11:03:15 | Donnerstag, 12. Januar 2006
Ein US-Weihbischof fordert von der US- Legislative mehr Rechte für die Opfer klerikaler Mißbrauchsfälle. Bei dieser Gelegenheit erzählte er von einer Begebenheit aus seinem Leben.
(kreuz.net, Detroit) Der Weihbischof von Detroit, Thomas John Gumbleton (75), appellierte am Montag an
die Parlamente verschiedener US-Bundesstaaten, die bestehenden Verjährungsfristen für Delikte des sexuellen
Mißbrauchs an Kindern für ein Jahr auszusetzen.
Detroit befindet sich im US-Bundesstaat Michigan bei
den großen Seen im Nordosten der Vereinigten Staaten.
Mons. Gumbleton gehört in der US-Bischofskonferenz
dem radikal-liberalen Flügel an. Der Weihbischof – der an seinem 75. Geburtstag
den Rücktritt nicht
einreichen wollte – nimmt schon seit über zehn Jahren auf diözesaner Ebene keine administrativen Aufgaben
mehr wahr, sondern kümmert sich als Pfarrer um eine Gemeinde.
Der Weihbischof erklärte am Telefon mit
einem Journalisten der US-Tageszeitung ‘Washington Post’, daß er selber vor etwa sechzig Jahren – in
seiner Jugend – von einem Priester „unschicklich angefaßt“ worden sei. Mons. Gumbleton ist der erste
Bischof, der sich öffentlich als
Opfer des Homo-Klerus deklariert hat.
Er wolle die Peinigung nicht
hochspielen. Denn er habe – so der Weihbischof – nicht so schlimmen Mißbrauch erfahren wie viele andere
Opfer. Aber er verstehe, warum die Geschändeten solche Delikte nicht innerhalb der Verjährungsfrist –
in manchen US-Bundesstaaten nur zwei bis fünf Jahre – zur Anklage bringen würden:
„Sie sind eingeschüchtert,
schämen sich und verdrängten es einfach.“ Auch er selber habe mit seinen Eltern nie über den Mißbrauch
gesprochen. Nach einer Pause fügt der Weihbischof hinzu: „Ich habe es niemandem erzählt.“
Er sei jedoch
einmal vor einigen Jahren während eines Treffens der US-Bischofskonferenz nahe daran gewesen, seine Erfahrungen
als Opfer des Mißbrauchs darzulegen. Doch dann wechselte das Thema der Diskussion irgendwie.
Seine persönlichen
Erfahrungen des Mißbrauchs hätten sich im Jahre 1945 ereignet. Er und ein zweiter Jugendlicher seien
von einem Priester immer wieder in ein Wochenendhaus eingeladen worden: „Bei diesen Gelegenheiten begann
er, mit einem von uns herumzubalgen und dabei seine Hände in unsere Hosen zu stecken.“
Weihbischof Gumbleton
gab keine Auskunft über den Namen des fehlbaren Priesters. Dieser sei bereits vor mehr als einem Jahrzehnt
gestorben: „Ich empfinde ihm gegenüber keine Feindseligkeit und hoffe, daß er im Himmel für mich betet.“
Die kanadische Webseite ‘LifeSiteNews’ kommentierte, daß die Enthüllungen von Mons. Gumbleton – der
sich immer wieder für die Homo-Ideologie stark macht – nicht erstaunlich seien. Die gleichgeschlechtliche
Anziehung auf sexueller Ebene könne auf eine Reihe psychologischer Störungen – unter anderem auf homosexuelle
Mißbräuche – zurückgeführt werden. Zwischen den Zeilen unterstellt ‘LifeSiteNews’ dem Weihbischof
mit dieser Aussage, selbst ein Sodomist zu sein.
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#8
markos evgenikos 20:02:46 | Freitag, 13. Januar 2006
#7
Rüdiger 14:40:59 | Donnerstag, 12. Januar 2006
#6
Le Trot 13:49:21 | Donnerstag, 12. Januar 2006
#4
FioreGraz 13:15:47 | Donnerstag, 12. Januar 2006
#3
Le Trot 13:02:08 | Donnerstag, 12. Januar 2006
#1
Gotthard 12:38:30 | Donnerstag, 12. Januar 2006