18:01:57 | Mittwoch, 4. Januar 2006
Ein hoher Vertreter des ‘Neokatechumenalen Weges’ kommentierte kürzlich die liturgischen Anweisungen, die der Vatikan im Dezember seiner Gemeinschaft auferlegt hat.
(kreuz.net) Der römische Nachrichtendienst ‘Zenit’ veröffentlichte am 1. Januar ein Interview mit Giuseppe
Gennarini, der für den ‘Neokatechumenalen Weg’ in den USA verantwortlich ist.
Gennarini erklärte, daß
die in Spanien gegründete internationale kirchliche Gemeinschaft
die jüngsten liturgischen Anweisungen
des Vatikan „mit Enthusiasmus“ aufgenommen habe.
Der ‘Neokatechumenale Weg’ ist eine international verbreitete
kirchliche Gemeinschaft, die in den Pfarreien tätig ist. Sie macht Haus- und Straßenmissionen und versammelt
meist kirchenferne Menschen in Kleingruppen. Diese Gruppen führen ein intensives Glaubens- und Gemeinschaftsleben.
Für jede Kleingruppe wird am Samstagabend eine eigene – von der Pfarrei unabhängige – Sonntagsmesse
zelebriert. Diese liturgische Abgrenzung wurde immer wieder kritisiert.
Nach Gennarini wird diese Praxis,
für die es bisher nur eine mündliche Erlaubnis gab, durch das jüngste Schreiben der Gottesdienstkongregation
schriftlich und offiziell anerkannt.
Die Auflage, daß die neokatechumenalen Gemeinschaften die Sonntagsmesse
wenigstens einmal im Monat mit der ganzen Pfarrei feiern sollen, sei dagegen bereits jetzt schon üblich.
Gennarini nennt die feierlichen Messen an Tagen wie Weihnachten, Dreikönige, Gründonnerstag, Pfarreipatrozinium,
Maria Himmelfahrt, Allerheiligen oder Unbefleckte Empfängnis.
Der Brief erlaube auch die in neokatechumenalen
Messen von Laien vor den Lesungen vorgenommenen sogenannten Ermahnungen.
Auch die Kommentare der Gläubigen
vor der Predigt – „Echos“ genannt – seien jetzt offiziell erlaubt.
Selbst der Friedensgruß vor der Gabenbereitung
werde zugelassen. Dies sei umso bemerkenswerter, als noch
auf der Bischofssynode über die Eucharistie
festgehalten worden sei, daß der gegenwärtige Ort des Friedensgrußes nicht verändert werden dürfe.
Gennarini erklärte, daß es für die Neokatechumenalen notwendig sei, die Heilige Messe in Kleingruppen
zu zelebrieren, weil 70% ihrer Mitglieder aus dem nichtpraktizierenden Umfeld stammten.
Die Messen in
Kleingruppen seien ein geeigneter Ort, um jene anzuziehen, die sich von der Kirche entfernt hätten.
Auch das Verhältnis des ‘Neokatechumenalen Weges’ zu Papst Benedikt XVI. pries Gennarini in hohen Tönen.
Das Verhältnis sei immer schon ausgezeichnet gewesen. Bereits als Erzbischof von München habe der ehemalige
Kardinal Ratzinger die Neokatechumenalen in den 70er Jahren kennengelernt und in Deutschland eingeführt.
Als Präfekt der Glaubenskongregation habe er die Gemeinschaft immer unterstützt und sie in seinen Büchern
positiv erwähnt. Im November habe er als Papst die Gründer des ‘Neokatechumenalen Weges’ empfangen und
ihnen seine persönliche Unterstützung zugesichert.
Am 12. Januar werde der Papst auch persönlich 200
neokatechumenale Familien als Missionare aussenden. Diese reisen – wie in der Gemeinschaft üblich -in
die entchristlichsten Gebiete der Welt, um dort das Evangelium zu verkündigen und neue neokatechumenale
Gemeinschaften zu gründen.
„Ohne Einwirkung des Heiligen Vaters wäre die Approbierung dieser Varianten
bei der Feier der Heiligen Messe unmöglich gewesen“, erklärte Gennarini: „Wir fühlen uns von Petrus
ganz bestätigt. Wer Benedikt XVI. gegen Johannes Paul II. stellen will, manipuliere die Wirklichkeit.“
Der Papst bewege sich auf der gleichen Linie wie Johannes Paul II. Er habe die liturgischen Eigenheiten
des ‘Neokatechumenalen Weges’, die bisher nur mündlich erlaubt waren, jetzt schriftlich bestätigt.
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Gotthard 01:07:09 | Freitag, 6. Januar 2006
#10
Evelin 23:49:00 | Donnerstag, 5. Januar 2006
#9
Le Trot 18:15:52 | Donnerstag, 5. Januar 2006
#8
Gotthard 18:08:48 | Donnerstag, 5. Januar 2006
#7
Le Trot 17:26:24 | Donnerstag, 5. Januar 2006
#6
Evelin 17:17:53 | Donnerstag, 5. Januar 2006
#5
Rudolphus 13:16:24 | Donnerstag, 5. Januar 2006
#4
Gratianus 10:42:06 | Donnerstag, 5. Januar 2006
#3
Irenäus 20:27:22 | Mittwoch, 4. Januar 2006
#2
Romulus 20:25:47 | Mittwoch, 4. Januar 2006
#1
Irenäus 20:17:49 | Mittwoch, 4. Januar 2006