08:34:07 | Samstag, 7. Januar 2006
Zwei Seiten einer Medaille? + Vertrauen in Israel? + Nachkommen der Christusmörder + Schöner Duft + Wahrheit im Irak
Zwei Seiten einer Medaille?Vatikan. In seiner Predigt am gestrigen Dreikönigstag im Petersdom sprach
Papst Benedikt XVI. unter anderem über den Alten Bund. Auf den ersten Blick könne man meinen, die Offenbarung
Gottes an die Heiden widerspreche der Treue Gottes zu Israel. In Wirklichkeit handle es sich jedoch um
zwei Seiten derselben Medaille: „Es ist in völliger Treue zum Bund der Liebe mit dem Volk Israel, daß
Gott seine Ehre auch anderen Völkern offenbart“, so der Heilige Vater. Am Dreikönigstag werde auch die
missionarische Dimension der Kirche deutlich: „Sie ist dazu aufgerufen, in der Welt das Licht Christi
leuchten zu lassen – sein Licht widerzuspiegeln – so wie der Mond das Sonnenlicht reflektiert.“ Die Kirche
sei zwar ein Gebilde aus Sündern, aber das Licht Christi leuchte in ihr.
Nachkommen der Christusmörder
Venezuela. Der umstrittene und für seine Kämpfe gegen die Kirche bekannte Präsident der Republik Venezuela,
Hugo Rafael Chávez Frías hielt am 24. Dezember in einem Rehabilitierungszentrum von Obdachlosen, Alkoholikern
und Drogenabhängigen eine Weihnachtsansprache. Chávez bedauerte, daß die Reichtümer der Welt im Besitz
einer Minderheit seien, in den Händen der „Nachkommen der Christusmörder“. In derselben Rede kam er
auch auf „Christus, den Wahrhaftigen, Christus, den Wahrhaftigen“ zu sprechen. Christus ist für den Präsidenten
„einer der größten Revolutionäre der Geschichte und der erste Sozialist unserer Zeit, der erste Sozialist,
und darum kreuzigten sie ihn.“
Vertrauen in Israel?Heiliges Land. Der Franziskaner und Kirchenrechtler,
Pater David-Maria A. Jaeger, beklagte am Dienstag den fehlenden Schutz der Heiligen Stätten in Israel
und Palästina. Weder Israel noch die Palästinenser hielten sich an die internationalen Konventionen
zum Schutz der Heiligen Stätten, erklärte der Franziskanerpater bei einer Konferenz in der Universität
Haifa. Haifa ist eine Hafenstadt rund 30 Kilometer westlich von Nazareth. Zu Jerusalem erklärte der Franziskaner,
daß das Schicksal dieser sehr wichtigen Stadt nicht allein in den Händen Israels und der Palästinenser
liegen dürfe.
Schöner DuftDeutschland. In der protestantischen Kirche St. Trinitatis in Hamburg roch
es zum gestrigen Dreikönigsfest anders als in den meisten evangelischen Kirchen. Pastor Michael Fridetzky
schwenkte beim Gottesdienst eine kleine Hohlkugel mit Weihrauch. Der Gottesdienst sei ein Fest für alle
Sinne, meinte der Pastor laut einem Bericht der deutschen Tageszeitung ‘Welt’: „Ein schöner Duft gehört
dazu.“
Wahrheit im Irak„Die US-Armee hatte Anfang Dezember bestätigt, für Beiträge in irakischen
Zeitungen bezahlt zu haben. Derartige Maßnahmen seien ein wesentliches Hilfsmittel um sicherzustellen,
daß die irakische Bevölkerung »wahrheitsgetreue und glaubwürdige« Informationen erhalte, erklärte
die US-Führung der multinationalen Truppen im Irak.“
Aus Spiegel-Online, 2. Januar 2006
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#2
Laurentius2 14:10:40 | Mittwoch, 11. Januar 2006
#1
Christin 23:12:33 | Sonntag, 8. Januar 2006