08:37:52 | Donnerstag, 12. Januar 2006
Die erste Enzyklika naht + Dritte Papstreise + Zeit der Häme vorbei? + „Bestätigung“ + Auferstehung fehlgeschlagen
Die erste Enzyklika nahtVatikan. Die erste Enzyklika von Papst Benedikt XVI. soll voraussichtlich in
der kommenden Woche präsentiert werden. Das berichtete das katholische Wochenmagazin ‘Famiglia Cristiana’,
das mit einer Auflage von über einer Million Exemplaren erscheint. Der Volltext der Enzyklika soll am
25. Januar offenbar gemeinsam mit der Ausgabe der Zeitschrift veröffentlicht werden. Bereits am ersten
Weihnachtstag
unterzeichnete der Heilige Vater die Enzyklika mit dem Titel „Gott ist die Liebe“.
Dritte
PapstreiseSpanien. Papst Benedikt XVI. wird im kommenden Juli nach Valencia in Spanien reisen, um an
einem kirchlichen Familienkongreß teilzunehmen. Dies berichtete die italienische Nachrichtenagentur ‘Ansa’.
Diese dritte Auslandsreise außerhalb Italiens wurde vom Vatikan noch nicht bestätigt. Valencia liegt
an der Ostküste Spaniens. Der Papst wird am 8. Juli in Spanien eintreffen und bereits am nächsten Tag
nach einem Pontifikalamt wieder abreisen. Laut Informationen des Missionsnachrichtendienstes ‘Fides’ erklärte
der Erzbischof von Valencia, Mons. Agustín García-Gasco y Vicente (74), daß man sich auf den Papstbesuch
vorbereite und bereits alle 4000 Bischöfe der Welt eingeladen habe.
Zeit der Häme vorbei?Österreich.
Der theologische sehr liberale Wiener Pastoraltheologe Paul Zulehner analysierte gestern im Gespräch
mit der Nachrichtenagentur ‘Kathpress’ die Gründe für den Rückgang der Kirchenaustritte in Österreich.
Es gebe immer mehr Menschen, die Sehnsucht nach etwas hätten, das über diese Welt hinausweist. Für
Zulehner ist auch die „umsichte Kirchenpolitik“ des Erzbischofs von Wien, Christoph Kardinal Schönborn,
für den statistischen Aufwind in der Kirche verantwortlich. Der Kardinal habe dazu beigetragen, die Kirchenkrisen
in den 20 Jahren der „Turbulenzen“ von 1985 bis 2004 zu überwinden. Nach Ansicht des Pastoraltheologen
ist „die Zeit der aggressiven Kirchenhäme“ vorbei. Die Menschen hegten wieder mehr Sympathie für die
Kirche.
„Bestätigung“Österreich. Die linksliberale österreichische Tageszeitung ‘Standard’ erhielt –
zwei Tage nachdem die Information
von kreuz.net publiziert worden war – „aus höchsten Kirchenkreisen“
die „Bestätigung“, daß es in der Diözese St. Pölten einen neuen Weihbischof geben soll. Bischof Klaus
Küng habe beim Ad-limina-Besuch der österreichischen Bischöfe im November dem Papst ein entsprechendes
Ansuchen mit fünf Wunschkandidaten überreicht.
Auferstehung fehlgeschlagenUSA. Im US-Bundesstaat
Ohio wurde kürzlich die Leiche einer 61-jährigen Frau entdeckt. Die Tote saß mehr als zwei Jahre lang
in einem Zimmer mit Belüftungsanlage. Ohio liegt im Nordosten der USA bei den großen Seen. Die Tochter
der Verstorbenen ließ den Körper ihrer Mutter nicht abtransportieren, sondern schaffte nur die Fliegen
und Maden weg, die sich für die tote Dame interessierten. Erst die Schwester der Verstorbenen machte
die Behörden kürzlich auf die langsam Verwesende aufmerksam. Der Grund, warum der Leichnam nicht beerdigt
wurde, war die Überzeugung der Verstorbenen, daß sie nach ihrem Tod wieder auferstehen und auf diese
Erde zurückkommen würde. Ihre Tochter wollte diese Ansicht respektieren.
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