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Dienstag, 7. Dezember 2004 12:02
Wirkung ohne Ursache: Die Passion Christi beschäftigt die Geistlichkeit noch immer
US-amerikanische Bischöfe und Vertreter der Synagoge haben erneut ein gemeinsames Dokument unterzeichnet. Vertreter der US-Bischofskonferenz meinen, daß die „Passion Christi“ dem jüdischen Volk nachvollziehbare Sorgen und Furcht bereite.
(kreuz.net, Baltimore) Am 3. November fand im ‘St. Mary Seminar’ in Baltimore die halbjährliche Sitzung zwischen Vertretern der katholischen Bischofskonferenz und des US-amerikanischen Synagogenrates statt. Baltimore ist die größte Stadt im Bundesstaat Maryland an der Ostküste der USA.

Neben dem Hauptanliegen des Treffens, der Mischehe zwischen Katholiken und Juden, wurde der Kinoerfolg „Die Passion Christi“ des amerikanischen Regisseurs Mel Gibson am Gesprächstisch erneut aufgewärmt. Am Ende unterzeichneten die Repräsentanten der beiden Religionen ein gemeinsames Dokument.

Der Film von Mel Gibson sei in Wahrheit eine moderne Variante der berüchtigten mittelalterlichen Passionsspiele, die so oft im Lauf der Jahrhunderte gegen europäische Juden einen Aufruhr angezettelt hätten. Die Passion Christi bereite darum der jüdischen Gemeinschaft weltweit tiefe und nachvollziehbare Sorgen.

Der Film habe vielerorts Diskussionen entfacht. Positiv unterstrich der Bericht, daß Katholiken gelernt hätten, warum Juden derart dramatische Darstellungen vom Tod Jesu fürchteten.

Dennoch mußte der Bericht anerkennen, daß der Film niemanden zu den gerade von jüdischer Seite vorausgesagten judenfeindlichen Handlungen angestiftet hat.

Auch in Deutschland hatte es im Vorfeld des Filmes eine „Gemeinsame Stellungnahme“ von Katholiken, Protestanten und Juden zum Film „Die Passion Christi“ gegeben.

Die Stellungnahme bemängelte vor allem die „brutalen Szenen der Gewalt“: „Die rohen, lauten Szenen der Geißelung, des Kreuztragens und der Kreuzigung selbst muten den Kinobesuchern viel zu und überschreiten für viele die Grenze des Erträglichen.“

Unabhängig davon, ob der Film von seiner Intention her antisemitisch sei, bestehe die Gefahr, daß der Film im Sinne antisemitischer Propaganda instrumentalisiert werden könne.
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1 Lesermeinung:
Dienstag, 7. Dezember 2004 13:03
Dolfus: Dann haben wir ein Problem
Mel Gibson hat sich recht genau an die Vorlage der Evangelien gehalten. Man prügelt hier anscheinend den Sack und meint den Esel.
Diese Theologen würden wohl am liebsten die Bibel nach ihren eigenen Vorstellungen umschreiben.
Tatsächlich ist dies in der „Wissenschaftlichen“ Bibelexegese geschehen, denn an den meisten theologischen Fakultäten klären die Exegeten die Studenten über hypothetische „Urtexte“ auf, die den Biblischen Büchern zugrunde lägen, und die erst durch unzählige „Redaktionen“ die heutige Verballhornung erreicht hätten. Mit einer sagenhaften „Exaktheit“ trennen sie „wahre Herrenworte“ von „Dichtungen der nachösterlichen Gemeinde“, einen „historischen Menschen Jesus“ von einem erdichteten „nachösterlichen Gott-Christus“ etc.
Diese Apostelnachfolger in Übersee machen sich genauso lächerlich wie viele ihrer Kollegen in deutschen Landen.
Das gesamte Evangelium ist eine innerjüdische Story, der Gottmensch Selbst ist Jude, ebenso die Apostel, etc., etc… es sind alles Juden, die Guten, die Bösen, die Normalen, wie es im wirklichen Leben in allen Völkern Gute und Böse gibt.
Man macht viel Lärm um nichts.
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