Der Wiener Tierschutzverein erkundigte sich kürzlich beim christdemokratischen Kulturstaatssekretär, der bei Hermann Nitschs jüngstem Blutgelage im Wiener Burgtheater anwesend war, wie er diese Schändung von Tierkadavern beurteile.
(kreuz.net, Wien) Am 22. November sandte Frau Lucie Loubé, die Präsidentin des Wiener Tierschutzvereins,
einen kritischen Brief an den christdemokratischen Kulturstaatssekretär Franz Morak.
Morak ist für
die jüngsten Blutorgien des niederösterreichischen Grafikers Hermann Nitsch im Wiener Burgtheater mitverantwortlich.
Nitsch gibt sich in Österreich als Künstler aus.
Beim Geschehen, dem Nitsch den phantasievollen Namen
„Orgien Mysterien Theater“ gab, kamen Tierkadaver und große Mengen von Blut zum Einsatz.
Das peinliche
Schauspiel fand am 19. November statt und war offenbar bereits die 122. Wiederholungstat des skurrilen
Grafikers.
„Wie ich den Medien entnehmen konnte, waren Sie selbst im Publikum und wissen dadurch ja aus
direkter Erfahrung, wie das Ganze ablief“, schreibt Frau Loubé:
„Ich frage Sie, sehr geehrter Herr Staatssekretär,
wo liegt die von Herrn Nitsch angestrebte »Sinnlichkeit«, wenn in den Eingeweiden geschlachteter Tiere
gewühlt wird, wenn Menschen mit Gedärmen behangen werden, wenn überall der Gestank von Blut in der
Luft liegt – und wenn Tierkadaver rituell mißbraucht werden?“
Gewiß seien Geschmäcker verschieden
und die Freiheit der Kunst eine wertvolle Errungenschaft – als ehemalige Kulturschaffende sei sie damit
bestens vertraut, schreibt die Tierschützerin weiter:
„In meiner nunmehrigen Funktion als Präsidentin
des Wiener Tierschutzvereins bin ich allerdings einmal mehr betroffen, wie Tiere bei Herrn Nitschs Inszenierungen
sogar noch posthum erniedrigt und entwürdigt werden.“
Es würden schon genug Schweine oder Rinder tagtäglich
auf grausamste Weise in den Schlachthöfen sterben:
„Muß ihr Tod auch noch zur Kunstform erhoben werden?
Welche Botschaft vermittelt Hermann Nitsch den Zusehern? Geht es seinem »Orgien Mysterien Theater« wirklich
um das Mitfühlen, das Mitleiden, oder stehen wir nicht vielmehr vor einer besonderes verrohten Form der
»Event-Kultur«, wo es einfach nur um das Spektakuläre, das Abseitige geht?“
Den 50. Jahrestag der
Wiedereröffnung des Wiener Burgtheaters mit einer Kakophonie aus Blasmusik, Blut und Gedärmen zu begehen
möge zwar zeitgeistig sein, dem Tierschutz helfe das sicher nicht, stellt Frau Loubé fest:
„Wenn Kunst
schockieren soll, wenn sie polarisieren soll, dann so, daß kein Lebewesen dadurch zu Schaden kommt.“
Die Wiener Tierschützerin schließt mit einem eindringlichen Appell an den Kunststaatssekretär, Kunstformen
dieser entwürdigenden Art künftighin nicht mehr durch seine Präsenz aufzuwerten.
Sie ersucht den Politiker
auch um eine schriftliche Einschätzung des sogenannten „Orgien Mysterien Theaters“.
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7 Lesermeinungen
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Schlimmer als die Tierkadaver werden die Mitwirkenden erniedrigt! „In meiner nunmehrigen Funktion als
Präsidentin des Wiener Tierschutzvereins bin ich allerdings einmal mehr betroffen, wie Tiere bei Herrn
Nitschs Inszenierungen sogar noch posthum erniedrigt und entwürdigt werden.“ Erniedrigender als die Tierkadaverschändung
ist die – wenn auch freiwillig erfolgte – Schändung der Mitwirkenden an diesem satanistischen Spektakel.
Der geschlachtete Stier stammt aus dem Mithras-Kult. Der Rest (umgedrehtes Kreuz usw.) wohl direkt aus
dem Satanismus. Der Gatte der Evelin
#6 Benedikt78 12:13:19 | Donnerstag, 5. Januar 2006
Tierschutz – Gottesschutz? Ja, ich finde auch, dass man auch den Missbrauch des Kreuzes und die primitive
Nachäffung der Kreuzigung erwähnt haben müsste. Tierschutz in Ehren. Aber man muss diese Kunst auch
mal als Ganzes betrachten! Vielleicht sollte man sich mal an die FPÖ wenden. Die sind ja noch die einzigen,
die sich an solche Themen wagen! Dass Tiere geschlachtet und verarbeitet werden, ist eine Realität –
dass Nitsch daraus ein Kunstspektakel macht, kann diskutiert werden, aber „Schändung“ von toten Tieren?
was ist dann das Klopfen eines Schnitzel oder die Verarbeitung von Fleisch in einem Fleischwolf? Nitsch
will mW mit seinem „Orgien-Mysterien-Theater“ die archaischen Wurzeln von Kulten zeigen. Wissen Sie, Tiere
wurden stets gejagt oder gezüchtet, damit sie die Menschen ernähren können. Das ist auch der Sinn der
Tierhaltung. Man braucht sie als Lieferant von Nahrung. Man kann aber sehr wohl von einer „Schändung“
von toten Tieren reden! Oder haben Sie das Gefühl, dass das Fleisch nach diesen Spektakeln noch verwendet
wird? Es gibt Millionen von Menschen auf der Welt die Hunger leiden. Und dieser Künstler spielt mit Lebensmitteln.
Ist das richtig? Oder ganz lapidar ausgedrückt: Mir wurde als Kind beigebracht nicht mit dem Essen zu
spielen! Besonders schlimm ist aber, dass er mit dem Kreuz und unserem Erlöser Schabernack betreibt.
Der Katholizismus gibt den Menschen Hoffnung und Zuversicht. Dies wird mit dieser Art von Spektakel mit
Füssen getreten. Armer Mensch…
Tierschutz „…wie Tiere bei Herrn Nitschs Inszenierungen sogar noch posthum erniedrigt und entwürdigt
werden.“ Und wie erst der Erlöser am Kreuz blasphemisch erniedrigt wird, übersieht die Tierschützerin?
Nicht falsch verstehen: Ich liebe Tiere, habe selber Hund und Katze und leide, dass Tiere oft so grausam
von Sadisten behandelt werden, aber wenn Jesus Christus, mein Herr und Gott und mein Erlöser verspottet
wird, packt mich heiliger Zorn!!!
Das ist „KEINE KUNST“ Für solche perverse Spielchen da ist mir jedes Schwein zu schade dazu.Da fragt
man sich, was denn tierischer ist, das Blut eines armen Schweines oder der Mensch mit solchen unkulturellen
unmenschlichen Neigungen.Für sowas darf kein Steuerfördergeld verschwendet werden!Und alle die dort
hingehen und daran ergötzen,die gehören allesamt in die Klapsmühle!
@kali: meinst du nicht, dass es etwas „daneben“ ist das Blut und den Tod anderer Menschen zu verlangen?
Dass Tiere geschlachtet und verarbeitet werden, ist eine Realität – dass Nitsch daraus ein Kunstspektakel
macht, kann diskutiert werden, aber „Schändung“ von toten Tieren? was ist dann das Klopfen eines Schnitzel
oder die Verarbeitung von Fleisch in einem Fleischwolf? Nitsch will mW mit seinem „Orgien-Mysterien-Theater“
die archaischen Wurzeln von Kulten zeigen;
Ein nicht ganz mysteriöses Theater, so würde ich das Geschehen nennen. „Eine Krähe hackt der anderen
kein Auge aus“, im Klartext: der „Christ“ Morak ist FM-Bruder und sein abartiges Liebkind ist ebenfalls
Bruder. Deshalb: Schade um jeden Brief und um die Zeit, die dafür von der ehrenwerten Frau Lucie Loube
vergebens aufgewendet wird. Besser wäre es, der Tierschutzverein würde seine Aufklärungsarbeit den
Hintergrundkräften zuwenden. richard
Eigenblut wenn Herr Nitsch von seiner Kunst so überzeugt ist, sollte er doch seine eigenen Gedärme und
sein eigenes Blut verwenden. Alles andere sollte man ihm verbieten. Soviel Achtung müsste man vor anderen
Geschöpfen haben.