13:49:41 | Dienstag, 3. Januar 2006
Der umstrittene Biotechniker und abgefallene Katholik Professor Hwang Woo-suk streitet ab, seine Menschenversuche gefälscht zu haben. Zwischenzeitlich übt er sich in Verneigungen vor Buddha.
(kreuz.net, Seoul) In der Vergangenheit
wurde der Biotechniker Hwang weltberühmt, weil es ihm angeblich
als erstem gelungen war, aus dem Erbgut eines geborenen Menschen einen echten Zwilling – Klon – zu erzeugen.
Ziel dieser Forschungen ist die anschließende Tötung des Zwillings und die Verwendung seiner Zellen
für angebliche Therapien an seinem großen Bruder.
Die unmoralischen Menschenversuche des Wissenschaftlers
wurden inzwischen als Fälschungen entlarvt. Doch Professor Hwang streitet alles ab. Das berichtete die
Nachrichtenagentur ‘AsiaNews’.
Hwang hat jüngst behauptet, daß die Ergebnisse seiner Forschungen gestohlen
worden seien. Es sei nicht wahr, daß die Stammzellen, die er aus klonierten Menschen erzeugt habe, nie
existiert hätten.
Der Wissenschaftler – der bis vor kurzem in Südkorea als Nationalheld galt – äußerte
sich in einem Gespräch mit der buddhistischen Tageszeitung ‘Beopbo’.
„Ich bin mir sicher, daß die Proben
ausgewechselt wurden. Experten können das zweifelsfrei kontrollieren“, erklärt Hwang: „Eine polizeiliche
Untersuchung wird nur zwei Tage dauern.“
Ein Mitarbeiter von Hwang hatte Anfang Dezember erklärt, daß
die vorgelegten Stammzellen in Wirklichkeit aus künstlich befruchteten Eizellen erzeugt worden seien.
Am Ende des Interviews sprach Professor Hwang auch über die Religion. Der Wissenschaftler wurde katholisch
getauft, fiel aber als Jugendlicher vom Glauben ab und wurde mit 36 Jahren Buddhist.
Er versuche jeden
Tag, einige Verneigungen vor Buddha zu machen: „Ich habe die Absicht, 108 Verneigungen pro Tag zu erreichen.“
Die 108 Verneigungen vor Buddha sind eine aszetische Praxis im Buddhismus.
Hwang verlor seine öffentlichen
Ämter schon am 24. November, nachdem bekannt wurde, daß er für seine Forschungen auch Eizellen seiner
Assistentinnen verwendet hatte, obwohl das den Richtlinien widerspricht.
Der Wissenschaftler dementierte,
daß die Forscherinnen zu diesem Schritt gezwungen worden seien. Ihm sei die Herkunft der von ihm verwendeten
Eizellen unbekannt gewesen.
Der Priester Remigius Dong-ik glaubt das nicht. Hw. Dong ist Professor an
der Katholischen Universität in Seoul. In einem Interview mit dem katholischen Radio ‘Pbs’ erklärte,
daß es wahrscheinlich sei, daß Hwang mit seinen Assistentinnen Abmachungen getroffen habe. Entsprechende
Informationen seien ihm von einem wissenschaftlichen Mitarbeiter von Professor Hwang mitgeteilt worden.
Eine katholische Assistentin des Stammzellenforschers erklärte vor dem gleichen Radio: „Ich habe an
die Existenz dieser Zellen geglaubt, aber jetzt bin ich davon nicht mehr überzeugt. Jetzt habe ich den
Wunsch, zu den Patienten zurückzukehren und
Kardinal Kim nicht mehr zum Weinen zu bringen.“
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#6
Rudolphus 11:31:07 | Mittwoch, 4. Januar 2006
#5
Benedikt78 11:02:37 | Mittwoch, 4. Januar 2006
#4
Elendester Sünder 20:33:33 | Dienstag, 3. Januar 2006
#3
Ursula Pons 19:40:48 | Dienstag, 3. Januar 2006
#2
Rudolphus 17:38:05 | Dienstag, 3. Januar 2006
#1
georg 14:22:52 | Dienstag, 3. Januar 2006