Ausgerechnet am gestrigen Fest der Taufe Christi ereiferte sich der päpstliche Hofprediger in einer etwas selektiven Homilie gegen die Lehre vom Limbus der Kleinkinder.
(kreuz.net, Vatikan) Die Predigt von Pater Raniero Cantalamessa wurde von der römischen Nachrichtenagentur
‘Zenit’ im Wortlaut veröffentlicht. Pater Cantalamessa ist Kapuziner.
Der päpstliche Hofprediger unterstrich
gestern, daß Christus der Taufe des Johannes nicht bedurft habe: „Es war nicht das Wasser im Jordan,
das Jesus heiligte, sondern Jesus der das Wasser heiligte.“
Zur Frage der Kindertaufe erklärte Pater
Cantalamessa, daß heute „niemand“ mehr sage, daß eine Person wegen des „einfachen Faktums“ ungetauft
zu sein, verdammt werde und zur Hölle fahre.
Nach alter kirchlicher Lehre muß ein ungetauftes Kind,
das vor Erreichen seiner Verstandeskraft stirbt, wegen der Heilsnotwendigkeit der Taufe von der Anschauung
Gottes ausgeschlossen bleiben.
Der Bestimmungsort eines solchen Kindes ist der sogenannte „Limbus Puerorum“ –
der Limbus der kleinen Kinder. Im Limbus Puerorum hat der Mensch Anteil an einem rein natürlichen Glückszustand.
Er unterliegt somit keiner körperlichen Strafe wie die verdammten Seelen in der Hölle.
Pater Cantalamessa
betont dagegen, daß Kinder, die ohne Taufe sterben – ebenso wie Menschen die ohne eigene Schuld außerhalb
der Kirche lebten und ihrem Gewissen folgten – gerettet würden.
„Laßt uns die Idee vom Limbus – als
Ort ohne Freude und ohne Traurigkeit –, in den ungetaufte Kinder gelangen, vergessen. Das ewige Schicksal
der ungetauften Kinder ist von jenem der Unschuldigen Kinder, die wir kurz nach Weihnachten gefeiert haben,
nicht verschieden.“
Pater Cantalamessa begründet seine Aussage mit Bibelzitaten: „Gott ist die Liebe
und will, daß ‘alle gerettet werden’ (1. Tim 2,4) und Christus ist auch für sie gestorben!“
Anders
liege der – von Pater Cantalamessa etwas konstruierte – Fall jener, welche die Taufe aus Trägheit oder
Gleichgültigkeit verweigerten, obwohl sie in der Tiefe ihres Gewissens um die Wichtigkeit und Notwendigkeit
der Taufe wüßten.
Hier gelte das Wort Christi – „Wer glaubt und sich taufen läßt, wird gerettet“
(Mk 16,16) – in seiner ganzen Strenge. Den zweiten Teil des biblischen Satzes – „wer aber nicht glaubt,
wird verdammt werden“ – überging des päpstlichen Hofpredigers Höflichkeit.
Pater Cantalamessa bedauerte
andererseits auch die gegenwärtige Entwicklung, der Kindertaufe vermehrt den Rücken zu kehren:
„Ich
bin meinen Eltern dankbar, mich in meinen ersten Lebenstagen getauft zu haben. Es ist nicht das gleiche,
ob man seine Kindheit und Jugend mit oder ohne die heiligmachende Gnade verlebt.“
Das US-Magazin ‘Time’
berichtete am Neujahrstag, daß die Lehre vom Limbus gegenwärtig eine Talfahrt erlebe. Die ‘Time’ befragte
auch „einige Theologen“ nach den Konsequenzen dieses Niederganges:
„Der Ritus der Taufe dürfte für
viele Katholiken weniger notwendig erscheinen, als bisher angenommen.“
Ein angefragtes Mitglied der Römischen
Kurie erklärte unter der Bedingung der Anonymität, daß die Lehre vom Limbus Puerorum ihre Nachteile
habe, daß aber die vom päpstlichen Hofprediger vorgeschlagene Lösung noch unbefriedigender sei.
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101 Lesermeinungen
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@Timpressum – zu kurz gedacht! – Sind wir alle Produkte inzestuöser Beziehungen? Jo, jo, wenn sich das
Universum immer wieder aufs neue bei gleichbleibenden Raum, Masse und unendlich viel Zeit zusammenzieht
und wieder ausdehnt, sind wir sowieso alle nur die Produkte irgendwelcher inzestuöser kosmisch atomarer
Pfürze, die sich immer wieder einmal, je wie es beliebt in der gleichen Zusammensetzung treffen. Es ist
ähnlich wie beim Lotto. Irgendwann muss es einmal wieder zur gleichen Zahlenreihe kommen. Also, ihr meine
geliebten Brüder und Schwestern des Widerspruchs vielleicht sind wir uns schon einmal begegnet nur waren
die Rollen anders verteilt, da sich sich zwei Atome im kosmischen Pfurz anders zueinander bewegt haben,
was gelegentlich vorkommen soll. Ich freue mich schon auf die nächste Variante, in der ich Papst sein
werde und dann geht es rund. Will meinen, – es war alles schon einmal so, wie es war. Beim nächsten Mal
wird es nur ein wenig anders sein, vielleicht auch noch einmal genauso wieder. Grausam die Vorstellung
für euch, – ich weiss. . Mit freundlichen Grüßen Le Trot der sich jedesmal abrollt, wenn die wildgeworden
Evolutionsfanatiker, sich selber ein Bein stellend, über die katholischen Fundamentalisten ereifern,
die ja nur eine Laune der von ihnen so geliebten Evolution darstellen, der sie selber auch nicht entrinnen
können. Wie sind genetisch programmierte Gefangene des Raumzeitgefüges und funktionieren innerhalb vorbestimmter
Parameter. – Höhö !
#100 timpressum † 11:07:42 | Montag, 16. Januar 2006
Abstammung der Menschheit Wenn die Menschheit von einem einzigen Paar abstammen würde, bleiben für mich
folgende Fragen offen: – Mit wem hat Abel seine Kinder gezeugt? – Mit wem haben Abels Kinder Kinder gezeugt?
– Sind wir alle Produkte inzestuöser Beziehungen?
#99 DemonDeLuxe † 03:09:05 | Samstag, 14. Januar 2006
@Gunter Sie werden das jetzt nicht gerne hören, aber: Wenn die katholische Kirche das ernstlich „glaubt
und lehrt“, dann glaubt sie falsch und lehrt die Unwahrheit. Davon abgesehen, können wir ja ‘mal eine
Befragung machen, wieviele katholische MENSCHEN das ernstlich glauben. Die Ausbeute dürfte mager sein,
speziell in Ländern mit guter Schulbildung. Wussten Sie übrigens, dass die X- und Y-Chromosomen in ihrer
heutigen Form sich ca. 80.000 Jahre auseinander entwickelten? Sprich: „Adam“ lebte 80.000 Jahre nach „Eva“.
Wie genau soll man diese Denkhaltung bezeichnen, mit der wissenschaftliche Erkenntnisse herzlich gerne
überall da angenommen werden, wo sie einem nützen (z.B. moderne EDV, Infrastruktur, soweit ich weiß,
wurde auch JP2 nicht von einem kräuterkundigen Mönch, sondern von hochspezialisierten Medizinern behandelt),
die Erkenntnisse DERSELBEN Wissenschaft aber bockstarrig ignoriert werden, wenn es darum geht, dass irgendjemand
früher ‘mal irgendwas gesagt hat und der zufällig ein Exponent des Katholizismus war und daher „unmöglich“
irren kann? Was für einen Zacken würde man sich aus der Krone brechen, wenn man endlich zugäbe: „Das
sind bildliche Beschreibungen, die das Wesen der Dinge erläutern sollen, ohne Anspruch auf (oder Kompetenz
in) wissenschaftlichen Details.“? Da wundern Sie sich, dass der Kirche die Leute weglaufen, weil sie zunehmend
weniger Sinn in „angewandter Sagenkunde“ sehen, die als „Wahrheit“ ausgegeben wird?
Guten Abend, Dämon, die katholische Kirche glaubt und lehrt, daß das Menschengeschlecht von einem einzigen
Menschenpaar abstammt (Monogenismus). Die ersten Menschen, Adam und Eva, sind die Stammeltern des ganzen
Menschengeschlechtes. Das ist nicht im bildlichen, symbolischen, sondern im buchstäblichen, geschichtlichen
Sinn aufzufassen, wie die Bibelkommission entschieden hat. Auch Papst Pius XII. hat in seiner Enzyklika
Humani generis den Polygenismus verworfen. Das Lehramt der Kirche hat diese Lehre nicht revidiert.
#97 DemonDeLuxe † 00:16:17 | Samstag, 14. Januar 2006
@Le Trot Und wo behauptet Herr Ratzinger dort, das er „Adam und Eva“ als zwei individuelle Menschen begreift?
Ds tut er nämlich nicht, wie er diverse Male angemerkt hat. Lesen Sie ‘mal dieses Interview www.br-online.de/…804/19980416_i.shtml,
bei dem der damalige Kardinal Ratzinger sagt: „Das ist nach der alten Überlieferung der eigentliche Inhalt
dessen, was er sagt und tut: Er nimmt Adam und Eva – nach diesen Bildern – und zieht sie heraus. Und das
heißt, er zieht die Menschheit heraus.“ Das ist eine deutliche Absage an den wörtlichen Kinderglauben,
den Sie da propagieren. Immerhin spricht Ihr eigener Katechismus von der „Symbolik der biblischen Sprache“.
Vielleicht denken Sie das ‘mal durch? P.S.: Mein Blog ist putzmunter.
@ DüDeLiDü – dafür ist es noch zu früh! Ich glaube… nein, ich bin SICHER, dass ich diese Jahr noch
nicht das Vergnügen mit solcherlei konzentriertem, blasierten, überheblichen, pseudogebildeten und märchengläubigen
QUATSCH hatte, mein Bester. Na ja, dieses Jahr ist ja erst 13 Tage alt. Da kann es schon noch besser kommen…
Der Gatte der Evelin
@Atheisten und sonstige Evolutionstheoretiker Fragen Sie ‘mal den Papst, der lacht Sie aus. Papst Johannes
Paul II. zur Feier des Weltfriedenstages 1. Januar 1990 Geschaffen nach dem Ebenbild Gottes, sollten Adam
und Eva ihre Herrschaft über die Erde ausüben (Gen 1,28) mit Weisheit und Liebe. Stattdessen zerstörten
sie die bestehende Harmonie, indem sie vorsätzlich gegen den Plan des Schöpfers verstießen, dass heißt,
indem sie sich entschieden, zu sündigen. P.S. Ihre Webseite ist nicht mehr zu erreichen. Wollte mal ein
wenig stöbern.
Daniel Ja was soll denn Daniel denn anders gemeint haben? Ich befürchte unser Gesprächspartner scheint
die Unsterblichkeit der Seele mit der Auferstehung des Fleisches zu verwechseln. Tatsächlich wird heute
gerne behauptet, die Unsterblichkeit der Seele sei aus dem Platonismus in das Christentum eingedrungen,
niemals jedoch die Auferstehung des Fleisches (außer von unserem Dämon).
#93 DemonDeLuxe † 22:28:04 | Freitag, 13. Januar 2006
@Fundamentalisten 1. Für den Tatbestand „Inzest“ ist es völlig belanglos, ob irgendjemand ihn unter
Strafe stellt oder nicht. 2. Der wörtliche Anfang der Menschheit mit einem Paar namens „Adam und Eva“
ist Märchenglaube. Fragen Sie ‘mal den Papst, der lacht Sie aus. Ja, mir ist auch die „Erklärung“ dazu
bekannt: Dass Adam & Eva so rein waren, dass ihre Nachkommen keine Schäden durch den Mega-Inzest dvontrugen;
solche Schäden gäbe es erst durch die Sünde. Dumm nur, dass die beiden erst nach der Sünde mit der
Fortpflanzung begannen. Davon abgesehen, ist es natürlich immer sehr bequem, für irgendwelche Zeiten
zu spekulieren: „Ja, also DAMALS, da war das alles ganz anders, als wir das heute beobachten!“. Das ist
Käse und ein verzweifelter Versuch, davon abzulenken, dass man Müll erzählt. Mit derselben „Logik“
könnte ich das AT zu einem Werk intelligenter Brillenschlangen erklären – denn „Damals“ waren die noch
schlau und sind erst – Erbsünde, Sie verstehen – später degeneriert, als Strafe für das paradiesische
Veräppeln (das nehmen Sie AUCH wörtlich, was?). Liegt auf demselben intellektuellen und Glaubwürdigkeitsniveau.
3. Dass Daniel in irgendeiner Weise auf die LEIBLICHE Auferstehung anspielt, ist eine gewagte Behauptung,
die deswegen ja auch von der Mehrzahl der Theologen als vernachlässigbar abgetan wird.
@Dämon Mal ehrlich, wollen Sie ernsthaft behaupten, der Talmud sei von den Kirchenvätern abhängig?
Die Auferstehung des Fleisches findet sich z.B. bei Daniel 12,2. Im Judentum zur Zeit Jesu war die Auferstehung
der Toten außer bei den Sadduzäern (und den Samaritanern, sofern man diese überhaupt zu den Juden zurechnen
kann) eine Selbstverständlichkeit.
Eigennamen alle Menschen stammen von einem einzigen Menschenpaar, Adam und Eva, ab. Sind Adam und Eva
die Eigennamen dieses ersten Menschen-Paares? Woher wird das gewußt?
@all: Ich finde es aber auch etwas komisch, wenn man es darstellt, als würde die katholische Lehre ein
Fundamentalismus sein. Die Lehre, dass die Bibel wortwörtlich zu nehmen ist, so sagt es ja auch der jetzige
Papst, ist ein Fundamentalismus, und von daher abzulehnen! Es geht doch, laut Kardinal Schönborn, nicht
um die wortwörtliche Übertragung des Berichts auf historische Tatsache! Gruß, ihr Protestant Luther
@Gunther Das Inzestverbot kam später. Gott hat das in seiner Weisheit und Voraussicht alles gut eingerichtet.
Sie kamen mir zuvor. Es ist dem „Dämöneken“ verwehrt bei Geschlechtlichkeit an die unschuldige Reinheit
der Weitergabe des Lebens zu denken, wie es in de ersten Zeit mit der Gnade GOTTES möglich gewesen sein
muss. Der Gedanke befriedigt ihn nicht. Trotzdem kann man seinen Fragen und der Unruhe die ihn treibt
entnehmen, dass er hier auf diesen Seiten Menschen gefunden hat, deren Denkweise ihn doch faszinierend
immer wieder hier her treibt.
Sehr geehrter Dämon, alle Menschen stammen von einem einzigen Menschenpaar, Adam und Eva, ab. Das Inzestverbot
kam später. Gott hat das in seiner Weisheit und Voraussicht alles gut eingerichtet. Die Sünde Adams
und Evas war nicht eine Sünde des Inzests, sondern des Ungehorsams. Nicht die Offenbarung Gottes annehmen
ist auch Ungehorsam. Nehmen Sie vollumfänglich und ohne Wenn und Aber den katholischen Glauben an, dann
werden Sie ein freier und froher Mensch.
#87 DemonDeLuxe † 13:39:42 | Freitag, 13. Januar 2006
@Le Trot Ach, wissen Sie, die Geschichte von Adam und Eva ist als BILDLICHE (symbolhafte) Darstrellung
der Menschwerdung und des Verlustes der Unschuld ja sogar sehr gut. Ählich, wie ja auch eine der Geschichten
von der Erschaffung der Welt als bildhafte Darstellung ausgezeichnet ist (vom Ablauf her umreißt sie
nämlich in der Tat die naturwissenschaftlich ermittelte Abfolge) – nur WÖRTLICH aufgefasst ist das Unfug.
Aber wenn Sie, statt Abkömmling irgendeines Pitecanthropus zu sein, als Nachomme des gigantischsten Inzestes
aller Zeiten besser fühlen, dann sollen Sie das – oder was meinen Sie, wo Sem, Ham und Japhet ihre Frauen
her hatten? In meinen Augen beleidigt man mit derlei Auffassungen, die dem Buchstaben und nicht dem Sinn
einer Schrift verhaftet sind, den menschlichen (in Ihren Augen: GOTTgegebenen) Verstand, was gemäß der
Lehre vom Menschen als Gottes Ebenbild keine sehr hohe Meinung von Gottes Schöpfungskünsten ausdrückt.
@Demöneken Ich glaube… nein, ich bin SICHER, dass ich diese Jahr noch nicht das Vergnügen mit solcherlei
konzentriertem, blasierten, überheblichen, pseudogebildeten und märchengläubigen QUATSCH hatte, mein
Bester. Demöneken, ich will mich nicht in Ihren Feldzug gegen den Gatten reinhängen, aber irgendwie
werde ich den Eindruck nicht los, dass Sie sich inzwischen in einem Ausnahmezustand befinden. Ich glaube
es genügt jetzt noch Ihnen zu erzählen, dass wir auch an Vertreibung von Adam und Eva aus dem Paradien
glauben, ja als historisches Ereignis, Sie haben richtig gelesen, – und Sie verlassen entrüstet diese
Seite. Eigentlich wäre das bedauerlich, da Sie viel Potential besitzen, welches nur auf der falschen
Seite zum Einsatz kommt. Naja, wir wollen mal weiter beten, vielleicht haut Sie der liebe GOTT eines unerwarteten
Tages auch von Ihrem hohen humanistischem Ross.
#85 DemonDeLuxe † 12:52:14 | Freitag, 13. Januar 2006
@Sozialkatholisch Es gibt immer wieder Archäologen, die Gemeinsamkeiten entdecken bzw. zu entdecken glauben.
Und fast genausooft wird dann aufgezeigt, dass es sich um Parallelentwicklungen (nicht aus einer Wurzel)
handelt (Beispiel: Pyramiden in Ägypten und Süd- bzw. Zentralamerika). Besonders wird hier über die
weitverbreitete Sintflutmythologie spekuliert (die allerdings mittlerweile von vielen als Erinnerung an
die nacheiszeitliche Erwärmung angesehen wird, insbesondere, als das Mittelmeer „volllief“). Die hypothetische,
gemeinsame Wurzel ist die eine Sache; darüber kann man reden. Die unsägliche Hybris aber, die der werte
„Gatte“ da zum Besten gibt, ist hanebüchen. @Zwobbel Sorry, dass der Agnostiker Sie korrigieren muss,
aber das steht bei Matthäus. Allerdings steht da nichts über die genauen Umstände; es klingt eher nach
„Zombie 3“, immerhin war es ein reichlich finsterer, unheilschwangerer Moment, und diese spezielle Auferstehung
hat keinen Heils- oder Erlösungs-, sondern Droh- und Mahncharakter. Jedenfalls ist diese, nennen wir
es „Ausgrabung der Toten“, NICHT das, was Ihre Kirche mit der „Auferstehung des Fleisches“ meint(e). Diese
sollte erst am Tag des Jüngsten Gerichts stattfinden.
@ DemonDeLuxe Die Uroffenbarung an die Völker geschah schon erheblich vor der kath. Kirche. Haben sie
sich noch nie gewundert das die vielen Religionen die kreuz und quer über die Erde verteilt sind doch
so viele Gemeinsamkeiten haben
#83 DemonDeLuxe † 12:04:26 | Freitag, 13. Januar 2006
@Evelins Gatte „Alles falsch. Es gab seit Adam ff., Noah ff, Abraham ff. eine Uroffenbarung, die ihren
Niederschlag bei allen Völkern gefunden hat – mehr oder weniger eben bzw. mehr oder weniger verhunzt
bei den Heiden.“ Ich glaube… nein, ich bin SICHER, dass ich diese Jahr noch nicht das Vergnügen mit
solcherlei konzentriertem, blasierten, überheblichen, pseudogebildeten und märchengläubigen QUATSCH
hatte, mein Bester. „Uroffenbarung“! Und alle sind zu doof dazu, nur die wahre Krone der Schöpfung, der
Tradi-Katholik, ist weise genug, das wahre Sein aller Dinge zu kennen, nicht? Und ich dachte, die Zeit
der selbsternannten Herrenmenschen hätten wir hinter uns. Danke für die Belehrung, dass dem nicht so
ist.
Resurrectionem carnis Man lese dazu einfach im Evangelium. Aber Jesus schrie abermals laut und verschied.
Und siehe, der Vorhang im Tempel zerriß in zwei Stücke von oben an bis unten aus. Und die Erde erbebte,
und die Felsen zerrissen, und die Gräber taten sich auf, und viele Leiber der entschlafenen Heiligen
standen auf und gingen aus den Gräbern nach seiner Auferstehung und kamen in die heilige Stadt und erschienen
vielen. Lukas 27,50-53 Ich bin nämlich auch evangelisch – aber kein Protestant, sondern treu zur Schrift,
zum Lehramt und der Überlieferung.
@ DüDeLiDü Alles falsch. Es gab seit Adam ff., Noah ff, Abraham ff. eine Uroffenbarung, die ihren Niederschlag
bei allen Völkern gefunden hat – mehr oder weniger eben bzw. mehr oder weniger verhunzt bei den Heiden.
Es handelt sich also um gemeinsames Erbe der Menschheit, um Spuren der Wahrheit. Daraus das at. Judentum
oder das nt. Christentum wiederlegen zu wollen ist falsch historisierend und modernistisch idelogisierend.
Der Gatte der Evelin
#80 DemonDeLuxe † 10:26:44 | Freitag, 13. Januar 2006
@Irenäus & Zwobbel „Aber dieser Zarahtustra war nach meinen Infos ein Schüler des Propheten Daniel.“
Wenn sie sich jemals getroffen haben (unwahrscheinlich – die historische Existenz Daniels ist zweifelhaft;
zudem datiert die Mehrheit der Historiker Zarathustra weitaus früher als Daniel), dann war es umgekehrt.
Zahlreiche Elemente des Judentums nahmen in der babylonischen Gefangenschaft ihren Anfang, waren aber
schon Jahrhunderte früher für die dort lebenden Völker bezeugt (namentlich Vorstellungen vom Jenseits
und von den Geistwesen). Also, WENN sie sich trafen, war Daniel der Schüler. „Woher sollten auch die
Weisen die Jesus anzubeten kamen auch das Wissen eines Erlösers aus dem jüdischen Volk kennen, wenn
nicht von den Juden.“ Viel interessanter wäre doch die Frage: Wenn sie tatsächlich an den jüdischen
Erlöser glaubten, warum wurden sie dann keine Juden? @Irenäus Nur ‘mal so nebenbei bemerkt, haben Sie
dafür umso mehr Ahnung davon, wie man sich möglichst überheblich gibt. Es werden weitaus mehr Einflüsse
auf das Juden- und Christentum diskutiert, durchaus auch ernsthaft. Es ging hier übrigens um die Auferstehung
des LEIBES; eine Vorstellung, die unter den Juden damals wenig verbreitet war und heute praktisch bedeutungslos
ist. Noch Paulus sprach explizit von einem „vergeistigten“ Leib. Erst die Kirchenväter haben dann die
„Auferstehung des Fleisches“ zur „definitiven Wahrheit“ erhoben. Diese etwas naiven Verwirrungen hat man
dann ja im V2 korrigiert.
@Irenäus Die einzige These, die ernsthaft unter Historikern diskutiert wird, lautet, der Auferstehungsglauben
der Hebräer habe sich aus der persischen Religion entwickelt. Hier gibt es in der Tat verblüffende Parallelen
in bezug auf die Eschatologie. Ja das ist interessant. Da kommt dann auch immer Zarahtustra ins Spiel
(der angeblich die Lehre Jesu vorgeprägt hatte). Aber dieser Zarahtustra war nach meinen Infos ein Schüler
des Propheten Daniel. Und wenn man die Prophezeiungen des frommen Juden Daniel liest, kann man sich schon
vorstellen, wie die Eschatologie des Schülers Zarahtustra geprägt wurde. Woher sollten auch die Weisen
die Jesus anzubeten kamen auch das Wissen eines Erlösers aus dem jüdischen Volk kennen, wenn nicht von
den Juden. Interessant wäre in dem Zusammenhang in wie weit die Essener von dieser Linie geprägt waren
und ob und wieviel Johannes d.T. und Jesus mit denen zu tun hatten. P.S. Warum ist der kreuz.net-Server
so langsam seit gestern?
@Dämon Unmissverstänlicher hätte ich schreiben sollen, dass sich die Lehre von der leiblichen Auferstehung
aus der Lehre der Neuplatoniker heraus- und sich VON IHR FORTentwickelte (vgl. Augustinus). Mea culpa
maxima. Ach das ist doch Unsinn; der Auferstehungsglauben ist bereits bei Jesaja bezeugt, als die Hebräer
noch gar keinen Kontakt mit den Griechen gehabt haben. Die Auferstehung auch des Leibes am Jüngsten Tag
ist eines der Dogmen der katholischen Kirche (entstanden aus den griechischen Einflüssen der Neuplatoniker;
zu Jesu Zeiten gab es diese Vorstellung noch nicht Nur mal so nebenbei bemerkt, scheinen Sie nicht die
geringste Ahnung von alter Geschichte zu haben. Die einzige These, die ernsthaft unter Historikern diskutiert
wird, lautet, der Auferstehungsglauben der Hebräer habe sich aus der persischen Religion entwickelt.
Hier gibt es in der Tat verblüffende Parallelen in bezug auf die Eschatologie.
#77 DemonDeLuxe † 08:32:24 | Donnerstag, 12. Januar 2006
@Sozialkatholisch „> Vieleicht sollten sie anfangen objektorientiert zu Programmieren.“ Nene, das war
schon ganz bewusst in C64-BASIC formuliert, gerade primitiv genug (wobei da sogar ein Bug war: Hätte
„GOTO 20“ heißen müssen – mea culpa maxima). „> Was erwarten sie von einem katholischen Forum?“ Information.
Einblicke in eine mir sonst fremde Gedankenwelt. Aber eben doch ein MINDESTMASS an Vernunft und gesundem
Menschenverstand. Und vor allem erwarte ich keine HASSTIRADEN in einem CHRISTENforum! „> Das ihnen vorbehaltlos
rechtgegeben wird? Oder das hier zu 99% Agnostiker sitzen?“ Aber nein. Seien Sie christlich nach Belieben.
Aber um Himmelswillen, dann SEIEN Sie es auch und wetzen hier nicht das Messer wie einige Ihrer Kollegen
hier! Zudem: Sie sind ja zerstrittener als ein ökumenisches Konzil! „> Natürlich ist die röm/kath Religion
für mich die einzigst richtige“ Geht schon klar. Sie sollten sich bewusst sein, dass es nicht den geringsten
Anlass gibt, die Überlegenheit des Katholizismus zu postulieren angesichts der Milliarden Menschen, die
anderer Meinung sind, und nicht wenige davon so felsenfest wie Sie. „> Übrigens Anhänger der Osiris
gibt es so gut wie garnicht mehr.“ WAS Sie nicht sagen… ;O) „> Ägypten war eins der ersten Länder
die den christlichen Glauben angenommen hatte.“ Und es hat ihn dann ja auch recht fix wieder abgelegt.
Mene, mene tekel…? Aber schreiben wir’s ‘mal dem Expansionsdrang des Islams zu – der war ja fast so
gut wie die Ihren in Sachen „Eroberung“.
@ DemonDeLuxe Vieleicht sollten sie anfangen objektorientiert zu Programmieren. Was erwarten sie von einem
katholischen Forum? Das ihnen vorbehaltlos rechtgegeben wird? Oder das hier zu 99% Agnostiker sitzen?
Natürlich ist die röm/kath Religion für mich die einzigst richtige, aber wenn ich eine bessere finden
würde, würde ich wechseln. Nur nach langem Suchen und ehrlichem hinterfragen ist sie für mich die Kirche,
die Jesus Christus auf dem Fundament der Apostel gegründet hat. Übrigens Anhänger der Osiris gibt es
so gut wie garnicht mehr. Ägypten war eins der ersten Länder die den christlichen Glauben angenommen
hatte.
An toby: Ich meine nicht, daß hier ein Denkfehler vorliegt. Mein Gedanke ist, daß die Gebundenheit an
den irdischen Leib den Vernunftgebrauch behindert. Sobald der Leib weg ist, kann der Fötus auch die Vernunft
gebrauchen. Es können ja auch Blindgeborene sehen, sobald die Verbindung der Geistseele mit dem materiellen
Leib gelöst ist. Gunther.
#74 DemonDeLuxe † 23:28:21 | Mittwoch, 11. Januar 2006
@Evelin(s Gatte) Sagen Sie ‘mal, werter Gatte, fällt Ihnen an Ihrer Argumentation (und an der von Sozialkatholisch)
‘was auf? Diese ganze Debatte läuft doch nach folgendem Programmschema: 10 X = „Irgendein besonderes
Merkmal“ 20 PRINT „JESUS ist der einzige, der „ +X+ „ gemacht hat!“ 30 INPUT X+ „ wurde auch schon von „
+(Z=irgendeingott())+ „ gemacht“ 40 X = X+1 50 GOTO 10 Für Nichtprogrammierer: Sie behaupten etwas und
deklarieren es zum „wesentlichen Punkt“. Zu Ihrer Enttäuschung zeige ich Ihnen auf, wo dieser „wesentliche
Punkt“ schon (vorher!) von anderen erfüllt wurde, woraufhin Sie flugs das Standbein wechseln und einen
weiteren Aspekt einbringen, der ja EIGENTLICH (plötzlich!) der „wesentliche Punkt“ sei (davon, dass er
das nur in IHREN Augen ist und z.B. Anhänger des Osiris sehr anderer Meinung sein könnten, reden wir
‘mal gar nicht erst). Der einzige Hohn, der hier auftaucht, ist der, den Sie der Logik und Argumentationstechnik
sprechen. Sagen Sie doch lieber gleich offen, was Sie ohnehin denken: Dass keine Religion der Ihren vergleichbar
sein KANN, weil SIE das gerne so haben möchten. „das ist eben so… und keine Widerrede!“ ist der Tenor
Ihrer „Logik“. Das wäre wenigstens ehrlich statt dieser etwas peinlichen repetitio ad infinitum.
Regina@Evelin der Haken 1 ist nichtig-mit verlaub Also liebe Evelin, Dein Haken eins ist wirklich nichtig,
wie Du selbst festgestellt hattest, hat Jesus unser Herr und Meister den rechten Schächer höchstpersönlich
zu sich ins Paradies genommen, warum also zweifelst Du? Jesus sagt immer die Wahrheit, er ist die Wahrheit
selbst. Da nun also dieser Schächer ungetauft im Paradiese sitzt und sich freut dass wir uns mit seiner
Geschichte befassen, so bitten wir ihn doch um seine Fürsprache beim Hl. Geist, er wird uns sicher helfen,
glaubst Du das?
@ Regina Die Theorie, dass der Limbus Puerorum mit der Eröffnung des Jüngsten Gerichts befristet ist,
hat etwas für sich. Nämlich die Analogie zum Limbus Patrorum, welcher beim ersten Erscheinen Christi
auf Erden (genau: zwischen Kreuzigungstod und Auferstehung) aufgelöst wurde. Die Heiligen des Alten Bund
wurden durch Christi Hinabstieg in die Vorhölle („Reich der Toten“) von dort befreit und gelangten danach
in den Himmel. Ungefähr zeitgleich mit dem ersten Heiligen des Neuen Bundes, dem rechten Schächer, einem
ehemaligen Räuber, der sich erst am Kreuz bekehrte. Haken 1 an der Geschichte ist die fehlende Gewißheit:
Es handelt sich um theologische Spekulation. Haken 2 ist die Zeitdauer des Limbus Puerorum: Bis zum Jüngsten
Gericht kann eine lange Zeit vergehen. Mündlich wurde mir folgendes zugetragen: Der Hl. Papst Gregor
der Große habe gesagt, dass die Seelen der unschuldig ungetauften einen „lichten Moment“ erhalten werden,
in welchem sie sich für oder Gott entscheiden könnten. Diese Entscheidung müßten sie aber ohne Unterstützung
der Sakramente und der Kirche fällen. Wobei mir der Zeitpunkt dieses „lichten Moments“ jetzt nicht erinnerlich
ist. Ich glaube aber, dass zu Gregors Zeiten die Theorie des Limbus puerorum noch nicht bekannt war. D.h.
dieser „lichte Moment“ hätte die unschuldig ungetauften Kinderseelen in der Hölle (wo sie allerdings
unter den geringsten Qualen gelitten hätten) angetroffen. Der Gatte der Evelin
@ DemonDeLuxe Sehen sie mal darum bin ich katholisch. Der Katholische Glaube ist die Mitte! Die Mitte
zwischen Evangelisch und Orthodox, Irrglauben und Atheisten--- eben die Wahrheit
Die Siebte Posaune in Offb.11,18-19- ALLE werden gerichtet! Die Kleinen und die Grossen Warum wird behauptet,
die Limbus-Seelen seien für immer der Anschauung Gottes beraubt? Das ist doch Spekulation! Tatsache ist,
dass die unschuldigen Kinder beim jüngsten Gericht beweisen können, durch Ihr Martyrium für Gottes
Schöpferallmacht Zeugnis abgelegt zu haben in autentischster Form. Der Schöpfer wird sich dieser Kinder
so gewiss erinnern wie an diejenigen die sie umgebracht hatten, und sie durch den Hl. Geist taufen! Der
sog. Limbus der ungetauften Gerechten ist m.E. nichts anderes als die „Vorkammer“ des Hl. Geistes. In
Dan. 12,2 sagt Gott die Auferstehung derer die im Land des Staubes schlafen, die einen zum ewigen Leben
die anderen zur Schmach, zum ewigen Abscheu (nicht Tod!). Wir sehen also, dass es nur noch ein entweder
oder geben wird nach der Zeit des jüngsten Gerichts. Darum taufen wir die ungeborenen Kinder schon im
Geiste im Mutterleib, all jener Frauen die abtreiben wollen, so sind diese Kinder gerettet und werden
gerecht gemacht durch den Glauben und die christlichen Nächstenliebe der auf der Erde Lebenden.
DedeLu sagt Dudelido „Aber aus eigenen Kräften von den Toten auferstehen“ …oder es BEHAUPTEN… „außer
unseren Herrn Jesus Christus fällt mir da auf die schnelle keiner ein.“ Mir fallen mehrere ein, von denen
man das behauptet hat. Ihnen nicht? Sagen des klassischen Altertums z.B.? Wie wäre es mit der ägyptischen
Göttersage von Isis und Osiris? Alles Unfug. Keiner der falschen Götzen-Götter ist freiwillig Mensch
geworden. Daran scheitern i.d.R. allfällige Auferstehungsgelüste. Die ägyptische Götzen-Religion ging
eigene Wege und behauptete auch die Gotteseigenschaft des jeweiligen Pharao. Damit waren die Grenzen zwischen
Menschen und Göttern verwischt. Osiris ist nicht einmal nach den ägypt. Fabeln aus eigener Kraft auferstanden.
Nach der Ermordung durch Seth wurde er von diesem in x Teile (ich glaube 17) zerhackt, von seiner Gattin
Isis aber wieder zusammengeklaubt (Meister Propers Superkleber oder so) und schließlich durch der Isis’
Verwandlung in einen Sperling (österr: Spatz) mit dem Flügelschlag desselben kurzfristig zum Leben erweckt
und zur Zeugung eines Kindes (Horus) gebracht, wonach er wieder verschied (?) und seither als Gott der
Unterwelt sein Leben fristet. Derartige Geschichten mit der Auferstehung Christi zu vergleichen, können
bestenfalls ein Hohn sein. Von Isis ist mir ebenfalls keine Auferstehung aus eigener Kraft bekannt. Der
Gatte der Evelin
@ DemonDeLuxe Aus eigener Kraft von den Toten auferstanden ist. Die Ägyptische Legende sagt das Isis
dem Osiris bei der Auferstehung geholfen hat. Das kann man getrost zu den Fabeln abwenden. Aber um uns
über die Uroffenbarung der Menschengeschlechter zu unterhalten sollten sie sich dort mal einlesen J (kleiner
Scherz) Aber nichts wurde so krampfhaft versucht zu wiederlegen wie die Auferstehung Jesu Christie, wahrscheinlich
weil es die Wahrheit ist und irgendwelche Mächte es unbedingt wiederlegen wollen. Wie man die Spreu von
dem Weizen trennt, ganz einfach, überprüfen so gut wie es geht… Nein, ich glaube auch das es Wunder
in anderen Religionen gibt. Gottes Wege sind unergründlich. Mag sein das der ein oder andere Biologe
schmunzelt, aber das das System funktioniert ist ein Wunder. Und das menschliche Regulationsversuche im
sensiblen Ökosystem nie so funktionieren wie er sich es vorstellt bestätigt das Wunder.
Die Pseudo-Zirkelschlüsse des D. *SIE* hatten die Behauptung aufgestellt, niemand außer Jesus würde
für sich reklamieren, „Gottes Sohn“ zu sein. Wenn die Äusserungen nicht die gleiche Bedeutung hatten,
darf man sie nicht gleichsetzen. Hat Buddha etwa behauptet, Gott Vater und er seien eins? Hat Buddha gesagt,
der Tempel zu Jerusalem ist das Haus seines Vaters? Der Fehler liegt bei Ihnen. Buddha hat behauptet,
er habe vor der Erschaffung der Welt existiert? Hat Buddha auch gesagt, dass er schon vor Abraham gelebt
hat? (Präexistenz) Ich bin gestern erst über den Mount Everest gesprungen und wandle täglich auf dem
Wasser. Tante Emmi kann’s bezeugen. Tante Emmi hat also die gleiche Beweiskraft wie die Apostel, Heiligen,
Seher und Propheten? Dann haben Ihre Äusserungen den Wert eines Froschgequakes… Sie haben die Frage
nicht beantwortet, ob aus NICHTS ein (Ur-)Knall entstanden ist? (Wunder) Es gibt im Gegensatz zu Jesus
sogar Augenzeugenberichte (genauso legendär). Das ganze NT ist eine Sammlung von Augenzeugenber. über
die Wundertaten Jesu. Und der Begriff des Wunders ist in jedem Falle zu hinterfragen. Außerdem fehlt
die Antwort auf die Frage nach Totenerweckungen. Nein ich kann keine Dämonen austreiben…, weil es keine
gibt. Warum nennen Sie sich wie etwas, was es gar nicht gibt? „Schrott-Rocker“ gibt’s auch nicht und ist
genauso lustig. In Ihnen wirkt der Geist, der stets verneint. Der Gatte der Evelin
#66 DemonDeLuxe † 21:45:27 | Mittwoch, 11. Januar 2006
@Sozialkatholisch Wer was wann wo wie so alles behauptet hat… „Aber aus eigenen Kräften von den Toten
auferstehen“ …oder es BEHAUPTEN. Oder jemanden haben, der es VON IHM BEHAUPTET. „außer unseren Herrn
Jesus Christus fällt mir da auf die schnelle keiner ein.“ Mir fallen mehrere ein, von denen man das behauptet
hat. Ihnen nicht? Sagen des klassischen Altertums z.B.? Wie wäre es mit der ägyptischen Göttersage
von Isis und Osiris? „Die Wunder Jesu, na gut von uns Postern war da keiner dabei“ Ein Eingeständnis,
das erleichtert ;O) „aber wie viele haben schon in seinem Namen Wunder gewirkt“ Weiß ich nicht. Ich kenne
nur viele, die das BEHAUPTET haben. Seltsamerweise scheinen „Wunder“ eine herzliche Abneigung gegenüber
wissenschaftlichen Methoden zu haben. „Na gut es waren auch immer Scharlatane dabei“ In der Tat. Jetzt
die Gretchenfrage: WIE trennen Sie Spreu von Weizen? Einfach nur alle christlichen Wunder zählen gilt
nicht, denn Sie wollen ja gerade MIT diesen Wundern die Richtigkeit des Christentums erst BELEGEN. „aber
die wurden schnell entlarvt…“ Also sind „echte“ Wunder ein Beleg für den Katholizismus… und „falsche“
(entlarvte) sind es auch? Hmmmmmmmmm… Sie nehmen’s auch, wie’s gerade kommt, ja? :O) „Zum erkennen in
der Natur…“ Der Biologe schmunzelt: Es sind gerade so viele Bienen da, wie ernährt werden können…
Das führt jetzt wieder zur Evolution und damit zu weit… lesen Sie sich da ‘mal ein. Seien Sie versichert:
Man kann das alles sehr natürlich erklären – und dabei trotzdem an Gott glauben (wenn man mag).
@ DemonDeLuxe Behaupten Gottes Sohn zu sein kann jeder. Aber aus eigenen Kräften von den Toten auferstehen,
außer unseren Herrn Jesus Christus fällt mir da auf die schnelle keiner ein. Die Wunder Jesu, na gut
von uns Postern war da keiner dabei, aber wie viele haben schon in seinem Namen Wunder gewirkt, angefangen
vom hl. Petrus über den hl. Paulus, den hl. Franziskus bis in unsere heutige Zeit hinein. Na gut es waren
auch immer Scharlatane dabei aber die wurden schnell entlarvt oder werden noch entlarvt (für mich eher
eine Bestätigung der kath. Lehre). Zum erkennen in der Natur, das z.B. immer genug Bienen da sind die
Blumen zu bestäuben, für alle Gattungen der Natur mehr oder weniger Nahrung bereit steht, überhaupt,
das das ganze System ständig so gut funktioniert, da muss doch eine höhere Intelligenz hinter stecken…
#64 DemonDeLuxe † 20:05:26 | Mittwoch, 11. Januar 2006
@Stimme – Sie zirkeln ;O) *seufz* *SIE* hatten die Behauptung aufgestellt, niemand außer Jesus würde
für sich reklamieren, „Gottes Sohn“ zu sein. Ich widerlegte das. JETZT kommen Sie auf einmal und behaupten,
das sei ja „alles ganz anders gemeint“. Worauf das hinausläuft, ist klar: Dass niemand wie die katholische
Auffassung von Jesus war, was allerdings eine Tautologie und i.S.d. Diskussion ungültig ist, denn schließlich
wollen Sie ja gerade BELEGEN, DASS niemand wie Jesus war. (Präexistenz) Von wem? Von seinen Jüngern,
wobei er selbst etwas Ähnliches sagte (das wurde dann später „aufgeblasen“, sehr ähnlich wie bei Jesus
durch Apostel und Kirchenväter – die haben ja Jesus auch quasi jährlich weiter vergöttert als ihre
jeweiligen Vorgänger) „Welche Wunder haben Sie bisher gewirkt?“ Ich bin gestern erst über den Mount
Everest gesprungen und wandele täglich auf dem Wasser. Tante Emmi kann’s bezeugen. Beweisen Sie das Gegenteil…
Sie sehen, wohin das führt? (Zirkelschluss) „Warum?“ Weil Sie die Richtigkeit der katholischen Auffassung
mit dem Hinweis auf die vermeintlich so und so (nach katholischer Auffassung) geschaffene Welt „beweisen“.
Kürzen Sie das ‘mal ‘raus, dann lautet Ihr „Beweis“: „Es ist so, weil es so ist“. DAS ist ein „Zirkelschluss“.
(Wunder) Es gibt im Gegensatz zu Jesus sogar Augenzeugenberichte (genauso legendär). Nein ich kann keine
Dämonen austreiben. Primär deshalb, weil es keine gibt. Aber fragen Sie ‘mal bei der kath. Kirche nach,
die hält sich noch ein paar Rest-Exorzisten.
@ DDL – die multiple Begriffsverwirrung Buddha nennt sich selbst z.B. auch „Menschensohn“. Wenn zwei das
gleiche Wort verwenden, muß es nicht das gleiche bedeuten. Wenn Cardinal Innitzer 1938 ausrief: „Nur
einer ist unser Führer: Jesus Christus“ bedeutet „Führer“ dann das gleiche, wie im Begriff „Führer
und Reichskanzler“? Ihm wird – wie Jesus – die Präexistenz zugeschrieben. Von wem? Gottesbegriff „anders“
D.h. Sie gehen nur auf semantische Ähnlichkeiten. [kursivbehaupte ich … der wahre König der Welt zu
sein und bleibe das so lange, bis Sie mir en detail das Gegenteil bewwiesen haben.Welche Wunder haben
Sie bisher gewirkt?„Die ganze Schöpfung ist ein Beweis seiner Existenz.“ Das ist kein Beweis, das ist
ein Zirkelschluss.Warum? Glauben Sie auch, das aus NICHTS ein (Ur-)knall entstand?Totenerweckung war quasi
GötterhobbyUnd darüber gibt es ebenfalls zeitnahe Berichte mit Angabe des Ortes, der näheren Umstände,
dem Namen des Erweckten und der Zeugen?HeilungenEs geht nicht um irgendwelche, sondern um Wunder.Exorzisten,
deren BERUF das war[kursiv] Welche meinen Sie? So „erfolgreiche“, die die Besessenheit noch verstärken.
Den Daemon veranlassen, mit Verstärkung wiederzukommen? Können Sie selbst Daemonen austreiben (Stichwort
banal)?
#62 DemonDeLuxe † 19:10:28 | Mittwoch, 11. Januar 2006
@Stimme Buddha nennt sich selbst z.B. auch „Menschensohn“. Ihm wird – wie Jesus – die Präexistenz zugeschrieben.
Inwieweit der Gottesbegriff „anders“ ist (das ist er bei JEDER Religion, sonst WÄREN es nicht verschiedene
Religionen!), stand nicht zur Diskussion. „Dann beweisen Sie doch mal, dass er es nicht ist.“ Soweit ich
weiß, funktioniert das andersherum. Sonst behaupte ich flugs ‘mal eben, der wahre König der Welt zu
sein und bleibe das so lange, bis Sie mir en detail das Gegenteil bewwiesen haben. „Die ganze Schöpfung
ist ein Beweis seiner Existenz.“ Das ist kein Beweis, das ist ein Zirkelschluss. Aber bitte, da behaupte
ich doch einfach ‘mal, die Schöpfung sei der „Beweis“ für die Existenz von Nanabozo, dem großen Kaninchen.
Und jetzt? „Werden Sie konkreter. Von wem wird noch eine Totenerweckung behauptet? Von wem die Austreibung
der Daemonen?“ Die 1500 Zeichen hier beschränken das leider. Totenerweckung war quasi Götterhobby schon
in Ägypten und Babylon. Ihnen namentlich bekannt sein dürfte z.B.der griechische Äskulap (6 Totenerweckungen,
zahllose Heilungen, daher heute sein Stab als Symbol der Mediziner). Es gäbe hunderte von Namen. Totenerweckung
war DAS „Hip“-Merkmal eines angeblichen Gottes. Dämonenaustreibungen waren eiegntlich zu banal, um als
Göttlichkeitsbeleg zu gelten. Überliefert sind sie z.B. von Apollonius (der auch einmal wiedererweckte),
aber das war trivial, schließlich gab es Exorzisten, deren BERUF das war. @Le Trot: Werden Sie doch ‘mal
erwachsen.
@Stimme… Die ganze Schöpfung ist ein Beweis seiner Existenz. Dedelu versucht lieber den krampfhaften
Beweis zu führen, dass er vom Affen abstammt, dessen Existenz wieder ursächlich auf einen kosmischen
Pfurz zurückzuführen ist. Es würde mich aber nicht wundern, wenn Dedulu in grösster Not und Leiden
GOTT als billige Beschwerdeadresse nimmt und sich bei IHM beklagt, da sein Verstand in solchen Lebensumständen
kläglich um Antworten und Fassung ringt und versagt. Vielleicht wird er diese Erfahrung noch machen.
@ DedeLu Woher haben Sie das, dass Buddha sich als „Sohn Gottes“ bezeichnete? Außerdem verwendet dieser
einen ganz anderen Gottesbegriff, falls man von einem solchen bei ihm überhaupt sprechen kann. Zudem
sprechen Sie selbst von einer BEHAUPTUNG (DAS kann ja sogar ich!), die noch dazu (in der Auslegung „ich
bin DER (einzige!) Sohn Gottes“) keneswegs sicher Jesus selbst geäußert hat. Dann beweisen Sie doch
mal, dass er es nicht ist. Die ganze Schöpfung ist ein Beweis seiner Existenz. Jesus wird ein bunter
Strauß der damals gängigen „Wunder“ zugeschrieben. Werden Sie konkreter. Von wem wird noch eine Totenerweckung
behauptet? Von wem die Austreibung der Daemonen? Schliemann? Sie wollen es absichtlich mißverstehen.
Ich wollte damit ausdrücken, dass die Hl. Schrift um ein Vielfaches glaubwürdiger ist als andere antike
Schriften. Im übrigen gab es heidnische Götzen in Gestalt der Daemonen. Ich nehme nicht an, dass Sie
Ihren eigenen Namen in Frage stellen. Nein. Nur jemand, der eine grausige, durch NICHTS belegte oder zu
belegende Hypothese erfindet und damit reales Handeln zu rechtfertigen sucht. Von welcher „grausigen Hypothese“
sprechen Sie? Was ist Ihre: Das banale Vermodern im Sarg und weiter nichts?
#59 DemonDeLuxe † 18:02:39 | Mittwoch, 11. Januar 2006
Stimme aus dem Tradiland: Dann belegen Sie doch ‘mal :O) „Nein, keine der nichtchristl. Religionen hat
einen Gründer, der von sich behauptet hat, Sohn Gottes zu sein.“ Schade, daneben. Buddha hatte die Idee
schon 500 Jahre früher. Zudem sprechen Sie selbst von einer BEHAUPTUNG (DAS kann ja sogar ich!), die
noch dazu (in der Auslegung „ich bin DER (einzige!) Sohn Gottes“) keneswegs sicher Jesus selbst geäußert
hat. Jesus wird ein bunter Strauß der damals gängigen „Wunder“ zugeschrieben. Totenerweckungen, Krankenheilungen,
Speisevermehrung, alles alte Hüte. Da unterscheidet ihn nichts von anderen Propheten, Halb- und Ganzgöttern
der Mythologie. Schliemann? Ja, er hat den Ort Trojas gefunden. Was er NICHT gefunden hat, war auch nur
der winzigste Beleg einer Einmischung (oder Existenz) von z.B. Athene und Aphrodite, die doch angeblich
mächtig mitgemischt haben. Und was besagt der Fund Trojas z.B. über Achill? Inwieweit gibt sie Auskunft
über seine angebliche Abstammung von einer MEERESNYMPHE? „Aha, jemand, der die unangenehme Wahrheit verkündet,
ist der eigentlich Schuldige.“ Nein. Nur jemand, der eine grausige, durch NICHTS belegte oder zu belegende
Hypothese erfindet und damit reales Handeln zu rechtfertigen sucht. Im Fantasyspiel AD&D gibt es auch
so eine Einteilung in diverse Existenzebenen… da gibt es Tartarus, die Hölle, sogar Limbo. Diese Fantasy-Spielereien
haben mit „Ihrem“ Limbus eines gemeinsam: Sie sind pure Fiktion. Belehren Sie mich eines Besseren! Bringen
Sie Belege, strafen Sie mich Lügen! Ich brenne darauf.
@Demon… Sie stehen in Ihrer Betrachtung der jenseitigen Welt ganz auf sich gestellt und können diese
und ihren gesamten spirituellen Überbau ganz nach Ihren Vorstellungen theoretisieren und ausmalen. Tut
mir leid, aber das ist gequirlter Mist. Sie haben meinen Beitrag nicht verstanden, was mich aber auch
nicht wundert. Sir 22,13 Mit einem Unvernünftigen mach nicht viele Worte / und geh nicht mit einem Schwein!Hüte
dich vor ihm, damit du dich nicht zu ärgern brauchst / und nicht besudelt wirst, wenn es sich schüttelt.
Geh ihm aus dem Weg und du wirst Ruhe finden / und keinen Verdruss haben mit seinem Unverstand.
@DedeLu Spekulationen …wissenschaftliche Erkenntnisse … Glaubensvorstellungen anderer Religionen…
Nein, keine der nichtchristl. Religionen hat einen Gründer, der von sich behauptet hat, Sohn Gottes zu
sein. Dass er dies ist, hat er mit zahlreichen Wundern, darunter drei Totenerweckungen, bewiesen. Wenn
Sie die Hl. Schrift für unglaubwürdig halten, müssen Sie große Teile der antiken Überlieferung ablehnen,
die nämlich schlechter überliefert sind. Beispiel: Heinrich Schliemann hat – gestützt auf die Illias –
Troja ausgegraben. Die Illias wurde bis zu ihrer Niederschrift 800 Jahre lang mündlich überliefert!.
Das Neue Testament wurde nach modernistischer Behauptung ein paar Jahrzehnte mündliche überliefert,
tatsächlich nur wenige Jahre. So wie wenn jetzt jemand etwas aufschreibt, was in den 1990er-Jahren passiert
ist und noch die meisten Zeugen und Mitwirkenden am Leben sind. …das weitaus schlimmere Los beschert
den (schuldlos!) Abgetriebenen zweifelsohne die Kirche. Aha, jemand, der die unangenehme Wahrheit verkündet,
ist der eigentlich Schuldige. Dass heißt die Juden sind schuld an der Shoa, weil sie sich sogar heute
noch darüber beschweren. Schuld an einem Mord ist immer der, der darüber berichtet. Eine atemberaubende
Logik! …Limbus …„zusammenphantasieren“… Wenn Ihnen die unsch. Kinderseelen in der Hölle lieber
sind, können Sie sich ja weiter beschweren.
#56 DemonDeLuxe † 15:49:55 | Mittwoch, 11. Januar 2006
@Le Trot – Mein „bedauerliches weltliches Verständnis“ …hat mit Ihren Glaubensauffassungen gar nichts
zu tun und will es auch gar nicht. Es kommt erst dann zum Tragen, wenn – umgekehrt – gläubige Menschen
die Paradigmen ihres jeweiligen Glaubens in die „Welt“ einbringen, also mit praktischer Relevanz. Sie
stehen in Ihrer Betrachtung der jenseitigen Welt ganz auf sich gestellt und können diese und ihren gesamten
spirituellen Überbau ganz nach Ihren Vorstellungen theoretisieren und ausmalen. Das ist IHR Terrain.
Ihr ganz persönlicher Himmel, den Ihnen niemand weg- oder umdeuten kann. Hier aber, im Diesseits, befinden
Sie sich im Wettbewerb mit x-tausend anderen Vorstellungswelten. Da kann man nicht einfach so tun, als
sei man im Besitz der unumstößlichen (auch im Diesseits verbindlichen) Wahrheit und alle Andersdenkenden
für dumm verkaufen. Ich korrigiere: Natürlich KANN man, manche tun es ja. Nur darf man sich DANN über
ein, wie Sie sagen, „Gelächter“ (oder Zorn) ob solcher überheblicher Ignoranz nicht wundern. In dieser
Konkurrenz haben SIe NICHTS, was Sie als Argument dafür anführen könnten, warum Ihre Vorstellung „richtiger“
sein sollte als irgendwelche anderen (die ja auch alle „richtig“ sein wollen). Es ist daher sehr anzuraten,
das diesseitige Handeln so zu gestalten, dass man es auch dann vertreten könnte, wenn man, allem Glauben
zum Trotz, eventuell doch irren sollte. Womit wir bei der Ethik wären. Btw.: Dann beherzigen doch gerade
Sie ‘mal die eigene Aussage und schmunzeln Sie häufiger, statt HIER schon zu heulen ;)
@ DemonDeLuxe Ja, das Problem ist man kann nicht beweisen das es Gott gibt, aber das Problem wird erst
richtig zum Problem weil man auch nicht beweisen kann das es ihn nicht gibt. Desshalb ist sogar Atheismus
eine Glaubensrichtung, in meinen Augen natürlich eine verkehrte.
@Demon_ohne Zusatz „Weil ich das eben glaube“ – eine Haltung, für die Sie im täglichen Leben, außerhalb
des religiösen Kontexts, jeden Gesprächspartner auslachen würden. In Ihrem bedauerlichen weltlichen
Verständnis bedeutet selbstverständlich Glaube nicht mehr als Spekulation auf irgendetwas, was sein
könnte, was aber nicht beweisbar ist, – im Sinne von ich glaube, – dass nächste Woche schön Wetter
wird. Kann sein oder nicht sein. GLAUBE in unserem Verständnis ist Wissen, nicht weltlich überlegend
erfahrbar, nicht beliebig übertragbar, da einzigartiges, verpflichtendes Gnadengeschenk an den Empfangenden,
einzig seinen Grund findend in der unerforschlichen Güte GOTTES, DER sich dem aufrichtig Suchenden mitteilt.
Das Gelächter dieser Welt ertragen wir hier notfalls mit einem Schmunzeln, in der kommenden Welt wird
dieses Gelächter in Heulen und Zähneknirschen übergehen.
#53 DemonDeLuxe † 13:54:12 | Mittwoch, 11. Januar 2006
@Sozialkatholisch „Ich glaube, das die Kirche Verkünderin der Wahrheit ist und nicht das sie die Wahrheit
sich zurechtstrickt.“ Ich akzeptiere, dass viele Ihrer Glaubensgenossen in bestem Wollen an der Ausarbeitung
der Lehre arbeiten. „Zurechtgestrickt“ klingt arg nach bösem Willen und Schluderei – das will ich Ihnen
gar nicht unterstellen, zumindest nicht mehrheitlich. Dessenungeachtet müssen Sie sich darüber im Klaren
sein, dass es Spekulationen sind und bleiben. Ihnen stehen nicht nur wissenschaftliche Erkenntnisse, sondern
auch die – meist sehr anders gestalteten – Glaubensvorstellungen anderer Religionen entgegen, die auf
vergleichbare Anstrengungen zur Erkenntnis erlangung verweisen können wie die katholische Kirche. Sie
glauben. Das akzeptiere ich. Aber Sie werden zugeben müssen, dass Sie genau GAR NICHTS in Händen halten,
diesen Glauben zu verargumentieren – lediglich Aussagen anderer, die denselben oder einen ähnlichen Glauben
vertreten und daher als Beleg ungültig sind. Alles, was Sie sagen können, ist: „Weil ich das eben glaube“ –
eine Haltung, für die Sie im täglichen Leben, außerhalb des religiösen Kontexts, jeden Gesprächspartner
auslachen würden.
@Sozial… Die Kinder werden ihres kompletten daseins in Ewigkeit beraubt. Richtig und die Möglichkeit
während seiner Erdenzeit Schätze für das Himmelreich zu erwerben. Den Abtreibern wird es dann in der
Ewigkeit wohl schlimmer gehen als den Opfern, wenn ihnen Bewußt wird was sie angerichtet haben. Ebenfalls
richtig, nur erzählen Sie das mal einem Atheisten der in seiner selbstgestrickten geistigen Kloake gefangen
ist und weniger Herzensgüte und Mitleid mit der Kreatur empfindet als ein Tier, welches sich für sein
Ungeborenes aufopfern würde.
@ DemonDeLuxe Ich glaube, das die Kirche Verkünderin der Wahrheit ist und nicht das sie die Wahrheit
sich zurechtstrickt. Die beraubung des Lebens durch Abtreibung ist schon schlimm, aber die Schuld, die
die Mütter, Väter, Ärzte usw., die Abtreiben oder dazu aufrufen, aufsichladen ist doch dann wirklich
himmelschreiend. Die Kinder werden ihres kompletten daseins in Ewigkeit beraubt. Den Abtreibern wird es
dann in der Ewigkeit wohl schlimmer gehen als den Opfern, wenn ihnen Bewußt wird was sie angerichtet
haben.
#50 DemonDeLuxe † 12:38:12 | Mittwoch, 11. Januar 2006
@Sozialkatholisch – Die Empörung erstaunt mich Immerhin hat Ihre Limbus-Spekulation (das eine „Theorie“
zu nennen, wie Zwobbel das tut, dazu fehlt ja doch noch einiges, um nicht zu sagen, selbst das GERINGSTE
Indiz) daran genausoviel Anteil wie der Akt der Abtreibung an sich, wenn Sie’s ‘mal folgerichtig durchdenken.
Lassen Sie’s mich so ausdrücken: Nach nicht-religiöser Auffassung (bzw. nach Auffassung all jener, die
nicht an ein Limbus oder Vergleichbares glauben), „raubt“ eine Mutter, die abtreibt, ihrem Kind die Lebenszeit
im Diesseits (wobei mangels Bewusstsein dieser Velust vom Fötus barmherzigerweise nicht empfunden werden
kann). Aus. Der Katholizismus aber sattelt da noch ‘mal flugs den Verlust der ewigen Glückseligkeit im
Angesicht Gottes drauf, was ja – nach IHER EIGENEN Anschauung – das unendlich viel Bedeutendere und Grausigere
ist. Nicht, dass ich ersteres beschönigen möchte – aber das weitaus schlimmere Los beschert den (schuldlos!)
Abgetriebenen zweifelsohne die Kirche. Man kann einem Abgetriebenen eigentlich nur eines wünschen: Dass
jegliches „ewige Leben“ ohnehin pure Illusion ist bzw. dass die Kirche profund irrt in ihrer grausamen
„Hypothese“ und Gott nicht so ein bürokratischer Erbsenzähler ist, als den sie ihn darstellt. Wobei
ich im Hinblick auf den Limbus weniger von „darstellen“ als von „zusammenphantasieren“ sprechen möchte.
Ich lasse mich natürlich gerne in dieser Wortwahl korrigieren – wir müssten nur ‘mal ein paar Zeugen
zusammentrommeln, die schon dort waren (und NICHT nur im Traum!)…
@ Toby Dann muss man sich mal klar machen was man den Kinder durch die Abtreibung raubt. Ihnen ist in
Ewigkeit das Erwachsensein oder die Vollmündigkeit genommen.
@ sozialkatholisch sozialkatholisch schrieb: … wenn die Kinder wirklich noch so unmündig sind und nichts
verstehen ist es ihnen doch egal wo sie ohne Leiden sind. Das ist sehr schön auf den Punkt gebracht.
Oder anders formuliert: Es ist ihnen egal, auf welche Weise sie glückselig sind. Eine freie Entscheidung
dürfte es bei ihnen aber nicht geben. Gott wird schon wissen, was das Beste für sie ist.
@ Toby @ Zwobbel Im Grunde kann ich mich euren Positionen anschließen, ich hab da nur noch ein Problem
mit der Unmündigkeit, wenn die Kinder wirklich noch so unmündig sind und nichts verstehen ist es ihnen
doch egal wo sie ohne Leiden sind. Oder ist die Seele dann doch schon so dialogfähig mit Gott, das Gott
aus Barmherzigkeit, wie gunther maria michel es vermutet, noch eine Entscheidungsfreiheit gewährt.
@ zwobbel Wie dem auch sei, in der faktischen Wahrnehmung der Glückseligkeit – ob nun natürlich oder
übernatürlich – dürfte es für die Unmündigen also keinen Unterschied geben. Der Limbus ist also für
die ungetauft verstorbnen Unmündigen die beste aller Möglichkeiten
@Toby Die Erbsünde war zwar eine Todsünde, wurde aber vom ersten Menschen begangen, nicht von denen
die nach ihm kamen. Diese leiden zwar unter deren Folge, aber anders als Adam. Der Unterschied besteht
in der Abwaschung der Erbsünde. Jeder gültig Getaufte hat Anteil am Gnadenschatz bzw. Gnadenleben der
Kirche. Ungetaufte nicht. Sie sind mit dem Makel der Erbsünde behaftet und nichts Unreines kann vor Gottes
Angesicht bestehen. Wer also ohne Taufgnade stirbt kann nicht zur Anschauung Gottes (=Himmel) gelangen.
Falls also die im limbus Befindlichen doch nach dem Endgericht in den Himmel kommen sollten, muß Gott
ein mir nicht bekanntes Mittel einsetzen um ihnen die Taufgnade zu kommen zu lassen. Wer aber getauft
stirbt, bevor er die Vernunft gebrauchen kann, hat den Vorteil keine Todsünde begangen haben zu können.
Frei von der Erbschuld und frei von jeder Todsünde heißt aber: Ab in den Himmel – vielleicht mit einem
kleinen Zwischenstop im Fegfeuer. Für Menschen mit Vernunftgebrauch hat Gott die Beichte geschenkt, für
deren Empfang aber die Taufe(=„Grundreinigung“) die Voraussetzung ist.
Unterschied Mich würde einmal interessieren, worin nun konkret der Unterschied in der Glückseligkeit
besteht zwischen einem ungetauft verstorbenen unmündigen Kind und einem getauft verstorbenen unmündigen
Kind. Beide sind nicht zum Vernunftgebrauch gelangt. Worin besteht also – nach der Limbus-Theorie – der
Unterschied zwischen natürlicher Glückseligkeit und übernatürlicher Glückseligkeit?
Alternativkost Zwobbel schrieb: Bitte meinen vorherigen Beitrag lesen und falls möglich Stellung nehmen.
Ich komme weder zeitlich noch willentlich dazu, den Artikel jeden Teilnehmers zu lesen. Also picke ich
mir die wenigen Rosinen heraus – im guten wie schlechten. Peccators und Evelins Beiträge stachen leuchtend
heraus. Oder bedeutet Traditionalismus das man nichts Neues mehr entdecken darf? Immer nur das Alte wiederholen?
Die „nur“ eine und zudem „alte“ Offenbarung ist abgeschlossen. Ein Neues Evangelium bekommen Sie nicht
in der katholischen Kirche; diese liefert Ihnen „nur“ eine Vertiefung und Verdeutlichung der Lehre. Eine
Aufweichung und damit Abkehr von Dogmen, wie in der real existierenden Konzilskirche der Fall, ist keine
Vertiefung. Evelin hat darauf sehr subtil hingewiesen: daß die konzilskirchlichen Worte an den Taten
gemessen werden. Verfeinere man die Limbus-Lehre, mit der man jenen jenseitigen Zustand/Ort beschreibt,
in dem die Ungetauften existieren. Elementar an ihr ist, daß sie klarstellt, daß dies nicht der Zustand/Ort
ist, an dem man Gott schaut, weil dogmatisch definiert. Diese Klarstellung wird seit V.II geschleift und
damit dem V.II-typischen Relativismus gefröhnt, daß die Kirche 1900 Jahre lang im dunkeln watete – hier:
die katholischen Eltern unnötigerweise zur möglichst frühen Kindstaufe nötigte. Laut V.II ist erst
der „moderne“ Mensch mündig – zuvor vegitierte er als geistlicher Urmensch, dem man fast alles weismachen
konnte.
Noch mal als Quiz Auch wenn ich etwas penetrant erscheine: Da der Limbus patrum (also für die Gerechten
vor der Zeit des Kreuzopfers Jesu) zeitlich begrenzt war, kommt man schnell auf die Idee auch der Limbus
puerorum könnte „irgendwann“ aufhören. Daher meine Quizfrage: Welche der folgenden Antworten ist richtig:
a) Es ist im depositium fidei eindeutig hinterlegt, daß der limbus puerorum ewig währt. b) Es ist im
depositium fidei eindeutig hinterlegt, daß der limbus puerorum NICHT ewig währt. c) Es gilt weder Antwort
a) noch Antwort b) . Eine endgültige Antowrt steht noch aus. Ich gestehe, die richtig Antwort nicht zu
wissen. Tippe auf c) .
@ gunther maria michel Es geht bei dieser Diskussion hier doch um menschliche Wesen, die bis zu ihrem
Sterben nie zum Vernunftgebrauch gelangt sind, um Unmündige eben. Der Denkfehler liegt nun darin, dass
sich diese Personen, obgleich vollwertige Menschen, aufgrund ihres nicht vorhandenen Vernunftgebrauchs
eben gar nicht frei entscheiden können. So ist die Annahme eines Ortes natürlicher Glückseligkeit im
göttlichen Heilsplan die beste aller Möglichkeiten. Der Limbus ist – aus Sicht der Unmündigen – gar
kein so übler Ort.
Grüß Dich, Evelins Gatte, Du schreibst: der Limbus wurde i.d.R. „Vorhölle“ genannt, aber nicht einmal
das entspricht den Gegebenheiten. Denn wenn die Seelen im Limbus in natürlicher Glückseligkeit aber
ohne Schauung Gottes (und seiner Herrlichkeit), fern jeder Strafe und Qual, leben, so bedeutet das, dass
es diesen Seelen besser geht als im Fegefeuer. Und auch im Fegefeuer gibt es Seelen, die bis zum jüngsten
Gericht dort bleiben müssen. Den Bewohnern des Limbus (wenn es ihn denn gibt – was rechtgläubig bezweifelt
werden darf) geht es nicht besser als den Armen Seelen im Fegefeuer, denn diese haben bei allen Qualen,
und sollten die Qualen bis zum Jüngsten Tag dauern, doch die Gewißheit, einmal in die beseligende Anschauung
Gottes zu gelangen, welche das höchste für Menschen erreichbare erreichbare Gut ist. Diese Hoffnung
haben Limbaner aber nicht. Deswegen ist und bleibt der Limbus letztlich doch eine Art Hölle. Ich halte
den Gedanken, daß die Unmündigen, wenn sie sterben, die Gnade erhalten, frei wählen zu dürfen, für
annehmbar. Ein Teil wird sich für Gott entscheiden, ein anderer Teil vielleicht gegen ihn. Der Leib ist
wie eine Hülle vor dem Geist. Wenn die Geistseele sich im Tod vom Leib trennt, dann wird diese Hülle
von ihr weggenommen und sie kann die geistige Welt schauen.
@ Gatte der Evelin Getrennt sein von Gott ist die Hölle. Und mit den Qualen bis zum jüngsten Gericht,
wenn man Tod ist und sich in der Ewigkeit befindet ist man aus der Zeitschleife herausgenommen, desshalb
müssen Zeitangaben dort immer nur symbolisch betrachtet werden. @ Irenäus Natürlich sollten wir immer
darauf vertrauen das Gottes Barmherzigkeit immer noch grösser ist als unsere Vorstellungskraft. Bei allen
unseren Fähigkeiten sind wir doch nur kleine begrenzte Menschen
@ Sozialkatholisch Nein, der Limbus wurde i.d.R. „Vorhölle“ genannt, aber nicht einmal das entspricht
den Gegebenheiten. Denn wenn die Seelen im Limbus in natürlicher Glückseligkeit aber ohne Schauung Gottes
(und seiner Herrlichkeit), fern jeder Strafe und Qual, leben, so bedeutet das, dass es diesen Seelen besser
geht als im Fegefeuer. Und auch im Fegefeuer gibt es Seelen, die bis zum jüngsten Gericht dort bleiben
müssen. Der Gatte der Evelin
Erleuchtungen Ich möchte hier noch einmal auf die Möglichkeit einer außerordentlichen Gnade bei den
Kindern hinweisen, was sie befähigt, eine Begierdetaufe zu vollziehen (keine stellvetretende wohlgemerkt).
Das Thema steht hierbei in einem größeren Gesamtzusammenhang, nämlich daß es außerhalb der Kirche
kein Heil gibt. Tatsächlich nahm der hl. Thomas eine besondere Erleuchtung bei Menschen, die in unüberwinderlicher
Unwissenheit verstrickt und nach ihrem Gewissen gelebt haben, in ihren letzten Augenblicken gelebt haben;
jedenfalss soweit ich mich erinnere. Ein bloß implizites Verlangen, der Kirche anzugehören, reicht meiner
bescheiden Meinung nach nicht.
@ Der Gatte der Evelin Der Limbus ist die Hölle. Die Hölle soll angeblich mehrere Stufen haben, die
aber alle eine Eigenschaft gemeinsam haben, nämlich das getrennt sein von Gott. Wie die anderen verschiedene
Stufen der Bestrafung haben hat der Limbus als oberste Stufe keine Bestrafung sondern eine Seligkeit in
Gottesferne.
Bitte mehr auf die Realität in unserer Kirche und nicht auf formalita schauen! Glaube an der Jungfräulichkeit
Mariens – ein Dogma – „angezweifelt“ wird. Der selbst ernannte Verteidiger Roms, Aurelius, prüft bei
Traditionalisten grundsätzlich nicht, was sie meinen, Hauptsache, er kann eines auswischen. Wenn unter
„man“ die überw. Mehrheit der post-V2-Theologen gemeint ist, ist die Aussage eindeutig richtig! Lefebvres
Behaupt., es würde nicht mehr „von den Engeln, der Hölle, vom Fegefeuer“ gesprochen nicht der Wahrheit
entspricht. Gemeint ist doch ganz klar, dass ganz überwiegend in Katechese, Predigt, Religionsunterricht,
Öffentlichkeit etc. etc. davon nicht die Rede ist und die Kirche auch keinerlei Personalmaßnahmen unternimmt,
dies zu ändern. Das heißt, man erhält manche (nicht einmal alle) Glaubenswahrheiten theoretisch – in
manchen Texten -aufrecht, tut und unterläßt aber im übrigen alles, damit diese Glaubenswahrheiten im
Volk Gottes völlig zerstört werden! Typisch Post-V2! Den Zweiflern an der Dogm. Verpfl. des Limbus Puerorum
hineingesagt: Der einzig dogm. altern. zul. Weg führt die unschuldig ungetauften Kinderseelen in die
Hölle, wo sie die Kritiker des Limbus ja nicht haben wollen – sondern sie wollen die Allerlösungslehre,
die Ablehnung der Heilsnotw. der Taufe und der Glaubenswahrheit, dass es außerhalb der Kirche kein Heil
gibt. @ Regina: Es gibt keine stellvertr. Begierdetaufe. Diese absolute Minderm., die nur Cajetan vertreten
hat, wurde vom Lehramt stets verworfen. Der Gatte der Evelin
#34 Rudolphus 16:26:17 | Dienstag, 10. Januar 2006
Katholisch rechtgläubig Die Lehre, so wie sie vom päpstlichen Hofprediger vorgetragen wurde, ist katholisch
in dem Sinn, daß diese theologische Auffassung stets vorhanden war: die Frage, was denn mit den unschuldig
Ungetauften passiere.
schwach marcel Tut mir leid marcel, aber der letzte Beitrag war schwach. Nichts neues und bereits eingebrachte
Argumente nicht beachtet. Bitte meinen vorherigen Beitrag lesen und falls möglich Stellung nehmen. Oder
bedeutet Traditionalismus das man nichts Neues mehr entdecken darf? Immer nur das Alte wiederholen? Und
das war es?
@Aurelius – Engel, Hölle, Fegefeuer Mal ganz davon abgesehen, daß Lefebvres Behauptung, es würde nicht
mehr „von den Engeln, der Hölle, vom Fegefeuer“ gesprochen nicht der Wahrheit entspricht. Auch auf die
Gefahr hin, daß ich mißverstanden werde: Rom ist für mich, den einfachen Laien, immer die Kirche, deren
Heilige Messen ich besuche. Also waren für viele Jahre die Jesuiten für mich Rom. In all den Jahren
habe ich nicht in einer einzigen Predigt etwas von Engeln, Hölle und Fegefeuer gehört, wirklich nicht
in einer einzigen. Natürlich schweigt der neue Katechismus darüber nicht, aber ich hätte über derart
zentrale Themen gerne etwas in einer Predigt erfahren, also zumindest gelegentlich. Stattdessen wurde
noch vor dem Rosenkranz gewarnt, wegen der schrecklichen Übertreibungen, die da praktiziert würden.
Und überhaupt, nicht Maria, sondern Jesus sei Nummer eins. Eine solche Glaubensorientierung kann ich
auch von Bischöfin Käßmann von der EKD erhalten. Und so dachte ich mir, bevor ich dort hingehe, gehe
ich lieber zur FSSPX.
@ Rituale Romanum Kritik an Rom ist bereits anti-römische Hetze?! Wie ich in meinem Beitrag schrieb,
hat Marcel Lefebvre sicherlich mit vielen Kritikpunkten Recht gehabt. Jedoch wirft Marcel Lefebvre Rom
Häresie vor, indem er behauptet, daß der Glaube an der Jungfräulichkeit Mariens –- ein Dogma –- „angezweifelt“
wird. Und genau das meinte ich mit anti-römischer Hetze. Mal ganz davon abgesehen, daß Lefebvres Behauptung,
es würde nicht mehr „von den Engeln, der Hölle, vom Fegefeuer“ gesprochen nicht der Wahrheit entspricht.
Dann sind wir nicht mehr weit vom Volksverhetzungsparagraphen 130 Strafgesetzbuch entfernt. Doch, das
sind wir, denn das ist ja wohl etwas ganz anderes.
Ob Limbus oder nicht… eines ist dogmatisch eindeutig: „Die Seelen, die im Stande der Erbsünde aus dem
Leben scheiden, sind von der beseligenden Anschauung Gottes ausgeschlossen.“ De Fide, Konzil von Lyon
(1274) und Florenz (1438-45). Dieses Dogma ergibt sich unmittelbar aus Joh. 3,5. Der Limbus ist eine Erklärung
dafür, was mit denen geschieht, die ohne eigene Schuld im Stande der Erbsünde aus dem Leben scheiden.
Es ist eine recht gute und auch tröstende Erklärung.
@ Rituale Romanum Der Vorwurf insistiert, dass Rom nicht mehr an die allzeitige Jungfräulichkeit Mariens
glaubt…also ein Dogma leugnet, bzw unter den Tisch fallen lässt. Das noch als „Kritik“ zu bezeichnen
halte ich für etwas untertrieben. Das ist ein Apostasievorwurf, der so nicht begründet ist, daher sind
kräftigere Worte erlaubt, auch wenn ich sie nicht verwendet hätte.
@Aurelius – anti-römische Hetze als ob Erzbischof Lefebvre, obwohl er mit vielem Recht gehabt hat, sich
wirklich jeden Aufhänger zu anti-römischer Hetze zu Nutze gemacht hat. Kritik an Rom ist bereits anti-römische
Hetze?! Dann sind wir nicht mehr weit vom Volksverhetzungsparagraphen 130 Strafgesetzbuch entfernt.
3 geben Zeugnis-Der Geist, das Wasser und das BLUT Ich kann mir gut vorstellen dass es einen Limbus gibt,
wenn ich an die vielen Seelen denke, die zwar gerecht lebten aber Christus noch nicht gekannt hatten.
Bei den abgetriebenen Kindern aber sehe ich sogar das Zeugnis im Blut, wie bei den ermordeten unschuldigen
(und ungetauften!) Kindern bei Bethlehem. Wenn ich als Katholikin, aus Glaube an die Liebe Gottes, den
abgetriebenen Kindern die Begierdetaufe spende, so sind diese unschuldigen Märtyrer-Seelen frei in den
Himmel zu gehen. Im 1. Johannesbrief lesen wir: „und das ist der Sieg der die Welt besiegt hat: unser
Glaube.“
zum Zitat des exkommunizierten Erzbischof Lefebvre Eine weitere schwerwiegende Konsequenz ist die Reform
des Katechismus und der Katechese. Man leugnet nicht, allerdings werden gewisse Wahrheiten ausgelassen,
von denen man nicht mehr spricht. Es wird nicht mehr von den Engeln, der Hölle, vom Fegefeuer und umso
weniger vom Limbus gesprochen. Nun, die Vorstellung des Limbus Puerorum ist nicht dogmatisch. Was Engel,
Hölle und Fegefeuer anbelangt, so hat Lefebvre leider nicht die Veröffentlichung des KKK und des entsptrechenden
Kompendiums erlebt, das seine oben zitierte Aussage Lügen straft. Die allerseligste Jungfrau Maria wird
zwar erwähnt, man zweifelt jedoch ihre Jungfräulichkeit an. Sie ist nicht mehr die „semper virgo“ –
„allzeit jungfräuliche“, sondern nur noch „virgo“. Der Wegfall des Wortes „semper“ bedeutet noch lange
nicht, daß die Jungfräuligkeit Mariens „angezweifelt“ wird. Nicht daß ich den Wegfall des Wortes verteidigen
will, aber es scheint doch so, als ob Erzbischof Lefebvre, obwohl er mit vielem Recht gehabt hat, sich
wirklich jeden Aufhänger zu anti-römischer Hetze zu Nutze gemacht hat. Im Übrigen ist es traurig mit
anzusehen, wie hier jedes Thema als Steilvorlage zur Propaganda für die FSSPX genutzt wird. Ihre Anhänger
scheinen ja wirklich zu glauben, daß dies nötig ist.
Keine Widersprüche konstruieren bitte Die Existenz eines (leider gefüllten) Limbus puerorum scheint
mir für Katholiken nicht zu leugen zu sein ohne in Konflikt mit dem Lehramt zu kommen. Aber: Ist es zwingend
das folgende Zitat so zu deuten, daß diese Kinder im Himmel sind? „Der Vater allen Erbarmens wartet auf
euch, um euch im Sakrament der Versöhnung seine Vergebung und seinen Frieden anzubieten. Ihr werdet merken,
dass nichts verloren ist, und werdet auch euer Kind um Vergebung bitten können, das jetzt im Herrn lebt“
(Evangelium vitae, Nr. 99). Auch wir hier auf der Erde Lebenden leben in einer gewissen Hinsicht „im Herrn“.
JoPaII. ist hier m.E. auch in Richtung Limbus auslegbar. Denn es gibt ja im jeden Fall ein Leben nach
diesem Irdischen – nur das Wo/Wie variiert. Immerhin sind abgetriebene Kinder ja gegen die ausdrückliche
Mahnung der Kirche ermordet worden (wehrlos,unschuldig…) Spannender ist es da bei Spontanabgängen nach
einigen Wochen Schwangerschaft oder dem sog. „plötzlichen Kindstod“ kurz nach der Geburt, aber kurz vor
der Taufe. Das entscheidende ist doch die Frage nach der Ewigkeit, also dem Zustand alles Geschaffenen
nach Ende der Zeitlichkeit. Ist der Limbus ewig? Dies ist nach meiner Kenntnis ungeklärt. Ich gehe davon
aus, der Limbus ist nicht ewig, die darin Befindlichen können im letzten allg. Gericht durch den Gnadenschatz
der alleinseligmachenden Kirche noch gerettet werden. Wegen des freien Willens ggf. inkl. pers. Prüf./Entsch.
Vergrößern wir einfach diesen Gnadenschatz )
und wo liegt das Problem ?? Auch wenn die Limbuslehre nur Spekulation ist – eine Taufe zur Sicherheit
ist doch kein Problem – Der Einsatz der ewigen Seligkeit ist zu hoch, um damit zu pokern
Vorgezogene „Engelmacher“ Catharina schrieb: Kann mir bitte jemand diese vorhin zitierte Aussage von Lefebvre
erklären? Das Zitat war wegen der 1500-Zeichengrenze aus dem Zusammenhang genommen. Es fiel im Vortrag
von Mgr. Lefebvre am 17.5.1982 in Montréal (URL) www.fsspx.info/…zbischof/artikel.php?show=71. Schon
früher erwähnte Mgr. Lefebvre die Schwindsucht der nachkonziliaren Katechismen; am 29.12.1975 in Barcelona
(URL) www.fsspx.info/…zbischof/artikel.php?show=58: ‘Eine weitere schwerwiegende Konsequenz ist die
Reform des Katechismus und der Katechese. Man leugnet nicht, allerdings werden gewisse Wahrheiten ausgelassen,
von denen man nicht mehr spricht. Es wird nicht mehr von den Engeln, der Hölle, vom Fegefeuer und umso
weniger vom Limbus gesprochen. Die allerseligste Jungfrau Maria wird zwar erwähnt, man zweifelt jedoch
ihre Jungfräulichkeit an. Sie ist nicht mehr die „semper virgo“ – „allzeit jungfräuliche“, sondern nur
noch „virgo“.’ P. Zaby ist ein Priester der FSSPX und Erzbischof Lefebvre verpflichtet. Ob erster im Gegensatz
ihm und zu Thomas von Aquin den Limbus für eine 1000 Jahre alte „Spekulation“ hält, ist sekundär. Clemens
erinnerte daran, daß jene, die heute den Limbus abschaffen wollen, dies doch nicht machen, weil es kein
Dogma ist, sondern weil in der NewChurch „der Himmel allen gilt“. Dann entfällt auch das Problem Babycaust:
diese wandern alle in den Himmel, wie Papst JP2 glaubte. Vorgezogene „Engelmacher“.
#21 Dr. Otterbeck 08:30:53 | Dienstag, 10. Januar 2006
Die Fluten der Taufe haben mutmaßlich genügend Seelen erreicht, um mittels der Liebe diese Zivilisation
stets hinreichend im Fortschritt zu halten, dem Herrn entgegeneilend. So unmöglich es ist, sich keine
anthropomorphen Bilder von den letzten Dingen zu machen, so wichtig ist es doch, die Ernsthaftigkeit des
individuellen Lebensweges und seiner Bestimmung zu bedenken. Der Limbus wäre demnach weniger als Ort
zu denken, sondern als Vorgang, der unerforschlichen Weise, in der die Gnade auch das kürzeste Menschenleben
doch zu vollenden vermag.
#20 centraldream 02:21:25 | Dienstag, 10. Januar 2006
Gottes Gnade für Katho-Ideologen! Anlässlich des düster-mittelalterlichen Gottesbildes, das vor allem
hier bei kreuz.net in all seinen Facetten zum Ausdruck kommt, wäre es vielleicht gar nicht mal von Nachteil,
wenn manchem der Anblick Gottes erspart bliebe. Aber soweit wird es nicht kommen, denn dann wäre er nicht
Gott und nicht allmächtig, wenn er Menschen nach Kategorien sortiert „katholisch“/„getauft“/„nicht getauft“
etc… vor bzw. nicht vor sein Angesicht treten lassen würde. Gott wäre sonst ein von Menschen erdachtes
Machtinstrument, um irdische Moralperversionen durchzusetzen, die vor allem bei den sich hier tummelnden
Katho-Ideologen […] zum Ausdruck gebracht werden. Und selbst „seine katholische Kirche“, für die er
wenig kann und die versucht mit dicken Weihrauchschwaden zu verschleiern, woran sie krankt, wird irgendwann
den Weg der Menschenfreundlichkeit einschlagen. Es besteht Hoffnung für uns alle, dank Gottes großer
Güte!
@Irenäus Beim nochmaligen Lesen liest sich mein Beitrag unten in der Tat missverständlich – aber doch
wiederum eigentlich nicht so, wie Sie ihn mir vorwerfen, sonst hätte ich geschrieben: „…wie es schon
die Neuplatoniker lehrten“ (was natürlich Unfug wäre). Unmissverstänlicher hätte ich schreiben sollen,
dass sich die Lehre von der leiblichen Auferstehung aus der Lehre der Neuplatoniker heraus- und sich VON
IHR FORTentwickelte (vgl. Augustinus). Mea culpa maxima. Dennoch ist mir vollkommen unverständlich, wrum
hier immer wieder bejammert wird, dass mit dem Wegfall des Limbus die Kindstaufe redundant sei oder jedenfalls
nachließe. Aber ich BITTE Sie, das kann doch kein ARGUMENT sein! Entweder es GIBT den Limbus oder NICHT
(und dann kann man daraus eine Notwendigkeit der Kindstaufe ableiten), aber umgekehrt kann man ja wohl
nicht eine Konsequenz als Argument für die Existenz der Begründung herleiten! Manch einer klingt gar
so, als müsse der Limbus WEGEN der Kindstaufe existieren, ganz so, als hätte Gott die Hölle entworfen,
um kirchliche Rituale zu fördern!
Noch eine Frage Kann jemand, der in den Himmel gekommen ist, dort wahrhaft selig werden, wenn er weiß,
daß sein Ehepartner oder Kind (oder sonst ein Mensch, den er liebt) sich gleichzeitig in der Hölle befindet?
Da muß sich doch in die Seligkeit unendlicher und ewiger tiefer Schmerz mischen…
Fragen über Fragen! „Ist es tatsächlich unsere Pflicht, die Protestanten zu fragen, ob sie mit dem heiligen
Meßopfer, den Sakramenten, unseren Gebeten und dem Katechismus einverstanden sind? Wenn sie ihr Einverständnis
nicht geben, würde das dann bedeuten, daß alles abgeschafft wird? Vielleicht kann man dies nicht unbedingt
als häretisch bezeichnen, allerdings wird dadurch der katholische Glaube gemindert.“ Kann mir bitte jemand
diese vorhin zitierte Aussage von Lefebvre erklären? Was kann man hier „nicht unbedingt als häretisch
bezeichnen“? Etwa, daß alles abgeschafft wird? Ich stehe wirklich vor einem Rätsel, was der Bischof
sagen will. Und offensichtlich muß man hier in vieles näher eingeweiht sein. Wer bitteschön ist dieser
P. Zaby, der wie eine hohe theologische Autorität angeführt wird? In meinen Lexika ist er nicht zu finden.
Ich habe immer mehr den Eindruck, kreuz.net sei etwas für Insider. Über die Limbus-Lehre sagen mir die
theologischen Werke, sie sei nicht als Dogma anzusehen. Muß der päpstliche Hofprediger es dann trotzdem?
Das Schicksal der ungetauften Kinder wird jeden gläubigen Christen beschäftigen. Wahrscheinlich wird
niemand wirklich über folgende Glaubensgewißheiten hinausgelangen: – Die Taufe ist der gewöhnliche
Weg zum übernatürlichen Leben und zum ewigen Heil. – Niemand kann für etwas bestraft werden, was er
nicht begangen hat. – Es gibt kein Anrecht auf den Himmel, auch nicht für diejenigen ohne persönliche
Schuld. – Gottes Wege sind unerforschlich.
Antwort Die Taufe ist absolut heilsnotwenig, sowohl für Erwachsene und noch mehr für unmündige Kinder,
weil hier aufgrund fehlenden Vernunftgebrauchs eine Begierdetaufe ohne weiteres möglich ist; was es mit
der Taufzange auf sich hat, weiß ich nicht, aber meine Antwort lautet zunächst einmal ja.
Frage an die Trditionalisten Früher hat es eine sogenante Taufzange gegeben womit das Kind vor der Geburt
bei Komplikationen schon im Mutterleib getauft werden konnte. Hat das Kind dadurch einen Vorteil gehabt?
Wollen sie soetwas wieder einführen?
noch eine Bemerkung Meine Devise lautet nach wie vor, daß Ehrlichkeit am längsten währt. Noch nicht
einmal Pater Zaby, den hier niemand sicherlich irgendeines falschen Irenismus oder irgendwelcher Allversöhnungstheorien
verdächtigen will, sieht den Limbus als kirchliche Lehre an, sondern eben als Spekulation, wenn auch
großer Kirchenlehrer.
@ Irenäus Der Wahrheit zuliebe muss gesagt werden, dass die Kirche keinen Heilsautomatismus lehrt. Meines
Erachtens ist die Limbustheorie mehr als nur eine abstruse Spekulation mittelalterlicher Finsterlinge,
als die sie heute gerne hingestellt wird. Mann kann es drehen und wenden, wie man will: Die theologische
Unsicherheit über den Heilsstatus derer, die beispielsweise ungetauft sterben, wird offenbar nie ganz
aufgelöst werden können.
Taufe und Limbus Mit der Limbuslehre fällt die absolute Taufnotwendigkeit., schreib Marcel. Eben, darum
geht es. Auch wenn der Limbus kein Dogma ist, so ist das Fallenlassen dieses Glaubens in der heutigen
Zeit ein ganz gezielter Schritt der Modernisten!! Es ist der notwendige Schritt für den allgemeinen Jubelgesang:
„Wir kommen alle, alle, alle in den Himmel!“ und für den Ökumenismus im Sinne von Assisi.
@Marcel Ich würde mich allerdings dafür hüten, vorkonziliare Bücher mit offizieller kirchlicher Anerkennung
wohlgemerkt(!) so schnell des Modernismus zu verdächtigen. Schließlich gab es da noch das Heilige Offizium.
Und mal nebenbei bemerkt wird der Ott selbst bei der FSSPX nicht des Modernismus verdächtigt.
Logischer neuester Streich des Modernismus Der Wahrheit zuliebe zuliebe muß man allerdings anmerken,
daß die Kirche auf die Heilsnotwendigkeit der Taufe beharrt, Mit der Limbuslehre fällt die absolute
Taufnotwendigkeit. Das sehen die verehrten traditionellen Vorredner richtig. Wenn der sechs Monate alte
Abgetriebene nicht in den Limbus wandert, dann auch nicht der ungetauft verunglückte Dreijährige. die
Limbustheorie sei kirchliche Lehre Sie gehört zur beständigen Lehre; die Väter von Florenz legten die
Limbuslehre dar, der größte Heilige der Kirche, Thomas von Aquin, und Papst Pius XII. noch 1951 ihn
seiner berühmten Ansprache vor der italienische Hebammenvereinigung. Natürlich hielt auch Mgr. Lefebvre
an dieser alten Lehre fest. Mgr. Lefebvre am 17.5.1982: „Ist es tatsächlich unsere Pflicht, die Protestanten
zu fragen, ob sie mit dem heiligen Meßopfer, den Sakramenten, unseren Gebeten und dem Katechismus einverstanden
sind? Wenn sie ihr Einverständnis nicht geben, würde das dann bedeuten, daß alles abgeschafft wird?
Vielleicht kann man dies nicht unbedingt als häretisch bezeichnen, allerdings wird dadurch der katholische
Glaube gemindert. Man wird nicht mehr an den Limbus, an das Fegefeuer, an die Hölle oder an die Erbsünde
glauben. {…} Man wird nicht mehr von der Gnade, sondern nur noch von übernatürlichen Dingen sprechen.
Das bedeutet das Ende unseres Glaubens. Es ist daher unsere Pflicht, am Glauben festzuhalten. Bitten wir
die allerseligste Jungfrau Maria um ihre Hilfe.“
Bemerkung Der Wahrheit zuliebe zuliebe muß man allerdings anmerken, daß die Kirche auf die Heilsnotwendigkeit
der Taufe beharrt, und daß ferner Begierde- und Bluttaufe die einzigen Ersatzmittel sind; daraus schlußzufolgen,
die Limbustheorie sei kirchliche Lehre, stellt jedoch einen gehörigen Denkfehler dar. In der Catholic
Encyclopedia wird trotz großen Wohlwollens der Limbus als Spekulation bezeichnet. Ähnlich äußert sich
auch Ott in seiner Grundriß der katholischen Dogmatik (Auflage 1961).
@Clemens Das Kind lebte 45 Min. und wurde getauft auf den Namen Theresia und ist ganz gewiß im Himmel!
Da kommt Freude auf, wenn ich so was lese. Tief verneige ich mich vor dieser Mutter.
Taufe und Heil Eine Frau trug ihr 4. Kind, bei dem im 5. Schwangerschaftsmonat ein Anencephalus (fehlendes
Großhirn) festgestellt wurde, gegen den Rat der Ärzte bis zum Geburtstemin aus, um es taufen lassen
zu können. Das ist auch eine Frucht der Lehre des Limbus und der Heilsnotwendigkeit der Taufe. Die Ärzte,
denen die Motivation der Mutter völlig fremd war, drängten zur Abtreibung. Man müsse heute doch kein
so schwer behindertes und gewiss nicht lebensfähiges Kind austragen! Das Kind lebte 45 Min. und wurde
getauft auf den Namen Theresia und ist ganz gewiß im Himmel! Und das Klinkpersonal war am Ende tief berührt.
Ganzkleine Hl. Theresia, bitte für uns und den Erhalt der Lehre von der Heilsnotwendigkeit der Taufe.
Halbbildung Na ja, es hat schon etwas ziemlich belustigendes für mich, hier so manche Forumsbeiträge
zu lesen. Nur so mal am Rande sei bemerkt, daß die Auferstehung der Toten ausnahmslos von allen Schulen
der griechischen Philosophie vehement abgelehnt wurde, einschließlich der Neuplatonik.
@Sirilo Die Auferstehung auch des Leibes am Jüngsten Tag ist eines der Dogmen der katholischen Kirche
(entstanden aus den griechischen Einflüssen der Neuplatoniker; zu Jesu Zeiten gab es diese Vorstellung
noch nicht).
Wie geht das? „Er unterliegt somit keiner körperlichen Strafe wie die verdammten Seelen in der Hölle.“
Wie kann eine Seele, die per Definition unkörperlich ist, eine körperliche Strafe erdulden?
Cantalamessa Papst Benedikt XVI. hat mit Datum vom 29. Oktober 2005 P. Raniero Cantalamessa in seinem
Amt als Prediger des päpstlichen Hauses bestätigt. Ich habe Cantalamessa einmal live erlebt, ein etwas
überschwenglicher Charismatiker, nicht so sehr mein Fall. Ist der Name „Cantalamessa“ eigentlich echt
oder ein Pseudonym? Ist das ein in Italien häufiger Name?
Pater Cantalamessa liegt vollkommen richtig mit seinen Äusserungen, auch wenn sie nur homiletisch und
nicht dogmatisch vorgebracht wurden. Nicht das ungetaufte Kind ist schuldig und daher vom vollkommenen
Heil ausgeschlossen, sondern, wenn sie entsprechend instruiert wurden, die nachlässigen und lau-unentschiedenen
Eltern (für die dann oft die Großeltern, wie in der ehemaligen Sowjetunion, stellvertretend einspringen).