Falschmeldung
kreuzfalsch: Sensationell! „kath.net-Enthüllungsbericht“
Angeblich hat sich kreuz.net bei den Österreichischen Bundesbahnen um eine Zugpatronanz bemüht. Damit würde der anonyme Nachrichtendienst das Recht bekommen, ein Jahr lang einen österreichischen Zug zu benennen. kath.net sprach dazu mit einem ehemaligen Bahnhofvorstand.
(kath.net, Linz) Wie aus dem mittleren Management der Österreichischen Bundesbahnen bekannt wurde, hat das anonyme Internet-Nachrichtenmagazin „kreuz.net“ bei den ÖBB den Antrag auf eine Zugpatronanz gestellt.

Eine Zugpatronanz ist die Möglichkeit, einem nach Fahrplan verkehrenden Zug ein Jahr lang einen bestimmten Namen zu geben. Eine solche Patronanz kostet Zehntausende von Euros.

Wie ein Mitarbeiter der ÖBB verlauten ließ, habe kreuz.net jenen Zug im Auge, der von Wien über St. Pölten nach Linz fährt.

Diese Mitteilung kommt wenige Wochen, nachdem – KATH.NET hat berichtet – der Verein „Homosexuelle Initiative“ Wien an einem ähnlichen Vorhaben gescheitert ist. Das Ansuchen, zwei Züge der österreichischen Bundesbahnen „Homosexuelle Initative“ zu nennen, wurde von der Direktion der österreichischen Bundesbahnen abgeschmettert.

Eisenbahn-Insider geben dem Ansuchen von kreuz.net ebenfalls wenig Chancen, obwohl kreuz.net angeblich in der Lage ist, die Summe für die Zugpratronanz aufzubringen. Das läßt vermuten, daß hinter der anonymen Initative kapitalkräftige Kreise, vermutlich aus dem Wiener Adel, stecken.

Peter-Alex Kandalb, ein von kath.net angefragter Bahnhofvorstand in Pension, nimmt an, daß sich die ÖBB nicht auf den „anonymen Kreuznetterverein“ einlassen würden, der „einen wilden Professor mit Sitz im kalifornischen El Segundo“ (Vorstadt von Los Angeles) als Anführer angibt.

Offensichtlich, so meint Peter-Alex Kandalb weiter, sei es kreuz.net nicht mehr genug, sich mit ihren Wortbomben den eigenen Unmut vom Leibe zu schreiben und den Wiener Kardinal Schönborn, den Aufklärer von St. Pölten, anzupatzen. Jetzt wolle man auch noch den überkonfessionellen Eisenbahnen auf den Geist gehen, obwohl ihnen dieser von der „Homosexuellen Initative“ öffentlich abgesprochen wurde.

Es sei auch kein Wunder, daß der gewünschte Zug ausgerechnet an St. Pölten vorbeifahre. Das sei, wie eine Analyse der auf kreuz.net erscheinenden Berichte zeige, der Ort, der den Kreuznettern besonders am Herzen liege.

kreuz.net hat im Falle einer Ablehnung ihres Ansuchens angeblich gedroht, die Verantwortlichen mit einem „kreuz.net-Enthüllungsbericht“ rücksichtslos bloßzustellen.

Dazu meint der pensionierte Bahnhofsvorstand wörtlich: „Die Hüllen werden bestimmt fallen, es fragt sich aber nur bei wem.“

À propos Zugpatronanz. In minutiösen journalistischen Kleinrecherchen ist es kath.net gelungen, den Namen ausfindig zu machen, den die Kreuzritter ihrem Zug anhängen wollen:

„Kreuzzug“, natürlich.
      
2 Lesermeinungen
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#2   Dolfus   10:06:04 | Dienstag, 7. Dezember 2004
Im Interesse Österreichs
Was eine sogenannte „Zugpatronanz“ in Österreich genau kostet, entzieht sich meiner Kenntnis. Grundsätzlich aber ein excellenter Werbeträger. Viele Reisende durch Österreich würden allein schon aus Neugier mal die Site anwählen, um zu wissen, ob es den Link „kreuz.net“ tatsächlich gibt, und was sich hinter diesem Namen für ein Programm verbirgt.
Daß Auslandsösterreicher weiterhin ein Interesse an der Entwicklung ihres Heimatlandes haben, weiß ich dagegen aus erster Hand.
So wurde Austro-Canadier Frank Stronach noch zu Krenn-Zeiten im St. Pöltner Bischofshaus angetroffen, in einer als inofficielles Meeting getarnten Besprechung.
So ließ Californiens Gouverneur Schwarzenegger durch einen Talk Host scherzhaft das Gerücht setzen, seine – Arnolds – österreichische Herkunft sei nur ein Mythos. Er wollte damit gegen Vorwürfe ankämpfen, er würde seit seiner Wahl eine rücksichtslose Verösterreichisierung des 34 Millionen-Staates Californien betreiben.
Tatsächlich gibt es Hinweise auf eine vermehrte österreichische Präsenz an der US-Westküste.
Californiens Staatschef möchte diese Gerüchte nicht persönlich commentieren.
Interessanterweise stellte er in der californischen Hauptstadt Sacramento einen riesigen Weihnachtsbaum auf – in einer officiellen Ceremonie mit seiner Familie. Einige Fragen wirft die Symbolik dieses Baumes tatsächlich auf. Aber das soll man sich selber fragen …
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#1   Elisabeth   10:03:47 | Dienstag, 7. Dezember 2004
So.so!
Hallo und Grüß Gott, ihr Kreuznettler!
Wiener Adel,Wächter von St.Pölten , usw.
Einen wunderschönen Adventsdienstag,
Gruß,
Elisabeth
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