann sollten sie sich über
diesen Satz des Konzils freuen. Dann dürfen sie hoffen, dass das Heil nicht verloren ist.
@ Dr. Regazzoni @ Marcel (1) Ob man „Bestürzung“ und „Ärgernis“ bei den Gläubigen zum Maßstab für
die Beurteilung der Konzilstexte machen darf, ist m.E. zweifelhaft. Denn die große Mehrheit der Katholiken
teilt diese Einschätzung natürlich nicht. Nennen Sie mir doch eine beliebige „Glaubensregel“ aus den
großen Glaubensbekenntnissen unserer Kirche, die durch das Konzil „verwässert“ wird! Ich sehe keine.
Das alleine zeigt doch, wie schwach der Vergleich mit Athanasius ist. Nicht jeder im guten Glauben begangene
Ungehorsam rechtfertigt, sich auf diesen Heiligen zu berufen. (2) Athanasius hat m.W. keine Bischofsweihen
vorgenommen, solange er abgesetzt war. Falls doch, würde mich Näheres interessieren. (3) Falls sich
die FSSPX tatsächlich (mit Ihnen, Marcel) dazu versteigt zu behaupten, Papst Benedikt vertrete „die falsche
V II-Religion“, dann gibt es keine Gemeinschaft zwischen der FSSPX und dem Stuhl Petri. Dann aber gibt
es gar keinen Grund, die Wirksamkeit der Exkommunikationen zu bezweifeln oder gar ihre Aufhebung zu verlangen.
Wenn die FSSPX und die Kirche, deren Oberhaupt Papst Benedikt XVI. ist, unterschiedliche „Religionen“
hätten, dann ist die Rede von einer „communio“ geradezu absurd. Offen gestanden, kann ich damit leben,
obwohl ich es für bedauerlich halte. Warum die FSSPX dann allerdings – trotz unterschiedlicher „Religionen“ –
den Papst im Kanon erwähnt, ist mir rätselhaft. Oder – mit Verlaub, Marcel: ist die These von den unterschiedlichen
Religionen vielleicht doch einfach Unfug?
Athanasius Romanus zieht richtige Schlüsse aus einer falschen Grundlage: Wenn es tatsächlich „nur“ die
Texte des Vat II gäbe und ansonsten die Kirche intakt wäre, dann gäbe es wohl in der Tat keine Rechtfertigung
für das Verhalten des Erzbischofs Lefebvre. Lefebvre ist aber nicht gegen die Texte aufgestanden, sondern
gegen das „Ereignis Konzil“, also gegen die Einheit aus Texten, praktischer Umsetzung und darauf folgender
Apostasie. Und dieses Konzil als Ereignis ist eben offen antikatholisch, es leugnet in seiner Praxis und
in der sich daraus entwickelnden Theologie nahezu das gesamte depositum fidei. Es gibt kein „reines Konzil“.
Das V2 ist eben mehr als seine unglücklichen und schwammigen Texte, die ohnehin keiner liest. Der Maßstab
zur Beurteilung des Erzbischofs Lefebvre kann daher nicht die Textausgabe der onzilsbechlüsse sein, sondern
muß die auf das Konzil zurückzuführende Situation der heutigen Kirche sein. Im übrigen: Der Konzils-Satz
„Der Geist Gottes hat sich gewürdigt, die anderen Religionen als Mittel des Heils zu gebrauchen“ ist
selbst bei weitgehender Annahme der natürlichen Gotteserkenntnis eine glatte Häresie; das Dogma lautet:
Nulla salus extra Ecclesiam.
Kirchenkrise Der Vergleich zu St. Athanasius ist passend. Deswegen sträuben sich die Freunde des V.II
so sehr gegen ihn. Es läuft auf dasselbe hinaus, ob ein Dogma direkt geleugnet wird als offene Häresie,
oder „nur“ verwässert, ausgehöhlt und ähnliches, und somit Häresien begünstigt, gefördert und toleriert
werden, wie es seit dem V.II durch die schlechten Hirten und der von ihnen gedeckten schlechten Theologen
am laufenden Band geschieht – das wiederum belegt Ihnen u.a. Prof. May akribisch, der nicht zur FSSPX
gehört. Das Verwässern und Vermischen von Irrtum und Wahrheit ist sogar weit gefährlicher, weil es
noch viel schwerer zu erkennen ist. Romano schrieb: Trotzdem hat Marcel Lefebvre unerlaubt 4 Bischöfe
geweiht (was Athanasius wohl nicht getan hat). Auch St. Athanasius hat Bischöfe geweiht während seines
Widerstandes gegen den römischen Arianismus. Das wiegt schwer. Schwerstens wägt der Verlust des Seelenheiles:
* der Katholiken, denen die falsche V.II-Religion als katholische verkauft wird. Man denke nur an die
Zerstörung der Sakramente (Beichte, uam.). * der Ungläubigen – Protestanten, Moslems, Heiden, Juden,
uvm. –, die man de facto nicht mehr missioniert: ihnen gegenüber wird der ausdrückliche Missions- und
Tauf-Befehl Christi verschwiegen, vom V.II-Klerus inklusive -Päpsten. Es wird den Ungläubigen nicht
mehr gesagt, daß sie sich zur katholischen Kirche bekehren müssen. Wer sich bekehren will, wird meistens
belacht.
#50 Agiafortuni 17:49:22 | Dienstag, 3. Januar 2006
Romano der Unbelehrbare Sie täten gut daran einmal das Buch Pater Giovanni Perrone: „Il Protestantesimo
e la Regola di Fede“ zu konsultieren. Dort wird festgestellt, dass nur eine Regel, welche die Unversehrtheit
des Glaubens gewährleistet, als Glaubensregel gelten darf. Dieser Pflicht sind die Konzilspäpste in
keiner Weise nachgekommen, sondern haben mit ihrem Verhalten grosse Aergernisse geschaffen und Bestürzung
bei den Gläubigen hervorgerufen. Daher ist ihr Verhalten tadelnswert und von einer demütigen Unterwerfung
unter ihre Herrschaft kann nicht die Rede sein.
Athanasius (1) Der gebetsmühlenartige Vergleich von Marcel Lefebvre mit Athanasius ist und bleibt schief.
Athanasius wandte sich gegen eine glasklare Häresie, die bereits durch das Konzil von Nicäa und das
dort formulierte Glaubensbekenntnis zurückgewiesen wurde. Kein einziger Satz des II. Vatikanums kommt
auch nur in die Nähe der Arianischen Häresie. Trotzdem hat Marcel Lefebvre unerlaubt 4 Bischöfe geweiht
(was Athanasius wohl nicht getan hat). Das wiegt schwer. (2) Wo es Neuformulierungen oder Änderungen
der katholischen Lehre gibt, betreffen diese den Bereich „unterhalb des Dogmas“. Das gilt z.B. für den
berüchtigten Syllabus. Insofern kann man innerhalb der Kirche natürlich streiten und unterschiedlicher
Meinung darüber sein, ob z.B. die damaligen Verurteilungen heute noch aktuell sind oder nicht. Das ändert
aber nichts daran, dass eine „Vermutung“ der Richtigkeit für die aktuellen Äußerungen des Lehramtes
spricht. (3) Eine „Kirche aller Zeiten“, die verschieden ist von der Kirche, die heute von Papst Benedikt
XVI. durch die Zeit geführt wird, gibt es nicht. Solange Zweifel daran bestehen, dass die vier Bischöfe
des FSSPX dies anders sehen, wird man von Ihnen vor Herstellung der vollen Gemeinschaft mit dem Stuhle
Petri einen öffentlichen Akt der Demut und des Gehorsams verlangen müssen.
Mit allen dogmatischen Konzilen gegen die Neue Religion Romano schrieb: wenn Sie die reale Kirchenführung
gegen eine „ewige“ Kirche auszuspielen versuchen, Es werden nur Tatsachen festgestellt. Nach Ihrer Meinung
hätte auch St. Athanasius die ewige Kirche gegen die real existierende und irrige Kirchenführung „ausgespielt“.
Doch er spielte nur die Karte der Wahrheit. Vor den nun vermehrt auftretenden Autoren, die, wie in der
FAZ, feststellen, daß das V.II einen Bruch mit der überlieferten Lehre darstellt – auch wenn sie ihn
mehrheitlich „für gut“ befinden und die alten Päpste schelten – war es auf der Seite der Freunde des
Modernismus immerhin Kardinal Ratzinger, der sagte, daß das V.II der Anti-Syllabus und die Versöhnung
der Kirche mit 1789 ist, uam. Es ist nicht unsere Schuld, daß er irrigerweise glaubt, man könne die
Wahrheit (Kirche) mit dem Irrtum (Revolution) vermählen. Die vorkonziliaren Würdenträger wußten mehrheitlich
um diese Unmöglichkeit. Just diesen Bruch stellten Mgr. Lefebvre und Nachfolger fest. Allerdings ziehen
sie Konsequenzen daraus. dann tun Sie doch genau das, von dem Sie angeblich ein „Abgrund“ trennt. Mgr.
Lefebvre tat das Gegenteil Luthers, dessen Wesen er übrigens im Gegenatz zu den Freundes des Modernismus
kannte. Deswegen sprach er: „Die wichtigste Frage ist die Frage des Glaubens. Für uns ist sie gelöst.
Wir haben den Glauben aller Zeiten, den Glauben des Konzils von Trient und den Katechismus des hl. Pius
X., aller Konzile und aller Päpste vor dem II. Vatikanum.“
@ Marcel Aber Marcel, wenn Sie die reale Kirchenführung gegen eine „ewige“ Kirche auszuspielen versuchen,
dann tun Sie doch genau das, von dem Sie angeblich ein „Abgrund“ trennt. Sie schaffen eine „ewige“ Kirche,
die nicht identisch ist mit der konkreten communio, die hier und jetzt existiert. Das ist genau dasselbe
schiefe Kirchenverständnis wie es die Lutheraner haben, die unter der „una sancta ecclesia“ eine nur
noch virtuelle, aber im Grunde keine reale, sichtbare Gemeinschaft mehr verstehen. Das ist auch der Grund,
weswegen ich es für richtig hielte, vor Aufhebung der Exkommunikationen sichtbare (und durchaus schmerzhafte)
öffentliche Akte des Gehorsams und der Demut zu verlangen. Dann würde man sehr schnell erkennen, wie
weit her es mit der Treue zu Rom wirklich ist. Dabei geht es mir nicht um ein „Abschwören“ im herkömmlichen
Sinn. Der theologische Streit kann in seinen Feinheiten später ausgetragen werden. Nur muss eben deutlich
werden, dass man toten Päpsten nicht wirklich „gehorchen“ kann, sondern nur dem einen, der heute als
Christi Stellvertreter die Kirche regiert. Dieser eine ist weder Pius X. noch Marcel Lefebvre, sondern
Benedikt XVI.
Keine Rückkehr zum V.II, sondern Rückkehr zur Tradition Romano, den von Ihnen dargelegten protestantischen
Gewissensbegriff vertreten wir Traditionalistas nicht. Wir binden unser Gewissen an die ganze kirchliche
Lehre, wie sie uns seit über 1900 Jahren getreu von den Aposteln überliefert wird. Nicht die FSSPX stellt
den Maßstab auf, der zeigt, daß die V.II-Kirchenführung irrt, sondern die vorkonziliaren Päpste stellen
den Maßstab auf: durch ihre beständige Lehrtradition. Mit V.II wurde mit ihr gebrochen. Selbst ein FAZ-Autor
bemerkte diese Tatsache kürzlich. Allerdings zog er den modernen Fehlschluß, daß die vorkonziliaren
Päpste sich geirrt hätten. Es klafft ein Abgrund zwischen dem subjektivistischen Aufbegehren Luthers
gegen die Kirche plus ihre gesamte Lehre einerseits, und dem notwendigen athanasischen Ungehorsam Mgr.
Lefebvres plus Nachfolger gegenüber einer Kirchenführung, die gegen die ewige Kirche handelt, andererseits.
Auch diesbezüglich lasse ich mir kein X für ein U mehr vormachen. Wie niemand, der in den Klauen des
Protestantismus gefangen war. Daß der durch V.II entfesselte Ökumenismus die Konzilskirche protestantisiert,
ist offenkundig. Dies unter Duldung der Kirchenführung. Dagegen geht der Widerstand der FSSPX: damit
wir katholisch bleiben können. So wie unsere geistlichen Vorfahren vor 500, 1000, 1500 und 2000 Jahren
katholisch waren. Keine Rückkehr zum Konzil, sondern Rückkehr zur Tradition! www.fsspx.info/news/print.php?show=739
@ Ottaviani (1) Bischof Kamphaus war aber letzten Endes gehorsam und hat sich trotz erheblicher, aus seiner
Sicht sehr gravierender Bedenken in den Ausstieg aus der staatlichen Beratung gefügt. (2) Für eine Aufhebung
der Exkommunikationen ist m.E. nicht erforderlich, dass die theologischen Streitfragen geklärt werden.
Disput über die Auslegung des II. Vatikanum ist selbstverständlich auch innerhalb der vollen Gemeinschaft
der Kirche möglich. Erforderlich ist aber m.E. ein äußerlich sichtbarer (und für die Betroffenen auch
„fühlbarer“!) Akt der Unterwerfung unter unseren Papst.
Bischof Kamphaus Ist ja seinem Gewissen gefolgt es war ja seine entscheidung der Weisung des Papstes zu
folgen er hätte ja als Diözesanbischof resignieren können bzw. Seine Absetzung durch den Apostolischen
Stuhl erwarten Nn ich denke nicht daß der Hl. Vater den 4 Weihbischöfen der FSSPX. etwas auferlegen
wird den vorher müßten ja die theologiwschen Probleme geklärt sein nd davon sind wir meilenweit weg
@ Marcel Das, was Sie, werter Marcel, sagen, ist natürlich grundsätzlich richtig. Wer nach ernsthafter
Gewissensprüfung erkannt zu haben meint, dass ein Papst oder Bischof in einer für den Glauben grundlegenden
Frage irrt, muss seinem Gewissen folgen. In diesem Ausgangspunkt gibt es innerhalb der katholischen Kirche
keinen Dissens. Das Recht und die Pflicht, dem eigenen (auch: dem irrenden) Gewissen zu folgen, hätte
man dann aber vielleicht auch einem Bischof Kamphaus zubilligen müssen. Das ist das eine. Das andere
ist m.E. in erster Linie ein Mentalitätsproblem. Denn die Berufung auf das eigene Gewissen muss die –
Extremfällen vorbehaltene – Ausnahme sein, darf aber nicht zur Regel werden, will man sich nicht außerhalb
der konkreten kirchlichen Gemeinschaft stellen. An diesem Punkt wird es möglicherweise schwierig. Wer
über Jahrzehnte dem Lehramt gewohnheitsmäßig die Gefolgschaft und dem amtierenden Papst den Gehorsam
verweigert, dem wird die notwendige Integration in eine konkrete Hierarchie schwer fallen. Ob jene gelingt,
wenn man das „Hier stehe ich, ich kann nicht anders. Gott helfe mir. Amen.“ über eine so lange Zeit (wenn
auch in gutem Glauben) ritualisiert hat? Die Erfahrung, zähneknirschend gehorchen (z.B. den zeitweiligen
Verzicht auf die Ausübung der Weihevollmacht, die Betrauung mit einem Amt außerhalb der FSSPX etc.),
sollte unser Papst den vier episcopi vagantes m.E. jedenfalls nicht ersparen.
Ganz einfach die Zukunft Unser hl. Vater soll die Bischöfe der Priesterbruderschaft zu Kardinäle ernennen.
Und die Sache ist ganz einfach gelöst. Vielleicht ist dann der nächste Papst der Papst Petrus II
Vom Ökumenismus zur schweigenden Apostasie Die FSSPX sagt nicht, sie sei die Kirche. Die Oberen der FSSPX
stellen klar, daß man Petrus nicht folgen darf, wenn er irrt. Sondern für seine Bekehrung beten soll
wie einst Christus für Petrus. Und korrigierend auf ihn einwirken soll wie einst St. Paulus. Weitere
Heilige nahmen diese schwere Aufgabe wahr im Laufe der Zeit. Die Zeit endet nicht 1965. Daß die Kirchenführung
seit V.II einem Irrweg folgt, kann man detailliert nachlesen: Vom Ökumenismus zur schweigenden Apostasie
www.fsspx.org/…ehre/Krise/krise.htm. (Kompakt als PDF www.fsspx.org/…Ökumeneerklärung.pdf.) Aus
der Feder der vier FSSPX-Weihbischöfe; nicht nur in ihrer Analyse des Irrweges der Kirchenführung folgen
sie einheitlich dem Echo der vorkonziliaren Päpste: dem „großen Mann der Gesamtkirche“, Mgr. Lefebvre.
Wer das Dokument nicht lesen mag, kann das darin Gesagte beobachten: mit dem V.II wurden die Schleußen
aufgerissen, daß die Flut des Modernismus ungehindert in die Kirche eindringen konnte und seither fast
alles zerstört. Sehe man sich um. Fast unerhört, für wie dumm man uns Katholiken verkaufen will: ich
wuchs in just dieser grauenhaft ungläubigen Nachkonzilskirche auf und kann ein donnerndes Lied von der
Kirchenzerstörung singen! Seit ich den Kontrast zur alten Kirche und Lehre sehen darf – weil von der
FSSPX vorexerziert –, lasse ich mir kein X für ein U mehr vor“ökumenisieren“. Instaurare omnia in Christo.
#40 Catholicus 11:22:51 | Dienstag, 3. Januar 2006
Die Kirche Christi ist dort, wo Petrus ist! Meines Erachtens besteht der Irrtum von Bischof Williamson
darin, dass er den Modernismus als solchen, den es in der Kirche zweifellos gibt und der tatsächlich
eine „neue Religion“ darstellt, mit dem identifiziert, was das kirchliche Lehramt des Papstes und der
Bischöfe als authentische und verbindliche Glaubenslehre vorlegen. Der Theorie von Williamson nach wären
Papst und Bischöfe im Prinzip vom Glauben abgefallen und gehörten einer neuen Religion an, während
die Priesterbruderschaft und die mit ihr verbundenen Gläubigen die wahre Kirche Christi repräsentierten.
Nötig sei daher nicht die Bekehrung der Bruderschaft hin zu Rom, sondern die Bekehrung Roms zum wahren
Glauben, den allein die Piusbruderschaft vertrete! Unter diesen Voraussetzungen fällt es schwer, die
Grenzlinie zum Sedisvakantismus zu sehen, und es würde mich nicht wundern, wenn Bischof Williamson und
mit ihm verbundene Priester und Gläubige bei einem positiven Fortschritt der Annäherung zwischen der
Piusbruderschaft und dem „modernistischen“ Rom die Konsequenzen zögen und erklärten: Das ist nicht mehr
unser Papst und unsere Kirche, und: Wir wollen auch mit der Piusbruderschaft nichts mehr zu tun haben,
denn sie verrät das Erbe des Gründers. Aber da müsste man dann doch fragen: Wem gilt es treu zu bleiben?
Einem einzelnen Bischof, der guten Glaubens, aber teilweise auf objektiv falsche Weise Widerstand geleistet
hat gegen den Modernismus, oder dem Nachfolger Petri und dem mit ihm verbundenen Bischöfen?
#39 Athanasius 11:20:03 | Dienstag, 3. Januar 2006
Bischof Mgr. Richard Williamson… …ist – wie im Artikel erwähnt – Rektor des sehr schönen und hagelneuen
Seminars „Nuestra Senhora Correntora“ in La Reja, Argentinien. Erbaut wurde das Gebäude in spanischem
weissen Kolonialstil mit einer grossen Kirche, gegen 2002. Trotz dem Widerstand der Diözesen, der Bischöfe
Argentiniens usw. In Argentinien ist die FSSPX recht aktiv. Wegen dem Eingreifen der FSSPX wurde in Argentinien
die Morning-After-Pille verboten (damals nur Lob seitens eines Diözesanbischofs), und anti-katholische
Ausstellungen wurden mit Prozessionen gesöhnt, wobei die Diözesanpriester abwesend waren bzw. die Künstler
lobten (Blasphemische Ausstellungen in Kirchen). Bild des neuen Seminariums: www.fsspx.org/…ja-eglise-2004-b.jpgwww.fsspx.org/…ja-eglise-2004-b.jpg Bild der Innenseite der Seminarkirche: www.fsspx.org/…nts/LaRejaOffice.jpg
Bilder einer Hl. Priesterweihe im Seminar. www.fsspx.org/…/2004/LaReja2004.htm
betrifft Petrusbruderschaft Nn selbige kann kein thelogisches Profil zeigen, weil keines vorhanden ist
ich erinnere mich noch an den beginn der sog „jugendabeit“ der Petrusbruderschaft ca 1989 ich war da im
kloster st. Pelagiberg da wurde uns plötzlich erklärt wie wunderbar medjugorje ist usw man ist eben
infach eine gemeinschaft die außer der Pflege der tridentinischen Liturgie nichts zu sagen hat