Österreich
„Die Kirche wird auch g’scheiter“
Kürzlich besuchte der Erzbischof von Wien eine Ordensgemeinschaft in seiner Erzdiözese und stellte sich den theologischen Fragen der anwesenden Jugendlichen.
(kreuz.net, Wien) Der Erzbischof von Wien, Christoph Kardinal Schönborn, zelebrierte am letzten Donnerstag eine Messe bei der ‘Gemeinschaft vom Lamm’ in Wien.

Es handelt sich um einen dominikanisch geprägten Bettelorden mit einem Männer- und einem Frauenzweig, der im Jahr 1983 in Frankreich gegründet wurde. Die rund 100 in blauen Kutten gekleideten Mitglieder leben in verschiedenen Ländern und besitzen in Wien eine männliche und eine weibliche Niederlassung.

Eine ebenfalls in Wien lebende ungarische Journalistin berichtete auf ihrem Weblog über die Begegnung.

Ein Weblog – oder kurz Blog – ist ein Online-Tagebuch, wo Personen – die sich selber als Weblogger oder Blogger bezeichnen – ihre Gedanken und Erlebnisse in chronologischer Reihenfolge ins Internet stellen.

Kardinal Schönborn predigte während der Messe – so die Webloggerin – zum Tagesevangelium von der Heilung eines Aussätzigen – Mk 1,40-45. Dabei habe er erklärt, daß wir selber die Aussätzigen seien, die der Heilung durch Christus bedürfen und von Ihm berührt werden müßten. Der Kirchenfürst habe dabei auf das Sakrament der Beichte verwiesen.

Nach der Heiligen Messe traf sich der Kardinal – wie bereits Mitte November bei einem ähnlichen Treffen – mit den anwesenden Jugendlichen, um mit ihnen zu diskutieren.

Dabei erzählte er unter anderem von einer Begebenheit. Er sei kürzlich an einem Samstag abend auf dem Weg von Köln nach Hause gewesen. Beim Sicherheitscheck hätten die dortigen Beamten seinen Priesterkragen bemerkt und gefragt: „Sind Sie Farrer ?“ Der Kardinal habe korrigierend bejaht – „Ja, ich bin ein Pfarrer“ – und hinzugefügt, daß er ein „besonderer Pfarrer aus Wien“ sei.

„Das, was der Meisner in Köln ist, bin ich in Wien“, habe Kardinal Schönborn ausgeführt.

Darauf hätten die Beamten gefragt, ob es den Teufel gebe. Ja, den Teufel gebe es – habe der Kardinal geantwortet, aber man müsse ihn nicht fürchten, weil Christus ihn besiegt habe.

Kardinal Schönborn habe die Erzählung mit dem Fazit beendet: „Die Botschaft Christi als neue Nachricht.“

Die Antwort des Kardinals auf die Frage, ob tot und ohne Taufe geborene Kinder ein kirchliches Begräbnis bekommen könnten, sei – so die Webloggerin – „interessant und aufschlußreich“ gewesen.

Früher habe man gedacht, daß Kinder, die nicht getauft sind, nicht in den Himmel kommen könnten, erklärte der Kardinal: „Sie bleiben halt kurz davor stehen, in einer Art Vorhimmel, der Limbus heißt.“

Der Limbus ist nach alter kirchlicher Lehre die Vorhölle, der Saum der Hölle. Ein ungetauftes Kind, das vor Erreichen seiner Verstandeskraft stirbt, muß wegen der Heilsnotwendigkeit der Taufe von der Anschauung Gottes ausgeschlossen bleiben. Im Limbus hat der Mensch Anteil an einem rein natürlichen Glückszustand. Er unterliegt somit keiner körperlichen Strafe wie die Verdammten in der Hölle.

Doch dann habe der Kirchenfürst erklärt, daß „auch die Kirche g’scheiter“ werde. Denn wenn Jesus sage „laßt die Kinder zu mir kommen“, dann beziehe sich das auch darauf, daß er „die Kinder zu sich kommen läßt, die ungetauft gestorben sind“.

Deswegen gebe es auch eine eigene Messe für ungetauft gestorbene Kinder. Dort würde die Kirche dafür beten, daß Gott ihnen seine Barmherzigkeit zeigen und sie zu sich aufnehmen möge.

Zu einer Frage nach der Position vieler Leute „Jesus ja, Kirche nein“ erklärte der Kardinal: „Wie man bei uns in Wien sagt: den Jesus kann ma von seine Hawara [Judendeutsch für „Kameraden“, A.d.R] net trennen.“

Dann habe Kardinal Schönborn einen französischen Priesterseminaristen gefragt: „Gell, Jérémie, du kennst auch schon das Wort Hawara!“ Daraufhin habe der Angesprochene mit starkem französisischen Akzent geantwortet: „Sie ‘aben schon in dère Catechèse im Dôme gechprokhen von den ‘Awara…“

„Die Zuhörerschaft zerkugelte sich vor Lachen“ – berichtet die Webloggerin.

Schließlich habe sich ein Bursche gemeldet und gesagt, daß er manchmal gegen die Kirche ganz wütend und aggressiv sei und Zweifel habe. Er verstehe nicht, warum Gott ihm solche Prüfungen auferlege.

Kardinal Schönborn habe darauf einen „kleinen, dicken Dominikaner“ zitiert, der ihn in seiner Jugend zum Eintritt in den Dominikanerorden bewegt habe: „Auch wenn du mir sagst, ich kann dich gernhaben, werd ich dich trotzdem gern haben!“

So etwas sage Gott auch zu uns.
      
28 Lesermeinungen
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#28   balu68at   18:09:49 | Freitag, 20. Januar 2006
Jiddisch
Der Ausdruch Judendeutsch wird heute selten gebraucht, ausser bei der Abgrenzung von verschiedenen Jiddischen Dialekten.
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#27   DemonDeLuxe †   18:21:34 | Donnerstag, 19. Januar 2006
@Benedikt
„wo die kirchliche Dogmatik denn widerlegt wurde?“
Zum einen braucht ein Dogma nicht widerlegt zu werden, sondern muss – im Gegenteil – BEGRÜNDET werden. Zum anderen existieren Dogmen, die schon durch die Gesetze der Logik widerlegt SIND, allen voran natürlich diese Karikatur einer redlichen Aussage: Das Unfehlbarkeitsdogma.
Es ist lächerlich, Scherze wie das Dogma vom Limbus als „unzweifelhaft richtig“ anzusehen, bloß, weil sie aufgrund des rein spekulativen Charakters niemand wider- oder belegen KANN. Genauso kann ich mich hinstellen und postulieren, Gott sei in Wahrheit ein spirituelles rosa Eichhörnchen mit Masern; das wäre genauso „unwiderlegt“ wie Ihre Dogmen – oder vielmehr: Genauso unseriös und sinnlos.
„Die Art und Weise, wie gegen jeden geschrien wird, der es auch nur ansatzweise wagt, die EvolutionsTHEORIE zu hinterfragen, straft Sie hier leider Lügen. Diese und andere Theorien sind Ihre Unfehlbarkeitsdogmata.“
Das ist Unsinn und das wissen Sie. Die Evolutionstheorie erklärt das Entstehen der Arten auf plausible Weise – etwas, wozu kirchliche Lehren nie im Stande waren, obwohl sie dazu eine Vielzahl völlig unbelegter Annahmen bemühten. Was auch immer Sie für ein „Argument“ gegen die ET aufführen: Ich pulverisiere es in 5 Minuten, NACHPRÜFBAR, im Gegensatz zu Ihren Bibelmythen.
„DDL: Wer für sich Unfehlbarkeit reklamiert, ist nichts als ein Scharlatan.“
„Ja behaupten kann das jeder.“
Stimmt, die Unfehlbarkeit BEHAUPTEN kann jeder. Sie zu HABEN kann KEINER.
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#26   Benedikt   16:59:01 | Mittwoch, 18. Januar 2006
@ Demon
„Fälschungen“ – ja, denken wir an diesen südkoreanischen Genforscher. Der Unterschied: Der ist mit Getöse aufgeflogen, und niemand versucht, auch jetzt noch seine „Erkenntnisse“ für wahr zu verkaufen. Vergleichen Sie das mit der kirchlichen Dogmatik.
Ach, jetzt wirds aber interessant: Verraten Sie auch zu Abwechslung einmal, wo die kirchliche Dogmatik denn widerlegt wurde?
Die Wissenschaft an dagegen sich bricht sich, mangels Unfehlbarkeitsdogma, keinen Zacken aus der Krone, Fehler zu korrigieren
Die Art und Weise, wie gegen jeden geschrien wird, der es auch nur ansatzweise wagt, die EvolutionsTHEORIE zu hinterfragen, straft Sie hier leider Lügen. Diese und andere Theorien sind Ihre Unfehlbarkeitsdogmata.
Wer für sich Unfehlbarkeit reklamiert, ist nichts als ein Scharlatan.
Ja behaupten kann das jeder. Nur die unfehlbaren Äußerungen widerlegen, dass kann niemand. Sie sind Ausfluß dessen, was schon immer von den Gläubigen geglaubt wurde und haben somit ihre Berechtigung aus dem Glauben heraus. Aber davon verstehen Sie wohl nichts. Gestern war Religion für sie ein Unterhaltungsinstrument, heute soll sie gleich einer Naturwissenschaft sein. Ihre Erkenntnis schreitet nicht gerade voran…
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#25   catharina   16:54:13 | Mittwoch, 18. Januar 2006
Richtigstellung
Liebe Leser,
es ist wohl eine Verwirrung dadurch entstanden, daß ich den Brief jener „ungarischen Journalistin“ ohne Quellenangabe hier als Lesermeinung einreichte.
Jene Person ist nicht mit mir identisch. Ich kenne sie nicht, hatte mir nur die Seite angesehen und dann den Text kopiert.
Hier ist die Internet-Adresse:
…umendelumine.blogspot.com/…e-mail-kreuznet.html
Beste Grüße allen!
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#24   Stimme aus dem Tradiland   15:35:33 | Mittwoch, 18. Januar 2006
@ Düdelidü hält sich für superschlau
Im Gegenteil ist bei Texten ohne Quellenangabe stets davon auszugehen, dass alle Rechte beim Autor liegen.
D.h. also bei Texten mit anonymem Autor bei niemandem. Wer kann beweisen, dass der Text von ihm ist?
Die Annahme, eine Quellenangabe sei hinreichend, um einem Copyright Genüge zu tun, ist schlicht „naiv“ zu nennen.
Evelin hat das nicht behauptet. An sich bräuchte man gar keinen Hinweis, weil es keine bekannte Quelle (zitierbare; anonym heißt nicht zitierbar) gibt. Außerdem dürfen Texte zitiert werden, auch solche mit angegebenem copyright.
Auch der Spruch mit der „mangelnden Namensnennung“ zeugt von Ihrer juristischen Ahnungslosigkeit: Die Verlinkung auf eine Seite mit einwandfreiem Impressum ist mehr als eindeutig.
Welches Impressum? Im übrigen ging es um Datenschutz. Personenbezogene Daten gibt es erst, wenn eine Verbindung zu einer konkreten Person hergestellt werden kann.
Moralisch hat catharina ohnehin Recht, denn es ist Usus, den Urheber eines Blogbeitrages beim Zitieren per „Trackback“ davon zu informieren – wenngleich man das üblicherweise nicht „vorher“ macht, sondern zeitgleich mit der Veröffentlichung des Zitats.
Reine Behauptung. Normalerweise sollte sich derartiges aus einem Impressum ergeben, welches bei Lumendelumine fehlt. Da Sie selbst nicht so viel Ahnung haben, wie Sie tun, sollten Sie nicht von „Fresse halten“ udgl. sprechen!
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#23   wiener   15:30:35 | Mittwoch, 18. Januar 2006
@ zwobbel
Mir sagte jemand, daß es sich bei „guter Rutsch“ um eine Verwünschung handeln soll. Stimmt das?
nein.
rosh-ha-shana ist das jüdische neujahrsfest. „an guadn rosh“ war die jiddish-wienerische form des neujahrswunsches. und aus dem wort „rosh“ wurde der „rutsch“. also ein guter wunsch, nichts weiter. und mit (aus-) „rutschen“ hat das nicht das geringste zu tun.
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#22   zwobbel   15:20:10 | Mittwoch, 18. Januar 2006
Frage
ein aus dem jiddischen stammendes wort (wie etwa auch der neujahrswunsch „guter rutsch“)
Mir sagte jemand, daß es sich bei „guter Rutsch“ um eine Verwünschung handeln soll. Stimmt das?
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#21   wiener   15:16:53 | Mittwoch, 18. Januar 2006
„judendeutsch“ ???
„Wie man bei uns in Wien sagt: den Jesus kann ma von seine Hawara [Judendeutsch für „Kameraden“, A.d.R] net trennen.“
kann mir die redaktion bitte einmal erklären, was die seltsame wortschöpfung „judendeutsch“ bedeuten soll?
das wort „hawara“ (haberer) ist – wie viele andere ins wienerische übernommene begriffe – ein aus dem jiddischen stammendes wort (wie etwa auch der neujahrswunsch „guter rutsch“). mir ist jedoch nicht klar, welche information (die eine redaktionelle anmerkung beinhalten sollte) hier transportiert werden soll. dass der kardinal eine dem wiener dialekt zugehörige formulierung verwendet hat, sagte er selbst, so dass eine einfache „übersetzung“ ins hochdeutsche völlig ausreichend gewesen wäre. wofür also die bemerkung, der ausdruck sei „judendeutsch“?
dass kreuz.net den blog ohne wissen der autorin verwendet hat und gegen ihren erklärten ausdrücklichen willen den artikel nicht unverzüglich herausnimmt, spricht ohnehin für sich (aber nicht für kreuz.net).
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#20   Le Trot   10:51:41 | Mittwoch, 18. Januar 2006
@ – an meinen Feind!
Oder sind Ihnen die primitiven Schimpwörter ausgegangen (was ich mir bei Ihnen gar nicht vorstellen kann)?
Eigentlich wollten Sie garnicht mehr auf meine Schreiben reagieren. Sie sind sich untreu geworden.
Ihr Le Trot – gehorsamer Diener seiner Gene !
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#19   Sozialkatholisch   10:49:33 | Mittwoch, 18. Januar 2006
@ DemonDeLuxe
Wenn man bedenkt, das in der modernen Wissenschaft jede Theorie als wahr gilt bis sie nicht wiederlegt worden ist kann man doch von wissenschaftsgläubig sprechen. Manche Wissenschaftler vermute ich denken nur daran welchen Müll sie produzieren können, nur widerlegbar darf er nicht sein. Der koreanische Genforscher hat übrigens ein Angebot von einer amerikanischen Klonsekte (nicht Clownsekte) und wird dort seine Theorien weiter in die Welt posaunen, auf wahrhaftigen wissenschaftlichen Versuchen fundiert oder nicht. In der hl. Schrift steht schon menschliche Weisheit ist Torheit bei Gott. Und da Gott mit seiner ewigen Wahrheit hinter der Kirche steht kann ich das Unfehlbarkeitsdogma bei ex Cathedra Verkündigungen auch annehmen.
Wie ich mit einem Häretiker umgehe, ich versuche ihn zu respektieren, kann mir immer sogar vorstellen, von ihm trotzdem noch etwas lernen zu können, aber bin doch von meinem katholischen Glauben solange überzeugt wie ich meine das dort die Fülle der Wahrheit ist. Wenn ich diese Überzeugung nicht mehr hätte würde ich woanders die Wahrheit (ist für mich Christus, der sich in der röm/kath Kirche in seiner ganzen Fülle offenbart hat) suchen.
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#18   DemonDeLuxe †   10:41:08 | Mittwoch, 18. Januar 2006
@Le Trot
Sie müssen ja sehr knapp an tatsächlich schreibenswerten Inhalten sein, dass Sie so damit geizen.
Oder sind Ihnen die primitiven Schimpwörter ausgegangen (was ich mir bei Ihnen gar nicht vorstellen kann)?
Zur Sache… nichts? Nur ‘mal kurz ein Häufchen gesetzt und wieder weg?
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#17   Le Trot   09:49:19 | Mittwoch, 18. Januar 2006
@Sozial…
Ich denke mal in der Annahme, das sie wissenschaftsgläubig sind, gehe ich richtig.
Er ist eher zeitgeistgläubig. Was ihm der Zeitgeist so erzählt, das glaubt er. Und wenn er glaubt es verstanden zu haben, fällt er nieder und betet den Zeitgeist an.
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#16   DemonDeLuxe †   09:45:09 | Mittwoch, 18. Januar 2006
@Sozialkatholisch
Hm… sowas wie „wissenschaftsGLÄUBIG“ es gibt eigentlich nicht, da wissenschaftliche Methodik die Skepsis und konkrete Beweise beinhaltet. Aber wenn Sie damit meinen, dass ich fundierten, wissenschaftlichen Theorien eher Glauben schenke als Mythenerzählungen, haben Sie Recht.
„Fälschungen“ – ja, denken wir an diesen südkoreanischen Genforscher. Der Unterschied: Der ist mit Getöse aufgeflogen, und niemand versucht, auch jetzt noch seine „Erkenntnisse“ für wahr zu verkaufen. Vergleichen Sie das mit der kirchlichen Dogmatik. Wissenschaft heißt auch, dankbar für jede neue Erkenntnis und AUCH für Fehlerkorrekturen zu sein. Fehler sind etwas Großartiges, denn jeder erkannte Fehler bedeutet: Näher an der Wahrheit. Ist natürlich hart für eine Institution, die sich diesen Weg der Verbesserung selbst genommen hat. Das „wir verwerfen die falsche Lehre“ reservieren Sie ja für „Häretiker“. Die Wissenschaft an dagegen sich bricht sich, mangels Unfehlbarkeitsdogma, keinen Zacken aus der Krone, Fehler zu korrigieren. Das honoriere ich mit erhöhtem Vertrauen. Wer für sich Unfehlbarkeit reklamiert, ist nichts als ein Scharlatan.
Zum „Respekt“: Wie gehen Sie denn damit um, dass“Häretiker“ von ihrer Ansicht so felsenfest überzeugt sind wie Sie von Ihrer? Denn Sie haben ja nicht den kleinsten Anflug eines Beweises dafür, dass Sie richtiger liegen. Sie können doch auch nicht mehr als nur GLAUBEN, richtig(er) zu liegen. Der Beweis steht aus bis zum Jüngsten Tag.
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#15   Sozialkatholisch   08:58:53 | Mittwoch, 18. Januar 2006
@ DemonDeLuxe
Ich denke mal in der Annahme, das sie wissenschaftsgläubig sind, gehe ich richtig. Wenn ich sehe was für aberwitzige Wissenschaftstheorien heutzutage als Wahrheit verkauft werden, oder sich die wissenschaftliche Grundlage als Fälschung erweist, fällt ihr Vorwurf auch auf sie zurück.
Wenn man von den protestantischen Strömungen , die das Christentum durch Spaltung regelrecht atomisieren, mal absieht liegen die alten Kirchen Bibelexegetisch gar nicht soweit auseinander.
Ich bin ein Freund der Wahrheit und betrachte jeden Menschen, mehr oder weniger, als von Gott gewollt und geliebt und deshalb respektiere ich ihn. Aber die in meinen Augen falschen Religionen respektiere ich nicht.
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#14   DemonDeLuxe †   05:13:10 | Mittwoch, 18. Januar 2006
@Gatte der Evelin – Kennen SIe das „Nuhrsche Prinzip“?
Es besagt wörtlich:
„Wenn man keine Ahnung hat: Einfach ‘mal die Fresse halten“
Ein Copyright braucht nicht explizit angegeben zu sein, es dient lediglich als rechtlicher Hinweis, sonst gar nichts. Im Gegenteil ist bei Texten ohne Quellenangabe stets davon auszugehen, dass alle Rechte beim Autor liegen. Die Annahme, eine Quellenangabe sei hinreichend, um einem Copyright Genüge zu tun, ist schlicht „naiv“ zu nennen. Auch der Spruch mit der „mangelnden Namensnennung“ zeugt von Ihrer juristischen Ahnungslosigkeit: Die Verlinkung auf eine Seite mit einwandfreiem Impressum ist mehr als eindeutig. Moralisch hat catharina ohnehin Recht, denn es ist Usus, den Urheber eines Blogbeitrages beim Zitieren per „Trackback“ davon zu informieren – wenngleich man das üblicherweise nicht „vorher“ macht, sondern zeitgleich mit der Veröffentlichung des Zitats.
Machen Sie sich also erst’mal schlau, bevor Sie hier meinen, jovielae „moralische und juristische“ Urteile verteilen zu können.
@catharina
öIhre Verärgerung ist verständlich,aber nehmen Sie’s nicht so ernst; kreuz.net kommt zwar optisch mächtig „öffentlich“ daher, ist aber letztlich nur ein Blog wie Ihres auch, nur mit erweiterten Kommentarfunktionen („Leserzeitung). Ein CMS halt, wie es jeder 0815-Webby aufsetzen kann.
@sttn
kreuz.net wird in den USA gehostet und unterliegt damit nicht der deutschen Impressumspflicht (was wohl der GRUND für das Hosting in den Staaten sein dürfte…).
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#13   sttn   02:13:34 | Mittwoch, 18. Januar 2006
@gatte der Evelin
kreuz.net ist auch nicht gerade ein Vorbild für ein gutes Impressum. Hier geht man sogar so weit das man nur eine nicht greifbare Adresse auf einen anderen Kontinent angibt.
Klar, so handelt man sich wenig Ärger ein, aber andererseits ist es ausgesprochen Beschämend bzw. dubios…
Und sonst: Klar das das was der Kardinal sagt ein gefundenes Fressen ist. Aber er ist allemal näher an dem dran was Jesus gesagt hat als diejenigen die hier mal wieder alles besser wissen.
Für die das mir nicht glauben wollen empfehle ich mal im NT nachzulesen. Was dort Jesus so gesagt hat ist recht interessant.
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#12   Evelin   23:22:07 | Dienstag, 17. Januar 2006
@ catharina – und worauf stützt sich Ihr Begehren?
Wenn ich es richtig gesehen habe, haben Sie nicht einmal ein copyright auf Ihrem Blog drauf (übrigens auch kein Impressum)! Damit zeigen Sie, dass der Inhalt frei verwendbar ist. kreuz.net hat auch die Quelle angegeben, damit liegt wohl auch keine Urheberrechtsverletzung vor.
Bei den genannten Daten („ungarische Journalistin“) handelt es sich mangels Namensnennung um keine personenbezogenen, weil kein Bezug zu einer Person hergestellt werden kann. Damit scheiden auch datenschutzrechtliche Überlegungen aus.
Und was den angeblichen „kirchenpolitischen Mißbrauch“ betrifft, so hat kreuz.net die Inhalte kommentarlos gebracht. Von einem Mißbrauch kann keine Rede sein. Dass die Äusserungen des Cardinals kirchenpolitisch relevant, weil teilweise häretisch, sind, läßt sich allerdings nicht bestreiten.
Überhaupt: Was paßt Ihnen nicht?
Ihr Begehren ist juristisch und moralisch unbegründet, ansonsten nicht nachvollziehbar.
Der Gatte der Evelin
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#11   catharina   22:48:48 | Dienstag, 17. Januar 2006
Die Autorin des Weblogs an kreuz.net
Betreff: www.kreuz.net/article.2552.html
Sehr geehrte kreuz.net-Redaktion!
Ich musste feststellen, dass Sie im obigen Artikel von kreuz.net meinen Blog-Eintrag über ein Treffen Kardinal Schönborns mit der Gemeinschaft vom Lamm ausführlich zitiert und als Hauptquelle Ihres Berichts verwendet haben, ohne mich darüber im Voraus zu informieren. Dabei geben Sie auch meine Berufbezeichnung an – etwas, was nur durch das regelmäßige und ausführliche Lesen des Weblogs bekannt sein dürfte, da es nirgendwo in den öffentlichen Daten steht.
Bei dem Weblogeintrag handelte es sich jedoch um einen Bericht in privater, nicht in beruflicher Funktion. Schon gar nicht war intendiert, dass dieser in einem öffentlichen Onlinedienst ohne mein Wissen weiterverwendet und für irgendwelche (kirchen)politischen Zwecke ausgeschlachtet wird.
Deshalb möchte ich Sie ausdrücklich bitten, den entsprechenden Inhalt von Ihrer Seite zu entfernen.
Als Nachsatz möchte ich noch festhalten, dass ich hier [im Mail] zwar meinen vollen Namen angebe, ich Ihnen jedoch hiermit untersage, diesen in irgendeiner Form zu veröffentlichen – ob im Zusammenhang mit dem genannten Artikel oder anderweitig.
Mit freundlichen Grüßen,
[ich]
(Autorin des Blogs „Lumen de Lumine“)
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#10   Gotthard   21:53:59 | Dienstag, 17. Januar 2006
Skandal????????
Die Heilsnotwendigkeit der Wasser-Taufe für den Wissenden, der zu ihrem Empfang die Möglichkeit hat, ist aus dem Wort der Hl. Schrift klar (vgl. Thomas v. A., S.Th. 3 q.68 a.2). Er hat die Pflicht, die zum Empfang der Taufe notwendigen Schritte zu unternehmen u. damit nicht lang zu zögern.
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#9   Irenäus   21:45:24 | Dienstag, 17. Januar 2006
historisches…
Dieser Quatsch von Messen für ungetaufte Kinder wird genauso viel Bestand haben wie die mittelalterlichen missae pro defunctis.
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#8   Evelin   21:38:17 | Dienstag, 17. Januar 2006
Episkopus Haereticus
Zitat Cardinal Schönborn: Denn wenn Jesus sage „laßt die Kinder zu mir kommen“, dann beziehe sich das auch darauf, daß er „die Kinder zu sich kommen läßt, die ungetauft gestorben sind“.
Damit leugnet der Cardinal das Dogma der Heilsnotwendigkeit der Taufe ebenso wie das Dogma, dass es außerhalb der Kirche kein Heil gäbe. Skandllös!
Der Gatte der Evelin
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#7   Hans Metzeler   19:37:09 | Dienstag, 17. Januar 2006
Zum Stichwort „Teufel“
Interessant scheint mir in diesem Zusammenhang zu sein, was am 15. Nov. 1972 in einer Aufsehen erregenden Ansprache Papst Paul VI. sagte:
„…Das Böse ist nicht mehr nur ein Mangel, sondern es ist eine wirkende Macht, ein lebendiges geistiges Wesen, verderbt und verderbend, eine schreckliche Realität, geheimnisvoll und beängstigend. Wer die Existenz dieser Realität bestreitet, stellt sich ausserhalb der biblischen und kirchlichen Lehre, … oder auch, wer es für eine Pseudowirklichkeit erklärt, es für eine erfundene, phantastische Personifikation der unbekannten Ursachen unseres Unheils hält…“ (zitiert nachdem Exorzisten der Stadt Rom: Don Gabriele Amorth. Neue Berichte eines Exorzisten, Stein a. Rhein, 2000 (2. Auflage), S. 67f) – Die kursive Zitation habe ich von Don Amorth so übernommen.
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#6   Sigrid   19:03:29 | Dienstag, 17. Januar 2006
@kubiska
1. gibt es weder eine gesunde noch eine ungesunde Paranoia
2.steht es Ihnen nicht zu über meinen Geisteszustand zu urteilen
3.hat das mit Sympathie garnix zu tun
4.ist es Ihnen unbenommen, an die Existenz des Teufels zu glauben oder nicht.
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#5   kubiska   18:30:21 | Dienstag, 17. Januar 2006
@Sigrid:
Wenn Sie meinen, sich so leicht von Ihren tollen Hirngespinsten beeinflussen lassen zu müssen, möchte ich Sie nicht weiter davon abhalten. Lassen Sie Ihre ungesunde Paranoia aber nicht an Schönborn aus, der trotz seiner Verbohrtheiten, die er manchmal an den Tag legen mag (man denke nur an die Diskussionen über Evolution, die ganz und gar überflüssig von ihm angezettelt wurden), immer noch durchaus einer der sympathischeren hohen Geistlichen ist, die ich kenne.
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#4   Sigrid   18:09:36 | Dienstag, 17. Januar 2006
Teufel
Zum Thema Teufel möchte ich dem H.H. Kardinal die Lektüre „Von Wemding nach Klingenberg“ und „Anneliese Michel und ihre Dämonen“ dringend empfehlen. Ob er dann immer noch meint den Teufel nicht fürchten zu müssen?
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#3   Benedikt78   17:45:52 | Dienstag, 17. Januar 2006
Komisch…
Darauf hätten die Beamten gefragt, ob es den Teufel gebe. Ja, den Teufel gebe es – habe der Kardinal geantwortet, aber man müsse ihn nicht fürchten, weil Christus ihn besiegt habe.
Der grösste Triumpf des Teufels ist, dass man nicht mehr an seine Existenz glaubt. Was nicht existiert, vor dem muss man sich nicht fürchten.
Ich finde einen nicht kleinen – aber extrem wichtigen – Teil der Aussagen gar nicht gut!
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#2   Brandenburgis   13:44:42 | Dienstag, 17. Januar 2006
Limbus
Was ist gegen die Lehre vom „limbus“ einzuwenden? Sie ist kirchlich, sachlich und traditionsgemäß. C. Schön“born“ kann sie definitiv nicht außer Kraft setzen, vielleicht versteht er sie auch gar nicht.
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#1   Konrad   12:37:44 | Dienstag, 17. Januar 2006
Endlich
mal ein positiver Beitrag! Bravo, macht weiter so. Das ist wunderbar, was und wie sich der Wiener „besondere Pfarrer“ äussert. Und den Quatsch mit dem Limbus sollte bald der dümmste kreuz.net-Tradi begriffen haben! Konrad hofft, dass ihr auch „g’scheiter“ werdet!
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