Die Gemeinsame Erklärung darf kein „toter“ Buchstabe bleiben
Kardinal Kasper predigte in den Vereinigten Staaten in der lutheranischen St.-Lukas-Kirche.
(kreuz.net/LWB, Genf) Die Gemeinsame Erklärung zur Rechtfertigungslehre „darf kein Stück Papier und
kein ‘toter’ Buchstabe bleiben“, betonte der Präsident des Päpstlichen Rates zur Förderung der Einheit
der Christen, Walter Kardinal Kasper, Anfang Oktober in einer Rede vor der Bischofskonferenz der Evangelisch-Lutherischen
Kirche in Amerika.
Dieses für Lutheraner und Katholiken wichtige Dokument, das 1999 von Vertretern der
römisch-katholischen Kirche und des Lutherischen Weltbundes (LWB) in Augsburg (Deutschland) unterzeichnet
wurde, müsse verbreitet, „mit Leben erfüllt und im Leib der Kirche Wirklichkeit werden“, so Kardinal
Kasper.
Der Kurienkardinal, der die „Bischofskonferenz der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Amerika“
anläßlich des fünften Jahrestags der Unterzeichnung der „Gemeinsamen Erklärung“ besuchte, wies darauf
hin, daß in diesem Jahr auch der 40. Jahrestag des Zweiten Vatikanischen Konzils begangen werde, das
von Papst Johannes XXIII. einberufen worden war.
Das Zweite Vatikanum markierte die fundamentale Hinwendung
zur heutigen modernen katholischen Kirche und zum Schwerpunkt Ökumene.
Kardinal Kasper predigte im Rahmen
seines Besuchs in einem feierlichen Abendgottesdienst in der lutherischen St.-Lukas-Kirche in Park Ridge
(Chicago, Illinois/USA), an dem auch die Mitglieder der protestantischen Bischofskonferenz, die Stellvertretenden
Präsidenten der Synode und die Präsidenten der Seminare teilnahmen.
Die protestantische Bischofskonferenz
ist ein beratendes Gremium der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Amerika, dem 65 Synodalbischöfe sowie
der leitende Bischof angehören.
Die Evangelisch-Lutherischen Kirche in Amerika zählt rund fünf Millionen
Mitglieder und gehört seit 1988 zum Lutherischen Weltbund.
Ihr leitender Bischof Mark S. Hanson wurde
im Juli 2003 von den Delegierten der Zehnten Vollversammlung des Lutherischen Weltbundes im kanadischen
Winnipeg zum Präsidenten gewählt.
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4 Lesermeinungen
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Do gibts des Hallo und grüß Gott! Sowas gibt’s im kritischen kreuz.net-Discussionsforum. Ein kirchlicher
Würdensträger hat selbstverständlich Recht auf die Grundannahme, er sei katholisch. Leugnet er expressis
verbis, auch nur ein einziges Dogma – und dies ist bei Kasper leider mehrfach der Fall –, ist er ein Häretiker.
Kein Cardinal kann mir den katholischen Glauben wegnehmen, nicht einmal ein Papst hätte das Recht dazu.
#3 Elisabeth 10:29:06 | Dienstag, 7. Dezember 2004
Seit wann gibt es denn das Hallo und Grüß Gott! Wo gibt es den das, das Laien katholiken erklären,
ein Cardinal sei nicht Katholisch ?Muss schon sagen, bin ich doch verstört, ob solcher Worte! Bei aller
Freimütigkeit und offener Worte, die ich mir auch erlaube, also solches köme mir nicht in den Sinn!
*sehr erstaunt und verdutzt progressiv-katholisch-kritisch-papsttreu * Gruß, Elisabeth
Cardinal werden kann jeder Auch ich danke der Eminenz für ihre deutlichen Worte, auch für die neuvaticanische
Deutung der apostolischen Succession à la Walter Kasper. Hat der sel. Johannes XXIII. damals humorvoll
gemeint, „Papst kann jeder werden, der beste Beweis bin ich“, so ist Kaspar der Beweis, daß jeder Cardinal
werden kann, auch Nicht-Katholiken. Denn katholisch ist Walter Kasper nicht. Er leugnet ausdrücklich
katholische Dogmen. Ein Vorzeigefreimaurer par excellence.
Pelagius meint: Man sollte dem Cardinal für seine immer sehr deutlichen Worte danken. Wie ein verläßlicher
Steuermann zeigt er uns, in welche Richtung die weitere Reise gehen soll. So brauchen wir uns gar nicht
auf besondere Überraschungen gefaßt machen. Was er sagt und tut, bildet einen erkennbaren Zusammenhang.
Er wird die Ökumene am Leben erhalten, solange er dazu ermächtigt ist. Da müßte schon eine sehr gewichtige
Stimme dreinreden, eine starke Hand eingreifen, das Steuerruder zu wenden. Aber eine solche Stimme, eine
solche Hand ist nicht zu bemerken. So danken wir also für die klaren Auskünfte. Merci, Eminenz!