Heiliges Land
Ein Christus-Disneyland in Galiläa?
US-amerikanische Freikirchen planen im Norden des Heiligen Landes zusammen mit der israelischen Regierung die Einrichtung eines Parkes, wo das Leben Jesu Christi dargestellt werden soll.
(kreuz.net) 14 Hektar Land will die israelische Regierung einer Vereinigung von US-Freikirchen zinslos zur Verfügung stellen. Auf dem Gelände soll ein Christus-Park entstehen.

Das berichtete der Nachrichtendienst ‘Associated Press’ am Tag nach Weihnachten.

Das Gelände befindet sich in der nordöstlichen Ecke des Sees Genesaret. Es besteht aus Hügeln und einem steinigen Uferteil und befindet sich nur etwa drei Kilometer vom Golangebiet, das Syrien für sich beansprucht.

Das Projekt wird von einer Vereinigung von Freikirchlern getragen, die vom US-Fernsehprediger Pat Robertson (75) angeführt wird. Geplant ist eine Investition von über 42 Millionen Euro.

Der Baptistenprediger Marion Gordon „Pat“ Robertson ist der Gründer der Fernsehstation ‘Christian Broadcasting Network’. Er setzt sich besonders für das Lebensrecht ungeborener Kinder und für die Familie, sowie gegen die Homo-Ideologie und den Feminismus ein.

Das von ihm geleitete Medien-Imperium scheint über beachtliche Finanzmittel zu verfügen.

Das Projekt in Galiläa umfaßt ein Fernsehstudio, eine Freiluftkapelle und ein Auditorium, um die Aktivitäten Christi in dieser Gegend nachzuspielen.

Man rechnet damit, daß die Anlage jährlich eine Million Pilger anziehen wird. Die Pilger würden in Israel 1.3 Milliarden Euro ausgeben und etwa 40.000 Arbeitsplätze schaffen.

Die Kirchen, die im Heiligen Land die Heiligen Stätten verwalten, wo Christus gewirkt hat, äußern sich unterschiedlich zum Projekt.

Die griechisch-orthodoxe Gemeinschaft kritisierte die israelische Regierung, weil sie das Projekt ohne Rücksprache mit Kirchenvertretern durchführt.

Ein Sprecher der Franziskaner – welche die Heiligen Stätten in Palästina seit 1338 betreuen – meinte, daß das Heilige Land für alle christlichen Denominationen offen sein solle.

Dennoch müsse sich der Staat Israel bemühen, die natürliche Landschaft nicht zu verändern.
      
2 Lesermeinungen
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#2   Rosalinde   20:26:11 | Sonntag, 8. Januar 2006
wo hast du das her?
Wenn Du hier solchen Schwachsinn verbreitest- vom armen angegriffenen Priester- dann gib doch wenigstens die Quelle an.
Ansonsten hat die katholische Kirche doch genügend finanzielle Unterstützung dank fehlender laizität in D… Und christen hilft es übrigens, wenn Israel sich verteidigen kann- nicht auszudenken, wenn das Land in palästinensischer Verwaltung wäre…
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#1   Athanasius   17:11:10 | Samstag, 7. Januar 2006
Leider
wird dieses Recht nur amerikanischen Freikirchlern gewährt, weil sie pro-Zionistisch und dazu dispensationalistisch sind.
Würde etwa eine Unierte Katholische Kirche einen Kirchbau fordern, wäre dies verboten.
Aber die USA und vor allem die protestantisichen Lobbygruppen in Washington sind völlig pro-Eretz Israel, somit unrealistisch und unchristlich.
Amerika sponsort mit U-Booten, A-Bomben und I-Kriegen.
Es soll uns nicht freuen. Noch vor kurzem wurde auf offener Strasse ein Erzbischof der armenischen Kirche nach einer Hl. Eucharistie von einem rabbinischen Juden bespuckt und zerschlagen. Der Bischof wird jetzt angeklagt weil er sich wehrte, nachdem der jüdische Jeshiva-Student seine episkopale Medaillons zerbrochen hatte durch seine Gewalt.
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