Geschlechtergerecht?
Die Philosophisch-Theologische Hochschule Sankt Georgen in Frankfurt am Main hielt kürzlich einen bemerkenswerten Studientag.

Die Hochschule ist kirchlich und staatlich anerkannt und wird vom Jesuitenorden verantwortet.
Nach eigenen Angaben bietet sie eine akademische Ausbildung, die dazu befähigt, im rasch fortschreitenden Wissensprozeß Orientierung zu finden.
Im Sommersemester 2005 studierten an der Hochschule Sankt Georgen insgesamt 425 Personen.
Der „Studentische Studientag“ wurde vom Buchautor Stephan Kulle moderiert.
Am Morgen wurde der Bereich „Urchristentum und Alte Kirche“ abgedeckt.
Das erste Referat hielt die Mainzer Kirchengeschichtlerin Heike Grieser zum Thema „Über den »richtigen Platz«. Von Frauen in der frühen Kirche.“
Frau Grieser (39) hat verschiedentlich zum Thema eines sogenannten Diakonates der Frau publiziert.
Danach versuchte sich die Kasseler Biblikerin Helen Schüngel-Straumann (65) am gefärbten Thema „Frauen»ämter« in der Bibel: Wie geht die Kirche mit Prophetinnen, Diakoninnen, Apostolinnen usw. um?“.
Frau Schüngel gehört nach eigenen Angaben zur ersten Generation von Theologinnen, die bei den verschiedenen Treffen und Gründungen der sogenannten Feministischen Theologie dabei waren.
Am Nachmittag ging es um Dogmatik und Lehramt.
Dazu äußerte sich die kirchenpolitisch stark exponierte Regensburger Kirchenrechtlerin Sabine Demel mit einem Vortrag zum Thema „Frauen im Weiheamt – wirklich unmöglich möglich?“
Frau Demel publizierte im Jahr 2004 ein stark kritisiertes Buch zum Thema „Frauen und kirchliches Amt: vom Ende eines Tabus in der katholischen Kirche“. Sie fordert darin das sogenannte Frauenpriestertum ein.
Danach sprach die Patristikerin Theresia Hainthaler aus Frankfurt zum Zitat von Papst Johannes Paul II.: „… declaramus Ecclesiam facultatem nullatenus habere ordinationem sacerdotalem mulieribus conferendi“ – auf Deutsch: „Wir erklärten, daß die Kirche in keiner Weise die Vollmacht besitzt, Frauen die Priesterweihe zu verleihen.“
Das Zitat stammt aus dem Apostolischen Schreiben ‘Ordinatio Sacerdotalis’ vom Mai 1994.
Frau Hainthaler ist verantwortlich für das Forschungsprojekt „Jesus der Christus“, welches das Werk „Jesus der Christus im Glauben der Kirche“ des Kardinals Prof. Dr. Alois Grillmeier SJ († September 1998) weiterführt.
Beschlossen wurde der Tag durch eine Diskussion im Plenum.
Verständnislos kommentierte ein Pfarrer in einem westdeutschen Bistum den Studientag: „Eine weitere Geschmacklosigkeit der zerfallenden Ortskirchen in Deutschland.“
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Donnerstag, 26. Januar 2006 11:24
Laurentius2: @Rosalinde
Ja, genau … „herumkreischen“.
Papst Johannes Paul II. hat die ganze Frage ENDGÜLTIG theologisch abgehakt. Das pausenlose Gezetere lenkt – wie gesagt – nur davon ab, daß unsere Frauen keine Kinder mehr bekommen, geschweige denn katholisch erziehen und daß es kaum noch Ordensberufungen gibt.
Papst Johannes Paul II. hat die ganze Frage ENDGÜLTIG theologisch abgehakt. Das pausenlose Gezetere lenkt – wie gesagt – nur davon ab, daß unsere Frauen keine Kinder mehr bekommen, geschweige denn katholisch erziehen und daß es kaum noch Ordensberufungen gibt.
Mittwoch, 25. Januar 2006 16:11
Rosalinde: @laurentius2
Wenn Sie nichts mit der Diskussion anfangen können, dann halten Sie sich doch bitte raus, statt auf niedrigstem Niveau herumzukreischen.
Mittwoch, 25. Januar 2006 15:47
Laurentius2: an die werten Damen FeministInnen
Ich wiederhole: das ganze Gekreische ist doch nur eine pseudo-emanzipatorische Ausrede für individuelles Nichtstun (außer vielleicht Unterwanderung der Kirche …) !
Mittwoch, 25. Januar 2006 14:04
Benedikt: @ Demon
Sie gehen das Ackerbaubeispiel von der falschen Seite an. Würde jemand den Ackerbau (Problem: Schädlinge,
Pestizide…) zugunsten von Pillen aufgeben, die zwar gesünder sind aber nach nichts schmecken? Würde
also jemand den Ackerbau wieder abschaffen, nur weil es jetzt was Neues gibt? So müssen Sie drangehen.
Das „Argument“, eine Tradition sei schon alleine deswegen gut, weil sie alt ist… ist keines
Es ist ebenso auch kein Argument, etwas zu ändern, nur weil es alt ist, oder das etwas schlecht ist, weil es alt ist.
Das „Argument“, eine Tradition sei schon alleine deswegen gut, weil sie alt ist… ist keines
Es ist ebenso auch kein Argument, etwas zu ändern, nur weil es alt ist, oder das etwas schlecht ist, weil es alt ist.
Mittwoch, 25. Januar 2006 13:43
DemonDeLuxe †: @Rosalinde & Benedikt
@Rosalinde
Stimmt. Allerdings habe ich den Begriff „Gender“ bislang primär in – sage ich ‘mal platt – „nervigem“ Zusammenhang gehört, was der Sache an sich sicherlich Unrecht tut… daher meine eher nicht so begeisterte Haltung, die aber mehr dem Kontext als dem Begriff gilt.
@Benedikt
Da war jetzt also wieder das „Argument“: „Das war schon immer so (und deswegen muss es besser sein als dieses neumodische Zeugs)“.
Wussten Sie, dass die Menschen viele hunderttausend Jahre ohne Ackerfrüchte existierten? Gemessen daran zählen die kaum 10.000 Jahre Ackerbau eigentlich gar nicht richtig… man hätte bei der Tradition des Jagens und Sammelns bleiben sollen, das hatte sich ja bewährt… und trotzdem sehen Sie eine Form von Brot sogar als heilig an. Das erstaunt, bei so einem neumodischen Kram.
Halten wir also fest: Das „Argument“, eine Tradition sei schon alleine deswegen gut, weil sie alt ist… ist keines.
Stimmt. Allerdings habe ich den Begriff „Gender“ bislang primär in – sage ich ‘mal platt – „nervigem“ Zusammenhang gehört, was der Sache an sich sicherlich Unrecht tut… daher meine eher nicht so begeisterte Haltung, die aber mehr dem Kontext als dem Begriff gilt.
@Benedikt
Da war jetzt also wieder das „Argument“: „Das war schon immer so (und deswegen muss es besser sein als dieses neumodische Zeugs)“.
Wussten Sie, dass die Menschen viele hunderttausend Jahre ohne Ackerfrüchte existierten? Gemessen daran zählen die kaum 10.000 Jahre Ackerbau eigentlich gar nicht richtig… man hätte bei der Tradition des Jagens und Sammelns bleiben sollen, das hatte sich ja bewährt… und trotzdem sehen Sie eine Form von Brot sogar als heilig an. Das erstaunt, bei so einem neumodischen Kram.
Halten wir also fest: Das „Argument“, eine Tradition sei schon alleine deswegen gut, weil sie alt ist… ist keines.
Mittwoch, 25. Januar 2006 13:09
Rosalinde: Genderideologie
Entschuldigt bitte, Benedikt und Demon, bei „Gender“ handelt es sich einfach um einen Ausdruck, der das soziale Geschlecht, im Gegensatz zu „sex“ – biologisches Geschlecht- bezeichnet. Feminismus und Genderforschung unterscheiden sich voneinander- während Feminismus mit einem politischen Anspruch arbeitet (und dann von Eurer Seite meinetwegen als Ideologie diffamiert werden kann
) ist Gender der kastrierte Begriff, der aber wissenschaftlich anerkannter und anschlussfähiger ist (weil nämlich Wissenschaft auch noch recht männlich strukturiert ist) und beide Geschlechter meint.
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