Steckt die Kirche hinter den Demonstrationen in der Ukraine?
Der zum Teil in Österreich aufgewachsene griechisch-katholische Großerzbischof der westukrainischen Stadt Lemberg äußert sich in einer Pressekonferenz zur Lage der Nation.
(kreuz.net, Rom) Am Freitag gab der Großerzbischof von Lemberg (Westukraine), Seine Seligkeit, Lubomyr
Kardinal Husar (71), eine Pressekonferenz in Rom. Der Kardinal sprach über die politische Situation in
seinem Heimatland.Kardinal Husar befindet sich in Rom, um mit Papst Johannes Paul II. und Angelo Kardinal Sodano zusammenzutreffen. Kardinal Sodano ist der Staatssekretär des Papstes und der zweite Mann im Vatikan.
Die gegenwärtige politische Krise in der Ukraine sei die Folge von zwei aufeinanderprallenden Weltsichten. Daneben spiele auch die egoistische Verteidigung persönlicher Interessen der gegenwärtigen Machthaber eine wichtige Rolle.
An der Wurzel des Problems sei ein immoralisches Regime, welches das ukrainische Volk seiner Rechte und seiner Würde beraubt habe.
Kardinal Husar sieht in der gegenwärtigen Krise auch positive Aspekte: „Zum ersten Mal seit dem Untergang des Kommunismus fordern die Menschen ihre bürgerlichen Rechte ein.“ Auch die verschiedenen christlichen Kirchen seien sich näher gekommen und hätten gemeinsam öffentliche Gebetsveranstaltungen gehalten.
Die ukrainische Nation habe unbeschadet der religiösen, kulturellen, regionalen und sprachlichen Differenzen eine Einheit gefunden, so wie das vorher noch nie geschehen sei.
Die Ukraine ist zwischen dem mehr ukrainischsprechenden Westen und dem vorwiegend russischsprechenden Ostteil des Landes geteilt. Die Westukraine wird auch Galizien genannt und hat lange zu Polen gehört.
Galizien ist auch die Heimat der Griechisch-Katholischen Kirche der Ukraine. Diese zelebriert die gleiche Liturgie wie die Orthodoxen und folgt den gleichen Bräuchen. Die Griechisch-Katholische Kirche untersteht aber dem Papst in Rom.
In der gegenwärtigen politischen Auseinandersetzung haben die Orthodoxen und die Katholische Kirche eine entscheidende Rolle gespielt: „Die Kirchen haben gemeinsame Stellungnahmen veröffentlicht und waren das wichtigste Instrument, um in den ukrainischen Städten friedliche Demonstrationen zu gewährleisten.“
Am Dienstag wird Kardinal Husar mit Papst Johannes Paul II. zusammentreffen.
Jetzt hat das Oberste Gericht der Ukraine in Kiew beschlossen, die Stichwahl Ende Dezember zu wiederholen. Gegen die Gerichtsentscheidung sei kein Einspruch möglich. Antreten werden wiederum die zwei bisherigen Kandidaten Viktor Juschtschenko gegen Viktor Jukanowitsch.
Pressekonferenz: Freitag, 15 Uhr in der
griechisch-katholischen Basilika Santa Sophia in Rom

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Dienstag, 7. Dezember 2004 07:41
Dolfus: Dunkler Factor Rußland
„Wahlfälschung unter Beteilung staatlicher Stellen“ wirft die US-Regierung der officiellen Ukraine vor –
ein glaubwürdiger Vorwurf, denn wer könnte diesen Sachverhalt besser beurteilen als Bushs Leute, die
in Sachen Wahlmanipulation unter Beteiligung staatlicher Stellen schon selbst zweimal activ eine Menge
Erfahrung gesammelt haben, sonst säße Bush Junior bekanntlich heute nicht gemütlich im Weißen Haus.
Man darf also nicht übersehen, daß Bush genauswenig demokratisch denkt wie Putin.
Es geht eigentlich im Hintergrund um die Auseinandersetzung um einen washingtongetreuen gegen einen moskaugetreuen Präsidenten. Es wäre dies nicht die erste Niederlage Rußlands gegen die ständig expandierende verbliebene Supermacht USA. Die USA besetzen auch sonst systematisch Gebiete oder nehmen Staaten in die NATO auf, die vorher von Moskau kontrolliert wurden.
Unabhängig von der Wahl in der Ukraine, erfüllt einen ein In-die-Ecke-Drängen Rußlands auch mit Furcht.
Denn in Wahrheit rüstet Rußland seit Jahren massiv auf. Zuletzt ließ Putin mit der Ankündigung neuer Atomwaffen aufhorchen, die „komplett neuartig“ seien und in dieser Form keine andere Macht der Welt besäßen.
Man darf also nicht übersehen, daß Bush genauswenig demokratisch denkt wie Putin.
Es geht eigentlich im Hintergrund um die Auseinandersetzung um einen washingtongetreuen gegen einen moskaugetreuen Präsidenten. Es wäre dies nicht die erste Niederlage Rußlands gegen die ständig expandierende verbliebene Supermacht USA. Die USA besetzen auch sonst systematisch Gebiete oder nehmen Staaten in die NATO auf, die vorher von Moskau kontrolliert wurden.
Unabhängig von der Wahl in der Ukraine, erfüllt einen ein In-die-Ecke-Drängen Rußlands auch mit Furcht.
Denn in Wahrheit rüstet Rußland seit Jahren massiv auf. Zuletzt ließ Putin mit der Ankündigung neuer Atomwaffen aufhorchen, die „komplett neuartig“ seien und in dieser Form keine andere Macht der Welt besäßen.
Sonntag, 5. Dezember 2004 12:14
Elisabeth: Und was treibt Putin?
Hallo und Grüß Gott „Krez.net“!
Russland / SU reagierten auf Niederlagen meist sehr unangenehm. Das gilt bestimmt auch für den derzeitigen Hausherrn im Kreml. Als ehemaliger KGBler, der bereits vor dem Abitur sich beim KGB bewarb, als einer der St.Petersburger, die die Blockade bzw. deren Nachfolgen erlebte, die Stalinzeit erlebte, mit Schande und nur wenigen Reichtümern oder gar keinen die DDR, Dresden verließ, und die erste Zeit sehr litt mit Familie in St.Petersburg, hat er genug Gründe den alten Macht-und Gesellschaftssystemen hinterher zu trauern.
Wer Putin als lupenreinen Demokraten bezeichnet, ist von seiner Persönlichkeitsstruktur der Herkunft wohl Putin sehr ähnlich.
Wer seinen Mitbürgern nicht die Freiheit, die Unabhängigkeit zukommen lassen kann, nur weil er es nicht ertragen kann, auch als Staatspräsident kritisiert zu werden, als Politpuppe im TV dargestellt zu werden,(politischer Humor ist eben rauh und beschädigt nicht das Amt, noch die Würde) es nicht erträgt das es auch reichere und erfolgreichere Menschen im seinem Land gibt, die ihm als Präsidenten wiedersprechen und das mit gutem Grund, der sollte eigentlich solche Ämter erst gar nicht anstreben. Pressefreiheit, ist der beste Schutz der Demokratie, auch wenns zum Sturz von Regierungen, Ministern,oder sogar Präsidenten führt .
Also hat Waldimir P.in Moskau noch recht viel zu lernen.Ob dafür Schröder jedoch der richtige Lehrer, Begleiter, oder sogar Freund ist, wage ich zu bezweifeln.
Schönen Sonntag, auch in Moskau!
Gruß,
Elisabeth
Russland / SU reagierten auf Niederlagen meist sehr unangenehm. Das gilt bestimmt auch für den derzeitigen Hausherrn im Kreml. Als ehemaliger KGBler, der bereits vor dem Abitur sich beim KGB bewarb, als einer der St.Petersburger, die die Blockade bzw. deren Nachfolgen erlebte, die Stalinzeit erlebte, mit Schande und nur wenigen Reichtümern oder gar keinen die DDR, Dresden verließ, und die erste Zeit sehr litt mit Familie in St.Petersburg, hat er genug Gründe den alten Macht-und Gesellschaftssystemen hinterher zu trauern.
Wer Putin als lupenreinen Demokraten bezeichnet, ist von seiner Persönlichkeitsstruktur der Herkunft wohl Putin sehr ähnlich.
Wer seinen Mitbürgern nicht die Freiheit, die Unabhängigkeit zukommen lassen kann, nur weil er es nicht ertragen kann, auch als Staatspräsident kritisiert zu werden, als Politpuppe im TV dargestellt zu werden,(politischer Humor ist eben rauh und beschädigt nicht das Amt, noch die Würde) es nicht erträgt das es auch reichere und erfolgreichere Menschen im seinem Land gibt, die ihm als Präsidenten wiedersprechen und das mit gutem Grund, der sollte eigentlich solche Ämter erst gar nicht anstreben. Pressefreiheit, ist der beste Schutz der Demokratie, auch wenns zum Sturz von Regierungen, Ministern,oder sogar Präsidenten führt .
Also hat Waldimir P.in Moskau noch recht viel zu lernen.Ob dafür Schröder jedoch der richtige Lehrer, Begleiter, oder sogar Freund ist, wage ich zu bezweifeln.
Schönen Sonntag, auch in Moskau!
Gruß,
Elisabeth
Sonntag, 5. Dezember 2004 11:06
Dolfus: Galizien
Galizien hat auch zur Österreichisch-Ungarischen Monarchie gehört.
Bismarck führte zwar Krieg gegen Österreich, sah aber auch ein, wie wichtig der Factor Österreich grundsätzlich für Mittel- und Osteuropa war, sonst würde die „russische Universalmonarchie“ drohen.
So vorausblickend war die freimaurerische Entente nicht, in ihrem blinden Haß gegen den katholischen Habsburgerstaat.
Bismarck führte zwar Krieg gegen Österreich, sah aber auch ein, wie wichtig der Factor Österreich grundsätzlich für Mittel- und Osteuropa war, sonst würde die „russische Universalmonarchie“ drohen.
So vorausblickend war die freimaurerische Entente nicht, in ihrem blinden Haß gegen den katholischen Habsburgerstaat.
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