Erfolgreiche Verfluchung?
Im vergangenen Juli versammelte sich eine Gruppe rechtsextremer Rabbiner, um dem gegenwärtig im Koma liegenden israelischen Ministerpräsidenten den Tod zu wünschen.

Grund für die Verfluchung war der teilweise Truppenabzug aus der Westbank und dem Gaza-Streifen, den Scharon in diesem Sommer durchführen ließ.
Die gegen Scharon durchgeführte Zeremonie heißt auf aramäisch „Pulsa denura“ – Feuerpeitsche. Sie ist ein Fluch, dessen Ursprünge offenbar auf die kabbalistische Mystik zurückgeht.
Der Ritus tauchte in der israelischen Öffentlichkeit zum ersten Mal auf, als rechtsgerichtete Rabbiner ihn gegen den damaligen Ministerpräsidenten Jitzchak Rabin durchführten. Rabin wurde 1995 von einem Extremisten ermordet.
In der Zeremonie, die den Verfluchten innerhalb eines Jahres zu Tode bringen soll, werden sogenannte Engel der Zerstörung angerufen, dem Verfluchten seine Sünden nicht zu vergeben, ihn zu töten und alle im Alten Testament genannten Flüche auf ihn kommen zu lassen.
Die Verfluchungszeremonie fand am 26. Juli in der nordisraelischen Stadt Rosch Pina statt. Der Ort befindet sich 40 Kilometer nordöstlich von Nazareth.
An ihr nahmen zwanzig – nach anderen Presseberichten zehn – Personen teil. Unter ihnen befand sich der rechtsextreme Rabbiner Josef Dajan, der in der Westbank-Siedlung Psagot lebt. Dajan wurde nach der Ermordung von Premierminister Rabin verhaftet, weil er mit einer Verfluchung des israelischen Politikers Schimon Peres gedroht hatte.
Rabbiner Dajan ist Mitglied einer illegalen rassistischen Gruppe, die sich ‘Kahane Chai’ – Kahane lebt – nennt. Die Gruppe ist nach dem 1990 in New York ermordeten rassistischen Rabbiner Meir Kahane benannt.
Bereits im September 2004 ließ Dajan wissen, daß er bereit sei, Premierminister Scharon zu verfluchen und daß er ihm den Tod wünsche.
Einer der Teilnehmer an der Verfluchung – ein gewisser Michael Ben-Horin – erklärte, daß angesichts der Sicherheitsmaßnahmen um Scharon – die „zehn Mal höher sind, als die Vorkehrungen um Hitler oder Stalin“ – kein Mensch in der Lage wäre, den Ministerpräsidenten umzubringen. Man habe darum die Engel der Zerstörung angerufen, um den Ministerpräsidenten zu töten.
Ein anderer Teilnehmer erklärte nach Pressebereichten, man habe zu Gott gebetet, damit er „uns vom boshaften mörderischen Diktator Scharon“ befreie.
Die Verfluchungszeremonie wurde auf Video aufgenommen und der israelischen Fernsehstation ‘Channel 2’ für umgerechnet 4.000 Euro verkauft. Angeblich sollen sich alle kommerziellen Fernsehkanäle des Landes um das Video bemüht haben.
Der Generalstaatsanwalt Menachem Madsuds lehnte es ab, eine Untersuchung gegen die Rabbiner einzuleiten, welche die Verfluchung anstifteten. Die Abhaltung einer „Pulsa denura“ sei kein Verbrechen.
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Sonntag, 29. Januar 2006 13:22
GerdEric: @ milan scout
milan scout: Sie verfluchen mit dem Ziel zu töten. Ein paar von diesen Rauschebärten sind wohl zuviel
auf der Erde.
es ist ein Unterschied,
ob ich jemandem aktiv (eben ihm Übel an den Hals) nichts Gutes wünsche,
oder ob ich ihm passiv (in dem ich ihm eben nichts wünsche, also überhaupt nicht wünsche) nicht Gutes (eben nichts) wünsche.
Wenn ich erkannt habe,
dass jemand sündig ist vor G’TT
so kann ich doch G’TT um SEIN Eingreifen bitten,
dass ER denjenigen zur Rechenschaft zieht (dass auch da der Mensch fehlen kann, ist wohl normal).
Mag der Gott der Juden dies gutheissen, der Gott der Christen nicht.
Du solltest mal in Ruhe diese Site durchlesen…
Aber eben- wir haben den gleichen „Grand Chef“; das ist doch der grosse Mist bei der Sache.
Wer glaubt denn das?
es ist ein Unterschied,
ob ich jemandem aktiv (eben ihm Übel an den Hals) nichts Gutes wünsche,
oder ob ich ihm passiv (in dem ich ihm eben nichts wünsche, also überhaupt nicht wünsche) nicht Gutes (eben nichts) wünsche.
Wenn ich erkannt habe,
dass jemand sündig ist vor G’TT
so kann ich doch G’TT um SEIN Eingreifen bitten,
dass ER denjenigen zur Rechenschaft zieht (dass auch da der Mensch fehlen kann, ist wohl normal).
Mag der Gott der Juden dies gutheissen, der Gott der Christen nicht.
Du solltest mal in Ruhe diese Site durchlesen…
Aber eben- wir haben den gleichen „Grand Chef“; das ist doch der grosse Mist bei der Sache.
Wer glaubt denn das?
Montag, 9. Januar 2006 16:33
milan scout: Verfluchen / rechtsgerichtete Rabbiner
die Juden, die zu Unrecht fast ausgerottet wurden, haben ein Problem. Unter ihnen gibt es immer noch solche,
darunter leider auch Rabbiner, die noch nichts gelernt haben. Sie verfluchen mit dem Ziel zu töten. Ein
paar von diesen Rauschebärten sind wohl zuviel auf der Erde. Mag der Gott der Juden dies gutheissen,
der Gott der Christen nicht. Aber eben- wir haben den gleichen „Grand Chef“; das ist doch der grosse Mist
bei der Sache.
Schlussendlich ist es eben doch einfach Theorie, wie Gott nun ist, oder schlimmer, wie er zu sein hat.
Wie er ist und was er nicht ist, davon hat eben NIEMAND (Juden, Christen, Moslems uvam.) eine auch nur krumme Ahnung, ihr Theoretiker. Wer vorgibt dies zu wissen, der lästert Gott. milan_scout@yahoo.de
Schlussendlich ist es eben doch einfach Theorie, wie Gott nun ist, oder schlimmer, wie er zu sein hat.
Wie er ist und was er nicht ist, davon hat eben NIEMAND (Juden, Christen, Moslems uvam.) eine auch nur krumme Ahnung, ihr Theoretiker. Wer vorgibt dies zu wissen, der lästert Gott. milan_scout@yahoo.de
Sonntag, 8. Januar 2006 15:54
Sozialkatholisch: @ DemonDeLuxe
Einverstanden
Möge ihr hl. Schutzengel ihnen bei allen Anfeindungen des bösen beistehen
Möge ihr hl. Schutzengel ihnen bei allen Anfeindungen des bösen beistehen
Sonntag, 8. Januar 2006 14:13
DemonDeLuxe †: @Sozialkatholisch
Ich denke, mit diesen recht versöhnlichen und von mir durchaus unterschreibbaren Schlussworten können
wir unseren kleinen Disput beenden.
Letztendlich ist es m.E. sekundär, vor welchem Überzeugungshintergrund man etwas tut. Relevant ist, dass man das möglichst Richtige tut. Wobei die gegenseite Verteufelung anderer Auffassungen, einfach nur, weil sie anders sind, sicher nicht dazu gehört. Das gilt für alle Seiten.
In diesem Sinne: Friede sei mit Ihnen :)
(P.S.: In der Tat, die 1500-Zeichen-Beschränkung in Kombination damit, dass man keine 2 Beiträge hintereinander absenden kann, ist ein effektiver Diskussions-Verhinderungsmechanismus… Sie in mein präferiertes, „richtiges“ Forum einzuladen, hätte aber wohl wenig Erfolgsaussichten…?)
Letztendlich ist es m.E. sekundär, vor welchem Überzeugungshintergrund man etwas tut. Relevant ist, dass man das möglichst Richtige tut. Wobei die gegenseite Verteufelung anderer Auffassungen, einfach nur, weil sie anders sind, sicher nicht dazu gehört. Das gilt für alle Seiten.
In diesem Sinne: Friede sei mit Ihnen :)
(P.S.: In der Tat, die 1500-Zeichen-Beschränkung in Kombination damit, dass man keine 2 Beiträge hintereinander absenden kann, ist ein effektiver Diskussions-Verhinderungsmechanismus… Sie in mein präferiertes, „richtiges“ Forum einzuladen, hätte aber wohl wenig Erfolgsaussichten…?)
Sonntag, 8. Januar 2006 13:43
Sozialkatholisch: @ DemonDeLuxe
Alle rationalistischen Philosophien enden im Agnostizismus. Ich persönlich glaube daran das Gott sich
uns Menschen offenbart hat, z.B. in der hl. Schrift, in den Überlieferungen der Kirchenväter und überhaupt
in der ganzen Heilsgeschichte. Ich denke, der hl. Augustinus war es der gesagt hat, das die Bibel so heilig
sei das man sie eigentlich nur kniend lesen sollte.
Man sollte die Welt nicht nur in Gut und Böse aufteilen, denn es gibt noch eine Grauzone in der sich die Meisten Menschen mehr oder weniger befinden, ich übrigens auch. Man sollte aber das was man meint, was wahr ist auch vertreten und dabei ständig bereit sein Fehler in der persönlichen Einstellung zu korrigieren (sehr schwer ). Ich bitte um Entschuldigung, wenn das letzte Statement von mir vielleicht etwas verwirrend war, ich hatte das 1500 Zeichenproblem und das kürzen danach ist etwas unglücklich ausgefallen.
Man sollte die Welt nicht nur in Gut und Böse aufteilen, denn es gibt noch eine Grauzone in der sich die Meisten Menschen mehr oder weniger befinden, ich übrigens auch. Man sollte aber das was man meint, was wahr ist auch vertreten und dabei ständig bereit sein Fehler in der persönlichen Einstellung zu korrigieren (sehr schwer ). Ich bitte um Entschuldigung, wenn das letzte Statement von mir vielleicht etwas verwirrend war, ich hatte das 1500 Zeichenproblem und das kürzen danach ist etwas unglücklich ausgefallen.
Sonntag, 8. Januar 2006 12:29
DemonDeLuxe †: @Sozialkatholisch
Die „Existenz des Bösen“ als Prinzip wird kaum jemand bestreiten, wohl aber dessen Existenz als Entität –
und erst recht natürlich mythische Vorstellungen von Magie und Hexenkunst, die jeder seriösen Erkenntnis
widersprechen.
„In der hl. Schrift heißt es…“
Einer der Fälle, in denen profunde Weisheit in der Bibel – wie den Schriften vieler Kulte – steckt. Sofern man nicht irrig die Metapher wörtlich auffasst.
Das Problem bei der Unterteilung der Welt in „Gut“ und „Böse“ besteht darin, dass man sich gegenseitig so nennt, ganz wie ehedem in den diversen Ketzerprozessen. Wer „Recht“ hat, ist kaum zu ermitteln, zumal, wenn es um abgehobene Spekulationen um das Übersinnliche geht. Was bleibt, ist moralische Bewertung, für die ein Gottesglaube hilfreich, aber auch das Gegenteil sein kann; die Geschichte ist ja leider voll von derlei Irrungen. Pochen auf die Bibel alleine ist kein Kriterium: DAS haben selbst die Kreuzfahrer getan, für deren Gräueltaten der Heilige Stuhl um Vergebung bat. Es braucht offenbar noch mehr als nur Glaube.
Übrigens bin ich kein Atheist. Die nur aus sich selbst begründete Überheblichkeit, mit der manche Kirche fixe Aussagen über unbelegbare Dinge macht, beantworte ich nicht mit deren Spiegelbild, der Leugnung des nicht Falsifizierbaren. Als Agnostiker sage ich: Man weiß es nicht und wird es auf dieser Welt nie wissen (können). Ich glaube also ganz einfach deshalb nicht, weil ich keinerlei Veranlassung dazu und keinerlei Beleg dafür habe.
„In der hl. Schrift heißt es…“
Einer der Fälle, in denen profunde Weisheit in der Bibel – wie den Schriften vieler Kulte – steckt. Sofern man nicht irrig die Metapher wörtlich auffasst.
Das Problem bei der Unterteilung der Welt in „Gut“ und „Böse“ besteht darin, dass man sich gegenseitig so nennt, ganz wie ehedem in den diversen Ketzerprozessen. Wer „Recht“ hat, ist kaum zu ermitteln, zumal, wenn es um abgehobene Spekulationen um das Übersinnliche geht. Was bleibt, ist moralische Bewertung, für die ein Gottesglaube hilfreich, aber auch das Gegenteil sein kann; die Geschichte ist ja leider voll von derlei Irrungen. Pochen auf die Bibel alleine ist kein Kriterium: DAS haben selbst die Kreuzfahrer getan, für deren Gräueltaten der Heilige Stuhl um Vergebung bat. Es braucht offenbar noch mehr als nur Glaube.
Übrigens bin ich kein Atheist. Die nur aus sich selbst begründete Überheblichkeit, mit der manche Kirche fixe Aussagen über unbelegbare Dinge macht, beantworte ich nicht mit deren Spiegelbild, der Leugnung des nicht Falsifizierbaren. Als Agnostiker sage ich: Man weiß es nicht und wird es auf dieser Welt nie wissen (können). Ich glaube also ganz einfach deshalb nicht, weil ich keinerlei Veranlassung dazu und keinerlei Beleg dafür habe.
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