13:49:56 | Montag, 9. Januar 2006
Die Kirchen in den Schweiz sind geistliche Bankrott-Unternehmen, denen die Mitglieder in Scharen davonlaufen. Doch finanziell herrschen Zustände wie vor dem Konzil.
(kreuz.net) Vor Weihnachten befaßte sich das Konsumentenmagazin ‘Kassensturz’ im Deutschschweizer Fernsehen
mit den kirchlichen Finanzen in der Eidgenossenschaft.
In Sachen Mitgliederbestand und geistlicher Ausstrahlung
haben dort weder Katholiken noch Protestanten etwas zum Lachen.
Die Katholische Kirche verlor von 1990
bis 2000 vier Prozent ihrer Mitglieder, die Reformierten sogar 9,2 Prozent.
Dennoch lieben es viele Schweizer
Katholiken, sich tapfer ihrer „bewährten Sonderwege“ zu rühmen und
in Rom weitere Eigenbröteleien einzufordern.
Sie haben allen Grund dazu. Denn trotz Verwüstung im Heiligtum herrschen in den Kassen rosige finanzielle
Zustände. In den Kantonen, wo es die Kirchensteuer gibt, sind die Einnahmen sogar im Steigen.
1995 nahmen
die Landeskirchen 1,35 Milliarden Franken – 866 Millionen Euro – Kirchensteuern von natürlichen und juristischen
Personen ein.
2003 waren es bereits 1,46 Milliarden – 937 Millionen Euro –, ein Plus von 8 Prozent.
Die Schweiz besitzt 7,5 Millionen Einwohner.
Neben den Steuermillionen erhalten die Landeskirchen in
vielen Kantonen zusätzliche Staatsbeiträge und Spenden.
Diese Gelder fließen nicht wie in Deutschland
oder Österreich an die Bistümer, wo sie in aufgeblähten Diözesanverwaltungen versickern, sondern an
die Kirchgemeinden.
Dort werden sie vor allem für die – fürstlichen – Löhne der Pfarrer und anderer
kirchlicher Mitarbeiter eingesetzt.
Bei den Löhnen für die Priester gibt es große Unterschiede. In
der Kirchgemeinde Luzern verdient ein Pfarrer bis zu 6.900 Franken – 4.400 Euro –, zusätzlich eine freie
Wohnung.
Etwas höher sind die Löhne der katholischen Priester im Kanton Zürich oder Schaffhausen.
Dort werden die Dienste der Priester für das Reich Gottes mit maximal 10.000 Franken – 6.400 Euro – entschädigt.
Es gilt die Regel: Der antirömische und glaubensfeindliche Affekt unter den Schweizer Geistlichen ist
dort am schärfsten ausgeprägt, wo den Gottesmännern die höchsten Löhne ausgezahlt werden.
In diesen
Gebieten sind die Priester auch am ehesten versucht, das schlichte Priestergewand mit Nadelstreifenanzug
und Krawatte zu ersetzen.
Grundsätzlich mehr als die bescheidenen katholischen Priester verdienen reformierte
Pfarrer. Im Südostschweizerischen Kanton Graubünden bis zu 9.200 Franken – 5.900 Euro.
Im Kanton Bern
bis zu 11.300 Franken – 7.250 Euro –, im Kanton Zürich knapp 14.000 Franken – fast 9.000 Euro – Monatslohn.
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#7
expedit 11:53:56 | Mittwoch, 19. April 2006
#6
Yersinia 21:04:09 | Montag, 9. Januar 2006
#5
Midshipman Casey 18:11:14 | Montag, 9. Januar 2006
#4
wiener 17:58:16 | Montag, 9. Januar 2006
#3
Benedikt78 15:07:32 | Montag, 9. Januar 2006
#2
diakonos 14:44:12 | Montag, 9. Januar 2006
#1
ottaviani 14:15:49 | Montag, 9. Januar 2006