Radikale EU-Experten haben kürzlich den Versuch unternommen, ihre extremistischen Ansichten als Menschenrechte zu präsentieren.
(kreuz.net, Brüssel) In der EU scheinen radikale Strömungen immer mehr die Oberhand zu gewinnen. Das
berichtete Anfang Januar der ‘Friday Fax’, der vom ‘Katholischen Familien- und Menschenrechtsinstitut’
publiziert wird.
Das ‘Familien- und Menschenrechtsinstitut’ arbeitet auf der Ebene der Bewußtseinsbildung
bei der UNO und anderen politischen Institutionen.
Grund zur Sorge ist eine 40seitige Studie, die von
der Europäischen Kommission bei den ‘Unabhängigen Experten für Grundrechte’ in Auftrag gegeben wurde.
Die ‘Unabhängigen Experten’ sind ein offizielles Beratungsgremium der EU-Kommission.
Die Studie wurde
in Auftrag gegeben, um ein vorgeschlagenes Konkordat zwischen dem Vatikan und der Slowakei zu beurteilen,
in dem es vor allem um das Recht geht, die Kinderabtreibung abzulehnen.
Doch der umstrittene Bericht
beschränkt sich nicht auf diese Frage.
Er versucht darüber hinaus, auch die Beihilfe zum Selbstmord,
die Homo-Ehe und den Zugang zur Empfängnisverhütung als „Menschenrechte“ hinzustellen, die den EU-Bürgern
angeblich zu garantieren sind.
In jedem Land, in dem die Beihilfe zum Selbstmord oder das Homo-Konkubinat
legal sind, sei es nicht genug, diese Dinge zu erlauben. Die Regierungen müßten auch dafür sorgen,
daß die Bürger einen leichten Zugang dazu hätten.
Das Recht auf eine Verweigerung solcher Praktiken
aus religiösen Gründe dürfe nicht dazu führen, daß Leute um ihre „Rechte“ auf ein Homo-Konkubinat
oder einen Selbstmord gebracht würden.
Ähnlich argumentiert die Studie auch in Sachen Homo-Konkubinat.
Die Behörden seien dafür verantwortlich, Beamte einzustellen, die bereit seien, Konkubinate von Homosexuellen
oder von geschlechtsoperierten Kastraten zu registrieren.
Ebenso seien Apotheker verpflichtet, unmoralische
Präparate anzubieten, die ihren Gewissen widersprechen. Als Beispiel führt die Studie chemische Kindergifte
an, die dazu dienen, Schwangerschaften vorzeitig abzubrechen.
In Gegenden, wo eine Mutter die gewünschten
Kindergifte sonst nicht erwerben könne, müsse ein Apotheker vom Staat gezwungen werden, die fragwürdigen
Präparate anzubieten.
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28 Lesermeinungen
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‘Von wem läßt sich die Europäische Union beraten?’ ‘Von wem läßt sich die Europäische Union beraten?’
Läßt sich die EU etwa beraten? Tun die das nicht selbst?
@Benedikt Wer beim Spiegel im Stil der „Jungen Freiheit“ oä schreibt, der fliegt dort ja wohl auch raus
oder? Oder ein BMW-Manager, der zum Kauf von Mercedes rät?Natürlich fliegen die raus – u.a. weil sie
nicht den vom Arbeitgeber gewünschten Arbeitserfolg zeigen werden. Wenn eine BMW-Sekretärin aber einen
VW Käfer fährt, wäre das kein Kündigungsgrund. Warum dann bei einer Sekretärin der Kirche – solange
sie nicht öffentlich Stellung gegen ihren Arbeitgeber bezieht? Bezüglich des Grundgesetzes – wie man
das rechtlich korrekt ableitet, ist für mich zweitrangig Deswegen schrieb ich „indirekt“!
@ miroguh Nee, gutheißen müssen Sie das nicht. Aber Mühe geben, es zu verstehen sollten Sie schon.
1. Streikverbote betreffen ziemlich viele Berufsgruppen 2. Wer für die Kirche arbeitet, der muss sich
an deren Moralkodex halten. Wer beim Spiegel im Stil der „Jungen Freiheit“ oä schreibt, der fliegt dort
ja wohl auch raus oder? Oder ein BMW-Manager, der zum Kauf von Mercedes rät? Warum sollte sich die Kirche
nicht auch so eine Regelung geben dürfen? Wieso darf jeder so etwas ganz selbstverständlich haben, nur
die Kirche wird scheel angesehen? Jeder weiß doch, was auf ihn zukommt! Kein Mensch ist gezwungen, eine
Arbeitsstelle bei der Kirche anzunehmen. Jeder, der irgendwo eine Arbeit annimmt, muss sich gewisse Beschränkungen
auferlegen. Jemand, der im kirchlichen Dienst ist und 6mal wiederverheiratet ist, ist einfach unglaubwürdig.
3. Sie können nicht gegenüber einer Privatperson ein Recht aus dem GG ableiten. Das funktioniert einfach
nicht, weil der Dritte nicht direkt gebunden ist.
@Benedikt Das Grundgesetz ist aber, wie der Name sagt, die Grundlage. Und daraus leitet sich z.B. das
Arbeitsrecht ab. Ob nun direkt oder indirekt – das Grundgesetz gilt für alle Personen. Wie sieht es mit
Arbeitsverträgen zwischen Kirche und, sagen wir mal, einer Sekretärin aus? Die Beschränkung, die die
Kirche ihren Priestern auferlegt, interessieren mich hier nicht. Das können die natürlich halten, wie
sie wollen. Aber die Sekretärin darf nicht streiken und auch nicht nach einer Scheidung wieder heiraten,
wenn sie ihren Arbeitsplatz nicht gefährden will. Und ich weiß, Gerichte haben dieses Verhalten als
rechtens bestätigt. Aber gut heißen muß ich es nicht.
@ miroguh Sie haben meine Spitze nicht verstanden. Die Grundrechte des GG binden nur den Staat. Die Grundrechte
berechtigen Sie, verpflichten Sie aber nicht direkt. Nur weil im GG von Gleichberechtigung die Rede ist,
müssen Sie sich nicht daran halten. Das ergibt sich dann aus arbeitsrechtlichen Vorschriften, die der
Staat wegen dem Grundrecht zu schaffen verpflichtet ist. Sorum wird ein Schuh draus. Es wird, nehme ich
an, ein Arbeitsvertrag abgeschlossen. Also ist die Kirche, rechtlich gesehen, ein ganz normaler Arbeitgeber.
Nein, es wird kein Arbeitsvertrag zwischen Priester und Kirche geschlossen. Darüber hatte ich erst unlängst
ein Gespräch mit einem Priester. Die Beschränkungen des Priesteramtes ergeben sich direkt aus der Religion,
welche wiederum grundgesetzlich geschützt ist. Sie können hier keine Grundrechte gegeneinander ausspielen.
@Benedikt Donnerwetter, das muss ein toller Arbeitgeber sein, er hält sich sogar an Gesetze (Grundgesetz),
an die er sich gar nicht halten muss und die für ihn gar keine Gültigkeit haben. Vorbildlich! Jep, genau,
im Gegensatz zur Kirche. Aber wenn man, wie die Kirche, in einem Staat angesiedelt ist, von dem man auch
noch kräftig finanziell unterstützt wird, dann hat man sich, IMO, auch an das dort herrschende Recht
zu halten. Tja, leider ist die Kirche auch kein Arbeitgeber wie jeder andere, sondern ein religiöses
Bekenntnis und da gibt es gewisse Regeln, die bindend sind. Es wird, nehme ich an, ein Arbeitsvertrag
abgeschlossen. Also ist die Kirche, rechtlich gesehen, ein ganz normaler Arbeitgeber.
@ miraguh mein Arbeitgeber hält sich, im Gegensatz zur katholischen Kirche, an das gültige Arbeitsrecht
und Grundgesetz in Deutschland. Donnerwetter, das muss ein toller Arbeitgeber sein, er hält sich sogar
an Gesetze (Grundgesetz), an die er sich gar nicht halten muss und die für ihn gar keine Gültigkeit
haben. Vorbildlich! Tja, leider ist die Kirche auch kein Arbeitgeber wie jeder andere, sondern ein religiöses
Bekenntnis und da gibt es gewisse Regeln, die bindend sind. Das Problem einiger, die von der Kirche Reformen
verlangen ist wohl, dass sie nicht in der Lage sind, diese Differenzierung in ihre Überlegungen einzubeziehen.
Und so wundern sie sich noch in hundert Jahren über die merkwürdigen Sturköpfe im Vatikan. Wohl bekomm’s.
Übrigens gibt es in Deutschland Politikerinnen, die Ihnen jetzt ins Gesicht lachen würden. Frauen werden
in normalen Wirtschaftsberufen sehr wohl benachteiligt und oft auch schlechter bezahlt.
@Benedikt Ich habe hier keinen Vergleich angestellt. Warum sollte ich meinen Arbeitsplatz kündigen –
ich habe das Problem mit Demokratie bzw. Nichtdemokratie ja nicht aufgebracht. BTW, mein Arbeitgeber hält
sich, im Gegensatz zur katholischen Kirche, an das gültige Arbeitsrecht und Grundgesetz in Deutschland.
Verfluchte EU der Menschenverachtende Totalitarismus der EU wird höchstens noch von der FIFA getoppt.
@miroguh,rosalinde es ist wohl leichter das atom zu spalten
@ miroguh Raus aus der EU, weil diese undemokratisch ist? Die katholische Kirche ist auch undemokratisch…
Sie vergleichen ein Staatengebilde, dass auf jeden der 350 Mio Einwohner unerbittlich einwirkt mit einer
Kirche? Ja kündigen Sie mal Ihren Arbeitsplatz, ich bin mir ganz sicher, dass an diesem auch keine Demokratie
herrscht. Au weia. –---- @ andere: EU-Demokratie Die EU ist natürlich nur ganz schwach demokratisch legitimiert,
dass wird jeder Rechtsprofessor bestätigen. Den meisten Einfluss haben dort die nicht gewählten Ministerräte
usw. Die Abgeordneten des EU-Parlaments sind ebenfalls mangelhaft legitmiert. Von den ganzen anderen Absurditäten
der EG/EU mal ganz zu schweigen. Dieser Club hat eine Reform bitter nötig.
Verschiedenes @Rosalinde: Schön, hier auch eine weltoffene und optimistische Meinung lesen zu dürfen!
@zwobbel: „Die EU ist gegen die Interessen der Völker.“ –> eine Behauptung, die zu belegen wäre. Ich
behaupte, sie ist nicht richtig. Immerhin hat uns die EU die längste Friedenszeit zwischen den EU-Mitgliedern
überhaupt beschert. „Sie ist auch ohne die Zustimmung der Menschen entstanden und noch mehr zu dem geworden.“
–> Die EU wurde aufgebaut durch demokratisch gewählte Regierungen, also durch das Volk (wenn man mal
von Spanien zur Franco-Zeit absieht…) @Stimme aus dem Tradiland: „Demokratie, die den Geheimbünden
volle Aktionsmöglichkeiten läßt“ –> von welchen Geheimbünden sprichst Du? „Entweder fließt das Blut
des unblutigen Meßopfers Christi – als Opfer für den dreifaltigen Gott – oder es fließt das Blut der
Menschen – als Opfer für die Daemonen. Die Entscheidung bleibt niemandem erspart!“ –> Die katholische
Kirche hatte in ihrer Geschichte kein Problem damit, beides fließen zu lassen. @kali: Wo haben sie Dich
den losgelassen?
#18 Rosalinde 15:37:24 | Mittwoch, 18. Januar 2006
Raus aus der EU?? Und dann? Die Autarkie der Völker ist ein nationalistisches Hirngespinst, selbst AH
kam nicht ohne „Lebensraum im Osten“ aus- der in einem Hingemetzel der „Slawen“ und deren totale Beraubung
und Ausbeutung mündete. Bis der Krieg glücklicherweise beendet war. Angesichts dieser Geschichte und
der hier mal wieder geposteten „Meinungen“ bin ich recht glücklich darüber, daß die entsprechenden
EU – Referenden in Deutschland von gewählten Demokraten abgestimmt wurden und dieses Land inzwischen
nur noch von EU-Mitgliedern umgeben ist. Und -ätsch- daß Posen und Pommern zu Polen und das Sudetenland
zur Tschechien gehört.
War ungünstig Was ich mit „undemokratisch“ meinte, war nicht das ich dort „Demokratie“ fordere, denn
die ist bei den Sozis im Bad Godesberger Programm und bei Marx im Kommunstischen Manifest als Voraussetzung
für den Aufbau ihrer Utopie genannt. In dem Sinn dieser Leute ist die EU allerdings „demokratisch“. Ich
dachte hier an den eigentlichen positiven Wortsinn. Die EU ist gegen die Interessen der Völker. Sie ist
auch ohne die Zustimmung der Menschen entstanden und noch mehr zu dem geworden. Und soll auch noch eine
unsägliche Verfassung kommen, die die wenigsten wollen.
@ Mogul oder so ähnlich Zwobbel meint: Raus aus der EU, weil sie antichristlich ist! Demokratie, die
den Geheimbünden volle Aktionsmöglichkeiten läßt und dem Irrtum das gleiche Recht zugesteht wie der
Wahrheit, ist vor allem eines: Ein großer Massenmord; wie anhand der Abtreibung, Frühabtreibung und
Euthanasie festzustellen. Entweder fließt das Blut des unblutigen Meßopfers Christi – als Opfer für
den dreifaltigen Gott – oder es fließt das Blut der Menschen – als Opfer für die Daemonen. Die Entscheidung
bleibt niemandem erspart!
Fädenzieher der EU Die EU ist kein christliches Gebilde. Über die Montanunion und EWG wurde die EU auch
nicht von den Völkern gemacht. Ihr Hauptzweck ist nicht die Schaffung einer starken (Konkurrenz zur USA)
Völkergemeinschaft, sondern die Wirtschaftskraft Deutschlands abzuschöpfen und dieses niederzuhalten.
www.staatsbriefe.de/start.htm (Wesen und Verwesen der BRD) Die Fädenzieher hinter den Politkasper und
Volksverdiener sind die gleichen Feinde des Deutschen Reiches wie vor über einhundert Jahren. Der Krieg
der hier gegen unser Volk geführt wird, findet nicht mehr mit Gewehren statt, sondern wird heute auf
vornehme Art betrieben. Man hat die Bevölkerung (heute Verbraucher) zum Egoismus und Sexismus erzogen,
so daß sie vor lauter Spaß- und Vergnügungssucht ihre eigenen Nachkommen selber ausrottet. Die obersten
Fadenzieher sind Satanisten und ihr Chef ist der den sie Anbeten.
#13 DemonDeLuxe † 09:28:56 | Mittwoch, 18. Januar 2006
@Thomas A. Höck – Dankeschön :O) Ja, ist mir bekannt. Ich denke auch nicht, dass Sie davon ausgehen,
dass ich untenstehenden Beweis ernst meine (geht ja gar nicht, da ich die zugrundeliegenden Axiome nicht
anerkenne). Insofern: Ich stimme Ihnen vollkommen zu! Allerdings kommt die Idee, in die Abtreibungsdebatte
einzuflechten, dass man ja die armen Kinder um die himmlische Glückseligkeit bringen würde, nicht von
mir… ich habe das ja selbst erst vor kurzem hier in den Kommentaren gelesen, als Beitrag eines unserer
Ultrakatholiken hier. Herzlichen Dank also dafür, dass Sie mir behilflich dabei waren, den vollkommen
Aberwitz dieses pseudokatholischen „Nutzkalküls“, wie Sie es völlig zu Recht nennen, herauszuarbeiten
und es als Argument ad absurdum zu führen. Die Diskussion um Abtreibung ist schon diffizil genug, da
braucht man nicht noch derlei Hirnverknotungen obendrein.
#11 Beobachterin 09:02:59 | Mittwoch, 18. Januar 2006
steigende Kriminalität Zwobbel, ich schließe mich an. Auch die Kriminalität ufert aus dank der gefallenen
Grenzen in der EU. Aber die EU-Ideologen lassen weder eine freie Meinung noch ein freies Denken gelten
noch gar lassen sie Vernunft walten.
Raus aus der EU! 17. Januar 2006 22:03 Beobachterin: Linker Wind in der EU Man weiß doch spätestens
seit der Causa Buttiglione, woher der Wind in der EU weht. Abhilfe wäre nur möglich, wenn in die Nationalstaaten
mehr konservative Regierungen hineingewählt würden, aber damit ist derzeit nicht zu rechnen. Der einzige
Weg ist: Raus aus der EU! Dieses Gebilde ist undemokratisch und schadet uns sowohl materiell als auch
ideell. Die EU ist de facto antichristlich. Sie fördert sowohl den Kapitalismus (siehe z.B. Hafenarbeiter)
als auch den Sozialismus (siehe z.B. milliardenschwerer Bürokratiewasserkopf für egalisierenden Kollektivismus)
und führt daher zur marxistischen „EINE WELT“. Weg damit. Austreten.
#9 DemonDeLuxe † 01:06:52 | Mittwoch, 18. Januar 2006
Der Beweis, warum liebende Eltern laut Katholizismus abtreiben müssen Es seien A1-5 Axiome bzw. Dogmen
der katholischen Kirche: A1: Abgetriebene Embryonen kommen in den Limbus, einen Ort „natürlicher Glückseligkeit“.
A2: Limbus als „glückselig“ ist ein Ort, der als weniger positiv als der Himmel, aber positiver als die
Erde und erst recht der Hölle zu bewerten ist. A3: Die Hölle ist im selben Maße negativ wie das Himmelreich
positiv ist. A4: Gott schenkt Menschen den freien Willen. Wenn das Kind geboren werden würde, hat es
die freie Wahl zwischen einem katholischen und einem nichtkatholischen Lebenswandel. Gehen wir im Rahmen
dieses Bweises weiterhin davon aus, dass (A5) die jeweiligen Eltern ihr Kind lieben. Der Beweis: Aufgrund
A4 stehen jedem Menschen die Wege sowohl zur Verdammung als auch zur Erlösung frei. Statistisch ist die
überwiegende Anzahl der Menschen nicht einmal nominell, geschweige denn praktizierend, katholisch. Die
Chancen auf finale Verdammung sind höher als auf Erlösung. Selbst bei einer angenommenen Equivalenz
kommen wir auf eine typische Glückseligkeitserwartung von 0, da sich die Werte von Himmel und Hölle
gegenseitig aufheben (A3). Eine Geburt lässt also alles offen, mit einer statististischen Glückseligkeitserwartung
von +-0. Die Abtreibung hingegen garantiert einen positiven Glückseligkeitswert (A1, A2). Konsequenz:
Wer das maximale Glück seines Kindes sicherstellen will (A5), treibt es ab… Dumme Sache, das. Die alten
Päpste wussten wohl, warum sie Limbus als weniger attraktiv darstellen (mussten).
#8 methusalix † 01:02:23 | Mittwoch, 18. Januar 2006
Konkordat und Europäische Union Sehen Sie es doch einfach so: jede Organisation hat Regeln, die diejenigen
einzuhalten haben, die Mitglied werden oder bleiben wollen. Die EU hat die Regel aufgestellt, dass der
freie und unbehinderte Zugang zu ALLEN Medikamenten jedem EU Bürger möglich sein muss (auch wenn das
dem Papst nicht passt). Wenn das nicht gewährleistet wird, wird eben so lange Druck ausgeübt bis die
Forderung der EU-Regeln erfüllt ist. Das sollte einem guten Katholiken doch nichts neues oder unbekanntes
sein. Wer die Transsubstantiation nicht akzeptiert ist eben nicht katholisch. Wer den Lehren Luthers anhängt
und die Beschlüsse des Tridentinums ablehnt ist aussen vor. Wo ist das Problem? Die Slowakei will in
die EU? OK, dann hat sie die EU-Regeln zu akzeptieren und im Land durchzusetzen.
Schön wär’s also, daß die Linke in der EU das Sagen hat aus dem Kampf für menschliche Selbstbestimmung
herzuleiten ist doch eher gewagt. Die neoliberale Politik ist Grund für die prekären Arbeitsplätze
und die wird von der EU eher gefördert als eine linke Sozialpolitik. Worum geht es im Neoliberalismus:
um die unsichtbare Hand des Marktes (Adam Smith). Was hilft dagegen? 100 Gebete oder doch eher eine fundierte
Kapitalismuskritik (Karl Marx)- also die Grundannahme konsequent zuende denken, daß der Mensch seine
politischen und wirtschaftlichen Verhältnisse selbst in der Hand hat? Die Verbindung von Glauben und
wachem Hinsehen kann durchaus fruchtbare Züge annehmen. Dann erscheint auch das Abtreibungsproblem nicht
als Ausgeburt des Bösen, sondern als menschliches Problem, daß zu lösen einfach andere Verhältnisse
erfordert. Ach so, Marx für Anfänger: das kommunistische Manifest hat wenig mit politischer Ökonomie
zu tun also bitte nicht mit den „Grundrissen“ verwechseln. Und noch was: alle Wissenschaft, auch die von
Marx, ist nicht unabhängig von ihrem historischen Entstehungskontext zu lesen. Aber das kennt man ja
von der Bibel.
@Beobachterin: und wenn es so weitergeht mit den Entwicklungen in der wunderschönen neuen Arbeitswelt
mit ihren prekären Arbeitsverhältnissen und der Armutsentwicklung, werden die Kommunisten noch mehr
solche Erfolge feiern wie in Graz bzw der Steiermark – jedenfalls haben die diversen „traditionalistischen“,
superchristlichen Parteien keine Armutsbekämpfung anzubieten (was auch nicht verwunderlich ist, die Armutsgefährdung
in den lichten Höhen traditionalistischer Kreise dürfte als eher gering einzuschätzen sein).
#5 Beobachterin 22:03:39 | Dienstag, 17. Januar 2006
Linker Wind in der EU Man weiß doch spätestens seit der Causa Buttiglione, woher der Wind in der EU
weht. Abhilfe wäre nur möglich, wenn in die Nationalstaaten mehr konservative Regierungen hineingewählt
würden, aber damit ist derzeit nicht zu rechnen.
Fehlgeleitet Wenn man sich selbstkritisch betrachtet sollten die allermeisten Menschen irgendwelche Fehlgeleiteten
Entschlüsse oder spontane Entscheidungen an sich selber finden. Respektlosigkeiten sind fast nie angebracht
und wie der Psalmist betete: Herr stell einen Wächter vor meinen Mund, sollten viele (wahrscheinlich
alle) beten: Herr stell einen Wächter vor meine Fingerspitzen.
Wer „Fehlgeleitet“ ist – das liegt im Auge des Betrachters… … und ist auch zeitlichen Änderungen
unterworfen. Natürlich sollte _jedem_ Respekt entgegengebracht werden. Respektlosigkeit Einzelner kann
aber nicht als Entschuldigung dienen, selbst respektlose Äußerungen zu verbreiten.
Stimmt Die Liebe in den Herzen der Menschen erkaltet immer mehr und jedem Mensch sei er auch noch so fehlgeleitet
sollte noch Respeckt entgegengebracht werden. Auf der anderen Seite, wie wird denn mit Katholiken umgegangen?
Anstand und Respeckt vermisse ich dort wenigstens genausoviel.
Wo ist hier der Respekt vor anderen Menschen? Wer, wie in diesem Artikel, Worte wie „geschlechtsoperierte
Kastraten“ verwendet, hat in meinen Augen keinen Respekt gegenüber anderen Menschen. Sollten nicht gerade
Christen jedem Menschen Liebe und Respekt entgegenbringen? Ich finde die Wortwahl in diesem Artikel einfach
nur traurig.