Ungesühnter Völkermord an Christen
Im Jahr 2005 jährte sich zum neunzigsten Mal der türkische Massenmord an den christlichen Armeniern. Die ganze Elite Konstantinopels wurde massakriert: 1.5 von 2.3 Millionen Armenier starben. Eine erschütternde Neuerscheinung.

Das im Aachener MM-Verlag herausgegebene Buch „ Tod im Namen Allahs“ enthält zwei Augenzeugenberichte.
Der erste stammt von Henry Morgenthau († 1946), der von 1913 bis 1916 US-Botschafter in Konstantinopel war und das grauenvolle Schicksal der christlichen Armenier hautnah miterlebte.
Der Verfasser des zweiten Berichtes ist der Dominikanerpater Hyacinth Simon. Seine Aufzeichnungen sind von ergreifender Direktheit.
Hier ein kurzer Auszug aus dem Bericht über das Martyrium des armenisch-katholischen Bischofs Ignace Maloyan und seiner Herde:
Während der siebentägigen Gefangenschaft der Gruppe von Armeniern war die Religion eine große Hilfe. Die vier Ecken des Gefängnisses wurden zu vier Beichtstühlen umfunktioniert.
Die Priester hörten die Pönitenten an und sprachen sie los, wobei einer dem anderen die Stirne berührte.
Das Gebet füllte den Tag und verkürzte die Nacht. Nie trennten sich die Finger der Gefangenen vom Rosenkranz.
Der ebenfalls gefangene Erzbischof brauchte nicht öffentlich zu predigen. Sein tapferes und vornehmes Auftreten waren Vortrag genug. Zur Stärkung eines Furchtsamen hätte es genügt, das Testament des Oberhirten zu lesen:
„Wir, Diener Jesu Christi, Ignace Maloyan, durch die Gnade Gottes und die Barmherzigkeit des Heiligen Apostolischen Stuhles, Erzbischof von Mardin, an unsere vielgeliebten Kinder, Priester und Gläubigen der Diözese, Gruß, Segen und Abschied.“
„Wir ermahnen euch, vor allem euren Glauben zu stärken und eure Hoffnung auf das Heilige Kreuz zu festigen, das auf den Felsen Petri gepflanzt ist, auf den Jesus Christus seine unverrückbare und unsterbliche Kirche gebaut hat.“
„Ich habe mich mit all meinen Kräften, mit meiner ganzen schwachen Macht angestrengt, dem Haupt der Kirche, dem souveränen Römischen Pontifex vollkommen zu gehorchen.
Mein Wunsch – mein einziger Wunsch – wäre es zu sehen, daß meine geliebten Geistlichen und meine geliebte Herde meinem Beispiel folgen und den Anweisungen des Heiligen Stuhles immer fügsam bleiben.“
Es spielten sich unbeschreibliche Szenen ab, ähnlich den antiken Szenen der Märtyrer in den römischen Arenas, die auf die Panther und Leoparden warteten. Aber hier waren das Amphitheater größer, die Einsamkeit tiefer und die Tiere wilder.
Der Bischof und die Priester schritten durch die Reihen, gaben die letzte Lossprechung und spendeten überreichen Trost. Schließlich nahm der Bischof Brot und konsekrierte es. Die Priester verteilten die heiligen Gaben an die Gläubigen.
Einer der anwesenden Soldaten berichtete später, daß sich während der Konsekration und der Heiligen Kommunion eine dichte Wolke über die Todgeweihten legte und sie für die Augen der Mohammedaner vollkommen unsichtbar wurden.
Gott webte unerwartet einen Schleier, der die heiligen Ereignisse vor den Augen der Heiden verbarg.
Als diese letzte brüderliche Eucharistie beendet war, in der das Brot des Lebens gebrochen wurde, konnten die Kämpfer dem Tod entgegenschreiten. Kein einziges Versagen wurde bekannt.
Am Freitag, dem 11. Juni – Festtag des Heiligsten Herzens Jesu – wurde sie alle umgebracht.
Ihr Tod wurde selbst von den Kurden bewundert, die beutegierig herbeigeeilt waren: „Niemals haben wir eine solche religiöse Standhaftigkeit gesehen“, sagte einer von ihnen.
Mons. Maloyan wurde nicht mit seinen Gläubigen niedergemacht.
Um seinem Kummer noch den weiteren Kummer hinzuzufügen, von seiner Herde getrennt zu sterben, zwang ihn die türkische Polizei, noch vor der Hinrichtung seiner Herde auf ein Pferd zu steigen und vorauszureiten.
So kam er alleine in Kara-Keupru an. Dort sollte er sterben. Als man ihm diese düstere Nachricht mitteilte, fragte er besorgt:
„Wo sind meine Kinder?“ „Sie werden sterben“, gab man ihm zu Antwort.
Tod im Namen Allahs
Die Ausrottung der christlichen Armenier
Augenzeugenberichte
MM-Verlag Aachen
ISBN 3-928272-70-5
126 Seiten, gebunden
11,00 € [D] / 11,40 € [A]
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Freitag, 17. Februar 2006 20:21
Benedikt: @ bully
In Ihrem Folgebeitrag werden Sie mir sicher noch erzählen, was das mit meinem von Ihnen zitierten Beitrag
zu tun hat.
Ich gehe auch davon aus, dass Sie – falls Sie Deutscher oder Österreicher sind – im Angesicht der Verbrechen dieser Staaten Ihre Ausbürgerung beantragt haben.
Ich gehe auch davon aus, dass Sie – falls Sie Deutscher oder Österreicher sind – im Angesicht der Verbrechen dieser Staaten Ihre Ausbürgerung beantragt haben.
Freitag, 17. Februar 2006 19:45
bully: @Benedikt
Es ist keine Intoleranz, wenn man von der Wahrheit irgendeiner Sache überzeugt ist. Wer einem das absprechen
will, der ist selber ein Ausbund an Intoleranz.
750.000 Tote Serben
Noch im 20. Jahrhundert erreicht die Blutspur der Kirche einen schaurigen Höhepunkt: Im »katholischen Kroatien« werden zwischen 1941 und 1943 etwa eine Dreiviertelmillion orthodoxe Serben umgebracht, zum Teil zuvor noch zum katholischen Glauben zwangsbekehrt.
22.000.000 Tote
Zwischen 1096 und 1291 fanden auf Betreiben der Päpste sieben Kreuzzüge ins »Heilige Land« Palästina statt, die nach Schätzung des Schriftstellers Hans Wollschläger (»Die bewaffneten Wallfahrten nach Jerusalem«) insgesamt 22 Millionen Menschen das Leben kosteten.
Bei der Eroberung Jerusalems (1099) wurden etwa 70 000 Juden und Muslime im Blutrausch umgebracht – die gesamte Einwohnerschaft der Stadt. Die noch vor Blut triefenden Ritter gingen anschließend »vor Freude weinend … hin, um das Grab unseres Erlösers zu verehren, und entledigten sich ihm gegenüber ihrer Dankesschuld« – so ein Augenzeuge (»Die Kreuzzüge in Augenzeugenberichten«, dtv-Taschenbuch, 1971, S. 101).
[link]http://www.kirchenopfer.de/dieopfer/index.html
Die Religionen sind verschiedene Wege, die im gleichen Punkt münden. Was macht es, daß wir verschiedene Wege gehen, wenn wir nur das gleiche Ziel erreichen?
Mahatma Gandhi (1869-1948), ind. Rechtsanwalt, Führer d. ind. Befreiungsbewegung.
750.000 Tote Serben
Noch im 20. Jahrhundert erreicht die Blutspur der Kirche einen schaurigen Höhepunkt: Im »katholischen Kroatien« werden zwischen 1941 und 1943 etwa eine Dreiviertelmillion orthodoxe Serben umgebracht, zum Teil zuvor noch zum katholischen Glauben zwangsbekehrt.
22.000.000 Tote
Zwischen 1096 und 1291 fanden auf Betreiben der Päpste sieben Kreuzzüge ins »Heilige Land« Palästina statt, die nach Schätzung des Schriftstellers Hans Wollschläger (»Die bewaffneten Wallfahrten nach Jerusalem«) insgesamt 22 Millionen Menschen das Leben kosteten.
Bei der Eroberung Jerusalems (1099) wurden etwa 70 000 Juden und Muslime im Blutrausch umgebracht – die gesamte Einwohnerschaft der Stadt. Die noch vor Blut triefenden Ritter gingen anschließend »vor Freude weinend … hin, um das Grab unseres Erlösers zu verehren, und entledigten sich ihm gegenüber ihrer Dankesschuld« – so ein Augenzeuge (»Die Kreuzzüge in Augenzeugenberichten«, dtv-Taschenbuch, 1971, S. 101).
[link]http://www.kirchenopfer.de/dieopfer/index.html
Die Religionen sind verschiedene Wege, die im gleichen Punkt münden. Was macht es, daß wir verschiedene Wege gehen, wenn wir nur das gleiche Ziel erreichen?
Mahatma Gandhi (1869-1948), ind. Rechtsanwalt, Führer d. ind. Befreiungsbewegung.
Mittwoch, 8. Februar 2006 02:40
Benedikt: @ bully
Eine Religion akzeptiert stets nur die eigene „Glaubenslehre“ als alleinige Wahrheit.
Natürlich. Das ist doch logisch. Wie bitte soll es auch möglich sein, dass eine Religion auch eine andere anerkennt? Dann wäre sie ja selbst überflüssig und müsste eingestehen, dass ihre eigenen Inhalte zT falsch sind. Wenn e im Christemtum heißt, dass man nach dem Tode in den Himmel kommt, dann kann man nicht gleichzeitig die Lehre der Wiedergeburt für wahr halten. Beides passt eben nicht zusammen. Für die Leute heutzutage, die überall Konsens und Harmoniesoße suchen, mag das schwer zu akzeptieren sein, aber logisch ist es trotzdem.
Katholiken gegen Protestanten „IRLAND“
Ach was, dass ist doch ein reiner Bandenkrieg, der mit Religion in Wirklichkeit gar nichts mehr zu tun hat. Da gehts nur noch um die Oberhand über Stadtviertel.
Religion und Intoleranz sind identisch und liegen auf derselben Linie.
Es ist keine Intoleranz, wenn man von der Wahrheit irgendeiner Sache überzeugt ist. Wer einem das absprechen will, der ist selber ein Ausbund an Intoleranz.
Natürlich. Das ist doch logisch. Wie bitte soll es auch möglich sein, dass eine Religion auch eine andere anerkennt? Dann wäre sie ja selbst überflüssig und müsste eingestehen, dass ihre eigenen Inhalte zT falsch sind. Wenn e im Christemtum heißt, dass man nach dem Tode in den Himmel kommt, dann kann man nicht gleichzeitig die Lehre der Wiedergeburt für wahr halten. Beides passt eben nicht zusammen. Für die Leute heutzutage, die überall Konsens und Harmoniesoße suchen, mag das schwer zu akzeptieren sein, aber logisch ist es trotzdem.
Katholiken gegen Protestanten „IRLAND“
Ach was, dass ist doch ein reiner Bandenkrieg, der mit Religion in Wirklichkeit gar nichts mehr zu tun hat. Da gehts nur noch um die Oberhand über Stadtviertel.
Religion und Intoleranz sind identisch und liegen auf derselben Linie.
Es ist keine Intoleranz, wenn man von der Wahrheit irgendeiner Sache überzeugt ist. Wer einem das absprechen will, der ist selber ein Ausbund an Intoleranz.
Dienstag, 7. Februar 2006 22:03
bully: Völkermord, nur an Christen?
Religionen sind der Inbegriff der Intoleranz.
Eine Religion akzeptiert stets nur die eigene „Glaubenslehre“ als alleinige Wahrheit. Alle davon abweichenden Meinungen – seien sie religiös oder wissenschaftlich begründet – werden als Teufelszeug verdammt.
Auch unter den Religionen selbst herrschen Hass und Intoleranz, ja sogar unter dem Dach ein und derselben Religion. Da gibt es verschiedene Glaubensrichtungen, die nicht einmal unter sich selbst Toleranz üben (Sunniten gegen Schiiten“IRAK“, Katholiken gegen Protestanten „IRLAND“).
Religion und Intoleranz sind identisch und liegen auf derselben Linie. Sie sind zwei Seiten derselben Medaille.
Wenn Sie diese Sicht der Dinge als Selbstgerechtigkeit verurteilen wollen … bitte sehr, dann tun Sie das…
MfG
Eine Religion akzeptiert stets nur die eigene „Glaubenslehre“ als alleinige Wahrheit. Alle davon abweichenden Meinungen – seien sie religiös oder wissenschaftlich begründet – werden als Teufelszeug verdammt.
Auch unter den Religionen selbst herrschen Hass und Intoleranz, ja sogar unter dem Dach ein und derselben Religion. Da gibt es verschiedene Glaubensrichtungen, die nicht einmal unter sich selbst Toleranz üben (Sunniten gegen Schiiten“IRAK“, Katholiken gegen Protestanten „IRLAND“).
Religion und Intoleranz sind identisch und liegen auf derselben Linie. Sie sind zwei Seiten derselben Medaille.
Wenn Sie diese Sicht der Dinge als Selbstgerechtigkeit verurteilen wollen … bitte sehr, dann tun Sie das…
MfG
Montag, 30. Januar 2006 22:38
GerdEric: Wie ist das eigentlich mit den Völkermorden an den Arianern
und Albingenser/Katharern und Waldenser?
und derer viele anderen,
Bogoumilen und den frühen Täufern!!!
und derer viele anderen,
Bogoumilen und den frühen Täufern!!!
Montag, 30. Januar 2006 20:38
Kutb-ül Aktab: Maloyans Name
Wieso muss man zu Zeiten von Huntingtons Thesen gewisse reißerische Bezeichnungen gezielt verwenden, um irgendwelche frommen Gemüte zu schockieren? Widmen wir uns doch dem Titel dieses Werkes, der da lautet: „Tod im Namen Allahs“. Nun, dem Thema fremde Personen würden nun an Bin Laden denken. Doch es handelt um die Armenierfrage, und der Titel will aussagen, dass bereits vor 90 Jahren, Christen wegen Allah sterben sollten.Der armenisch-katholische Bischof, Ignace Maloyan, dessen Martyrium beschrieben wird, hieß„Shükrullah“. Muslime sagen „Hamd-u Şükrullah“, wenn sie ihrer Zufriedenheit und dadurch ihre Verbundenheit an Gott aussprechen wollen. Maloyans Bruder hieß „Mallallah“, seine Mutter „Faride“. Dies sind durchaus gängige Namen in der muslimischen Kultur. Wieso gaben und geben sich Christen scheinbar muslimische Namen mit dem Suffix -allah? Zum einen, weil deren Sprache selbst die arabische ist. Zum anderen, weil die Christen des Orients durchaus wissen, für was das Wort „Allah“ steht, nämlich für „Gott“ und nicht für den Teufel usf., wie ein weiterer Kommentator es hier erwähnte. Christen der westlichen Welt tun nicht nur Muslimen, sondern auch den Christen des Orients unrecht, wenn sie den Namen „Allah“ wegen aktuellen Missständen in der Weltpolitik in Misskredit ziehen. Denn es mag vielleicht für die „Eurochristen“ befremdlich sein, doch die Patriarchen der armenischen oder griechisch-orthodoxen Kirche in der Türkei beten in ihrer Andacht auch an „Allah“.
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