Koreanischer Biotechniker: Ich habe nicht gelogen
Der umstrittene Biotechniker und abgefallene Katholik Professor Hwang Woo-suk streitet ab, seine Menschenversuche gefälscht zu haben. Zwischenzeitlich übt er sich in Verneigungen vor Buddha.

Ziel dieser Forschungen ist die anschließende Tötung des Zwillings und die Verwendung seiner Zellen für angebliche Therapien an seinem großen Bruder.
Die unmoralischen Menschenversuche des Wissenschaftlers wurden inzwischen als Fälschungen entlarvt. Doch Professor Hwang streitet alles ab. Das berichtete die Nachrichtenagentur ‘AsiaNews’.
Hwang hat jüngst behauptet, daß die Ergebnisse seiner Forschungen gestohlen worden seien. Es sei nicht wahr, daß die Stammzellen, die er aus klonierten Menschen erzeugt habe, nie existiert hätten.
Der Wissenschaftler – der bis vor kurzem in Südkorea als Nationalheld galt – äußerte sich in einem Gespräch mit der buddhistischen Tageszeitung ‘Beopbo’.
„Ich bin mir sicher, daß die Proben ausgewechselt wurden. Experten können das zweifelsfrei kontrollieren“, erklärt Hwang: „Eine polizeiliche Untersuchung wird nur zwei Tage dauern.“
Ein Mitarbeiter von Hwang hatte Anfang Dezember erklärt, daß die vorgelegten Stammzellen in Wirklichkeit aus künstlich befruchteten Eizellen erzeugt worden seien.
Am Ende des Interviews sprach Professor Hwang auch über die Religion. Der Wissenschaftler wurde katholisch getauft, fiel aber als Jugendlicher vom Glauben ab und wurde mit 36 Jahren Buddhist.
Er versuche jeden Tag, einige Verneigungen vor Buddha zu machen: „Ich habe die Absicht, 108 Verneigungen pro Tag zu erreichen.“
Die 108 Verneigungen vor Buddha sind eine aszetische Praxis im Buddhismus.
Hwang verlor seine öffentlichen Ämter schon am 24. November, nachdem bekannt wurde, daß er für seine Forschungen auch Eizellen seiner Assistentinnen verwendet hatte, obwohl das den Richtlinien widerspricht.
Der Wissenschaftler dementierte, daß die Forscherinnen zu diesem Schritt gezwungen worden seien. Ihm sei die Herkunft der von ihm verwendeten Eizellen unbekannt gewesen.
Der Priester Remigius Dong-ik glaubt das nicht. Hw. Dong ist Professor an der Katholischen Universität in Seoul. In einem Interview mit dem katholischen Radio ‘Pbs’ erklärte, daß es wahrscheinlich sei, daß Hwang mit seinen Assistentinnen Abmachungen getroffen habe. Entsprechende Informationen seien ihm von einem wissenschaftlichen Mitarbeiter von Professor Hwang mitgeteilt worden.
Eine katholische Assistentin des Stammzellenforschers erklärte vor dem gleichen Radio: „Ich habe an die Existenz dieser Zellen geglaubt, aber jetzt bin ich davon nicht mehr überzeugt. Jetzt habe ich den Wunsch, zu den Patienten zurückzukehren und Kardinal Kim nicht mehr zum Weinen zu bringen.“
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Mittwoch, 4. Januar 2006 11:31
Rudolphus: @Ursula Pons
Eine Beziehung zum tatsächlichen Christus ist nur über den Kult und die Lehre der hl. Kirche möglich.
„Irgendeine“ persönliche „Christusbeziehung“ außerhalb der Kirche fußt stets auf falschen irrigen Lehren von Sekten.
„Irgendeine“ persönliche „Christusbeziehung“ außerhalb der Kirche fußt stets auf falschen irrigen Lehren von Sekten.
Mittwoch, 4. Januar 2006 11:02
Benedikt78: Ritueller Selbstmord?
Ich dachte rituelle Selbstmorde seien vor allem bei den Japanern zu finden. Ich lasse mich aber gerne
belehren.
Der Werdegang des Biotechnikers ist bemerkenswert. Katholsich geboren, abgefallen, dann folgen seine unverantwortlichen „Forschungen“ und nun ist er noch Buddist geworden. Das spricht Bände…
Der Werdegang des Biotechnikers ist bemerkenswert. Katholsich geboren, abgefallen, dann folgen seine unverantwortlichen „Forschungen“ und nun ist er noch Buddist geworden. Das spricht Bände…
Dienstag, 3. Januar 2006 20:33
Elendester Sünder: Sepuku
Hwang Woo-suk versucht, sein völliges Versagen zu verschleiern, um keinen rituellen Selbstmord begehen zu müssen…oder so ähnlich…
Dienstag, 3. Januar 2006 19:40
Ursula Pons: Gotteskult
Sollen die „Abgefallenen“ zu einem wie auch immer ausgestalteten „Gotteskult“ zurückkehren, oder sollen
sie eine lebendige Beziehung zu Jesus Christus bekommen.
Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass dies ein gravierender Unterschied ist.
Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass dies ein gravierender Unterschied ist.
Dienstag, 3. Januar 2006 17:38
Rudolphus: Vom Katholizismus zur Buddhaverehrung
Es wäre interessant zu wissen, wieso er von der katholischen Minderheit zur buddhistischen Mehrheit in
Ostasien gewechselt hat.
Vielleicht ist er auch bloß den Predigten von Priestern im Geiste des II. Vaticanums gefolgt.
Möge Gott allen Abgefallenen Gnade im Übermaß geben, um wieder zum wahren Gotteskult zurückzukehren.
Vielleicht ist er auch bloß den Predigten von Priestern im Geiste des II. Vaticanums gefolgt.
Möge Gott allen Abgefallenen Gnade im Übermaß geben, um wieder zum wahren Gotteskult zurückzukehren.
Dienstag, 3. Januar 2006 14:22
georg: Die „schöne neue Welt“
ist wirklich schon sehr nahe!
georg
georg
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