Alter schützt vor Torheit nicht
Anfang Januar überraschte ein 73jähriger irischer Pfarrer seinen Bischof mit einer ungewöhnlichen Neuigkeit.

Der betagte Priester hat nach Bekanntwerden der Nachricht den Seelsorgedienst aufgegeben. Das berichtete die Tageszeitung ‘Irish Times’ am letzten Mittwoch.
Der Priester arbeitete in der Diözese Clonfert, deren Bischof in der Ortschaft Loughrea – 40 Kilometer südöstlich von Galway – residiert. Galway ist die wichtigste Stadt an der irischen Westküste
Das Bistum Clonfert ist mit 24 Pfarreien eine der kleinsten Diözesen in Irland.

In der Zwischenzeit hat der Bischof sowohl den untreuen Priester als auch die Mutter des Kindes getroffen.
Die Kindsmutter stammt aus Westirland, unterrichtete aber in letzter Zeit in einer Schule in Dublin, an der Ostküste des Landes.
„Ich hoffe, daß dem Priester, der nicht mehr in der Diözese arbeitet, der Mutter und allen Beteiligten die angemessene Zeit und der Raum gewährt wird, um ihre entsprechende Zukunft zu planen“, so der Bischof:
Er werde den Fall fortan als eine private Angelegenheit betrachten und ihn nicht mehr öffentlich kommentieren.
Der Priester war eine bekannte Persönlichkeit und ein prominentes Mitglied des örtlichen Golfclubs. Ursprünglich stammt er aus der Nähe der Stadt Limerick, die sich 180 Kilometer südwestlich von Dublin befindet.
Der Geistliche war zuerst Bankangestellter und trat als Spätberufener ins Priesterseminar ein. Vor einigen Jahren zelebrierte er sein 40jähriges Weihejubiläum.
Vor elf Jahren war er aus den Vereinigten Staaten zurückgekehrt, wo er in verschiedenen texanischen Diözesen als Priester tätig gewesen war.
Bereits zwei Jahre später soll er das Verhältnis mit der damals 22jährigen Kindsmutter begonnen haben.
Die Eskapaden des 73jährigen haben jetzt in Irland eine Diskussion über den Zölibat ausgelöst.
„Vielleicht wäre ein Nachdenken über den generellen Zustand und die emotionale Reife des katholischen Klerus noch dringlicher“, meinte dazu ein Beobachter in Dublin.
Weiterlesen:
Montag, 23. Januar 2006 10:10
mahner: 73 jähriger als Vater ????
… da war wohl auch mehr der Wunsch der Vater des Gedankens. Da gibt es einen netten Witz zu dem Thema: „ Ein älterer Mann (73 ?)kommt zum Arzt und meint: „ich versteh es einfach nicht – ich kann schon lange nicht mehr – und nun ist meine junge Freundin schwanger!“ – Meint der Arzt: „ angenommen Sie gehen durch den Wald, sehen ein Reh, heben den Spazierstock, zielen und sagen „Bumm“. ‘Das Reh fällt tot um. – Warum? „ meint der alte Mann: „ Da hat dann wohl ein Anderer geschossen“ darauf der Arzt : „Ich sehe sieh verstehen es doch !“
)) –--- Bloß weil sich ein alter Mann einbildet noch zeugungsfähig zu sein – eine Zölibatsdiskussion anzufachen – ist mehr als lächerlich
Samstag, 21. Januar 2006 18:18
Benedikt: @ Demon
Das ist zu simplifizierend. Wir können nicht in die Zukunft sehen. Und wer erst einmal ein paar Jahre
Priester IST und wen es dann „erwischt“ – der soll sein ganzes Dasein hinter sich lassen?
Ach, welch Argument. Tja, es gibt eben Dinge, die entschieden sind und fertig. Wer mal ein Kind bekommen hat, der kann auch nicht drei Monate später sagen: Ja, jetzt will ich aber nicht mehr Mutter sein. Gewisse Dinge sind nach der Entscheidung eben nicht mehr reversibel, und die Zölibatsfrage gehört nicht mal dazu, dann man muss ja bloß seinen Beruf aufgeben, dann kann man heiraten wie es einem gefällt. Das einzige, was man nicht haben kann ist beides. Der Spruch „man kann nicht beides haben“ ist von sprichwörtlicher Wahrheit. Genauso absurd ist es, wenn man sich die Möglichkeit offen halten will, an jeder Stelle seines Lebens eine 180° Wende vornehmen zu können. Irgendwann ist jeder Zug abgefahren.
Das ist der Unterschied zwischen: „Du machst Mist“ und „Du BIST Mist“.
Na wunderbar, Sie haben ja genau erkannt, wie man mit Sündern umgeht: „Du machst Mist“. Sie werden noch ein echter Katholik. Ihre Denkweise passt jedenfalls wie die Faust aufs Auge.
Hm. Wie machen das z.B. die Protestanten?
Keine Ahnung, ich weiß nicht, wie es diesbezüglich in armen Ländern aussieht. Vermutlich mit Zusatzjobs. Ideal ist das auch nicht.
Ach, welch Argument. Tja, es gibt eben Dinge, die entschieden sind und fertig. Wer mal ein Kind bekommen hat, der kann auch nicht drei Monate später sagen: Ja, jetzt will ich aber nicht mehr Mutter sein. Gewisse Dinge sind nach der Entscheidung eben nicht mehr reversibel, und die Zölibatsfrage gehört nicht mal dazu, dann man muss ja bloß seinen Beruf aufgeben, dann kann man heiraten wie es einem gefällt. Das einzige, was man nicht haben kann ist beides. Der Spruch „man kann nicht beides haben“ ist von sprichwörtlicher Wahrheit. Genauso absurd ist es, wenn man sich die Möglichkeit offen halten will, an jeder Stelle seines Lebens eine 180° Wende vornehmen zu können. Irgendwann ist jeder Zug abgefahren.
Das ist der Unterschied zwischen: „Du machst Mist“ und „Du BIST Mist“.
Na wunderbar, Sie haben ja genau erkannt, wie man mit Sündern umgeht: „Du machst Mist“. Sie werden noch ein echter Katholik. Ihre Denkweise passt jedenfalls wie die Faust aufs Auge.
Hm. Wie machen das z.B. die Protestanten?
Keine Ahnung, ich weiß nicht, wie es diesbezüglich in armen Ländern aussieht. Vermutlich mit Zusatzjobs. Ideal ist das auch nicht.
Samstag, 21. Januar 2006 17:08
DemonDeLuxe †: @Benedikt
„Offensichtlich hat Ihr Unterbewusstsein“
Naja, nehmen Sie eher ‘mal an, dass das nicht das erste Mal war, dass ich mit einem Katholiken darüber gesprochen habe… ;O)
„Doch, das ist man ganz klar. Und was muss man dann tun? Richtig: Man muss sich entscheiden.“
Das ist zu simplifizierend. Wir können nicht in die Zukunft sehen. Und wer erst einmal ein paar Jahre Priester IST und wen es dann „erwischt“ – der soll sein ganzes Dasein hinter sich lassen? Obwohl er doch derselbe ist, der er vorher war? Ich schätze, dass die Betroffenen den Zölibat mit einem Male sehr anders bewerten als aus der Distanz zur Zeit ihres Gelübdes.
„Es macht nur Sinn, wenn man seine antikirchlichen Affekte ausleben will.“
Sie werden lachen, darum ging’s mir gar nicht :O) Um es klar zu sagen: Ich habe nichts gegen Glauben (auch,wenn ich ihn für MICH ablehne) und nicht einmal gegen die Kirche – mich stört manches VERHALTEN. Das ist der Unterschied zwischen: „Du machst Mist“ und „Du BIST Mist“.
„Klar, ein Dogma ist der Zölibat nicht.“
Jetzt habe ich was gelernt – ich nahm an, der Zölibat sei dogmatisch verankert.
„verdienen gar kein oder nur wenig Geld“
Hm. Wie machen das z.B. die Protestanten?
„Dass man nicht alles haben kann?“
Es geht nicht um „alles“. Es geht um die Verleugnung des stärksten Triebes nach Selbsterhaltungs- und Mutterinstinkt… der sogar in Ihrer Lehre als wesentlich hervorgehoben wird.
@Elendester Sünder
Sie müssen ja nicht mit mir reden. :O)
Naja, nehmen Sie eher ‘mal an, dass das nicht das erste Mal war, dass ich mit einem Katholiken darüber gesprochen habe… ;O)
„Doch, das ist man ganz klar. Und was muss man dann tun? Richtig: Man muss sich entscheiden.“
Das ist zu simplifizierend. Wir können nicht in die Zukunft sehen. Und wer erst einmal ein paar Jahre Priester IST und wen es dann „erwischt“ – der soll sein ganzes Dasein hinter sich lassen? Obwohl er doch derselbe ist, der er vorher war? Ich schätze, dass die Betroffenen den Zölibat mit einem Male sehr anders bewerten als aus der Distanz zur Zeit ihres Gelübdes.
„Es macht nur Sinn, wenn man seine antikirchlichen Affekte ausleben will.“
Sie werden lachen, darum ging’s mir gar nicht :O) Um es klar zu sagen: Ich habe nichts gegen Glauben (auch,wenn ich ihn für MICH ablehne) und nicht einmal gegen die Kirche – mich stört manches VERHALTEN. Das ist der Unterschied zwischen: „Du machst Mist“ und „Du BIST Mist“.
„Klar, ein Dogma ist der Zölibat nicht.“
Jetzt habe ich was gelernt – ich nahm an, der Zölibat sei dogmatisch verankert.
„verdienen gar kein oder nur wenig Geld“
Hm. Wie machen das z.B. die Protestanten?
„Dass man nicht alles haben kann?“
Es geht nicht um „alles“. Es geht um die Verleugnung des stärksten Triebes nach Selbsterhaltungs- und Mutterinstinkt… der sogar in Ihrer Lehre als wesentlich hervorgehoben wird.
@Elendester Sünder
Sie müssen ja nicht mit mir reden. :O)
Samstag, 21. Januar 2006 16:49
Elendester Sünder: Dämonen
Seids bitte so lieb und gehts bitte nicht mehr auf Dämonen im Forum ein. Danke.
Ich bin zuversichtlich, daß die Redaktion bald ein Einsehen haben wird.
Ich bin zuversichtlich, daß die Redaktion bald ein Einsehen haben wird.
Samstag, 21. Januar 2006 16:43
Benedikt: @ Demon
Woher wusste ich, dass Sie das sagen würden…?
Offensichtlich hat Ihr Unterbewusstsein es als richtig erkannt.
als sei man niemals hin- und hergerissen.
Doch, das ist man ganz klar. Und was muss man dann tun? Richtig: Man muss sich entscheiden. Entweder oder. Das ist ein so häufiges Prinzip, das es absurd ist, es gerade in diesem Bezug als „menschenverachtend“ zu beschreiben. Es macht nur Sinn, wenn man seine antikirchlichen Affekte ausleben will.
„Es geht nur beides, oder eben nichts.“
Noch.
Klar, ein Dogma ist der Zölibat nicht. Er kann abgeschafft werden. Wenn Sie mich fragen, wird das aber niemand tun. Statt des Zölibatsproblm kommt dann das Ehescheidungsproblem, viele Priester verdienen gar kein oder nur wenig Geld, könnten eine Familie gar nicht versorgen usw… Der Zölibat wird durch theologische und praktische Gründe getragen.
Nicht seltsam. Grausam.
Dass man nicht alles haben kann? Kennen Sie das Märchen vom Fischer und seiner Frau? Man kann eben nicht alles haben. Je eher man sich dieser Erkenntnis öffnet, desto besser.
Offensichtlich hat Ihr Unterbewusstsein es als richtig erkannt.
als sei man niemals hin- und hergerissen.
Doch, das ist man ganz klar. Und was muss man dann tun? Richtig: Man muss sich entscheiden. Entweder oder. Das ist ein so häufiges Prinzip, das es absurd ist, es gerade in diesem Bezug als „menschenverachtend“ zu beschreiben. Es macht nur Sinn, wenn man seine antikirchlichen Affekte ausleben will.
„Es geht nur beides, oder eben nichts.“
Noch.
Klar, ein Dogma ist der Zölibat nicht. Er kann abgeschafft werden. Wenn Sie mich fragen, wird das aber niemand tun. Statt des Zölibatsproblm kommt dann das Ehescheidungsproblem, viele Priester verdienen gar kein oder nur wenig Geld, könnten eine Familie gar nicht versorgen usw… Der Zölibat wird durch theologische und praktische Gründe getragen.
Nicht seltsam. Grausam.
Dass man nicht alles haben kann? Kennen Sie das Märchen vom Fischer und seiner Frau? Man kann eben nicht alles haben. Je eher man sich dieser Erkenntnis öffnet, desto besser.
Samstag, 21. Januar 2006 16:34
DemonDeLuxe †: @Benedikt
„Kein Mensch wird zum Zölibat gezwungen.“
Woher wusste ich, dass Sie das sagen würden…? ;O)
Sie tun ja gerade eben,
als gäbe es nur eine
Priorität im Leben,
als sei man niemals hin- und hergerissen.
Sie sind doch Mensch, Sie müssen’s besser wissen
(hey, das reimt sich… das schreib’ich in Versform *g*)
Zum einen können nur wenige vorher wissen, wie sie in 20 Jahren empfinden werden. Vielleicht sind sie auch einfach noch nicht der richtigen Frau begegnet? Soll’s ja geben.
Zum anderen sieht die Realität anders aus, wie Sie doch wissen.
„Es geht nur beides, oder eben nichts.“
Noch.
„Es mag ja für Sie seltsam sein“
Nicht seltsam. Grausam. Und allzuoft eh’ geheuchelt. Dann lieber gar nicht, oder?
„Sie dagegen wollen gleichzeitig Soldat und Kriegsdienstverweigerer sein. Das geht eben nicht.“
Der Vergleich hinkt. Sowohl die Urgemeinde als auch andere Konfessionen zeigen uns, dass die klerikale Erfindung „Zölibat“ keine zwingende Voraussetzung sein muss.
@ExBochumer
Ach, wegen des FGH-Forums?
Nach der Logik wären also Sie ein Kreuz?
Aber, um Ihre Frage zu beantworten: Weil dort durchaus auch gerne mit Christen diskutiert wird – manche (Christen) fühlen sich sogar wohl dort, was vielleicht daran liegt, dass wir erfreulich arm an Gestalten wie Le Trot sind. Das hebt das Niveau ungemein :O)
Woher wusste ich, dass Sie das sagen würden…? ;O)
Sie tun ja gerade eben,
als gäbe es nur eine
Priorität im Leben,
als sei man niemals hin- und hergerissen.
Sie sind doch Mensch, Sie müssen’s besser wissen
(hey, das reimt sich… das schreib’ich in Versform *g*)
Zum einen können nur wenige vorher wissen, wie sie in 20 Jahren empfinden werden. Vielleicht sind sie auch einfach noch nicht der richtigen Frau begegnet? Soll’s ja geben.
Zum anderen sieht die Realität anders aus, wie Sie doch wissen.
„Es geht nur beides, oder eben nichts.“
Noch.
„Es mag ja für Sie seltsam sein“
Nicht seltsam. Grausam. Und allzuoft eh’ geheuchelt. Dann lieber gar nicht, oder?
„Sie dagegen wollen gleichzeitig Soldat und Kriegsdienstverweigerer sein. Das geht eben nicht.“
Der Vergleich hinkt. Sowohl die Urgemeinde als auch andere Konfessionen zeigen uns, dass die klerikale Erfindung „Zölibat“ keine zwingende Voraussetzung sein muss.
@ExBochumer
Ach, wegen des FGH-Forums?
Nach der Logik wären also Sie ein Kreuz?
Aber, um Ihre Frage zu beantworten: Weil dort durchaus auch gerne mit Christen diskutiert wird – manche (Christen) fühlen sich sogar wohl dort, was vielleicht daran liegt, dass wir erfreulich arm an Gestalten wie Le Trot sind. Das hebt das Niveau ungemein :O)
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