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Mittwoch, 18. Januar 2006 09:34
Hinter schwedische Gardinen
Der im deutschen Sprachraum vor allem für seine verbalen Grobianismen bekannte Sedisvakantistenpater Rolf Hermann Lingen wird für einige Zeit gesiebte Luft atmen.
Sedisvakantistenpater Rolf Hermann Lingen
Sedisvakantistenpater Rolf Hermann Lingen
(kreuz.net, Dorsten) Rolf Hermann Lingen, der sich selber als „römisch-katholischer Priester“ bezeichnet, muß für zehn Tage ins Gefängnis. Das berichtete Lingen gestern in einer Aussendung.

Seit Jahren profiliert sich Lingen vor allem mit rabiaten Wortmeldungen und emotionsgeladenen Beschimpfungen, die er in verschiedenen Internetpublikationen veröffentlicht.

Lingen ist ein Vertreter des sogenannten Sedisvakantismus. Dieser geht davon aus, daß der Stuhl Petri gegenwärtig vakant – das heißt: unbesetzt – sei und die Päpste seit dem Konzil ihr Amt ungültig ausübten.

Der genaue Grund für die Ansetzung der Haftstrafe ist aus der unklaren und eher gefühls- als inhaltsbetonten Ankündigung nicht einwandfrei ersichtlich.

Nach eigenen Angaben muß Lingen ins Gefängnis, weil er darauf hingewiesen habe, „daß mir früher die Domain katholisch.de gehörte“.

Es sei bekannt, daß man „in Deutschland eingekerkert wird, wenn man die Wahrheit sagt“, erklärt Lingen weiter, ohne die offizielle juristische Begründung zu Wort kommen zu lassen.

Offenbar geht es um eine Streitfrage im Zusammenhang mit der Internet-Domain ‘katholisch.de’, die früher im Besitz Lingens war und die ihm nach einem Rechtsstreit von der Deutschen Bischofskonferenz entrissen wurde.

Die Aufforderung zum Haftantritt traf gestern Dienstag bei Lingen ein. Er muß sich innerhalb der nächsten vier Wochen in der Justizvollzugsanstalt Gelsenkirchen einfinden.

Bei der Maßnahme handelt es sich offenbar um ein Ordnungsgeld, das wegen Nichtbezahlung in eine Haftstrafe umgewandelt wurde.

Es werde hier – so Lingen – der Umstand ausgenützt, daß er von der Katholischen Kirche bankrott gepfändet sei und somit das Ordnungsgeld, selbst wenn er wollte, nicht bezahlen könne.

Lingen sieht die Zukunft eher pessimistisch: Es sei nicht zu erwarten, daß er in Zukunft noch viel an „Aufklärungsarbeit“ leisten könne.

Darum bittet er die Leser seiner Online-Publikationen – „Kirche zum Mitreden“ – sicherheitshalber seine gesamte Homepage zu speichern, da eine komplette Sperrung wahrscheinlich sei.
Alle Lesermeinungen anzeigen 6 von 65 Lesermeinungen:
Dienstag, 5. August 2008 03:40
Manuel Böhm: Rolf Hermann Lingen ist kein gültig geweihter Priester
Leider musste ich immer wieder feststellen, dass ein gewisser „Pater“ Rolf Hermann Lingen, der Gründer einer Sekte namens „Kirche zum Mitreden“ kzm, prhl, gegen die römisch katholische Kirche, die Priesterbruderschaft St. Pius X. und gegen Pater Andreas Endl und die Herz-Jesu Franziskaner kämpft. Lingens Verleumdungstaktiken sind hinlänglich bekannt. Lingen veröffentlicht seine Verleumdungen im Internet unter dem Pseudonym „Berichte“-„Fakten“ und Erzählungen Dritter, sodass der harmlose Eindruck entsteht, er würde nur „Fakten“ veröffentlichen. Unter diesem Deckmantel agiert Lingen mit Vorliebe unter der fälschlichen Bezeichnung „römisch-katholischer Priester“ und verleumdet permanent integre Priester und all jene, die nicht seiner Auffassung sind. Es ist verständlich, dass Rolf Hermann Lingen sich bereits öfters vor deutschen Gerichten verantworten musste.
Interessante Informationen zu Rolf Hermann Lingen und seiner Sekte „kzm“ finden Sie auf:

http://andreasendl.info/mybb/showthread.php?tid=8

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Dienstag, 1. August 2006 13:04
Pater Lingen: Endgültig „rechtskräftiges“ „Urteil“ („Amtsgericht“ Hannover):
„Rolf Hermann Lingen (…) ist Pater der katholischen Kirche“
http://www.kirchenlehre.com/heise_02.htm
Dienstag, 7. Februar 2006 00:47
Martin Redl: Rolf Hermann Lingen ist kein katholischer Priester
Samstag, 21. Januar 2006 15:52
Benedikt: @ Demon
Wobei das „dabei sein“ keinerlei Aussage darüber macht,was tatsächlich geschah oder was sie GLAUBTEN, dass es geschah.

Unwahrscheinlich ist es jedenfalls, dass „überhaupt nichts“ da war. Irgendeinen Grund dafür, dass 12 ungebildete Fischer usw. in die Welt hinaus zogen und sich für ihre Überzeugungen grillen ließen muss es geben. Natürlich müssen Sie das tapfer und hartnäckig leugnen, das ist mir schon klar.

Außerdem weichen Sie mir beständig aus: Warum sollte DIESE Legende wahr sein – und alle anderen aus anderen Religionen FALSCH?

Eine Menschwerdung Gottes ist mir aus anderen Religionen jetzt unbekannt. Das Einzigartige am Christentum ist seine kosmische UND historische Natur. Andere Religionen können damit nicht dienen. Schlussendlich kann ich es nicht beweisen, aber das Christentum ist mir überzeugender, als alle anderen Religionen. UNd deshalb halte ich es für wahr und versuche Andersdenkende zu überzeugen. Sie können mir nicht verbieten, etwas für wahr zu halten. Und ich kann nichts für wahr halten und gleichzeitig einräumen: Es könnte aber auch falsch sein, wie Sie es gerne hätten. Ein solches Vorgehen wäre absolut unlogisch.

Weil vielen Menschen Ihre Überlieferung als Sage gilt?

Das spielt doch keine Rolle. Viele Menschen halten Schulmedizin für Scharlatanerie. Kein Grund, sie nicht trotzdem überzeugen zu wollen. Haben Sie noch nie zu jemandem gesagt: „Hier irren Sie sich“?
Samstag, 21. Januar 2006 14:55
DemonDeLuxe †: @Benedikt
„Das sind aber keine Augenzeugen.“

Benedikt, wenn sich Menschen für etwas, das sie nie anders erfahren haben denn durch Überlieferungen töten lassen, dann doch wohl erst recht für etwas, bei dem sie dabei waren. Wobei das „dabei sein“ keinerlei Aussage darüber macht,was tatsächlich geschah oder was sie GLAUBTEN, dass es geschah.

Außerdem weichen Sie mir beständig aus: Warum sollte DIESE Legende wahr sein – und alle anderen aus anderen Religionen FALSCH? Was bringt Sie dazu, diese Wundergeschichten als Wahrheit anzunehmen,die anderen aber als Aberglauben abzutun? Sie kennen nur Berichte von Behauptungen aus einer Zeit, in der „Wunder“ bzw. der Glauben an solche zum täglichen Leben gehörten.

„und wer sich wegen der angeblichen Wahrheit von Sagen geopfert hat, dass müssten Sie mir dann noch mal erzählen“

72 Jungfrauen – klingelt da was bei Ihnen? Aber man könnte Beispiele aus nahezu allen Kulten der Welt finden, unter anderem diverse „Ketzer“, die von Ihrer Kirche zu Märtyrern gemacht wurden… wegen Sagen (oder „Irrlehren“ in Ihrer Lesart). Wie würden Sie denn z.B. die Überzeugungen der Kainiten nennen?

„Die Augenzeugen haben nicht nur geglaubt, sondern sie haben es gesehen, das unterscheidet sie vom Selbstmordattentäter.“

Haben sie? Wer war denn bei der Auferstehung dabei?

„Wer nicht glaubt ist ja nahc der Überlieferung verloren, also warum sollte ich einen verloren gehen lassen?“

Weil vielen Menschen Ihre Überlieferung als Sage gilt?
Samstag, 21. Januar 2006 13:37
Benedikt: @ Demon
Ihre Argumentation ist hilflos:

„Wer noch 30 Jahre danach…“

Wie verträgt sich das mit der Beobachtung der muslimischen Selbstmordattentäter? Die haben 1400 Jahre hinter sich


Das sind aber keine Augenzeugen. Es haben sich Zeugen der Geschehnisse noch 30 Jahre später geopfert. Dass sie Augenzeugen waren schließt aus, dass sie für irgendeinen Wahn in den Tod gingen, dass es 30 Jahre nach dem Tod des Stifters geschah schließt aus, dass sie es unter direktem Einfluss getan haben, wie es bei den Gehirnwäschen der Sonnentemplersekte der Fall war.

Lesen Sie sich alte Sagen und Sie sehen, was Leute früher alles für ein „Wunder“ zu halten bereit waren…

Das waren keine Augenzeugen und wer sich wegen der angeblichen Wahrheit von Sagen geopfert hat, dass müssten Sie mir dann noch mal erzählen. Die Augenzeugen haben nicht nur geglaubt, sondern sie haben es gesehen, das unterscheidet sie vom Selbstmordattentäter.

WOHER leiten Sie die Überlegenheit ab

? Es gibt etwas, was ich für wahr halte, und davon möchte ich andere überzeugen. Wie absurd wäre es, dies nicht zu tun? Wer nicht glaubt ist ja nahc der Überlieferung verloren, also warum sollte ich einen verloren gehen lassen?
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