Rom will aufs Gas steigen – die Lefebvristen auf die Bremse
Der Generalobere der Priesterbruderschaft St. Pius X. sagte am Freitag, daß die Aussöhnungsversuche mit dem Heiligen Stuhl vor allem vom Vatikan vorangetrieben würden. Man sei vorsichtig, um nicht als Dinosaurier im Tiergarten zu enden.
(kreuz.net, Paris) Bischof Bernard Fellay (48), der Generalobere der mit Rom in Konflikt stehenden Piusbrüder,
erklärte, daß Papst Benedikt XVI. auf eine Versöhnung dränge. Der Bischof äußerte sich nach einem
Bericht der Nachrichtenagentur ‘Reuters’ vor Journalisten in Paris.
„Man merkt den Wunsch in Rom, das
Problem so bald als möglich zu lösen“, erklärte Mons. Fellay. Das entspreche sicherlich dem Wunsch
des Papstes. Dagegen würde die Priesterbruderschaft selber „auf die Bremse treten“. Dies bedeute nicht,
daß sie sich gegen eine Aussöhnung stelle: „Aber wir wollen keine Abkürzungen nehmen, die später zu
Problemen führen können.“
Dieses Treffen bezeichnete der Generalobere der Piusbruderschaft jetzt als das fruchtbarste
Gespräch, das er jemals in Rom geführt hat: „Zum ersten Mal haben wir fundamentale Fragen wirklich diskutiert.“
Es herrsche ein neuer Ton, erklärte Mons. Fellay. Kardinal Castrillón habe erst kurz vor dem Treffen
im italienischen Fernsehen ausdrücklich gesagt, daß sich die Piusbruderschaft nicht im Schisma befinde.
Er würde es befürworten, daß seine Gemeinschaft sich mit dem Vatikan versöhnen könnte, erklärte
Mons. Fellay. Doch man wolle „nicht im Zoo leben und die Rolle von Dinosauriern spielen, die einen Sonderstatus
bekommen.“
Bischof Fellay erklärte, daß die Alte Messe und die 1988 vom Vatikan verhängten Exkommunikationen
den Weg für eine Aussöhnung nicht mehr blockierten. Das habe Benedikt XVI. während der Audienz im August
klar zum Ausdruck gebracht.
Die Priesterbruderschaft St. Pius X. stellt für eine Versöhnung mit dem
Vatikan mehrere Bedingungen. Erstens soll jeder katholische Priester das Recht bekommen, die Messe im
überlieferten Ritus zu zelebrieren. Zudem müßten die Exkommunikationen gegen den Gründer der Piusbruderschaft,
Erzbischof Marcel Lefebvre, und die vier von ihm geweihten Bischöfe aufgehoben werden. Außerdem fordert
die Piusbruderschaft, daß die Texte des Zweiten Vatikanums zur Diskussion gestellt werden.
Bischof Fellay
kritisierte die Konzilserklärung über die Religionsfreiheit. Damit akzeptiere die Kirche den weltlichen
Staat. Die Frage, ob er in die Zeit der katholischen Staaten zurück wolle, beantwortete Mons. Fellay
mit einer Gegenfrage: „Warum nicht?“
Zum Synagogenbesuch von Benedikt XVI. während des Weltjugendtags
im August erklärte der Bischof Unverständnis: „Ich frage mich, warum er das getan hat.“ Soetwas müsse
erklärt werden, damit man es verstehen könne.
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Hussiten Eine Leserzeitung unter dem Titel „Hussitischer Genozid“ wurde soeben veröffentlicht. Sie ist
zwar kurz, bietet aber ausreichend Fakten, um sich ein BIld über die Sache zu machen.
#147 Brandenburgis 18:14:04 | Sonntag, 22. Januar 2006
Jan Hus in Konstanz Damit mir hier nicht ständig unterstellt wird, ich würde kirchengeschichtliche Irrtümer
verbreiten, habe ich die verurteilten Sätze von Hus jetzt als Leserzeitung eingestellt. Es ist durchaus
an Ihnen, Herr Höck, zu erklären, wie Sie zu dem hussitischen Genozid stehen!
Jan Hus – ein antideutscher und antikatholischer Haßprediger Nur unwissende post-V2-Katholiken lassen
sich das Märchen vom „frommen Laienkelch-Prediger“ Hus hineindrücken. Jan Hus war ein Haßprediger,
wenn es je einen gab. Er war ein Führer des tschechischen Nationalismus. Auch nachdem er sehen mußte,
welche gewaltsamen Auswirkungen seine Predigten hatten, ließ er nicht nach. Er befand sich schon seit
1412 im Kirchenbann. Gleichzeitig war er auch ein böser Verleumder. Jeden hochgestellten Deutschen bezichtigte
er der Unzucht. Es ging gegen die Wissenschaft im allgemeinen, gegen die Philosphie, die Theologie und
die Medizin im besonderen. Ihn als Nationalsozialisten zu bezeichnen, trifft den Kern der Sache. Hier
noch zwei Links: Jan Hus und die Hussitenkriege (1419 – 1436) www.genealogienetz.de/…/hist/Kapitel_05.htm
Die Hussitenkriege – ihre Folgen für Landshut und Umgebung (*pdf-Datei) www.boehm-chronik.com/…rschaft/Hussiten.pdf
#143 Brandenburgis 15:45:09 | Sonntag, 22. Januar 2006
Genozid Der einzige, der verdreht sind Sie. Ich zitiere nur das, was jeder historisch Gebildete wissen
kann und weiß. Deshalb fasse ich noch einmal die Fakten zusammen: 1. Hus wurde nicht nach Konstanz gelockt,
er hatte selbst verlangt, vom Konzil gehört zu werden. 2. Der Geleitbrief des Kaisers bezog sich selbstverständlich
auf die Reise zum Konzil und nicht etwa auf die Straffreistellung des verurteilten Hus. Dies geht auch
aus dem Wortlaut des Dokuments selbst hervor. 3. Der Vorwurf, das „freie Geleit“ wäre gebrochen worden,
ist vom tschechischen Nationalismus des 19. Jh. erhoben worden, vorher tauchte er nirgendwo auf. 4. Die
hussitischen Massenmördereien des 15. Jh., die in großangelegten Kriegszügen bis tief in unser Brandenburg
hineinführten, waren der erste dokumentierte Genozid der neueren Geschichte, denn das Ziel der tschechischen
Protagonisten war es, möglichst viele Deutsche, unabhängig von Alter und Geschlecht, zu töten. Das
Reich mußte alle Kräfte zusammenfassen, um dieser Mörderei Herr zu werden. 5. Der sozialistische Charakter
des Hussitismus berechtigt es, hier von einem Nationalsozialismus zu reden, zudem sich die tschechischen
Nationalsozialisten (ja, so hießen die: Narodnie Socialsty) sich affirmativ auf Hus und die Hussiten
beriefen. 6. Hus ist sowohl in einem einwandfreien Verfahren als auch eindeutig nach Rechtslage verurteilt
worden. Jedes andere Urteil wäre Rechtsbeugung und Willkür gewesen.
#141 Brandenburgis 11:13:16 | Samstag, 21. Januar 2006
Hus in Konstanz Sie wissen auch über diese causa nicht Bescheid. Hus wurde nirgendwo hingelockt, er WOLLTE
nach KOnstanz, wie ja alle Ketzer stets an ein Konzil apellierten. Das freie Geleit des mit ihm sympathisierenden
Kaisers bezog sich auf die Reise dorthin, lesen Sie sich das Dokument doch mal durch, es ist ja publiziert.
Aber Sie wissen weder. was da drin steht, noch wo das abgedruckt ist, weil Sie einfach plappern und keine
Ahnung haben. Ich unterstelle Ihnen Sympathie mit den hussitischen Massenmördern.
#139 Rudolphus 17:52:11 | Freitag, 20. Januar 2006
Ketzerverbennungen Der ganze Zustand des Staatskirchentums mit Ketzerverbrennungen (weil die Kirche kein
Blut vergießt) ist sicherlich nicht gottgewollt gewesen. Jan Hus wurde zudem freies Geleit zugesichert,
um ihn herzulocken, dann verbrannte man ihn. Man stelle sich vor, der deutsche Klerus hätte Martin Luther
verbrannt: das Verhältnis zwischen Lutheranismus und Katholizismus wäre heute wohl wie das zwischen
Deutschland und der Tschechei oder wie das zwischen Indien und Pakistan.
#137 Brandenburgis 17:26:04 | Freitag, 20. Januar 2006
@Höck wo ist denn da ne lücke? Hus und die Hussitten waren Nazis – tschechichscher Extremnationalismus
(der also allen nichttschechen das lebensrecht absprach) + Sozialismus, d.h. Leugnung jedes Personalrechtes,
Recht auf Eigrenum, Leugnung aller Sakramente usw. usw. Wollen Sie so tun, als ob das nicht beknnt wäre?
Wollen Sie auf Dummenfang gehen? Es ist evident, daß der Nationalsozialismus eine Säkularisierung ihres
geliebten Mörder-Hussitismus ist. Sie sind der einzige, der eine historische Kontinuität der Ideen leugnet.
Wie heißt denn die tschechische nationalsozialistische KIrche? „Hussitsiche Kirche“. Ja, so ists.
#135 Brandenburgis 17:05:16 | Freitag, 20. Januar 2006
@Höck Ich kapiere bis heute nicht, was Sie so verwundert. Das sind doch ganz normale, logische Ausssagen,
die auch selbst-verständlich sind. Ein jeder Staat ist nicht nur berechtigt, sondern in jeder Hinsicht
verpflichtet, gegen Gruppen, welcher Art auch immer, die zur Gewalt – und in diesem Fall sogar Genozid
und Massenmord, greifen, vorzugehen und zwar mit den geeigneten Mitteln. Genauso ist der Staat verpflichtet,
gegen politische Gruppen vorzugehen, die ein Gewaltregime (nationalisten etc.) aufrichten wollen oder
dies auch nur propagieren.
#133 Brandenburgis 16:41:31 | Freitag, 20. Januar 2006
Hussiten Es sei darauf hingewiesen, daß die Hussiten Nationalsozialisten w a r e n, daß also nicht nur
ein direkter geistiger, sondern auch ein direkter politischer Faden zum deutschen Nationalsozialismus
führt. NIcht umsonst war Mussolini Hus-Forscher und entnahm von ihm seine politischen Thesen, nicht umsonst
war die erste Nationalsozialistische Partei eine tschechische, saß auch im Wiener Reichsrat und randalierte
dort herum. Es war ein Versagen des vom Liberalismus beeinflußten Hauses Habsburgs, diese nicht verboten
zu haben, wie alle demokratischen Bewegungen dieser Zeit,
#131 Evelin 17:21:18 | Donnerstag, 19. Januar 2006
@ Höck – ahnungslos Die Hussiten rotten viele deutsche Siedlungen in den tschechischen Ländern, vor
allem in Böhmen, endgültig aus. Für diese „gute Tat“ sollten sie lt. Höck wohl belohnt werden. Hussiten:
Eine der gewalttätigsten Religionen in der Geschichte der Menschheit. Sie nicht zu bekämpfen, bedeutet –
übertragen auf das 20. Jahrhundert – auch die Nationalsozialisten nicht zu bekämpfen. Jan Hus und andere
Irrlehrer: Da sie viele Seelen davon abhalten, das ewige Leben zu erlangen, sollen sie auch nicht bestraft
werden. Kommen ohnedies noch genug in den Himmel. Hauptsache, Höck ist dabei. Andere Leute: Egal. Hauptsache,
die Irrlehrer haben ihre Religionsfreiheit: Von den Satanisten bis zu den Sonnentemplern. Einfach absurde –
antikatholisch und antichristl. – Argumentation: Daher jetzt Schluß. Übertragen auf seine eigene – Wortwahl
(die ihn selbst auch richtet) müßte man Höck einen „Irrlehrer-Faschisten“ nennen. Der Gatte der Evelin
Höck und Cyrill wissen nichts von der Geschichte! Rechtsstaat: ein Staat, welcher Millionen Menschen
ohne Gerichtsverfahren zum Tode verurteilt: Abtreibung, Frühabtreibung Euthanasie? Auf welchem Planeten
leben Sie? Sie erregen sich über Vertreibungen und die – gerechtfertigte – Hinrichtung des Erzhäretikers
Jan Hus und loben gleichzeitig einen Staat, der das Menschenleben viel weniger achtet, als alle „klerikalfaschistischen“
Staaten der GEschichte zusammengenommen? Was soll dieses absurde Messen mit zweierlei Maß? @ Cyrill:
D.h. Sie wissen, was viele Leute in Tschechien glauben, weil es ihnen durch den Kommunisten- und Freimaurer-Geschichtslügen-Unterricht
eingebläut worden ist. Was Sie daran nicht beweisen können, ist, ob es auch stimmt. Denken sie an die
vielen Manipulationsmöglichkeiten bei Umfragen. Die Tschechen wissen die historische Wahrheit nicht,
dass ist das Hauptproblem. Im übrigen waren es die Hussiten, die halb Europa mit Krieg überzogen. Sie
zu bekämpfen und – wo möglich – auszumerzen also ein Akt der Selbstverteidigung und Gerechtigkeit.
#127 virOblationis 15:43:29 | Donnerstag, 19. Januar 2006
„Weg, Wahrheit und Leben“ Nun, der hl. Augustinus hat den Zwang in religiösen Dingen jedenfalls anders
eingeschätzt. Wenn nicht-katholische Kulte in ihren Rechten eingeschränkt werden, dann geht es nicht
um Machtversessenheit der Kirche oder ähnlich Groteskes, sondern darum, daß die göttliche Wahrheit
(vgl. Joh. 14, 6) einzig ist; auch wenn dies dem modernen Relativismus natürlich nicht schmeckt. Wie
dürfte die Wahrheit dem Irrtum gleichgestellt werden? – Wenn also ein Volk in seiner großen Mehrheit
zur Wahrheit gefunden hat, dann sollte es nicht darin erhalten werden? Wer solches als „klerikal-faschistisch“
bezeichnet bedient sich des DDR-Slangs der fünfziger Jahre. Wenig beeindruckend!
#125 cyrill 14:27:26 | Donnerstag, 19. Januar 2006
Tschechien Herr Höck liegt mit seiner Einschätzung der Lage in Tschechien genau richtig! Ich kann das
als Slowake sehr wohl beurteilen, habe ich doch mehrere Freunde in Tschechien und spreche mit ihnen auch
in ihrer Sprache! Der katholische Glaube, den nominell immer noch viele „bekennen“, steht in Tschechien
unter dem Generalverdacht, daß er dort Zwang ausübt, wo er nicht überzeugen kann. Die Tschechen fühlen
sich innerlich „frei“ von einer solchen Religion und die Kirche erleidet seit Jahrzehnten eine fast tödliche
Auszehrung! So stimmt es auch, daß die Jahrhunderte währende Praxis staatlichen Gewissenszwages der
Religiosität eines Volkes schweren Schaden zufügen kann.
#123 Benedikt 11:53:47 | Donnerstag, 19. Januar 2006
@ Marcel Ansgar schreibt: Wer läßt die Kirche erst 1962 beginnen? >Congar, de Lubac, Rahner, Schillebeeckx,
Küng, Ratzinger und die anderen vom Modernismus verblendeten Theologen, die das V.II entscheidend ausrichteten.
Sie wissen selber, dass dies mit Bezug auf Ratzinger schlicht und einfach nicht stimmt. Es müsste Ihnen
doch klar sein, dass Sie sich gegenüber Nicht-Tradis mit so einer Argumentation einen Bärendienst erweisen.
Denn mit Schillebeeckx, Rahner & Co. haben Sie ja vermutlich Recht, nur liest Ihr Gegenüber nur „Ratzinger“
und denkt sich seinen übrigen Teil zu Ihren Beiträgen. Ich möchte noch anmerken, dass es sich bei Ratzinger
um den regierenden Papst handelt. Weiter unten beschweren sie sich über Hetze gegen alte Päpste, und
hier hetzen Sie selbst gegen den regierenden Papst. Es ist in höchstem Maße unredlich, dauernd zu behaupten,
man erkenne den Papst an, und man bete für ihn in jeder Heilige Messe usw, und dann hier so etwas zu
schreiben. Wer so etwas schreibt ist eben nicht „una cum“, so einfach ist das. Die Schisma-Vorwürfe,
die sich schon seit längerer Zeit gar nicht mehr an den Bischofsweihen, sondern an den Äußerungen der
FSSPX-Bischöfe aufhängen, hat sich die FSSPX und ihre Anhänger, die ins gleiche Horn stoßen, mithin
selber zuzuschreiben, also sollten man aufhören, in dieser Weise herumzugreinen. Es ist wirklich schade…
#121 Rudolphus 10:22:44 | Donnerstag, 19. Januar 2006
Religionszwang schadet der Kirche Dies klingt auch in dem Konzilstextvorschlag von Cardinal Ottaviani
zum Verhältnis Kirche-Staat und Religionsfreiheit an. Er ist in Lefebvres Buch „Sie haben Ihn entthront“
abgedruckt. Außerdem sind es gerade die Lefebvrianer, die von den staatlichen Freiheitsgesetzen profitieren.
Die BRD-Gerichte wollten ihnen die Bezeichnung „röm.-kath.“ verbieten.
#119 Marcel 09:42:46 | Donnerstag, 19. Januar 2006
Ursprünglich, die Zweite Sulpicius schrieb: Sich mit gewissen Zeitgenossen hier auseinanderzusetzen,
ist sowieso verlorene Liebesmüh’ In der Tat! Von daher ist diese Form des Dialoges verlorene wertvolle
Zeit, die man besser woanders einsetzt und nicht vor den Computertasten. Auch das stimmt; werde ich gerne
berücksichtigen. Daher noch einmal mein Versuch, zurück um ursprünglichen Thema des Kreuznet-Artikels
zu kommen: Vielleicht mag jemand mit sehr guten Französischkenntnissen das französische Interview mit
Bischof Fellay vom 12. Januar 2006 in Paris www.laportelatine.org/…113/apic20060113.php kommentieren.
Hier ein paar übersetzte Auszüge aus einem englischen „Blog“: „We WILL reach a conclusion“ rorate-caeli.blogspot.com/…s-we-will-reach.html
„Reuters and AFP (France Presse) have reported on it, but they have not transcribed the exact words.“
Interessant folgende Aussage Bischof Fellays: Q: Do you ask for a peculiar [canonical] position inside
the Catholic Church? B.Fellay: Rome will probably grant it to us. {…} Diese mögliche Gewährung des
besonderen Status innerhalb der Kirche von Seiten Roms würde bedeuten, daß die Forderungen der FSSPX
durch Rom anerkannt werden müßten: Zurücknahme der (nichtigen) Exkommunikationsfeststellung von 1988
und die weltweite bedingungslose Freigabe der tridentinschen Messe. Abwarten und Tee trinken.
#117 clemens 00:06:17 | Donnerstag, 19. Januar 2006
@Sulpicius Von daher ist diese Form des Dialoges verlorene wertvolle Zeit, die man besser woanders einsetzt
und nicht vor den Computertasten. Ich würde für die allgemeine Schließung der Kommentarfunktion plädieren.
Die von der Redaktion gebrachten Informationen sind völlig ausreichend. Genau, es bindet zu viel Zeit
mit zu wenig apostolischem Nutzen. Gebet nützt mehr!! Leider! Die Katholiken versuchen mit viel Engagement
ihre Positionen darzustellen mit dem Anliegen, Seelen zu retten. Aber wie oben gesagt:BETEN!!
#116 Gotthard 23:49:39 | Mittwoch, 18. Januar 2006
@Sulpicius Ich würde für die allgemeine Schließung der Kommentarfunktion plädieren. Ich kann dich
nur unterstützen! Die Redaktion hat nahezu Unfehlbarkeitsstatus … Diskussionen der redaktionellen Beiträge
können die reine ewige Lehre nur vernebeln.
Sulpicius: Ja & Nein Von daher ist diese Form des Dialoges verlorene wertvolle Zeit, die man besser woanders
einsetzt und nicht vor den Computertasten. Ich glaube, dass das richtig ist. Ich empfinde das öfters
auch so. Ich würde für die allgemeine Schließung der Kommentarfunktion plädieren. Andererseits habe
ich auch aus dem Kommentarbereich schon wertvolle Informationen bezogen. Das gilt natürlich nicht für
die von Ihnen kritisierten Äusserungen, gegen welche Marcel sich wendet. Der Gatte der Evelin
#114 Sulpicius 23:28:51 | Mittwoch, 18. Januar 2006
@Marcel: Verlorene wertvolle Zeit Sich mit gewissen Zeitgenossen hier auseinanderzusetzen, ist sowieso
verlorene Liebesmüh’ (falls sie eine Art der Apostolates ausüben wollen). Sie wollen nicht sehen, nicht
hören, nicht verstehen und nicht glauben. Von daher ist diese Form des Dialoges verlorene wertvolle Zeit,
die man besser woanders einsetzt und nicht vor den Computertasten. Ich würde für die allgemeine Schließung
der Kommentarfunktion plädieren. Die von der Redaktion gebrachten Informationen sind völlig ausreichend.
#113 Gotthard 23:04:30 | Mittwoch, 18. Januar 2006
Fragen über Fragen… wie sich Päpste doch in politischen Fragen irren können! Sollten sie sich nicht
geirrt haben, dann arbeite doch bitte auf die Wiederherstellung des Kurfürstentums Köln hin… Was machen
wir aber mit den alten evangelischen Territorien…Preußen oder das Königreich Hannover? Für Italien
fordere ich auf alle Fälle die Wiederherstellung des Vatikanstaates … und die EU muss dann neu verhandelt
werden. Darf der Vatikanstaat dann diplomatische Beziehungen zu Israel und dem Iran unterhalten … oder
wäre das die Anerkennung eines Götzenstaates? Fragen über Fragen…
Widerlich Höck: Daß aber die katholische Kirche auf einen staatlichen Klerikalfaschismus hinarbeiten
müsse, {…} ist die verderbliche Meinung von Ihnen, Evelin, dem tradilirenden Stimmchen, Athanasius
und einer glücklicherweise abnehmenden Zahl von Lesern. Ich weise diese unflätige Unterstellung zurück.
Sie ist perfide gegenüber der überlieferten Lehre der Kirche. Mit der Faschismuskeule gegen die alten
Päpste zu agieren, haut dem Faß den Boden aus. Das ist mein letzter „Wortwechsel“ mit Ihnen [v.d.R.zens.]
In diesem Diskussionsfaden zitiere ich überwiegend die Worte der alten Päpste und Heiligen, die die
Kultfreiheit verwerfen und gegen die mit dem V.II eingeführten liberalen Neuerungen stehen. Man soll
ehrlich sein – wie jener FAZ-Autor – und sagen, daß man denke, daß sich 20 oder mehr alte Päpste in
Folge irrten und „endlich“ die Welt Einzug in die Kirche gehalten habe… Die alte Lehre von der religiösen
Toleranz mit der Faschismuskeule totzuschlagen versuchen, ist jedoch erbärmlich. Diese Lehre haben sich
nicht Evelin, Athanasius oder ich aus dem Finger gesaugt, sondern wir reflektieren sie aus dem Schatz
der katholischen Überlieferung bis 1958. Richte man seinen liberalen Zorn also gegen die alten Päpste.
Ansgar schreibt: Wer läßt die Kirche erst 1962 beginnen? Congar, de Lubac, Rahner, Schillebeeckx, Küng,
Ratzinger und die anderen vom Modernismus verblendeten Theologen, die das V.II entscheidend ausrichteten.
@ Marcel Sie schrieben: »Ich denke nicht, daß irgendjemand die Freunde des katholischen Liberalismus
logisch überzeugen könnte, die die Kirche 1962 beginnen lassen. Sie sind in ihrem Irrtum gefangen.»
Wer läßt die Kirche erst 1962 beginnen? Bitte melden! Lieber Marcel, könnte es sein, daß Sie sich
da einen Popanz aufbauen? Einen mediokren Hintergrund, vor dem Sie Ihre glühende, einzigartige, blütenreine
Glaubenstreue um so strahlender glänzen lassen können? Könnte es sein, daß der Wurm der Eitelkeit
in Ihnen bohrt?
#109 Brandenburgis 21:45:35 | Mittwoch, 18. Januar 2006
@HÖck Wenn Sie recht haben, gebe ich Ihnen durchaus freiwillig recht. Die tschechischen Katholiken glauben
an Gott, gehen halbwegs regelmäßig zur Messe/Kommunion, etc., sind also ganz normale, gute Christen.
Der in Tschechien/DDR grassierende Atheismus rührt u.a. daher, daß der Protestantismus dort nicht energisch
genug bekämpft wurde, da dieser bekanntlich das Einfallstor des Atheismus ist. Das ist tatsächlich eine
Sünde der Häuser Habsburg und Luxemburg. Den Hus hätte man gleich zu Hause unschädlich machen müssen
und nicht erst in KOnstanz. Es kann nicht sein, daß so eine Figur jahrelang auf den prominentesten Kanzeln
Prags predigt, zunächst gefördert von demselben Kaiser, der ihn dann in Konstanz fallen ließ.
#107 Brandenburgis 21:19:46 | Mittwoch, 18. Januar 2006
@Höck In der DDR ist die ehemals preußisch-protestantische Bevölkerung zu 90% aus der Kirche ausgetreten,
die Katholiken sind zum überwiegenden Teil treu geblieben. Deshalb haben wir nach der Wiedervereinigung
nicht etwa eine Protestantisierung in Deutschland, sondern erstmals seit 200 JAhren wieder mehr Katholiken
als Protestanten. In Tschechien haben die Katholiken keinesfalls „verschissen“, sondern sind mit Abstand
stärkste und stabilste KOnfesion. Von welchen „Zwangsmaßnahmen“ Sie reden, wissen Sie definitiv selbst
nicht. Übrigens: Ja, diejenigen die beim Vat. für DH gestimmt haben, haben sich insofern gegen den katholischen
Glauben entschieden. Das ist sonnenklar und liegt völlig offen auf der Hand.
Damit zurück zum Thema… Evelin, es ist alles richtig, was Sie und die wenigen anderen Traditionskatholiken
hier sagen. Die Päpste, Bischöfe und Theologen der vorkonziliaren Kirche haben es übereinstimmend über
viele Jahrhunderte hinweg ausführlich dargelegt. Es ist die überlieferte und beständige Lehre der Kirche:
den Liberalismus per se – den schon Pilatus verkörperte („Was ist Wahrheit?“) – zu verurteilen als die
Summe aller Häresien. Reflektieren wir dieses treffende Papst-Wort: Es drückt alles aus, was wir erleben
seit V.II: den Durchbruch des Zusammenbruchs des Glaubens. Die überlieferte Lehre der religiösen Toleranz
zerstörte nicht die katholischen Staaten, sondern die durch V.II verordnete Kultfreiheit. Die mehrheitlich
katholischen Staaten zerbrachen, die atheistischen wuchsen an der Zahl. –> Experiment gescheitert. Die
natürliche Unvereinbarkeit der ewigen Kirche mit dem Liberalismus ist zeitlos. Da täuschen auch einige
Jahrzehnte Kirchenkrise – die eine Krise der Bischöfe ist – nicht hinweg. Wenn es dem Herrn gefällt,
läßt er diese Krise beenden. Vergessen wir nicht die Gnaden, die Er selbst aus dem Elend erwachsen läßt.
Ich denke nicht, daß irgendjemand die Freunde des katholischen Liberalismus logisch überzeugen könnte,
die die Kirche 1962 beginnen lassen. Sie sind in ihrem Irrtum gefangen. Ein Gebet hilft mehr. Vermutlich
ist dies der Artikel, auf den Kreuznet sich bezog: La Croix www.la-croix.com/article/index.jsp?docId=2255500&…
#104 Athanasius 21:01:18 | Mittwoch, 18. Januar 2006
Bitte Da Sie hier die Vertreibung und Zwangsbekehrung der Mauren in Spanien verteidigen und gar die Verbrennung
von Jan Hus unproblematisch finden, gehören Sie und alle, die Kultverbote und Ähnliches (Marcel z.B.)lehren,
zu der Partei des religiösen Zwanges. Dies ist kein „Totschlagargument“, sondern vielmehr Sie alle sind
Totschläger des katholischen und christlichen Glaubens, der sich durch seinen Ruf nach Unterstützung
durch den staatlichen Apparat bei den Seelen unwiderruflich diskreditiert! Höck, Sind Sie sich – neben
der bewussten Verdrehung der Aussagen der „Tradis“ um sie zu diskreditieren – sicher, daß Sie so etwas
sagen wollen? Es kommt mir vor als wäre Evelin in guter Gesellschaft mit den Päpsten Eugen IV., Pius
IX. usw. usw. Sie haben bereits genug gegen die Lehren der Päpste von immer gehetzt. Es reicht jetzt.
@ Gotthard Ich plädierere für eine Aufhebung der deutschen und österreichischen Bundesländer und stattdessen
die Wiedererrichtung der geistlichen Staaten – Bistümer und Abteien. Parallel dazu sollten die niederen
Weihen – inklusive der Tonsur – wiederéingeführt werden. Dann könnten die „geistlichen Staatschefs“
ein barockes pralles Leben führen ohne gegen den Zölibat zu verstoßen. Gute Idee, Sie lernen echt dazu!
Wobei man einschränkend hinzufügen muß, dass nur ein Teil der Bistümer seinerzeit Staatscharakter
hatte. Für die nichtklerikalen Landesteile stehen zumeist noch die Geschlechter der alten Landesherren
zur Verfügung. Selbstverständlich müßte man den wiedereinzuführenden Antimodernisteneid auch von
diesen Abverlangen. Eine besondere Freude wäre auch die regionale Wiedereinführung des Index der verbotenen
Schriften, für welchen wir hier auf kreuz.net sicherlich eine gute Ideensammlung zustande brächten.
Bedingung: Es dürfen keine Wölfe oder Waschlappen Bischöfe sein, sondern echte Bischöfe, die Schluß
machen mit Handkommunion, Ökumenismus, Masonismus und allen anderen Spinnereien! Der Gatte der Evelin
#101 Gotthard 20:36:25 | Mittwoch, 18. Januar 2006
geistliche Staaten Ich plädierere für eine Aufhebung der deutschen und österreichischen Bundesländer
und stattdessen die Wiedererrichtung der geistlichen Staaten – Bistümer und Abteien. Parallel dazu sollten
die niederen Weihen – inklusive der Tonsur – wiederéingeführt werden. Dann könnten die „geistlichen
Staatschefs“ ein barockes pralles Leben führen ohne gegen den Zölibat zu verstoßen.
@ Höck Aha, deswegen sind auch die Ex-DDR, Kasachstan und Nord-Korea so atheistisch… Die Wahrheit ist
eine andere: Die antichristlichen tschechischen Logenbrüder haben den Nationalismus eingesetzt, um das
Habsburger Reich zu zerstören. Originalton Logenbruder-Massenmörder Benesch: „Besser Hitler als Habsburg“.
Was den vom Irrlehrer Wycliff inspirierten Jan Hus betrifft, so war er ein Ketzer und entsprach seine
Bestrafung daher den damaligen Gesetzen. Außerdem wieso reden Sie immer von Religionszwang? Als Totschlagvokabel?
Keiner der Diskutanten gab Anlaß dazu. Außerdem gibt es heute sogar noch innerhalb von Deutschland kulturelle
und soziologische Unterschiede, die der katholischen Vergangenheit mancher Regionen zu verdanken sind.
Andere Systeme mögen kurzfristig erfolgreicher sein, doch nur der katholische Staat hält Maß für die
Ewigkeit! Der Gatte der Evelin
Himmel und Erde sind nicht strikt getrennt – sie sind durch den Corpus Christi Mysticum verbunden! Der
Hl. Vater meinte vielmehr, man dürfe diese nicht miteinander verwechseln! (die metaphysische und die
soziologisch-anthropologische Ebene). Wer verwechselt diese Ebenen? Wer behauptet, es gälten andere Regeln,
soll das beweisen. Etwas vereinfacht, lautet die Formel „Gott mag es zwar nicht, wir auf Erden halten
es aber für notwendig“. @ Catholicus: Worauf wollen Sie hinaus: Hätten die Spanier nicht ihr Land zurückerobern
sollen? Oder hätten sie eine illoyale – mindestens zum Teil auch noch fremdstämmige – Bevölkerungsgruppe
in ihrem Rücken belassen sollen, für den Fall, dass die Mauren doch noch einmal angreifen? Oder hätte
Österreich unter Prinz Eugen nicht Ungarn und Kroatien befreien sollen? Sowohl hie als auch dort waren
moslemische Bevölkerungsgruppen die Folge gewaltsamer Fremdherrschaft. Was die Karriere betrifft: Je
katholischer, desto monarchischer ist eine Verfassung. Der jeweils nachfolgende Monarch braucht keine
Karriere mehr machen, sie ist ihm schon garantiert. Andere Positionen stehen auch Andersgläubigen offen.
Wichtig ist, dass die gesellschaftlichen Regeln, welche auf den Geboten Gottes, nicht auf den angeblichen
Rechten der Freimaureraufklärung, aufbauen, katholisch sind. Dass also gültig nichts entschieden oder
beschlossen werden kann, was katholischer Lehre und Glauben zuwiderläuft. Der Gatte der Evelin
#97 Catholicus 18:57:53 | Mittwoch, 18. Januar 2006
Wahrheit und Irrtum Es ist falsch, dass die sog. nachkonziliare katholische Kirche Wahrheit und Irrtum
einander gleichsetzt bzw. der Wahrheit und dem Irrtum in der konziliaren Lehre von der Religionsfreiheit
(die nicht mit der von Pius IX. verurteilten Vorstellung von „Religionsfreiheit“ identisch ist!) dieselben
Rechte gewähren würde. Vielmehr geht es um die Ermöglichung des Menschen als Person, die Wahrheit in
Fragen des Glaubens zu suchen und an ihr festzuhalten. Diese notwendige persönliche Freiheit als Bedingung
der Wahrheitserkenntnis wäre eingeschränkt, wenn der Staat hier eine Vorgabe inhaltlicher Art machen
würde, die mit Vorteilen für die katholisch Gläubigen und mit Nachteilen für die nichtkatholischen
Bürger verbunden wäre. Es gäbe dann viele/einige, die katholisch wären nicht aus Überzeugung, sondern
weil sie damit im „katholischen Staat“ Karriere machen könnten bzw. weniger zeitliche Nachteile hätten.
Heute ist es ja umgekehrt, was auch eine Verzerrung darstellt! Schon Francisco de Vitoria (1483-1546)
hatte die kaiserlichen Maßnahmen in Spanien beklagt, wonach muslimische Bürger entweder zur Auswanderung
oder zur Konversion zum Katholizismus angehalten wurden. Weil vielen die Auswanderung zu umständlich
war, konvertierten sie – aber nicht aus voller Überzeugung. Seit damals, schrieb Vitoria, gibt es in
Spanien so viele schlechte (weil nicht überzeugte) Katholiken – als Folge eines ungebührlichen Religionszwanges!
Der Kopf des Nagels Danke Ottaviani für Ihre – wie üblich – klugen Worte! Die traditionelle Lehre unterscheidet
peinlichst genau zwischen Toleranz und Billigung. Die neue Lehre setzt es gleich. Kardinal Billot: „Der
liberale Katholizismus ist beschlossen in einer dauernd aufrechterhaltenden Verwechselung: dem Durcheinanderbringen
von Toleranz und Billigung.“ Analysiert von Mgr. Lefebvre in: „Sie haben Ihn entthront. Vom Liberalismus
zur Apostasie. Die Tragödie des Konzils.“ Daraus zitiert die „alte“ Lehre der religiösen Toleranz: Papst
Leo XIII.: „Während die Kirche Rechte nur dem gewährt, was wahr und ehrenhaft ist, widersetzt sie sich
doch nicht der Toleranz, von welcher die öffentliche Macht mit Rücksicht auf gewisse der Wahrheit und
Gerechtigkeit entgegenstehende Dinge Gebrauch machen zu sollen glaubt in Hinblick auf ein größeres Übel,
das zu vermeiden, oder ein größeres Gut, das zu erlangen oder zu bewahren ist.“ Der hl. Thomas: „Das
Königsamt {Staat} muß für das gute Leben der Menge sorgen gemäß dem, was nötig ist, um sie die himmlische
Seligkeit erlangen zu lassen, das heißt, es muß vorschreiben (in seiner Ordnung, die eine zeitliche
ist), was dorthin führt, und im Maß des Möglichen untersagen, was dagegensteht.“ Niemand wird zum katholischen
Glauben gezwungen. Doch der katholische Staat kann die Ausübung falscher öffentlicher Kulte einschränken
zum seelischen Wohl der Mehrheit: er schützt sie vor den Verführungen des Irrtums. Der Seelenraub ist
viel gravierender als profaner Raub.
#93 ottaviani 17:56:57 | Mittwoch, 18. Januar 2006
nach dem II Weltkrieg lies sich in unseren Briten die Idee des kath. Staates nicht mehr durchsetzten das
ist schon richtig aber tatsache bleibt das nach dem Konzil nicht nur der Anspruch der Kirche aufgegeben
wurde sondern auch noch alles getan wurde um die Vorzugstellung die die Kirche in verschiedenen Staaten
hatte zu vernichten das die Päpste seit dem Konzil verlangen daß dem Irrtum das selbe Recht zukommt
wie der einzig wahren Religion ist ein Skandal ohne gleichen der kath staat toleriert ja auch den irrtum
aber der irrtum hat kein Recht
@ Marcel Heute dürfen Sie in den ehemals katholischen Staaten – und den atheistischen wie den unseren –
Millionen ungeborene Menschen abschlachten auf Staatskosten. Diese Paragraphen wurden in den 70er ins
StGB eingefügt und haben nichts mit dem Konzil zu tun, sondern entspringen der 68er Revolution. Gesellschaftliche
Veränderungen gehen in Deutschland spätestens seit Bismarcks Zeiten nicht mehr unbedingt auf Veränderungen
in der Kirche zurück. Vor dem V.II durften Sie das in den katholischen Staaten nicht tun, weil es gegen
die Lehre der Kirche verstößt. Vor dem II. Vatikanum, 1948, gelang es Kardinal Frings nicht einmal,
die katholische Auffassung bezüglich der Konfessionsschulen ins GG zu bekommen, obwohl der Parlamentarische
Rat von dem als klerikalen Reaktionär verschrieenen Konrad Adenauer angeführt wurde. Zumindest in Deutschland
hat der Machtverlust der Kirche lange vor dem Konzil begonnen, was das ganze Gerede von katholischen Staat
zur Utopie verkommen lässt. So ein Staat währe genau wie der Religionsunterricht, den Sie hier zu Recht
öfter kritisieren: Es steht „katholisch“ drauf aber drin ist nichts. Wie war das noch gerade: „Aber er
hat ja gar nichts an…!!“
Ein letztes Mal an H. Höck Höck schrieb: {Marcel} schwebt natürlich ein katholisches autoritäres Zwangsregime
vor. Jede staatliche Autorität kennt Zwänge. Heute dürfen Sie in den ehemals katholischen Staaten –
und den atheistischen wie den unseren – Millionen ungeborene Menschen abschlachten auf Staatskosten. Vor
dem V.II durften Sie das in den katholischen Staaten nicht tun, weil es gegen die Lehre der Kirche verstößt.
Mit dem „Zwang“, keine Ungeborenen massenmorden zu „dürfen“, lebte ich gerne. Was so „bescheiden“ als
Verdammung ( lediglich!? ) der „Kultfreiheit“ daherkommt, läuft auf ein Terrorregime und Gesinnungs-TÜV
hinaus Die überlieferte Lehre der religiösen Toleranz als Gegenteil der Kultfreiheit ist tolerant im
wahren Sinne des Wortes: dulden, nicht billigen. Nicht so die tatsächliche Gesinnungsschnüffelei und
der – momentan noch: psychische – Terror im Staats-Atheismus. Der Fall Hohmann zeigte es gut. Es ist erst
der Anfang… der genannten Lehre der genannten Pius-Päpste abgewendet haben Nicht nur dieser. Es läßt
sich für Pius VI., Pius VII., Gregor XVI., Pius IX., Leo XIII., Pius X., Pius XI. und Benedikt XV. nachweisen,
daß sie in Folge den Liberalismus als „Summe aller Häresien“ verdammten, incl. Kultfreiheit. Logischerweise
lehnte auch der hl. Thomas die Kultfreiheit ab, oder der hl. Augustinus: Er lehrte, daß nichts verderblicher
für die Seelen ist, als die „Freiheit des Irrtums“. Er widersprach V.II schon 1600 Jahre vorher.
@Laurentius2 Bravo! Fulminanter Beitrag – bedenklich nur, daß man offenbar nicht der ganzen Diskussion
folgen muß, um so treffend zu resümieren (was bedeutet, daß diese Diskussion viel überflüssiges Geschwätz
mitschwemmt). Nochmals: Die Pius-Brüder haben in sehr vielem Recht. Und sie vertreten das so schauerlich.
Das trägt doch karikatureske Züge; so schwer es fällt, muß man da selbst dem Demon Recht geben. Zudem
sind die Pius-Brüder und ihre Apologeten alles andere als mutig, in der eitlen Pose des Anklägers von
außen. Statt sich – wie die Petrus-Bruderschaft und andere – im Kampf um ihre Sache den Gegnern innerhalb
der Kirche zu stellen.
Mehrheiten und Wahrheiten Der Spruch geht so: Nur weil es Mehrheiten verkünden muss es nicht wahr sein.
und NICHT Die Mehrheit verkündet es, deshalb muss es die Unwahrheit sein.
Mehrheiten und Wahrheiten sind zweierlei… Der Staat als solcher weiß nichts vom „Seelenheil“ u. dergl.
Deswegen steht dem armen Staat auch die Hl. Kirche bei, damit es ihm an diesen Informationen nicht mangelt.
Ihre Propagierung der Demokratie ist lächerlich: Der Staat garantiert dem einzelnen Abgetriebenen oder
Euthanasierten, die Wahrheit zu suchen? Er garantiert, den Glauben zu praktizieren, indem er katholische
Meinungsäusserungen bestraft wie z.B. zuletzt bei Jugend für das Leben? Die metaphysische von der soziologisch-anthropologischen
Ebene zu trennen ist so sinnvoll, wie die Seele vom Leib zu trennen: Ist die Trennung der Seele vom Leib
der Tod des Menschen, so ist die Trennung der metaphysischen von der anthropologischen Ebene der Tod der
Gesellschaft. Da letztere größer ist, dauert das Sterben entsprechend länger… In Wahrheit gehen Sie
immer von der Gleichwertigkeit der Religionen und Bekenntnisse aus, sonst könnte Sie nicht zu Ihren Äusserungen
gelangen! Wenn 97 % der Konzilsväter sich von der genannten Lehre der genannten Pius-Päpste abgewendet
haben… Christus hatte also nach Ihrer Auffassung nicht Recht, weil sicherlich nicht mehr als 3 % der
Bevölkerung des römischen Reiches, wohl auch des Judentums, hinter ihm standen. Anders ausgedrückt:
Milliarden von Fliegen können nicht irren: Fressen Sie Scheiße! Im übrigen: Welches Konzil? Meinen
Sie die Räubersynode V2?
päpstlicher Irrtum Die Forderung nach Religionsfreiheit ist eine vorsynodal eindeutig verurteilte Irrlehre,
die sogar als Wahnsinn bezeichnet wurde. Wie sich Päpste doch irren können!
Bekenntnis zum katholischen Glauben wird in unserer Gesellschaft nicht belohnt Würde der Staat Unglaube
bestrafen bzw. das Bekenntnis zum katholischen Glauben „belohnen“, dann wäre die Freiwilligkeit des Glaubensaktes
indirekt in Frage gestellt. Nein. In unserer Gesellschaft wird das Bekenntnis zum Unglauben belohnt. Der
Glaube wird bestraft (z.B. die Wahrheit zu sagen). Ist deswegen die Freiwilligkeit unseres katholischen
Glaubens in Frage gestellt? Zu Thomas A. Höck letztmalig: Die Forderung nach Religionsfreiheit ist eine
vorsynodal eindeutig verurteilte Irrlehre, die sogar als Wahnsinn bezeichnet wurde. Ich stehe also auf
sicherem Boden. Es ist Ihre Sache, dagegen zu Felde zu ziehen. Begründungen für verbale Untergriffe
von Ihrer Seite ergeben sich daraus jedenfalls nicht.
Schlucht Werte Traditionsstimme; danke für Ihre Beiträge, die den Sachverhalt logisch und verständlich
darlegen. Leider wird Höck und seine modernen Freunde all das nicht nachvollziehen, denn sie sind, wie
so viele Konzilskatholiken, vom Liberalismus geblendet, der, wie die vorkonziliaren Päpste einhellig
schlossen, immer den Modernismus begleitet. Der liberale Katholik leidet am inneren Zerissensein zwischen
der Anpassung an die Welt und dem Festhalten an der Lehre. Daher plädiert er für den Staats-Liberalismus –
nichts anderes ist die Irrlehre der Kultfreiheit –, und entthront somit Christus König: der Menschen
wird an Seine Stelle gesetzt. Wörtlich fabulierte Höck hier im Forum, daß die staatlichen Gesetze auch
ohne Bezug zu Gott möglich seien. D.h. sie entspringen der menschlichen Willkür. Nicht einmal mehr den
Völkerapostel St. Paulus kennen sie… Der moderne „mündige“ Mensch hält seine Altvorderen für „intellektuell
umnachtet“, für unmündig, und insbesondere die gesamte Reihe der vorkonziliaren Päpste, die nach dem
modernen Maßstab allesamt „Fundamentalisten“ waren, oder kürzer: „Vulgärtraditionalisten“. Das liegt
daran, daß diese Päpste in Reihe den – vor allem: katholischen – Liberalismus beständig verurteilten,
teilweise sogar feierlich, denn sie erkannten den Modernismus und den ihn immer begleitenden Liberalismus
als die Synthese aller Häresien. „Durch die allgemeine bürgerliche Kultfreiheit wird die Pest des Indifferentismus
verbreitet.“ (Ein Pius-Papst)
#80 Laurentius2 15:32:03 | Mittwoch, 18. Januar 2006
Warum ? – Das Beispiel Pater Pio Pardon, ich habe nicht die ganze Diskussion mitverfolgt, aber das Thema
liegt mir sehr am Herzen. Oft habe ich die Piusbruderschaft gegen den unverschämten Schismavorwurf der
selber eher oft häretischen Kirchenlinken verteidigt. Nun verstehe ich aber nicht, warum man „auf die
Bremse treten“ will. Dieser Papst ist für die traditionsverbundenen Katholiken eine historische Chance,
die sie so schnell nicht mehr bekommen werden. Ist es denn wirklich so schlimm, von Rom auch disziplinarrechtlich
anerkannt zu werden ? Warum versteift man sich auf Maximalforderungen „katholischer Staaten“, die auch
ich mir wünsche, die aber doch einfach unrealistisch sind – … Ich verstehe das einfach nicht. Es wäre
doch so eine wichtige Kraft im Abwehrkampf gegen den Modernismus, soll denn erst die ganze Kirche vor
die Hunde gehen, damit auch der letzte Mohikaner einsieht, daß Lefebvre zumindest teilweise recht hatte.
Wäre nicht ein Schuß Demut und Hilfe für den Papst angesagt ? Wie haben sich denn die großen Heiligen
des letzten Jahrhunderts verhalten (zB Pater Pio, der vom Papst ja auch recht streng zurückgesetzt worden
war) ?
#78 Catholicus 15:24:03 | Mittwoch, 18. Januar 2006
@Stimme aus dem Tradiland Würde der Staat Unglaube bestrafen bzw. das Bekenntnis zum katholischen Glauben
„belohnen“, dann wäre die Freiwilligkeit des Glaubensaktes indirekt in Frage gestellt. Viele würden
dann nämlich vortäuschen, besonders katholisch zu sein, was sie in Wirklichkeit nicht sind – und damit
wäre dem Zeugnis für die Wahrheit ein schlechter Dienst geleistet!
Nochmals zum Mitdenken Das höchste Ziel eines Menschen – geradezu der Grund, warum er geschaffen wurde
(jede Seele bei der Zeugung von Gott) – ist es, das ewige Leben zu erlangen. Das größte Unrecht, ja
Verbrechen, ist es, Menschen vom ewigen Leben abzuhalten – sei es durch Irrlehren, falsche Religionen,
Behinderung der Mission usw. Das Ziel, den Katholizismus weltweit als Staatreligion anzustreben, gilt
für alle Länder. Das sich dort unterschiedliche Gegebenheiten und Bedingungen stellen, eben auf unterschiedliche
Weise. Es ist auch dafür nicht von Relevanz, was die anderen Religionen und Irrlehren glauben. Entscheidend
ist das, was die Wahrheit ist. Dass diese nicht überall bekannt oder zugelassen ist, ändert nichts daran,
dass immer nach der Wahrheit zu streben ist. Wenn also der Staat Dinge bestraft und zu verhindern sucht,
die dem Seelenheil nicht in gleicher Weise abträglich, wie z.B. Diebstahl, Steuerhinterziehung, Körperverletzung,
dann muß er umsomehr Dinge bestrafen, die dem Seelenheil abträglich sind. Dabei kann es auch nicht um
den Unglauben der Feinde der Kirche gehen. Die Hl. Kirche hat als Verfechterin der Wahrheit im Namen Christi
überall das maximale Recht anzustreben. Kein einziger Christ ist im Sudan, in China, in Nordkorea, in
Saudiarabien, in der Sowjetunion etc., gerettet worden als „Belohnung“ dafür, dass die Sekten in Südamerika
jetzt freie Bahn haben. „Freie Bahn“ für die Sekten heißt, die Menschen vom ewigen Leben abzuhalten.
#75 DemonDeLuxe † 14:12:50 | Mittwoch, 18. Januar 2006
@Stimme – So wird das nichts „Was Gott verboten hat, darf auch der Mensch nicht erlauben. Glauben Sie,
dass es gottgefällig ist, Menschen zu erlauben, andere Seelen um ihr ewiges Leben zu bringen?“ Dummerweise
bestreiten die meisten Menschen dieser Erde die Existenz IHRES Gottes und damit natürlich auch der postulierten
„Erlaubnis“. Es interessiert daher nur eine Minderheit, was Ihrem Gott „wohlgefällig“ sein mag oder nicht,
da er ihnen so viel bedeutet wie der Osterhase – oder weniger. Bevor Sie jetzt lospoltern und ‘was von
„ewiger Wahrheit“ und dergleichen erzählen: Dies zu beherzigen liegt in Ihrem ureigenen Interesse. Ansonsten
kommt nämlich flugs ‘mal ein anderes der zahlreich vorhandenen Religiönchen und nötigt SIE, DEREN Gott
„wohlgefällig“ zu leben. Sie werden nicht daran vorbeikommen, mit VERNUNFT statt Gottesverweis zu argumentieren,
wenn Sie etwas erreichen wollen. Es hindert Sie ja nichts und niemand daran, mit vernünftigen – und daher
auch Nicht-Glaubensgenossen zugänglichen – Begründungen für das einzutreten, was Ihr Gott – Ihrer Ansicht
nach – wünscht. Aber es zählt das Argument, nicht der vermeintliche Wille des postulierten Übervaters
als KO-Kriterium. Eigentlich SOLLTE das ja ohnehin deckungsgleich sein…
@ T. A. Höck – nichts verstanden Für einen Christen besteht ein kategorisches Tötungsverbot. Dieses
besteht gerade auf der sozialanthropologischen Ebene! („Metaphysisch“ kann ich niemanden morden!) Für
einen Christen besteht auch ein kategorisches Irrlehreverbot: „Wer Euch ein anderes Evangelium verkündet,
der sei verflucht“. Mit sojemandem ist es verboten, Gemeinschaft zu halten. Ist etwa Gemeinschaft kein
Begriff, der auf der „sozialantropologschen Ebene“ wirkt? Weiters geht es auch nicht um Zwang. Es geht
um das Verbot der Verbreitung von Irrlehren. Was Gott verboten hat, darf auch der Mensch nicht erlauben.
Glauben Sie, dass es gottgefällig ist, Menschen zu erlauben, andere Seelen um ihr ewiges Leben zu bringen?
#72 Athanasius 11:47:13 | Mittwoch, 18. Januar 2006
Verdrehung Herr Höck, Es reicht mit Ihrer Hetze und Unwahrheit! In der Frage der Religionsfreiheit ist
der Irrtum der PiusX-Leute leicht einzusehen! >Wir haben recht, also dürfen wir auch zwingen<. Was wenn
da stünde: „In der Frage der Religionsfreiheit ist der Irrtum Seiner Heiligkeit Papst Pius IX. leicht
einzusehen: <Wir haben recht, also dürfen wir auch zwingen>“?? Denn das sagen Sie. Dass Pius IX. falsch
war und deswegen die FSSPX’ler sogar im IRRTUM seien. Welch ein Unsinn. Hat Papst Pius IX. damals mit
seiner authentischen Lehrgewalt ein „IRRTUM“ verbreitet? Wenn Sie das behaupten, stehen Sie selber ausserhalb
der Römischen Kirche und sind hartnäckiger Häretiker. Das Erste Vatikanum entschied nämlich, daß
alle Aussagen, sowohl des authentischen wie des ausserordentlichen (ex-cathedra) Magisteriumsunfehlbar
sind!
#71 DemonDeLuxe † 11:46:47 | Mittwoch, 18. Januar 2006
@Thomas A. Höck Agnostizismus an sich ist nicht willkürlich. Er meint schlicht die Erkenntnis, dass
„Gott“ – so es ihn gibt – nicht veri- oder falsifizierbar ist. Das ist simples Eingestehen der Grenzen
menschlicher Erkenntisfähigkeit (und ich meine „Erkenntis“ als reproduzierbar, ganz fest überzeugt sein
von irgendetwas“). Agnostizismus beinhaltet keine Beantwortung der Frage, ob es einen Gott gibt, sondern –
im Gegenteil – die Aussage, dass jede Behauptung in dieser Hinsicht pure Hypothese ist und bleiben muss.
Glauben Sie mir, das so zu erkennen war alles andere als „leichtfertig“ – ich bin nicht schnell damit
bei der Hand, Grenzen meines Denkens eingestehen zu müssen. Daran schließt sich dann meine persönliche
MEINUNG (die in der Tat hypothetisch ist / sein muss) an, dass es KEINEN Gott gibt, basierend auf all
den x-tausend widersprüchlichen Auffassungen von ihm sowie deren „Belegen“, von denen ein Großteil faktisch
falsifiziert wurde und sie so in ihr Gegenstück verkehrte. Die Uneinigkeit der Christen bewirkt da nur
eines: Sie führt die postulierte „unbezweifelbare Wahrheit“ ad absurdum. Welche der hunderte von Wahrheiten
darf’s denn sein? In puncto PiusX stimme ich Ihnen allerdings zu, wiewohl ich das ohne Bezüge auf „höhere
Wahrheiten“ formuliert hätte. Auch, wenn ich die katholische Logik als Absolutum nicht akzeptiere, kann
ich sie doch zum Zweck der Analyse als Axiom annehmen – und dann bemerkt man die INNEREN Fehler der Logik
dieser Leute.
#69 DemonDeLuxe † 10:37:31 | Mittwoch, 18. Januar 2006
Schon niedlich Es ist ein Schauspiel der ganz eigenen Art, hier Zeuge zu werden, wie die Verfechter diverser
Katholizismusauffassungen hier einen unfehlbaren heiligen Vater gegen den anderen ausspielen. Im Prinzip
ist das aber nur eine Ausschnittsvergrößerung der Kirchengeschichte in toto: So, wie man aus der Bibel
alles Mögliche und sein Gegenteil zu belegen versucht hat im Kampf gegen echte und vermeintliche Spalter
und Ketzer, so verwursten hier die Fans der einen oder anderen Ausrichtung die jeweiligen Päpste. Jeder
meint, Recht zu haben (und Recht haben zu MÜSSEN!), weil jeder die Waffe irgendeiner vermeintlich unangreifbaren
Gestalt in der Faust führt. Tatsächlich geht es doch manchen nur darum, auf Teufel komm’raus die eigene
Meinung mit dem Glorienschein vermeintlicher Heiligkeit unangreifbar zu machen. Sehr, sehr lehrreich,
das zu verfolgen, wirklich. Den nächsten Katholiken, der mir etwas von „zwingender Wahrhaftigkeit“ oder
gar „Unfehlbarkeit“ erzählt, verweise ich einfach zu kreuz.net, da kann er dann in vivo studieren, wie
die „eigenen Leute“ solchen angeblich „heiligen“ Prinzipien Hohn sprechen, wenn’s ihnen gerade in den
Kram passt.
Irenäus Ich habe ihn einmal persönlich erlebt und habe nicht den Eindruck gewonnen, daß er sehr eingebildet
ist, sondern vielmehr gebildet. Das mag sein – ich habe ihn noch nicht persönlcih erlebt. Sie müssen
mir zustimmen, die Berichte auf dieser Seite widersprechen meiner vorherigen Behauptung nicht. Aber ich
kann mich glücklich schätzen, dass ich den jetzigen Benedikt XVI. einigemale persönlich erlebt habe,
als einen kleinen, demütigen, netten Herrn. Seine wissenschafltiche Kompetenz kam mir erst aus seinen
Büchern entgegen.
Papst Benedikt XVI hat bezüglich Religionsfreiheit keinesfalls Recht! Benedikt XVI hat recht mit seiner
Differenzierung: auf der metaphysischen Ebene besteht keine Freiheit, alles für wahr zu halten, was man
will. Auf der sozialanthropologischen Ebene dagegen ist die Freiheit des Gewissens und des Glaubens „eine
Notwendigkeit“. Das erscheint mir eine ganz gefähliche Irrlehre zu sein. Die Wahrheit zu erkennen, aber
in der Gesellschaft nicht mehr durchsetzen zu wollen, heißt die Menschen den Irrlehren und den reißenden
Wölfen auszuliefern. Ein Beispiel zur Klarstellung: Ich interpretiere den Hl. Vater: „Auf der metaphysischen
Ebene ist Euthanasie ein Verbrechen. Auf sozialantrophologischer Ebene – aufgrund der Bevölkerungsentwicklung –
als „Freiheit des Gewissens und des Glaubens“ hingegen eine Notwendigkeit.“ Ich denke, der Fehler hiebei
ist allen klar! Wenn also schon Mord nicht bloß metaphysisch ein Verbrechen – eine schwere Sünde – ist,
um wieviel eindeutiger muß dies Gefahren gelten, die die Leute um das ewige Leben bringen können: Die
Irrlehren und die falschen Religionen! Wenn also klar ist, dass Mord (die gewaltsame Beendigung des körperlichen
Lebens) in einem Staat der Gerechtigkeit bestraft werden muß, umwieviel mehr muß diesen den bösen Taten
gegen das ewige Leben gelten! Zu meinem Leidwesen scheint auch Papst Benedikt XVI. ein Irrlehrer zu sein.
Der Gatte der Evelin
Fellay Ich habe ihn einmal persönlich erlebt und habe nicht den Eindruck gewonnen, daß er sehr eingebildet
ist, sondern vielmehr gebildet. Insgesamt so ziemlich das Gegenteil von Nietzsches trübsinnigen Christen.
Irenäus Sorry wenn mit „unsere Möchtegerntheologen“ nicht ich gemeint war – der Ausdruck ist halt missverständlich.
Was das Herziehen über Fellay betrifft, muss ich anmerken, dass der hochwürdiger Herr, so wie ich das
aus den Berichten des kreuz.net entnehmen kann, eine ziemlich eingebildete Persönlichkeit sei. Sie müssen
mir zustimmen, wenn ich sage, einen Theologen (hier nicht Möchtegerntheologen) Ratzinger, der zufälligerweise
Benedikt XVI. ist, über den vollen, unverkürzten katholischen Glauben belehren zu wollen ist eine Anmaßung.
Ganz zu schweigen von den Rettungsringen, die man in Rom austeilen wollte, anläßlich des ersten Treffens
mit dem Hl. Vater (das stammt allerdings nicht von Fellay, sondern von einem seiner engsten Mitarbeiter).
Herr Allwissend an Wiener Stimme Aber warum denn gleich so böse? Daß 2*2=4 wußte ich auch schon vorher.
Aber was wollen Sie uns damit sagen? Ich finde es außerdem ziemlich bedenklich, wenn hier manche meinen,
über Fellay herziehen zu müssen. Wäre es nicht viel angebrachter, mal bei sich selbst anfzufangen und
da den großen Zeigefinger zu zeigen als bei jemanden, den man noch nicht einmal persönlich kennt?
Irenäus An alle großen und alles-wissenden Theologen 2X2=4; daran kann man nichts rütteln. Egal ob
diese Gleichung von einem Schüler der 1. Volksschulklasse oder von einem Univesitätsprofessor aufgestellt
wird. :)
Annäherung Bischof Fellay, fall auf die Knie und entschuldige dich, beichte, komm zurück und wirke dann
segensvoll für dein Anliegen. Bei vielen Forumsschreibern vermisse ich die Gabe eine andere Meinung erst
einmal stehen zulassen. Ich bin bestimmt nicht der größte Fan von Bischof Fellay, aber ich wage zu behaupten
das er oft niederkniet und auch häufig beichtet. Ob wirklich Segen auf der einen oder anderen Arbeit
liegt werden wir wohl entgültig erst in der Ewigkeit sehen. Bischof Fellay und Papst Benedikt sind so
bestimmt noch nie miteinander umgegangen. Außerdem habe ich berechtigte Hoffnung das die Distanz zwischen
Rom und der Piusbruderschaft irgendwann immer kleiner wird, wenn das auch Leuten auf beiden Seiten stört.
Besserwisser Ach unsere Möchtegerntheologen, die ihre eigene Ahnungslosigkeit selbst eingestanden haben,
müssen mal wieder ihren Senf dazugeben-ziemlich langweilig.
Ansgar Bischof Fellay, fall auf die Knie und entschuldige dich, beichte, komm zurück und wirke dann segensvoll
für dein Anliegen. Kompliment! Hut ab! Ich kann Ihrer Wortmeldung nur zustimmen.
#58 28.IX-28.X 20:46:35 | Dienstag, 17. Januar 2006
Wehe, wenn dich deine Feinde loben, Ansgar! Das haben wir bei der Trauerfeier für Jo Pa II gesehn. Ihr
Argument, Benedikt XVI würde von den Nichtgläubigen gelobt, sollte allen zu Warnung dienen!
@ Athanasius Schuld an den heftigen Reaktionen hier im Forum haben die Jünger der Pius-Brüder doch wohl
selbst. Mit ihrer Winkelried-Rabulistik, alle feindlichen Speere auf die eigene Brust ziehen zu wollen.
Wie schon oft betont: Wer die Kirche liebt, aber Irrwege erkennt und das verändern will, tut das von
innen. Unter dem Mantel der Madonna, der uns alle schützt. Die Pius-Brüder aber? Sie nörgeln von außen,
mit schwer erträglicher Selbstgerechtigkeit. Athanasius, Sie wissen doch selbst, daß der Papst viele
Pannen des letzten Konzils scharf kritisiert und u.a. die alte Messe sehr schätzt. Jede zweite Seite
von „Der Geist der Liturgie“ belegt das. Wenn man so einem Mann, vor dessen theologischem Werk und scharfem
Geist sich selbst der verstockteste Anti-Katholik verneigt, Bedingungen stellt – was ist das dann? Richtig:
unverschämt. Bischof Fellay, fall auf die Knie und entschuldige dich, beichte, komm zurück und wirke
dann segensvoll für dein Anliegen.
#56 Athanasius 19:17:32 | Dienstag, 17. Januar 2006
Jetzt reicht’s aber… Von Unverschämtheiten gegen den Heiligen Vater ganz abgesehen… Seit wann ist
es eine Unverschämtheit „Mortalium Animos“ (Papst Pius XI., 1928, „der Ökumenismus steht daran gleich
an totalem Abfall des katholischen Glaubens“) oder „Humani Generis“ zu fördern und vom gegenwärtigen
Papst dasgleiche zu fordern? Ist das eine Unverschämtheit? Treue dem überlieferten Glauben, während
die Massen einem liberalen Papst in diesem „Abfall“ (nochmal, das sind die Worte des Hl. Vaters Pius XI.!)
folgen, ist eine Unverschämtheit? –--- Römisch-Katholische Kirche kübelweise mit Schmutz zu bewerfen.
Die Positionen der „Piusbruderschaft“ mit Schutz zu bewerfen, wie Sie tun, steht aber daran gleich die
Enzyklikas der vorkonziliaren Päpste mit Schmutz zu bewerfen. Niemals haben „Apologeten“ der FSSPX die
Römisch-Katholische Kirche mit Schmutz beworfen, da die Hl. Kirche unfehlbar und makellos ist! Was Sie
aber damit verwirren, dass jeder Hierarch, vor allem in Rom, makellos und nicht im Irrtum ist. Was Sie
verkünden ist reinster Papalismus, ein Irrtum das von Papst Pius IX. in Pastoralbriefen verurteilt wurde,
als er – im Bewusstsein des aufkommenden Liberalismus unter der Geistlichkeit – warnte: „Wenn ein künftiger
Papst etwas gegen den katholischen Glauben lehrt, FOLGT IHM NICHT!“ So sprach der Ehrenswürdige Hl. Vater
der das Dogma der Päpstlichen Unfehlbarkeit – das von Ihnen verdreht wird – promulgierte!
@ Ansgar Die Glaubenstreue und der Einsatz der Pius-Bruderschaft für die Messe in Ehren – solange ihre
Apologeten in dünkelhaftem Ton und miesepetrig ihre Besserwissereien feilbieten, berauben sie sich selbst
einer ernstzunehmenden Gesprächsposition. Diese verkniffene Freudlosigkeit und das Angsthasentum passen
so gar nicht zur weihevollen und sinnlichen Freude der alten Messe. Von Unverschämtheiten gegen den Heiligen
Vater ganz abgesehen… Nicht wenige sind durch Gehorsam und Demut heilig geworden. Mir schrieb einmal
ein User von kreuz.net privat, daß es schon erschreckend sei, wie viele hier ihr Seelenheil durch Stolz
und Hochmut auf’s Spiel setzen. Ich kann und will das nicht beurteilen, aber es wirklich traurig mit welcher
Arroganz einige Apologeten der Piusbruderschaft jede Gelegenheit nutzen, die Römisch-Katholische Kirche
kübelweise mit Schmutz zu bewerfen. Und das alles unter der fadenscheinigen Erklärung, man hinge ja
noch an Rom, aber bitte schön nicht an diesem. Ich sehe, Evelin hat wieder einmal in dieses Horn gestoßen.
Kann eine schismatische Gesinnung deutlicher sein?
#53 Brandenburgis 13:53:31 | Dienstag, 17. Januar 2006
Katholischer Staat Es sei darauf hingewiesen, daß eine vielzahl katholischer Staatswesen und katholischer
Gesetzgebungen erst auf die Initiative der V2-Versammlung und der Konzilspäpste hin abgeschafft wurden,
zum unermeßlichen Schaden dieser Länder und ihrer Bevölkerungen. Wer „Reigionsfreiheit“ propagiert,
will dem Teufel, dem Menschenmörder von Anfang an, den Weg ebnen.
#51 DemonDeLuxe † 12:33:45 | Dienstag, 17. Januar 2006
@Thomas A. Höck Es geht aber noch ein bisserl weiter. Ist ja nett, wenn man gnädigerweise andere Religionen
„dulden“ würde. Noch besser, wenn man sie GARANTIEREN würde. Aber was soll’s? Die Gesetzgebung wäre
ja dennoch katholisch bestimmt, was zu deutsch besagen würde, dass große Teile der Bevölkerung unter
ein Recht gezwungen werden, dessen vermeintlich göttliche Herleitung sie nicht anerkennen. Fragen wir
doch ‘mal ‘rum, was die lieben Forenteilnehmer denn wohl sagen würden, wenn sie hinduistischen oder islamischen
Rechtsnormen unterliegen würden, oder den Anforderungen Odins. Na? Machen Sie sich ‘mal klar, dass es
Menschen gibt, denen IHR Gott so suspekt ist wie IHNEN Jupiter oder Krishna. Im übrigen: Wir Nichtkatholiken
sind deutlich in der Mehrheit – und wenn Sie, liebe Fundis, ‘mal wirkliche Gläubige statt nur Taufscheine
zählen, dann sind sogar die gesamten Christen in Deutschland in der Minderheit. M.W. wird dieses oder
nächstes Jahr damit gerechnet, dass der Anteil der Kirchensteuerpflichtigen an den Arbeitnehmern unter
50% absinkt. Für Ihren katholischen Staat müssen Sie also entweder in den Vatikan auswandern oder sich
ein nettes Vulkaninselchen suchen.
Bischof Fellay im Radio-Courtoisie-Interview, vom 8. Dezember 2005 Auch gut zum Artikel passend, hier
auf DICI. www.dici.org/actualite_read.php?id=719&loc=US. Sehr schön zusammengefaßt das Problem namens
V.II : {…} Do you think that the problems come from the bishops? Bp Fellay: I am not quite sure that
all the problems come from them. Part of the problems, yes, and let us say it is the part most obvious
to the faithful, because they first see their priests, their bishop, and as a rule, do not go much farther.
{…} But we have to go all the way back to Rome. The problems are above the level of the local bishops.
I think, we can trace them back to the council. Of course, all the problems in the Church do not come
from the council. There were some already before. The council gathered, compressed and inoculated into
the lifeblood of the Church a number of problems from the 50’s which Pius XII had tried to keep under
control. And he had already obviously lost control, not officially, but underhand. You could then see
punishments, chastisements against those who were raising their head too much. There was a whole work
of subversion under Pius XII in the 50’s. Thereupon the council came to bless this underground subversive
work. {…} Was der weise Hirte danach sagt, ist ebenfalls sehr erhellend. Paßt gut zu Bischof Williamson;
vgl. sein letzter Brief als kürzliche Leserzeitung. www.kreuz.net/bookentry.186.html „Modernismus ist
die Summe aller Häresien.“ (Hl. Papst Pius X.)
@ DemonDeLuxe Christus wird sich zum Lehramt und zu den Sakramenten in der Kirche und zu den Gläubigen,
die sich mit Hilfe der Kirche, ehrlich auf Gott auszurichten versuchten, bekennen. Schön das sie doch
nich ganz so böse sind
#47 DemonDeLuxe † 08:23:33 | Dienstag, 17. Januar 2006
@Sozialkatholisch *kicher* Sehen Sie ‘mal, so bös’ bin ich gar nicht (OBWOHL „Honi soit qui mal y pense“
meine Signatur in allen Foren ist…) – DARAN hatte ich gar nicht gedacht :O) Aber ähm, mit Verlaub:
Christus wird sich ZUR KIRCHE BEKENNEN? Verdrehen Sie da nicht ein bisserl was? Sie gestatten die Frage,
was Sie zu der (sogar mir Agnostiker auffallenden) Hybris bringt, dergleichen Mutmaßungen über Gott
anzustellen, noch dazu solche, bei denen ER sich auf SIE zubewegen sollte – anstatt SIE auf IHN, und zwar
bedingungslos und ohne Abstriche. Was’n das für eine Kirche, der Sie da angehören?
#45 DemonDeLuxe † 00:47:06 | Dienstag, 17. Januar 2006
@Sozialkatholisch „Trotz der vielen Fehlern und Schwächen wird sich Christus zu seiner Kirche bekennen.“
Ich weiß nicht… sticht Ihnen bei dem Satz nicht auch ein klitzekleines Detailchen ganz mächtig ins
Auge?
Unklarheiten „Bestandteil dieses Corpus ist die reine Wahrheit, die vom Hl. Geist – nicht von häretischen
Theologen herrührende – inspirierte Lehre, die himmlische Liturgie, die im Missale des Hl. Papstes Pius
V. seine Vollendung gefunden hat, und der makellose Glaube, für den Millionen ihr Leben gegeben haben.“
Das klingt ja geradezu hymnisch! Mir allerdings ist es nicht ganz klar, wie die „reine Wahrheit“, die
„inspirierte Lehre“ (wo ist da der Unterschied zu ebengenannter Wahrheit?), die „himmlische Liturgie“
(die erst noch einer irdischen Vollendung durch Papst Pius V. bedurfte; folglich kann es doch nicht um
die Liturgie des Himmels gehen) und der „makellose Glaube“ (zu unterscheiden von der reinen Wahrheit und
der inspirierten Lehre? – also muß wohl die fides qua gemeint sein) „Bestandteil“ des Corpus Christi
Mysticum sein sollen. Das ist jedenfalls nicht die Ekklesiologie der großen Enzyklika Papst Pius XII.
Nach ihm sind die Glieder (und bitte nicht „Bestandteile“) des Leibes Christi getaufte und gläubige Menschen.
Tradition hin, Vulgärtraditionalismus und Stammtischtheologie her: Wie wäre es denn mit etwas mehr „Sobrii
estote et vigilate“? Mir als einfacher christlicher Seele ist es schleierhaft, wie man so selbstherrlich
über das Werk des demütigen Gottessohnes palavern und dabei noch der Meinung sein kann, man tue Ihm
einen Dienst damit.
Refutatio so Römisch-Katholische Priesterbruderschaft St. Pius X. weigert, sich der Autorität gebot.
Gehorsam zu üben. Uhm? Man weigert sich dem Neo-Modernismus zu unterwerfen, aber wollen Sie hier ernsthaft
behaupten die Priesterbruderschaft die nach einem Papst genannt wurde, würde die Autorität des Hl. Stuhles
nicht anerkenne? Ihr „Gehorsam“ ist ein Gehorsam gegen Glauben. Und Papst Pius IX. schrieb bereits in
einem Brief an den Bischof Brizen „Wenn ein künftiger Papst etwas gegen den katholischen Glauben lehrt,
folgt ihm nicht!“ Zudem ist Ihre falsche Argumentierung typisch böswillig, denn P. Jones „Moraltheologie“
lehrt uns ja, daß „einer noch nicht schismatisch ist, weil man einfach dem Papst nicht gehorcht, sei
es auch für lange Zeit.“ sich in Deutschland beispielsweise gar nicht „römisch-katholisch“ nennen darf.
Ist das Bundesdeutsche Gesetz für Sie Maßstab des Glaubens? Ich dachte es wäre den Heiligen Vätern
nach „lex orandi, lex credendi“. Und die „lex orandi“ der deutschen Bischöfe macht mir schon klar wer
Römisch-katholisch ist und wer nicht. Ich sehe da keinerlei bösen Absichten. Dafür sind viele in Ihrem
Lager blind. Bischöfe der Kirche als „Erzverräter“ bezeichnet Die meisten sind es auch. Wer die Auferstehung
leugnet, Interkommunion fördert und Seminare geöffnet hält wo der Glaube zerstört wird, ist ein Verräter,
ja sogar ein Häretiker, also gar kein Katholik mehr!
@ Der Gatte der Evelin Anhand ihres Beitrages kann man denken das sie schon schismatisch sind. Trotz der
vielen Fehlern und Schwächen wird sich Christus zu seiner Kirche bekennen. Sie tun ja schon so als wäre
Rom antichristlich und La Salette in Erfüllung gegangen. Viele Demütigungen der nachkonziliaren Kirche
gehen auf den Versuch zurück die zerstrittene Christenheit wieder zusammenzuführen und das sollte das
Bestreben eines jeden Katholiken sein. Natürlich muss Rom sich wieder mehr auf die Wurzeln besinnen,
aber Rom jetzt schon den Rücken kehren wäre zu früh.
@ Aurelius Man muß Aurelius leider zustimmen. Die Glaubenstreue und der Einsatz der Pius-Bruderschaft
für die Messe in Ehren – solange ihre Apologeten in dünkelhaftem Ton und miesepetrig ihre Besserwissereien
feilbieten, berauben sie sich selbst einer ernstzunehmenden Gesprächsposition. Diese verkniffene Freudlosigkeit
und das Angsthasentum passen so gar nicht zur weihevollen und sinnlichen Freude der alten Messe. Von Unverschämtheiten
gegen den Heiligen Vater ganz abgesehen…
Niemand kann zwei Herren dienen! Rom-treue und gehorsame Katholiken in selbstgerechtester Art und Weise
ständig beschimpft werden. Da erhebt sich freilich die Frage: Welchem Rom: Dem, welches vom Glauben abgefallen
ist (Gottesmutter von La Salette)? Oder dem ewigen Rom, welches Glaube, Lehre, Liturgie unversehrt bewahrt
und bewahren will? Die andere Frage, wem gegenüber gilt der Gehorsam? Den Funktionären des Augenblicks,
deren faule Früchte aus allen Pfarren des Erdballs stinken, die nicht der Hl. Überlieferung die Treue
halten? Oder denjenigen, deren Autorität nicht aus ihrer Person oder Funktion herrührt, sondern aus
dem von Christus für Jahrtausende gestifteten Corpus Christi Mysticum, der makellos ist und bleibt? Bestandteil
dieses Corpus ist die reine Wahrheit, die vom Hl. Geist – nicht von häretischen Theologen herrührende –
inspirierte Lehre, die himmlische Liturgie, die im Missale des Hl. Papstes Pius V. seine Vollendung gefunden
hat, und der makellose Glaube, für den Millionen ihr Leben gegeben haben. Niemand kann zwei Herren dienen:
Entweder den Erfindern und Vollstreckern von V2 und seinen Irrlehren und schlechten Früchten oder den
Zeugen der Wahrheit, die vorangegangen sind, ohne sich an die Welt und ihren Herrscher anzubiedern. Wer
für die Welt optiert, ist nicht katholisch, mag er sich auch als katholisch bezeichnen! Der Gatte der
Evelin
@ Athanasius Die Karikaturen womit die völlig Römisch-katholische Priesterbruderschaft St. Pius X. (so
Römisch, daß nach einem römischen Hl. Vater genannt wurde, einem HEILIGEN Papst) Man kann sich natürlich
nach jedem benennen, das heißt sagt noch lange nichts über die Zugehörigkeiten und Loyalitäten aus.
Fest steht, daß sich die ach so Römisch-Katholische Priesterbruderschaft St. Pius X. weigert, sich der
Autorität des Nachfolgers des heiligen Petrus zu unterwerfen und den gebotenen Gehorsam zu üben. Fakt
ist auch, daß die ach so Römisch-Katholische Priesterbruderschaft St. Pius X. sich in Deutschland beispielsweise
gar nicht „römisch-katholisch“ nennen darf. von den Beiträgen hier unten (etwa „Stimme der Vernunft“)
dargestellt werden, beweisen die Böswilligkeit und böse Absichten dieser anonymen Schreiber. Ich sehe
da keinerlei bösen Absichten. Zu sehen, und das sogar überdeutlich, sind die bösen Absichten aber in
Beiträgen, in denen Bischöfe der Römisch-Katholischen Kirche als „Erzverräter“ bezeichnet werden,
mal ganz davon abgesehen, wie in diesem Forum Rom-treue und gehorsame Katholiken in selbstgerechtester
Art und Weise ständig beschimpft werden.
Karikaturen Die Karikaturen womit die völlig Römisch-katholische Priesterbruderschaft St. Pius X. (so
Römisch, daß nach einem römischen Hl. Vater genannt wurde, einem HEILIGEN Papst) von den Beiträgen
hier unten (etwa „Stimme der Vernunft“) dargestellt werden, beweisen die Böswilligkeit und böse Absichten
dieser anonymen Schreiber. Man darf zwar von einem Konflikt zwischen Hierarchen und der FSSPX ausgehen,
aber nicht als ob man von „Rom“ und „Ecône“ spricht, wie etwa von Rom und dem (wirklich schismatischen)
Konstantinopel. Ecône baut eben auf die Lehre des ewigen Roms, „der Hüterin des hl. katholischen Glaubens,
Rom unserer Mutter“ (cf. Erzbischof Lefebvre 1974), und die heutige Prelaten von Kardinal Mahoney bis
hinauf zu Benedikt XVI. bauen auf das II. Vatikanum, also auf dem Rom der „neo-protestantischen und modernistischen
Tendenzen“. Solche Vorwürfe – durchaus berechtigt – können zwar Objekt von Diskussion sein, aber reichen
nicht dazu aus um die FSSPX als eine von der heilsnotwendigen Römischen, Katholischen, Apostolischen
und Heiligen Kirche abzugrenzende Entität darzustellen. Das hat mittlerweile sogar Darío Kardinal Castrillón
Hoyos eingesehen und öffentlich verkündet (cfr. Canale 5 TV, November 2005), was übrigens von Ihr.Em.
Silvio Kardinal Oddi, Kardinal Thiandoum, Kardinal Stickler, Kardinal Vincentas Sladkevicius (der sogar
2000 seine eigene Schwestern der litauischen FSSPX anvertraute!), und Rota Romana-Jurist Nero Capponi
schon längst bestätigt wurde.
@ Miles Christ: „Erzverräter“ @ MilesChristi: Erzverräter Bischof Carlos Rifan Bei allem Respekt, einen
Bischof mit Begriffen wie „Erzverräter“ zu beleidigen ist meiner bescheidenen Meinung nach echtes Vergreifen
im Tonfall und eines Katholiken, egal ob er jetzt der FSSPX oder sonst einer Organisation nahe steht nicht
würdig. Das unterbietet sogar das traditionalistische Proletentum, dem man hier sonst so begegnet um
einiges. @ Dr. Carlo Regazzoni Zur Zeit hat Rom eine Initiative lanciert, um den Widerstand gegen V 2
zum erlahmen zu bringen. Danke für ein weiteres Beispiel von Stammtischtraditionalismus www.kreuz.net/article.2538.html!
@Miles: no, erstens bin ich katholisch zweitens will ich nicht bloß „geduldet“ werden, sondern in einem
Staat, den ich auch mit meiner Arbeitskraft und meinen Steuern unterstütze, das Recht haben, die politischen
Entscheidungen und das gesellschaftliche Leben nach meinem Dafürhalten mitzubestimmen – das nicht zu
dürfen und bloß „geduldet“ zu werden statt Rechtsansprüche zu haben zeigt, dass ein „katholischer Staat“
nichts anderes als eine katholische Diktatur wäre – aber vielen Dank, @Miles, dass du zur Entlarvung
beigetragen hast!
Ich denke, bei einer möglichen Annäherung oder gar Einigung zwischen FSSPX und Rom wird man nicht umhin
können, auch den Status der FSSP erneut aufzugreifen. Die Gründung der FSSP hängt eng mit der FSSPX
zusammen, sind ihre Gründungsmitglieder doch allesamt aus der FSSPX hervorgegangen. Allerdings frage
ich mich auch, ob und inwiefern nicht Rom oder die Bischöfe, sondern die Petrusbrüder selbst schuld
sind an ihrem Schicksal. Warum treten die nicht entschiedener auf in der Öffentlichkeit? Warum schärfen
sie nicht ihr theologisches Profil? Schließlich haben sie ja sowieso nichts mehr zu verlieren. Wo ist
also das Problem?
also darf man die ganze Geschichte dermaßen verstehen dass der niedliche ausgestorbene Saurier die sich
als „katholisch“ bezeichnenden Fundamentalisten sind – und der Käfig ihr „katholischer Staat“? – ich
meine, die „Traditionalisten“ sind bisher die Antwort schuldig geblieben, was mit andersglaubenden, andersdenkenden,
anderslebenden Menschen geschehen würde – auch bezeichnend;
#29 MilesChristi 19:44:43 | Montag, 16. Januar 2006
Keine Angst, sondern gebotene Vorsicht Es geht nicht um „Kleingläubigkeit“ oder um „Angst“, sondern nur
um ein Verhalten das sich aus der Beobachtung ähnlicher „Versöhnungsversuche“ in der Vergangenheit.
– Campos: geführt vom Erzverräter Bischof Carlos Rifan geht die Gemeinschaft in Campos den Weg der Assimilierung.
Hat sie sich früher tapfer gegen die häretischen Tendenzen in der Kirche geschlagen, schweigt sie diese
heute konsequent. Sogar den von ihren Priester verfaßten, hervorragenden Artikel „42 Gründe, um die
„neue Messe“ nicht zu besuchen“ wird totverschwiegen – er ist nicht mehr auf der Website zu finden. Bischof
Rifan besucht eifrig Zeremonien, die von „Messe“ nur den Namen noch haben, und konzelebriert. – Petrusbruderschaft:
fristet einen Schattendasein, ist an der Gnade von Bischöfen und „Bischöfen“ gebunden, die zwar alles
Mögliche erlauben, aber die größten Schwierigkeiten haben, eine echte (=tridentinische) Messe in ihren
Diözesen zu erlauben, auch wenn diese von der FSSP zelebriert wird – und auch wenn viele von deren Priestern
kein Problem haben, die protestantisierte neue Messe zu konzelebrieren bzw. diese sogar allein zu lesen.
– Le Barroux: einst ein Bollwerk der katholischen Tradition, und heute ein Feld für nirgendsführende
„liturgische Experimente“; auch dort wird die protestantisierte Messe neuerdings gelesen. Das sind in
meinen Augen gute Gründe, um einfach vorsichtig zu sein.
Annäherung Ich finde die Initiative des Papstes zum Frieden und zur Einheit gut. Sicherlich besteht die
Gefahr, das die Piusleute sich ihr eigenes schönes Heilshäuschen abseits der Mutterkirche bauen. Doch
ganz realistisch betrachtet muss man auch anerkennen das viele Dinge bei ihnen besser laufen als in der
Amtskirche und verstehen, dass sie das Gute bei ihnen nicht so einfach schutzlos bestimmten Geistern in
der Amtskirche, die es leider gibt, ausliefern wollen. Die Idee mit den Bischöfen finde ich gut, daraus
könnte sich eine für beiden Seiten fruchtbare Annäherung ergeben.
@Achim Aber es ist auch Tradition, dem Papst als oberste Autorität anzuerkennen. Was die Piusbruderschft
tut! Dort wird mehr (oder überhaupt noch) für den Papst gebetet, als anderswo. Angst ist nicht „Kleinglaube“,
sondern Realitätssinn, wenn man das Dahinmickern von FSSP und Campos sieht und auch diese alle wären
längst platt gemacht, zumindestens im vorigen Pontifikat, wenn man sie nicht als Gläubigenwegfischer
von der FSSPX gebraucht hätte. Und keine Illusion: Wenn die FSSPX ein exotisches Exponat in der Vielfalt
der Möglichkeiten wird, braucht es die anderen eigenlich nicht mehr. Und dann?
„Mein Reich ist nicht von dieser Welt…“ Jesus hat doch vor Pilatus gesagt: „Mein Reich ist nicht von
dieser Welt.“ Damit haben sog. „katholische Staaten“ keine Wurzel in der Lehre Christi. Einer meiner Vorfahren
wurde 1652 wegen seines evangelischen Glaubens aus dem „katholischen Staat“ Österreich vertrieben. Damals
gingen die Büttel des Staates z.B. im Waldviertel von Haus zu Haus und fragten die Bewohner nach ihrer
Konfession. Wenn sie nicht versicherten, katholisch zu sein, wurden die Insassen aus dem Haus vertrieben
und ihr Haus- und Landbesitz konfisziert. Zehntausende verloren so ihre Heimat; sie fanden schließlich
Asyl in der vom 30-jährigen Krieg verheerten Markgrafschaft Ansbach, der sie neuen Aufschwung brachten,
während das österreichische Waldviertel in wirtschaftlicher Stagnation versank.
Da tut die FSSPX gut daran, vorsichtig zu agieren. Wenn der hl. Vater zb. den „Neokatechum. Weg“ bezierzt,
der nachweislich eine protestantische Sekte inerhalb der Kirche ist, kann es sein, daß man in den „goldenen“
Käfig gestellt wird. Die Kath. Kirche ist eben Die Kath. Kirche und das will die FSSPX wahren. Es wäre
zB. auch eine gute Möglichkeit, wenn den hl. Vater einen oder zwei weitere Bischöfe für die FSSPX ernennen
täte, da die vier jetztigen ganz ausgelastet sind. (Alt werden sie auch, wie wir alle). So ein Angebot
sollte die Bruderschaft nicht ausschlagen.
@ catharina Immer in der Vergangenheit zu schwelgen ist genauso verkehrt wie ohne Realitätsbewusstsein
Zukunftsgespinste aufzubauen. Wir müssen sicherlich jetzt und hier versuchen Jesu nachzufolgen, unser
Ego überwinden und bereit sein zu dienen. Die Erfahrungen in der Vergangenheit sollte man auch nicht
stur kopieren sondern das positive übernehmen und aufpassen das keine geistigen Schätze verschütt gehen…
Da die Welt aber einem ständigen Wandel unterworfen ist sollte man ständig bereit sein sie auf Gottes
Willen auszurichten. Dekadenz und Gleichgültigkeit war schon der Untergang vieler Kulturen. Die Nachfolge
Christie beinhaltet immer die Bereitschaft zu dienen aber auch zu versuchen den Willen Gottes zu erahnen
und dann nach bestem Wissen und Gewissen zu befolgen…
Angst Der Papst geht väterlich auf die Pius-Bruderschaft zu. Diese, statt sich geehrt zu fühlen, stellt
Bedingungen und bläst sich auf. Abgesehen davon, daß auch Demut integraler Bestandteil allen Traditionalismus’
ist: Die Bruderschaft bremst die großartige Initiative des Heiligen Vaters aus Angst vor Vereinnahmung.
Angst scheint das bestimmende Wesensmerkmal der Bruderschaft zu sein. Statt auf ihre Kraft und Sendung
zu vertrauen, auf den von ihnen viel beschworenen Heiligen Geist, der exklusiv in ihren Reihen wohnt,
haben sie Angst. Weil sie der Rechtmäßigkeit ihrer Sendung vielleicht doch nicht vertrauen? Keine Chance
sehen, die Kirche von ihnen mit Gottvertrauen zu verändern? „O ihr Kleingläubigen …“
Unsere Stunde Idealstaaten entwerfen, das mag eine interessante Beschäftigung sein. Welche großartigen
Werke der Philosophie und Literatur sind doch in solchen Zusammenhängen entstanden! Für den Katholiken
besteht die Möglichkeit, viele schöne Stellen aus den Schriften der Kirchenväter, der Theologen des
Mittelalters und der Neuzeit, natürlich auch der Päpste bis zum letzten Konzil anzuführen. Zugegeben,
das ist ein wirklich anregendes Thema. Auf der anderen Seite wissen wir als Christen aber auch um den
Ruf, hier und heute unter den gegebenen Umständen als Zeugen der Wahrheit und der Liebe zu leben. Dadurch
werden vielleicht nicht so triumphalistische Gefühle geweckt, die Träumereien von staatlich-kirchlichem
Glanz-und-Gloria-Zauber entweichen, man fühlt sich in die ernüchternde Realität zurückversetzt. Aber
ich sehe herade in dieser Perspektive ein christliches Specificum. Ihm nachfolgen, der an Seinem Gottgleichsein
nicht wie an einem Raub festhielt, sondern sich entäußerte; der nicht kam, sich bedienen zu lassen,
sondern zu dienen; der Knechtsgestalt annahm und doch König aller Könige war. Nichts gegen die vorkonziliaren
Stellungnahmen zur damaligen Zeit. Aber zu unserer Stunde passen sie in mancher Hinsicht nicht mehr. Das
müssen wir als Christen doch sehen!
Eine bestimmte Staatsform… …wurde nie von der Kirche gefordert, sondern immer die Wahl und Entscheidung
für den katholischen Glauben. Höck schrieb: Einschränkungen der Meinungsfreiheit … ? Ja, warum nicht?
Eben abgesehen von den zahlreichen Enzyklikas und Dekreten mit denen u.a. Papst Leo XIII. und Papst Pius
IX. die Religionsfreiheit verurteilten, eine etwas neuere Äusserung des Hl. Vaters Papst Pius XII. zu
diesem modernen Irrtum der prinzipiellen Religionsfreiheit (denn das katholische Prinzip ist „Förderung,
Bekenntnis sowie Toleranz“), der am 6. Dezember 1953 mit der Ansprache „Ci Riesce“ sich an katholische
Anwalte richtete: „Es muß deutlich benachdrückt werden, daß keine menschliche Autorität, kein Staat,
keine Gemeinschaft von Staaten egal welchen religiösen Charakters, ein positives Mandat oder ein positives
Erlaubnis geben kann um zu unterrichten oder zu tun was gegen die Wahrheit des Glaubens oder die moralische
Richtigkeit gerichtet is. Was nicht der Wahrheit und dem moralischen Gesetz entspricht hat objektiv kein
einziges Recht auf Existenz, weder auf Propaganda, noch auf Taten.“ Die Karikaturen die hier von der Römisch-katholischen
Priesterbruderschaft St. Pius X. und von der vorkonziliaren Lehre zur Religionsfreiheit gemacht werden,
zeugen von Böswilligkeit und böse Absichten.
kath. Staat Wenn man von dem Wunsch spricht einen katholischen Staat haben zu wollen sollte auch darüber
nachdenken in was für einen Staat wir uns befinden und die Vor und Nachteile abwägen. Unsere jetzige
Scheindemokratie spiegelt in vielen Entscheidungen bestimmt nicht die Meinung des Volkes wieder und immer
mehr merkt man das die gängigsten Parteien doch eigentlich ein großer Klump sind die doch irgendwie
das selbe Ziel haben. Der Moral und Werteverfall kann von keinem geleugnet werden. Auch die Meinungs-
und persönliche Freiheit ist wenn auch nur indirekt unterdrückt. Wie sollte denn der kath. Staat aussehen?
Monarchie, einen kath. Parteivorsitzenden oder doch gewählt mit einer katholischen Verfassung?
@ DDL Beim Thema Religionsfreiheit ging es nach V2 nie um Deutschland, sondern um die südamerikanischen
Länder und um manche europäische (wie Italien, Irland). Im übrigen sähe auch Deutschland anders aus,
gäbe es dort einen katholischen Staat. Sicherlich hätten auch die Daemonen weniger Macht als derzeit.
#18 DemonDeLuxe † 17:02:27 | Montag, 16. Januar 2006
„Katholischer Staat“ OMG, man sollte meinen, wir bekämen im mittleren Osten plastisch genug vor Augen
geführt, wohin religiös ausgerichtete Staaten streben… Aber die vollkommene Realitätsferne derjenigen,
die diesen „katholischen Staat“ herbeiwünschen, ist schon possierlich – also, ‘mal so zum Nachdenken:
Ca. 31% aller Deutschen sind (nominell!) katholisch. DAVON gehen ca. 14% sonntags zur Messe. DAVON ist
nur ein kleiner Teil „Traditionalist“ in der hier vertretenen, fundamentalen Ausrichtung… das ist, selbst
bei schönster Übertreibung, irgendwas um die Prozentmarke (vermutlich aber nur ein Bruchteil davon).
Und diese winzige Minderheit schwelgt allen Ernstes in „Katholikenstaatphantasien“? Possierlich. Davon,
dass derlei Verirrungen gegen die freihetlich-demokratische Grundordnung verstoßen, ‘mal gar nicht zu
reden. Und natürlich auch davon nicht, dass man ernstlich meint, kirchliche Protagonisten seien der „Ahrheit“
auch nur um ein Jota näher als weltliche.
@ Thomas A. Höck Sie personalisieren das Thema „katholischer Staat“ viel zu stark. So gab es im katholischen
Kaiserreich Österreich(-Ungarn) (1804 bis 1918, ab 1867 Österreich-Ungarn) nicht nur katholische, sondern
protestantische (verschiedener Denominationen), jüdische und moslemische Religionsgemeinschaften, die
staatlich anerkannt waren. Katholischer Staat wäre einer, in welchem das Wahrheitsprinzip gilt und eine
Staatsform herrscht, in welcher nicht der das Sagen hat („Wahlen gewinnnt“), der besser lügt, sondern
wer die Wahrheit sagt. Abtreibung, Frühabtreibung, Ehescheidung und -Wiederverheiratung, Gotteslästerung
unter dem Deckmantel der „Kunst“, Perversitäten von Pornographie bis öffentlich zur Schau gestellter
Homosexualität hätten keinen Platz in einem solchen Staat. Keine Bildungsnivellierung, wie jetzt europaweit
angestrebt, sondern Diversifizierung. Keine Sexualerziehung, es sei denn im katholischen Sinne. Keine
erlaubten Geheimbünde, die an der Unterminierung der Gesellschat arbeiten. Keine Förderung oder Beheimatung
von Irrlehren an den Universitäten. Von allen diesen Regeln würden in Wahrheit auch die Angehörigen
anderer Religionen und Konfessionen profitieren. Und könnten daran die Heiligkeit des katholischen Glaubens
und die Richtigkeit seiner Lehren erkennen.
@Thomas A.Höck:Liebe ist ein Zaubermittel,wo man statt agressiv nur ein wenig „verrückt“ wird Das erinnert
mich Die Zähmung der Widerspenstigen von William Shakespeare. Das würde eher zu mir passen als zum freundlichen
Drachen! Ich bin durch die Ehe ganz zahm geworden!
Rom will aufs Gas steigen… Ich find so einen kleinen Drachen im Käfig gar nicht so gefährlich wie
er aussieht. Ich glaub nicht,dass er was anstellt,wenn er frei ist,er könnten sie sich verlieben und
dann freiwillig ganz zahm und glücklich werden. Vielleicht würde er sogar mithelfen die Welt zu retten?