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Mittwoch, 18. Januar 2006 09:34
Hinter schwedische Gardinen
Der im deutschen Sprachraum vor allem für seine verbalen Grobianismen bekannte Sedisvakantistenpater Rolf Hermann Lingen wird für einige Zeit gesiebte Luft atmen.
Sedisvakantistenpater Rolf Hermann Lingen
Sedisvakantistenpater Rolf Hermann Lingen
(kreuz.net, Dorsten) Rolf Hermann Lingen, der sich selber als „römisch-katholischer Priester“ bezeichnet, muß für zehn Tage ins Gefängnis. Das berichtete Lingen gestern in einer Aussendung.

Seit Jahren profiliert sich Lingen vor allem mit rabiaten Wortmeldungen und emotionsgeladenen Beschimpfungen, die er in verschiedenen Internetpublikationen veröffentlicht.

Lingen ist ein Vertreter des sogenannten Sedisvakantismus. Dieser geht davon aus, daß der Stuhl Petri gegenwärtig vakant – das heißt: unbesetzt – sei und die Päpste seit dem Konzil ihr Amt ungültig ausübten.

Der genaue Grund für die Ansetzung der Haftstrafe ist aus der unklaren und eher gefühls- als inhaltsbetonten Ankündigung nicht einwandfrei ersichtlich.

Nach eigenen Angaben muß Lingen ins Gefängnis, weil er darauf hingewiesen habe, „daß mir früher die Domain katholisch.de gehörte“.

Es sei bekannt, daß man „in Deutschland eingekerkert wird, wenn man die Wahrheit sagt“, erklärt Lingen weiter, ohne die offizielle juristische Begründung zu Wort kommen zu lassen.

Offenbar geht es um eine Streitfrage im Zusammenhang mit der Internet-Domain ‘katholisch.de’, die früher im Besitz Lingens war und die ihm nach einem Rechtsstreit von der Deutschen Bischofskonferenz entrissen wurde.

Die Aufforderung zum Haftantritt traf gestern Dienstag bei Lingen ein. Er muß sich innerhalb der nächsten vier Wochen in der Justizvollzugsanstalt Gelsenkirchen einfinden.

Bei der Maßnahme handelt es sich offenbar um ein Ordnungsgeld, das wegen Nichtbezahlung in eine Haftstrafe umgewandelt wurde.

Es werde hier – so Lingen – der Umstand ausgenützt, daß er von der Katholischen Kirche bankrott gepfändet sei und somit das Ordnungsgeld, selbst wenn er wollte, nicht bezahlen könne.

Lingen sieht die Zukunft eher pessimistisch: Es sei nicht zu erwarten, daß er in Zukunft noch viel an „Aufklärungsarbeit“ leisten könne.

Darum bittet er die Leser seiner Online-Publikationen – „Kirche zum Mitreden“ – sicherheitshalber seine gesamte Homepage zu speichern, da eine komplette Sperrung wahrscheinlich sei.
65 Lesermeinungen:
Dienstag, 5. August 2008 03:40
Manuel Böhm: Rolf Hermann Lingen ist kein gültig geweihter Priester
Leider musste ich immer wieder feststellen, dass ein gewisser „Pater“ Rolf Hermann Lingen, der Gründer einer Sekte namens „Kirche zum Mitreden“ kzm, prhl, gegen die römisch katholische Kirche, die Priesterbruderschaft St. Pius X. und gegen Pater Andreas Endl und die Herz-Jesu Franziskaner kämpft. Lingens Verleumdungstaktiken sind hinlänglich bekannt. Lingen veröffentlicht seine Verleumdungen im Internet unter dem Pseudonym „Berichte“-„Fakten“ und Erzählungen Dritter, sodass der harmlose Eindruck entsteht, er würde nur „Fakten“ veröffentlichen. Unter diesem Deckmantel agiert Lingen mit Vorliebe unter der fälschlichen Bezeichnung „römisch-katholischer Priester“ und verleumdet permanent integre Priester und all jene, die nicht seiner Auffassung sind. Es ist verständlich, dass Rolf Hermann Lingen sich bereits öfters vor deutschen Gerichten verantworten musste.
Interessante Informationen zu Rolf Hermann Lingen und seiner Sekte „kzm“ finden Sie auf:

http://andreasendl.info/mybb/showthread.php?tid=8

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Dienstag, 1. August 2006 13:04
Pater Lingen: Endgültig „rechtskräftiges“ „Urteil“ („Amtsgericht“ Hannover):
„Rolf Hermann Lingen (…) ist Pater der katholischen Kirche“
http://www.kirchenlehre.com/heise_02.htm
Dienstag, 7. Februar 2006 00:47
Martin Redl: Rolf Hermann Lingen ist kein katholischer Priester
Samstag, 21. Januar 2006 15:52
Benedikt: @ Demon
Wobei das „dabei sein“ keinerlei Aussage darüber macht,was tatsächlich geschah oder was sie GLAUBTEN, dass es geschah.

Unwahrscheinlich ist es jedenfalls, dass „überhaupt nichts“ da war. Irgendeinen Grund dafür, dass 12 ungebildete Fischer usw. in die Welt hinaus zogen und sich für ihre Überzeugungen grillen ließen muss es geben. Natürlich müssen Sie das tapfer und hartnäckig leugnen, das ist mir schon klar.

Außerdem weichen Sie mir beständig aus: Warum sollte DIESE Legende wahr sein – und alle anderen aus anderen Religionen FALSCH?

Eine Menschwerdung Gottes ist mir aus anderen Religionen jetzt unbekannt. Das Einzigartige am Christentum ist seine kosmische UND historische Natur. Andere Religionen können damit nicht dienen. Schlussendlich kann ich es nicht beweisen, aber das Christentum ist mir überzeugender, als alle anderen Religionen. UNd deshalb halte ich es für wahr und versuche Andersdenkende zu überzeugen. Sie können mir nicht verbieten, etwas für wahr zu halten. Und ich kann nichts für wahr halten und gleichzeitig einräumen: Es könnte aber auch falsch sein, wie Sie es gerne hätten. Ein solches Vorgehen wäre absolut unlogisch.

Weil vielen Menschen Ihre Überlieferung als Sage gilt?

Das spielt doch keine Rolle. Viele Menschen halten Schulmedizin für Scharlatanerie. Kein Grund, sie nicht trotzdem überzeugen zu wollen. Haben Sie noch nie zu jemandem gesagt: „Hier irren Sie sich“?
Samstag, 21. Januar 2006 14:55
DemonDeLuxe †: @Benedikt
„Das sind aber keine Augenzeugen.“

Benedikt, wenn sich Menschen für etwas, das sie nie anders erfahren haben denn durch Überlieferungen töten lassen, dann doch wohl erst recht für etwas, bei dem sie dabei waren. Wobei das „dabei sein“ keinerlei Aussage darüber macht,was tatsächlich geschah oder was sie GLAUBTEN, dass es geschah.

Außerdem weichen Sie mir beständig aus: Warum sollte DIESE Legende wahr sein – und alle anderen aus anderen Religionen FALSCH? Was bringt Sie dazu, diese Wundergeschichten als Wahrheit anzunehmen,die anderen aber als Aberglauben abzutun? Sie kennen nur Berichte von Behauptungen aus einer Zeit, in der „Wunder“ bzw. der Glauben an solche zum täglichen Leben gehörten.

„und wer sich wegen der angeblichen Wahrheit von Sagen geopfert hat, dass müssten Sie mir dann noch mal erzählen“

72 Jungfrauen – klingelt da was bei Ihnen? Aber man könnte Beispiele aus nahezu allen Kulten der Welt finden, unter anderem diverse „Ketzer“, die von Ihrer Kirche zu Märtyrern gemacht wurden… wegen Sagen (oder „Irrlehren“ in Ihrer Lesart). Wie würden Sie denn z.B. die Überzeugungen der Kainiten nennen?

„Die Augenzeugen haben nicht nur geglaubt, sondern sie haben es gesehen, das unterscheidet sie vom Selbstmordattentäter.“

Haben sie? Wer war denn bei der Auferstehung dabei?

„Wer nicht glaubt ist ja nahc der Überlieferung verloren, also warum sollte ich einen verloren gehen lassen?“

Weil vielen Menschen Ihre Überlieferung als Sage gilt?
Samstag, 21. Januar 2006 13:37
Benedikt: @ Demon
Ihre Argumentation ist hilflos:

„Wer noch 30 Jahre danach…“

Wie verträgt sich das mit der Beobachtung der muslimischen Selbstmordattentäter? Die haben 1400 Jahre hinter sich


Das sind aber keine Augenzeugen. Es haben sich Zeugen der Geschehnisse noch 30 Jahre später geopfert. Dass sie Augenzeugen waren schließt aus, dass sie für irgendeinen Wahn in den Tod gingen, dass es 30 Jahre nach dem Tod des Stifters geschah schließt aus, dass sie es unter direktem Einfluss getan haben, wie es bei den Gehirnwäschen der Sonnentemplersekte der Fall war.

Lesen Sie sich alte Sagen und Sie sehen, was Leute früher alles für ein „Wunder“ zu halten bereit waren…

Das waren keine Augenzeugen und wer sich wegen der angeblichen Wahrheit von Sagen geopfert hat, dass müssten Sie mir dann noch mal erzählen. Die Augenzeugen haben nicht nur geglaubt, sondern sie haben es gesehen, das unterscheidet sie vom Selbstmordattentäter.

WOHER leiten Sie die Überlegenheit ab

? Es gibt etwas, was ich für wahr halte, und davon möchte ich andere überzeugen. Wie absurd wäre es, dies nicht zu tun? Wer nicht glaubt ist ja nahc der Überlieferung verloren, also warum sollte ich einen verloren gehen lassen?
Samstag, 21. Januar 2006 08:51
Le Trot: @Demöneken
WOHER leiten Sie die Überlegenheit ab (und damit auch die Berechtigung zur moralischen Belehrung)?

Selbstverständlich von der von Ihnen so geliebten Evolutionstheorie – haha, welches Ihr ganzes lauteres Absichtentheater nur umso lächerlicher erscheinen lässt, da sich diese lauteren Absichten auch schon bei einigen Diktatoren des vergangenen Jahrhunderts wiederfinden lassen, die die gleichen lauteren Absichten für sich in ihrer Zeit in Anspruch genommen haben.
Samstag, 21. Januar 2006 02:30
DemonDeLuxe †: @Benedikt
Die Muslims und so ziemlich alle anderen Religionen berufen sich doch AUCH auf irgendwelche Propheten, Wundertäter, Göttersöhne etc. und natürlich auf jene, die all das Sagengafte „bezeugen“ können. Die HEUTIGEN Muslime sind genausowenig Augenzeugen wie Sie. Aber die Zeitgenossen Mohammeds waren es bzw. behaupteten es.

„ich wüßte auch von niemanden…“

Dann haben Sie sich SEHR wenig bei anderen Religionen umgesehen. Herrschaftzeiten, Leute gehen für allen MÖGLICHEN Quatsch in den Tod, sogar für „Führer“. Das sollte Ihnen hinsichtlich der Belegkraft solcher „Märtyrertode“ doch nun wahrlich zu denken geben. Es gibt gar nicht wenige, die meinen, nur durch einen zünftigen Tod ihrem Leben (vermeintlich) einen sonst für sie nicht erkennbaren Sinn zu geben. Die Geschichte ist voll von Leuten, die im Wahn sich und andere ins Verderben stürzten.

„Wer noch 30 Jahre danach…“

Wie verträgt sich das mit der Beobachtung der muslimischen Selbstmordattentäter? Die haben 1400 Jahre hinter sich und waren nicht einmal dabei. Von einem nachlassenden Fanatismus kann da wohl nicht die Rede sein? Was „bezeugen“ die? Außer rhetorischem Geschick ihrer Mullahs?

„Ein Augenzeuge weiß um die Wahrheit…“

Lesen Sie sich alte Sagen und Sie sehen, was Leute früher alles für ein „Wunder“ zu halten bereit waren…
IHR Wort steht gegen das von X Andersgläubigen, von NICHTgläubigen gar nicht zu reden. WOHER leiten Sie die Überlegenheit ab (und damit auch die Berechtigung zur moralischen Belehrung)?
Samstag, 21. Januar 2006 01:26
Le Trot: @Demöneken
Aber hören Sie: Glauben Sie dran, wenn Sie denn wollen. Mir geht’s nicht besser, wenn Sie zweifeln, ich habe keinerlei missionarischen Eifer.

Mir würde es genügen, wenn Sie einsähen, dass IHR Glaube KEINERLEI Basis oder Berechtigung dafür bietet, ANDEREN (Nichtgläubigen) die Vorschriften IHRER Gottheit aufzuoktroyieren. Akezeptieren Sie das – und alle können in Frieden nach ihrer Facon glücklich werden.

Selbstentlarvender missionarischer Eifer in Fettdruck.

So fängt der Dämon dealend immer an, „mir würde es genügen“, und „,wenn du das akzeptierst lasse ich dich in Ruhe und erzähle überall was du für ein braver Katholik bist!“

Der leicht durchschaubare Versuch den Missionsbefehl Christi ausser Kraft zu setzen, den der Dämon mit seiner hinterhältigen Forderung jedoch bestätigt, da er den Befehl für äusserst schädlich hält. Besteht doch die Möglichkeit, dass sich eine Seele bekehren könnte.
Samstag, 21. Januar 2006 01:13
Benedikt: @ Demon
Hehe, Sie sind doch auch nicht dumm, fällt Ihnen nichts auf? Die Leute im nahen Osten sind keine Augenzeugen, und ich wüßte auch von niemanden, der 30 Jahre nach dem Tod seines „Gurus“ noch für dessen Scharlatanerie in den Tod geht. Das tun üblicher höchstens solche, die unter unmittelbarem Einfluss stehen (Sonnentempler usw.). Wer noch 30 Jahre danach ein Martyrium auf sich nimmt, der muss schon einen ganz besonderen Beweggrund haben. Ein Augenzeuge weiß um die Wahrheit der Wunder oder müsste Lug und Trug erkannt haben. Im letzteren Fall wäre er wohl kaum bereit, sehenden Auges in den Tod zu gehen. Erst recht nicht, nachdem die Ereignisse bereits 30 Jahre vergangen sind.
Samstag, 21. Januar 2006 01:04
DemonDeLuxe †: @Benedikt
Sie sind doch kein dummer Mann. Da muss es Ihnen doch selbst auffallen, wie unlogisch Ihr „Argument“ ist. Schauen Sie auf den Mittleren Osten, da haben wir alle Nase lang Leute, die „für Allah sterben“… erkennen SIE DAS als Beweis der Richtigkeit des Islam an? X-hunderttausend Menschen sind für irgendeine Gottgestalt in unterschiedlichster Form gestorben – ‘mal freiwillig, ‘mal „im Namen von (irgendeine Sagenfigur hier einsetzen)“ dahingeschlachtet.

Sie müssen sich jetzt entscheiden: Gilt das Argument – ja oder nein? Denn WENN, dann gilt es für ALLE, und sei es der letzte Trottel, der sich für irgendeinen Guru in die Flammen stürzt. Dann ziehe ich mich zurück und überlasse Sie dem Spaß, mit all den anderen alleinigen Wahrheitsbesitzern um die Wette zu feilschen. Ich fürchte nur, dass die Ihre Dogmen ähnlich ignorieren werden wie ich. Das heißt, ich bin eigentlich ganz froh drum ;O)

Aber hören Sie: Glauben Sie dran, wenn Sie denn wollen. Mir geht’s nicht besser, wenn Sie zweifeln, ich habe keinerlei missionarischen Eifer. Mir würde es genügen, wenn Sie einsähen, dass IHR Glaube KEINERLEI Basis oder Berechtigung dafür bietet, ANDEREN (Nichtgläubigen) die Vorschriften IHRER Gottheit aufzuoktroyieren. Akezeptieren Sie das – und alle können in Frieden nach ihrer Facon glücklich werden.

Deal?
Samstag, 21. Januar 2006 00:49
Le Trot: @Demöneken
Meine Absichten sind jedenfalls lauterer als die von jemandem, der im Angesicht anderslautender Quellen …

Ihre Absichten sind so leicht zu durchschauen. Sie verstehen nicht, dass sich Ihr Vater bekehrt hat und nun versuchen Sie hier verzweifelt Ihrem Restgewissen, dass Ihnen noch keine Ruhe lässt, den Todesstoss zu versetzen, indem Sie alles verneinen.

Sie erinnern mich an einen Idioten bei der Armee, der sagte, dass er nur dann glauben würde, wenn GOTT vor ihm in einer Colaflasche materialisieren würde.

Orientieren Sie sich an Ihrem Vater, der in meinen Augen für Sie ein Vorbild sein sollte und sich nicht auf der Grundlage von Märchen bekehrt hat.

Sie dummer, alberner Kasper.
Samstag, 21. Januar 2006 00:25
Benedikt: @ Demon
Na klar, und das sich die Augenzeugen der Heilsgeschichte für ihren Glauben geopfert haben beweist natürlich auch nichts. Es ist schließlich extrem lustig, verkehrt herum am Kreuz zu hängen oder von irgendeinem Tier zerfleischt zu werden. Das haben die Leute zum Spaß gemacht. Mit dem, was sie gesehen haben hat das natürlich nichts zu tun, klar.

Wer Ohren hat zu hören, der höre…
Freitag, 20. Januar 2006 23:48
DemonDeLuxe †: @Athanasius
Es wäre schön, wenn Sie ‘mal seriös zu argumentieren anfingen, statt Nebelkerzen zu zünden.

„Suetonius, Plinius und Tacitus nennen die „Sekte“…“

Was beweisen Sie damit? Dass es auch damals schon Leute gab, die demselben Glauben – wahr oder falsch – angehörten wie Sie heute. Was beweisen Sie im Hinblick auf Jesus? NICHTS. Mit dieser „Logik“ kann man alles und nichts „beweisen“; damit könnte heutzutage sogar ein Kainit seine Weltanschauung „belegen“. Oder ein Jünger der Kali.

„Sie haben offensichtlich böse Absichten…“

Meine Absichten sind jedenfalls lauterer als die von jemandem, der im Angesicht anderslautender Quellen die Unwahrheit sagt und wider besseren Wissens Dinge extrahiert, die nicht darin stehen.

„Es gibt Evangelienhandschriften aus dem Jahre 44 n.Chr.“

Und das haben SIE, entgegen der Expertise der Fachleute, persönlich datiert, nehme ich an.

„Flavius Josephus hat auch in seiner Historia mindestens den Namen Jesu erwähnt“

Ach, Sie haben nachgelesen? „Mindestens“? Ja, WAS denn nun? Wo er doch als DER wichtigste Kronzeuge gehandelt wurde, über 1000 Jahre lang…! So viel Fälschungsaufwand bei einem, der nicht einmal Zeitgenosse und nichtsdestotrotz über 1000 Jahre lang der „Primärbeweis“ des historischen Jesus war. Sie würden kein Flugzeug besteigen, das auf derart windschiefer Basis konstruiert wurde. Aber eine KIRCHE soll darauf stehen?

„Vielleicht behaupten Sie auch, dass Karl V. nie gelebt hat?“

Sparen Sie sich das Schattenboxen.
Freitag, 20. Januar 2006 23:15
Athanasius: @DemonDeLuxe
Sie haben offensichtlich böse Absichten, denn Sie nehmen die historischen Beweise nicht zu Herzen. Es gibt Evangelienhandschriften aus dem Jahre 44 n.Chr. (Fragmente aus Alexandrien) des Marcus-Evangeliums.

Suetonius, Plinius und Tacitus nennen die „Sekte“ bei den Namen der Mitglieder „Christianos“ vel „Christiani“. Darin ist das griechische Wort „Christos“ enthalten, was klar auf den Messias der Juden, den Gesalbten, hindeutet.

Wenn Sie solche Beweise für wenigstens die Existenz nicht hinnehmen, sind Sie unobjektiv, ja willentlich ignorant. Flavius Josephus hat auch in seiner Historia mindestens den Namen Jesu erwähnt, möge das Bericht seiner Auferstehung auch erst in Handschriften kurz vor 300 n.Chr. aufgetaucht sein (interpellatio).

Ich sehe schon, daß Tatsachen nicht Ihre Spezialität sind.

Glaube an die Auferstehung usw. ist ja auch eine Gnade, ohne zu sehen, aber die Zeugnisse sind da. Wenigstens die Existenz Jesu müssen Sie – wenn Sie irgendwie au sérieux genommen werden wollen – anerkennen. Wenn nicht, dann bleibt Ihnen das akademische sowie das kirchliche ‘Aus’. Leider. Vielleicht behaupten Sie auch, dass Karl V. nie gelebt hat?
Freitag, 20. Januar 2006 16:35
DemonDeLuxe †: @Athanasius
„Alle Evangelien existieren noch heute auf Handschriften des 1. Jahrhunderts.“

Ach so? Soweit ich das sehe, werden die Evangelien auf zwischen 70 und 150 n. Chr. datiert. Die Existenz einer judenchristlichen Sekte beweist Jesu Göttlichkeit exakt so sehr wie Hare-Krishna-Anhänger die Göttlichlichkeit Krishnas oder irgeneiner beliebigen Gottgestalt, die Sie in irgendwelchen Mythen finden und die jeweils ihre Anhänger hatte. ALS OB die pure Existenz von Gläubigen eine Aussage machen würde über die Wahrhaftigkeit des Geglaubten, ich bitte Sie!

„Matthäus, Marcus, Johannes und Lucas waren alle Zeitgenossen Jesu, sogar direkte „Angehörige“. Die Hanschriften existieren noch!“

Es war wohl KEINER davon ein Zeitgenosse. Die Papyrologen sprechen anders als Sie.

WO nennt Sueton Jesus? Genau wie Plinius benennt er lediglich die SEKTE (und beklagt sie als ABERGLAUBEN!). DAS nennen Sie einen Beleg für die historische PERSON? Das ist grotesk!
Wenig hat mehr zu meiner Skepsis beigetragen als genau diese Euphemismen, wo Kleriker ihr Wunschdenken in Texte hineinprojizierten, die das Gewünschte schlicht nicht hergaben. WELCHER SERIÖSE MENSCH, WELCHE RELIGION HAT DERLEI SCHWINDEL NÖTIG?

@Le Trot

Irgendwann lernen Sie das mit der Logik noch – in Ihrem „also“ allerdings ist keine.
Freitag, 20. Januar 2006 13:49
Le Trot: @Demönekens Märchenstunde
Dass er der „Christus“ war, bestreite ich allerdings, und glaube nicht ein einziges Wort über sein angeblich wundertätiges Walten.

Das dürfen Sie auch.

Ich weiss sogar, dass Ihnen die Variante in der Jesus nur Scheintod war weitaus besser gefällt, der Scheintote von seinen Jüngern entführt wurde, dann nach Indien auswanderte und dort mit Maria Magdalena ein wenig der Fleischeslust frönte. Soll es sogar Bücher drüber geben, die sich gut verkauft haben.

Und wie war das noch mit den Fliegen, je mehr sich auf einem Haufen niederlassen, desto eher wird es wohl stimmen ))

Ja, ja, solche Varianten mag das Demöneken. Weltlich erklärbar, nix mit Übernatur, schlicht und einfach =
vögli, vögli und dann die nächste Generation, obwohl er auch die noch nicht einmal uneingeschränkt leben lässt.

Interessant ist allerdings an Ihrem Satz, dass Sie bestreiten, dass ER der Christus war. Dann warten Sie also noch auf den richtigen CHRISTUS. Der kommt auch bald und Christen werden ihn als den Antichristen erkennen über den der Konvertit Robert Hugh Benson so ausgezeichnet geschrieben hat.

Das ist dann der, den Hochwürden Pater Lingen schon überall zu sehen meint. Leider ist er da seiner Zeit etwas voraus und begeht einen beleidigenden Vorwurf nach dem anderen an die falsche Adresse. Naja, der hochwürdigste Pater wird auch noch dahinterkommen, was es heisst sich zu irren.
Freitag, 20. Januar 2006 13:21
Athanasius: @DemonDeLuxe
seiner angeblichen Bedeutung erstaunlich mager, nicht? Und nicht EINES von einem Zeitgenossen
Das glauben Sie doch selber nit, oder? Alle Evangelien existieren noch heute auf Handschriften des 1. Jahrhunderts. Die Existenz der Christen um 45 n. Chr. und 67 n. Chr. in den Römischen Provinzen Bythiniens beweisen dies noch einmal.

Die Evangelien des 1. Jh. beinhalten schon die Wichtigkeit und Bedeutung der Botschaft Jesu.

Matthäus, Marcus, Johannes und Lucas waren alle Zeitgenossen Jesu, sogar direkte „Angehörige“. Die Hanschriften existieren noch!

Ich glaube Sie haben hier für sichselbst ein „Glaube“ herumgebastelt, nämlich der Nicht-Glaube an historisch-kritisch bewiesenen Handschriften. Nicht nur archetypoi sondern die Originalen sind bekannt und existieren.

Das Zeugnis des Flavius Josephus ist längst nicht das einzige. Oder unterstellen Sie etwa Suetonius auch „böse pro-christliche Absichten“, als er in der Mitte des 1. Jh. klagte über die „quam superstitionem pravam et immodicam“ oder etwa dem Plinius der über die Christen in Bythinien um 60. n.Chr. klage „superstitionis novae ac maleficae“, weil die Christen „Leib und Blut ihres Stifters“ aßen und Incestuöse wären, weil sie einander „Bruder und Schwester“ nannten.

Bitte, „Demon“, kehre mal wieder mit den Füssen auf die Erde und die Historiographischen Kriterien zurück anstatt – sehr modiös – diese Tatsachen zu bestreiten. Glaube ist etwas anderes, aber Geschichte ist Factum.
Freitag, 20. Januar 2006 11:52
DemonDeLuxe †: @Athanasius
„Sie möchten doch bitte nicht behaupten […]“

Dann erzählen Sie doch ‘mal, welcher Zeitgenosse von Jesus zu berichten weiß, da wäre ich dann aber gespannt.

„Es ist mindestens ein Factum, dass Jesus-Christus gelebt hat (etwa Flavius Josephus usw.) im Lande Palästinä.“

Ach ja, der gute, alte Josephus, von dem sich inzwischen die gesamte Geschichtswissenschaft einig ist, dass er das „Testimonium Flavium“ nie so geschrieben hat, wie es die Kirche seit 1700 Jahren gerne hätte… immer der erste,der bei diesem Thema aus dem Hut gezogen wird…
Nun, dabei würde ich Jesu Existenz als Person nicht einmal bestreiten (können) – es ist immer etwas haarig, von einem Menschen zu behaupten, dass er NICHT existiert hat (und es ist nachgerade unmöglich, es zu beweisen, egal, bei wem). Allerdings sind die Zeugnisse von Jesus angesichts seiner angeblichen Bedeutung erstaunlich mager, nicht? Und nicht EINES von einem Zeitgenossen… was die Kirche seit Jahrtausenden arg schmerzt und sie zueweilen zu ein paar hübschen Fälschungen (ENtschuldigung: „Verbesserungen“!) verleitet hat.

Dass er der „Christus“ war, bestreite ich allerdings, und glaube nicht ein einziges Wort über sein angeblich wundertätiges Walten. Was ist das für ein Gott, dem spätere Schreiberlinge sogar gefälschte Stammbäume andichten müssen, um irgendwie seine Davidsabkunft zu „beweisen“, die angesichts der angeblichen Vaterschaft des „Heiligen Geistes“ ein Ding der Unmöglichkeit ist?
Freitag, 20. Januar 2006 11:05
Le Trot: @Demöneken
(zumal meine Eltern wenig davon erbaut waren – der Vater ist erst vor 18 Jehren re-konvertiert zum Katholizismus),

Ist es Ihnen möglich in wenigen Worten den Grund der Rekonversion Ihres Vaters zu nennen?

Welches Erlebnis hat ihn dazu bewegt?
Donnerstag, 19. Januar 2006 22:56
Athanasius: Historisch…
Ich möchte mich nicht gerne auf dieselbe Ebene purer Spekulation begeben wie die meisten Gläubigen (und das tun Atheisten, nur spiegelverkehrt).
Sie möchten doch bitte nicht behaupten die Botschaften der Evangelien seien historischer Unsinn, denn sie sind die einzigen Schriften übernatürlichen Inhalts, von dem auch in sekulären Handschriften aus jener Zeit berichtet wird.

Es ist mindestens ein Factum, dass Jesus-Christus gelebt hat (etwa Flavius Josephus usw.) im Lande Palästinä. Das sind historische Tatsachen. Sonst könnten Sie auch anzweifeln es habe jemals einen Ludwig XIV. gegeben.

Aber weiter will ich es vorerst nicht führen.
–---
Pater Lingens Aussagen und Subjektivismus ist in der Tat sehr Schade, und schädet aktiv seine eigenen Theorien, wegen den Beschimpfungen. Er ist aber gültig geweihter Priester, der täglich die katholische Hl. Messe liest.
Donnerstag, 19. Januar 2006 22:17
DemonDeLuxe †: @Evelins Gatte
@ DDL: Haben Sie irgendwann einmal ein religiöses Bekenntnis gehabt?

Taufscheinprotestant. „Geglaubt“ habe ich die Bibelgeschichten nie, das lag für mich immer auf derselben Linie wie die „Germanischen Götter- und Heldensagen“ oder Gustav Schwabs „Sagen des klassischen Altertums“. Wie das so ist, scheut man angesichts der gesellschaftlichen Stimmung den tatsächlichen Austritt dann doch eine Weile (zumal meine Eltern wenig davon erbaut waren – der Vater ist erst vor 18 Jehren re-konvertiert zum Katholizismus), so dass ich das Kapitel „Kirchenzugehörigkeit“ erst mit 30 per Austritt abgeschlossen habe.

Wie sehen Sie sich selbst jetzt?

Hatte ich nicht mehrfach erwähnt, dass ich mich zu den Agnostiker zähle? Zwar bin ich persönlich der Meinung, dass es keinerlei Gottwesen gibt, aber das Bewusstsein, das auf ewig genausowenig beweisen zu können wie Sie das Gegenteil, hält mich vom Atheismus ab. Ich möchte mich nicht gerne auf dieselbe Ebene purer Spekulation begeben wie die meisten Gläubigen (und das tun Atheisten, nur spiegelverkehrt).
Donnerstag, 19. Januar 2006 21:37
Evelin: Sammelsurium
@ DDL: Haben Sie irgendwann einmal ein religiöses Bekenntnis gehabt? Wie sehen Sie sich selbst jetzt?

@ Le Trot: „Spammersepp“ kann aber auch wirklich lästig sein. Ich habe dies – unter anderem Namen – auch auf diesem Forum feststellen müssen. Moraltheologisch ist „Spammersepp“ ziemlich gut drauf, leider bedingungslos pro V2, NOM, Papst (auch wo er nicht Recht hat), Bischof (detto).

In verschiedenen Dingen ist auch P. Lingen Recht zu geben. Sein Sammelsurium „KzM“ ist leider sehr unübersichtlich und absolut subjektiv. Eigentlich eher ein „Blog“. Leider hat er meine Fragen nicht beantwortet und will dies offenbar auch nicht.

Der Gatte der Evelin
Donnerstag, 19. Januar 2006 20:45
Le Trot: @ – an meinen Erzfeind dat Demöneken!
Es mag Sie erstaunen, aber gelegentlich unterhalte ich mich gerne auch mit katholischen Geistlichen, namentlich mit solchen, die sich nicht auf das von Ihnen bevorzugte Gossenniveau herablassen.

Jo, ich bin völlig platt.

Aber Sie hätten sich mir gegenüber wirklich nicht so lang erklären brauchen.

Ihr Le Trot, der aber immer ein offenes Öhrchen für das Demöneken hat, wenn es sich erleichtern möchte.
Donnerstag, 19. Januar 2006 19:59
Es mag Sie erstaunen, aber gelegentlich unterhalte ich mich gerne auch mit katholischen Geistlichen, namentlich mit solchen, die sich nicht auf das von Ihnen bevorzugte Gossenniveau herablassen. Ein Gespräch mit einem gebildeten Geistlichen ist – ungeachtet der Differenzen in der Auffassung – allemal ein Gewinn, und ich erinnere mich noch heute gerne an die Stunden des Gesprächs mit dem Abt eines Klosters in den Niederlanden. Sie sollten es vielleicht auch einmal versuchen, statt hier immer Ihren unqualifizierten Verbalmüll abzukippen?

Übrigens, so tröstlich mir der Gedanke wäre, nicht derselben Art zuzugehören wie Sie, so falsch ist er doch leider. Damit liegen Sie genauso daneben wie mit der unbegründeten Bezeichnung „Lügner“, und das Wörtchen „Feind“ mag allenfalls einseitig sein, denn diesen Titel müssten umgekehrt Sie sich erst verdienen, den lasse ich nicht jedem Waldschart zukommen, der sich benimmt wie eine offene Hose. Ihnen dient Ihr vorgeblicher Katholizismus doch lediglich als eingebildeter Freifahrtschein zur Herabwürdigung Andersdenkender; Sie könnten genausogut Nazi oder Kommunist sein, irgendwas halt, wo Sie Ihren Gruppentrieb mit Verbalinjurien ausleben zu können glauben. Das Etikett spielt bei Leuten Ihre Schlages gar keine Rolle.
Donnerstag, 19. Januar 2006 19:39
Le Trot: @ … aha, jetzt gehts auch gegen mich !
heisse auch ich die Beschimpfungen durch P. Lingen nicht gut. Die Bezeichnung von Benedikt XVI. mit dem Wort „Satansdiener“ ist von Emotion und nicht – direkt – von Tatsachen unterstützt.

Solche Emotionen hat Lingen nun aber nicht erst seit gestern, wenn ich da mal an die öffentliche Verhöhnung eines Geistlichen denke, den er fortwährend als „Spammersepp“ tituliert.

Die kurze Aufwallung von Emotionen könnte ich ihm ja noch nachsehen, aber nachdem er den Eintrag auf seiner Homepage so öffentlich stehen lässt, ist er bei mir unten durch, was ihn aber auch nicht stören wird, da ihm nichts darin liegt ob Satanslemminge bei ihm unten durch sind oder nicht.

Wie Sie, Le Trot, hier vorgehen ab und zu lässt auch zum Nachdenken übrig, dafür müssen Sie nur den unteren Teil Ihres unterstehenden Beitrags lesen.

Auch ich bedarf der immerwährenden Läuterung und Ermahnung. Dafür danke ich Ihnen und gelobe ein wenig Besserung.
Donnerstag, 19. Januar 2006 19:18
Athanasius: Natürlich
heisse auch ich die Beschimpfungen durch P. Lingen nicht gut. Die Bezeichnung von Benedikt XVI. mit dem Wort „Satansdiener“ ist von Emotion und nicht – direkt – von Tatsachen unterstützt.

Wie Sie, Le Trot, hier vorgehen ab und zu lässt auch zum Nachdenken übrig, dafür müssen Sie nur den unteren Teil Ihres unterstehenden Beitrags lesen.

Da kommt mir den Balken ins Gedächtnis.
Donnerstag, 19. Januar 2006 19:01
Le Trot: @Wut ?
Natürlich verstehe ich, dass Lingens eigenes Vokabular Wut – mit Recht – hervorruft, und oft beleidigend ist ohne Grund.

Na, den Grund dafür den Hochwürdigsten Papst Benedikt XVI. eines Satansdiener zu nennnen, wird er wohl kennen und sich reiflich überlegt haben.

Das ruft bei mir keine Wut hervor. Wer die, wie von mir zitierten Stellen auf seiner Homepage stehen lässt, ist nicht ganz richtig in der Birne und macht sich zur Lachnummer.

Wahrscheinlich zählt Lingen nachts die Zahl der Antichristen, die bisher den Stuhl Petri okkupiert hatten, anstatt Schäfchen, wenn er nicht einschlafen kann.

Lingens „Satansdiener“ hat vor kurzem kleine Kinder getauft. Das sind jetzt alles Satansbraten .

Und da ich nur ein Lemming des Satansdieners Benedikt XVI. bin, ist und bleibt Lingen bis zum Widerruf nur der nicht richtig tickende LINGEN.

So, genug für heute zum Thema gutes Ge“Lingen“

@ an meinen Feind!

Sogar für einen Agnostiker wie mich gehört es zu den Grundregeln der Höflichkeit, einen Priester mit „Hochwürden“ anzusprechen.

Wenn Sie mal einen sehen, Sie alter artfremder Lügner. Sie dürften nur die Art „Lingen“ so ansprechen, da nur diese Art für sich in Anspruch nimmt dieser Ansprache würdig zu sein.

Sollten Sie bisher einen Geistlichen der in Treue zum gültigen Lehramt seinen Dienst versieht so angesprochen haben, sind Sie auch nicht mehr als ein Lemming des Satansdieners Bendikt XVI. Das wird Ihnen Lingen bestätigen.
Donnerstag, 19. Januar 2006 18:58
Athanasius: @„DemonDeLuxe“
Darin haben Sie völlig recht, deswegen plädierte ich auch dafür. Es ist unzivilisiert mit Absicht Geistliche – egal welcher Konfession – zu beleidigen mit „Herr“. Ein modernistischer Professor der Uni-Theol. würde man doch auch mit Professor ansprechen müssen, anstatt mit „Herr“ oder „der Kerl“, wie manche sich streitende Gruppen in den vielen Religionen es tun.

Pater Rolf-Hermann Lingen ist demnach anzusprechen als Hochwürder Herr R.H. Lingen und da sowohl er als sein Weihevater dem ganzen römisch-katholischen Glaubensgut anhängen, als römisch-katholischer Priester anzusprechen, auch wenn man es mit dem Sedisvakantismus (lediglich eine Theorie-gruppe) nicht einverstanden sein mag.
Donnerstag, 19. Januar 2006 18:30
DemonDeLuxe †: Sogar für einen Agnostiker
…wie mich gehört es zu den Grundregeln der Höflichkeit, einen Priester mit „Hochwürden“ anzusprechen.

Das nur ‘mal so als Anmerkung für gewisse Berufsflegel hier.
Donnerstag, 19. Januar 2006 18:11
Athanasius: @ Le Trot, @ottaviani
Natürlich verstehe ich, dass Lingens eigenes Vokabular Wut – mit Recht – hervorruft, und oft beleidigend ist ohne Grund. Das ist ein Factum und schädet seiner Person und allgemein dem sogenannten „Sedisvakantismus“ sehr. P. Lingen trägt in sich die Haltung des „follow me or die“ die so epidemisch ist unter sowohl neokonservativen, konservativen, traditionalistischen und sedisvakantistischen Priestern.

Aber die Gültigkeit seiner Priesterweihe steht ausser Frage. Sein Weihevater, Mgr. Georg Schmitz, ist ein sogenannter „Altrömischkatholischer“ Bischof, der in der von Rom immer wieder sakramental anerkannten Sukzession der Utrechter Union geweiht wurde. Er bekehrte sich aber in den siebziger Jahren zur Römisch-katholischen Kirche und zwar im „traditionalistischen“ Bereich, der damals noch nicht so heftig im Konflikt mit Rom stand wie etwa 1988 der Fall war. Die Gültigkeit wurde sowohl vom Apostolischen Stuhl 1926, 1942 und 1957 bestätigt, und Kleriker der Utrechter Union und davon abgespaltenen „Subkirchen“ wurden anerkannt ohne Weihe sub conditione. Von der Diözese Freiburg i.B., vom Vatikan und etwa von „einem“ Erzbischof Lefebvre wurde dies 1975 (ca.) nochmal bestätigt. Man kann diese Weihe in gutem Glauben nicht anzweifeln, obwohl ich Sie keineswegs zu „Hw H Lingen“ führen möchte. Bitte halten Sie es bei sauberer sacramentologia anstatt bei Ihren eigenen „Ansichten“. „Ansichten“ haben keinen Platz im Bereich der Sakramentologie.
Donnerstag, 19. Januar 2006 12:40
ottaviani: herr lingen
Nun ob herr lingen gültig geweihter priester ist das ist eine der vielen fragen um seine persohn ich seh das nicht als klar erwiesen
Donnerstag, 19. Januar 2006 12:19
Le Trot: @gGut …
… wenn Sie gegenüber seiner Hochwürden Pater Lingen die gleiche Empörung zum Ausdruck bringen und ihn des öfteren gemassregelt haben, woran er sich aber nicht hält, siehe auch unten stehend seinen letzten Ausbruch, dann wird Ihre Kritik wohl gerne angenommen.

Naja, nur muss man sich nicht wundern, wenn es dann Hochwürden auch einmal so geschieht, wie mit dem Wald in den man hineinruft …

P. Lingens Vokabular
Lemminge des Satansdieners Joseph Ratzinger alias „Papst Benedikt XVI.“

Lingen Sie haben einige erhebliche Defizite!

Gruss Le Trot
Donnerstag, 19. Januar 2006 12:04
Athanasius: höflichkeit
Also der Höflichkeit und Objektivität der Schreiber hier gegenüber Hw. H. P. Rolf-Hermann Lingen empfinde ich grosse Empörung.

Lingen ist nicht „Herr“, sondern gültig geweihter Priester.

Der Photianismus (Häresie die vertritt das zur Gültigkeit der Sakramente „orthodoxie“ notwendig ist) scheint unter Neokonservativen, Traditionalistischen und sogar Modernistischen Schreibern hier weitverbreitet.

Der Weihevater P. Lingens ist gültig geweihter Bischof der sich in den 1970er Jahren aus der altkatholischen Kirche zur römisch-katholischen Kirche bekehrte und von Erzbischof Lefebvre regularisiert wurde, als er noch nicht so mit dem Vatikan im Streit lag (1970 wurde sein Seminar anerkannt).

Es besteht aber gar keine Notwendigkeit, daß P. Lingen sich konsekrieren lässt, da es bereits genügend gültig geweihte Bischöfe im Sedisvakantismus gibt (Bfe. Dolan, Sanborn, McKenna, Hesson, Stuyver).

Lingens ständiger Pessimismus soll aber gar nicht sein. Dieser hat auch – wie bei der „Priesterunion Catolico Trento“ – hervorgerufen, daß man auf einmal – dem Cerularius nach – die Gültigkeit der Weihen Lefebvres in Zweifel zieht. Ohne jeglichen Grund.
Donnerstag, 19. Januar 2006 10:41
Le Trot: @ Wenn ich Sie so lese …
Besonders gravierend ist aber, dass nun Menschen ohne hl. Messe etc. auskommen müssen, weil ich nicht mehr da binund in vertretbarer Entfernung kein anderer Priester zur Verfügung steht.

Trösten Sie sich, der HERR lässt die Ihrigen nicht ohne Trost zurück bis Sie wieder da sind. Acht Tage sind schnell vorbei.

Muss schon ziemlich in der Pampa liegen, wo Sie wohnen.

Wenn ich nicht mehr da bin, würde auch alles zusammenbrechen !
Donnerstag, 19. Januar 2006 10:22
Pater Lingen: Perspektivenwechsel
Leider wird meist aus sehr einseitiger Perspektive fabuliert, was meine „Verurteilungen“ und „Bestrafungen“ betrifft. Also ich persönlich – und das habe ich schon oft geschrieben – stecke das wirklich recht gut weg. Der Mensch ist zwar auch ein Gefühlswesen, aber dennoch beherzige ich die Worte Christi über die Verfolgung, z.B. „Freut euch und jubelt…“
Was mich allerdings zutiefst betrübt, ist, dass andere wegen meines Leids in Mitleidenschaft gezogen werden. Das ist schon rein psychologisch das Entsetzen, einen Unschuldigen leiden zu sehen, insbesondere wenn er eine geliebte Person ist. Besonders gravierend ist aber, dass nun Menschen ohne hl. Messe etc. auskommen müssen, weil ich nicht mehr da bin und in vertretbarer Entfernung kein anderer Priester zur Verfügung steht.
Auch den „Grobianismus“ sollte man aus anderer Perspektive sehen, etwa wie sogar im Neuen Testament Kritik formuliert wird:
http://www.kirchenlehre.com/liebe.htm
Für das Alte Testament s. z.B. die hll. Makkabäischen Brüder.
Ferner wird von dritter Seite auch das Verhalten der „Konservativen“ mir gegenüber nicht immer vollauf unterstützt:
http://www.kirchenlehre.com/duzen02.htm
Mittwoch, 18. Januar 2006 22:40
Gotthard: nach 10 Jahren …
… Priesterdaseins ist eine Bischofsweihe jetzt aber wirklich an der Zeit!
Mittwoch, 18. Januar 2006 22:21
Der Tradition verbunden: Link zur Unfehlbarkeit von Ordinatio Sacerdotalis
Danke für die Infomation, Herr Lingen.
Hier noch einmal korrekte Link (er war in meinem vorherigen Beitrag durch einen Fehler von mir abgeschnitten):
Unfehlbare Lehrentscheidung – Ordinatio sacerdotalis
Mittwoch, 18. Januar 2006 22:11
Pater Lingen: Danke für die Veröffentlichung
Immerhin ist der Text doch sachlicher ausgefallen, als ich das erwartet hätte für eine Veröffentlichung, mit der ich zugegebenermaßen gar nicht gerechnet hatte.
Hier nur kurz etwas zu meiner angeblich bevorstehenden „Bischofsweihe“:
Also: Seit Jahren werde ich von verschiedener Seite darum gebeten, mich für den Bischofsdienst zur Verfügung zu stellen (bin 38 Jahre alt und seit zehn Jahren Priester; steht auf der KzM-Startseite unten), und schon seit einiger Zeit gibt es Anfragen von dritter Seite an Sedi-Bischöfe, damit die mich konsekrieren. Nun hat ein Bischof einem meiner Unterstützer am Telefon gesagt, ich sollte ihm eine offizielle Petition zuschicken – und prompt kolportiert man, ich würde mich konsekrieren lassen. Heimatland! Bleiben wir doch bitte auf dem Boden der Tatsachen
Abgesehen davon: Selbst wenn der Bischof zusagen würde – vom Kerker aus kann ich mich ohnehin nicht weihen lassen.
Falls bei kath.net oder sonstwo ebenfalls phantasiert werden sollte – könnte bitte jemand das richtigstellen? Bei kath.net wurde ich zweimal gesperrt (beim erstenmal dachte ich noch an einen Datenbankfehler), also da kann ich nicht schreiben.
Mittwoch, 18. Januar 2006 21:56
Der Tradition verbunden: Unfehlbare Lehren müssen nicht immer ex cathedra verkündet sein
…sondern können auch in päptlichen Enzykliken, apostol. Rundschreiben etc. verkündet werden, sofern in diesen Schreiben explizit darauf hingewiesen wird, dass man sich an diese Lehre endgültig zu halten hat. Beispiel: Ordinatio sacerdotalis (Über die den Männern vorbehaltene Priesterweihe) wurde nicht ex cathedra verkündet und ist trotzdem unfehlbar. Wer es nicht glauben will: http://www.stjosef.at/…tio_sacerdotalis.htm
Mittwoch, 18. Januar 2006 21:34
Irenäus: @Höck
Na, esgeht doch! Warum nicht schon vorher?

Nur so am Rande sei bemerkt, daß werte Quelle vehement bestreitet, die Bischöfe von Rom hätten nur einen Ehrenprimat im 1. Jahrtausend gehabt.
Mittwoch, 18. Januar 2006 21:29
_xyz_: Irenäus, Athanasius
Wenn es so ist, daß Athanasius besser Englisch versteht, dann zitieren wir doch mal aus der „Catholic Encyclopedia“:

… infallibility is not attributed to every doctrinal act of the pope, but only to his ex cathedra teaching; and the conditions required for ex cathedra teaching are mentioned in the Vatican decree: …

lesen Sie dort nach!
Mittwoch, 18. Januar 2006 21:11
Irenäus: @Höck
Nur zur Information ist Athanasius Ausländer und Hochdeutsch nicht seine Muttersprache. Es ist von daher ganz natürlich, daß er eine englische Übersetzung benutzt.
Ein Problem liegt vielmehr bei denen vor, die ständig aus der Wikipedia zitieren müssen. Es gibt bessere Quellen (auch online).
Mittwoch, 18. Januar 2006 21:05
_xyz_: Athanasius der Irrlehrer
Wenn Athanasius den Denzinger schon Englisch zitzieren muß, ist natürlich was faul! Daß Enzykliken nicht mit dem Anspruch der Unfehlbarkeit auftreten und daß es prinzipiell auch keine Unfehlbarkeitsvermutung (sondern nur eine Richtigkeitsvermutung) für Äußerungen des ordentlichen Lehramtes gibt, ist schon längst Basiswissen, das auch in einschlägigen Lexikonartikeln nachzuschlagen wäre, wenn man nicht englischsprachige Tradi-Traktätchen vorziehen würde.

„… gelten Entscheidungen des Papstes in Glaubensfragen nur dann als unfehlbar, wenn er ex cathedra spricht. Dies beinhaltet, dass er seine Aussage sinngemäß als endgültig und verbindlich bezeichnen muss. Darüber hinaus wird gelegentlich irrtümlich die Meinung vertreten, er sei immer dann unfehlbar, wenn er sein Lehramt ausübe, beispielsweise bei Predigten, Apostolischen Rundschreiben oder Enzykliken. In der Kirchengeschichte finden sich Lehrmeinungen von Päpsten, die später von anderen Päpsten als Irrlehren beurteilt wurden, so bei Johannes XXII., Honorius I. und Nikolaus I.; diese Lehrmeinungen wurden auch als Predigten und somit im Rahmen des ordentlichen Lehramts vorgetragen. Somit wird dem Papst in Ausübung seines ordentlichen Lehramts keine Unfehlbarkeit zugestanden.“ (Wikipedia. „Unfehlbarkeit“)
Mittwoch, 18. Januar 2006 20:54
Athanasius: @Höck…
…der seine Glaubenslehre aus der Frankfurter Allgemeine bekommt anstatt aus Denzinger:

Pope Pius IX, Vatican I, Sess. III, Chap. 3, ex cathedra: „Further, by divine and Catholic faith, all those things must be believed which are contained in the written word of God and in tradition, and those which are proposed by the Church, either in a solemn pronouncement or in her ordinary and universal teaching power, to be believed as divinely revealed.“ (Denz. 1792)
Mittwoch, 18. Januar 2006 17:57
Marcel: Nebenläufig
Catharina: Solche Gebetsaufrufe haben immer einen merkwüdigen Klang.

Es war – wenn überhaupt – ein „Aufruf“ an und für die Freunde Erzbischof Lefebvres, denn es ist logisch, daß nur wenige außerhalb der FSSPX für die Kardinalserhebung der „Schrecken des modernistischen Roms“ beten werden. Weswegen ich diesen Satz mit einem Lächeln in den Tasten gab.
Ein Buchstaben-Lachgesicht sparte ich aus – was Ihr Mißverstehen beeinflußt haben mag –, weil einige – viele? – in der FSSPX, incl. meiner Familie, dieses Gebet tatsächlich gen Himmel schicken, natürlich in der festen Intention, daß Gottes Wille geschehen möge. Nähmen wir an, daß die FSSPX nicht Gottes Plan entspräche, wären wir nicht bei der FSSPX und machten nicht diesen sehr beschwerlichen Weg mit.

Daraus eine „Beschwörung eigener Überzeugungen“ zu stricken, ist zu gewagt: wären Sie nur an der Überzeugung anderer interessiert, schrieben Sie keine Silbe.
Was nun ist meine Überzeugung? Ebendiese Überzeugung einzig an der unfehlbaren und makellosen Kirche auszurichten, d.h. abzüglich der Besudelungen durch verirrte Hirten und sonstige Glieder.



Lefebvre-Freundeskreis
Mittwoch, 18. Januar 2006 17:05
catharina: Gebetsaufrufe
Marcel:
Beten wir dafür, daß die FSSPX voll rehabilitiert wird, die Weihbischöfe zu Kardinälen erhoben werden, dann Kardinal Fellay zum Papst gewählt und Kardinal Williamson Haupt der wiedererrichteten hl. Inquisition wird.
(Ich weiß, daß das menschlich gesehen unrealistisch ist, aber das Sonnenwunner Fatimas war dies auch.)“


Solche Gebetsaufrufe haben immer einen merkwüdigen Klang. Sie tönen mehr nach einer Beschwörung eigener Überzeugungen als nach einer Bitte an die anderen, sich demütig vor Jesus zu begeben und Ihn um Hilfe in schwerer Zeit, um Durchführung Seines – und nicht unseres – Willens anzuflehen.
Mittwoch, 18. Januar 2006 15:34
ExBochumer †: Stimme im Tradiland
Im Forum steht es.
Mittwoch, 18. Januar 2006 14:56
Stimme aus dem Tradiland: @ ExBochumer – kleiner Scherz?
Auf kath.net findet sich nichts von P. Rolfs geplanter Bischofsweihe…
Mittwoch, 18. Januar 2006 14:15
ExBochumer †: Warum berichtet kreuz.net …
nur die Hälfte?

Kath.net ist aktueller. Pater Lingen läßt sich demnächst zum Bischof weihen. Wer will kann ihn unterstützen.
Mittwoch, 18. Januar 2006 13:35
_xyz_: Athanasius der Unfehlbare
Athanasius verbreitet hier Irrlehren zum unfehlbaren Lehramt. Für dieses gelten strenge Kriterien. Enzykliken haben keine Unfehlbarkeitsvermutung auf ihrer Seite. Böckenförde in FAZ 7. Dez.:

Das unfehlbare Lehramt ist „daran gebunden, daß der Papst als oberster Hirt und Lehrer aller Gläubigen (ex cathedra) auftritt und als solcher eine Glaubens- oder Sittenlehre definitiv als festzuhalten (tenendum) verkündet. Und es gilt, daß eine Unfehlbarkeit der Lehre nur dann gegeben ist, wenn offensichtlich (manifesto) feststeht, daß sie als unfehlbare verkündet ist; es gibt also keinerlei Vermutung für Unfehlbarkeit.

Daraus ergibt sich, daß Enzykliken als solche keinen Anteil am unfehlbaren Lehramt haben. Sie erfüllen nicht die dargelegten sachlichen und förmlichen Anforderungen und bleiben damit Äußerungen des magisterium ordinarium des Papstes. Hier gilt der Grundsatz, für den der Jurist einen besonderen Blick hat: enumerativ, ergo limitativ. Wird, wie durch das Vatikanum I geschehen, ausdrücklich festgelegt, daß einer päpstlichen Lehre unter bestimmten Bedingungen Unfehlbarkeit zukommt, ist damit zugleich festgelegt, daß alles, was außerhalb dieser Bedingungen gelehrt wird, an der Unfehlbarkeit keinen Anteil hat. Mit dieser klaren und förmlichen Limitierung sind rein materielle Unfehlbarkeitstheorien, die auch und schon inhaltliche Eindeutigkeit und Kontinuität päpstlicher Lehren zum Kriterium einer Unfehlbarkeit machen wollen, unvereinbar.“
Mittwoch, 18. Januar 2006 11:40
Athanasius: Nein absolut nicht
Wie kann man das – gemäß katholischer Lehre – denn überhaupt rechtfertigen? Denn „die Kirche“ (ich spreche noch nicht einmal vom Past; ich weiß, dass das Dogma von dessen Unfehlbarkeit nur ein- oder zweimal effektiv zur Anwendung kam) an sich IST doch „unfehlbar“ nach Ihrer Lehre? Und ist nicht „die Kirche“ nirgendwo besser repräsentiert als im Konklave? Folgt daraus nicht zwingend, dass ein im Konklave gewählter Papst legitim sein MUSS?
Nein absolut nicht. S.H. Papst Paul IV. erliess im 16. Jahrhundert ein Dekret mit dem Namen „Cum Ex Apostolatus Officio“ das mit dem Fall der Wahl eines Häretiker auf den Thron Petri handelte. Eine solche Wahl ist diesem Dekret nach ungültig.

Das Konklave ist nicht das „unfehlbarste Event“ der Hl. Römischen Kirche, gar im Gegenteil. Man sieh nur zum 35. Jährigen Abendländischen Schisma um zu sehen, wozu Konklaven führen können.

Die Kirche ist unfehlbar und jeder („legitime“) Nachfolger St. Petri ist unfehlbar im authentischen sowie im ausserordentlichen Magisterium.

Aber theoretisch ist die Möglichkeit der Wahl eines Häretikers und einiger Häretiker auf den Thron Petri möglich und wurde auch von vielen – heiligen sowie nicht-kanonisierten – Theologen der vergangenen Jahrhunderte ausgearbeitet. Die heutigen Sedisvakantisten benutzen in diesem Zusammenhang vor allem St. Robertus Bellarminus’ „De Romano Pontifice“ Buch II.
Mittwoch, 18. Januar 2006 11:31
DemonDeLuxe †: @Athansius – klären Sie das doch ‘mal bitte
Wenn ich das richtig verstehe, dann halten die Sedisvakantisten also jeden auf der Basis des V2 gewählten Papst für illegitim?

Wie kann man das – gemäß katholischer Lehre – denn überhaupt rechtfertigen? Denn „die Kirche“ (ich spreche noch nicht einmal vom Past; ich weiß, dass das Dogma von dessen Unfehlbarkeit nur ein- oder zweimal effektiv zur Anwendung kam) an sich IST doch „unfehlbar“ nach Ihrer Lehre? Und ist nicht „die Kirche“ nirgendwo besser repräsentiert als im Konklave? Folgt daraus nicht zwingend, dass ein im Konklave gewählter Papst legitim sein MUSS?
Mittwoch, 18. Januar 2006 11:14
Athanasius: Zum Thema
I. Pater Rolf Hermann Lingen ist ein absolut gültig geweihter Priester, allerdings sacerdos vagans.

II. Der Sedisvakantismus ist kein „Gehirngespenst verwirrter Katholiken“, aber eine mögliche Lösung – oder eben nicht – der heutigen Situation der Kirche und der Autorität der modernistischen Hierarchie. Factum ist es, daß seine wichtigsten Vertreter alles andere als „Dummohren“ waren und sind. Man denke nur an Prof. Guérard des Lauriers, der später Bischof der Sedisvakantisten wurde. Des Lauriers war vor 1960 einer der wichtigsten Professoren Roms und war theologischer Berater von Papst Pius XII. persönlich bei der Definition des Dogmas Mariä Himmelfahrt 1950. Dr. Günther Storck war auch nicht „dumm“. Und wie denkt man von den Mexikanischen Sedisvakantisten (Mexico hat größte Sedisvakantistenpopulation), deren Führer alle Seminarprofessoren waren. Der Sedisvakantismus soll man widerlegen – wenn man will – aber nicht seine Vertreter beschimpfen.

III. Obwohl in der Tat Emotionalismus Merkmal der meisten Sedisvakantisten ist, ist es generalisierend dies allgemein zu sagen und zu benutzen zur „Widerlegung“ des Sedisvakantismus.

IV. Ich finde es eine Schande, daß P. Lingen eingesperrt wird, da es hier um nichts geht. Die Opferrolle von Lingen scheint mir hier gerechtfertigt.
Mittwoch, 18. Januar 2006 11:02
Le Trot: @ an meinen Feind !
Der Vorwurf der Kooperation mit Luzifer gehört doch zum bewährten Standardrepertoire des – wie war das Wort?

Sie gerissener Fuchs haben mich durchschaut.

Le Trot – der sich bis heute Abend abmeldet !
Mittwoch, 18. Januar 2006 10:54
DemonDeLuxe †: @Le Trot – Aber was denn?
Was Sie Pater Lingen ankreiden, ist doch Ihre ureigenste Diktion. Der Vorwurf der Kooperation mit Luzifer gehört doch zum bewährten Standardrepertoire des – wie war das Wort? Ach ja – Vulgärtraditionalisten, dessen Archetyp ja wohl Sie darstellen.

Geistige Verwirrung, teuflische Anwandlungen, das alles wird doch aus gewissen Kreisen jedem angedichtet, dessen Nase einem nicht passt. Wenn Lingen das so gesagt hat, zeugt das zwar sicher nicht von sachlichem Argumentationsstil, aber da wären wohl speziell Sie der Hintervorletzte, der sich nach einem Kiesel bücken dürfte.
Mittwoch, 18. Januar 2006 10:49
Le Trot: @Toby und das Fliwatüt
Aufd die persönliche Tragik eines Menschen sollte man nicht unbedingt mit Sarkasmus reagieren und alles der Kreuz.net-Redaktion anlasten.

Lingen wird gestärkt aus diesem Aufenthalt hervorgehen. So wie er sich sieht, setzt dieser Aufenthalt seinem Martyrium die wohlverdiente Krone auf.

Er wollte es garnicht anders. Wie ein strahlender Held wie er hinein und wieder hinausgehen.

Ich freue mich schon darauf, wenn er seine Geschichten aus diesem „V2“ verursachten Martyrium bei Anstaltskost und hartem Lager auf seinen Webseiten zum besten gibt.

Lingens Fanclub ( Steyrmader und Co, ) werde seine Rückkehr aus dem Märtyrerknast mit einem rauschenden Fest feiern.
Mittwoch, 18. Januar 2006 10:39
Toby: „Geistig verwirrt“ im Sinne von falscher Logik
@ Dr. Christoph Heger

Die Formulierung „geistig verwirrt“ meinte ich nicht im pathologischen Sinne oder im Sinne von „geistig unterbelichtet“. Ich habe „geistig verwirrt“ auf die meiner Meinung nach falschen und unlogischen Denkvorasussetzungen der Sedisvakantisten im Allgemeinen und „Pater“ Lingens im Besonderen bezogen.

@ Le Trot

Aufd die persönliche Tragik eines Menschen sollte man nicht unbedingt mit Sarkasmus reagieren und alles der Kreuz.net-Redaktion anlasten.
Mittwoch, 18. Januar 2006 10:29
Le Trot: @ – an den Onkel Doktor!
Es ist ungehörig, Gegner – auch die sedisvakantistisch gesinnten Katholiken – „geistig verwirrt“ zu nennen. Das wäre auch dann ungehörig, wenn es unter ihnen nicht geistig hochstehende Persönlichkeiten gäbe – wie es aber tatsächlich der Fall ist

Volle Zustimmung, wie kann man nur jemanden „geistig verwirrt“ nennen, der so geistig geordnete Sätze formulieren kann …

Ich weiß nicht, was eigentlich noch alles passieren muss, damit die Lemminge des Satansdieners Joseph Ratzinger alias „Papst Benedikt XVI.“ sein teuflisches Spiel durchschauen. Jedenfalls ist nicht zu erwarten, dass ich noch viel an Aufklärungsarbeit leisten kann.

Ich würde ihn auch nicht einsperren. Im Zirkus könnte er sich mit solchen Kommentaren die Kohle verdienen um sich dann freizukaufen.

Ich liebe „kreuz.net“. Hier trifft sich die Welt !

Lieber Pater Lingen, gehen sie etwas hoffnungsvoller in den Knast. Auch dort gibt es Menschen die Ihrer Aufklärungsarbeit würdig sind.
Mittwoch, 18. Januar 2006 10:28
ottaviani: sedisvakantismus
das problem des sedisvakantisms is eben das „vorübergehend“ wie sollte den der stuhl petri wieder besetzt werden?
das ist der grund warum ich für mich diese these nie wirklich in erwägung gezogen habe
Mittwoch, 18. Januar 2006 10:17
Dr. Christoph Heger: @Toby: „geistig verwirrt“?
Ich muß doch sehr bitten! Es ist ungehörig, Gegner – auch die sedisvakantistisch gesinnten Katholiken – „geistig verwirrt“ zu nennen. Das wäre auch dann ungehörig, wenn es unter ihnen nicht geistig hochstehende Persönlichkeiten gäbe – wie es aber tatsächlich der Fall ist.

Mfg
Christoph Heger
Mittwoch, 18. Januar 2006 10:15
Peccator: Darin gleichen sich Modernisten & Sedisvakantisten
… daß beide an die Stelle der klaren Argumentation emotionale Ausbrüche setzen. Schon ein ganz wenig rationale Überlegung müßte zu der Überzeugung führen, daß der Sedisvakantismus irrational ist.
Mittwoch, 18. Januar 2006 10:15
Marcel: In der Tat tragisch
Werte Redaktion, aus Ihrem Beitrag geht nicht hervor, ob Pater Lingen tatsächlich katholischer Priester ist oder nicht. Vielleicht ist das feststellbar?
Sie schreiben nur: Lingen, der sich selber als „römisch-katholischer Priester“ bezeichnet.

Ein gültig geweihter römisch-katholischer Priester ist dies auf ewig, egal ob er suspendiert, sedisvakantistisch, exkommuniziert oder anderes ist.

Ich erinnere in diesem Zusammenhang an den Theologen Johannes Rothkranz, der offenbar einst ein scharfsinniger Verfechter der Kirche war und heute dem verbogensten Sedisvakantismus angehört, den man sich nur vorstellen kann.

Es ist, wie Ottaviani sagt: Folgen der furchtbaren Kirchenkrise.

Beten wir dafür, daß die FSSPX voll rehabilitiert wird, die Weihbischöfe zu Kardinälen erhoben werden, dann Kardinal Fellay zum Papst gewählt und Kardinal Williamson Haupt der wiedererrichteten hl. Inquisition wird.
(Ich weiß, daß das menschlich gesehen unrealistisch ist, aber das Sonnenwunner Fatimas war dies auch.)

Apropos Priester: der Zusammenbruch der Priesterzahlen in den USA, graphisch ab 1990 dargestellt: Flash-Graphik
(Also unter dem Pontifikat des Papstes, der sein ganzes praktisches Wirken an das V.II koppelte.)
Mittwoch, 18. Januar 2006 10:04
Toby: „gegenwärtig vakant“?
Lingen ist ein Vertreter des sogenannten Sedisvakantismus. Dieser geht davon aus, daß der Stuhl Petri gegenwärtig vakant – das heißt: unbesetzt – sei und die Päpste seit dem Konzil ihr Amt ungültig ausübten.

Die Formulierung „gegenwärtig vakant“ klingt nach „vorübergehend vakant“. Nun ist nach Meinung dieser geistig verwirrten Sedisvakantisten der Stuhl Petri bereits seit zwei Generationen vakant. Von einer vorübergehenden Krise kann da wohl kaum mehr die Rede sein. Wie soll der Stuhl Petri dann eigentlich jemals wieder n“ordnungsgemäß“ besetzt werden können. Einfach tragisch das Ganze, wo Ottaviani zu Recht feststellt. Auch ein weiteres zeichen nachkonziliarer Verirrungen …
Mittwoch, 18. Januar 2006 09:48
ottaviani: das ganze ist tragisch
auch das sind folhgen der nachkonziliaren krise
arme jnge männer mit priesterberufungen die herumwandern wie wanderpokale dann eben irgentwie zur Priesterweihe (oder „priesterweihe“) gelangen und dann das werden was man in Wien eine verkrachte existenz nennt
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