09:21:50 | Donnerstag, 19. Januar 2006
Morgen Freitag wird im linksliberalen italienischen Wochenmagazin ‘L’Espresso’ ein Enthüllungsartikel über die Gegner des Papstes erscheinen.
(kreuz.net, Rom) Eine Zusammenfassung des noch nicht publizierten Artikels lieferte gestern Alejandro
Bermúdez Rosell auf seinem privaten Weblog.
Bermudez ist Chefredaktor der
‘Agencia Católica de Informaciones
en América Latina’.
Die Agentur wurde im Januar 1980 vom deutschen Priester Adalbert Maria Mohn († 1987)
gegründet und arbeitet von der peruanischen Hauptstadt Lima aus. Chefredaktor Bermudez ist ein zölibatäres
Mitglied des peruanischen Säkularinstitutes ‘Sodalitium Christianae Vitae’.
Papst zu sein, sei die schwierigste
Aufgabe auf Erden, erklärt Bermudez. Innerhalb und außerhalb der Kirche gebe es zahllose Denker, Theologen
und Institutionen, die das Papsttum bekämpfen.
Dann zitiert der Journalist eine noch unveröffentlichte
Analyse des Vatikanisten Sandro Magister, der für das italienische Wochenmagazin ‘L’Espresso’ – dem in
Deutschland etwa ‘Focus’, ‘Spiegel’ oder ‘Stern’ entsprechen – schreibt.
Der Originalartikel wird am
kommenden Freitag publiziert werden.
Nach Magister gibt es in der Kirche gegenwärtig drei Kräfte, die
sich dem Papst angeblich besonders widersetzen. Es sind dies:
• Die einflußreiche internationale katholische
Gemeinschaft ‘Neokatechumenaler Weg’. Diese Gruppe weigere sich, dem von der Gottesdienstkongregation
mitgeteilten Wunsch des Papstes nachzukommen und während der Heiligen Messe
angemahnte liturgische Änderungen
vorzunehmen.
• Hintermänner, die immer wieder
verschiedene „schwarze Legenden“ über den Ablauf des
letzten Konklaves produzieren, um die Stellung des Papstes im Vatikan zu schwächen.
• Die vatikanischen
Stellen, die für die Übersetzung päpstlicher Dokumente und Schriften in die verschiedenen Weltsprachen
zuständig sind und diese Arbeit offenbar gezielt verschleppen.
Bermudez vermutet, daß die Veröffentlichung
dieser Schwarzen Liste zu einigen Irritationen und Entgegnungen führen wird.
Es ist freilich davon auszugehen,
daß auch Magister nicht im luftleeren Raum schreibt, sondern – als bei ‘L’Espresso’ angestellter Journalist –
eine bestimmte Kundschaft bedient.
Besonders fällt auf, daß Magisters Schwarze Liste nur einen Feind
beim Namen nennt: den ‘Neokatechumenalen Weg’. Dieser wird vor allem aus dem linken Lager häufig auch
mit unberechtigten Angriffen und Beschuldigungen konfrontiert.
Die offene Benennung von angeblichen Feinden
des Papstes könnte ferner auch dazu dienen, die wirklichen und ungenannten Widersacher des Pontifex in
Ruhe arbeiten zu lassen.
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#7
Christin 14:53:07 | Montag, 20. Februar 2006
#6
Frl.Ilse 18:24:09 | Samstag, 21. Januar 2006
#5
GerdEric 00:47:25 | Samstag, 21. Januar 2006
#4
Frl.Ilse 16:07:23 | Donnerstag, 19. Januar 2006
#3
FioreGraz 13:45:05 | Donnerstag, 19. Januar 2006
#2
Agiafortuni 12:53:08 | Donnerstag, 19. Januar 2006
#1
wiener 10:32:01 | Donnerstag, 19. Januar 2006