Ein leitender Wiener Priester kritisiert Weihbischof Laun
Daß die Genossen wegen einer jüngsten Äußerung des Salzburger Weihbischofs zum Lebensrecht von Kindern auf die Barrikaden springen würden, war absehbar. Doch der Bischof wurde auch von seinen eigenen Leuten geprügelt.
(kreuz.net, Wien) Gestern publizierte das österreichische Wochenmagazin ‘Profil’ ein Interview mit dem
Weihbischof von Salzburg. Das Gespräch löste heftige Reaktionen aus, weil der Bischof auch über das
absolute Lebensrecht der Ungeborenen sprach. Die Österreicher sind es nicht gewohnt, daß ein katholischer
Bischof das Verbot der Kinderabtreibung fordert.
Weihbischof Laun sieht in der Abtreibungsgesetzgebung
einen Mitgrund für den dramatischen Bevölkerungsrückgang in Europa: „Wenn Europa die eigene Bevölkerung
ausrottet, wird es zu einem großen Altersheim. Es entsteht ein Vakuum, in das andere Völker einströmen.“
Das sei keine Kritik an jenen, die kommen – an Arabern oder Türken –, sondern „an uns“.
In dem Augenblick,
da die Einwanderer die Mehrheit stellten, würden sie folgerichtig und demokratisch sagen: „Wir sind mehr
als ihr, also bestimmen wir.“ Mittelfristig könnte sogar der Stephansdom eine Moschee werden, befürchtete
Mons. Laun.
Auch wenn ein Großteil der Bevölkerung der Kinderabtreibung positiv gegenüberstehe, ändere
das nichts an seiner Überzeugung. Denn – so der Weihbischof – auch in der Zeit des Nationalsozialismus
„gab es viele, die nicht gesehen haben, was da kommt“.
Als Vergleich mit dem Nationalsozialismus sei
diese Aussage nicht gemeint, präzisierte Mons. Laun vorsichtshalber: „Ich vergleiche nur, daß eine Mehrheit
bejaht, was sich später als großes Unheil herausstellt.“
Trotz der eindeutigen Aussage droht die Sozialistische
Jugend Österreichs – der Jugendzweig wird von der Großpartei gewöhnlich für billige Linksaußen-Polemik
vorgeschoben – mit einer Klage:
„Auch wenn der Weihbischof sich alle Mühe gibt, den Vergleich der NS-Verbrechen
mit dem Schwangerschaftsabbruch nicht allzu offensichtlich und plump zu formulieren, so haben seine Aussagen
durchaus eine eindeutige Stoßrichtung.“
Noch eindeutiger bezichtigte der eifrige Vorsitzende der Junggenossen
den Weihbischof einer angeblich „rechts-paranoiden Gedankenwelt“.
Doch Kritik erntete der Weihbischof
Laun auch vom Direktor der Caritas der Erzdiözese Wien, dem Priester Michael Landau. Direktor Landau
äußerte sich vor der österreichischen Tageszeitung ‘Kurier’. Ursprünglich hätte er vor der Zeitung
über „sinnvolle Maßnahmen zur Integration von Migranten“ sprechen sollen, entschuldigt sich das Blatt
am Anfang des Beitrages: Doch jetzt sei das Interview von Mons. Laun „dazwischengekommen“.
„Ich halte
das Schüren von Ängsten für den völlig falschen Weg“ – kritisiert der Caritas-Direktor den Weihbischof:
„Es handelt sich hier um eine persönliche Einzelmeinung des Salzburger Weihbischofs. Seine Aussagen sind
für mich in keiner Weise nachvollziehbar.“
Die kirchliche Linie sei die des Gesprächs, kritisierte
der Priester den Dialog von Bischof Laun mit dem ‘Profil’.
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39 Lesermeinungen
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#39 Benedikt 12:46:19 | Donnerstag, 12. Januar 2006
@ Demon Jede Schranke eines Grundrechts basiert auf anderen Grundrechten. Nein. Beispiel: Geheimnisverrat
wird mit Gefängnis bestraft, welches Grundrecht rechtfertigt diesen Eingriff in Art. 2 GG? Sie argumentieren
mit dem Interesse des Staates an höheren Geburtenzahlen. Sie werden KEINE Rechtsnorm mit einem Ausdruck
á la „strafbar unter der Maßgabe, eines Bevölkerungswachstums unter +5% p.a.“ finden. Ich erinnere
mich auch nicht, derartiges behauptet zu haben. Bestreiten Sie, dass der Staat dieses Interesse hat? Bestreiten
Sie, dass Abtreibungen diesem Interesse zuwiderlaufen? Es gibt weder ein Grundrecht auf Abtreibung (das
ergibt sich schon daraus, dass Abtreibung auch nach Verabschiedung des GG bestraft wurde), sondern den
§ 218 StGB, wonach Schwangerschaftsabbruch grundsätzlich mit Strafe bedroht ist. § 218a enthält in
gewissen Fällen eine Straffreistellung, aber sicher KEIN Recht und schon gar keiin Grundrecht. Was ich
behaupte ist, dass diese Straffreistellung, soweit sie nicht die medizinische Indikation betrifft, dem
Interesse das Staates auf Fortbestand, soziale Sicherung und ausgewogene Gesellschaft zuwiderläuft. In
gewisser Weise fordere ich also nur die Abschaffung einer Straffreistellung, das wird ja noch erlaubt
sein, denn: Da Abtreibung mit Strafe bedroht ist, ist somit durch den Gesetzgeber festgestellt, dass es
sich bei der Abtreibung um eine unmoralische und krass sittenwidrige Tat handelt.
#38 DemonDeLuxe † 12:19:48 | Donnerstag, 12. Januar 2006
@Benedikt (& Stimme) Schauen Sie genau hin: Jede Schranke eines Grundrechts basiert auf anderen Grundrechten –
nicht etwa auf „Überlegungen aus der Praxis“. Der Staat ist kein Grundrechtsträger, allenfalls springt
er zum Schutz der Grundrechte ANDERER ein. Sie argumentieren mit dem Interesse des Staates an höheren
Geburtenzahlen. Sie werden KEINE Rechtsnorm mit einem Ausdruck á la „strafbar unter der Maßgabe, eines
Bevölkerungswachstums unter +5% p.a.“ finden. So funktioniert unser Strafrecht nicht. @Stimme „> Wer
aber ein Kind bereits im Leib trägt, der muss es austragen, auch wenn es schwerfällt.“ Das ist Ihre
Privatmeinung, die zu verallgemeinern Sie kein Mandat und keine Kompetenz haben – und die im Widerspruch
zur Rechtsprechung steht. Anders gesagt: Sie ist ungesetzliches Wunschdenken. „> Ein Grundrecht, das die
Abtreibung erlaubt ist mir ebenfalls völlig unbekannt.“ Das Recht auf Abtreibung basiert wesentlich auf
dem Recht auf körperliche Unversehrtheit sowie weiteren Grundrechten. Aber lesen Sie’s doch selbst nach:
www.oefre.unibe.ch/…aw/dfr/bv088203.html „Rente“ etc. wird da mit keiner Silbe in Betracht gezogen.
„> Derzeit ist es genau umgekehrt.“ Mag sein – und was hat das mit Strafrecht zu tun? Sie hopsen zwischen
den Ebenen, wie’s Ihnen gerade zu passen scheint. „> Die Wahreit ist für DedeLu halt unerwünscht.“ Es
ist eher so, dass Ihnen das geltende Recht schlicht wurscht ist und Sie sich aus dem Bauch heraus ohne
Sachkenntnis darüber hinwegzusetzen trachten.
#37 Benedikt 11:28:35 | Donnerstag, 12. Januar 2006
@ Demon Nachgeordnet? Das kann man generell nicht sagen. Die Interessen des Staates können sowohl übergeordnet
(pol. StrafR) als auch gleichberechtigt als auch untergeordnet sein (Datenschutz usw.) ansonsten wären
ja praktische Gründe rechfertigbar, die Grundrechte zu mindern, und das ist in unserem Rechtssystem nicht
statthaft. ?? In D gibt es fast kein Grundrecht, das schrankenlos gewährt wird, und selbst diese Schrankenlosen
(Kunstfreiheit) haben verfassungsimmanente Grenzen. Das am meisten eingeschränkte Grundrecht ist das
Freiheitsgrundrecht aus Art. 2 GG, das mit hunderten von Gesetzen eingeschränkt wird. Alterspyramidenproblem
…müsste man in erster Linie Menschen adressieren, die ganz einfach keine Kinder wollen Es reicht, wenn
der Staat das Kinderkriegen fördert, wie zB Frankreich voerxerziert. Eine Pflicht zum Kinderkriegen habe
ich nie andeuten wollen. Wer aber ein Kind bereits im Leib trägt, der muss es austragen, auch wenn es
schwerfällt. Hier geht es eben bereits um Leben, und nicht um das OB. Soviel Verantwortung muss der Gesellschaft
einfach zugemutet werden können. Relevant ist, dass es bei der Debatte um GRUNDRECHTE geht. Und Renten
sind keines Ein Grundrecht, das die Abtreibung erlaubt ist mir ebenfalls völlig unbekannt. Bekannt ist
mir aber der Art. 20 GG, der einen Sozialstaat als Staatsziel definiert. Nun: Ohne Kinder un bei dadurch
rückläufiger Bevölkerungszahl dürfte das sehr schwer werden.
@ DedeLu Es gibt in Zusammenhang mit der Abtreibung keine offenen zu klärenden ideelen Fragen. Dass das
ungeborene Kind Mensch ist, wußte man schon im Römischen Recht: Es kennt den Nasciturus. Ebenso z.B.
das ABGB von 1811 (nach wie vor geltend). Und dass Menschenleben ideell nur mit Menschenleben und nicht
mit irgendwelchen Problemen menschl. Daseins aufgewogen werden können, sollte wohl klar sein. Alterspyramide:
Sie stellen sich dumm, wenn Sie von Zeugungsverpflichtung sprechen. Derzeit ist es genau umgekehrt. Die
kinderlosen Doppelverdiener werden auf allen Ebenen und Rechtsgebieten begünstigt. Die Kinderreichen
mit nur einem Verdiener ebenso benachteiligt. Ein geistig fruchtbringender Priester bringt mehr Kinder
hervor, als er biologisch – im Rahmen einer Ehe – zu zeugen imstande wäre – dies zu Ihrem dummen Seitenhieb
auf das Zölibat. In einer katholischen Gesellschaft gäbe es weniger Unverheiratete und Kinderlose –
auch klar. Die Wahreit ist für DedeLu halt unerwünscht.
#35 DemonDeLuxe † 18:18:20 | Mittwoch, 11. Januar 2006
@Benedikt Mit den Interessen des Staates haben Sie natürlich Recht. Allerdings ist das eine weit nachgeordnete
Überlegung, MUSS es auch sein, denn es geht um Grundrechte, da spielen statistische Überlegungen zur
Alterspyramide keine Rolle bzw. dürfen es nicht. Wenn Sie so wollen: Erst klären wir ‘mal die ideellen
Fragen und DANN kann man sich, auf Basis dieser Entscheidungen, Gedanken über die resultierenden, praktischen
Folgen machen. Diese Abfolge ist sogar zwingend nötig, ansonsten wären ja praktische Gründe rechfertigbar,
die Grundrechte zu mindern, und das ist in unserem Rechtssystem nicht statthaft. Zudem: Wenn das Alterspyramidenproblem
tatsächlich ein valides Argument wäre, dann müsste man in erster Linie Menschen adressieren, die ganz
einfach keine Kinder wollen: Ledige / Partnerlose oder besonders auch… Zölibatäre! Denn nach Ihrer
Logik wäre das Problem des Staates ja nicht die Abtötung des Embryos, sondern die Nichterzeugung kleiner
Rentenzahler. Sie möchten nicht WIRKLICH, dass der Gesetzgeber folgerichtig auf die Idee einer Zwangsverpflichtung
zum Kinderzeugen käme… Das sind aber sophistische Geplänkel. Relevant ist, dass es bei der Debatte
um GRUNDRECHTE geht. Und Renten sind keines, fallen damit aus der Diskussion heraus bzw. müssen es.
#34 methusalix † 18:13:43 | Mittwoch, 11. Januar 2006
@catholicus und schmidt Catholicus: @DemonDeLuxe –--Damit aber wird dann das ermöglicht, was Sie vorexerzieren:
Eine Güterabwägung--- Das ist vollkommen klar, catholicus. Eine Güterabwägung kommt für Sie hier
nicht in Frage, es geht ja nur um Frauen. Catholicus: @methusalix @DemonDeLuxe Wem es wirklich zweifelhaft
ist, ab wann denn nun der Embryo beseelt ist (die Ergebnisse der Humangenetik und Embryologie zeigen,-------
Was ist denn das für eine Art von Humanismus,… Interessant wie sehr katholische Leute, die sonst die
Naturwissenschaften und den Humanismus eher geringschätzig betrachten (um es einmal euphemistisch auszudrücken)
ganz schnell deren Erkenntnisse und Gedanken für sich reklamieren, wenn es in den Kram passt. Im übrigen,
was sie hier absondern sind Glaubenssätze, die man sich im Laufe der Zeit zurechtgebastelt hat. Sie versuchen
immer wieder diese allgemeingültig zu stellen. Genau das war der Kernsatz meines Beitrages; Dank für
diese prompte Beweisführung Ihrerseits! Uwe Schmidt: Weihbischof Laun ist ja für seine Weitsichtigkeit
bekannt. Man sollte auf ihn hören. Ja Herr Schmidt, Bischof Laun ist sogar so weitsichtig, dass er in
einem moraltheologischen Gutachten für ein Gericht geschrieben hat, dass Kanonen sogar dann in Kriegsgebiete
ausgeführt werden dürften, wenn dies dem Strafgesetzbuch widerspricht. Dem Mann ist wirklich kein Menschenleben
heilig!
Situation der Mütter Ich finde man muss, wenn man von Abtreibung redet, nicht nur den abgetriebenen Embryo
sehen! Warum treibt eine Frau ab??? -Es gibt viele Gründe dafür. Sowohl gute als auch schlechte! Jedoch
muss man auch ein „gewisses“ Verständnis dafür haben warum jemand abtreibt! Keiner (sehr wenige) treiben
ihr Kind ab, weil sie spaß „am morden“ haben! Oft sind es die Lebensumstände der Mütter, die sie zu
diesen Schritten drängen!
@ Demon die Art, wie man in der Rechtswissenschaft an solche Problemstellungen herangeht. Ja, aber Sie
übersehen bei Ihrer Darstellung konkurrierender Rechte einen Gewichtigen Faktor: Die Interessen des Staates.
Es kann nicht im Interesse eines überalterten Staates mit ungesicherter (und im übrigen seit Adenauer
auf Kinderreichtum aufbauender) Rentenversorgung sein, dass auf seinem Gebiet jährlich mindestens 130.000
Kinder abgetrieben werden. Diese logische Rechnung hat der Staat offenbar vergessen, dabei greift er auf
anderen Gebieten, zB bei der Wehrpflicht auf exakt dieses Interessensprinzip zurück. Auch an den meisten
anderen Tatbeständen des StGB hat der Staat ein natürliches Interesse: Gäbe es keine Eigentumsdelikte,
dann hätten wir Anarchie, usw. Nur bei §§ 218ff hat der Staat auf Interessenwahrnehmung verzichtet.
Diese Regelungen nutzen dem Staat nämlich gar nichts. Im Gegenteil: Für die Zukunft werden sich diese
Paragraphen als verhängnisvoll erweisen. Die Belastungen der Rentenkasse in Zukunft werden auf 600 Mrd. €
geschätzt. Die Gesellschaft überaltert zusehens. Weniger Kinder machen die Gesellschaft ungeduldiger
gegenüber denen, die es noch gibt, die Folge: Grassierende Kinderfeindlichkeit. Das alles ist nicht im
Interesse des Staates, sondern folgt lediglich einer pervertierten Freiheitsideologie, die ins Verderben
führt.
#31 DemonDeLuxe † 13:44:48 | Mittwoch, 11. Januar 2006
Nein, Catholicus, das ist kein „Ausweichmanöver“ …sondern die Art, wie man in der Rechtswissenschaft
an solche Problemstellungen herangeht. So entstehen Gesetze und so werden Tatbestände erkannt. In einer
Gesellschaft stehen Rechte höchst selten allein. Die Regel ist das Auftreten konkurrierender Rechte.
Richtig ist, dass ein „Recht auf Selbstbestimmung“ der Mutter als schwächer angesehen wird als das „Recht
auf Leben“. Strittig ist, wann dieses „Recht auf Leben“ erworben wird. Mangels definierten oder wissenschaftlich
festlegbaren Zeitpunktes KANN man hier lediglich etwas VEREINBAREN. Sie machen es sich zu einfach: Sie
tun (gemäß der Linie Ihrer Kirche) so, als sei ein Embryo ganz selbstverständlich schon als Mensch
zu behandeln. Die daraus abgeleiteten Konsequenzen snd korrekt, aber die Grundannahme ist in dieser Form
falsch. Also: WENN ein Embryo in der Tat ein vollständiger Mensch WÄRE… hätten Sie Recht. OB er das
ist, ist strittig, wobei die Naturwissenschaft das in vielerlei Hinsicht in den früheren Schwangeschaftsabschnitten
verneint. Und hier ist der Knackpunkt, denn das konkurrierende Recht der Mutter wird von einem unzweifelbar
„vollständigen Menschen“ getragen. Glaubensparadigmen allerdings dürfen in der Rechtsprechung keine
Rolle spielen, so viel sollte Ihnen klar sein.
#30 Catholicus 13:33:39 | Mittwoch, 11. Januar 2006
@DemonDeLuxe Ihre Argumentation ist ein typisches Ausweichmanöver: Unangenehme Fragen wie die nach dem
Personstatus des Embryos werden als nicht existent bzw. als nicht erwünscht, nicht opportun erklärt.
Damit aber wird dann das ermöglicht, was Sie vorexerzieren: Eine Güterabwägung zwischen Rechten einer
unterschiedlichen Ebene – nämlich dem Recht einer menschlichen Person darauf, dass sie leben darf (dem
Kind wird dieses Recht in der Abtreibung genommen; es ist schwach und unschuldig und dennoch schutzlos!),
und dem (mißverstandenen und falsch angewandten) Recht der Frau auf Selbstbestimmung im Hinblick auf
ihr eigenes Leben und das des ihr anvertrauten Kindes. Nun ist es einmal so: Dort wo es menschliches Leben
gibt, ist dieses zu respektieren! Wenn jemand sagt: Du zwingst mich ja dazu, das Lebensrecht des anderen
zu respektieren, so kann man nur sagen: Ja, wenn Du es nicht freiwillig respektierst, dann muss es auch
möglich sein, hier einen Rechtszwang auszuüben, denn sonst herrscht die Willkür und nicht mehr das
Recht!
#29 DemonDeLuxe † 13:12:46 | Mittwoch, 11. Januar 2006
@Catholicus – Sie haben Recht Es scheint tatsächlich merkwürdig, wenn Humanisten für eine Tötung plädieren,
bei der die tatsächliche Natur des Getöteten unklar ist. Man ist versucht, hier eine Analogie zur Umkehrung
des „in dubio pro reo“ zu sehen, nicht? Aber: a) Es ist eigentlich schon länger klar, dass der „Zeitpunkt
der Menschwerdung“ Illusion ist. Es gibt ihn gar nicht. Alles, was wir tun können, ist, irgendeinen Punkt
in einer kontinuierlichen Entwicklung als „Menschwerdungspunkt“ anzunehmen, ähnlich, wie wir das mit
dem 18. Geburtstag bei der Volljährigkeit tun. Mit metaphysischen Spekulationen á la „Sukzessivbeseelung“
befassen sich weder Wissenschaft noch Jura… noch Humanisten. b) Unsere Aufgabe ist NICHT, zu beurteilen,
ob die Tötung des Embryos „gut oder nicht gut“ ist. Darüber, dass sie „nicht gut“ ist, dürfte weitgehende
Einigkeit – auch unter Humanisten – herrschen. Wir haben es hier aber mit einem Interessen- und Rechtekonflikt
zu tun, das heißt, dem Recht auf Leben (oder LebendWERDUNG) stehen konkurrierende Rechte der Mutter entgegen.
Der Frage: „Darf eine Mutter ein Embryo abtreiben?“ müssen wir immer entgegenhalten: „Darf man eine Frau
zwingen, ein Kind auszutragen?“. DAS ist der Konflikt, und DER ist eben NICHT mehr eindeutig zu beantworten.
Abtreibungsbefürworter sind keine Teufel, die dem Mord das Wort reden – sie gewichten nur die Rechte
der Mutter stärker als die katholische Kirche das tut. Und: Sie ZWINGEN niemanden zur Abtreibung (Sie
hingegenmöchten zum Austragen ZWINGEN)!
#28 Catholicus 09:23:12 | Mittwoch, 11. Januar 2006
@methusalix @DemonDeLuxe Wem es wirklich zweifelhaft ist, ab wann denn nun der Embryo beseelt ist (die
Ergebnisse der Humangenetik und Embryologie zeigen, dass ab der Verschmelzung von Ei- und Samenzelle gleichsam
„in nuce“ die ganze Potenz des Menschseins enthalten ist, was philosophisch zur Annahme einer Simultanbeseelung
führt), der darf einen Menschen – gerade auch im Zweifel daran, ob es einer ist – nicht töten! Was ist
denn das für eine Art von Humanismus, der einem Wesen, von dem er (subjektiv) nicht klar erkennt, ob
es (schon) ein Mensch ist, einfach das Leben nimmt? Das wäre so ähnlich, wie wenn der Jäger in der
Nacht auf etwas schießt, was sich bewegt, ohne zu wissen, wer oder was es ist. Er macht sich hier zumindest
der fahrlässigen Tötung schuldig! Daher: Die (meiner Auffassung nach unhaltbare) Annahme der Sukzessivbeseelung
erlaubt keineswegs die straflose Tötung eines menschlichen Embryos im Frühstadium!
#26 methusalix † 01:52:24 | Mittwoch, 11. Januar 2006
Genau das, catholicus, hat demon gemeint: als er schrieb, dass die katholischen Kirchenbeamten allen Menschen
ihre Sicht aufzwingen wollen. Sie gehen davon aus, dass alle Menschen glauben müssen, dass die Beseelung
eines Embryos sehr früh erfolgt. Man kann, wenn man nicht katholisch ist, da durchaus anderer Meinung
sein (so wie der Aquinat damals seine „ewigen Wahrheiten“ verkündet hat, über die „defizitären“ Frauen
und so weiter). Man kann auch über die Homosexualität anderer Meinug sein, ohne gleich den Untergang
des Abendlandes heraufdämmern zu sehen. Unsere ganze Philosophie basiert letztendlich auf den Gedanken
von Menschen, die der Knabenliebe durchaus zugeneigt waren. So gibt es tausend Dinge, die ein nicht katholischer
Mensch anders sehen kann, ohne dass wir gleich in Chaos und Brabarei versinken werden. Im Gegenteil, zu
heftig ausgelebter Katholizismus hat in der Geschichte oft genug als direkter Weg in die Katastrophe und
ins Elend geführt. Denken Sie an die Pariser Bluthochzeit und den guten Kaiser Ferdinand II., der mit
dem Versuch der gewaltsamen Rekatholisierung, Europa in ein dreissigjähriges Blutbad gerissen hat. Ich
bin mir bewusst, dass Sie dem weder zustimmen wollen oder gar dürfen. Das ändert aber nichts daran,
dass die katholische Kirche Herrschaft über ALLE MENSCHEN BEANSPRUCHT.
@Methusalix Auf die Idee, dass die ein Computerfax zum Empfang haben sind Sie Genie noch nicht gekommen?
Finden in den meisten Büros keine Verwendung, da Sichtung und Ausdruck zu umständlich. Sekretärin ist
froh, wenn sie mit dem Schreibprogramm klarkommt, der Drucker nicht im Netzwerk hängt und ihr Druckauftrag
nicht in irgendeiner Warteschlange anstehen muss. Ein Hit und die Hasstiraden der „echten Katholiken“
verschwinden im Orcus des Cyberspace! Bei 100 Faxen genügt nicht ein Click. Sie müssten auch da jedes
Fax einzeln ansehen. Und grosse Dateien können den alten Kisten in den Büros ganz schön zu schaffen
machen. Ne,ne Methusalixchen, die haben Thermo-, Tinte- oder wenn es ihnen gut geht Laserfaxdrucker. Und
im übrigen: danke für die diversen email-Adressen. Kommen nicht von mir.
#24 DemonDeLuxe † 20:59:49 | Dienstag, 10. Januar 2006
Und was ist jetzt der Punkt? @28.IX-28.X: „Verfolgung der Christen endet nicht bei der Sexualität oder
Abtreibung!!!“ Ich stimme zu, aber das ist nun einmal hier das Thema und in diesem Kontext wurde das Zitat
des damaligen Kardinals Ratzinger bangeführt. An irgendeinem Punkt muss man ja ansetzen. Wo konkret werden
Sie als Christ denn noch „verfolgt“? Umgekehrt habe vielmehr ich damals nach meinem Kirchenaustritt z.T.
ziemlich empörte Kommentare bekommen, und es ist MEIN Leben, in das sich katholische Ansichten qua versuchter
Einflussnahme auf die Gesetzgebung ungefragt hineindrängeln. @Catholicus Auch hier stimme ich Ihnen völlig
zu. Allerdings halte ich jedwede Argumentation auf einer Basis, die ein Großteil der Betroffenen nicht
teilt und nicht teilen KANN, als wenig hilfreich. Wenn Ihre Argumente contra Abtreibung valide sind, dann
sind sie das auch ohne Gottesbezug. Das müssen sie sogar sein, denn es wäre – Ihrem eigenen Verständnis
nach – geradezu blasphemisch, unethisches Verhalten auf die Bibel zurückzuführen. Gottes Gebote sind –
Sie werden zweifelsohne zustimmen – „gut und richtig“. Dann können Sie aber doch mit diesen „guten und
richtigen“ Aspekten argumentieren, statt sich mit z.B. Bibelzitaten ins Schlachtgetümmel zu werfen, von
denen Sie wissen, dass sie – anders als ethische Betrachtungen – für Nichtgläubige ganz einfach irrelevant
sind.
#22 Catholicus 20:42:12 | Dienstag, 10. Januar 2006
@DemonDeLuxe Bei der Abtreibung handelt es sich nicht um eine Frage, die nur katholische Christen „pro
life“ beantworten sollen, sondern alle Menschen! Der Staat hat die Aufgabe, das menschliche Leben wirksam
zu schützen – und nicht die straffreie Tötung Unschuldiger zu ermöglichen.
#21 DemonDeLuxe † 20:39:03 | Dienstag, 10. Januar 2006
Christenverfolgung? Vielleicht würde sich jemand einmal die Mühe machen, mich darüber aufzuklären,
worin die „Christenverfolgung“ besteht, wenn sich die Gesellschaft bzw. deren nichtchristlichen Anteile
gegen Bevormundung durch christliche Lehrinhalte wehren? Konkret im Kontext „Abtreibung“ wäre es mir
vollkommen neu, dass je ein Nichtchrist eine Christin zu selbiger gezwungen hätte – umgekehrt legt es
vor allem die katholische Kirche darauf an, IHRE Paradigmen zwangsweise auch DENEN aufzuerlegen, die bereits
die BASIS dieser Paradigmen nicht teilen. KEIN MENSCH hindert Katholiken daran, ihre Sexualität nach
den Vorgaben des Heiligen Stuhls auszurichten. Das aber ist diesem nicht genug: Es sollen sich nach Möglichkeit
ALLE an religiösen Vorstellungen orientieren (müssen), die sie nicht teilen. Und vor DIESEM Hintergrund
bemüht Bischof Laun allen Ernstes Bezüge auf die Demokratie? Das ist schon dreist, mit Verlaub – von
der scheinbar allzugroßen Versuchung des Nazi-Bezuges, der da ‘mal wieder bemüht wird, ganz zu schweigen.
#19 methusalix † 20:01:51 | Dienstag, 10. Januar 2006
Hallo trot! Le Trot – der Ideenreiche und Schrecken aller Faxgeräte ! Auf die Idee, dass die ein Computerfax
zum Empfang haben sind Sie Genie noch nicht gekommen? Ein Hit und die Hasstiraden der „echten Katholiken“
verschwinden im Orcus des Cyberspace! Und im übrigen: danke für die diversen email-Adressen. Dort kann
man nämlich auch dem Caritas Direktor ZUSTIMMENDE Mails hinschicken.
Weihbischof Laun IHR DRÄNGT DOCH ANDERE GRUPPEN EBENSO IN DIE ECKE schreibt ein Homosexueller! Ja, da
hast Du aber lange auf Deinen Einsatz warten müssen und mächtig am Fingerchen gesaugt, um endlich das
Forum wieder auf Dein Lieblingsthema von der Verfolgung der armen Schwulen zu bringen!
#17 tsinata † 18:52:26 | Dienstag, 10. Januar 2006
@28.IX-28.X: ich tue die Homos-Lesben, Kindermörder usw. nicht verfolgen. das sicher nicht! aber dafür
endlich wieder zusammenbringen was zusammen gehört!: „homos-lesben, kindermörder, prostituierte, kannibalen,
tierquäler, ehebrecher, kriegsverbrecher, usw.“
@Yersinia man merkt, wie bei manchen „guten Christen“ der Hass regiert Sie haben mich durchschaut, meine
Teuerste – grrrrr ! – frag dich mal, was du da tust? Ich habe als Mittel der Kommunikation nur das Fax
empfohlen, da Sekretriate darauf eher reagieren. Am besten Nachts, wenn die Bösewichter nicht mehr da
sind und vergessen haben das Fax abzustellen, dann ist das Papier und die Tinte alle, wenn die am nächsten
Morgen kommen. Und dann müssen sie alles lesen, da ja auch was wichtiges dazwischen sein könnte. spürst
du dich nicht mehr, dass du auf andere eindreschen, andere nur als Feinde wahrnehmen kannst? Werde direkt
mal meine Vitalfunktionen überprüfen. – für manche scheint wirklich jeglicher Kontakt zur Wirklichkeit
verloren gegangen zu sein; Sie kennen noch mehr mit meiner Genialität ) ! mfg Le Trot – der Ideenreiche
und Schrecken aller Faxgeräte !
@trot: „treibt das Sekretäriat in den Wahnsinn“ man merkt, wie bei manchen „guten Christen“ der Hass
regiert – frag dich mal, was du da tust? wozu sollen die dort Beschäftigten deine Lebensunzufriedenheit
zu spüren bekommen? spürst du dich nicht mehr, dass du auf andere eindreschen, andere nur als Feinde
wahrnehmen kannst? – für manche scheint wirklich jeglicher Kontakt zur Wirklichkeit verloren gegangen
zu sein;
#14 Benedikt78 17:10:42 | Dienstag, 10. Januar 2006
Leider gehts nicht direkt Ich habe gerade die Antwort bekommen, dass alle Mails an Dr. Michael Landau
(nicht Weihbischof Laun, wie fälschlicherweise vermutet) über seine Sekretärin gehen müssen. Ich gebe
diese Daten mal an: Bettina Riha-Fink BRiha-Fink@caritas-wien.at Wenn viele Leute ein Mail schreiben,
dann wird es sicher Eindruck hinterlassen! Auch wenn es nicht direkt an den Caritasdirektor geht…
#13 28.IX-28.X 16:11:48 | Dienstag, 10. Januar 2006
@Volkmar, ich tue die Homos-Lesben, Kindermörder usw. nicht verfolgen. Kann mich auch nicht entsinnen,
die hl.K.K. hätte es getan. Doch es wird die Christenheit verfolgt, dh. Menschen die mutig in ihrem Glauben
sich äußern. Das sieht man auch in den Urteilen der verschiedenen Gerichte. Z.B. Jesus Christus mit
einem Kondom in einer französischen kommunistischen Zeitschrift dargestellet: Meinungsfreicheit; Aussage
der JfL, die SPÖ fordert massiven Mord an Ungeborenen- DAS darf nicht sein. Immer wieder liefern die
Gerichte, an den Haaren herbeigezogene Urteile mal in dieser mal in ander Richtung, das am Ende nur Christen
verfolgt werden! Denn die Richter werden von den Parteien vorgeschlagen und durchgesetzt. Es ist so und
ich habe die rosarote Brille schon längst abgelegt.
@Tsinata bravo junge! mutig! mit seiner privaten tel-nummer und seiner privaten adresse könnte man noch
direkteren einfluss nehmen. Ich Glaube Sie liegen da falsch. Bei wem wollen Sie einfluss nehmen? Bei Bischof
Laun kann ich mir sicher nicht vorstellen oder habe ich Sie da falsch verstanden. W.Bischof Laun hat sich
in letzter Zeit sehr gut geäussert. Auch in der Sache der Liturgie. Wir werden bestimmt in nächster
Zeit einiges vom HwH W.Bischof Laun hören. Danke tausend Dank an W.Bischof Laun für seine katholische
Meinung
Hier reden manche von… Christenverfolgung: Seien wir doch nicht blind; DAS IST Christnverfolgung!!!!
Och wie schrecklich…da fühlt sich eine Gruppe von Menschen in die Ecke gedrängt… ABER SELBER PRAKTIZIERT
IHR DOCH DAS GLEICHE! IHR DRÄNGT DOCH ANDERE GRUPPEN EBENSO IN DIE ECKE…MAN DENKE NUR AN HOMOSEXUELLE…MERKT
IHR WAS??? Ihr wollt, dass man sowas nicht mit euch macht…aber was macht ihr??? Kehrt erst mal vor der
eigenen Tür, bevor ihr euch beklagt, was andere euch tun! IHR SEID KEIN BISSCHEN BESSER!
#10 tsinata † 13:19:23 | Dienstag, 10. Januar 2006
@Benedikt78: E-Mail von Landau Ich habe nun das Büro der Caritas Wien angefragt, ob sie mir die E-Mailadresse
von Landau geben können. Ich veröffentliche sie dann, sobald ich sie habe. bravo junge! mutig! mit seiner
privaten tel-nummer und seiner privaten adresse könnte man noch direkteren einfluss nehmen.
@Faxen Wer kennt die E-Mailadresse dieses Vorstehers? Anfaxen der Caritaszentrale ist besser. Macht Krach
wenn die Kiste läuft, treibt das Sekretäriat in den Wahnsinn, wenn viel eingeht und Papier mögen die
schon garnicht usw…
#8 28.IX-28.X 12:39:56 | Dienstag, 10. Januar 2006
Christenverfolgung! Die „Jugend für das Leben“ hat in tweiter Instanz verloren, da sie Aussagen der schleichkommunstischen
SPÖ durchschaut und öffentlich genannt hat. Die SPÖ hat vor Gericht rechtbekommen. Jetzt wollen die
Jungkonsomolzen der SPÖ den Weihbischof anklagen, weil sie seine Aussagen nach ihrem Muster verfälschen;
und sie bekommen rechet!!!… Wetten daß,…Seien wir doch nicht blind; DAS IST Christnverfolgung!!!!
#7 Benedikt78 12:03:37 | Dienstag, 10. Januar 2006
E-Mail von Landau Ich habe nun das Büro der Caritas Wien angefragt, ob sie mir die E-Mailadresse von
Landau geben können. Ich veröffentliche sie dann, sobald ich sie habe.
www.caritas-wien.at/ Mag. Barbara Morawetz, Pressestelle der Caritas der Erzdiözese Wien, 01/87812-223,
bmorawetz@caritas-wien.at Kontakt Caritas der Erzdiözese Wien 1160 Wien Albrechtskreithgasse 19-21 Tel.
01/878 12-0 E-Mail: office@caritas-wien.at Lebenslauf Dr. Michael Landau www.caritas-wien.at/1041_2347.htm
#5 Beobachterin 10:14:59 | Dienstag, 10. Januar 2006
Laun hat recht Gerade die Reaktionen auf die Aussagen von Bischof Laun geben ihm recht. Papst Benedikt
XVI. gab schon, als er noch Kardinal war, auf die Frage: Ist das schon Christenverfolgung? Es macht doch
einen Unterschied, ob Christen in diktatorischen oder islamischen Staaten eingesperrt oder gefoltert werden,
oder ob sie im Westen ins gesellschaftliche Abseits geraten? die folgende Antwort: Natürlich ist das
noch keine Christenverfolgung; es wäre Unsinn, diesen Ausdruck hier anzuwenden. Aber es gibt sehr wohl
Lebensbereiche – und gar nicht wenige – in denen heute bereits wieder Mut dazu gehört, sich als Christ
zu bekennen. Vor allem wächst die Gefahr angepaßter Christentümer, die dann als menschenfreundliche
Weise des Christseins von der Gesellschaft freudig aufgegriffen und dem vorgeblichen Fundamentalismus
derer gegenübergestellt werden, die so stromlinienförmig gar nicht sein mögen. Die Gefahr einer Meinungsdiktatur
wächst, und wer nicht mithält, wird ausgegrenzt, so daß auch gute Leute nicht mehr wagen, sich zu solchen
Nonkonformisten zu bekennen. Eine etwaige künftige antichristliche Diktatur würde vermutlich viel subtiler
sein als das, was wir bisher kannten. Sie wird scheinbar religionsfreundlich sein, aber unter der Bedingung,
daß ihre Verhaltens- und Denkmuster nicht angetastet werden. Das war die richtige Voraussicht.
#4 Benedikt78 10:14:09 | Dienstag, 10. Januar 2006
Wenn ich so was lese… dann kommt mir die Galle hoch! Was hat sich dieser Caritas-Heini einzumischen?
Der soll besser zusehen, dass er seine Arbeit richtig macht! Es ist weitverbreitet, dass man Leute, die
eine ungeliebte Wahrheit ansprechen, entweder persönlich denunziert oder eben behauptet sie betreibe
Hetze oder schüre Ängste! Aber besser blöde Sprüche klopfen als auf den Inhalt eingehen. Die Caritas
gehört meiner Meinung nach aufgelöst! Mit dem ursprünglichen Caritas hat diese Organisation nichts
mehr gemeinsam. Bei uns bezahlen die sogar religiöse Beschneidungen für moslemische Jungen! Wer kennt
die E-Mailadresse dieses Vorstehers? Ich wäre dafür, dass man die veröffentlicht und wir gleich Protestmails
verschicken können! Der soll merken, dass er sich mit solchen Aussagen nicht Liebkind machen kann!
Was wir säen, das werden wir ernten Es hat lange gedauert, das ein Bischof klare Worte gegen den Abtreibungsmord
findet und die Zusammenhänge aufzeigt, die Ursache sind und diesem Verbrechen folgen. All zu oft stellen
wir die Nazi-Diktatur und deren Verbrechen ( ca. 6.ooo.ooo ermordeter Juden; ca. 50.000.000 Kriegsopfer)
als ein abscheuliches, „einzigartiges Verbrechen“ dar und verkennen dabei: Seit Ende des Kriegeshaben
wir alleine in Deutschland ca. 9.000.000 unschuldige, ungeborene Kinder umgebracht Seit Ende des Krieges
sind weltweit ca. 3.000.000.000 (3 Milliarden) unschuldige, ungeborene Kinder ermordet worden…und die
meisten Menschen schweigen zu diesem größten Verbrechen der Neuzeit. Heute gibt es leider kaum noch
Widersand gegen diesen BABYCAUST, den Kindermord im Mutterleib! Das Blut der unschuldigen Kinder wird
von der Gesellschaft dem Mamon Sex, Karriere und Geld geopfert. Lassen wir uns aber nicht täuschen: „Was
wir säen, das werden wir ernten!“
#1 Dr. Otterbeck 08:53:50 | Dienstag, 10. Januar 2006
Geistliche Fürstentümer Warum eigentlich sind gewisse Probleme der Kirche dort am größten, wo Diözesen,
Caritasverbände etc. über sehr viel Personal verfügen? Hypothese: Wo der Katholizimus im Gewande einer
(moderaten) Bureaukratie einherschreitet, lässt sich die Allzuständigkeit der „Bestimmer“ aufrechterhalten.
Der Brotherr kommandiert auch das Privatleben. Dass in diesen Milieus, in denen man eine Spiritualität
light bevorzugt, dann das „Leiden an der Kirche“ kultiviert wird, hat Ursachen sicherlich vor allem in
einer Art modernem Integralismus. Als Gegenleistung für das Mitmischen in der „Welt“ (meist doch nur,
introvertiert, die Binnenwelt rund um den Dom, Bildungshäuser, GV, kreuznett) gibts dann Konzessionen
beim „Programm“; mit den bekannten Ergebnissen. Etwa frei nach Frau Käßmann: Wir dürfen durchaus Weihnachten
feiern, denn aus dem Christkind ist ja dann der Mann geworden, der den Tod bezwungen hat. (Zweimal drüber
nachdenken; ist nämlich glatte Apostasie „drin“.) „Das ist der Glaube, der mich trägt.“ (Sagten Maoisten
auch von ihrem Hoffnungsschimmer.)