16:16:27 | Mittwoch, 11. Januar 2006
Der Ex-Theologe Gotthold Hasenhüttl darf seine Studenten nicht mehr prüfen. Deswegen wirft er seinem Bischof „Unmenschlichkeit“ vor. Außerdem wundert er sich, warum er für etwas bestraft wird, was selbst der Papst getan hat.
(kreuz.net, Saarbrücken) Der suspendierte Priester Professor Gotthold Hasenhüttl (72) darf nach dem
Entzug der Lehrerlaubnis seinen Studenten auch keine Prüfungen mehr abnehmen. Das habe ihm das Bildungsministerium
in Saarbrücken auf Anordnung des Trierer Bischofs, Mons. Reinhard Marx, mitgeteilt, erklärte der Ex-Theologe
am vergangenen Montag vor der Presse.
Von den Entscheidungen des Bischofs sind fünf angehende Religionslehrer
betroffen. Sollte der Ex-Professor die Prüfungen dennoch abnehmen, würde den Religionslehrern die Anerkennung
versagt, so Bischof Marx.
Für die Studenten erwachsen daraus keine Nachteile. Sie können die Prüfungen
bei einem anderen Professor ablegen.
Hasenhüttl bezeichnete den Entscheid seines Vorgesetzten dennoch
als „Unglaublichkeit“. Er sehe darin „keine Spur“ von Menschlichkeit:
Diese Entscheidung habe ihn weitaus
mehr geärgert als der Entzug der kirchlichen Lehrerlaubnis in der vergangenen Woche, sagte der bereits
seit vier Jahren emeritierte Professor für Systematische Theologie.
Über Bischof Marx ärgert sich
auch die Hannoversche Evangelische Landesbischöfin Margot Käßmann. Für sie werde durch diesen Entscheid
deutlich, „daß eine gemeinsame Abendmahlsfeier für das katholische Lehramt überhaupt nicht denkbar
ist“.
Frau Käßmann bedauert die Disziplinierung des suspendierten Priesters, der beim ‘Ökumenischen
Kirchentag’ 2003 in Berlin Katholiken und Protestanten zum Empfang der Heiligen Kommunion eingeladen hatte:
„Gotthold Hasenhüttl hat etwas getan, worauf viele Kirchenmitglieder vor Ort in der Praxis hoffen“, so
die Landesbischöfin.
Hasenhüttl hält dem Bischof von Trier vor, durch die Austeilung der Heiligen
Kommunion an Nichtkatholiken nichts anderes getan zu haben als Joseph Kardinal Ratzinger – nunmehr Papst
Benedikt XVI.
Der Heilige Vater hatte als Kardinal beim Requiem für Papst Johannes Paul II. dem protestantischen
Gründer der ökumenischen Bruderschaft Taizé, Bruder Roger Schütz
die Kommunion gereicht.
Doch Bischof
Marx läßt das Argument des suspendierten Theologieprofessors nicht gelten und kritisierte indirekt die
Vorgehensweise des jetzigen Papstes: „Es wäre sicherlich besser gewesen, wenn Frère Roger beim Requiem
des Papstes nicht die Kommunion empfangen hätte.“
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Athanasius 16:47:06 | Samstag, 14. Januar 2006
#16
markos evgenikos 19:45:36 | Freitag, 13. Januar 2006
#15
clemens 14:29:15 | Freitag, 13. Januar 2006
#14
28.IX-28.X 11:38:10 | Donnerstag, 12. Januar 2006
#13
zwobbel 11:03:15 | Donnerstag, 12. Januar 2006
#12
Benedikt 10:33:28 | Donnerstag, 12. Januar 2006
#11
Konrad 07:38:18 | Donnerstag, 12. Januar 2006
#10
Athanasius 22:03:36 | Mittwoch, 11. Januar 2006
#9
Detlef Rose 21:19:25 | Mittwoch, 11. Januar 2006
#8
gonniwell 21:02:39 | Mittwoch, 11. Januar 2006
#7
ottaviani 18:44:34 | Mittwoch, 11. Januar 2006
#6
virOblationis 18:18:11 | Mittwoch, 11. Januar 2006
#5
Konrad 18:00:58 | Mittwoch, 11. Januar 2006
#4
ottaviani 17:51:23 | Mittwoch, 11. Januar 2006
#3
Sulpicius 17:28:36 | Mittwoch, 11. Januar 2006
#2
Konrad 17:21:45 | Mittwoch, 11. Januar 2006
#1
Le Trot 17:16:33 | Mittwoch, 11. Januar 2006