Kinderabtreibung
Salzburg: Lebensbejahende Information statt sozialistischer Exekution
Die sozialistische Salzburger Regierungspräsidentin Burgstaller wünscht sich die Kinderabtreibung in der Landesklinik. Fragen dazu? Die Genossin kann sie auch nicht beantworten.
(kreuz.net, Linz/Salzburg) Die Präsidentin der Salzburger Landesregierung, Genossin Gabriele Burgstaller, muß ihre Pläne, Kinder in der Salzburger Landesklinik abzutreiben, ohne die Christdemokraten exekutieren.

In den Ländern Salzburg, Tirol und Vorarlberg sind Kinderabtreibungen in den staatlichen Landeskliniken verboten. Landeshauptfrau Mag. Burgstaller hatte kürzlich über die Medien ausrichten lassen, daß sie ab Januar 2005 in den Salzburger Landeskliniken Schwangerschaftsabbrüche dennoch durchführen wolle.

Zu den Abtreibungsplänen der sozialistischen Landesregierung äußerte sich am 2. Dezember die christdemokratische Abgeordnete Doraja Eberle (ÖVP) in einem Brief an die österreichische Lebensschutzorganisation „Jugend für das Leben“.

Die Haltung der Salzburger ÖVP habe sich nicht verändert: Es werde keine christdemorkatische Unterschrift unter dem Vorhaben der Sozialisten geben. Auch im Aufsichtsrat der Landesklinik werde ein solches Vorhaben keine Mehrheit finden.

Landesrätin Doraja Eberle dementiert Meldungen, daß die Salzburger ÖVP in der Diskussion nachgegeben habe:

„Meine klare Linie zu Schwangerschaftsabbrüchen hat nicht an Zielstrebigkeit verloren, im Gegenteil, nur sind die Medien nicht daran interessiert, dies zu veröffentlichen.“

Durch die Aussagen der Regierungspräsidentin im österreichischen Fernsehen und in den Zeitungen bezüglich Abtreibung im Landeskrankenhaus entstehe das Bild, daß ohnedies alles unter Dach und Fach sei und die Christdemokraten resigniert hätten:

„Eine erschreckende Fehlinformation, denn das Gegenteil ist der Fall.“

Abtreibung sei und bleibe Tötung eines Menschen: „Diese Information gilt es, durch lebensbejahende präventive Aufklärung und Beratung immer und immer wieder an die Bevölkerung heran zu tragen. Es geht hier nicht um ‘das Recht der Frau’ sondern um zwei gleichberechtigte Menschen: Die Mutter und das Kind.“

Landesrätin Eberle formuliert erneut die Bedenken der christdemokratischen ÖVP. Es sei nicht die Aufgabe der öffentlichen Hand, Abtreibungen zu fördern. Das Land Salzburg solle sich besser darauf konzentrieren, Frauen zu unterstützen, die ohne Hilfe keinen anderen Ausweg als die Abtreibung mehr sähen.
      
1 Lesermeinung
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#1   Dolfus   20:19:32 | Montag, 6. Dezember 2004
Sozialistische Kriegserklärung ohne christliche Gegenwehr
Ein mutiges Landesregierungsmitglied, diese ÖVP-Dame. Leider ist bezüglich Kinderabtreibungsfreigabe im sozialistischen Österreich tatsächlich der Eindruck entstanden, die ÖVP sei nur mehr der Juniorpartner des Sozialismus.
Der damaligen Bischofskonferenz unter Cardinal König ist sicher der Vorwurf zu machen, die ÖVP in ihrem Krieg gegen den Kinderabtreibungsdammbruch durch die SPÖ im Regen stehen gelassen zu haben. Es waren 1975 3 Stimmen, die die aktuelle Gesetzeslage ermöglichten, alle von der SPÖ. ÖVP und FPÖ stimmten dagegen.
Cardinal König betonte, daß er keine Parteipolitisierung dieser Frage wollte, als die Christdemokraten im Parlament gegen dieses Unrecht mobil machten.
Wieso wurde nach Verlust der SPÖ-Parlamentsmehrheit in den 1980ern dieses Gesetz nicht gekippt? Es ist die Passivität Österreichs christlicher Führer.
Bedauerlich, daß auch jetzige Vertreter der Österreichischen Bischofskonferenz betonten, sie seien gegen die Wiedereinführung des alten Verbotes mit Bestrafung. In einer Zeit, in der wir seit 1970 erstmals wieder einen christdemokratischen Bundeskanzler haben!
Die Bischöfe, insbesondere Salzburgs Erzbischof Primas Kothgasser, müssen jene Christdemokraten, die ihre Prinzipien noch nicht über Bord geworfen haben, deutlich unterstützen. Diese Civilcourage der Landesrätin gehört gefördert!
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